Methoden der Bibela...
 

Methoden der Bibelauslegung  

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Altor
(@altor)

Die Bibel ist kein Fertiggericht und seine Offenbarungen muss jeder für sich neu erwerben. So ist das Lesen der Heiligen Schrift ein Vorgang fortgesetzter Deutung. Kein Leser nimmt einen Text unbeteiligt und neutral auf, sondern der Verstand und die Phantasie des Lesers zeichnen den Text beim Lesen mit den dem Einzelnen gerade gegebenen Mitteln nach. Dabei spielt immer wieder das folgende Thema eine Rolle: Wie versteht man den Text? Zu wem spricht der Text? In welchem Kontext steht er? Wie ist er auszulegen? Wie geht man an einen Text heran, wenn dort scheinbare Widersprüche zu finden sind?

Es ist doch so, dass es nur eine Wahrheit zu den verschiedenen Themen der Bibel geben kann und wenn man ehrlichen Herzens unter der Leitung des Heiligen Geistes dazu das Wort Gottes studiert, dann wird man diese auch finden. Der Heilige Geist sagt doch nicht dem einen, dass – nur als Beispiel - die Toten in Christus schon bei Gott sind und dem anderen, das sie bis zur Auferstehung schlafen. Gott ändert sich nicht und seinen Willen hat er uns doch durch sein Wort kundgetan, damit wir Ihn verstehen und daraus leben können (Joh 16,13)?!

Dieses Thema wurde geändert 2 Monaten zuvor von Altor

„Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)

Zitat
Veröffentlicht : 3. Januar 2020 17:29
ATHALJA
(@athalja)
Veröffentlicht von: @altor

Die Bibel ist kein Fertiggericht und seine Offenbarungen muss jeder für sich neu erwerben. So ist das Lesen der Heiligen Schrift ein Vorgang fortgesetzter Deutung. 

Es ist doch so, dass es nur eine Wahrheit zu den verschiedenen Themen der Bibel geben kann und wenn man ehrlichen Herzens unter der Leitung des Heiligen Geistes dazu das Wort Gottes studiert, dann wird man diese auch finden. Der Heilige Geist sagt doch nicht dem einen, dass – nur als Beispiel - die Toten in Christus schon bei Gott sind und dem anderen, das sie bis zur Auferstehung schlafen. Gott ändert sich nicht und seinen Willen hat er uns doch durch sein Wort kundgetan, damit wir Ihn verstehen und daraus leben können (Joh 16,13)?!

Lieber Altor,

aus geg. Anlass, habe ich nachfolgenden Text von Paulus, etwas abgeändert.

1. Kor 14,26 "Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder (s)einen "poetisch religiösen Text", (s)eine Lehre, (s)eine Offenbarung, (s)ein "Referat", oder hat (s)eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung."

Hier, in diesem Forum, findet obig genanntes, weitgehend statt. Die Tatsache, dass es ca. 20.000 verschiedene Glaubensgemeinschaften gibt, zeugt von den unterschiedlichsten Auslegungen - nicht nur von der Bibel, auch von individuellen Ansichten und fraglicher Behauptungen.

Johann Wolfgang von Goethe meinte:

"Ein Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden. Jener liegt auf der Oberfläche. Damit lässt sich wohl fertig werden. Diese ruht in der Tiefe. Danach zu forschen, ist nicht jedermanns Sache."

Gedanken zum nachdenken...

 

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AntwortZitat
Veröffentlicht : 3. Januar 2020 20:08
Iris gefällt das
Altor
(@altor)

@athalja

Lieber Athalja,

genau das ist mein Ansatz! Viele Meinungen sind also gut. Denn sie sind das Normale. Hier erkennen wir aber auch sofort, dass kein Mensch allein alle Wahrheit hat, sondern dass wir nur gemeinsam Begreifen können. Es ist damit aber noch nicht das Dilemma gelöst, wie wir mit den Unterschieden umgehen sollen.

