Zuflucht zu Jehova –  nur über die Ältesten?  

„Jehova erlöst die Seele seiner Knechte; und keiner von denen, die zu ihm Zuflucht nehmen, wird für schuldig gehalten werden“ Psalm 34:22

Kommentar zum WT-Studienartikel, Nov. 2017 „Suchst du Zuflucht bei Jehova“?

Gemäß diesem Artikel beinhaltet die Anordnung der Zufluchtsstädte, die unter dem mosaischen Gesetz vorgesehen waren, eine “Lektion, von der Christen heute etwas lernen können”. Siehe Kasten (Lehren oder Gegenbilder?)

Zitat Abs. 2 In der Bibel wird uns versichert: Wer bei Jehova Zuflucht sucht, braucht sich nicht von Schuldgefühlen überwältigen zu lassen. Was bedeutet es, bei Jehova Zuflucht zu suchen? Und was müssen wir tun, damit wir seine Barmherzigkeit und Vergebung erlangen?

Schon an dieser Stelle ist zu sagen, dass die Antwort eines Christen anders ausfallen wird, anders als das, was uns der „Sklave“ als Antwort anbietet. Der „Sklave“ scheint noch ganz in der Gedankenwelt des alten Israels zu sein und in dem Gesetz verwurzelt, wenn er schreibt: „Uns mit der Regelung der Zufluchtsstädte im alten Israel zu beschäftigen hilft uns, diese Fragen zu beantworten. War das aber nicht eine Regelung des Gesetzesbundes, der Pfingsten 33 u. Z. ersetzt wurde? Das stimmt. Aber das Gesetz stammte von Jehova. Aus der Regelung der Zufluchtsstädte erfahren wir deshalb, wie er über Sünde, Sünder und Reue denkt“

Wenn die damalige Anordnung der Zufluchtsstädte eine „Lektion vorschattet, von denen Christen lernen können”, warum wird diese „Lektion“ nicht in den christlichen Schriften erwähnt?

Jede Nation braucht Gesetze und ein Justiz- und Strafsystem. So war es auch im alten Israel. Die christliche Gemeinde war und ist jedoch etwas Neues, etwas radikal Anderes.

Heute leben Christen unter der Herrschaft der säkularen Staaten und Nationen. Wenn also ein Verbrechen, wie Vergewaltigung, Mord, Totschlag oder Kindesmissbrauch, begangen wird, werden die übergeordneten Autoritäten als Gottes Diener betrachtet, die in ihren Stellungen eingesetzt werden, um den Frieden zu erhalten und das Gesetz durchzusetzen. Christen wird von Gott befohlen, sich den höheren Autoritäten zu unterwerfen, und sie erkennen, dass dies eine Anordnung ist, die unser Vater eingeführt hat, bis er sie ersetzt. (Römer 13)

Daher gibt es in der Bibel keinen Hinweis darauf, dass die alten israelitischen Zufluchtsstädte als Vorbild dienen könnten, von denen Christen lernen können (siehe Kasten unten).

Doch warum benutzt dieser Artikel die Zufluchtsstädte als Vorbild für uns?

Das ist wirklich eine Frage, die beantwortet werden muss. Gut, man möchte vordergründig mit dem Bezug auf die Zufluchtsstädte die Barmherzigkeit Gottes belegen. Doch an dieser Stelle würde es vollkommen ausreichen, auf das Opfer Jesu hinzuweisen.

