Um wen geht es am wichtigsten Tag des Jahres?  

Am Tag des Gedenkens an den Opfertod des Sohnes Gottes, kann es ausschließlich nur um Jesus und seinen Vater, der ihn auf die Erde sandte, gehen. Doch ist dies beim Gedächtnismahl, wie es Jehovas Zeugen begehen, der Fall?

Schon im frühen Kindesalter bemerkte ich, dass das Gedächtnismahl etwas besonderes war. Sowohl die Stimmung, als auch die Kleidung war feierlich. Doch irgendetwas fehlte, vielleicht lag es an den nahezu identischen Wiederholungen der Aussagen des Vorjahres. Ich scheute mich auch etwas, dem Aufruf zu folgen, Interessierte einzuladen, tat es aber trotzdem.

Nicht lange nachdem ich zum Ältesten ernannt wurde, durfte ich meine erste Gedächtnismahl-Ansprache halten. Zum ersten Mal las ich die Disposition, wie sie von der WTG zur Verfügung gestellt wird. Wie üblich wird genauestens festgelegt, was man in welcher Zeit und Abfolge erwähnen soll. Als ich zum zweiten Mal diese Ansprache halten durfte, hatte ich meine Herangehensweise beim Ausarbeiten von Vorträgen komplett geändert. Anstatt alle in der Dispo erwähnten WT Quellen aufzutürmen, dachte ich erst einmal eine Woche über das jeweilige Thema nach. Genauso verfuhr ich mit den Bibeltexten. Quellenverweise und Schlagsätze las ich erst später, diese passten leider selten.

Ebenso ging ich bei der zweiten Ausarbeitung meiner Gedächtnismahl-Ansprache vor und erst dadurch fiel mir deutlich auf, dass es in der gesamten Vorgabe kaum um das Opfer Jesu geht. Erscheint dir diese Behauptung abwegig? Ich belege das gerne.

In den ersten 30 Minuten geht es unter anderem um die Besucherzahlen des letzten Jahres. Um die Anzahl derer die von den Symbolen genommen haben, und das selbst in Gefängnissen Gedächtnismahl gefeiert wird. Es wird erklärt was der neue Bund bedeuten soll, weshalb fast keiner von den Symbolen nehmen sollte. Nachdem die entsprechenden Bibeltexte gelesen wurden folgte der Satz: Und nun kommen wir zur eigentlichen Feier: Es werden einige Verse zum letzten Passah Jesu über Brot und Wein gelesen, jeweils ein Gebet gesprochen und die Symbole durch die Reihen gereicht.

Das nimmt natürlich einige Zeit in Anspruch und wenn der Redner schweigt, entsteht nicht selten eine etwas unangenehme Stille. In den ganzen Jahren habe ich kaum jemand beobachten können, der die Zeit der peinlichen Stille nutzte, um in sich zu gehen. In den Schlussworten geht es dann primär darum, die Besucher anzuregen, ein Bibelstudium mit einem ZJ zu beginnen, sowie weitere Zusammenkünfte zu besuchen, gefolgt von einer offiziellen Bekanntmachung.

Nach Beendigung der Feier geht es oftmals um die Frage, ob die Anwesendenzahl höher war, als im Vorjahr. Kommt dir diese gedankliche Abfolge bekannt vor? Warum geht es eigentlich nicht, den gesamten Vortrag um das Hauptthema: Dem größten Liebesbeweis der menschlichen Geschichte? Bestenfalls kommt dieser Satz als Behauptung vor, gefolgt von einer faktischen Erklärung. Die Dispositionen der vergangenen Jahre sahen dafür keinen weiteren Platz vor.

Die Vorgabe enthielt folgendes Schema:

Einleitung 3 Minuten

Warum wir des Todes Jesu Gedenken: 5 Minuten

Wann das GM gefeiert werden sollte: 3 Minuten

Was die Symbole darstellen: 5 Minuten

Wer von den Symbolen nimmt: 13 Minuten!

Die eigentliche Feier mit Gebet und Bibelbericht zu Brot und Wein: 12 Minuten

Schlussworte: 4 Minuten

Achte doch bitte beim nächsten GM darauf, ob das Opfer Jesu und seines Vaters im Mittelpunkt steht? Oder aber, ob die Lehren der WTG den Großteil der Zeit beanspruchen? Vielleicht ist das der Grund, weshalb am Ende kaum einer nachdenklich ist und auch keine Gespräche über das großartige Opfer Jesu, geführt werden.

