„Stelle mich bitte auf festen Grund!“ (Tilo)

Hat man sich nach langen inneren Kämpfen dazu entschlossen, die Wachtturm-Gesellschaft zu verlassen, dann tritt oft der Fall ein, dass man verunsichert ist und in Zweifel gerät. „Habe ich mich richtig entschieden? Vielleicht irre ich mich gewaltig, und dann habe ich einen großen Fehler gemacht!“

Solche Zweifel bleiben noch eine geraume Zeit wach und beschäftigen uns immer wieder. Woran mag das liegen? Haben wir unsere Entscheidung vorher nicht gut bedacht? Ein Grund für diese Zweifel mag darin zu suchen sein, dass unser Denken durch eine sehr lang dauernde Gehirnwäsche, durch Manipulation und Indoktrination beeinflusst worden ist. Das fängt schon damit an, dass man uns kurze, aber falsche Definitionen eingeschärft hat, die uns so schnell nicht verlassen.

Ich möchte nur ein Beispiel der Deutlichkeit halber nennen: Es ist das Zwei-Klassen-Modell, das die Zeugen Jehovas in „Geistgesalbte“ und „andere Schafe“ einteilt. Den „Geistgesalbten“ schreibt man eine besondere Beziehung zu Gott zu, ein wirkliches Bibelverständnis, ein Übermaß an Geist und deshalb auch eine besondere Autorität. Nur sie seien Brüder Jesu und nur sie seien von Jesus eingesetzt, um geistige Speise auszuteilen. Man blickt zu diesen Menschen auf und vertraut ihnen mehr als anderen Menschen. Man meint, sie ständen schon jetzt in einem besonderen Verhältnis zu Gott. Und sie tun ja auch alles, um diese Meinung zu verfestigen.

Aber was sie von sich selbst sagen und tun, ist schlichtweg unanständig. Es passt eigentlich nicht zu den klaren Worten Jesu und den Aussagen seiner Apostel, denn unter seinen Nachfolgern sollte sich niemand über den anderen erheben! „Ihr alle seid Brüder, und der Größte unter euch soll euer Diener sein!“ (Mat. 23:11)

Der Kampf gegen die Zweifel und die Kernbotschaft des Epheser-Briefes

Ich gestehe, dass auch mich starke Zweifel plagten. Deshalb war ich gezwungen, genauer hinzusehen, denn manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Nach jahrzehntelangem Bibellesen gewann z. B. ein Brief von Paulus eine ganz andere Bedeutung für mich. Plötzlich wurde mir bewusst, worin die Kernbotschaft des Apostels bestand: Er verkündete den alles überragenden Reichtum, den Christen durch Jesus geschenkt bekommen haben!

Im Brief an die Epheser heißt es: „Mir, dem unwürdigsten unter allen Heiligen hat Gott die Gnade geschenkt: Ich sollte den Heiden verkünden, welch unbegreiflichen Reichtum ihnen mit Christus geschenkt worden ist.“ (3:8) Diese Botschaft bildet dann den ersten Teil des ganzen Briefes. Und der Apostel führt dann aus, was alles damit zusammenhängt.

Ich muss noch hinzufügen, dass es nicht die NWÜ war, die mir das Verständnis öffnete. Es waren moderne Übersetzungen, die sich von alten, aber missverständlichen Formulierungen frei gemacht hatten.  An mindestens 12 Stellen führt der Apostel aus, was alles aus der „Zugehörigkeit zu Jesus“ folgt. Hier sind drei Beispiele (1:7, 11, 13):

„Durch unsere Zugehörigkeit zu ihm schenkt Gott uns die Erlösung – nämlich durch sein Blut.“  

„Durch unsere Zugehörigkeit zu ihm sind wir auch zu Erben [des ewigen Lebens] geworden.“

„Durch unsere Zugehörigkeit zu ihm hat Gott euch ein Siegel aufgedrückt. Das ist der heilige Geist, den er versprochen hat.“

*„Durch unsere Zugehörigkeit zu ihm“ ist eine verdeutlichende Umschreibung des griechischen „en to“, was wörtlich „in ihm“ heißt. Aber was ist genau damit gemeint? Die NWÜ übersetzt dies mit „durch ihn“, „in dessen Gemeinschaft“ und „in Gemeinchaft mit ihm“.

