Christliches Mitgefühl – wann, wie und warum?

Im WT-Studienartikel für den 5. November wird das Thema: “Seid mitfühlend wie Jehova” erörtert. Bei einem solchen Titel erhofft man sich Trost und einen Pool an Mitgefühl, seitens seiner Mitmenschen, besonders derer, mit denen man sich “im Glauben verwandt“ wähnt.

Das Bekenntnis zu mehr Mitgefühl wird, gerade in einer Zeit mangelnder menschlicher Emotionen, ersehnt und als dringend nötig empfunden.

In den ersten beiden Sätzen dieses Artikels heißt es: “EINMAL offenbarte sich Gott Moses: Er teilte ihm seinen Namen mit und zählte einige seiner Eigenschaften auf. Zuerst nannte er Barmherzigkeit und Mitgefühl.” (2. Mose 34: 5-7) Daraufhin wird behauptet: Moses hätte, als Unterstützung für sich, Gottes Mitgefühl dringend benötigt. Drängt sich da nicht die Frage auf, von wem Mose bis dahin geführt wurde, wer ihn angeleitet und ihm den Mut verliehen hatte, als Totschläger eines Ägypters nach Ägypten zurückzukehren, um die Israeliten zu befreien? Schließlich war er wegen dieses Totschlages in Lebensgefahr.

Warum wird das Mitgefühl unseres großen Gottes erst auf einen so späten Zeitpunkt datiert und erst in Abs. 4 bei Lot erwähnt? Wo bleibt die Feststellung des göttlichen Mitgefühls, dem ersten, gerade in Sünde gefallenen Menschenpaar gegenüber, sowie gegenüber allen, durch diese Menschen Geborenen? Und hat unser Gott nicht vielen Menschen, vor Moses, ganz praktisches Mitgefühl erwiesen? Warum verkündete der Engel Jahwes Mose, bei dessen Eintreffen mit den Steintafeln zuerst, dass Jahwe barmherzig und mitfühlend ist?

Wir alle kennen die Erinnerung Jesu aus Matth. 12:7, in der er sich auf Hos. 6:6 bezieht: “Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: ›Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer‹3, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt.”

Mit “Opfer” waren die Zelebrationen mit den peniblen Vorschriften der Schriftgelehrten und Oberpriester, zur Einhaltung  des mosaischen Gesetzes, gemeint. Daraus wird deutlich, dass Barmherzigkeit keine Einbahnstraße von Gott zu den Menschen ist, sondern eine Ursache des sozialen Miteinanders sein soll. Anbeter Gottes sollen Barmherzigkeit gewähren, wie sie sie für sich selbst zu empfangen wünschen. Jesus verdeutlichte dies, insbesondere durch das größte und einzige, in sich geteilte Gebot, dass wir unseren Gott mit unserem ganzen Herzen, ganzer Seele und ganzem Sinn lieben sollen und diesem gleichstehend, unseren Nächsten wie uns selbst.

Unser himmlischer Vater hat keine Veranlassung, einen ihn anbetenden Menschen, mehr zu lieben, als einen anderen. Wir alle benötigen seine Liebe, Barmherzigkeit und Kraft, in der Hoffnung als Kinder Gottes. Wir hoffen auf Vergebung und diese Hoffnung ist wiederum gekoppelt, an unsere Bereitschaft zu vergeben. Lieben wir einander, bringen wir gleichsam Verständnis und Mitgefühl unserem himmlischen Vater gegenüber auf. Wir wollen es vermeiden, ihn zu einer Entscheidung zu drängen, wenn wir Menschen uns nicht vertragen und wir wissen, dass er sich nach Frieden unter uns sehnt. Mitgefühl schließt somit Liebe und Barmherzigkeit ein, ja – Mitgefühl drängt uns zur Liebe und Barmherzigkeit. Gottes Liebe und Barmherzigkeit existierte lange bevor er Sühne verlangte und den Einsatz von Opfern beschloss. Sie wurde durch Christus zum Amen – durch das einzig wirklich legitime Opfer aller Zeiten – und so ist es noch immer wirksam.

Matth. 12:7 zeigt außerdem, dass „Opfer“, als bloße Befolgung religiöser Anweisungen, nicht nur zu Unrecht führen, sondern der Barmherzigkeit widersprechen. Ein Barm-Herz-iger legt sein ganzes Herz in ein gutes Verhältnis zu unserem himmlischen Vater und Jesus, wünscht von ganzem Herzen, durch den Heiligen Geist befähigt zu werden, seinem Nächsten Jesu Gnadenangebot und die damit verbundene Freiheit näherbringen – oder sich in Liebe darüber austauschen zu können.

Der WT-Artikel schlägt vor, nach Möglichkeiten zur Hilfsbereitschaft Ausschau zu halten, wie z. B. Hilfe für Erledigungen oder Besorgungen anzubieten, sowie für Ältere da zu sein. Wir alle wissen, dass die Realität in den Versammlungen eine andere ist. Die früheren Buchstudiengruppen wurden abgeschafft, obwohl in diesem kleinen Kreis Krankheiten und Sorgen eines Betroffenen viel eher bekannt und thematisiert wurden, als in einer großen Zusammenkunft. Kinder sollen auf ihr Taschengeld und gemeinsame Zeit mit den Eltern verzichten und Ältere müssen, in der Regel, mit wenig Besuch und wenig Aufmerksamkeit für ihre eigenen Bedürfnisse, auskommen.

