“Wo sonst können wir hingehen?” -Teil 2-

Von Meleti Vivlon, Beroean Pickets

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Ich wurde als ein Zeuge Jehovas erzogen. Ich war in drei Ländern im Vollzeitdienst, mit zwei Zweigbüros habe ich eng zusammengearbeitet und war in der Lage, Dutzende bis zur Taufe zu führen. Ich war sehr stolz sagen zu können, dass ich “in der Wahrheit“ war. Ich glaubte wirklich, dass ich in der einen wahren Religion war, die Jehova auf der Erde hat. Nichts davon sage ich, um zu prahlen, sondern nur, um meine Geisteshaltung nachzuweisen, bevor ich diesen Studienweg einschlug.

Langsam, im Laufe von Monaten und Jahren, wurde mir klar, dass die meisten unserer wesentlichen Lehren falsch sind.

Ich begann zu erkennen, dass 1914 keinerlei biblische Bedeutung hat. Dass 1919 nicht die Ernennung des treuen Verwalters kennzeichnet. Dass es keine biblische Grundlage dafür gab, dass die „Leitende Körperschaft“ den Titel des „treuen und verständigen Sklaven“ annahm. Dass die willkürliche Einfügung des Namens Gottes in den christlichen Schriften, über das hinausgeht, was geschrieben steht, und schlimmer noch, dass eine wichtige Wahrheit über unsere Beziehung zu Gott verborgen wurde. Dass das Gebot, beim Abendmahl an den Symbolen teilzunehmen, für alle Christen gilt. Dass die Praxis des Gemeinschaftsentzuges lieblos ist, und die Hinweise der Bibel zum richtigen Umgang mit Rechtsangelegenheiten grob entstellt sind.

Diese Dinge und mehr lernte ich, und so kam ich zu dem Punkt, wo ich zu entscheiden hatte, was ich mehr liebte – die Organisation oder die Wahrheit. Diese beiden waren immer Synonyme, aber jetzt sah ich, dass ich mich zu entscheiden hatte. Angesichts der Aussage von 2. Thessalonicher 2:10, konnte es nur eine Antwort für mich geben. Allerdings, Wahrheit anzunehmen, führt zu einer unvermeidlichen Frage für alle, die aus dem Umfeld der Zeugen Jehovas kommen.

Praktisch jeder von uns kommt zu dem Punkt, an dem wir fragen: “Wo sonst kann ich hingehen?”

Ein Leser, der kein ZJ ist, mag diese Frage trivial finden. “Gehen Sie einfach zu einer anderen Kirche, zu einer die Sie mögen“, würde seine Antwort sein. Eine solche Antwort übersieht den Umstand, dass der Grund, warum wir sogar das Verlassen unserer Organisation in Betracht ziehen – was unter Umständen bedeutet, Freunde und Familie zu verlieren – ist, dass wir die Wahrheit lieben. Durch unser Predigtwerk sind wir so ziemlich jeder anderen Religion ausgesetzt gewesen und erkannten, dass alle Unwahrheiten lehren. Wenn wir sozusagen das Schiff verlassen, dann sollte es besser eine Religion sein, die die Wahrheit lehrt, sonst macht es keinen Sinn durch das Trauma zu gehen. Wir würden es bloß als ein sprichwörtliches „vom Regen in die Traufe kommen“ betrachten. Und genau hier drückt der Schuh!

Lasst uns das folgendermaßen veranschaulichen: Ich wurde gelehrt, dass ich mich innerhalb der Arche-ähnlichen Organisation der Zeugen Jehovas befinden muss, um Harmagedon zu überleben und in die neue Welt zu gelangen.

„Wir sind aus dem gefährlichen „Wasser“ der bösen Welt in das „Rettungsboot“, die irdische Organisation Jehovas, gezogen worden. Darin dienen wir Seite an Seite mit anderen, während wir auf die „Küste“, die gerechte neue Welt, zusteuern.“ (Wachtturm 15.1.1997, S. 22, Abs. 24 – Was erwartet Gott von uns?)

„So wie Noah und seine gottesfürchtigen Familienangehörigen nur in der Arche am Leben bleiben konnten, hängt heute das Überleben des Einzelnen von seinem Glauben ab und von seiner treuen Zusammenarbeit mit dem irdischen Teil der Organisation Jehovas.“ (Wachtturm 15.5.2006, S. 22, Abs. 8 – Bist du für das Überleben gerüstet?)

Ich hatte immer geglaubt, dass mein “Rettungsboot” zum Ufer fuhr, während alle anderen Schiffe der Christenheit in die entgegengesetzte Richtung segeln, Richtung Wasserfall. Stellt euch den Schock vor, als ich erkannte, dass mein Boot direkt neben dem Rest segelte; lediglich als ein weiteres Schiff der Flotte.