Durch die Übersetzung der NWÜ wird nicht klar, dass es im Kontext um die familiäre Beziehung seiner Jünger zu Jesus geht, weil sie zur „Hausgemeinschaft Gottes“ gehören! Der Leser kann (soll) auf den Gedanken kommen, dass nur die „Geistgesalbten“ in dieser Gemeinschaft seien oder dass Jesus nur das Werkzeug ist, durch das Gott auf die „Geistgesalbten“ einwirkt.

Übersetzt man „in ihm“, dann kann man auf den Gedanken kommen, „Jesus im Herzen zu haben“, so wie es viele evangelikale Gruppen lehren. Aber seriöse Wörterbücher machen darauf aufmerksam dass es um die Zugehörigkeit zu Jesus geht. In Joh. 14:10, 11 und 17:20, 21 gebrauchte Jesus ebenfalls die Wendung, um seine enge Verbundenheit zum Vater auszudrücken. Jedenfalls ist aus den Briefen der Apostel und der Evangelien nicht erkennbar, dass sie sich nur an die „Geistgesalbten“ wenden! Es geht tatsächlich darum, dass alle Jünger Jesu auch ihm gehören, weil er sie erkauft hat, weil er ihr „Herr“ ist, weil er ihr Hirte und Lehrer ist, weil sie zusammen mit ihm in der Hausgemeinschaft Gottes sind!

Das ist schon eine Kernbotschaft des Epheser-Briefes, dass wir als Jünger Jesu zu ihm gehören. Mit dieser Zugehörigkeit bekommen wir alles geschenkt, was wir für unser Leben als Christen brauchen! Dafür hat uns Jesus ein neues Leben geschenkt, und weil wir zu ihm gehören, gehören wir auch zu Gott. Alle Segnungen Gottes stehen in enger Verbindung mit Christus, und nur durch unsere Zugehörigkeit zu Jesus empfangen wir diese Segnungen.

Eine besonders schöne Passage findet sich im 2. Kapitel:

„Ihr seid also nicht mehr Fremde oder Gäste ohne Bürgerrecht. Ihr seid vielmehr gleichberechtigte Mitbürger der Heiligen und Mitglieder von Gottes Hausgemeinschaft.

Ihr seid als Gemeinde gegründet auf dem Fundament der Apostel und Propheten, dessen Haupteckstein Christus Jesus ist. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten. So wächst er zu einem heiligen Tempel empor, der dem Herrn gehört.

Weil ihr zum Herrn gehört, werdet auch ihr als Bausteine in diesen Tempel eingefügt. Gott wohnt darin durch den heiligen Geist.“ (Epheser 2:19-22)

Sind nur die „144000“ damit gemeint?

An dieser Stelle kommen Zweifel auf, denn mir war eingepflanzt worden, dass nur die „144000“ bzw. die „Geistgesalbten“ damit gemeint sein können. Stimmt das? Der Apostel Paulus richtete seinen Brief an alle, die Kinder Gottes geworden sind, und man kann beim besten Willen keine Zwei-Klassen-Gesellschaft erkennen! In Eph. 2:11-18 betont Paulus die Gleichstellung aller Jünger Jesu und schließt diesen Gedanken mit den Worten ab: „Denn durch ihn haben wir alle Zugang zum Vater, weil wir einen Geist empfangen haben.“

Und am Anfang des Johannesevangeliums steht. „Doch allen, die ihn aufnahmen, die an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ (Joh. 1:12)

Es fällt schwer zu glauben, dass dies nur auf sogenannte „Geistgesalbte“ zutreffen könnte. Durch die Zugehörigkeit zu Jesus – und nur durch sie! – bekommen alle Jünger Jesu die Erlösung, den Frieden mit Gott, den heiligen Geist, das ewige Leben und die Gnade geschenkt! Durch die Zugehörigkeit zu Jesus erfahren alle seine Jünger die Kraft zum Guten, die ein gottgefälliges Leben in wahrer Gerechtigkeit ermöglicht. Sie führen dann ein neues Leben, das sich durch die entsprechende Frucht der Liebe auszeichnet.

