Wer in der Liebe bleibt

Autorin: Kerstin

In Gott .001

In meinem Leben bin ich immer wieder von bestimmten Versen der Bibel aufs innigste berührt worden. Wo und wann immer ich auf sie gestoßen bin, mußte ich innehalten, weil sie eine so tiefe Botschaft haben und so voller Kraft und Wahrheit sind, auch wenn ich das Ausmaß ihrer Bedeutung damals nur intuitiv erfasst habe.

Zu diesen Schriftstellen gehört besonders eine, die den Kern unserer christlichen Identität besonders gut beschreibt: Johannes 4:16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

Wenn wir diese besonderen Aussagen auf uns wirken lassen und in uns hineinspüren, erschließt sich eine ganz besondere Verbindung, ein Beziehungskonstrukt, das so einzigartig ist und sich mit nichts vergleichen lässt. Es zeichnet einen Aufenthaltsort, eine Geisteshaltung, die uns die größtmögliche Nähe zu Gott verspricht.  In meiner Zeugenzeit, zu Anfang des Bibelstudiums, erstmalig konfrontiert mit der NWÜ, starrte ich auf besagte Textstelle und fühlte nichts. Ich erkannte sie nicht wieder ― sie war entstellt und des eigentliches Sinnes beraubt und ich spürte erstmalig ein dumpfes Gefühl der Ernüchterung.

Die großartige Botschaft von 1 Johannes 4:16 erfährt hier eine Translation und Transformation, die sie aus dem Kern ihrer Tiefe hinaus in eine Zone der Oberflächlichkeit und Nüchternheit katapultiert. In der NWÜ steht tatsächlich: 16 Und wir selbst haben die Liebe, die Gott in unserem Fall hat, kennengelernt und [an sie] geglaubt. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gemeinschaft mit Gott, und Gott bleibt in Gemeinschaft mit ihm. 

Wenn ich in Gemeinschaft mit jemandem bin, bin ich ihm im günstigsten Fall zugeneigt und fühle mich verbunden. Ich halte mich gerne in seiner Nähe auf. Ich habe vielleicht sogar eine Freundschaft mit ihm. In Gemeinschaft mit jemandem sein, bleibt aber auf eine Äußerlichkeit beschränkt, die vielleicht schöne Gefühle aufkommen läßt und nach sich zieht, aber es bleibt eine Verbundenheit, die sich auf ein Miteinander und Nebeneinander beschränkt.

Der Begriff „in Gott sein“ beschreibt jedoch eine Verbindung, in der ich mich in dieser Person, in seiner Energie, in seinem Wirkungsbereich aufhalte und zeichnet eine Nähe aus, die nur mit dem nachfolgenden Vers übertroffen werden kann: „und Gott in ihm“.

Hier wird unsere Vorstellungskraft schon sehr auf die Probe gestellt, aber vor meinem geistigen Auge entsteht ein schönes Bild völliger inniger Durchdrungenheit. Näher und verbundener geht es schon gar nicht. Ich trete in ihn ein und er erfüllt mein Sein mit sich selbst. Wo sonst könnte man sich aufgehobener fühlen?

Wir werden von Gott eingeladen, in einen Bereich zu treten, der von ihm geschaffen und erfüllt ist und damit nicht genug: indem ich mich hier, in der Liebe bewege, erfahre ich obendrein das Glück, daß er sich auch noch in mir aufhält! Diese berührende Aussage finden wir noch öfter in ähnlicher Form vor: „An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.  Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.“ Johannes 14:20,21

Und sie erfährt gleichsam Beschneidung in der NWÜ: „20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21  Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.

Die meisten Textstellen wurden in dieser Hinsicht geändert, deswegen möchte ich mich gar nicht so lange an dieser traurigen Tatsache aufhalten.