Aber das geschieht erst im Abs. 16,

Zitat: Wie kannst du also bei Jehova Zuflucht nehmen? Glaube an die Kraft von Jesu Opfer. Erkenne nicht nur an, dass Jesus für zahllose andere Menschen gestorben ist. Glaube auch, dass er für dich gestorben ist (Gal. 2:20, 21). Das Lösegeld ist die Grundlage der Vergebung deiner Sünden. Durch das Lösegeld hast du die Hoffnung, einmal ewig zu leben. Jesu Opfer ist Jehovas Geschenk an dich.“

Ein guter Satz, mit dem eigentlich schon alles gesagt wäre. Der Hinweis auf die alttestamentarische Einrichtung der Zufluchtsstädte wäre damit überflüssig. Doch nein, die Autoren verfolgen ein ganz bestimmtes Ziel. Das Opfer Jesu ist nur die „Grundlage“ unserer Befreiung von Sünde und deren Folgen. Der Sünder muss erst bei den Ältesten vorstellig werden, quasi die heutigen Zufluchtsstädte aufsuchen. Wie im Alten Testament muss er, seinen Fall den Ältesten vortragen.

Zitat Abs. 6: … „Wer jemand unabsichtlich getötet hatte, musste den Ältesten am Stadttor der Zufluchtsstadt schildern, was geschehen war. … Nur wenn die Ältesten seine Unschuld bestätigten, schickten sie ihn in die Zufluchtsstadt zurück.

Der „Sklave“ möchte uns hier sagen: Wer eine schwere Sünde begangen hat, sollte nicht denken, es würde genügen, seine Sünde im Gebet persönlich vor Gott zu bereuen, das Opfer Jesu würde genügen. 

Nein, er muss seine Sünde vor die Ältesten tragen. Warum? Das Gerichtswesen des alten Israel lässt sich jedoch nicht eins zu eins auf den Umgang mit Sündern in der Christenversammlung übertragen, wie wir gleich noch betrachten werden.

Zitat Abs. 8: „Jehova hat festgelegt, dass sich Älteste um Fälle von schwerer Sünde kümmern.“

Doch wo hat Jehova das festgelegt? Als Beweis führt man Jakobus 5:13-16 an.

Jakobus gibt uns hier einen Rat für den Fall, dass es uns schlecht geht, aus welchem Grund auch immer. Er legt hier kein Gesetz fest, wenn er sagt: Erleidet jemand unter euch Ungemach? Er verharre im Gebet. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Es gibt kein Gesetz, das uns vorschreibt, Psalmen zu singen, egal, ob es uns gut oder schlecht geht. Es handelt sich um einen Rat oder eine Ermunterung.

So sind auch die folgenden Worte eher als ein Rat, als eine Anweisung zu bewerten. „Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.”

Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“  (Jak. 5:14-16).

Wir lesen hier nichts davon, Jehova habe festgelegt, Älteste sollten sich um Fälle von schwerer Sünde kümmern, um die Versammlung rein zu erhalten. Bemerkenswert ist auch, dass Jakobus sagt: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander“. Wir lesen nichts davon, dass wir explizit den Ältesten oder einem Komitee unsere Sünden bekennen müssen, sondern einander.

Wenn der Artikel behauptet, Älteste sind nicht nur beauftragt, sondern auch dafür geschult, den Schmerz und die Schuldgefühle von reuevollen Sündern zu mindern, dann entspricht dies nicht den Tatsachen.

Abs. 9, Zitat: …. Daniel beispielsweise beging eine schwere Sünde, zögerte aber über Monate, mit den Ältesten zu sprechen. Er gibt zu: ich hatte ständig Angst, alles könnte auffliegen und ich müsste für mein Verhalten geradestehen. Immer wenn ich zu Jehova betete, hatte ich das Gefühl, ich müsste mich zuerst für das entschuldigen, was ich getan hatte.“ Irgendwann sprach Daniel mit den Ältesten. Im Rückblick sagt er: Aber danach war ich erleichtert — es war, als hätte mich jemand von einer riesigen Last befreit. Jetzt fühle ich mich wieder völlig frei, zu Jehova zu beten.“ Daniel hat heute ein reines Gewissen und wurde kürzlich zum Dienstamtgehilfen ernannt.

Also, nur zu Jehova zu beten und zu bereuen und sich auf das Opfer Jesu zu verlassen, reicht angeblich nicht aus. Erst nach einem Gespräch mit den Ältesten kannst „du wieder völlig frei zu Jehova beten.“ Erst dann kannst du ein reines Gewissen haben und eventuell zum Dienstamtgehilfen ernannt werden.

