„Das Beichtgeheimnis“ – Ein neuer Fluchtweg für die WTG?

Wenn es um den Vorwurf der Vertuschung von Kindesmissbrauch geht, unterliegen Ältester  dem Beichtgeheimnis?

Nachdem die Ungeheuerlichkeiten der Kirchen im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch öffentlich bekannt wurden, haben in Deutschland Hunderttausende die Kirchen verlassen. Das war ihr Protest gegen die über lange Zeit geübte Praxis des Vertuschens von Verbrechen, die durch kirchliche Amtsträger an Kindern und Jugendlichen verübt worden sind.

Vom Jahre 2013 an konzentrierte sich das öffentliche Interesse besonders auf Australien, wo ein staatliche Untersuchungskommission alle religiösen Vereinigungen unter die Lupe genommen hatte. Allein in Australien sind im Zeitraum von 1950 bis 2009 insgesamt 4.440 Kinder in katholischen Orden und von Priestern missbraucht worden. Das konnte man jedenfalls durch Unterlagen und Zeugenaussagen belegen. Bei den „Zeugen Jehovas“ waren es 1006 Opfer! Auch hier waren die Beweise gerichtsfest. Wir sehen, dass hier kein wirklicher Unterschied zu den großen Kirchen besteht. Und es war beschämend, wie man sich vor der „Royal Commission“ verhielt.

Auf die Frage, warum die „Zeugen Jehovas“ solche Verbrechen vertuscht hätten, antwortete man: „Wir wollten keine Schmach auf den Namen Gottes bringen.“ Und man redete sich offiziell mit der „Zwei-Zeugen-Regel“ heraus und meinte, einem biblischen Gebot gehorchen zu müssen, das für solche Fälle von Missbrauch nicht zutreffend sein kann! Dieselbe Argumentation gebraucht man auch überall dort, wo der Staat Untersuchungen des Kindesmissbrauchs angeordnet hatte. Und überall wurden auf Anordnung der Führung Akten und Beweismittel vernichtet! Bis heute wird das wirkliche Problem als Verleumdung abgetan! Das ist ungeheuerlich!

An dieser Haltung hat sich nicht viel geändert. Man las keine Entschuldigung, man hörte nichts von Bedauern. Nein, die „Leitende Körperschaft“ der „Zeugen Jehovas“ wertete die Arbeit der verschiedenen Untersuchungskommissionen als „Angriff Satans“ auf die „wahre Religion“ ab! Man sprach von Verleumdung und Falschdarstellung. Nun ist schon vor der „Royal Commission“ die „Zwei-Zeugen-Regel“ als unbiblisch entlarvt worden und das dumme Argument, Schande vom Namen Gottes abzuwenden zu wollen, ist vom Tisch. Und was macht man nun?

Man hat halbherzig versucht, die Empfehlungen der „Royal Commission“ zu beachten. Im Buch „Hütet die Herde Gottes“ , nur für die Ältesten zugänglich, wurde ein ganzes Kapitel eingefügt, das ausdrücklich betont, dass niemand daran gehindert werden sollte, Verbrecher den staatlichen Stellen anzuzeigen.

Aber speziell auf die Ältesten bezogen, wurde mehrmals betont, nichts zu tun, bevor man nicht die Stellungnahme des Zweigbüros eingeholt hätte. Das heißt dann ja wohl, dass die Ältesten nichts zu entscheiden haben. Sie dürfen im Falle des Kindesmissbrauchs nicht von sich aus aktiv werden und ihrem Gewissen folgen. Sie dürfen aber in Zukunft niemanden in der Versammlung daran hindern, Anzeige zu erstatten. Damit gesteht die Führung, dass es früher ein anderes Verfahren gab: Da wurden Opfer und ihre Angehörigen unter Druck gesetzt, wenn sie Anzeige erstatten wollten. Teilweise wurden sich sogar ausgeschlossen.

Und um die Sache noch weiter zu befestigen, redet sich die Führung der „Zeugen Jehovas“ neuerdings mit dem Beichtgeheimnis heraus ( https://www.bruderinfo-aktuell.org/ein-dunkler-tag-fuer-die-gerechtigkeit-und-missbrauchsopfer-in-montana-usa/ ):

Ein Ältester unterliegt also dem Beichtgeheimnis!