Wenden wir uns lieber wieder der unentstellten Botschaft zu und lassen uns von ihrem reichen Inhalt beschenken und inspirieren: „Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 10  Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden. 11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben. 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.   Johannes 4: 9–12

Durch die Gnade des Vaters, dass er seinen Sohn in die Welt geschickt hat und dieser einziggeborene Sohn des himmlischen Vaters, sich in eine Existenz herabwürdigte, in der er sich für unsere Sündhaftigkeit dahingab und uns so unsere Erlösung bewirkte, erstreckt sich das ganze Ausmaß der Liebe zu seinen Geschöpfen. Dadurch, daß wir seine Gebote halten möchten, verpflichten wir uns ihm gegenüber zur Liebe, die sich auf ihn, unsere Mitmenschen und uns selbst bezieht.

Gott ist durch das Opfer seines Sohnes in eine Art Vorleistung getreten. Er hat uns das Ausmaß seiner Liebe gezeigt. Jetzt liegt es an uns, diesen Akt zu würdigen und er verlangt keine Opfergaben, keine Werksgeschäftigkeit, stellt uns unter keinen Zwang, sondern er bittet uns, innezuhalten, immer wieder unsere Haltung zu unseren Mitgeschwistern und allen Menschen und seiner gesamten Schöpfung, zu überprüfen und sie gegebenenfalls zu korrigieren.

„ Lasst uns deshalb fest zur Wahrheit und zur Liebe stehen und in jeder Hinsicht zu Christus, unserem Haupt, hinwachsen. 16 Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und durch verbindende Glieder zusammengehalten. Das geschieht in der Kraft, die jedem der einzelnen Teile zugemessen ist. So bewirkt Christus das Wachstum seines Leibes: Er baut sich auf durch Liebe.  Epheser 4:15,16

Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, 2  so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, 3  nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; 4  ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen!   Philipper 2:1–4

Die zwei wichtigsten Gebote

Das erfordert eine Schulung des eigenen Bewußtseins, eine Beschäftigung mit Gottes Wort und eine Honoration der zwei Gebote, an denen das ganze Gesetz und die Propheten hängen:

„Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach: 36  Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz? 37  Er aber sprach zu ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.‘ 38  Dies ist das größte und erste Gebot. 39  Das zweite aber ist ihm gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40  An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“  Matthäus 22:35–40

Strenggenommen sind in diese zwei Gebote drei Parteien involviert: „Gott, mein Nächster und ich selbst“. Wann aber ist es mir möglich, Gott so allumfassend zu lieben, wie er es gebietet? Wann ist es mir möglich, meinen Nächsten zu lieben? Und dann auch noch so, wie mich selbst. Was bedeutet das Gebot zur „Liebe“ überhaupt? Wie ist es zu schaffen, dass das Gebot nicht ein bloßes Bekenntnis bleibt und sich schlicht darin auszeichnet, dass ich schlechte Taten unterlasse oder mir durch bestimmte Tätigkeiten das ewige Leben „verdienen“ will?

Paulus wußte genau, wovon er sprach: „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 2  Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3  Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. 4  Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5  sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, 6  sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7  sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8  Die Liebe vergeht niemals;“  Korinther 13:1–8

Liebe ist der Prüfstein meines Tuns, hieran kann ich meine Beweggründe überprüfen. Hierin kann ich wachsen und dem Christus ähnlich werden.  „ Er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; 17  dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid, 18  damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19  und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes.   Epheser 3:16–19

 Die Erkenntnis übersteigende Liebe zu erfassen, ist ein Prozess, der den ganzen Menschen in seiner vollen Bandbreite ergreift. Es ist ein ergreifendes Ereignis, das imstande ist, die Persönlichkeit eines Menschen in seinem tiefsten Inneren zu berühren, verschüttete Schätze freizulegen, ihn zu Gott zu führen und sich von ihm erfüllen zu lassen. Dann ist Gott in uns.

Betrachte ich meine Mitgeschöpfe mit den Augen der Liebe, so wie Christus es tat, handle ich uneigennützig und wachse in ihn hinein. Wir alle sind geprägt mit Vorurteilen, voll von scheinbaren Überzeugungen und beurteilen den ganzen Tag mehr oder weniger bewußt, alles, was uns begegnet. Das haben wir gelernt und es verschafft uns Sicherheit. Zu leicht vergessen wir über unseren stressvollen Alltag unsere Geisteshaltung zu überprüfen. Wir handeln automatisiert und so manche Gelegenheit zur Liebe meinem Nächsten gegenüber und auch zu mir geht dabei unter.