Was ist zu tun? Es macht keinen Sinn, in ein anderes Boot zu springen, aber das Schiff zu verlassen und ins Meer zu springen, scheint auch keine Alternative zu sein. Wo sonst kann ich hingehen? Ich fand keine Antwort. Ich dachte an Petrus, der die gleiche Frage Jesus stellte. Zumindest meinte ich, dass er die gleiche Frage stellte. Wie sich herausstellte, war ich im Irrtum!

Die richtige Frage stellen

Der Grund, warum ich die Frage “Wohin gehen?” stellte, war, dass ich die von JZ auferlegte Denkweise hatte, dass die Errettung mit einem Ort verbunden ist. Dieser Gedankengang ist so tief in unserer Psyche verwurzelt, dass jeder Zeuge, dem ich begegnet bin, die gleiche Frage stellte, weil er meinte, dass es das ist, was Petrus sagte. Tatsächlich sagte er nicht: “Herr, wo sonst sollen wir hingehen?” Was er fragte war: “Herr, zu wem sollen wir gehen?”

„Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;“ – (Johannes 6:68)

Zeugen Jehovas sind geschult zu glauben, dass sie innerhalb der Arche-Organisation, mit der LK am Ruder, zu bleiben haben, um zum Ufer der neuen Welt zu gelangen, denn jedes andere Schiff fährt in die falsche Richtung. Das Verlassen des Schiffes bedeutet, im turbulenten Wasser des Menschenmeeres zu ertrinken.

Was diese Mentalität übersieht, ist der Glaube. Der Glaube ist der Weg aus dem Boot. In der Tat, mit dem Glauben brauchen wir überhaupt kein Boot. Das ist so, weil wir durch Glauben auf dem Wasser gehen können.

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, warum Jesus auf dem Wasser ging? Es ist eine Art von Wunder, das sich von all den anderen unterscheidet. Mit seinen anderen Wundern – Speisung der Massen, Beruhigen des Sturms, Kranke zu heilen, Tote erwecken – diente er anderen. Diese Wunder demonstrierten seine Macht, sein Volk zu speisen und zu schützen, und uns gibt es eine Vorschau von dem, was seine gerechte Herrschaft für die Menschheit tun wird. Aber das Wunder auf dem Wasser zu wandeln und die Verfluchung des Feigenbaums sind anders geartet. Auf dem Wasser zu gehen, erscheint vielleicht untypischerweise prahlerisch, und die Verfluchung des Feigenbaums scheint fast launenhaft; doch Jesus war keines von beiden. (Matthäus 12:24-33; Markus 11:12-14, 19-25)

Beide dieser Wunder waren auf seine Jünger beschränkt. Beide waren beabsichtigt, um die unglaubliche Kraft des Glaubens zu demonstrieren. Glaube versetzt Berge. Wir brauchen keine Organisation, die uns ans Ufer führt. Wir müssen nur unserem Herrn folgen und Glauben besitzen. Das ist es, was wir brauchen.

Sich versammeln

“Aber was ist mit den Zusammenkünften?”, werden einige fragen.

„Und lasst uns aufeinander achten zur Anreizung, zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ (Hebräer 10:24,25)

Wir sind mit dem Gedanken erzogen worden, dass Versammlungen wichtig sind. Bis vor kurzem haben wir uns dreimal pro Woche versammelt. Wir versammeln uns immer noch halbwöchentlich, und dann gibt es die regionalen- und Kreiskongresse. Wir erfreuen uns an dem Gefühl der Sicherheit, das von einer großen Gruppe, zu der wir gehören, ausgeht; aber müssen wir zu einer Organisation gehören, um uns zu versammeln?

Haben Jesus und die christlichen Schreiber gesagt, wie oft wir uns versammeln sollen? Wir haben dazu keine Anweisung. Die einzige Anweisung, die wir haben, kommt aus dem Hebräerbrief. Hier wird gesagt, dass der Zweck des Zusammenkommens ist, uns einander zur Liebe und vortrefflichen Werken anzuspornen.

Ist es das, was wir im Königreichssaal tun? Nach unserer Erfahrung, in einem Saal mit 100 bis 150 Leuten, zwei Stunden lang ruhig sitzen und nach vorne schauen, jemandem zuhören, der Anweisungen vom Podium herunter erteilt, wie spornen wir uns da einander zur Liebe an? Zu vortrefflichen Werken? Durch Kommentare geben? Zu einem gewissen Grad, ja. Aber ist es das, wozu uns Hebräer 10:24, 25 auffordert? Ansporn durch einen 30 Sekunden Kommentar? Sicher, nach der Versammlung kann man sich für fünf oder zehn Minuten unterhalten, aber kann das alles sein, was der Schreiber im Sinn hatte? Vergesst nicht, dies ist keine exklusive Methode der Zeugen Jehovas. Jede organisierte Religion auf diesem Planeten nutzt sie. Kennt ihr andere Religionen, die durch die Art der Zusammenkünfte reich an Liebe und vortrefflichen Werken sind?

Wenn es nicht funktioniert, ändert es!