Eine zentrale Lehre der WTG

Ich denke da z.B. an die Erklärung von Johannes 10:16: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind. Auch diese muss ich bringen und sie werden auf meine Stimme hören und sie alle werden eine Herde unter einem Hirten“. Wir bekommen gelehrt, das seien die anderen Schafe in der Zeit des Endes. Da sie nicht in den neuen Bund aufgenommen sind, nehmen sie nicht von den Symbolen. Doch zu wem und wann sagte Jesus das? Zu seinen Jüngern, die geborene Juden waren. Zu seinen Lebzeiten predigte er Israeliten, das nur er, die Tür für die Schafe ist und nur durch ihn Rettung zu finden ist (Johannes 10:7-9). Im Vers 11 kündigt er seinen jüdischen Nachfolgern an: „Ich bin der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe gibt“. Erst danach spricht er über andere Schafe, die nicht aus dieser (jüdischen) Hürde sind. Welche Schafe meinte er damit? Etwa Jehovas Zeugen, die sich nach 1935 taufen liessen?

Oder liegt es nicht geradezu auf der Hand, das er damit den zweiten und dritten Schlüssels ankündigte, die erst nach seinem irdischem Leben benutzt wurden? Nichtjüdische Proselyten und Heiden wurden in die gleiche! Herde aufgenommen, wie die Judenchristen. Sie waren nicht aus dieser Hürde, da sie keine Juden von Geburt an waren, bildeten jedoch nach der Salbung mit heiligem Geist eine Herde unter einem Hirten.

Im Unterschied dazu lehrt die WTG, dass die anderen Schafe Nachfolger Christi sind, die tausende Jahre später leben. Ihnen wird vermittelt, das sie nicht aus der gleichen Hürde sind, weil sie nicht in den Himmel kommen, sondern eine irdische Hoffnung haben. Als  ich diese Erklärung das erste Mal hörte, das die Heidenchristen, die noch fehlenden Schafe aus Johannes 10:16 sein müssen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es ist so offensichtlich und ich habe es nie gemerkt.

Wie auch; jedes Jahr beim GM hörte ich etwas anderes; ich vertraute der geistigen Leitung des Sklaven und der weiß es ja durch den Geist Gottes, sagt er von sich selbst.

Worauf sollte ich mich nun bei der Ausarbeitung der Ansprache konzentrieren?

Mit dem Wissen, das es viel zu wenig um Jesus geht, musste ich mich bei der Ausarbeitung meiner Ansprache entscheiden. Ich verwendete also den ersten Teil der Ansprache darauf, der Vorgabe gerecht zu werden, sie aber so stark einzukürzen, das noch „genügend“ Zeit blieb, um über das Wesentliche des Anlasses zu sprechen. Am liebsten hätte ich die gesamte Zeit darüber gesprochen. Es ist schwer genug, in Worte zu fassen, was Vater und Sohn für uns getan haben. Zudem reichen Worte alleine nicht aus; die Gedanken müssen das Herz erreichen und dafür benötigt man Zeit.

Doch es gibt keinen Automatismus für Dankbarkeit. Wer nicht intensiv nachdenkt, hat keine oder bestenfalls sehr bedingte Wertschätzung. So verhält es sich nun mal zeitgeschichtlich mit dem Opfertod Jesu, da es lange vor unserer Geburt geschah. Als Christ wächst man mit diesem Wissen auf, es erscheint irgendwie selbstverständlich. Und nun, an diesem einen Tag im Jahr ist die besondere Gelegenheit darüber nachzudenken und zu sprechen, Dankbarkeit und Wertschätzung zu entwickeln und zu steigern. Wie könnte man darauf nur verzichten?

Gedanken zu dem größten Liebesbeweis der Menschheitsgeschichte

Es folgt ein Teil der Ansprache in der ich versuche, dieser Herausforderung gerecht zu werden. Ich möchte die Leser aus 2 Gründen daran teilhaben lassen. Erstens ist es unzureichend, nur zu bemängeln, was leider unterlassen wird. Zum zweiten hoffe ich damit die Wertschätzung für diesen Liebesbeweis zu steigern.

„Wir alle haben uns die Zeit genommen über das bedeutendste Ereignis der Menschheitsgeschichte nachzusinnen. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit  ist dies von großem Wert, denn jede Begebenheit; mag sie auch noch so be­deutsam sein, verblasst mit der Zeit oder gerät in Vergessenheit, wenn wir nicht darüber nachdenken würden. Wahrscheinlich ist uns auch bewusst geworden, dass der Opfertod Jesu kein Er­eignis ist, dessen Wirkung nur vor fast 2000 Jahren zu verspüren war, für die damals lebenden Menschen oder seine Jünger.