Die Bibel beschreibt nicht alles, darum man kann sie nicht zerlegen und alles deuten. Sie ist Gottes Wort, ja - aber Gott ist grösser als die Bibel und sie ist ein Buch, die uns in eine Beziehung hineinführen will, nicht aber in verengte, dogmatische Sichtweisen einsperren möchte.

Bereits zur Zeit der frühen Christen gab es Menschen, die der „Erkenntnis“ (gr. gnosis) nachjagten, wie man Dingen oder Schätzen nachjagt. Sie wurden Gnostiker genannt. Ihre Lehre hat in den ersten Jahrhunderten der Gemeinde viel Schaden zugefügt. Den Aposteln geht es aber nicht um eine besondere oder spezielle Erkenntnis etwa nur für Eingeweihte. Es geht nicht um Gedanken oder Lehre, sondern um eine Person. Es geht nicht um Erkenntnis in Dingen, sondern um Beziehung. Liebe ist Ausdruck von Beziehung, nicht von Geheimwissen, vermeintlicher Erkenntnis oder Speziallehren.

Der Apostel Paulus betet in diesem Sinn für die Gläubigen:  „Deshalb knie ich mich hin vor dem Vater, dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt: Er möge euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft beschenken, dass ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet; dass Christus durch den Glauben in eurem Herzen wohnt und ihr in seiner Liebe fest eingewurzelt und gegründet seid; damit ihr zusammen mit allen, die Gott gehören, imstande seid, das ganze Ausmaß zu erfassen, seine Breite, Länge, Höhe und Tiefe; ja zu erkennen, was alle Erkenntnis übersteigt: die unermessliche Liebe, die Christus zu uns hat. So werdet ihr erfüllt bis zur ganzen Fülle Gottes.“ (Eph 3,15-19).

„Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Januar 2020 13:13
Iris und Mario Enge gefällt das
ATHALJA
(@athalja)

Lieber altor,

da möchte ich mich deiner Ausführung gerne anschliessen. Möglicherweise kennst Du folgende Passage aus der "Guten Nachricht (GNB)":

Das hebräische Wort für Erkenntnis meint nicht durch Nachdenken - mit dem Verstand - gewonnene Erkenntnis, sondern durch Umgang und Erfahrung gewonnene Einsicht. Erkenntnis dieser Art setzt ein inneres Angerührtsein von der Sache oder eine gewisse Selbsterschließung der Person voraus, um deren »Erkenntnis«/stichwort}es geht. Daher gilt Erkenntnis in Dingen des christlichen Glaubens als eine der wichtigsten Gaben des Geistes Gottes (1Kor 1,5; 12,8; 14,6; 2Kor 8,7) - die freilich auch Gefahren und Probleme mit sich bringen kann: Eine »Erkenntnis«, die dazu verführt, dass man gegen die Liebe verstößt (1Kor 8; 13,2) oder sich über zentrale Inhalte apostolischer Verkündigung hinwegsetzt (1Kor 1,17-25; 2Tim 2,14-18; 1Joh 2,20-25), hat mit dem Geist Gottes nichts mehr zu tun. Solche fehlgeleitete »Erkenntnis«/stichwort}wird schon an einzelnen Stellen des 1. Korintherbriefes, vor allem aber im Johannes-Evangelium, dem 1. Johannesbrief, dem Judasbrief und in den Pastoralbriefen (1Tim 6,20) bekämpft (es handelt sich hier um Frühformen der Gnosis).

"Erkenntnis, durch Umgang und Erfahrung gewonnene Einsicht" wird hier gesagt. Diese Aussage möchte ich eindeutig untersreichen. Erfahrung ist für mich ein Guthaben; wie eine Kapital Anlage. Ich zahle ein und erhalte Zinsen. Beides kommt nicht von selbst und muss erarbeitet werden.

Hierzu fand ich passende Biebeltexte, die anbei setze. Möglicherweise gefallen sie nicht dir, sondern auch den anderen Lesern hier. Aber darauf bestehe ich nicht.