Wir hatten einmal ein Versammlungs-Modell, das funktionierte. Die gute Nachricht ist, dass uns nichts davon abhält, dahin zurückzukehren. Wie haben sich die Christen des ersten Jahrhunderts versammelt? Sie hatten viele Anhänger, genau wie wir heute. Zum Beispiel wurden allein an Pfingsten dreitausend Seelen getauft, und kurz darauf spricht die Bibel von fünftausend Männern (Frauen nicht mitgezählt), die gläubig wurden, nachdem sie die Lehre der Apostel gehört hatten. (Apostelgeschichte 2:41; 4:4) Trotz solch großer Zahl gibt es keine Aufzeichnungen, dass die Gemeinden besondere Versammlungssäle bauten. Stattdessen lesen wir von Gemeinden, die sich in den Häusern der Gläubigen versammelten. (Römer 16:5; 1. Kor 16:19; Kolosser 4:15; Philemon 2)

Wie es am Anfang war

Was hält uns davon ab, das gleiche zu tun? Da ist einmal die Furcht. Wir verhalten uns wie unter einem Verbot. Das Zusammenkommen mit anderen könnte den Ältesten der Ortsversammlung der ZJ bekannt werden. Sich außerhalb der Vorkehrungen der LK zu versammeln, würde wahrscheinlich von den Ältesten als eine Bedrohung empfunden werden und ernste Konsequenzen haben. Die Gemeinden des ersten Jahrhunderts wurden damals von den Führern der Juden verfolgt, weil sie die Mehrung als eine Bedrohung für ihre Stellung ansahen. Heute herrscht eine ähnliche Haltung vor. Somit ist für alle Beteiligten große Vorsicht und Vertraulichkeit angesagt. Dennoch, dies ist eine hervorragende Möglichkeit, sich gegenseitig im Glauben und in der Liebe zu erbauen.

In meinem Gebiet haben wir eine Reihe von Brüdern und Schwestern gefunden, die für die Wahrheit des Wortes Gottes erwacht sind und sich zur gemeinsamen gegenseitigen Ermutigung treffen wollen. Wir hatten kürzlich in einer Wohnung dieser Gruppe unser erstes Treffen. Im Moment planen wir, aufgrund der Entfernungen, uns weiterhin monatlich zu treffen. Etwa ein Dutzend von uns waren anwesend, und wir verbrachten eine sehr ermutigende Stunde der Bibel- Betrachtung. Die Idee, die entstanden ist, ist eine Art Diskussionsrunde, in der wir eine Bibelstelle lesen und jeder seine oder ihre Gedanken dazu beitragen kann. Allen wird erlaubt zu sprechen, doch haben wir einen Bruder als Moderator benannt. (1. Korinther 14:33)

Die Suche nach anderen in der Umgebung

Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir mit Hilfe unserer virtuellen Versammlung diese Website dazu benutzen, dass Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt einander finden können und Treffen in Privathäusern organisieren. Wir haben dazu noch nicht die Ressourcen, aber es ist auf jeden Fall auf der Tagesordnung. Der Gedanke ist, eine Möglichkeit zu bieten, gleichgesinnte Christen in irgendeinem Gebiet ausfindig zu machen, während die Anonymität aller geschützt bleibt. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist das eine Herausforderung, aber wir glauben, es ist ein sehr lohnendes Unterfangen.

Wie können wir predigen?

Eine andere Frage betrifft das Predigtwerk. Auch hier wieder, wir sind mit der Denkweise aufgewachsen, dass wir Gottes Gunst nur dann finden können, wenn wir wöchentlich von Tür-zu-Tür predigen gehen. Wenn wir über unsere angebliche Stellung als einzige Organisation Jehovas, die er heute gebraucht, in Frage gestellt werden, führen wir als häufigsten „Beweis“ an, dass es keine andere Gruppe gibt, die die Rechtfertigung der Souveränität Gottes predigt. Wir schlussfolgern – wenn wir die Organisation verlassen, – dass wir weiterhin von Haus-zu-Haus predigen müssen, um Gottes Gunst zu erlangen.

Ist der Haus-zu-Haus-Dienst ein Erfordernis?

Dies ist für Zeugen, die erwägen das Boot zu verlassen, ein wichtiges Anliegen. Der Grund dafür ist, dass wir gelehrt wurden, dass das Haus-zu-Haus-Predigen eine Anforderung Gottes ist. Hierdurch heiligen wir Gottes Namen, indem wir alle Völker wissen lassen, dass er “Jehova” genannt wird. Dadurch trennen wir sie in Schafe und Böcke. Die Menschen werden durch ihre Reaktion auf unser Erscheinen an ihren Türen leben oder sterben. Es hilft auch uns, christliche Eigenschaften, wie die Frucht des Geistes, zu entwickeln. Wenn wir das nicht tun, laden wir Blutschuld auf uns und werden sterben.

All das oben Genannte stammt aus unseren Publikationen, und wir werden bis zum Ende dieses Artikels zeigen, dass es irreführende und unbiblische Argumente sind. Aber lasst uns jetzt auf das eigentliche Thema schauen. Ist der Haus-zu-Haus-Dienst ein Erfordernis?