Dieses Ereignis kann für uns heute den gleichen Nutzen haben, wie damals, als es stattfand. Wie ist das möglich ? Lasst uns gemeinsam Johan­nes 17 : 3 aufschlagen, dort wird uns diese Frage beantwortet.

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Aus diesem Auszug eines Gebetes Jesu, können wir einen wichtigen Schluss ziehen. Ewiges Leben steht Menschen in Aus­sicht, die auf ein enges Verhältnis zu ihrem Schöpfer Jehova wert legen und die Stellung seines Sohnes anerkennen. Wie wir heute schon im sechsten Kapitel des Römerbriefes gelesen haben, ist der Tod eines Menschen, die automatische Folge seiner Sündhaftigkeit. Ein Um­stand aus den sich niemand aus eigener Kraft befreien könnte. Was für ein liebevoller Gott, Jehova doch ist, der dies nicht nur erkannte, son­dern auch noch selbst, für die Lösung die­ses Problems sorgte. Dies war weder für Jesus, der es ertrug noch für seinen Vater, der es mit ansehen musste, ein einfacher Weg.

Damit war die Grundlage für die Vergebung von Sünden, die wir Menschen be­gehen, gelegt. In Römer 6:23 steht, das der Tod die Folge unserer Sündhaftigkeit ist. Das einzige Mittel aus diesem Zustand wieder herauszukommen ist das Lösegeld, das Jesus mit seinem Leben bezahlte. Ohne diese Gabe, die Gott durch Jesus gegeben hat, wäre der Tod unausweichlich.

Doch wie verhält es sich mit jeder Gabe? Es ist ja nicht nur ein selbstloser Geber nötig, sondern auch ein Empfänger, der diese mit Dankbarkeit entgegennimmt. Stell dir doch einmal vor, dir bringt ein Gast einen besonders wertvollen Gegenstand mit, ein handgemaltes Ölbild, eine antike Vase aus China oder eine besonders geschmackvolle Skulptur. Wie zeigt sich nun bei dir als Empfänger deine Wertschätzung? Drückst du nur bei der Übergabe des Geschenks deinen Dank aus?

Wenn du es wirklich schätzt, wirst du überlegen an welchem Platz es besonders zur Geltung kommt, du wählst eine Stelle aus, an der es nicht leicht Schaden nimmt. Du pflegt es, schützt es, siehst es immer mal wieder an, denkst dabei an den großzügigen Geber und erzählst ihm bestimmt auch bei der nächsten Gelegenheit, welchen Ehrenplatz du dafür ausgewählt hast. Du erzählst auch anderen, von diesem großartigem Geschenk; kurz gesagt, du beschäftigst dich fortgesetzt damit.

Doch was für einen Nutzen hätte dieser gleiche schöne Gegenstand, wenn man ihn irgendwo im Keller abstellen, ihn mit der Zeit wohl auch verges­sen würde. Oder man holt das Geschenk nur dann hervor, wenn der Geber uns persönlich besucht. Abgesehen von der mangelnden Wertschätzung, die dieses Verhal­ten ausdrückt, ginge keinerlei Nutzen von der Gabe aus. In ähnlicher Weise verhält es sich mit der Gabe Gottes an die Menschen. Der Opfertod Jesu allein, bringt keine automatische Vergebung der Sünden mit sich. Erst die dankbare Reaktion der Menschen darauf, gibt Jehova Gott die Möglich­keit, den Nutzen des Opfers Jesu auf denjenigen anzuwenden.

Auf welche Weise drückt sich die Wertschätzung eines Menschen aus? Woran kann Jehova unsere Dankbarkeit erkennen?

Wie wir eben in Johannes 17 : 3 gelesen haben, beschäftigen sich solche Men­schen gerne, regelmäßig mit ihrem Schöpfer und seinem Sohn Jesus. Sie verstehen, dass sie sich von der Erbsünde nicht selbst befreien können; umso mehr sind sie bereit ihre Dankbarkeit aktiv zum Ausdruck zu bringen. Sie sehen nicht nur die Gabe allein, sondern vor allem die selbstlose Liebe, die Jehova und Jesus motivierte, diese überhaupt zu geben. Diese Eigenschaften machen sie für uns anziehend, es drängt einen förmlich sie näher kennenzuler­nen.