Und soll sich Mitgefühl unter uns Menschen nur auf diejenigen beschränken, die wir als Brüder und Schwestern bezeichnen? Oder darf die empfohlene Hilfeleistung nun, anstatt des Predigtdienstes, denen angeboten werden, die nicht zur Versammlung kommen möchten? Dürfen wir diese Anleitung so verstehen, dass sich die Einstellung, gegenüber Menschen, die nicht die Lehren der Zeugen Jehovas teilen, verändert hat? Dass dem nicht so ist, wird sogleich deutlich, denn wir werden angefeuert mit der Dauerimpfung: “Ist es dir möglich, dich im Dienst noch mehr einzusetzen?”

Also findet Hilfe, wie gehabt, nur durch den Predigtdienst statt. In Abs. 16 versucht man die Ausführung des Artikels wissenschaftlich zu belegen: “Wie Psychologen sagen, kann sich Mitgefühl gut auf die Gesundheit und auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken. Das Leid anderer zu lindern macht uns glücklicher und optimistischer. Wir sind weniger einsam und neigen nicht so leicht zu negativem Denken. Mit anderen mitzufühlen kommt also auch uns zugute.” Zitiert wird Eph. 4:31,32: “Fort also mit aller Bitterkeit, mit Wut, Zorn und gehässigem Gerede. Schreit euch nicht gegenseitig an und verbannt jede Bosheit aus eurer Mitte. 32 Seid vielmehr umgänglich und hilfsbereit. Vergebt euch gegenseitig, weil Gott auch euch durch Christus vergeben hat.“

Der Brief an die Epheser wurde für die ganze Gemeinde geschrieben und dort vorgelesen. Diese Gedanken waren somit Ansporn für alle und so sollte die christliche Nachfolge, durch eine veränderte Persönlichkeit, anderen Menschen positiv auffallen. Niemand wurde gehindert, für andere da zu sein.

Aber soll Mitgefühl nur innerhalb der eigenen Religion, den eigenen Versammlungen, ausgeübt werden und wäre dies die positive gesundheitliche Auswirkung, von der Psychologen sprechen? Wie kann diese elementare Empathie ausgebildet werden? Mitgefühl, als Teil menschlicher Empathie, wird zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr ausgebildet. Mitgefühl bedeutet jedoch nicht automatisch prosoziales Verhalten, also ein Verhalten, welches nicht nur darauf beschränkt ist, erwiesene positive Empfindungen zu erwidern, sondern ist ein von Motivation getragener Wunsch, Nutzen zu bringen.

Es muss weiterentwickelt werden. Dazu gehört, nach Einschätzung von Wissenschaftlern, unbedingt eine hohe Würdigung der kindlichen Persönlichkeit. Die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung,  Kompetenzgefühl, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen sind wichtige Bausteine für eine solche Entwicklung.

Resümee (Kienbaum 1993, S. 31): „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein sicher gebundenes Kind aus einem Elternhaus, in dem sich beide Eltern um es kümmern, wo Emotionen angstfrei gezeigt werden können, die Eltern selbst mitfühlend sind und das Kind auf die Folgen seines Handelns für andere aufmerksam machen, mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit mitfühlend und helfend auf den Kummer eines Gegenübers reagieren wird.“(https://psydok.psycharchives.de/jspui/bitstream/20.500.11780/55/1/nr87.pdf)

Wir alle wissen, dass Zeugen Jehovas-Eltern überzeugt sind, ihre Kinder so zu erziehen, jedoch ist oft das Gegenteil der Fall. „Weltmenschen“ – „falsche Religion“ – die Kindervideos bez. Homosexualität – das Verhalten gegenüber Ausgeschlossenen – die Entsagung jeglicher Lebensfreude, auf persönlicher Ebene, zugunsten einer Spende – die Organisationshörigkeit der Eltern – der Wert fremder Personen, denen gepredigt werden muss und der wesentlich höher ist, als der eigene Wert – größer könnten die Hindernisse für eine emotional stabile Persönlichkeitsentwicklung nicht sein.

Einzige Existenzberechtigung für Zeugenkinder: Die Eltern durch Gehorsam zu erfreuen. “Angstfrei” – Dieser Part der wissenschaftlichen Feststellung wird ignoriert. Es ist kein Wunder, dass der WT im 3. Absatz folgert: “Obwohl der Mensch mitfühlen kann, haben wir als Nachkommen Adams die Neigung, zuerst an uns zu denken. Vielleicht fällt es uns manchmal schwer zu entscheiden, ob wir uns um andere oder um uns selbst kümmern sollen. Für einige ist das ein ständiger Balanceakt.”