Hat uns Jesus gesagt, in einer bestimmten Form zu predigen? Die Antwort lautet, nein! Was er seinen Jüngern zu tun gebot, ist folgendes: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe.“ (Matthäus 28:19,20)

Macht Jünger und tauft sie. Wie wir das machen, überließ er uns.

Wollen wir damit sagen, dass wir nicht von Haus-zu-Haus predigen sollen? Ganz und gar nicht. Jedem von uns kann über seinen Glauben sprechen und Jünger  machen. Wenn wir das durch den Haus-zu-Haus-Dienst machen wollen, warum denn nicht? Wenn wir uns entscheiden, Jünger auf einem anderen Weg zu machen, wer kann uns dann richten? Unser Herr hat die Methode unserem Ermessen überlassen. Was ihn interessiert, ist das Endergebnis.

Unseren Herrn Erfreuen

Jesus gab uns zwei Gleichnisse zum Nachdenken. In dem einen Gleichnis verreiste ein Mann, um die Königsmacht zu erlangen und hinterließ zehn Sklaven mit den gleichen Mengen an Geld, um es zu vermehren. Im anderen Gleichnis ist es ein Mann, der auf Reisen ins Ausland geht und vor seiner Abreise drei Sklaven unterschiedliche Mengen an Geld gibt, um es für ihn zu investieren. Dies sind jeweils die Gleichnisse von den Minen und den Talenten. (Lukas 19:12-27; Matthäus 25:14-30) Ihr werdet beim Lesen jedes Gleichnisses bemerken, dass der Meister den Sklaven keine Anweisungen gibt, wie sie das Geld zu investieren haben.

Jesus gab auch nicht an, was die Minen und Talente darstellen. Manche behaupten, sie repräsentieren die Arbeit, Jünger zu machen; andere sagen, es ist die christliche Persönlichkeit; wieder andere verweisen auf die Verkündigung und Veröffentlichung der Guten Botschaft. Die genaue Anwendung, – vorausgesetzt, es gibt eine, – ist in unserer Betrachtung unbedeutend. Was wichtig ist, sind die in den Gleichnissen verankerten Grundsätze. Sie zeigen uns, dass Jesus Ergebnisse erwartet, wenn er seine geistigen Güter bei uns hinterlegt. Es kümmert ihn nicht, dass wir eine Methode der anderen vorziehen. Er überlässt uns die Art und Weise, um Ergebnisse zu erzielen.

Mit diesem Gedanken im Sinn, gibt es irgendeine Rechtfertigung für einen der Sklaven, sich über die anderen zu erheben und zu verlangen, dass seine besondere Methode, das Geld des Meisters zu vermehren, alle anwenden? Was ist, wenn seine Methode nicht die effektivste ist? Was ist, wenn einige Sklaven eine andere Methode anwenden möchten, von der sie meinen, sie sei vorteilhafter. Aber dieser eine sich selbst wichtig nehmende Sklave verhindert es? Wie würde Jesus darüber denken? (Matthäus 25:25, 26, 28, 30)

Um diese Frage in die reale Welt zu übertragen, bedenkt, dass die Sieben-Tags-Adventisten über 15 Jahre zuvor, bevor Russell begann, die Zeitschrift „Der Wachtturm“ zu veröffentlichen, gegründet wurden. In einer Zeit, in der wir uns mit Stolz der 8 Millionen weltweiten Mitglieder rühmen, erheben die Sieben-Tags-Adventisten Anspruch auf 18 Millionen getaufte Anhänger. Obwohl auch sie im Haus-zu-Haus arbeiten, ist das minimal im Vergleich zu der Zeit, die wir selbst damit verbringen. Wie konnten sie, im Prinzip in der gleichen Zeitspanne, auf mehr als das Doppelte unserer Größe anwachsen? Um Jünger zu machen, fanden sie offensichtlich einen Weg heraus, der es nicht erforderlich machte, an die Türen der Menschen zu klopfen.

Wenn wir unserem Herrn Jesus Christus gefallen wollen, müssen wir uns von diesem Gedanken, dass wir nur durch regelmäßigen Haus-zu-Haus-Dienst bei Gott Gefallen finden können, verabschieden. Wenn es wirklich so wäre, hätten die christlichen Schreiber sehr deutlich gemacht, dass dies ein Erfordernis von entscheidender Bedeutung für alle Christen ist. Dies taten sie nicht. Tatsache ist, die gesamte Argumentation in den Publikationen gründet sich auf zwei Schriftstellen:

„Und jeden Tag fuhren sie im Tempel und von Haus zu Haus ununterbrochen fort, zu lehren und die gute Botschaft über den Christus, Jesus, zu verkündigen.“ (Apostelgeschichte 5:42)

„…wobei ich mich nicht davon zurückhielt, euch alles, was nützlich war, kundzutun und euch öffentlich und von Haus zu Haus zu lehren. Doch legte ich gründlich Zeugnis ab, sowohl vor Juden als auch vor Griechen, in Bezug auf Reue gegenüber Gott und Glauben an unseren Herrn Jesus.“ (Apostelgeschichte 20:20,21)

In der Tat, wenn ihr die Apostelgeschichte durchlest, werdet ihr viele Berichte finden, wie Paulus in der Synagoge und in der Öffentlichkeit predigt. Weit mehr, als die zwei Verweise auf das Predigen von Haus zu Haus.