So wie der besondere Einrichtungsgegenstand uns immer wieder an den Geber erinnert, wird unsere ideelle Beziehung zu Jehova und Jesus gestärkt, indem wir uns mit ihren Gaben, uns Menschen betreffend, befassen. Erst wenn man sich näher mit diesen Geschehnissen beschäftigt, kann man sich dessen bewusst werden. Solch ein verändertes Bewusstsein kann sich irgendwann in unserem Leben einstellen.

Würde zum Beispiel folgende Situation dein Leben verändern? Du bist mit dem Auto auf einer einsamen Straße unterwegs und verlierst die Kontrolle über dein Fahrzeug. Schwerverletzt bist du im Wagen eingeklemmt, es ist dir nicht möglich dich selbst zu befreien. Auf der Rückbank sitzen deine beiden Kinder – sie sind bewusstlos. Zu allem Übel bemerkst du noch einen Brandgeruch. Erst nach einigen langen Minuten, deine Hoffnung auf Rettung schwindet zusehends, siehst du ein Auto auf der Gegenspur fahren. Der Fahrer zögert nicht anzuhalten und befreit dich unter Einsatz seines eigenen Lebens aus deiner aussichtslosen Lage. Da du dich selber nicht bewegen kannst, bittest du ihn inständig auch deine Kinder zu befreien. Was wäre dein Leben wert, wenn sie umkommen? Obwohl die Flammen sich schon ausgebreitet haben, ist dein Retter auch dazu bereit. Er schafft es gerade noch rechtzeitig, auch das Leben deiner Kinder zu retten.

Würde dieses Erlebnis deine Beziehung zu deinem Retter verändern? Oder würdest du weiterleben wie bisher? Auch wenn dir dieser Mensch bisher fremd war, ändert sich dein Verhältnis zu ihm schlagartig. Sobald du wieder aus dem Krankenhaus entlassen bist, wirst du ihn sicher ausfindig machen wollen, um dich bei ihm zu bedanken, ihn und vielleicht sogar seine Familie, kennenlernen wollen. Natürlich kostet das alles etwas Mühe und Zeit, doch es ist dir ein echtes Bedürfnis. Vielleicht entwic­kelt sich darüber hinaus, sogar noch eine anhaltende Freundschaft. Du wirst ihm seine Selbstlosigkeit nie vergelten können, doch das hindert dich nicht; gerade dieser Umstand kann der Schlüssel zu einer ganz besonderen Beziehung sein.

Ähnlich kann sich unser Verhältnis zu unserem Schöpfer und seinem Sohn ge­stalten. Sie sind die einzigen die uns vor dem Tod der Erbsünde bewahren können. Ähnlich wie der Retter aus dem Beispiel tun sie es freiwillig. Sie sind nicht verantwortlich für das entstandene Leid; ebenso wie der rettende Autofahrer von der Gegenspur. Unter Einsatz seines Lebens war Jesus bereit zu sterben, damit wir leben können. Du – ich – dein Kind – dein Ehepartner; jeden den du liebst. Und Jesus ist wirklich gestorben!

Wenn der Mann, der dich und deine Kinder aus dem brennenden Auto gerettet hat, selbst dabei umgekommen wäre, würdest du bei seiner Beerdigung zugegen sein? Bestimmt würden wir das tun; wir zeigen es ja auch heute durch unsere Anwesenheit zum jährlichen Gedenken an den Tod Jesu Christi.“

Erkenntnis ohne Herz ist nicht ausreichend

Wenn ich die Gedanken heute nach vielen Jahren wieder lese, berührt es immer noch mein Herz. Nicht wegen der geschriebenen Worte, sondern weil es mich erahnen lässt, was für eine Liebe Jesus und Jehova zu uns Menschen haben. Und für wen? Für Menschen mit so unfassbar vielen Makeln. Ich kenne meine eigenen Unvollkommenheiten, zumindest derer ich mir bewusst bin und eingestehe.

Diese beiden, sehen alle Menschen mit allem, was sie ausmacht, positiv wie negativ. „Für den guten Menschen zu sterben, wagt es vielleicht jemand noch. Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren“ …und immer noch sind.  (Römer 5: 7,8).

