Gott achtet auf den Einzelnen:

Vom Leben außerhalb der WT-Organisation!  Autor: Tilo 

Vögel.001In unserem Massenzeitalter, das jeden und alles vereinnahmen will, droht jedem die Gefahr, in einer Masse zu verschwinden und praktisch namenlos zu werden. “McDonaldisierung” ist der Fachbegriff für die weltweite Vereinheitlichung und Vermassung, die Gleichmacherei und die Unterwerfung des Menschen unter eine Horde, unter das Diktat der Mittelmäßigkeit – wenn es hoch kommt – oder auf das niedrigste Niveau – wenn es wie gewöhnlich kommt.

Was bedeutet schon der einzelne Mensch?

Er ist zur Rechengröße verkommen, ein kleines, unwichtiges Rädchen im Getriebe. Die Frage ist immer nur: “Was nützt er? Wie viel bringt er uns ein?”

So ist es in Politik und Wirtschaft. Aber wie ist es in der Religion? Auch hier herrscht Massenbetrieb, weil die verschiedenen Religionsgemeinschaften nach machtpolitischen Gesetzen funktionieren. Institutionalisierte Religion ist nie eine Heimat für den Glauben und ein Hort der Gerechtigkeit gewesen. Stattdessen hat sie sich zwischen Gott und die Menschen gedrängt und dadurch eine Entfremdung herbeigeführt, die dem Gläubigen das Gefühl vermittelt, im luftleeren Raum zu schweben. Seine Kirche ist ihm fremd und kalt geworden. Wo er zu Hause sein wollte, ist er nicht daheim. In dieser Situation der geistigen Heimatlosigkeit fragt er sich: 

Wo finde ich Halt?

Bibellesen.001Da stand auch ich eines Tages! Ich hatte mich vor Jahrzehnten den Zeugen Jehovas angeschlossen und führte seitdem ein ausgefülltes Leben. Doch was füllte mich aus? Es war das Leben eines Zeugen Jehovas, das vielfach fremdbestimmt war. Manche haben dafür den Begriff des Hamsterrades gebraucht, um die Weise zu beschreiben, in der man lebt.

Und ich bildete mir ein, dass es ein christliches Leben sei. Diese Einbildung war mehr das Ergebnis der Propaganda der Wachtturmgesellschaft, als biblische Überzeugung. Dass es dazwischen einen gewaltigen Unterschied gibt, fiel mir erst auf, als ich mich für die Gewissensfreiheit eines Glaubensbruders einsetzte. Bei dieser Auseinandersetzung mit der Ansicht der Wachtturmgesellschaft, dass es innerhalb der Organisation keine Gewissensfragen, sondern nur den Gehorsam gibt, gingen mir die Augen auf.

Das Gewissen war für mich immer die letzte Sicherheit im Menschen, ein Heiligtum, das von anderen nicht angetastet werden durfte. Und jetzt sah ich, wie krass und frech der Tatsache widersprochen wurde, dass der Mensch seinem Gewissen, dieser göttlichen Gabe, mehr gehorchen muss, als menschlichen Gesetzen in einer Organisation.

Man hat meinem Bruder keine Gewissensfreiheit zugestanden! Man tat nur so. Und das war für mich eine schlimme Erfahrung. Ich wurde sehr nachdenklich, denn wenn man keine Gewissensfreiheit gestattet, dann kann man mit gutem Recht misstrauisch sein. 

Was ich über das Gewissen wusste, stammte aus der Bibel.

So kam eins zum anderen. Ich begann die Bibel aufmerksamer und gewissenhafter zu lesen. Ich lieferte mich diesem Buch einfach aus und beschloss nichts weiter zu wollen, als den Geist dieses Wortes zu erfahren, ich wollte den Weg des Gesetzes Gottes verstehen. (Ps.119:18) Und dann passierte es, dass ich an manchen Stellen der Bibel innehalten musste, weil mir die Tränen in die Augen stiegen. Und wie oft habe ich seither über diesem Buch gebetet! Ich erwähne das nur, um meine rein persönliche Erfahrung mit diesem Buch zu schildern.

Jedenfalls öffnete sich mit der Zeit ein weiter Horizont.

