Der Ton macht die Musik

Der Ton macht die Musik

An alle Kommentarschreiber

Wir möchten mal wieder darauf hinweisen, auch die Kommentarschreiber leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von BI. Kommentarschreiber sollten sich deshalb immer wieder vergegenwärtigen, dass ihre Kommentare ein positives aber auch ein negatives Potenzial haben.

Kommentare zu Beiträgen sind möglich und erwünscht, und zwar unabhängig davon ob du ein Benutzerkonto angelegt hast oder nicht. Doch bitte beachtet, es werden zwar grundsätzlich alle Kommentare freigeschaltet, aber dennoch behalten wir uns das Recht vor, beleidigende, rassistische oder moralisch nicht vertretbare Beiträge zu sperren. Wir von BI möchten nicht als Zensoren auftreten, sehen aber auch unsere Verantwortung das Niveau von BI aufrecht zu erhalten. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies nicht immer einfach für uns ist und bitten einfach um Verständnis, wenn uns hier und da etwas durchgeht, aber auch dafür, wenn wir etwas löschen was vielleicht hätte durchgehen können. Es ist für uns einfach ein Eiertanz.

Unsere Kriterien möchten wir jedoch noch etwas erweitern oder verschärfen. Wir möchten Noch-Zeugen erreichen und nicht abstoßen durch unsere Kommentare. Deshalb werden wir in Zukunft noch genauer darauf schauen wie dein Kommentar auf einen Zeugen, der hier das erste Mal mit liest, wirken könnte.

Im Großen und Ganzen kann man festhalten das beleidigende, rassistische oder moralisch fragwürdige Kommentare selten gepostet werden, und wenn, dann werden diese von uns auch schnell erkannt als solche im Papierkorb landen. Dennoch gibt es noch Einiges zu verbessern. Was könnte als Maßstab dienen?

Der Stil von Raymond Franz

Viele von uns haben die Bücher von Raymond Franz gelesen und fühlten sich angesprochen von seiner höflichen, korrekten und gewinnenden Art, wenn er auf falsche Lehren und Missstände hinwies. Von diesem Geist versuchen sich auch die Artikelschreiber leiten zu lassen. Dieser Geist sollte aber auch für jeden Kommentarschreiber als Vorbild dienen.

Wir wissen, dass dies oft nicht leicht ist, besonders wenn man persönlich mit verletzten Gefühlen zu kämpfen hat. Aber wie gesagt, der Ton macht die Musik.

Sollten demnächst Kommentare im Ton etwas daneben liegen, werden wir sie nicht mehr freischalten. Bitte diese Maßnahme dann nicht persönlich nehmen. Wir haben nicht die Zeit und auch nicht die Lust immer zu begründen, warum wir den einen oder anderen Kommentar nicht freigeben. (Wer es dennoch wissen möchte kann bei uns gerne per Mail nachfragen)

Beispiel eines Kommentares

Deshalb hier ein Beispiel eines Kommentares der Inhaltlich richtig sein mag, aber in seinem Ton und bezüglich der Wortwahl die Leser, die wir erreichen möchten, eher negativ erreicht. Jehovas Zeugen reagieren nun mal sehr empfindlich, wenn sie das Gefühl haben, man wolle sie angreifen.

Hier zunächst der Kommentar, so wie wir ihn auch freigeschaltet haben, allerdings mit einigen Bedenken. Der Autor dieses Kommentars sollte sich jetzt nicht an den Pranger gestellt fühlen. Das was er schrieb mag korrekt sein, aber wie gesagt, der Ton macht die Musik. Danach der gleiche Kommentar, wie man ihn im Geiste von Raymond Franz hätte schreiben können. Es geht uns nicht um Belehrung, sondern wir möchten unsere Aussage verdeutlichen.