Ich weiß nicht, ob ich diese Dimension jemals verstehen werde, zumindest kann ich es durch nachsinnen versuchen. Dieser Prozess ist für mich der Sinn des Gedenkens an den Tod Jesu. Vor allem am Tag des GM. Ich habe mich an jenem Tag über das hinweggesetzt, was der Sklave vorgibt, aber ich musste es tun. Ich fühlte mich verpflichtet darüber zu sprechen und die Zuhörer hat es erreicht. Die ca. 400 Anwesenden applaudierten, was mich ehrlich gesagt ziemlich irritierte, weil man an dem Tag und Anlass eben nicht applaudiert. Ich möchte betonen, der Applaus hatte auch nichts mit mir zu tun, sondern war die Reaktion auf ein  gestilltes Bedürfnis der Zuhörer. Das Bedürfnis eines jeden Christen, das Opfers Jesu in den Mittelpunkt dieses besonderen Abends zu stellen, darüber zu reden und nachzusinnen. Dafür benötigt man Zeit, Bereitschaft und ein offenes Herz.

Siehst du das auch so? Dann gib acht beim nächsten Gedächtnismahl und sinne darüber nach, was du hörst.

 

[Gesamt:48    Durchschnitt: 5/5]

41
Hinterlasse einen Kommentar

10 Kommentar Themen
31 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
22 Kommentatoren

  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
Daniel

Sorry, bin heut grad nicht in Jerusalem und konnte nicht wissen, dass die Mondsichel heute noch nicht über Jerusalem zu sehen ist. Das ist sie erst nächsten Freitag, am 19. April, und heut ist ja der 14. April und nicht der 14. Nisan. Wie haben Jehovas Zeugen bloß herausgefunden, dass die Mondsichel nächsten Freitag über Jerusalem zu sehen sein wird??? Die haben doch wohl nicht astronomische Berechnungen angestellt? Wo sich doch sowas, und den heutigen jüdischen Kalender laut ihrer Fußnotenbemerkung in diesem Artikel ablehnen: https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/abendmahl/ “Im heutigen jüdischen Kalender richtet sich der Beginn des Monats Nisan nach den astronomischen Berechnungen… Weiterlesen »

Wildblume

Lieber Verfasser, liebe Brüder und Schwestern, mit großem Interesse habe ich diese Ausführungen gelesen. Dies ist ein Thema, das mir große Bauchschmerzen bereitet. Ich würde es am liebsten vermeiden, aber genau aus diesem Grund muss ich mich immer wieder damit beschäftigen. Das Gedächtnismahl weckte in mir schon immer größte Dankbarkeit und Wertschätzung für Jesu Opfer. Es ist für mich der Inbegriff der Liebe Jehovas und seines Sohnes für uns Menschen. Nur ist mir das Nehmen der Symbole nicht möglich, nicht weil ich das Loskaufsopfer ablehne, im Gegenteil….es ist für mich das Heiligste überhaupt. Es ist mir nicht so selbstverständlich und… Weiterlesen »

www.Christusbekenner.de

Wenn ein Ältester bei seinen Mitältesten dadurch auffällig wird, dass er wiederholt von der vorgegebenen Disposition oder den Direktiven des “Arbeitsheftes …” abweicht, wird die JW.Org schnell zur Stelle sein, ihn durch ihre Helfershelfer vorwerfen zu lassen, sektiererische Trennung und Ärgernisse zu bewirken. Gerne wird dann Römer 16:17 als Untermauerung herangezogen. Zitat aus ihrer revidierten NW-Übersetzung: “Nun bitte ich euch dringend, Brüder, die im Auge zu behalten, die Spaltungen hervorrufen und andere in Gefahr bringen, zu Fall zu kommen — im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt. Meidet sie.” Doch Stopp! Meinte Paulus mit seinen Worten “im Widerspruch… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, der Artikel befasst sich damit, dass die “Gedächtnismahl-Ansprache” sich zu wenig mit Jesus und zu viel mit der JW-org befasst. Das stimmt, denn das Gedächtnismahl ist zu einer Werbeveranstaltung verkommen, zu dem diverse Verwandte, Ewig-Interessierte und ggf. Bekannte mitgeschleppt werden, die tlw. auch aus Mitleid der Veranstaltung beiwohnen. So habe ich es Jahrzehnte miterlebt und empfunden. Der “Gottesdienst” an sich ist einfach nur peinlich… Folgende Sonderlehren vertreten JZ: – das Abendmahl ist nur ein Mal im Jahr zu feiern, nämlich exakt am 14. Nisan des jüdischen Kalenders – nach Sonnenuntergang – es ist als “Gedächtnismahl” zu feiern; JZ… Weiterlesen »

Iris

Lieber Bernd ,
das war sehr mutig von dir , die vorgegebene Disposition mit deinen eigenen aufrichtigen Worten zu ergänzen . Es war ein Herzensbedürfnis von dir , auf diese Weise deine Dankbarkeit gegenüber dem großen Opfer von Jesus Christus zu zeigen . Selbst auf die Gefahr hin , sofort von der Bühne geholt zu werden . Bestimmt hast du auch das eine oder andere Herz erreicht .