Wer in der Liebe bleibt… was aber bedeutet: “in der Liebe bleiben?” Denn dies ist ja der Ausgangspunkt, um überhaupt erst in diese wertvolle Beziehung zu Gott treten zu dürfen.

Selbstliebe

Liebe stellt immer den Bezug zu etwas, oder jemandem her. Sie braucht ein Gegenüber. Durch Liebe trete ich in eine Beziehung, in eine Interaktion. Sie speist sich aus Gefühl. Liebe wird immer von Emotion getragen. Sie ist nicht nur eine bloße Pflichterfüllung, eine Unterlassung von Sünden, eine formales Prozedere. Gute Taten, ausgeführt, aufgrund von Belehrung rechten Tuns und im Sinne der Gerechtigkeit, sind lobenswert und haben ihre Berechtigung als Basis, Ausgangsebene für Weiteres. Aber darüber hinaus, ist es wichtig in emotionaler Hinsicht zu wachsen, sich selber anzunehmen und mit der Liebe genau hier zu beginnen. Wahre Liebe auch sich selbst gegenüber hat nichts mit Egoismus zu tun. Die meisten gläubigen Menschen sind meilenweit vom Egoismus entfernt, ihnen ist die Selbstliebe aufgrund ihres persönlichen Werdegangs, Kindheit, gesellschaftlicher und falscher religiöser Prägung eher fremd. Sie neigen zu einer Selbstaufopferung, die gerne forciert wird durch Lehren von Kirchen und Glaubensgemeinschaften, die daraus ihren Nutzen ziehen. Psychotherapiepraxen und Stationen sind voll von Existenzen, die wahre Selbstliebe nie gelernt haben.

Und doch fordert uns das zweite, dem ersten gleichwertige Gebot dazu auf. Was für ein Dilemma. Kann ich nicht dann erst wirklich lieben, meinen Schöpfer, meinen Nächsten, wenn ich diese Liebe auch zu mir spüre? Wir verspüren Respekt und Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung und sind verzweifelt und empört über Vergiftung, Ausbeutung und Missbrauch unseres Planeten und seiner Lebewesen. Aber sind wir nicht auch genau ein Teil davon? Sind wir nicht auch ein kleiner Mikrokosmos, der diese Beachtung und Liebe verdient? Versündige ich mich nicht auch an Gottes Schöpfung, wenn ich diesen kleinen Teil, der ich bin, als Teil des Ganzen missachte! Die Liebe beginnt genau hier. Was nutzt es meinem Nächsten, wenn ich mich zerfleische, mir nicht verzeihen kann, mich anklage und verachte? Wenn ich in diesen Gefühlen zuhause bin, wie kann ich da in die Liebe Gottes kommen? Wer jemals geliebt hat, weiß um dieses wunderbare Gefühl, das fähig ist, uns durch die tiefsten Täler zu tragen, ungeahnte Kräfte zu entfesseln, Ängste zu beseitigen. Und das ist nur der winzige Teil, den wir als kleiner Mensch, als Bruchteil des Abglanzes verspüren dürfen. Eine Mutter mit einem hungernden Baby, fühlt die Liebe einer anderen Mutter, die in Not ist und wird ihr ohne Zögern helfen. Wir empfinden Mitgefühl, wenn wir Ungerechtigkeit und Schmerz zusehen müssen. Wir sind fühlende Wesen, die Liebe ist das verbindende Element, wenn wir sie schon fühlen zu unseren Mitmenschen, Mitgeschöpfen, wie sehr muss sie dann erst der Urheber dieser Liebe, unser himmlischer Vater für uns empfinden, wenn er uns nach seinem Bild geschaffen hat.

Kann ich ihn nicht erst dann aufrichtig lieben, wenn ich mich auch selbst lieben kann?