Der ursprüngliche Kommentar
Als Antwort auf Raymond.
Nabend Raymond,
“… nicht aufklären und auffangen, sondern durch ihre Aggressivität eher das Gegenteil bewirken.”
Das sehe ich auch so. Und würde damit insbesondere die Zeugen Jehovas als Gesamtheit beschreiben. Google doch mal “passive Agressivität”.
Die sog. Bibelforscher, die Vorläufer der ZJ haben doch von Anbeginn lautstark auf die Welt eingepöbelt. Und dann unter Rutherford die Parole “VERKÜNDET, VERKÜNDET, VERKÜNDET” ausgegeben. Hört sich doch von Beginn an wie BILD – EXTRABLATT. Und so dreist wie lautstark sind sie ja dann los. In den “Felddienst”!
Und was haben sie verzapft (seit 100 Jahren)? Banales, Selbstverständliches und vor allem Mist.
Jetzt macht wieder ihr triumphierend grinsender Dennis Christensen Schlagzeilen. Und fühlt sich toll dabei. Und die anderen ZJ bemitleiden sich fast schon “gewerbsmäßig” selbsmitleidig selber. Der einzige Unterschied zu den vermumten bei G20 Gipfeln oder 1. Mai Demos im Kreuzberg der 80-er Jahre oder Hooligans ist doch, dass sie halt keine Scheiben einwerfen.
Im übrigen agieren sie exakt identisch: auffallen, provozieren und Krawall machen um jeden Preis. Und wenn ihnen mal etwas Gegenwind ins Gesicht bläst genauso laut heulen, jammern und klagen, wie sie vorher “verkündet” gepöbelt und provoziert haben.
EINEN Unterschied gibt es: die rgelmäßig Halbstarken Jugendlichen und Twen werden irgendwann erwachsen. Zeugen Jehovas nicht. Auch nicht in hohem Alter. Und noch einen: Manche von den jugendlichen Krawallmachern und Berufsdemonstranten werden sogar Christen. ZJ fast nie.
Also ich seh da – trotz Internet – nicht so viel Potential. Die meisten und wirksamsten Filter sind halt im eigenen “Kopf”. Bei ZJ zutreffender “Betonschädel”.
Naja, sollen sie ihren “Märtyrer” halt genießen. Jetzt hat er ja Zeit mal ohne Wachtturm die Bibel zu lesen. Er bekommt ja dort auch eine richtige. Und kein Imitat. Die Bibel ist ja nicht verboten in Russland. Im Gegenteil. “Wen Jehova liebt, den züchtigt er.”
Vielleicht schreibt Christensen dem Putin ja in 6 Jahren ein Dankesbrief dass er als “Werkzeug Gottes” gewirkt hat. Und sieht dann in Putin den neuen “treuen und verständigen Sklaven” der ihm neues Licht gebracht hat. Wer weiß?
Die Wege des Herrn sind unergründlich, Rö. 11:33
Und nun der Kommentar mit demselben Inhalt, aber auf eine gewinnende Art.

Als Antwort auf Raymond.
Guten Abend Raymond,
“… nicht aufklären und auffangen, sondern durch ihre Aggressivität eher das Gegenteil bewirken.”
Das sehe ich auch so. Und würde damit insbesondere die Zeugen Jehovas als Gesamtheit beschreiben. Google doch mal “passive Agressivität”.
Die sog. Bibelforscher, die Vorläufer der ZJ haben doch von Anbeginn lautstark gegen die Geistlichkeit der Christenheit agiert und sie angegriffen. Und dann, unter Rutherford die Parole “VERKÜNDET, VERKÜNDET, VERKÜNDET” ausgegeben. Und was haben sie (seit 100 Jahren) alles an falschen Lehren und Erwartungen verkündet?
Jetzt macht in Russland Dennis Christensen als Verfolgter Schlagzeilen und ZJ bemitleiden ihn, ohne sich für die genauen Hintergründe seiner Verhaftung durch die russische Regierung zu Interessieren oder zu hinterfragen, gewohnheitsmäßiges Selbstmitleid.
Sie agieren in den Augen der russischen Regierung und Öffentlichkeit auffallend und provozierend. Um jeden Preis wollen sie ihre Vorstellung vom Dienst für Gott durchsetzen. Und wenn ihnen dann etwas Gegenwind ins Gesicht bläst, fühlen sie sich verfolgt. Klagen aber die russische Regierung als Satans Werkzeuge an.
Also ich sehe– trotz Internet – nicht so viel Potential, das sich Zeugen Jehovas als Organisation ändern, da sich die Meisten Zeugen sehr schwer tun, ihren Kopf von dem zu befreien was man ihnen jahrelang eingetrichtert hat.