Das ist sehr interessant, denn das Beichtgeheimnis ist ein Sakrament der Katholischen Kirche und verbietet einem Priester gebeichtete Verbrechen anzuzeigen, weil dadurch das Beichtgeheimnis aufgehoben würde. Es gibt aber bei den Zeugen kein Beichtgeheimnis, wie es in den Kirchen praktiziert wird. Es wird in dieser Form von der „Leitenden Körperschaft“ als unbiblisch angesehen. Es wurde außerdem festgestellt, dass kaum ein Verbrechen wie Kindesmissbrauch gebeichtet wird. Man hat nicht durch die Beichte von den Missbrauchsfällen erfahren, denn das Beichtgeheimnis wurde nicht gebrochen. Man hat davon erfahren, weil Betroffene sich zu Wort meldeten. Und das geschah nicht unter dem Siegel der Beichte. Also kann das Beichtgeheimnis nicht im Mittelpunkt stehen.

Was aber im Mittelpunkt steht, ist die Angst davor, das Gesicht zu verlieren. Der Erzbischof von Sydney sagte, dass die Kirche kein Mitleid mit den Opfern von Priestern gehabt habe, “denn wir wollten keinen Skandal. Wir wollten den Leuten keinen Grund geben, schlecht vom Klerus, von den Bischöfen, von der ganzen Institution zu denken.” Die Folge dieser bischöflichen Beichte war dann die Flucht nach vorn: Man entschuldigte sich und versprach, die Empfehlungen der „Royal Commission“ zum Schutz der Kinder umzusetzen.

Danach hat sich die Diskussion in der katholischen Welt auf das Beichtgeheimnis konzentriert, obwohl bewiesen wurde, dass Missbrauchsfälle fast gar nicht gebeichtet worden sind! Hofft man, dem vom australischen Staat erlassenen Gesetz der Anzeigepflicht von Kindesmissbrauch nicht gehorchen zu müssen, weil man das Beichtgeheimnis vorschiebt, das ja mit der ganzen Sache nur am Rande zu tun hat? Die allermeisten Fälle von Missbrauch sind ja außerhalb der Beichte bekannt geworden. Die Reaktion der Führung war gewöhnlich die Versetzung des „Amtsbruders. Es ging tatsächlich nur um das Ansehen der Kirche.

Und so ist es auch bei den „Zeugen Jehovas“! Auch hier will man den „schönen Schein“ wahren, denn schließlich ist diese Kirche ja „die einzig wahre“! Wer sich so hoch gestellt hat, kann Skandale nicht gebrauchen. Da muss man alles tun, um das Scheinbild der „einzig wahren Religion“ vor Schäden zu bewahren. Geht es wirklich um die Ehre Gottes? Oder geht es nur um die „Ehre“ der Organisation? Es geht um die Aufrechterhaltung einer Täuschung, einer Lüge. Ginge es um die Ehre Gottes, dann würde man mit einem Verbrechen nichts zu tun haben wollen. Man würde es schlicht und einfach verurteilen und das Vertuschen lassen. Gott kann nur durch Wahrhaftigkeit und Moralität geehrt werden, indem man eine klare Haltung einnimmt und wie im Fall des Kindesmissbrauchs die Tat und den Täter öffentlich macht und sich dadurch klar von seinem Verhalten abgrenzt. Durch Verschweigen und Vertuschen macht man sich in den Augen Gottes und der Menschen zum Komplizen von Verbrechern!

Man muss auch daran denken, wie sich die Praxis des Verschweigens auswirken kann: Auf der einen Seite werden die Täter ermutigt, denn es geschieht ihnen ja nichts Ernstes, auf der anderen Seite werden die Opfer verhöhnt, denn sie bekommen nicht das, worauf sie Anspruch haben: Gerechtigkeit. Man liefert durch das Vertuschen die schutzlosen Opfer den Verbrechern aus. Ich spreche absichtlich von Verbrechen, denn das australische Gesetz hat es endlich so benannt. Innerhalb der Kirchen sprach man nur von „sittlicher Verirrung“. Man verharmloste diese Untaten an wehrlosen Kindern. Jetzt ist die Verheimlichung solcher Verbrechen strafbar. Und sie ist es auch nach biblischem Recht, auch wenn man den Begriff „Kindesmissbrauch“ nicht im Gesetz Mose findet.