Muss ich nicht mit mir beginnen, damit ich sie von Herzen fühlen und verschenken kann?

Stellt diese Gesamtkonstellation nicht gleichzeitig ein in sich geschlossenes System dar, das sich gegenseitig trägt und mich in der Liebe bleiben lässt? Immer wieder erhalten wir die Zusage des Christus, dass er und der Vater Wohnung bei uns nehmen wollen: „  Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Johannes 14:23

In welches Haus werden sie wohl eintreten? Welche geistige Stätte finden sie bei uns vor? Sind wir nicht geradezu verpflichtet, sie voller Liebe willkommen zu heißen? Ihnen einen Raum zu bereiten, der einladend voller Liebe strahlt?

Das Leben birgt soviel Probleme, die uns immer wieder in tiefste Verzweiflung und Traurigkeit stürzen können. Es ist nicht möglich, ständig diese Liebe in jedem Augenblick fühlen zu können. Wir sind so oft abgelenkt und jeder kämpft seinen eigenen Kampf, innerlich, wie äußerlich. Viel zu wenig begeben wir uns in die sichere Obhut unseres Vater, der mit uns über seinen Geist verbunden und uns liebevoll führen möchte, wenn wir ihm vertrauen. Gerade deshalb sind diese kostbaren Momente des Gebetes, in denen wir uns dem Vater und Christus so nahe fühlen dürfen, so wichtig.

Hier knüpfen wir immer wieder an einem Band, das uns in der Liebe bleiben lässt.

 Dies ist ein Appell an unserer Herz…

an den Teil in uns, der uns zum christlichen Menschen macht und der so oft vergessen, oder sogar angezweifelt wird. Wie oft habe ich in Vorträgen und Publikationen die Warnung gehört und gelesen: „Das Herz ist verräterisch!“ Dieser Vers 9 aus Jeremia 17 wird gerne verwendet, um Unsicherheit zu erzeugen, eigene Überlegungen und Erkenntnisse zu entkräften und Gott gegenüber Gehorsam zu fordern ― respektive: der Organisation und ihren Anweisungen zu folgen.

Unser Glaube, der uns stärken und tragen soll, wird zu einer bloßen Verstandesreligion degradiert. Er wird gefüttert mit Geschichten, Daten und Ermahnungen, welchen Vorbildern wir nacheifern sollten. Es wird zur Liebe ermahnt und gedrängt. Und wir folgen ― Beispielen, penibel erklärt und zum nachahmen empfohlen. Dadurch werden schon unsere Emotionen reglementiert, es wird erklärt, wie und wer bitte schön zu lieben ist. Wer es wert ist und wer nicht. Das führt zu emotionaler Entmündigung.

Ist es nicht besser, sich von der reinen Quelle ― Gottes Wort ― berühren zu lassen? Diese Schriften sind auch für uns geschrieben und bewahrt worden, damit jeder der sich angesprochen fühlt, diese kostbaren Worte tief in sein Herz sinken lässt, und erkennt, dass er auch ein Kind Gottes ist. Die Liebe ist kein abstraktes Wort und Gebilde, dass des Gefühles entbehrt und sich aus einer bloßen Gefolgsamkeit speist. Die Liebe ist eine Energie, die so machtvoll ist, dass sie Berge zu versetzen vermag und wer jemals, in welcher Form auch immer, geliebt hat, weiß um die Kraft und die Bedeutung.

Eine Hommage an das Gefühl

Dies ist auch eine Ermutigung zur Sensibilität. Lassen wir uns berühren, von den Worten, vom Leid und Glück unserer Mitmenschen, von guten Büchern und Filmen, von Musik und Kunst. Treten wir im Alltag trotz aller Hektik nur kurz für einen kleinen Moment zurück und halten inne und lassen diese kleinen kostbaren Momente bewußt in unser Herz und unseren Sinn. Beginnen wir den Grundstein für die größte Liebe unseres Lebens ― zum Vater und zu Christus ― bei uns zu legen. Bitten wir um Führung, dass er uns diese Liebe auch zu uns ermöglicht, damit daraus wahre Liebe zum Nächsten hervorgehen kann. Folgen wir den zwei wichtigsten Geboten des Universums und bleiben in Gottes Liebe.