Kann man sich vorstellen, dass dies alles nicht auf die „anderen Schafe“ zutreffen sollte, weil man ihnen die Zugehörigkeit zu Jesus abspricht und sie nicht einmal als Kinder Gottes sehen will, sondern nur als ferne Freunde Gottes? Das konnte ich beim besten Willen nicht mehr einsehen! Nein, alle Jünger Jesu sind Mitglieder der Hausgemeinschaft Gottes! Somit gehören alle zur Familie Gottes. Und das ist die einzige Mitgliedschaft für Christen über alle Zeiten und Räume hinweg! Und weil das so ist, konnte Paulus sagen:

„Er (Gott) regiert in Herrlichkeit in seiner Gemeinde – das heißt: in der Gemeinschaft derer, die zu Jesus Christus gehören. Das gilt für alle Generationen auf immer und ewig. Amen.“ (Eph. 3:21)

Kein Platz für einen Götzen!

Es gibt hier keinen Platz für eine „leitende Körperschaft“ (governing body). Es ist einfach im Christentum kein Raum für eine Organisation, die sich die Herrschaft über Gewissen und Glauben anmaßt, die sich für den alleinigen „Mitteilungskanal Gottes“ hält, die sogar das Wort Gottes ungültig machen kann durch ihr „theokratisches Gesetz“. Eine „Organisation, in der man gerettet wird“ ist eine Lüge! Weil ein Christ mit Jesus verbunden ist, bekommt er die Rettung und alles, was dazu noch nötig ist, geschenkt! Die Zugehörigkeit zu Jesus rettet und nicht die Mitgliedschaft in einer Organisation! Das einzige, was zugelassen wird ist dies:

„Und derselbe (Jesus) war es auch, der jedem seine Gaben geschenkt hat: Die einen hat er zu Aposteln gemacht. Andere zu Propheten oder zu Verkündern der Guten Nachricht. Und wieder andere zu Hirten oder Lehrern. Deren Aufgabe ist es, die Heiligen für ihren Dienst („diakonias“) zu schulen. So soll der Leib (die Gemeinde) von Christus aufgebaut werden. Am Ende sollen wir alle vereint sein im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes. Wir sollen vollendete Menschen werden und reif genug, Christus in seiner ganzen Fülle zu erfassen.“ (4:11-13)

„Denn wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein – ein Spielball von Wind und Wellen im Meer zahlreicher Lehren. Dann fallen wir nicht mehr auf das falsche Spiel von Menschen herein,  die andere hinterlistig in die Irre führen.“ (4:14)

„Dagegen sollen wir an der Wahrheit festhalten und uns von der Liebe leiten lassen. So wachsen wir in jeder Hinsicht dem entgegen, der das Haupt ist: Christus.“ (4:15)

Das sind bemerkenswerte Aussagen, denn sie widersprechen der üblichen Praxis der WTG, den Christus in den Hintergrund zu drängen. Sie widersprechen auch jeder Form von übergeordneter Organisation im Sinne einer Kirche oder Hierarchie, die sich zwischen Gott und die Menschen drängt. Die Versammlungen der ersten Christen wählten sich ihre Ältesten selbst aus den von Christus „begabten“ Menschen. Und es gibt nur ein Haupt über die Versammlung: Jesus Christus, dem alle verpflichtet sind. Das Band der Liebe eint sie und nicht die Angst, die von den Vorstehern erzeugt wird, oder die Doktrin, die für alle als verbindlich erklärt wird. Alle sind unter dem Geist Christi Brüder und Schwestern! Und alle werden allein durch den Geist Gottes geleitet. Dabei wirken dann Menschen nur noch als zusätzliche Hilfen, als Beistand.

Und ich war lange ein unmündiges Kind,

als ich noch an die Lehren der WTG glaubte. Das lag auch daran, dass es Lehrer gab, die gut und geschliffen, voller vertrauenerweckender Freundlichkeit auf mich einredeten. Ich vertraute ihnen, weil ich noch nichts über den wahren Hintergrund wusste, der aus unanständigen Verhaltensweisen bestand. So war ich ein Spielball von Wind und Wellen im Meer zahlreicher, sich widersprechender Sonderlehren geworden. Und was habe ich daraus gelernt? Ich lernte, dass es eben nicht auf die Worte ankommt, die gut und richtig sein können, sondern auf das Tun. Hatte nicht Jesus deutlich darauf hingewiesen, als er sagte: „Alles, was sie euch sagen tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie reden gut, aber handeln nicht entsprechend.“? (Mat. 23:3) Ja, das sagte er. Aber ich habe das immer – so wie es von der WTG gesagt wurde – auf andere angewendet. Ich scheute mich davor, den Blick nach innen zu richten, weil ich meinte, durch mein Misstrauen dem „Sklaven“ Unrecht zu tun.

Die Wahrheit muss man nie fürchten!