Es kam zu Einsichten, Erschütterungen, es brannte das Herz, und ich kam Gott näher. In dieser Zeit des Umbruchs begann ich klarer zu sehen. Ich sah meine eigenen geistigen Bedürfnisse, meine eigenen Schwächen, meinen teilweise mangelhaften Glauben, meine Sünden, mein Versagen, meine Schuld. Ich sah aber auch die Größe und die Erhabenheit Gottes, ich sah seine Gerechtigkeit und seine Liebe. Und ich war überwältigt von der Tatsache, dass Jehowah auf jeden Menschen schaut und versucht, ihn auf den rechten Weg zu bringen. Das Wort Jehovas aus 2. Mose 34:6, 7 gewann plötzlich eine tiefere Bedeutung:

”Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zu Zorn und groß an Güte und Wahrheit, der Güte bewahrt auf Tausende hin, der Ungerechtigkeit, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs den Schuldigen für schuldlos hält, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, am dritten und am vierten Glied.”  

Was sich früher immer wie Rachsucht las, wenn es heißt, Gott werde die Sünden der Väter an den Kindern strafen, bekam im Kontext der Bibel eine neue Bedeutung für mich: Es geht hier nicht um Rache! Es geht hier darum, einen Menschen wiederherzustellen, geistig zu heilen, ihn im Glauben gesund zu machen, zu bessern, ihn auch durch betrübliche Erfahrungen wieder auf den rechten Weg zu bringen.

Dieses Verhalten Gottes zieht sich durch die ganze Bibel!

Und diese Einsicht war wunderbar! Sie war, wenn ich so sagen darf, der Anfang vom Ende für die überhöhte Stellung der Wachtturm-Organisation in meinem Denken. Sie war danach nicht mehr das Instrument, durch das Gott sich um Menschen kümmert. Sie war höchstens auf die Stufe eines Wegweisers herabgesunken. Natürlich habe ich auch vorher nie die wichtige Rolle des heiligen Geistes angezweifelt.

Aber immer wieder brachte ich sie mit der Organisation in Verbindung, die von sich behauptete, durch den Geist Gottes gesalbt worden zu sein. In meiner Verblendung konnte nichts wirklich Gutes ohne diese Organisation geschehen. Ich schrieb doch tatsächlich viele meiner guten Seiten im christlichen Leben der Belehrung durch die Organisation zu! Und ich war auch der Meinung, dass man den heiligen Geist nur erhält, wenn man mit der Organisation verbunden ist. Welch eine Verblendung! Heute schäme ich mich, weil ich meinen “Fels” und vor allem seinen Sohn so falsch gesehen habe. 

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie es dazu kommen konnte.

Denn ich habe mein Leben lang die Bibel gelesen und hatte schon immer eine ganz hohe Meinung von ihr. Aber es kommt darauf an, unter welchen Bedingungen sie gelesen wird. Wer die Studierweise der Zeugen Jehovas kennt, weiß auch, wie das Bibellesen vor sich geht, und er weiß auch, wie die Bibel erklärt wird. Das geht nach dem Schema Lesen-Fragen-Antworten. Geantwortet wird vornehmlich das, was im Wachtturm steht. Und das ist in vielen Themenbereichen nur Ideologie, auch wenn manchmal am Ende eines Satzes eine Bibelstelle gesetzt wird, die sich (angeblich) auf die Aussage bezieht.

Aber sie bezieht sich nicht immer darauf; man tut nur so als ob. Was ich sagen möchte, ist dies: Es wird einem eine Brille aufgesetzt, durch die man die Bibel zu betrachten hat. Es wird kein Raum gelassen für eine Diskussion. Es ist nur ein Widerkäuen von Gedanken, die andere für mich gedacht haben. Es geht einzig und allein um die Meinung der Wachtturmgesellschaft. Und diese Indoktrination verstellt mit der Zeit den Blick auf die Hauptpersonen in meinem Glauben. Im Endergebnis hat sich eine Organisation zwischen Gott und die Menschen gedrängt und die Bibel zur Bedienungsanleitung für den “Betrieb” gemacht.

Es ist auch noch die “Unternehmenskultur” der WTG

dafür verantwortlich, dass man sich selbst betrügt: Wie in fast jedem amerikanischen Unternehmen gibt es eine straffe Hierarchie, bis ins Kleinste gehende organisatorische Vorschriften, ein System öffentlicher Belobigungen erfolgreicher Mitarbeiter und “Beförderungen“. Strikter Gehorsam gegenüber der Führung ist eine selbstverständliche Forderung. Getan wird, was befohlen wird, und das ohne nachzudenken. Oberstes Beurteilungskriterium für Menschen ist ihr Einsatz im Predigtdienst.