Ps 119,66 "Rechte Einsicht und Erkenntnis lehre mich,denn ich vertraue auf deine Gebote." (Das war eine Bitte des Psalmisten und der schliesse ich mich gerne an.)

Eph 3,19 "Ihr sollt die Liebe erkennen, die Christus zu uns hat und die alle Erkenntnis übersteigt." (Also kann die Erkenntnis sogar noch von der Liebe übertroffen werden!)

2Petr 3,18 "Wachst vielmehr in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Erretters Jesus Christus! Ihm gebührt die Herrlichkeit sowohl jetzt als auch für den Tag der Ewigkeit!" 

Mit dem letzten Text des Apo's Petrus schliesse ich meinen Gedanken und mache Platz für andere. Nur zu!

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AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Januar 2020 16:26
Altor gefällt das
ATHALJA
(@athalja)

Lieber altor,

es muss wohl an meiner Tastatur liegen, wenn einige Wörter & Buchstaben nicht mit eingeschrieben werden. Daher mache ich zu dem zuvor angebrachten Kommentar eine Korrektur.

Der fehlerhafte Absatz 

Hierzu fand ich passende Biebeltexte, die anbei setze. Möglicherweise gefallen sie nicht dir, sondern auch den anderen Lesern hier. Aber darauf bestehe ich nicht.

Und der richtige sollte so ausschauen

Hierzu fand ich passende Bibeltexte, die ich anbei setze. Möglicherweise gefallen sie nicht nur dir, sondern auch den anderen Lesern hier. Aber darauf bestehe ich nicht.

Bedauere meine Nachlässigkeit. Sorry...

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

AntwortZitat
Veröffentlicht : 4. Januar 2020 20:02
Altor gefällt das
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast

Was hier Altor und Athalja geschrieben haben,
ist das die grundsätzliche Maxime von BI an der nicht gerüttelt werden darf?
>> die Maxime: dass Bruderliebe wichtiger ist als die reine Wahrheit über Gott
- weil man bei der unendlichen Vielfalt von Ansichten über einzelne echte Wahrheiten verunsichert ist? 

Mein Interesse, sowie Einstieg und wieder Ausstieg bei J.Z. war nur wegen Lehrpunkten über Wahrheit.  
Das "Love-Bombing" der Z.J. damals beim Einstieg als Jugendlicher war ja nur kurz und zweckdienlich. 
Auch meine Teilnahme hier bei BI ist niemals wegen Streicheleinheiten oder Schmusekurs, 
denn Spr 27,6 Treu gemeint sind die Schläge dessen, der liebt, aber überreichlich die Küsse des Hassers.
(Bitte diesen Beitrag beantworten und nicht einfach löschen.) 

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Veröffentlicht : 4. Januar 2020 20:54
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(@dieter-w)
Aktives Mitglied

Guten Tag allerseits! Zufällig wurde ich auf diese Website aufmerksam, die ich sehr interessant finde. Gern bringe ich mich zu den Themen ein. Zunächst bitte ich um Verständnis, dass ich mich grundsätzlich von der Seriösität einer Sache überzeugen möchte, bevor ich Zeit und Arbeit investiere. Daher sogleich meine Frage an den Betreiber dieser Webseit: Die Webseite gibt vor aufzuklären und Hintergründe zu beleuchten. So jedenfalls empfinde ich dies. Mit entsprechender Befremdung stellte ich allerdings fest, dass der Betreiber der Seite nicht breit ist die minimalsten Angaben zu machen. In einem Impressum erwartet man entsprechende Identifikation des oder der Verantwortlichen. Bereits das lässt diese Webseite jedoch vermissen. Deshalb fragt sich was dieser "digitale Maskenball" denn für einen Grund hat. Ich freue mich über eine aufschlussreiche Antwort. Liebe Grüße, euer Dieter.