Weitere Hinweise zu diesem Thema: Grundsätze für das Schreiben von Kommentaren

[Gesamt:93    Durchschnitt: 5/5]

74
Hinterlasse einen Kommentar

11 Kommentar Themen
63 Themen Antworten
1 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
35 Kommentatoren

  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
M.N.

Wow – und da wurde betreffs meiner Kommentare unlängst festgestellt, sie würden “vor Häme und Sarkasmus nur so triefen” (was – so deucht mir – ich bereits vor einiger Zeit in Richtung “weniger Biß und Häme” verbessert habe). Doch mit dem Stil des o. a. Kommentars in der O-Fassung könnte ich es – selbst wenn ich wollte – nicht aufnehmen. Hat ein solcher Stil seine Berechtigung? Nun, manche brauchen’s hart, und da “Gottes Organisation” ja auch nicht gerade zimperlich im Austeilen ist (von wegen “Küchenhelfer Satans”, “das Gift der Abtrünnigen”, “Abtrünnige sind wie Giftschlangen”, “Abtrünnigkeit ist wie Pornographie”, wobei “Abtrünnige”… Weiterlesen »

Ulla

Hallo BI,
vielen Dank für diesen Hinweis. Den Kommentar, in dem ZJ mit Hooligans ua Kriminellen verglichen wurden, fand ich beim Lesen ebenfalls als sehr übertrieben und im Ton vergriffen, er tat mir innerlich weh, obwohl ich die Machenschaften der JWOrg. ganz und gar ablehne. Aber diese Art Hass darf man als Christ nicht gutheißen. Eure “Umgestaltung” in einen sachlich/wahren Text ist euch gut gelungen.
LG ULLA

Omma

Hallo, lieber Bruder, als ich anfing bei BI Kommentare zu schreiben, hat mir der Oppa hilfreich zur Seite gestanden. Er gab mir guten Rat, wo ich noch an meinen Kommentaren feilen konnte, ehe ich sie abgesendet habe. Er sagte mir, ich solle mich aus Streitgesprächen heraushalten, denn jeder Kommentarschreiber erwirbt sich im Laufe der Zeit einen gewissen Ruf. Besser ist es Mut zu machen, zu trösten, versuchen die geistigen und psychischen Wunden ein wenig zu lindern, denn nach all dem, was unsere lieben Geschwister durchgemacht haben, brauchen viele von ihnen ein hörendes und verstehendes Ohr und Herz. Natürlich mussten auch… Weiterlesen »

Reni

An Bruder : Du schreibst ZJ seinen eben etwas empfindlich. Wie kommst du auf diese Wertung? Dann wäre Jesus auch empfindlich, d e n n in den christlich griechischen Schriften ist klar deklariert, in welchem Ton sich ein wahrer Christ verbal ausdrücken wird…wenn/falls er sich vom Geiste Christi leiten lässt! Und daran…ich zitiere jetzt keine Bibelstellen/ nicht weil ich es nicht könnte….wird die Gesinnung offenbar. Entweder man hat christliche Eigenschaften vorzuweisen, oder man will sie vortäuschen. …oder glaubt der Zeitgeist lässt dieses Wesensmerkmal untergehen!? Warum sollte BI intervenieren, wenn dieses Betreiben zur Erkennung der wirklichen Wahrheit im Sinne Christi ist.… Weiterlesen »

Reni

Offene Frage:
Ist hier Raymond Franz der Guru?
Ist dies eine neue Sektengründung?
Dann verabschiede ich mich.
Mein Vorbild ist Jesus Christus!
In aller Offenheit
Reni

Arno

Hier kann man in einem schönen Beispiel nachlesen, dass ein banaler Vergleich, der lediglich zwei Möglichkeiten des Ausdrucks aufweisen soll, völlige falsch verstanden wird. In dem ganzen Artikel wird weder von einem Guru gesprochen, noch durch rhetorische Spitzfindigkeiten auch nur andeutungsweise R. Franz damit in Verbindung gebracht. Es geht nur um die stilistische Darstellung eines Sachverhaltes. Das wäre etwa so als würde man die Rhetorik zweier Politiker vergleichen, einer wäre Mittelmaß und der andere eine begnadeter Redner. Wer käme da auf die Idee, der Verfasser würde damit auf Stimmenfang gehen wollen für den besseren Redner? Spontane Antwort niemand? Nein, irgendwo… Weiterlesen »