Heute weiß ich, dass niemand die Wahrheit zu fürchten hat, wenn er tatsächlich in ihr lebt. Aber da die WTG nicht in ihr lebt, fürchtet sie die Wahrheit und unterdrückt sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. An dieser Stelle muss ich noch sagen, dass ich zu oft von der WTG angelogen wurde. Beim ersten Mal dachte ich an ein Versehen, an eine menschliche Schwäche, aber als es sich wiederholte und häufte, wurde mir klar, dass es Methode war. So wurde mir unerbittlich bewiesen, dass ich es mit Betrügern zu tun hatte!

Heute ist es mein fester Wunsch, an der Wahrheit festzuhalten und „in Christus hineinzuwachsen“. In meinem Gewissen musste ich mir selbst Rechenschaft geben, denn weiter mit Menschen laufen, die mich betrogen hatten, hätte bedeutet, ihr Tun gutzuheißen! Und gerade das will Jesus nicht, denn in Epheser 5 werde ich aufgefordert, im Licht zu leben und mein Leben von Liebe bestimmen zu lassen. Mit Unmoral darf ich nichts zu tun haben, und ich darf sie nicht durch Duldung billigen! Mein Gewissen war mein Gerichtshof, und hier musste ich feststellen, dass ich mir selbst im Wege stand, weil ich mich zu wichtig nahm. Ich hatte anfangs eine Scheu davor, nicht mehr Ältester zu sein. Ich hatte Angst davor, in den Augen anderer Menschen nichts mehr zu gelten. So begann ich einzusehen, dass nicht meine Person das Wichtigste ist, sondern der Christus und das offene Bekenntnis zu ihm! Den Mut zum Bekenntnis habe ich erhalten, weil ich wusste, dass die Worte Pauli wahr sind:

„Fragt immer danach, was dem Herrn [Jesus] gefällt, und beteiligt euch nicht an den nutzlosen Dingen, die aus der Finsternis kommen, sondern stellt sie vielmehr bloß.“  (Eph. 5:10, 11)

Was aus der Finsternis kommt

Und aus der Finsternis stammen viele Verhaltensweisen der WTG: Freundschaft mit der Welt durch Mitgliedschaft in vielen politischen Organisationen, Habgier durch Ausplünderung der Versammlungen und dubiose Bankgeschäfte in Hedge-Funds und endloses Spendensammeln, Schutz von Verbrechern, die sich an Kindern vergangen haben (Missbrauchsskandale), Bibelverdrehungen durch Aufstellen vieler Sonderlehren, die die Menschen von Jesus und der Rettung trennen, Lügen und Heuchelei. (Man kann noch andere Dinge finden, die aus der Finsternis stammen.)

Das alles passte nicht in meine persönliche Vorstellung vom Christsein! Die Bibel hatte mich anders belehrt und im Laufe der letzten Jahre musste ich feststellen, dass mir vieles aus der Hand fiel, was ich als sicher angesehen hatte. Eine Zeitlang stand ich auf schwankendem Boden, bis ich darum bat, auf festen Grund gestellt zu werden.  Immer wieder musste ich mir klarmachen, dass die Frucht des Lichtes anders aussieht, als das, was die WTG heimlich tut:

„Habt also nichts mit ihnen zu tun! Früher gehörtet ihr zwar zur Finsternis, aber jetzt gehört ihr durch den Herrn zum Licht. Lebt nun als Menschen des Lichtes! Ein solches Leben bringt als Frucht jede Art von Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.“ (Eph. 5:7-9)

Der Kampf kann gewonnen werden!

Diesen inneren Kampf kann man gewinnen! Die Waffen dafür werden in Epheser 6:10-18 von Paulus beschrieben. Es sind die mächtigen Waffen, die uns durch den Geist Gottes in die Hände gelegt werden. Sie sind so mächtig, dass wir die „Weltenherrscher dieser Finsternis“ besiegen können:

„Deshalb sollt ihr zu den Waffen greifen, die Gott euch gibt. Damit könnt ihr Widerstand leisten am Tag des Unheils. Und wenn ihr alles richtig zum Einsatz bringt, könnt ihr dem Angriff standhalten.“ (Eph. 6:13)

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass mir „das Schwert des Geistes“ und das Gebet am meisten geholfen haben, auf festen Boden zu kommen. Und ich kann immer nur empfehlen, sich ehrlich und tief mit dem Wort Gottes zu beschäftigen. Gerade das, was die LK im September 2007 in einem Brief verboten hatte, öffnete mir die Augen. Man hatte es verboten „eigenständig“ und frei die Bibel zu studieren und mit anderen über solche Dinge zu sprechen! (Siehe kmx 9/2007) Man kann sich das kaum vorstellen, aber es war so, und ich bin froh, dass ich diesem Verbot nicht Folge leistete.