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Veröffentlicht : 4. Januar 2020 23:47
Jurek
(@jurek)

Nur ganz am Rande werter Herr Dieter W., da dies hier zu dem Thema nicht passt:

https://www.bruderinfo-aktuell.org/fragen-antworten/

Es scheint, dass nirgendwo anders muss man um seine Familie fürchten wie bei den „ZJ“, wenn man im Klartext sich aller Welt offenbart, wer wer ist.  (Also wegen der anderen).

Für solche Themen wäre es passender entweder https://www.bruderinfo-aktuell.org/forum/austausch/off-topic/ oder https://www.bruderinfo-aktuell.org/forum/anregungen/ da dieses Thema hat mit „Methoden der Bibelauslegung“ hier nichts zu tun.

 

Gruß, Jurek

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2020 12:59
(@dieter-w)
Aktives Mitglied

@jurek

Hallo Jurek, vielen Dank !

Den empfohlenen Link habe ich mir soeben angeschaut. Dort findet man eine Erläuterung betreffend Anonymität der Autoren. Dass Autoren anonym bleiben wollen ist nachvollziehbar.  Es erscheint mir auch verhältnismäßig. Bei der Interessenabwägung kommt das noch ganz gut weg.

Aber kann das auch für den Initiator und Betreiber dieser Website gelten? Welches Intellekt setzt man denn bei den Nutzern und Lesern hier voraus wenn man tatsächlich den Eindruck erwecken will, der Initiator soll anonym bleiben weil die Organisation der Zeugen Jehovas nicht erfahren soll wer er ist? Hier wird doch gerade reihenweise der Eindruck erweckt, dass die JZ eine große Organisation sind, die dann ja wohl kaum im Unklaren sein dürfte wer hier der Initiator ist. Oder habe ich das alles falsch verstanden ? Um es klarer auszudrücken: In Selters wird man die Identität wohl sehr genau wissen. Also da möchte ich somit schon bitte ein echtes Argument hören. 

LG  Euer Dieter

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Veröffentlicht : 5. Januar 2020 16:18
Altor
(@altor)

@opa-klaus

Lieber Opa Klaus,

biblische Lehre ist wichtig, absolut keine Frage! Im NT wird auch von „gesunder Lehre“ und „gesunden Worten“ gesprochen. Wir wollen auch hier in diesem Thread langsam an die verschiedenen Methoden der Bibelauslegung herangehen, doch sollte man vorher doch noch einige Punkte für so manche klar machen.

Spannungsfelder (d. h. Unterschiede in der Lehre) treten sofort dort auf, wo die Gottesbeziehung durch etwas anderes ersetzt wird, beispielsweise durch ein Dogma. Glauben in biblischem Sinn ist aber Vertrauen (gr pisteuo) zu einer Person hin. Wir glauben der Heiligen Schrift, weil wir unser Vertrauen auf Gott und seinen Sohn setzen. Unsere Erkenntnis wird unterschiedlich bleiben und wir können dieser Erkenntnis ausweichen oder sie bewusst integrieren. Nicht das behaupten von bestimmten Lehren ist die Grundlage des Glaubens, sondern das von Jesus Christus erkannt und berufen sein, das von Gott geliebt sein und Seine Berufung stehen zentral (Phil 3,13-16).

Diese Gesinnung hatte auch Paulus. Nicht die Gleichschaltung in Lehre, Dogmen usw. Er konnte das so sagen, weil er allein von der Berufung Gottes ausgeht. Diese ist für alle gleich, egal ob Geschlecht, Hautfarbe oder Erkenntnis.