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ManfredF

Lieber Bruder danke für diesen Artikel. Eines der wichtigsten Aussagen darin ist: Wie kann ich Gott oder meinen Nächsten lieben wenn ich mich selbst nicht einmal lieben kann? Ich habe so viele Menschen getroffen, die so verbittert waren, die sich selbst nicht leiden konnten, nicht lieben konnten weil ihnen immer und immer wieder eingeredet wurde du bist nicht gut genug. Du bist ein böses Kind, weil du sündigst. Du bist ein schlechter Mensch weil du sündigst oder du bist kein treuer Diener Gottes weil du zu wenig tust um Gott zu gefallen. Kinder lernen bereits sich zu hassen weil Eltern… Weiterlesen »

Einhandsegler

Die Liebe als unwiderstehliche Kraft.
Danke, Kerstin für dieses betörend schön beschriebene Universum der Liebe.
Einhandsegler

Petrus111

Hallo Bruder, Hallo Bruderinfo, Hallo Kerstin, schön, dass hier auch mal eine Frau schreibt… Der Artikel ist wunderbar! Liebe zu “erklären” ist ziemlich schwierig – JZ können das natürlich – indem sie die 4 Arten der Liebe definieren – zuerst die “grundsatztreue Liebe”, die eben keine Liebe ist, sondern das Handeln nach Grundsätzen (was für sich genommen nichts verkehrtes ist). Folgen JZ dem Gebot der Liebe? Wer alle außer den eigenen Glaubensbrüdern als “Weltmenschen” und als “Ungläubige” bezeichnet, der kann wohl nicht behaupten, seinen Nächsten zu lieben. JZ sind auch nicht in der Lage, eine gesunde Eigenliebe zu entwickeln –… Weiterlesen »

Lili

Lili@ Kerstin
Liebste Kerstin , so zu Herzen gehend hast Du beschrieben ,was es bedeutet
– in Gott sein zu dürfen und er in uns –
Ja es ist ein großes Geschenk der innigen Durchdrungenheit ,ich empfinde es
genau so ,wie Du es umschrieben hast .
In manchen meiner Gebete durchströmt mich dieses Gefühl , in Gott sein zu
dürfen so sehr , daß Worte garnicht nötig / möglich sind , sondern die Dichte Herzens – Dankbarkeit einfach nur fließt.
Lass Dich für all die schönen und klaren Gedanken Deine’s Artikel’s
liebevoll umarmen .
Deine Lili

Matthäus @ Kerstin

Liebe Kerstin, deine Worte sind tiefsinnig und einfach schön, ich bedanke mich dafür. Vielleicht kann eine Frau mit ihren Gefühlen dies auch viel besser zum Ausdruck bringen. Zu deinem Gedanken der Selbstliebe passt sehr gut ein Ausspruch von Mahatma Gandhi: “Du und ich – wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen.” Würden viele ZJ und allem voran die “belehrende LK” diese einfache Wahrheit verstehen würden sie NIEMALS zu einer Belehrung von Millionen mit Ausgrenzung ja leider auch Hass Zuflucht nehmen. Jesus lehrte uns sicher nicht umsonst auch die Feindesliebe und wir sollten da nicht einmal… Weiterlesen »

Tilo

Tilo an Kerstin: Liebe Kerstin! Ich möchte mich für deine guten Gedanken bedanken. (Denken und Danken sind verwandt.) Ich möchte dich zitieren: “Stellt diese Gesamtkonstellation nicht gleichzeitig ein in sich geschlossenes System dar, das sich gegenseitig trägt und mich in der Liebe bleiben lässt?” Genauso empfinde ich immer deutlicher! Wir sind mit allem und allen verbunden! Dieser Gedanke ist momentan noch zu groß für mich. Aber ich denke darüber nach. Auf jeden Fall ist diese Einsicht großartig und überwältigend! Die ganze menschliche Wichtigtuerei hat auf einmal ein Ende, wenn man an diese Stelle kommt. Und dann denke ich, dass schon… Weiterlesen »

M.N.