Noch einmal zurück zu Abs. 7 und 8, Zitat: Warum wurden Älteste damals miteinbezogen? Sie sollten die Reinheit der Versammlung Israel bewahren und dem Totschläger helfen, aus der Barmherzigkeit Jehovas Nutzen zu ziehen. Ging ein Flüchtender nicht zu den Ältesten, handelte er, … „auf eigene Gefahr; … er war für seinen Tod selbst verantwortlich. Es gab also Hilfe für den Totschläger — er musste nur darum bitten und sie annehmen. Floh er nicht in eine der Zufluchtsstädte, durfte ihn der Bluträcher umbringen.“

Es ist so vieles falsch in diesem Absatz, dass es ein wenig Zeit brauchen wird, um es klar zu stellen. Beginnen wir mit der Tatsache, dass diese Anordnungen für die Nation Israel galten.  Der Verbrecher war verpflichtet, seinen Fall bei der Anhörung der Ältesten am Stadttor zu klären. Die Ältesten am Stadttor hatten im Staatswesen Israels die Stellung von Verteidiger, Staatsanwalt und Richtern inne. Diese uralte Anordnung auf die heutige Christengemeinde anzuwenden, ist völlig falsch, genauso, wie eine Verbindung zu Jakobus 5:14-16 herzustellen.

Jakobus spricht von Sündern, wie einem Säufer, Ehebrecher oder Unzüchtigen. Im alten Israel war der Flüchtende ein Totschläger. Es ging also um ein Verbrechen, für das die heutigen staatlichen Einrichtungen zuständig sind.

Es ist auch auffallend, dass die WTG nur die Teile aus ihren Vorbildern verwendet, die für sie als geeignet erscheinen, ihre Sicht der Dinge zu belegen. Andere Aspekte werden einfach ignoriert. Fragen wir uns zum Beispiel, wo hielten die Ältesten im alten Israel ihre Sitzung ab? Sie hielten sie in der Öffentlichkeit ab, am Stadttor. Der Gerichtsfall wurde in aller Öffentlichkeit behandelt und angehört.

Heute wird der Sünder in ein Hinterzimmer des Königreichssaals gebeten. Sein Fall wird  ohne Zeugen und nicht offen vor der Versammlung abgehandelt. Wenn ein “Komitee” zu dem Ergebnis kommt, jemanden aus der Gemeinschaft auszuschließen, so ist in der Regel nur der Betroffene und das „Komitee“ über die Zusammenhänge informiert. Von hundert Personen in der Versammlung weiß niemand etwas. Auf Anweisung des „Sklaven“ – ohne jede Möglichkeit, sich selbst ein Urteil zu bilden, – beschließen die verbleibenden 99 Versammlungsmitglieder, wir kennen den Betroffenen ab sofort nicht mehr, wir ignorieren ihn, grüßen ihn nicht mehr, ächten ihn.

Der Gemeinschaftsentzug bedeutet für den Betroffenen die totale Verwundung seiner Seele. Es wäre doch für die Versammlung einmal interessant mit zu verfolgen, warum ein sogenannter „Abtrünniger“ ausgeschlossen wird, welche Argumente er vorbringt, und wie schwach die Gegenargumente der Ältesten sind, die nur als Marionetten fungieren.

Hinzu kommt, dass die WTG bewusst angeführte Bibelverse falsch zitiert oder übersetzt hat.

Nehmen wir in diesem Fall wieder die Worte Jakobus 5:14 gemäß der NWÜ: “Ist jemand unter euch krank? Lass ihn die Ältesten der Gemeinde zu ihm rufen und sie über ihn beten lassen, indem sie Öl auf ihn anwenden im Namen Jehovas. 15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken gut machen, und Jehova wird ihn aufrichten.