Oft wird Galater 1,6-10 angeführt, wenn es um eine Darlegung einer Lehre geht und gibt der anderen und dem der sie lehrt, damit sofort den Todesstoß. Aber Paulus spricht hier die Abkehr vom Evangelium an. Gott hat nur eine Botschaft für verurteilte Sünder. Er bietet ihnen die Gnade der Erlösung allein durch den Glauben an, ohne Halten des Gesetzes. Ähnliches gilt in Apostelgeschichte 15,1 und Vers 24. Diejenigen, die einen anderen Erlösungsweg predigen, sind notwendiger weise verloren und zu verfluchen. Und in 1. Timotheus 6,3-5 wendet Paulus seine Aufmerksam denen zu, die von den gesunden Worten unseres Herrn nicht wissen wollen, sondern einen krankhaften Hang zu Streitfragen und Wortgefechten haben.

Was ich mit dem Gesagten meine ist folgendes. Es gibt aufrichtige Christen, die z. B. an die Dreieinigkeit glauben und es gibt Gott hingegebene Christen, die das nicht glauben können. Kann man da dem Anderen sein Christsein absprechen und ihm Böswilligkeit vorwerfen, dass dieser oder jener es nicht aufrichtig meint? Mit der Schrift kann ich beides belegen, wenn ich will. Die Schrift ist aber in einem klar und zwar was das Evangelium betrifft, dass Erlösung nur durch die Gnade Gottes in Jesus Christus möglich ist. So geschieht diese Erlösung für einige in Jesus, als dem einzigen Sohn Gottes und für die anderen geschieht diese Erlösung in Jesus, weil sie ihn als Teil einer dreieinen Gottheit sehen.

Das war jetzt nur als Beispiel gedacht. Über das für und wider der Dreieinigkeit wird schon seit mehr als 1900 Jahre gestritten und wir werden es hier im Forum auch nicht lösen können. Beide Seiten sollten sich aber eingestehen, „niemand außer dem Vater kennt den Sohn wirklich und niemand kennt den Vater, als nur der Sohn.“ (Mat 11,27). Gott ist so unendlich groß und wir…?

Es geht also um die gesunde Richtung. „Gesunde Worte“, sagt Paulus, sollten wir halten „im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist“ (2.Tim 1,13). Wenn wir unterschiedliche Lehrmeinungen prüfen, stellen wir uns konsequent die Frage, ob „gesunde Worte“ genutzt wurden. Diese Worte sollten wir ausdrücklich im Glauben und in der Liebe festhalten. Darum geht es. Ganz positiv. Denn nicht eine bestimmte Lehre ist das Ziel, sondern die Frucht, die daraus wächst.

„Der Schlüssel zu den Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.“ - Hermann Bezzel (1861-1917)

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2020 16:22
Iris und ATHALJA gefällt das
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast

Zum Thread-Thema "Bibelauslegung". 
Versteckt oder offenbart sich der Schöpfer(Gott) in der Bibel?  Bereits in Eden hat der Satan Gottes Worte der Eva gegenüber falsch ausgelegt (interpretiert) und später bei Jesus hat Satan es wieder 3x versucht.
Praktisch ist um die Auslegung von Worten Gottes ein ewiger kalter Krieg von Satan begonnen worden. 
Da die BIBEL über 1000 Seiten hat, ergibt sich sehr vieles daran "auszulegen".

Es wäre deshalb ratsamer, beschränkt, zunächst nur die wenigen Teile der Bibel zur "Auslegung" heran zu ziehen die uns Gott besser verstehen und wieder lieben lassen - das wünscht Gott sogar von uns.
Als Prämisse (Voraussetzung) über Gott wäre angesagt:
>> Gott hält ein Gleichgewicht von 4 Grundeigenschaften streng ein:
Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Macht. <<
Niemals hat bei Gott irgendwelche Macht, Gewalt das Übergewicht oder den Vorrang.
Nur bei Satan, dem "Gott dieser Welt" hat Macht, Gewalt, Destruktion ständig den Vorrang und mit solchen feindlichen Mätzchen versucht Satan Gott zu erpressen und Menschen einzuschüchtern.
Satans feindliche Mätzchen findet man dann seit langem in den Religionslehren über angebliche Gewaltanwendungen, Drohungen, Strafen Gottes wieder. 
Aus Babylon der Großen heraus zu gehen, bedeutet für mich, Distanz zu restlos allen Gräueln + Irrlehren Satans.
Nach über 50 Jahren Bibelforschung habe ich da eine stattliche Menge Irrlehren gefunden,
die alle das Vertrauen, Dankbarkeit und Liebe zu Gott untergraben, schwächen. 