Liebe Mitgenossen, dieses “in Gemeinschaft mit Gott/mit Christus sein” ist ein typisches Beispiel für die von der JW.Org vorgenommene “Verbürokratisierung” der Bibel durch unnötiges oder sogar irreführendes Hinzufügen von “umschreibenden” Zusatzwörtern und-Wendungen, die den ursprünglichen Text zusatzbefrachten und vom Kern der Aussage ablenken. Man könnte das auch “JW.Org-Schwulststil” oder “Selters-Amtstdeutsch” nennen. Man erinnere sich hier an “Erkenntnis in sich aufnehmen” anstatt “erkennen”, oder auch “inspirierte Äußerungen” anstatt “Geister” etc. “…bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm” übersetzt “en tōi theōi ménei kaì ho theòs en autōi ménei”. Wörtlich “in dem Gott bleibt und der Gott in ihm bleibt”. “ménei”… Weiterlesen »

Rita

Liebe Geschwister halten durch, die Freiheit in Jesus Hand ist köstlich. Jesus ist unser Retter.

Kornblume

Liebe Kerstin,
Danke für deinen Beitrag, hat mich tief berührt. Fühle dich ganz fest gedrückt.

Schneeflocke

Hallo BI, ein sehr schöner Artikel. Ich musste leider feststellen, dass mir “in der Wahrheit” die echte christliche Liebe genommen wurde. Am schlimmste war es als mir vor circa einem Jahre ein Ältester ins Gewissen redete und mich ernsthaft ermahnte keinen Kontakt zu meinen eigenen Kindern zu haben, um sie zu “Jehova” (zur Organisation) zurückzuholen. Ich fühlte mich total schlecht, gezwungen statt in christlicher Freiheit lebend. Dieses Verhalten macht einfach nur krank! Was soll dieses manipulative Bindungsstrategien mit echter christlicher Liebe zu tun haben? Wie ist das mit Jesus Worten der Liebe zu vereinbaren? NICHTS. Ich kann allen, die sich… Weiterlesen »

Omma@Kerstin

Liebe Kerstin,

ein wunderbarer Artikel!!!

Da ich nicht schlafen konnte, suchte ich nach etwas Schönem, etwas Ermunterung, denn zur Zeit werden wir überhäuft von Arbeit. Deine lieben Worte haben mir sehr viel gegeben, DANKE!

Nun habe ich schöne Gedanken, und kann hoffentlich, mit diesen im Herzen, noch ein wenig schlafen.

Noch einmal ganz lieben Dank, liebe Kerstin, für deinen wunderbaren Artikel!!!

Es grüßt dich ganz lieb Deine Schwester Omma

Mowani

Liebe Kerstin
Ich begrüsse es sehr, dass auch mal Schwestern hier schreiben. Das Thema ist so wichtig. Liebe, das Zentralmotiv für Christen. Dein Artikel ist eine Labsal.
Vielen Dank
Mowani

Michael Aulbach

Hallo Alveradis.
Deine Gefühle sind mir sehr vertraut,auch die Geschichte mit dem Holzweg.
Möge uns die Wahrheit frei machen!
Liebe Grüße Michael

Enidan

@all

Einen schönen Abend,

Also ihr könnt sagen was ihr wollt, aber diese Wort und Gedankemgewaltige Poesie sowohl im Artikel als auch in den Kommentaren, machen mich doch etwas neidisch.
Ich weiß keine gute Eigenschaft, aber es sei mir einmal erlaubt,da ich denke das es nur ein Ausrutscher ist 😉
Vielen Dank für diese wirklich gelungene zu Herzen gehenden Gedanken sowie Kommentare.