Da die Übersetzer der NWÜ den Namen JEHOVA einfügt haben, wird es gut sein, wenn wir andere Bibelübersetzungen zu Rate ziehen, um ein ausgewogenes Verständnis zu erhalten. “Ist einer von euch krank? Er sollte die Ältesten der Gemeinde anrufen, um über ihn zu beten und ihn mit Öl im Namen des Herrn zu salben. Und das Gebet, das im Glauben dargeboten wird, wird den Kranken wiederherstellen. Der Herr (hier ist eindeutig Jesus Christus gemeint), wird ihn aufrichten. Wenn er gesündigt hat, wird ihm vergeben werden.“

Warum wird dem Einzelnen hier der Rat gegeben, die Ältesten zu rufen? Ist es deshalb, weil er eine schwere Sünde begangen hat? Nein, er ist krank und möchte gesund werden. Wenn wir das so umformulieren würden, wie es der Sklave darstellt, müssten wir lesen: “Wenn du krank bist, bringe die Ältesten dazu, über dich zu beten, und wegen ihres Glaubens wird dich der Herr Jesus gesund machen. Oh, und übrigens, wenn du irgendwelche Sünden begangen hast, werden sie dir auch noch vergeben.“

Wie gesagt, der Vers 16 spricht davon, „Sünden voreinander zu bekennen “. Dies ist kein einseitiger Prozess. Wir reden nicht von Verkündigern und Ältesten, von Laien und Klerus. Auch die Ältesten sind aufgefordert, ihre Sünden untereinander und vor allen anderen zu bekennen oder offen anzusprechen.

Die Vergebung und die Heilung kommt vom Herrn Jesus Christus. Es gibt in den Evangelien und Briefen der Apostel nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich ein Sünder einem Gerichtsprozess bzw. einer Komitee-Verhandlung zu unterziehen hätte, in der die Ältesten die reumütige oder nicht reumütige Haltung des Sünders beurteilen und dann Vergebung erteilen oder diese zurückhalten. 

Was ist falsch an diesem juristischen Prozess der Zeugen Jehovas?

Dies lässt sich am besten anhand des in Absatz 9 dargestellten Beispiels verdeutlichen. Ein angeblicher Bruder namens Daniel beging eine schwere Sünde, aber er zögerte mehrere Monate, sich den Ältesten zu offenbaren. Und obwohl er zu Jehova betete, fühlte er sich schlecht.  Erst nachdem er den Ältesten seine Sünde gestanden hatte, fühlte er sich befreit, um sich Gott zu nahen.

Halten wir fest. Daniel sündigte gegen Gott, nicht gegen die Ältesten. Das Gebet um Vergebung vor Jehova genügte angeblich nicht. Er musste erst die Vergebung der Ältesten bekommen. Die Vergebung, von Menschen ausgesprochen, war ihm wichtiger als die Vergebung Gottes. Diese Einstellung ist fest verankert in den Köpfen und Herzen unserer Brüder und wird ihnen regelmäßig eingetrichtert.

Dieses Beispiel und ähnliche Erfahrungen zeigen, dass man als Zeuge Jehovas auf Grund dieser Belehrung keine wirkliche Beziehung zu Jehova Gott als einem liebenden Vater herstellen kann. Wir können unsere Brüder für diese Einstellung nicht verantwortlich machen, weil wir alle so belehrt werden. Wir sind geschult zu glauben, dass es zwischen uns und Gott dieses mittlere „Management“ gibt, das aus den Ältesten, dem Kreisaufseher, dem Zweig und schließlich der leitenden Körperschaft besteht. Sogar Diagramme illustrierten dies graphisch in unseren Zeitschriften. Wenn du willst, dass Jehova dir vergibt, musst du angeblich erst zu den Ältesten gehen. Die Bibel sagt aber, dass der einzige Weg zum Vater durch Jesus Christus ist. Dies gilt jedoch nicht für einen Zeugen Jehovas.