Außerdem gibt es zu Apostelgeschichte 20:20 eine beachtliche Debatte darüber, ob der dort gebrauchte Ausdruck kata oikos (wörtlich: “nach Hause”) sich tatsächlich auf das Gehen von Tür zu Tür in einer Straße bezieht. Da Paulus kata oikos im Gegensatz zu “öffentlich” verwendet, könnte es gut sein, dass es sich auf sein Predigen in den Häusern von Christen bezieht. Vergesst nicht, dass Versammlungszusammenkünfte in den Häusern der Menschen stattfanden. Auch als Jesus die 70 aussandte, sagte er:

„Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7Bleibt also in jenem Haus, esst und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.“ (Lukas 10:5-7)

Anstatt in einer Straße entlang von Haus-zu-Haus zu arbeiten, erscheint es richtig, dass die 70 die Methodik verfolgten, die später von Paulus, Barnabas und Lukas angewandt wurde. Sie gingen auf öffentliche Plätze, um nach wohlgesinnten Hörern zu suchen. Außerdem nahmen sie die Unterkunft bei Hauseigentümern an und verwendeten deren Häuser als Zentrum für ihr Predigtwerk in der jeweiligen Stadt oder dem Dorf, bevor sie weiterzogen.

Die Überwindung der Indoktrination

Die Macht einer jahrzehntelangen Indoktrination ist beträchtlich. Selbst mit all den obigen Argumenten, fühlen sich die Brüder und Schwestern immer noch schuldig, wenn sie nicht regelmäßig von Tür-zu-Tür gehen.

Ich bin kein Befürworter von anekdotischer Evidenz. Dennoch möchte ich einige Fakten aus meinem persönlichen Leben wiedergeben, um zu zeigen, ob sich darin vielleicht das, was viele andere erlebt haben, widerspiegelt. Ich habe das Gefühl, dass das der Fall sein wird.

Wenn ich auf die letzten 40+ Jahre aktiver Predigttätigkeit zurückblicke, kann ich fast 4 Dutzend Personen aufzählen, die meine Frau und ich zur Taufe geführt haben. Von diesen Personen haben wir nur zwei in Erinnerung, die durch das Predigtwerk von Tür-zu-Tür unsere Version der guten Botschaft kennenlernten. Alle übrigen wurden auf andere Weise erreicht, in der Regel durch die Familie oder Arbeitskollegen.

Dies sollte uns allen verständlich sein, da wir die Leute dazu auffordern, eine drastische, lebensverändernde Entscheidung zu treffen. Würdest du dein Leben verändern und alles riskieren, was dir lieb und teuer ist, weil ein Fremder an die Tür klopfte? Unwahrscheinlich. Allerdings, wenn ein Freund oder Kollege, den du seit einiger Zeit kennst, mit dir über einen längeren Zeitraum überzeugend spricht, dann ist ein Ergebnis viel wahrscheinlicher.

In dem Bemühen, die Indoktrination abzubauen, die unser Denken über Jahre so stark beeinflusst hat, lasst uns eine typische Belegstelle in unserer Literatur betrachten, die benutzt wird, um diese besondere Predigtmethode zu rechtfertigen.

Fadenscheinige Begründung

Wir haben sie aus dem Königreichsdienst vom Juni 1988 mit dem Untertitel “Was durch die Tätigkeit von Haus-zu-Haus erreicht wird”.

3 Wie aus Hesekiel 33:33 und 38:23 hervorgeht, spielt das Predigen von Haus zu Haus eine wichtige Rolle, den Namen Jehovas zu heiligen. Die gute Botschaft vom Königreich wird jedem Wohnungsinhaber unmissverständlich unterbreitet, so dass er die Gelegenheit erhält, zu zeigen, wo er steht (2. Thessalonicher 1:8-10). Es ist zu hoffen, dass sie sich dazu bewogen fühlen, auf der Seite Jehovas Stellung zu beziehen, um Leben zu erlangen (Matthäus 24:14; Johannes 17:3).