Wir sind eigentlich Gott sehr nahestehend, vertraut "nach dessen Bild und Gleichnis" erschaffen worden.
Gott ist und will uns nicht "fern" sein. 
Alles, was diese liebevolle Nähe und Vertrautheit stört, kommt von Satans "unreinen Geistern".
Gottes Sohn wollte in seinem Erdenlauf unsere Vertrautheit zum Vater wieder herstellen, heilen. 
Jesus tadelte "die Methoden der Bibelauslegung", durch die "Zuständigen" von damals sehr streng. 
So lange wir Gott nicht primär lieben und zu verstehen suchen, wird jede "Bibelauslegung" fehlschlagen. 
Übrigens hat Jesus von einem "Schlüssel der Erkenntnis" gesprochen, den die "Zuständigen" weggetan hätten. Außerdem sagte Jesus, es ist nicht jedem gegeben die Geheimnisse des Reiches Gotte zu verstehen. 
Eine Bibel im vollen Klartext wäre über diese lange Zeit unter den vielen Feinde leicht gefälscht worden und deshalb hat Gott sie liebevoll verschlüsselt damit nur Gottes Freunde sie verstehen.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2020 16:37
Passionsblume und Altor gefällt das
ATHALJA
(@athalja)

Hallo Opa-Klaus,

deine Frage war: 

"... ist das (was hier Altor und Athalja geschrieben haben) die grundsätzliche Maxime dass Bruderliebe wichtiger ist als die reine Wahrheit über Gott?"

Gegenfrage: "Was ist denn, deiner Meinung nach, die reine Wahrheit über Gott?"


Für mich gilt folgendes:

"Wo Menschen mit Jesus Christus verbunden sind, zählt nur der vertrauende Glaube, der sich in tätiger Liebe auswirkt." (Gal. 5:6 (NB))

"Gottes Gebot ist: Wir sollen an Jesus Christus als den Sohn Gottes glauben, und wir sollen einander lieben, wie Jesus es uns befohlen hat." (1. Joh. 3:23 (NGÜ))

"Die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden." (Joh. 1:17)

Meine Gleichung lautet somit:

Verbundenheit mit Jesus Christus  = Bruderliebe + aktiver Glaube + Wahrheitssuche

Bestimmt bedeutet die Wahrheit zu erkennen, dass die Wahrheit frei machen wird.

handshake smiley Bis neulich...

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2020 17:28
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast
Veröffentlicht von: @altor

Was ich mit dem Gesagten meine ist folgendes. Es gibt aufrichtige Christen, die z. B. an die Dreieinigkeit glauben und es gibt Gott hingegebene Christen, die das nicht glauben können. Kann man da dem Anderen sein Christsein absprechen und ihm Böswilligkeit vorwerfen, dass dieser oder jener es nicht aufrichtig meint? Mit der Schrift kann ich beides belegen, wenn ich will.

Dazu frage ich mich: 
Hätte Jesus geduldet, toleriert, dass auch nur EINER von seiner Begleitung an die Dreieinigkeit glaubt
und dauerhaft eisern daran festhält, so lange er "aufrichtig, gutwillig, Gott hingegeben" ist? 
Wie nur kann ich Altor's Argumentation und Behauptung nachvollziehen? Ich schaff's nicht.
Oder ich verstehe Altor einfach nicht richtig. Ich gebe ihm eine Chance. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2020 18:16
Opa Klaus
(@opa-klaus)
Aktiver Gast
Veröffentlicht von: @athalja

Gegenfrage: "Was ist denn, deiner Meinung nach, die reine Wahrheit über Gott?"