Die Wirksamkeit der WTG-Kampagne ist überall zu sehen. Für die WTG sind wir nicht Kinder, sondern nur Freunde Gottes.

In einer Familie, in der z.B. ein Kind gegen den Vater gesündigt hat, und es die Vergebung des Vaters wünscht, geht es nicht zu einem seiner Brüder und bittet den Bruder um Vergebung. Nein, es geht direkt zum Vater. Wenn jedoch ein Freund der Familie gegen das Haupt der Familie sündigt, könnte er zu einem der Kinder gehen, von dem er weiß, dass es eine besondere Beziehung zum Familienoberhaupt hat, und bitten, vor dem Vater für ihn zu intervenieren. Dies entspricht der Angst, die Daniel in dem oben erwähnten Beispiel ausdrückt. Wie sollen wir Zuflucht bei Jehova suchen, wenn uns die Beziehung verweigert wird, die das möglich macht?

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Matthäus

Ja den Ältesten geht es nur um Kontrolle, aber man schreckt nicht davor zurück klare Hinweise der Schrift zu verbiegen! Ein ähnliches Beispiel finden wir hier: 1. Tim. 5 19 Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an ohne zwei oder drei Zeugen. 20 Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten. 21 Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst.   22 Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein! Der Zusammenhang lässt nur… Weiterlesen »

Iingolf Mann

Es ist vielleicht interessant, auf welcher Grundlage das Buch “Hütet die ganze Herde” basiert, wenn es um die Einberufung eines Rechtskommitees geht. Tatsächlich gibt es KEIN Muster aus dem christlichen Schriften, auf das diese Einrichtung besteht. Es ist eine Erfindung von Menschen. Natürlich werden mir jetzt die Zeugen, die Älteste sind,widersprechen. Es gibt biblische Grundlagen. Nur wie verhält es sich damit? Von dort nehme dich eine Schriftstelle, die kombiniere ich mit einer anderen Schriftstelle und zum Schluss noch eine dritte und vierte und fünfte …. und zehnte. Jedenfalls so viele dass der Älteste nicht immer die Zeit findet diese nachzulesen.… Weiterlesen »

Markus

Hallo Matthäus Mit Deiner Aussage triffst Du direkt ins schwarze. Kontrolle überall und über alle Verkündiger ausgeführt von den Ältesten,das was petrus  geschrieben hat triffzt auch zu,das hamsterradprinzip Und alle Verkündiger  wehren sich nicht dagegen,da sie Angst haben vor der konrolle. Um das ganze etwas aufzulösen und etwas zu erweitern ist folgende Sache geplant. Die AFD Deutschland wird eine komplette Überprüfung der Organisation der Zeugen Jehovas in Deutschland durchführen  zwar nicht im religösen Bereich,denn jeder kann glauben an das was er will Wenn er an den Osterhasen glauben will,dann soll er an den Osterhasen glauben,also die Glaubensfreiheit wird hier nicht… Weiterlesen »

lusan

Ich Danke allen Brüdern für diesen tollen Artikel.

Behaltet dieses Niveau bei.

Nada

Der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Bei der katholischen Kirche wird  von zj die beichte an gepangert..  mit den Hinweis, dass nur Gott zu vergeben vermag. Und selber? Nur wenn man den ältesten bekennt, erlangt man Vergebung, weil Gott das angeblich so eingerichtet hat. Bei der katholischen Kirche wird von ZJ angeprangert, dass sich der Papst als alleiniger Vertreter Gottes sieht. Und selbst? Ich glaube, jeder der hier mit liest kennt die Selbsteinschätzung des Sklaven. Nur wer dem Sklaven gehorcht, erlangt leben. Bei der katholischen Kirche wird angeprangert, dass sie ihren gläubigen mit der Hölle drohen, um sie gefügig… Weiterlesen »

Wahrheit

Toller Artikel!

An Nada , dein Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen!