Ella

Lieber Bruder, ich bin zutiefst dankbar für den Artikel und die Überlegungen, die dahinter stehen und die Verantwortung, die Ihr Betreiber dieser Seite übernehmt. Ihr seid Euch dessen bewußt, wieviele Aufrufe diese Seite jeden Tag hat, dass also unsensible Wortwahl oder ungefilterte Zornausbrüche und vieles mehr eine weitreichende Wirkung haben, sich auf einer öffentlichen Seite vervielfältigt. Ihr fragt Euch, wie Ihr die Menschen erreichen könnt, die noch unter dem Einfluss des verdrehten Inputs der WTG stehen. In diesem Artikel zeigst Du, lieber Bruder, wunderbar auf, welche Möglichkeiten Sprache bietet, dass jeder die Wahl hat es grob oder anklagend oder aber… Weiterlesen »

Anna

Liebe Schwestern und Brüder, ich denke das Ziel eines Artikels oder Kommentars sollte es zum einen sein aufzuklären, andererseits auch geschundenen Schafe eine angenehme Atmosphäre zu bieten. In den Versammlungen und Kongressen und broadcasting wird wiederholt von bösen Abtrünnigen gewarnt, die Lügen verbreiten. Wie M.N. ausführt nicht zimperlich. Wichtig ist es nun das “Austeilen” der angeblichen Organisation Gottes nicht so zu übernehmen. Wer sich mal getraut hat diese Seite anzuklicken könnte verschreckt werden, dem Sklaven Recht geben und gleich wieder zumachen. Aufwachen geht nicht mit dem Holzhammer. Die meisten meiner Brüder sind überzeugt davon die Wahrheit zu haben. Und wenn… Weiterlesen »

Zartbesaitet

Lieber Bruder, haben endlich Gelegenheit dir DANKE für diesen kurzen Artikel zu sagen, der ganz in unserem Sinne von dir verfasst wurde. Wir teilen auch uneingeschränkt dein Beispiel von Raymond Franz und glauben, dass dieser Einwurf von Reni (die wir auch übrigens herzlich willkommen heißen) möglicherweise auf einem Missverständnis beruhte. Vieles scheint ja zwischenzeitlich geklärt zu sein und die Wogen sind geglättet. Wichtig ist grundsätzlich, dass sich sowohl Schreiber und Leser hier wohl fühlen, dass eine entspannte Atmosphäre herrscht, wo man sich auf gutem Niveau austauschen kann – und zwar in einer Art von Freiheit, die wir ja alle vorher… Weiterlesen »

Kischblüte

Einen wunderschönen guten Morgen, Euch allen, die ihr hier so angestrengt diskutiert. Ich habe es mir gerade mit einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht, um die neuesten Kommentare ein wenig nachzulesen. Aber je mehr ich eben las, je mehr verschwand meine Freude über den heutigen Tag. Fast überall war so eine Angespanntheit und Traurigkeit und auch Unmut zu spüren ….. was das Leben nicht schöner macht. Ruckzuck läßt man sich von einer solchen Stimmung einfangen und wird emotional auf ein Level gebracht, das einem nicht wirklich gut tut. Nicht, dass Traurigkeit und Probleme nicht auch einen Platz brauchen, das sei unbestritten.… Weiterlesen »

RoKo

@in eigener Sache: Ich bitte die Administratoren diese “bunte Mischung” ( hier genannt #comment-29108) nicht weiter als w i r k l i c h notwendig zu beschneiden, damit wir bunt bleiben. Gewiss soll BI keine Plattform sein, unbiblisches Gedankengut zu verbreiten. Ich möchte alle – ALLE – Mitschreiber an das wie ich finde sehr gute konstruktive Thema zum Ton und der Musik erinnern. Damit geben wir Christus Geist überhaupt eine Chance hier auf BI zu wirken, damit er auch die Geschicke von BI leitet. Ich bitte Christus innig darum. Wäre der himmlische Geist nicht vorhanden, wäre die großartigen Mühen… Weiterlesen »