Nur durch “Arbeit” bekommt man Liebe und Anerkennung! Das ist genau so, wie in einer Firma: Wer gut funktioniert und fleißig ist, wird anerkannt. Pech für die weniger Erfolgreichen! Ein egoistisches Konkurrenzdenken ist manchmal die Folge. Man spricht zwar oft davon, dass ein Christ zuerst Gottes Reich und seine Gerechtigkeit suchen soll, aber gemeint ist zuerst das Verkündigen. Dadurch gerät die Gerechtigkeit Gottes sehr leicht in den Hintergrund. Im Vordergrund steht die eigene Leistung. Damit ist man nicht viel weiter gekommen, als unser ganzes Industriezeitalter mit seiner über alles geschätzten Leistungsmoral!

Und dann sind da die Schuldgefühle!

Sie werden mit Absicht erzeugt. Dazu dienen Formulierungen wie: “Wenn du Jehova liebst, wirst du dies und das tun!” oder: “Wir müssen uns bemühen, wie Jehova zu denken!” oder: “Die Lücke zwischen Wollen und Tun schließen!“ Das läuft am Ende darauf hinaus, dass ein sündiger Mensch ständig mit Gott dem Höchsten verglichen wird und ihn angeblich gar nicht richtig liebt, wenn er den Vorgaben der Organisation nicht zu 100 % entspricht. Mit der Zeit hat sich ein Wust von Vorschriften angesammelt, mit dem alles geregelt werden soll, und dem niemand mehr ganz entsprechen kann. So wird ein sündiger Mensch immer am Heiligsten und Höchsten gemessen. Das ist ungerecht und einfach lieblos! Das ist zutiefst unchristlich und entspricht in keiner Weise dem Wesen Jesu. Es erzeugt nur Schuldgefühle, wo keine sein sollten.

Dazu kommt dann noch die Folge der organisatorischen Anordnungen, die keinen Platz lassen für persönliche Entscheidungen. Davon wird auch das eigene Gewissen berührt, denn wer alles organisatorisch regelt, schaltet das Gewissen ab! Das gipfelt schließlich im Verlust der Freiheit, die ein Christ von Gott hat.

Wie geht ein Mensch damit um?

Er kann leicht auf den Ausweg der Heuchelei verfallen. Er kann mindestens so tun, als wäre er zu 100 % mit den Vorgaben konform. Das nimmt dann schon bedenkliche Züge an, es führt zu verstecktem Eigenlob und zum Prahlen. In der Versammlung nennt man das “Erfahrungen berichten”. Und da sich ein Zeuge Jehovas innerhalb der Gemeinschaft korrekt verhalten möchte (er will ja als Mensch anerkannt werden!), greift er zu den kleinen Tricks, um so zu erscheinen, wie es gewünscht wird. Das nennt Jesus klar und deutlich Heuchelei.

Und doch habe ich mich in diesem Klima dazu hinreißen lassen, es mindestens ansatzweise, wenn nicht gar vollständig, so zu tun. Heute denke ich mit einem Schamgefühl daran zurück. Ja, auch ich habe gern “Honig gegessen” (Spr. 25:27), auch ich habe oft die eigene Ehre gesucht! Ich will die Schuld dafür nicht nur dem geistigen Klima in der Versammlung geben, nein, ich selbst habe das so geliebt. Aber unter dem Druck des Gruppenzwangs können solche menschlichen Schwächen gut wachsen.

So kam mit der Zeit immer mehr ans Licht, über mich und über die “wunderbare, vom Geist gezeugte Organisation”. Es kam dazu, dass ich mich belogen fühlte. Anlässe gab es genug, und auf BI ist viel darüber berichtet worden. Eines Tages sagte ich: “Ich lasse mich nicht mehr anlügen!” Und damit bin ich innerlich ausgestiegen. Ich habe mich umgewandt und die Organisation und ihren “Betrieb” hinter mich gelassen.