Diese Frage hat schon der römische Weltmensch Pilatus vor 2000 Jahren unserem Herrn Jesus gestellt.

#1. kann das eine ehrliche aufrichtige Frage sein.

#2. kann das ein anzweifelndes, ablehnendes, abwertendes „In-Frage-Stellen“ sein.

Jesus hat #2. Bei Pilatus angenommen und eine Antwort für unnütz gehalten.

Was will Athalja nun von mir wissen mit der Wiederholung dieser Frage?
Soll ich ihm konkret das Pro & Kontra von sehr vielen Wahrheiten gegenüber Irrlehren aufzählen?

Oder soll ich ihn auf die Definition des Begriffs im Wörterbuch hinweisen – an die ich mich halte.

So ein Frage-hin + Frage-her „Ping-Pong-Spielchen“ könnten wir zum Zeitvertreib endlos fortsetzen, mag ich aber nicht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Januar 2020 19:30
(@passionsblume)
Aktiver Gast
Veröffentlicht von: @altor

@opa-klaus

Lieber Opa Klaus,

biblische Lehre ist wichtig, absolut keine Frage! Im NT wird auch von „gesunder Lehre“ und „gesunden Worten“ gesprochen. Wir wollen auch hier in diesem Thread langsam an die verschiedenen Methoden der Bibelauslegung herangehen, doch sollte man vorher doch noch einige Punkte für so manche klar machen.

Spannungsfelder (d. h. Unterschiede in der Lehre) treten sofort dort auf, wo die Gottesbeziehung durch etwas anderes ersetzt wird, beispielsweise durch ein Dogma. Glauben in biblischem Sinn ist aber Vertrauen (gr pisteuo) zu einer Person hin. Wir glauben der Heiligen Schrift, weil wir unser Vertrauen auf Gott und seinen Sohn setzen. Unsere Erkenntnis wird unterschiedlich bleiben und wir können dieser Erkenntnis ausweichen oder sie bewusst integrieren. Nicht das behaupten von bestimmten Lehren ist die Grundlage des Glaubens, sondern das von Jesus Christus erkannt und berufen sein, das von Gott geliebt sein und Seine Berufung stehen zentral (Phil 3,13-16).

Diese Gesinnung hatte auch Paulus. Nicht die Gleichschaltung in Lehre, Dogmen usw. Er konnte das so sagen, weil er allein von der Berufung Gottes ausgeht. Diese ist für alle gleich, egal ob Geschlecht, Hautfarbe oder Erkenntnis.

Oft wird Galater 1,6-10 angeführt, wenn es um eine Darlegung einer Lehre geht und gibt der anderen und dem der sie lehrt, damit sofort den Todesstoß. Aber Paulus spricht hier die Abkehr vom Evangelium an. Gott hat nur eine Botschaft für verurteilte Sünder. Er bietet ihnen die Gnade der Erlösung allein durch den Glauben an, ohne Halten des Gesetzes. Ähnliches gilt in Apostelgeschichte 15,1 und Vers 24. Diejenigen, die einen anderen Erlösungsweg predigen, sind notwendiger weise verloren und zu verfluchen. Und in 1. Timotheus 6,3-5 wendet Paulus seine Aufmerksam denen zu, die von den gesunden Worten unseres Herrn nicht wissen wollen, sondern einen krankhaften Hang zu Streitfragen und Wortgefechten haben.

Was ich mit dem Gesagten meine ist folgendes. Es gibt aufrichtige Christen, die z. B. an die Dreieinigkeit glauben und es gibt Gott hingegebene Christen, die das nicht glauben können. Kann man da dem Anderen sein Christsein absprechen und ihm Böswilligkeit vorwerfen, dass dieser oder jener es nicht aufrichtig meint? Mit der Schrift kann ich beides belegen, wenn ich will. Die Schrift ist aber in einem klar und zwar was das Evangelium betrifft, dass Erlösung nur durch die Gnade Gottes in Jesus Christus möglich ist. So geschieht diese Erlösung für einige in Jesus, als dem einzigen Sohn Gottes und für die anderen geschieht diese Erlösung in Jesus, weil sie ihn als Teil einer dreieinen Gottheit sehen.