4 Der regelmäßige Dienst von Haus zu Haus festigt auch unser Vertrauen in die Erfüllung der Verheißungen Gottes. Er befähigt uns, die Bibel wirksamer zu gebrauchen. Er hilft uns, die Menschenfurcht zu überwinden. Wir können mehr Mitgefühl bekunden, da wir unmittelbar erkennen, worunter die Menschen zu leiden haben, weil sie Jehova nicht kennen und sich nicht nach seinen gerechten Maßstäben ausrichten. Der Dienst hilft uns auch, die Frucht des Geistes Gottes im täglichen Leben hervorzubringen (Galater 5:22, 23).“

Lasst uns den Artikel aus dem Königreichsdienst 1988 Punkt für Punkt zerlegen:

Wie aus Hesekiel 33:33 und 38:23 hervorgeht, spielt das Predigen von Haus zu Haus eine wichtige Rolle, den Namen Jehovas zu heiligen.“

In Hesekiel 33:33 heißt es: “Und wenn es wahr wird — siehe, es wird wahr werden —, so werden sie erkennen müssen, dass ein Prophet in ihrer Mitte gewesen war.” Wenn wir Jehovas Namen durch Wahrhaftigkeit in unserem prophetischen Predigtdienst heiligen, dann haben wir völlig versagt. Vorhersage auf Vorhersage ist fehlgeschlagen. Die große Drangsal sollte 1914 beginnen, dann 1925, dann voraussichtlich irgendwann in den 40er Jahren und wieder 1975. Wir haben die Generations-Prophezeiung im Durchschnitt alle zehn Jahre neu definiert. Wenn das die Basis ist, hat unser Haus-zu-Haus-Predigtdienst Schmach auf Gottes Namen gebracht, aber nicht geheiligt.

In Hesekiel 38:23 heißt es: “Und ich werde mich gewiss als groß erweisen und mich heiligen und mich kundtun vor den Augen vieler Nationen; und sie werden erkennen müssen, dass ich Jehova bin.‘” Es ist wahr, dass wir die Übersetzung von JHWH mit „Jehova” sehr bekannt gemacht haben. Aber dies ist keine Erfüllung der Worte Jehovas durch Hesekiel. Es ist nicht das Wissen um Gottes Namen was zählt, sondern die Erkenntnis des Charakters dessen, für den der Name steht, wie das durch die Frage Moses an Jehova demonstriert wurde. (2. Mose 3:13-15) Nochmals, es ist nichts, was wir durch das Gehen von Tür zu Tür erreichen.

„Die gute Botschaft vom Königreich wird jedem Wohnungsinhaber unmissverständlich unterbreitet, so dass er die Gelegenheit erhält, zu zeigen, wo er steht (2. Thessalonicher 1:8-10). Es ist zu hoffen, dass sie sich dazu bewogen fühlen, auf der Seite Jehovas Stellung zu beziehen, um Leben zu erlangen (Matthäus 24:14; Johannes 17:3)“

Dies ist ein Beispiel für Eisegese, ein Hineindeuten. Durch die Verwendung der Worte Pauli an die Thessalonicher wird unterstellt, dass die Antwort des Wohnungsinhabers auf unser Predigen an den Türschwellen über Leben und Tod entscheidet. Wenn wir den Kontext der Worte des Paulus lesen, verstehen wir, dass die Vernichtung über die kommt, die die Verfolgung der Christen verursacht haben. Paulus spricht über Feinde der Wahrheit, die die Brüder Christi verfolgt haben. Das ist kaum ein Szenario, das auf jeden Mann, jede Frau und jedes Kind auf der Welt passt. (2. Thessalonicher 1:6)

„Der regelmäßige Dienst von Haus zu Haus festigt auch unser Vertrauen in die Erfüllung der Verheißungen Gottes. Er befähigt uns, die Bibel wirksamer zu gebrauchen. Er hilft uns, die Menschenfurcht zu überwinden. Wir können mehr Mitgefühl bekunden, da wir unmittelbar erkennen, worunter die Menschen zu leiden haben, weil sie Jehova nicht kennen und sich nicht nach seinen gerechten Maßstäben ausrichten. Der Dienst hilft uns auch, die Frucht des Geistes Gottes im täglichen Leben hervorzubringen (Galater 5:22, 23).“

Es gab eine Zeit, in der mir dieser Absatz Sinn gemacht hätte. Aber jetzt kann ich erkennen, um was es geht. Die Arbeit von Haus-zu-Haus verbindet uns lange Zeit mit unseren Brüdern. Die Gespräche drehen sich natürlich um unser Verständnis der Verheißungen Gottes, das durch die verdrehte Lehre der anderen Schafe verzerrt worden ist. Wir sollten glauben, dass jeder, außer uns, in Harmagedon für immer sterben wird, und dass wir am Ende den ganzen Planeten für uns haben. Wir wüssten genau, was Jehova für uns geplant hat und ignorierten dabei die Worte des Paulus in 1. Korinther 13:12.

Was die bessere Verwendung der Bibel betrifft, wie oft haben wir sie an der Tür verwenden können? In einer biblischen Debatte wären die meisten von uns verloren bei dem Versuch, einen Widerlegungs-Text zu finden. Und was die Überwindung der Menschenfurcht betrifft, in Wahrheit ist es genau das Gegenteil. Meistens gehen wir in den Dienst von Tür-zu-Tür, weil wir Angst vor Menschen haben. Wir haben Angst, dass unsere Stunden zu niedrig sind. Wir fühlen uns schuldig, den Versammlungsdurchschnitt zu senken. Wir machen uns Sorgen, dass wir Vorrechte in der Versammlung verlieren könnten, wenn unsere Stunden nicht mithalten, und die Ältesten uns darauf ansprechen könnten.