LG Enidan

nada

Liebe bedeutet, eine Seele einzuladen, sich zu setzen, sich auszuruhen von der Mühsal des Lebens. Es bedeutet, diese Seele ernst zu nehmen, zu hören und mit zu empfinden, was sie quält. Es bedeutet, sie zu umarmen und zu zeigen, du bist nicht allein, du bedeutest mir etwas, ich stehe dir bei. Liebe bewirkt, dass diese Seele spürt, dass sie kostbar ist.. Liebe sorgt für Seelen, für jede Seele, auch für die eigene..

Nachdenker

Hallo Alveradis,
wie Julia Todt schon angeführt hat hat uns die WTG in jeglicher Hinsich in Fesseln gelegt und uns aller Freude und Freiheit beraubt. Das allerdings kann man nur feststellen wenn man diese Fesseln sprengt und sich frei macht.
Du bist auf dem richtigen Weg. Mach dich frei, auch wenn es in vielerlei Hinsicht schmerzlich wird, es lohnt sich, denn es gibt ein Leben nach der WTG und zwar ein super schönes, selbstbestimmtes und freies Leben ganz im Sinne unseres Schöpfers.
Bleib stark und bleib bei uns.
Grüsse
Nachdenker

Michael Aulbach

Hallo Alveradis
Ich denke die Aufforderung das Abendmahl zu verrichten ging an die noch verbleibenden Apostel,die eine besondere Stellung im Himmel haben.
Nehme gerne Kritik entgegen.
LG Michael

Vivildropine

Vielen Dank für diesen ganz wunderbaren Artikel. Ja, bei den Zeugen wird die Liebe unterminiert. Seitdem ich keine Zeugin mehr bin und mich mit diesem Thema der Liebe beschäftige, weiß ich erst was unser Vater meint. Danke auch für den Vergleich der Bibelübersetzungen .

turtle

Neues Licht?

“Wie kannst Du zeigen, dass du andere mehr liebst als dich?”

jworg Kindercomic: “Adam und Eva denken nur an sich”, Was sagt diese Geschichte dir und mir heute?”

Die angegebenen Bibelstellen passen nicht (Philipper 2:4 und 1. Joh. 5:3). Wo steht in der Bibel, dass wir andere mehr lieben sollen als uns selbst? Was hat das für Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von Kindern? Wen meinen sie mit, “was sagt diese Geschichte …..und m i r heute?”?
Auch eine Form des Kindesmissbrauchs.

Ordnungszahl 83 (kristallin)

Ein sehr feiner, filigran formulierter Artikel, großes Lob an die Autorin. Meine Gedanken dazu: Gott ist unendlich. Gott ist Licht. Licht ist auch unendlich. Gott ist Liebe. Somit wäre die Liebe Gottes wohl auch unermesslich. Also “SO SEHR hat Gott die Welt geliebt…” usw. Der Sollwert der Liebe ist ein agierender Aggregatszustand: Liebe um der Liebe willen. Kein reagierender Zustand, kein Tauschmittel, wie: Liebe um der Leistung willen – das ist dann nämlich die Liebe der Welt. Da wird man mit Liebe belohnt, oder besser gesagt besoldet, aufwandsentschädigt. Solch eine Liebe ist käuflich. “Lieb’ die Welt, dann liebt sie dich.… Weiterlesen »

Peter

Herzlichen dank Kerstin ist mir eine echte hilfe der artikel danke noch Mal

Ulla

Liebe Kerstin, wie schön, dass jemand auf deine so sensible und herzliche Arbeit reagiert hat. So kam ich dazu, deinen Worten nachzuspüren. Besser kann man gar nicht in den Tag starten! Hab gaaanz vieelen Dank für deine Worte! Ja, Achtsamkeit und Innehalten, das geht im Alltag oft verloren. Als hochsensibler Mensch hat man es wiederum oft schwer in dieser Welt, weil man oft MEHR und INTENSIVER auf alles um einen herum reagiert: Bei den Worten Jesu “Kindlein, habt ihr nichts zu essen?” (Joh. 21:4) dahinzuschmelzen, sich über Muster, Melodien, Blicke von Kindern und Tieren oder auch nur über Punkte auf… Weiterlesen »

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