Zartbesaitet

Lieber Bruder, danke für deine treffende Analyse dieses WT-Artikels. Ich möchte aus sehr persönlichen Erfahrungen heraus auf einen Aspekt eingehen, der in diesem Artikel wieder ganz besonders meine langen Jahre in der ORG (darunter gut zwei-einhalb Jahrzehnte als Ältester) massiv beeinflusst hat. Dazu möchte ich aus Raymond Franz Buch “Auf der Suche nach der christlichen Freiheit”, Kap. 16, Seite 541 zitieren, um die Verbindung herzustellen. Hier liest man auszugsweise: “Es ist eine traurige Tatsache, dass unter dem ständigen Druck…diejenigen Zeugen am meisten leiden, die am empfindsamsten und gewissenhaftesten sind.” Dazu das Zitat über “Daniel” aus dem Artikel: Abs. 9, Zitat: ….… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber Horst Du schreibst:   Allerdings hatten wir einen “Vorsitzführenden Aufseher”, der angebliche Vergehen richtiggehend konstruiert hat – er fühlte sich bereits als quasi – Fürst oder Bezirksverwalter für die Zeit nach Harmageddon. Er förderte das Denunziantentum und die Kleingeistigkeit, ruinierte ganze Familien und Existenzen. Ich hätte eine gute “Karriere” unter seiner Führung einschlagen können. Weil Du aber erkannt hast, dass man als Ältester weder Mitgefühl noch Gerechtigkeit mitbringen kannst, also mit andern Worten, Du als zartbesaitet so ein Amt als Handlanger dieser Sekte auf keinen Fall Dich aussetzen möchtest, geschweige einmal verantworten musst. Nur einer, der sich selbst liebt und… Weiterlesen »

Bert

Was mir zu diesem Artikel ebenfalls aufgefallen ist: – “Ging ein Flüchtender nicht zu den Ältesten, handelte er, wie ein Bibelgelehrter erklärte, „auf eigene Gefahr; wenn der Bluträcher . . . ihn umbrachte, war er für seinen Tod selbst verantwortlich, weil er nicht die Sicherheitsvorkehrung nutzte, die Gott ihm angeboten hatte“” – sehe ich insofern als falsch, als für die Rettung nicht die Konsultierung der Ältesten notwendig war, sondern NUR das Aufsuchen der Zufluchtsstadt. Die Ältesten befanden sich üblicherweise am Stadttor, und mussten ihn gastfreundlich aufnehmen. Sie waren also da, falls jemand Hilfe brauchte. – “Später schickte man ihn zu den Ältesten der… Weiterlesen »

Ulla

Lieber Zartbeseiteter, ja die empfindsamen, empathischen, sensiblen Menschen, litten/leiden besonders unter diesen ständigen Reglementierungen, die als “Ermunterung” rüberkommen sollten! Wehe denen, die ihr eigenes Gewissen entdecken, in sich gehen und nachforschen! Aufwachen tut weh! Du hast R. Franz zweites Buch zitiert, da habe ich sein erstes “Der Gewissenskonflikt” nochmal aufgeschlagen und einige Stellen, die ich als groooooße echte ERMUNTERUNG angestrichen hatte, nachgelesen. Vielleicht tröstet das auch andere Mitlesende/Mitleidende/Aufwachende: Se. 358 “Kann man der Konfrontation nicht mehr ausweichen, so hilft es, sich zu vergegenwärtigen, dass die Zerrüttung der Familie und die seelischen Schmerzen allein der anderen Seite zuzuschreiben sind. Das geht… Weiterlesen »

Django

Folgender Satz aus den im Artikel angeführten “Leserfragen” hat mich besonders erschreckt:

“Die Ansicht des Staates oder der Standpunkt eines Gerichts ist nicht unbedingt ausschlaggebend für die Entscheidung der Versammlung.”

Ein weiteres, nebenbei und unauffällig eingeführtes Argument z.B. bei den Missbrauchsfällen: Diese Gerichtsurteile sind also nicht nur Lügen Abtrünniger, sondern auch nicht unbedingt ausschlaggebend …. Die Verantwortung wird noch dazu auf die “Versammlung” geschoben, nicht auf die Ältesten und schon garnicht auf die leitende Körperschaft!