Wie sich als Ergebnis unseres Dienstes von Tür-zu-Tür ein größeres Mitgefühl entwickeln soll, ist schwer zu verstehen. Wenn ein Verkündiger in einer Auto-Gruppe auf ein schönes Haus zeigt und sagt: “Dort möchte ich nach Harmagedon leben.” Zeigt er da Mitgefühl für das Leiden der Menschen?

Schande gering achten

Beim Beschreiben Jesu, als den Vervollkommner unseres Glaubens, erklärt der Verfasser des Hebräerbriefes: “Für die vor ihm liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt” (Hebräer 12:2) Was meinte er mit “der Schande nicht achtend”? Um das besser zu verstehen, sollten wir Jesu eigene Worte in Lukas 14:27 ansehen, die lauten: “Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein.”

Laut Vers 25, in diesem Abschnitt, sprach Jesus zu einer großen Volksmenge. Diese Menschen wussten nicht, dass er an einem Marterpfahl sterben würde. Also, warum benutzte er diese Metapher? Für uns war der Marterpfahl (oder Kreuz, wie viele es sehen) einfach das Instrument, mit dem Jesus hingerichtet wurde. Doch für sein hebräisches Publikum rief dieser Satz, „seinen Marterpfahl zu tragen”, ein Bild einer Person der schlimmsten Sorte hervor; jemand der von Familie, Freunden und der Gesellschaft verachtet und abgelehnt wird. Es war für einen Menschen die schändlichste Art und Weise zu sterben. Wie Jesus im vorhergehenden Vers sagte, müssen wir, um seine Jünger zu werden, willens und bereit sein, alles aufzugeben, was uns lieb und teuer ist, selbst “Vater und Mutter und Frau und Kinder”. (Lukas 14:26)

Diejenigen von uns, die zu der Erkenntnis gekommen sind, dass sie nicht länger guten Gewissens die Lehren und Interessen der Organisation der Zeugen Jehovas vertreten können, stehen – vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben – vor der Situation, in der sie ebenfalls ihren Marterpfahl tragen müssen, und genau wie unser Herr, die Schande nicht achtend, die durch Familie und Freunde, die sie als gehasste Abtrünnige sehen, über sie kommt.

Die kostbare Perle

“Ferner ist das Königreich der Himmel einem reisenden Kaufmann gleich, der schöne Perlen suchte. Nachdem er eine einzige Perle von hohem Wert gefunden hatte, ging er hin und verkaufte sogleich alles, was er hatte, und kaufte sie. “(Matthäus 13:45,46)

Früher dachte ich, dies wäre zutreffend, als ich die Organisation der Zeugen Jehovas gefunden hatte. Nun, ich habe sie nicht wirklich gefunden. Ich bin darin aufgewachsen. Aber dennoch, ich hielt es für eine kostbare Perle. In den letzten Jahren habe ich durch persönliches Bibelstudium, und die Verbindung mit euch allen durch diese Webseiten, wunderbare Wahrheiten des Wortes Gottes erkennen und schätzen gelernt. Ich habe wirklich gelernt zu verstehen, was die kostbare Perle bedeutet. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich erkannt, dass auch ich die Hoffnung habe, die Belohnung zu teilen, die Jesus allen versprach, die Glauben an ihn ausüben; den Lohn, ein Kind Gottes zu werden. (Johannes 1:12; Römer 8:12) Es gibt keinen materiellen Besitz, keine persönliche Beziehung, keine andere Belohnung von größerem Wert. Es lohnt sich wirklich, alles aufzugeben, was wir haben, um diese eine Perle zu besitzen.

Wir wissen nicht wirklich, was unser Vater für uns bereithält. Wir brauchen es nicht zu wissen. Wir sind wie die Kinder eines äußerst wohlhabenden und überaus guten und freundlichen Mannes. Wir wissen, dass wir in seinem Testament genannt sind und eine Erbschaft erwarten können, aber was es genau ist, wissen wir nicht. Trotzdem haben wir ein solches Vertrauen in die Güte und Gerechtigkeit dieses Mannes, dass wir bereit sind, alles zu riskieren, im Glauben darauf, dass er uns nicht enttäuscht. Das ist das Wesen des Glaubens.