Gerichtsprozesse wurden im alten Israel öffentlich („im Tor“) abgehalten. Vor der Verhandlung wurde ein Bannfluch ausgesprochen:

„Wenn jemand dadurch sündigt, dass er den Bannfluch am Beginn des Prozesses zwar hört, aber als Zeuge (Mitwisser) der Sache dennoch keine Aussage macht, lädt er Schuld auf sich.“ (3. Mo. 5:1)

Und: „Wer mit einem Dieb die Beute teilt, muss lebensmüde sein! Er hört den Bannfluch  des Richters, zeigt aber nicht an, was er weiß.“ (Spr. 29:24)

Diese Praxis bringt die Haltung Gottes zum Verschweigen und Vertuschen von Verbrechen zum Ausdruck. Und ich möchte noch auf den Römerbrief verweisen, der im 13. Kapitel eine klare Anweisung enthält, wie man der staatlichen Autorität als Christ zu gehorchen hat:

„Sie (die Regierung) steht ja zu deinem Besten im Dienst Gottes. Tust du aber Böses, hast du allen Grund, sie zu fürchten, schließlich ist sie nicht umsonst Trägerin von Polizei- und Strafgewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Sie zieht die Schuldigen zur Verantwortung und vollstreckt dadurch Gottes Urteil an denen, die Böses tun.“ (V. 4)

Durch das Verheimlichen von Verbrechen arbeitet man gegen Gott und gegen die von ihm geduldete Ordnung. Man verhilft dadurch Verbrechern zur „Flucht“ und versucht den Grundsatz göttlicher Ordnung zu umgehen, wenn es in 2. Mose 34:6, 7 heißt, dass Gott zwar in großem Maße Barmherzigkeit übt, aber niemanden straffrei ausgehen lässt.

Der Prophet Jesaja beschrieb, wie es Gott empfunden hat, als sich in Israel niemand öffentlich gegen das allgemein verbreitete Unrecht auflehnte:

„Das alles hat Jehowah gesehen, und ihm missfällt, dass es kein Recht mehr gibt. Er sieht, dass niemand sich regt, und wundert sich, dass keiner dazwischentritt.“ (Jes.59:16)

Schließlich trat Gott dazwischen und zeigte deutlich, was er vom Schweigen und Vertuschen hielt: Die Nation wurde zur Rechenschaft gezogen und hart bestraft. Das ging soweit, dass sie schließlich als Staatswesen unterging. Und es ist in unserer christlichen Ära nicht anders. Im Hinblick auf Recht und Unrecht hat sich Gott bestimmt nicht geändert.

Durch die Praxis des Verschweigens und Geheimhaltens liefert man wehrlose Opfer den Verbrechern aus! Man untergräbt das allgemeine Rechtsempfinden und schafft die Grundlagen für Zügellosigkeit, Heuchelei und Bosheit. Der Respekt vor Recht und Gerechtigkeit wird zerstört, wenn Verbrechen verheimlicht werden und Verbrecher nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

So denken jedenfalls anständige Menschen darüber. Die Empörung über die von den Kirchen durch Schweigen sanktionierten Untaten führten zu einer Flut von Kirchenaustritten. Über 40 Prozent aller Austritte gehen auf das Konto „Kindesmissbrauch und Fehlverhalten der Führung“. In den Jahren 2017 und 2018 haben in Deutschland  über 800 000  Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen die Katholische und die Evangelische Kirche verlassen. Der  Austritt von ca. 330 000 (41 %) hat nichts mit dem persönlichen Glauben zu tun, sondern mit dem Fehlverhalten der Kirchenführung. Und gerade weil diese Menschen an Gott glauben, haben sie sich von einer Kirche getrennt, die Verbrechen begünstigt hat.

Und wie verhalten sich die „Zeugen Jehovas“?

Ja, wie verhält sich ein Zeuge, wenn er das alles weiß? Oder beschließt er, es nicht zu wissen? An den Tatsachen ist nicht zu rütteln, alles wurde öffentlich und gerichtlich bestätigt. Was macht man mit diesem Wissen? Wenn man sich vor Gott verantwortlich fühlt, wenn man die Gerechtigkeit Gottes wirklich sucht und nicht nur darüber redet, dann dürfte eine Entscheidung doch nicht zu schwer fallen. Wenn Gott, vor dessen Augen all das geschehen ist und geschieht, für einen Zeugen eine reale Person ist und er weiß, dass Gott alles sieht (siehe Ps. 139), dann ist doch ein Ausweichen unmöglich.