Jenseits der vielen Streitfragen gibt es einen Bereich, der von ihnen gänzlich unberührt bleibt: Es ist die tiefe und erschütternde Einsicht, dass man als Jünger Jesu zur Hausgemeinschaft Gottes gehört! Und dann sind alle noch offenen Fragen praktisch von selbst beantwortet. Dann ist es gleichgültig, ob man z. B. die Offenbarung ganz versteht oder nicht. Für die Gewissheit, in Gottes Hausgemeinschaft zu sein, ist das alles unwichtig. Es reicht das kindliche Vertrauen zu Gott und Christus. Sie sorgen für die Hausgemeinschaft, weil sie wissen, was  wir benötigen! Sie sehen uns und kennen unsere Gedanken und Gefühle. Und alles läuft darauf hinaus, dass wir das für wahr halten, was Jesus in seiner Bergpredigt sagte:

„Bittet und es wird euch gegeben! Sucht und ihr werdet es finden! Klopft an und es wird euch aufgemacht! Denn wer bittet, der bekommt. Und wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird aufgemacht. Wer von euch gibt seinem Kind einen Stein, wenn es um Brot bittet? Oder eine Schlange, wenn es um einen Fisch bittet? Ihr Menschen seid böse – trotzdem wisst ihr, was euren Kindern gut tut. Wie viel mehr Gutes wird dann euer Vater im Himmel denen geben, die ihn darum bitten?“

Und nur so werden wir festen Boden gewinnen!

Link zur Tonaufnahme: https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/hoeren/

 

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Heinz Juchem

Aufrichtigen Dank für Deine Glaubensstärkung, Dir, lieber Tilo und auch den anderen Verfassern der veröffentlichten Berichte !

herzlichen Gruß

hj

Mowani

Wunderbar! Danke für die feinen Gedanken, lieber Tilo. “Die Wahrheit wird euch frei machen”, diese Worte verstehen ich erst jetzt richtig.

Matthäus

Da möchte ich mich den lobenden Worten von Heinz und Mowani nur mit dem folgendem EW Zitat anschließen, zuvor noch eine der einigen Einsichten von J.F. Rutherford: Als die Aussage von Rutherford mit 1925 und der angekündigten Auferstehung der Patriarchen nicht eintraf, musste er zugegeben: …ich habe mich lächerlich gemacht! Die Bibel gibt uns die Anregung, die Worte anderer zu prüfen, statt einfach alles sofort zu akzeptieren, was man uns erzählt. Kosten wir in der Regel nicht zuerst Nahrung, bevor wir sie hinunterschlucken? Ebenso sollten wir die Worte und die Handlungen anderer zunächst prüfen, bevor wir sie „schlucken“. Ein schottisches… Weiterlesen »

Matthäus

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Noomi

  Ja, Mowani es kann ein sehr langer Prozess sein, besonders, wenn man als JZ aufgewachsen ist. Tilo beschreibt es sehr gut, dass man immer wieder mal unsicher wird und lange Zeit hin und her gerissen ist. Mir geht es auf jeden Fall so. Ich kann nur jedem empfehlen sich ganz fest in Gottes Wort zu vertiefen und prüfen, prüfen und nochmals prüfen.   Im Partner-Bruderinfo habe ich einen interessanten Tipp von einer Schwester gelesen:    Dann dachte ich darüber nach, warum jemand feste Aussagen der Bibel interpretieren möchte. Derjenige beginnt feste Aussagen der Bibel zu interpretieren, wer nicht wahr… Weiterlesen »

Heinz G.