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, [ihm] wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird. (Hebräer 11:6)

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Matthäus

Die wesentlichen Aspekte sehr schön zusammengefasst, danke für den Artikel.
Hierzu fällt mir ein Lied ein das sehr gut dazu passt:
https://www.youtube.com/watch?v=b4cBRjvz53A
Liebe Grüsse Matthäus

Konrad

Das Problem das auftritt bei den Lehren der WTO ist nach meiner Meinung fogendes, In den Puplikationen stehen meistens verwässerte Artikel,die man so oder so deuten kann ,in den Sachsätzen die man ja bunt anstreichen soll,wird dann das Hauptthema erarbeitet nach dem Willen der LK,. Dann aber kommt hinzu was die einzelnen Verkündiger und auch der Studienleiter in die Artikel noch hineininterpretieren. Zum Schluss eines Wachturmstudiums ,kann es dann passieren das man vor lauter interpretationen den Hauptfaden dann verloren hat. Dazu kommt dann noch was ansonsten für Scheißhausparolen offeriert werden. Bestes Beispiel das berühmte Harmagedonjahr 1975. In der Oktoberausgabe des… Weiterlesen »

Anna

Liebe Schwestern und Brüder, BI vielen Dank für die Übersetzung und auch dem Autor Danke für die Schilderung seiner Gefühle. Vieles kann ich nachvollziehen. Die beiden Ereignisse aus dem Leben von Jesus haben mich sehr berührt. So habe ich das noch nicht gesehen. Also zum einen „das auf dem Wasser wandeln“ und dann noch „die Verfluchung des Olivenbaumes“. Hier hat Jesus seinen Jüngern demonstriert dass der Glaube Berge versetzen kann, obwohl er das sicher nicht wörtlich meinte. Schutz in einer Organisation, hier die Veranschaulichung Rettungsboot, benötigen wir wirklich nicht. Ich erinnere mich auch an Bilder in den Publikationen mit einem… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, da ich keinen anderen Platz finden konnte, um das hier zu posten, muß es hier mit rein: Ist es nur mir so ergangen, oder haben andere ebenfalls Schluckauf bekommen angesichts dieser Fußnote auf S. 19 des derzeitigen “Studien”-Wachtturms vom 15.7.2015: “Die Gesalbten, die noch auf der Erde leben, kommen nicht mit ihrem menschlichen Körper in den Himmel (1. Kor. 15:48, 49). Wahrscheinlich werden ihre Körper wie im Fall Jesu verschwinden.” Aaah ja und OK. Hierzu kann ich nur sagen: “Süßer Größenwahn läßt grüßen wenn LK träumen meint zu müssen.” Die letzten Schranken sind gefallen. Diese Leutchen stellen sich… Weiterlesen »

Freigeist

Lieber Janus,

als Zeitzeuge, der 1975 im zarten Alter von 21 Jahren verbringen durfte, möchte ich folgendes zum Besten geben:
Meine damalige Schwiegermutter war Hardliner durch und durch. Als meine erste Frau dann 1976 schwanger wurde , bekamen wir Beide von ihr einen richtigen Anschiss-wie könnt ihr jetzt noch ein Kind machen, da doch die Zeit der Grossen Drangsal bevorsteht.
Spricht man die heutigen Zeugen auf die Geschehnisse um 1975 herum an, erntet man Ratlosigkeit. So geschehen vor ein paar Monaten an meiner Tür, als sie unser Bergdorf heimsuchten.

Tomaso

Hallo Zusammen,

ein Video, welches mich sehr bewegt hat und zum Nachdenken gebracht hat.
https://www.youtube.com/watch?v=mS72_QFhIYE

Jesus ist der einzige WEG!

LG Tomaso

Klaus Karl

Hallo Sonnenblume,
mal eine Frage,wie macht ihr das wenn in der Überschrift steht z.B. Klaus@Sonnenblume?
Vielen Dank im voraus.
LG
Klaus

O.W.Schade@Philippidottir

GÖTZENLÄSTERUNG STATT GOTTESLÄSTERUNG! Hallo Philippidottir! Auch Deine Wort-Akrobatik hat es in sich! Ist es Gotteslästerung, wenn wir negativ über JW.ORG schreiben oder ist es vielleicht eher Götzen-Lästerung und von Gott sogar gewünscht? Wie so oft, hält das Einsichtenbuch ( it 1/Seite 995) eine interessante Antwort parat: “Ein Götze ist ein Bild oder eine Darstellung von etwas, ein Symbol, das ein Gegenstand leidenschaftlicher Verehrung ist und entweder tatsächlich oder nur in der Vorstellung existiert. Götzendienst ist, allgemein gesagt, die einem Götzen erwiesene Ehrfurcht, Liebe, Anbetung oder Verehrung. Er wird gewöhnlich in Verbindung mit einer wirklichen oder angeblichen höheren Macht ausgeübt, die… Weiterlesen »

Lili@ Manuel

Ja ! Manuel
Ich kann Dir nur zustimmen , auch ich empfinde es so ,das uns aufrichtige Liebe zu Jehova und Jesus, den Mut zu offenem geistigem Austausch bewegen möge .
Auch ich möchte mich mit Menschen treffen – ohne Argwohn sondern zur tatsächlichen Auferbauung . Ich habe dieses Gefühl in der Versammlung leider nicht .
In Schwesterlicher Liebe. Lili

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