Zuerst hatte ich Angst vor der geistigen Heimatlosigkeit,

aber bald schon stellte ich fest, dass es nur nicht darauf ankommt Gott zu erkennen sondern auch von Gott gekannt zu werden. Mein persönliches Verhältnis zum Schöpfer wurde inniger und wahrhaftiger. Ich konnte Anteil haben an dem wunderbaren Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft und das Herz und die Gefühle behütet (Phil. 4:7). Das habe ich in dieser Intensität früher nicht erfahren. Ich muss es leider so sagen. Mir ging es wohl ähnlich wie Hiob, der am Schluss sagen musste: Siehe! Ich bin von geringer Bedeutung geworden. Was soll ich dir erwidern? … Vom Hörensagen habe ich von dir gehört, nun aber hat mein eigenes Auge dich gesehen. Deshalb widerrufe ich und bereue wirklich in Staub und Asche.” (Hiob 40:4; 42:5, 6)

Wenn ich heute von Gottes Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Weisheit rede, dann ist es für mich wie ein Land, das ich zum ersten Mal mit eigenen Augen sehe. Gewusst habe ich so vieles, aber zwischen Wissen und Begreifen ist ein tiefer Abgrund. Man hat mir immer wieder Bedienungsanleitungen für eine Glaubensmaschine gegeben. Aber ein Auto fährt ja nicht mit Hilfe der Betriebsanleitung, sondern nur mit Benzin. Ebenso wird der Glaube erst durch den Geist Gottes lebendig, und den erhält man durch Jesus Christus. Ich meine hier mit “lebendig” nicht unbedingt den geforderten Fleiß, mit dem ich ja genug beschäftigt war. Ich denke eher an den Sinn und die Wahrheit der Nachfolge Jesu.

Gewiss, ich habe mich täuschen lassen,

weil ich leichtgläubig, vielleicht zu naiv und harmoniesüchtig war. Ich hatte auch Menschenfurcht – und welcher Zeuge Jehovas hat sie nicht? Ja, ich habe mich bis zu einem gewissen Grade anlügen lassen. Aber darauf können die Leute, die dafür verantwortlich sind, nicht stolz sein. Ich habe meinen Weg gefunden: Joh. 14:6.

Heute kann ich mit aller Überzeugung sagen, dass ich in meinem Glauben zu Hause bin. Früher meinte ich, in der Versammlung meine geistige Heimat zu haben, heute erlebe ich, was es bedeuten kann, wenn Jesus sagt: “Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben. Und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.” (Joh. 14:23)

Ich kann mir keine besseren “Hausgenossen” vorstellen, und ich denke immer wieder, dass einem mit solchen Gästen nichts Böses widerfahren kann. Das hat dazu geführt, dass ich gelassener und ruhiger geworden bin. Vom Propheten Jesaja kenne ich die Worte:

“Eure Macht wird sich im Vertrauen und im Ruhig sein zeigen.” 

Und: “Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken, ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit.” (Jes. 30:15; 41:10)

Ich habe gelernt, diese Worte buchstäblich zu nehmen; ich kann ihnen keinen symbolischen Sinn zuschreiben, der darauf abzielt, dass man nur innerhalb der “geistgesalbten Organisation” ein glückliches Leben führen könne, weil sich diese Worte Gottes nur dort erfüllten. Nein! Hier tritt der Schöpfer selbst auf den Plan und ist willens, einem einzelnen Menschen beizustehen, wenn auch im Kontext von “Israel” die Rede ist. Es geht ihm immer um einzelne Menschen.

Das kann ja auch gar nicht anders sein.

Und ich meine, dass meine persönliche Erfahrung nicht neu ist. Sie ist eigentlich so alt wie das Christentum, nur muss sie jeder für sich selbst machen. Vermitteln kann man sie nicht, und in der institutionalisierten “christlichen Religion” wird man dazu nicht angehalten.

 

 

 

 

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Tomaso

Lieber Bruder,

vielen Dank für diesen schönen Artikel. Er regt zum Nachdenken an und hat mich sehr berührt.