Tilo, du schreibst, dass du von der Wachtturm-Führung zu oft angelogen wurdest. Du hast sie sicherlich vorher als die “geistliche  Führung” verstanden, die in großer Verantwortung biblisches Gedankengut mit ehrlichen Absichten vermittelt.Das konnte man früher (50/60er Jahre) gut glauben. Heute wissen wir – dank Internet – dass die WTG ein Konzrn ist, der über ein unvorstellbares Vermögen verfügt, dank der professionell ausgebauten Immobilienverwaltung. Der dazugehörige Verlag mit vermeintlich biblischen Schriften ist inzwischen zweitrangig und nur für steuerliche Behandlung seitens der Staaten  wichtig. Und natürlich für die Spendeneinnahmen plus Erbschaften etc. Wirklich fundierte biblische Interpretationen – wenn auch falsche – sind… Weiterlesen »

Schneeflocke@Noomi

Liebste Noomi,

ich bin ganz sicher, dass Du schon eine große Sammlung an wunderbaren Aufzeichnungen zusammengestellt hast…

Sie wird nicht nur für Dich nützlich sein, sondern auch wertvoll für alle, denen diese mal in die Hände fallen mag!!

Ich hab dich lieb, schlaf gut und träume süß!

Dein Flöckli

PS. Nada Liebes, Du auch!

norbert@bert

Hallo BI, hallo Tilo,

habe mir gerade die neue Audioaufnahme „Stelle mich auf festen Grund“ angehört, danke an BI für die Sprachaufnahmen. Der Sprecher hat den neuen Artikel von Tilo auf angenehme und zu Herzen gehende Weise vorgetragen.

Und dir lieber Tilo, meinen besonderen Dank. Du hast mir wieder aus dem Herzen gesprochengeschrieben. Deine Erfahrungen und Empfidungen sind auch die meinen.

Es tut gut hier auf Bruderinfo zu lesen und zu hören.

Ein dankbarer Norbert

freel

Hallo 🙂

Gibt es einen Link zu dem Wachturm 09/2007 bzw direkt zu dem Thema darin? Wenn ja wäre ich sehr dankbar 🙂 Ich hoffe damit kann ich jemanden zum Teil helfen die Augen zu öffnen.

 
Hier der Link
https://wol.jw.org/de/wol/lv/r10/lp-x/0/15032

Paul.Z21

  Lieber Tilo,   vielen Dank für Deinen Beitrag. Eine Passage, nämlich   „Übersetzt man „in ihm“, dann kann man auf den Gedanken kommen, „Jesus im Herzen zu haben“, so wie es viele evangelikale Gruppen lehren. Aber seriöse Wörterbücher machen darauf aufmerksam dass es um die Zugehörigkeit zu Jesus geht.“   wirft aus meiner Sicht jedoch folgende Fragen auf:   Ist die Aussage, Jesus im Herzen zu haben, falsch?   Handelt es sich dabei um eine irrige Sonderlehre evangelikaler Gruppen?   Möchtest Du Dich gegenüber evangelikalen Gruppen abgrenzen oder diese gar verurteilen?   Welche seriösen Wörterbücher meinst Du konkret? (Preuschen?,… Weiterlesen »

Boas

Ich habe geklickt! Auf den linken Button, “mag ich”!

Wirklich ein Artikel, der das Wichtige herausstellt. Voller Liebe geschrieben, ohne irgendeinen Hass zu spüren, der sich aus unserer Vergangenheit nährt. Den Blick nach vorne gerichtet, als Familienmitglied Gottes. Und nicht nach den Dingen, die hinter uns liegen. Ich danke Dir Tilo. Werde ihn heute noch meinem Papa vorlesen lassen.

Liebe Grüße
Boas

Lichtspender

Wir wahr, lieber Tilo, was du schreibst und sagst: “Es ist die tiefe und erschütternde Einsicht, dass man als Jünger Jesu zur Hausgemeinschaft Gottes gehört! Und dann sind alle noch offenen Fragen praktisch von selbst beantwortet.” So ging es mir auch vor Jahren. Ich las das Neue Testament in der Guten Nachricht Bibel und dann auch in der Hoffnung für alle. Die Übersetzungen gehen beide direkt ins Herz. Ich ließ damals erstmals zu, dass der himmlische Vater zu mir persönlich spricht. Ich sperrte mich nicht mehr mit der WTG-Behauptung, dass das Gesagte nur für Gesalbte gilt. Was im NT stand,… Weiterlesen »

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Gerne wollte ich mich mal bei euch allen bedanken, dass ihr euch so selbstlos als Gefässe bereit stellt, damit Gott durch den Heiligen Geist wirken kann.

Weiterhin viel Kraft und Gottes Segen

wünscht

Aufgewacht

Florian K.

Gesalbt kann eine Person per definitionem eigentlich nur dann sein, wenn vorher kräftig aufgetragen und geschmiert wurde….

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