Es sei denn, man ist ebenso unehrlich wie die „Leitende Körperschaft“. Dann soll man ruhig in dieser feinen Gesellschaft bleiben! Will man aber das, was Gott auch will, dann gilt nur eins: Das tun, was andere auch getan haben. Dann muss man sich von solchen Betrügern trennen, weil Licht bekanntlich nichts mit Finsternis zu tun hat:

„Wie passen denn Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Welche Übereinstimmung gibt es zwischen Christus und dem Teufel?  … Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: „Ich werde in ihnen wohnen und unter ihnen sein. Ich bin ihr Gott und sie sind mein Volk.“ Darum „zieht weg und trennt euch von ihnen“, spricht der Herr, „und rührt nichts Unreines an, dann werde ich euch aufnehmen. Ich werde euer Vater sein und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein“, spricht der Herr, der Allmächtige.“ (2. Kor. 6:14-18)

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Tilo hat in seinem Aufsatz mehrere aussagekräftige Bibelstellen auf den Tisch gebracht und kommentiert, die von Jehovas Zeugen bei der Behandlung dieses pikanten Themas nicht einfach ignoriert werden dürfen. Man will hoffen, dass es unter Jehovas Zeugen einige gibt, denen Gottes Wort – die Heilige Schrift – noch etwas gilt und sie folglich angemessen reagieren: “betroffen von der Lehre des Herrn” (Apg. 13:12, Schlachter, Herder). Jesus wird auch unter Jehovas Zeugen alle zur Rechenschaft ziehen, die durch ihre stille Mitgliedschaft bei der JW.Org im Gewähren-lassenden-Schweigen und im Nichts-unternehmenden-Wegsehen “zugelassen” haben, dass verbrochen werden konnte, was Christus missfällt (Offb.2:20, Schlachter, Menge… Weiterlesen »

Sehr treffend beschrieben.
Bleibt zu hoffen, dass die Übeltäter überführt werden.
Bruderinfo hat mittlerweile ein Niveau das seinesgleichen sucht.
Wünsche vollen Erfolg!

Ich möchte mich bei dir bedanken Tilo. Du hast die Ereignisse der letzten Jahre gut zusammengefasst und vor allem gezeigt was von der Art und Weise, wie die WTG mit immer neuen Ablenkungsmanövern versucht sich aus der Affäre zu ziehen, zu halten ist. “Wehe euch, denn ihr seid wie angestrichene Gräber, die von außen schön erscheinen, innen aber voll von allem möglichem Unreinen sind. Genauso wirkt auch ihr von außen gerecht, aber im Innern seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit” (Math. 23: 27,28) Jeder muss selbst entscheiden, ob er sich von solchen Leuten belehren und führen lassen möchte….. LG Bernd… Weiterlesen »

Guten Abend Tilo … das Beichtgeheimnis ist ein Sakrament der Katholischen Kirche und verbietet einem Priester gebeichtete Verbrechen anzuzeigen, weil dadurch das Beichtgeheimnis aufgehoben würde. Das Beichtgeheimnis ist kein Privileg der katholischen Kirche, das durch die Mitgliedschaft und einem Theologiestudium erworben wird. Das Beichtgeheimnis steht allen mit seelsorgerischen Aufgaben beatrauten Personen zu. So gibt es das Beichtgeheimnis auch in anderen Kirchen, der evangelische Kirche, den Siebenten-Tags-Adventisten, den Mormonen, den Pfingstlern u.v.a. Das Beichtgeheimnis hat nicht nur die Kinderschänder bei den Zeugen Jehovas, sondern auch bei den Geistlichen der evangelischen und Katholischen Kirche geschützt. Aufklärung einstweilen abgesagt Das Erzbistum Köln verschiebt… Weiterlesen »

Wer ein Ass Namens Massimo Introvigne im Ärmel hat, braucht sich wohl kaum vor weltlicher Justiz zu fürchten. Umso mehr die göttliche Instanz….die mitnichten walten wird.