Sylvia Geiser

Lieber RoKo

Danke für Deine detaillierte Information über das Verhalten der Ältesten der Zeugen Jehovas.

Dass sie schwerstens Angeschlagen und krank sind wundert mich nicht mehr. Die Erlebnisse, die bei BI geschildert werden sind haarsträubend.

Wie Du sagst wird in Hesekiel 34 es treffend beschrieben, eine erhöhte Aufmerksamkeit wird für uns empfohlen. Und doch bleiben sie freiwillig in dieser grausamen Sekte drin, bis sie eventuell selbst hinausgeworfen werden. Nur Wenige haben den Mut sie zu verlassen.

Ich wünsche Dir alles Gute

Sylvia

Paul.Z21

Liebes Team von bruderinfo, Liebe Mitleser! Ich ziehe mich etwas enttäuscht von bruderinfo etwas zurück. Den ein oder anderen Kommentar werde ich vielleicht noch schreiben aber ich werde mich möglichst kurz fassen, was den meisten anderen Kommentatoren nicht immer gut gelungen ist. Der Grund: es herrscht bei bruderinfo zu viel Zensur, Polemik und Ideologie. Man versucht hier Propaganda durch Propaganda zu bekämpfen, obwohl faire und schonungslose Aufklärung und Bildung das probate Mittel der Wahl wäre, aber das kann und wird dieses Forum wohl nicht leisten können. Man streitet zu wenig in der Sache, stattdessen nimmt sich jeder hier zu wichtig,… Weiterlesen »

Norbert@PaulZ

Lieber Paul, deine Endtäuschung über Bruderinfo kann ich leider nicht nachvollziehen. Aber muss ich ja auch nicht, es ist deine Entscheidung. Aber dem Vorwurf, hier auf Bruderinfo aktuell wird Propaganda durch Propaganda bekämpft und dass BI eine überzogene Zensur durchführt um eine bestimmte Lehre oder Ideologie zu vertreten ist wohl etwas überzogen. Ich habe noch keine Plattform gefunden wo so offen auch die Meinung anderer stehen gelassen wird. Es bleibt in so einen offenen Forum nicht aus, das einige Kommentarschreiber denken sie müssten mit Nachdruck ihre Ansichten durchdrücken. Und wenn dies von BI Unterbunden wird, was ihr gutes Recht ist,… Weiterlesen »

Hans Besserwisser

Ich verstehe diesen Artikel nicht ganz…vielleicht kann mir da geholfen werden.

Es steht doch in der Bibel, dass wenn man Probleme hat sei es mit den Videos etc. Das man dann mit den ältesten  reden muss.

Das wäre doch dann eine Krankheit oder?

So machen die das doch heute auch, wenn was falsch gelaufen ist, muss man ins kämmerchen, bekommt zwei drei WT Artikel und es wird gebetet.

 

Ist doch also gleich oder?

LG Anonymous (noch Mitglied der Zeugen jehovas)

Stachelbeere

Hallo lieber Kimon, von mir auch noch ein freudiges Willkommen hier bei BI. Vielen Dank für deine Gedanken zu dem Thema, Rechtskomitee. Da wir im engen Freundeskreis, auch jemand haben der (trotz Reue) ausgeschlossen wurde, beschäftige ich mich auch sehr intensiv mit dem Thema Ausschluss/ menschliches Richten aus biblischer Sicht. Gerade heute habe ich mir auch die Stelle aus 1 Jo: 1,2 aufgeschrieben, sie ist so klar und deutlich. Da ist einfach kein Platz für menschliche Richter/ Gerichte/Komitees!!! Warum wohl? Weil Menschen immer unvollkommen, voreingenommen, von anderen beeinflusst und nicht neutral entscheiden können und das ist fatal für den “Sünder”.… Weiterlesen »