Liebe Grüße
Iris

stoertebeker

Hallo ihr Lieben, ich verstehe nicht so ganz was mit diesem Artikel bezweckt werden soll? Viele Gedanken in dem Artikel in Bezug auf Jesus Christus, und wer die anderen Schafe aus Johannes 10 sind u.s.w. sind ja richtig. Nur was die sogenannte “Gedächtnismahl Ansprache” betrifft, kann man die so frisieren, dass die bei Gott und dem Christus annehmbar ist? Ich habe sie bei Zeugens auch 3 Mal gehalten. Das war zu einer Zeit, als man sie noch relativ “frei” gestalten konnte. Deshalb war der Rahmen und die ganze Veranstaltung doch trotzdem von Grund auf falsch. Man kann sich ja noch… Weiterlesen »

Tilo

Lieber Bernd! Über das Abendmahl/Gedächtnismahl bei den Zeugen kann man natürlich viel schreiben. Aber jedes Thema hat eine Grenze, und man kann nicht jeden Aspekt behandeln. Die Zielrichtung deines Aufsatzes geht eindeutig in Richtung Dankbarkeit für die Liebestat Jesu. Das darzustellen ist dir jedenfalls gelungen! Danke dafür! Und was mir noch positiv aufgefallen ist: Du verfügst über etwas, was auch bei manchen ehemaligen Zeugen oft zu kurz kommt: Empathie. Da kommt es doch nicht mehr darauf an, wie oft man das Mahl feiert, sondern darauf, wie man das Ganze im Leben verankert. Das hast du gut dargestellt. Den Juden war… Weiterlesen »

freund-fuer-alle

Lieber Bernd N., vielen Dank für deinen Aufsatz. Ich selbst kann dir voll zustimmen. Rückblickend habe auch ich bei meinen vielen GM Ansprachen, die ich gehalten habe, viel zu wenig wert auf das Opfer JC und den Wert für den einzelnen gelegt. Es gab eine Zeit, wo eine Dispo Wert auf die Liebe von JG und JC gelegt wurde, aber in der nächsten wurde der Gedanke wieder in den Hintergrund gedrängt. Wenn ich könnte würde ich es heute anders machen, egal was die Dispo vorgibt. Für mich begann das Ausschalten der Gedanken, als im WT vorgegeben wurde, welche Texte zu… Weiterlesen »

Omma

Hallo, ihr Lieben, nach dem Lesen der vielen Kommentare, habe ich etliche Anregungen zum weiteren Nachforschen bekommen. So habe ich darüber nachgedacht, wie manche Ausdrücke auf mich wirken. 1.) Zum Beispiel, die Begriffe Gedächtnismahl, Symbole, oder dies bedeutet meinen Leib und mein Blut, und dann das einfache Weiterreichen von Brot und Wein. 2.) Im Gegensatz, die Begriffe Abendmahl, ungesäuertes Brot und Wein, oder dies ist mein Leib und mein Blut, und dann das Essen des Brotes und das Trinken des Weines. Bei den ersten Begriffen bleibt bei mir vieles nur an der Oberfläche, es bleibt Kopfwissen, und ich bin mir… Weiterlesen »

Altor

Das Abendmahl kann ohne dem jüdischen Kontext gar nicht richtig verstanden werden. Ausdrücke wie Jesus unser Passah, oder “siehe das Lamm Gottes das die Sünde der Welt wegnimmt”, bleiben sonst unverständlich. Erst wenn man die Passahfeier kennt versteht man auch deren Symbolgehalt. Jesus hat am 14. Nisan mit seinen Jüngern den Seder (Ordnung) gehalten. Der Seder ist der Vorabend zum Passah, zur Erinnerung des Auszuges Israels aus Ägypten und es war eine Familienfeier und wurde nicht in den Synagogen gefeiert. „Ist die Familie zu klein, um ein ganzes Tier zu essen, dann soll sie sich mit der Nachbarsfamilie zusammentun.“ (2.… Weiterlesen »