“SCHIZOPHRENE ORGANISATION” JW.Org erweist sich erneut als eine heuchlerische und verschlagene Organisation, deren Belehrung einfach nur krank ist! JW.Org setzt auf ihrer Website einen Link zur UNO und zur ihrer Unterorganisation WHO: https://www.jw.org/de/nachrichten/jw/region/welt/jw-aktuelle-hinweise-coronavirus/ Zitat: “Um die Verbreitung von Krankheiten einzudämmen, empfehlen Experten, auf Händeschütteln zu verzichten. Weitere Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus gibt die Weltgesundheitsorganisation oder das Bundesministerium für Gesundheit.” Gleichzeitig verurteil JW.Org im neuesten Wachtturm die UNO aufs schärfste und klagt die UNO als abscheulichen Verwüster an: https://www.jw.org/de/bibliothek/zeitschriften/wachtturm-studienausgabe-mai-2020/Der-K%C3%B6nig-des-Nordens-in-der-Zeit-des-Endes/ Zitat: “Der König des Nordens unterstützte den König des Südens bei einem wichtigen Vorhaben: Sie stellten den „abscheulichen Verwüster“ auf… Weiterlesen »

Gehen wir vom Titel des Artikels aus – auch das Beichtgeheimnis wäre keine Fluchtmöglichkeit für JW.org. Ein Priester teilt den Inhalt einer Beichte noch nicht mal seinem vorgesetzten Bischof mit. Ein Ältester hingegen bespricht sich mit anderen Ältesten, meldet Vorfälle dem Zeig, wird vom Kreisaufseher instruiert. Wenn die Sache zu speziell ist, geht sie nach Brooklyn. Außerdem werden Sünden bei JW.org schriftlich festgehalten, wo macht das die katholisch Kirche? Gerade bei Kindesmissbrauch ist die Ohnmacht groß. Nicht nur bei mir, sondern bei vielen, die ich kenne: die Familie hilft dem Kind nicht und verdonnert es zum Schweigen. Ist die Scham… Weiterlesen »

NEWS NEWS NEWS UPDATE | Coronavirus: Aktuelle Informationen: Quelle JWORG, News Die leitende Körperschaft von Jehovas Zeugen hat allen Zweigbüros Anweisungen in Bezug auf unsere theokratischen Aktivitäten während der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) gegeben. Am Donnerstag, dem 12. März 2020, hat die leitende Körperschaft das Zweigbüro der Vereinigten Staaten angewiesen, alle großen theokratischen Veranstaltungen, die bis zum 1. Mai 2020 stattfinden sollten, abzusagen. Alle anderen Zweigbüros wurden über diese Anweisung informiert, sodass sie ihrer örtlichen Situation entsprechend vernünftige Entscheidungen treffen können. Wir kooperieren uneingeschränkt mit den Gesundheitsbehörden aller Staaten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Diese Pandemie ist ein weiterer Beweis dafür,… Weiterlesen »

Es ist unglaublich was sich die “Obersten der ZJ” rausnehmen. Ich hoffe, im Namen aller Geschädigten und noch Betroffenen, dass diese Organisation endlich zur Rechenschaft gezogen wird. In meiner Familie ist unendlich viel Leid geschehen (traumatisiertes Aufwachsen in der Familie, viel Ähnlichkeit mit der Sekte Colonia Dignidad). Ich hoffe für meine Geschwister und Angehörigen, die noch fanatisch dabei sind, dass Ihnen endlich die Augen geöffnet werden, dass sie auf eine Sekte hereingefallen sind. Ich bete darum.

Esther

Ich kann den ganzen Scheiss langsam nicht mehr glauben. Die lieben die Wahrheit nicht.

Kirchen haben in Deutschland keine Anzeigepflicht, daher müssen sie das Beichtgeheimnis gar nicht erst bemühen.
https://beauftragter-missbrauch.de/recht/strafrecht/verdachtsfall-und-anzeigepflicht

Ich bin selbst Opfer von einem Pädophilen geworden. Bei mir in der Familie wurde das Thema auch totgeschwiegen und ich wurde total ins Aus getrennt, weil ich die Wahrheit aufgedeckt hatte. Als ich Zeugin Jehovas wurde dachte ich, meine Kinder sind sicher. Gut unseren Kindern ist nichts passiert, auch weil ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen extrem wachsam war. Zu meiner Herkunftsfamilie hatte ich immer einen Sicherheitsabstand gehalten. Aber wie Christusbekenner jetzt sagt. Welche Verantwortung habe ich jetzt? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. LG Jane

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