LG an alle Mitleser von
Tomaso

Anna

Lieber Autor, liebe Schwestern und Brüder, ein sehr berührender Artikel in dem ich ich mich in vielen Teilen wiederfinde. Danke dafür. Auch ich möchte allen hier und dem BI-Team viel Segen für dieses Jahr wünschen. Und dass wir im Glauben wachsen an JHWH und den Christus. Jedenfalls danke ich dem Schöpfer am Leben zu sein und Freude und Glück zu empfinden, Viele Leser und Komentatoren sind krank, psychisch instabil und einfach nur traurig. Das weiß ich und das berührt mich sehr. Weil ich es nicht ändern kann. Nur unser Schöpfer sieht es. Der Gott allen Trostes wird uns mit seiner… Weiterlesen »

das Urmel

Lieber Bruder, für Deinen Artikel, meinen aufrichtigen Dank. In Deinen Worten finde ich mich wieder.Seit fast zwei Jahren, habe ich mich innerlich von der Organisation getrennt. Leider habe ich, für mich, noch keinen wirklichen Weg gefunden,wieder näher zu Gott zu kommen. In mir steckt immer noch: wenn man nicht mit der WTG Schritt hält, ist man nicht gut genug in den Augen Jehovas. Ich bin nicht Würdig-zu Jehova zu beten;(jetzt muss ich weinen). So wurde Das auch immer vermittelt. Schuldgefühle, immer ein schlechtes Gewissen! Ich bin mir 100% sicher, auch wenn mein Weg noch nicht gerade ist. Jehova kennt mein… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, ich stimme Tilo in sehr vielem zu. Es ist wichtig, den christlichen Geist zu spüren – und eben den spürt man in Wirklichkeit in der Organisation von JZ nicht – Tilo beschreibt das an vielen Punkten. Das Problem und die Diskrepanz für viele Brüder und Schwestern sehe ich an folgendem Punkt: Es gibt entscheidende Differenzen zwischen den Lehren von JZ und den Großkirchen. Wenn ich richtig informiert bin, so hat Russel erkannt, dass – ein “dreieiniger Gott” keine biblische Grundlage hat; der Gott des alten Testaments war ein monotheistischer Gott – mit Jesus kam eine weitere göttliche Figur… Weiterlesen »

nordisch by nature

Sehr guter Artikel.Wirklich!!!! erkenne seeehrseeehr viele Gemeinsamkeiten. Mit dem Unterschied das ich mit dieser selben Wahrnehmung und Erkenntnis dennoch ein Leben mit der Org stemmen muss. Hab da leider keine Wahl. Ist ein permanenter Drahtseilakt und Herausforderungen… aber ich habe mich arrangiert und Strategien entwickelt. Andererseits ist es auch gleichzeitig eine Genugtuung zu erkennen das es nicht darum geht sich in ein Hamsterrad einspannen zu lassen sondern das A und O ist sein Herz für Gott bereit zu machen…. mit einem Mal hat man sogar mit Brüdern in verantwortlicher Stellung “Mitleid”… Mich hat mal ein Verantwortlicher darauf hingewiesen das mein… Weiterlesen »

Tommy

Mich wundert immer (im Nachhinein), dass man glaubt Gott braeuchte tatsaechlich eine Organisation auf Erden. Seine Organisation besteht schon so lange und man vertraut offenbar dem Geist Gottes gar nicht. Hat doch der Herr selbst gesagt, dass dieser Geist uns in die Wahrheit leiten wuerde, bzw. seine Juenger. Natuerlich gebraucht der herr seine Diener auf Erden, davon bin ich ueberzeugt, aber er alleine leitet das Unternehmen und schickt uns den Helfer, so wie er es fuer richtig haelt.
Ist eine seltsame Auffassung der WTG. Aber nicht nur dort so.
Tommy

Tom

Lieber Bruder Tilo, herzlichen Dank für Deinen erbaulichen Beitrag! Es ist schön zu erleben wie der Geist des Vaters bei vielen Geschwistern wirkt und sie alle IN den HERRN hinein geführt werden. Dadurch verlieren sie jede indoktrinierte Angst und werden FREI, frei das Leben zu führen (zu genießen) was dem Willen & Wesen Gottes entspricht, welcher LIEBE ist! Joh 14:26 Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Joh 14:27 Was ich euch hinterlasse, ist mein Frieden. Ich gebe… Weiterlesen »

Argentum an Bruderinfo

Liebe Freunde, ich habe im Sirach- Buch einen kleinen Schatz der Weisheit gefunden. Das Sirach – Buch spricht von Gottesfurcht, Weisheit , die Darstellung der Werke Gottes in Schöpfungs- und Heilsgeschichte. Es wird als deuterokanonisch bezeichnet und findet in einigen Kirchen immer noch Verwendung. Zur Kanonisierung sagt die deutsche Bibelgesellschaft: “Seine maßvolle Stimme hat sich nicht durchgesetzt, die Hellenisierer behielten die Oberhand. Und obwohl das Buch von den Rabbinen wie von neutestamentlichen Autoren zitiert wurde, blieb ihm kanonischer Rang versagt. Die Gründe dafür sind unklar. Vielleicht hängt es aber mit seiner Vorliebe für priesterliche Gedanken zusammen, denn diese Traditionen galten… Weiterlesen »