Das war jetzt nur als Beispiel gedacht. Über das für und wider der Dreieinigkeit wird schon seit mehr als 1900 Jahre gestritten und wir werden es hier im Forum auch nicht lösen können. Beide Seiten sollten sich aber eingestehen, „niemand außer dem Vater kennt den Sohn wirklich und niemand kennt den Vater, als nur der Sohn.“ (Mat 11,27). Gott ist so unendlich groß und wir…?

Es geht also um die gesunde Richtung. „Gesunde Worte“, sagt Paulus, sollten wir halten „im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist“ (2.Tim 1,13). Wenn wir unterschiedliche Lehrmeinungen prüfen, stellen wir uns konsequent die Frage, ob „gesunde Worte“ genutzt wurden. Diese Worte sollten wir ausdrücklich im Glauben und in der Liebe festhalten. Darum geht es. Ganz positiv. Denn nicht eine bestimmte Lehre ist das Ziel, sondern die Frucht, die daraus wächst.

Lieber Altor

Paulus spricht in 1. Tim. 6:3-5 von Menschen, die meinen, Frömmigkeit sei ein Gewerbe (wie Luther es sagt). Interessant ist, dass wenn die Bibel über die wahre Lehre spricht, ist es immer in der Einzahl.

"O Timotheus, bewahre das dir anvertraute Gut, meide das unheilige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich so genannten >Erkenntnis<!" 1. Tim. 6:20. Paulus kämpfte bereits gegen die Gnostiker..

Falsche Lehren werden jedoch in der Bibel im Plural erwähnt:  Markus 15:9; 7:7; Kolosser 2:22; 1. Timotheus 1:3; 4:1-3, Hebräer 13:9.

Gemäss Apostelges. 2:42 verharrten die Jünger in der Lehre der Apostel. Dazu gibt es ein paar grundlegende Prinzipien:

1. Die Bibel ist das inspirierte Wort Gottes (auch wenn wir etwas einmal nicht sofort verstehen)

2. Jesus Christus ist das Zentrum der Bibel: Vielfalt und Einheit

3. Es gibt verschiedene Heilszeitalter: Israel, Völker, Gemeinde

Wir müssen das Wort recht "schneiden" (oder handhaben) und berücksichtigen, ob es: ein Gleichnis, eine Erzählung, Prophetie, Prosa, Gedicht etc. ist.

Es gibt auch Voraussetzungen der Gewissheit der Auslegung:

1. Gehorsam, Johannes 7:17 man muss Gottes Willen tun WOLLEN und bekommt Klarheit. Gehorsam ist ein Ausdruck der Demut, sich unter das Wort zu stellen.

2. Ehrfurcht vor Gott, Sprüche 1:7 Gott auch recht geben, wenn wir etwas nicht verstehen

3. Wiedergeburt und Innewohnung des Heiligen Geistes, Johannes 3 und Epheser 1:13, 14

Der Herr muss die Schrift und den Verstand öffnen: Lukas 24:32 und 45

1. Kor. 2:12 das Geheimnis Gottes, es braucht den Heiligen Geist, dass wir die Dinge erkennen können, die er uns geschenkt hat.

Jeder Wiedergeborene lebt im Selbstgericht mit der Heiligen Schrift als Spiegel.

Deshalb ist es meines Erachtens unmöglich, von einem Philosophen oder gar Spiritisten eine vernünftige Bibelübersetzung oder -auslegung zu erwarten.

Liebe Grüsse

 

Passionsblume

AntwortZitat
Veröffentlicht : 6. Januar 2020 11:22
Iris und Altor gefällt das
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