Lili

Liebes Urmel , Auch ich möchte Dich hier von Herzen ganz warm begrüßen. Zu gut kann ich Deine innere ” Vereisung ” nachvollziehen, doch Du wirst bestimmt im Austausch mit den hier Gleichgesinnten , Verständnis ,Trost und geistige Geborgenheit finden und schön zu einer gesunden “Betriebstemperatur ” auftauen. Auch ich bin erst seit Oktober letzten Jahres bei BI gelandet und fühle mich hier verstanden und geistig zuhause . So wie Du , hat auch mich , immer die Gewissheit das Jehova und sein Sohn – und nur sie allein , mein Herz kennen getröstet ,so das ich nicht an den… Weiterlesen »

Janus

Hallo an alle,
nur als eine kleine Information – die Übersetzung des Schreibens ist sicher überflüssig… Alle die untätig sind oder ausgeschlossen wurden, müssen vor dem Gedächtnismahl mit einem Besuch oder einer Kontaktaufnahme durch Älteste und Angehörige (falls nur untätig) rechnen. Ein entsprechendes Schreiben macht gerade in England die Runde und wird vermutlich auch in anderen Ländern unterwegs sein. Ziel ist unter anderem, die “Komm zurück zu Jehova”-Broschüre zu übergeben und wenn möglich auf den November-Broadcast hinzuweisen. Wer das Schreiben lesen will: https://drive.google.com/file/d/0B2fYNzAbUpqFV3JQOWpJY0YyaE0/view

Es grüßt
Janus

Lili

Lili @ nordisch

Lieber nordisch , gut zu lesen das Du zu einer inneren Ruhe gekommen bist .
Es ist schon schräg ! Oder ungewöhnlich , denn Du hast Dir als Betätigungsfeld
für Deine Liebe zur Wahrheit -durch Deine Situation – ohne es wohl so zu wollen ,
die Versammlung ,wo angeblich die Wahrheit zu Hause ist ,aufgebürdet .
Denn wer weiß was Deine Worte oder Verweise auf einzelne Bibelstellen ,bei dem
Einem oder Anderen bewirken !
Halte Dich tapfer mit der Hilfe Jehovas und Jesus und Ihr Friede und Geist möge bei Dir sein .
Von Herzen grüßt Dich , Lili

Julia ab ALLE!!

Hallo, es ist spät, ich bin müde heimgekommen, aber ich habe mich sehr gefreut, dass wieder so viele schöne, interessante, vielseitige, gefühlvolle, nachdenklichmachende, ergänzende, gut recherchierte, aufklärende, humorvolle und und und … Kommentare in der Leiste standen. VIELEN DANK AN JEDEN SCHREIBERLING, der sich die Mühe macht, seinen Beitrag zur gegenseitigen Auferbauung zu leisten. Ich schätze das sehr und sicher bin ich damit nicht alleine. Wieviel Arbeit steckt in manchen Zeilen, es ist ja nicht nur das schreiben, jeder macht sich Gedanken und muss Zitate heraussuchen, formulieren, korrigieren usw. . So ein wenig lernt man die einzelnen Persönlichkeiten durch das… Weiterlesen »

erwachter Sünder an Omma

Liebe Omma, vielen vielen Dank für Deinen lieben Kommentar, er bringt mich sehr zum Nachdenken und ich bin ehrlich beschämt und habe ein schlechtes Gewissen. Du hast mit allem was Du schreibst wirklich recht. Du bist eine weise, liebe und gefühlvolle Omma! Und es stimmt, die Liebe, die Nächstenliebe, unser Mitgefühl, unsere gegenseitigen Gefühle sind wichtiger,wertvoller als Wissen und Erkenntnis. Genau wie Du es schreibst, aber AM GRÖSSTEN IST DIE LIEBE. Und man muss und kann auch nicht alles verstehen, genau wie Du es schreibst. Ich verstehe nur sehr sehr wenig und weiß manchmal gar nicht, was ich glauben soll,… Weiterlesen »