Werte Wachtturmschreiber: Bei der permanenten stringenten Forderung des Predigddienstes, als oberste Priorität und als angeblich wichtigste Betätigung, gegenüber allen anderen menschlichen Bedürfnissen, stehen diese Folgen wirklich zu befürchten!

Es ist richtig, dass Jesus einen Predigtauftrag gab, aber der galt nicht für alle Menschen gleichermaßen (Eph. 4:11) und zum anderen nicht um jeden Preis. Erinnern wir uns an Matth. 21: 15,16, als Jesus die Pharisäer daran erinnerte, dass Gott Unmündigen und kleinen Kindern Lob für ihn in den Mund gelegt hat, ganz ohne Predigtauftrag. Jesus beließ es nicht beim Lehren, er wirkte Gutes an den Menschen, auch wenn er damit gegen die „Opferregelungen“ der Pharisäer und somit gegen den Sabbat verstieß.

Was für ein herrliches, leuchtendes Beispiel ist dies: Praktische Hilfe und Fürsorge für Alte, Bedürftige, Kranke, Kinder, Alleinstehende. Was für ein Beispiel für soziale Kompetenz! Für Jesus war es nicht wichtig, welche Meinung Älteste der Synagoge, zur Heilung eines Mannes an einem Sabbat, hatten. Für ihn war es das Wichtigste, Gutes getan zu haben.

“Auch von Jesus können wir lernen. Wie reagierte er, als er sah, dass die Volksmengen, „zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“? Er hatte Mitleid und fing an, „sie viele Dinge zu lehren“ (Mat. 9:36; lies Markus 6:34). Jesus war so ganz anders als die Pharisäer, die dem einfachen Volk nicht helfen wollten (Mat. 12:9-14; 23:4; Joh. 7:49). Verspürst auch du wie Jesus den starken Wunsch, den geistigen Hunger von Menschen zu stillen?”

Absatz 9 möchte wieder untermauern, dass der Predigtdienst das Wichtigste in unserem Leben sein sollte, da ja auch Jesus angeblich sofort und primär zu lehren begann, als er vom Mitleid bewegt wurde. Lesen wir die angeführten Bibelstellen jedoch im Kontext, wird offenkundig, dass Jesus vom Mitgefühl ergriffen, zuerst mal seine 12 Apostel befähigte, Kranke heilen und noch einige Wunderdinge mehr tun zu können. Sie sollten also tätige Hilfe geben und damit einhergehend die frohe Botschaft verkünden.

Matth. 14,14-19 berichtet davon, dass Jesus heilte und die Menschenmenge speiste, so sieht Nächstenliebe aus.

Mit Recht stellt der Studienartikel allerdings klar, dass es nicht beim Menschen steht, festzulegen, wer Gottes Gericht überleben wird und wer nicht. Als Beispiel dafür, dass es nicht immer richtig ist, Mitleid zu zeigen, wird eine Begebenheit mit Saul herangezogen (1. Sam. 15:3,8,15).

Falsch ausgelegt, aus der eigenen Übersetzung ist, dass Saul Mitleid mit Agag hatte. Denn später rechtfertigte Saul sich, auf das Volk gehört zu haben. Ähnlich wie Adam sich rechtfertigte, auf Eva gehört zu haben. Die Order der Vernichtung wurde nur an ohnehin Wertlosem vollstreckt, bei den Wertsachen siegte die Gier. Damit hatte er als Anführer, des von Gott auserwählten Volkes, darin versagt, die göttlichen Anweisungen allem voranzustellen. Um es in der heutigen Sprache auszudrücken: Saul verfügte nicht über die erforderlichen beruflichen Qualifikationen.

Die Bibel sagt  nichts gegen die Akzeptanz von Sauls Wunsch an Samuel, ihn vor den Ältesten der Stadt und dem Volk zu ehren, bevor sich Saul vor Gott niederwarf. Und im Artikel wird nicht berücksichtigt, dass Samuel, bis zu Sauls Tod, in Trauer um ihn war. (1. Sam. 15:35) Natürlich nicht, denn diese Schilderung passt so gar nicht zur Praxis des Gemeinschaftsentzugs und der damit verbundenen Lehre, nicht um Ausgeschlossene zu trauern, die doch bis dahin Brüder und Schwestern, Väter, Söhne, Töchter, Mütter und Freunde waren.

Es passt auch nicht zur Praxis, jene nicht mehr aufzusuchen, die nicht im vorgegebenen Zeitrahmen das Bibelstudium absolvieren und zur Taufe drängen. Die Bibel zeigt sehr klar: Menschen sollten Mitgefühl allen Menschen gegenüber haben. Das schöne Beispiel vom barmherzigen Samariter ist jedem Kind bekannt. Dessen Helfer fragte nicht nach der Ursache des hilfsbedürftigen Zustands, auch nicht nach dessen Gesinnung. Er half einfach und als er nicht mehr zu helfen in der Lage war, beauftragte er jemanden, für weitere Hilfe zu sorgen.

Ob Mitgefühl verdient ist oder nicht, beurteilt tatsächlich allein unser himmlischer Vater und der, dem er das Weltgericht übertragen hat: Jesus Christus (Joh. 5:22). Genauso beurteilen sie aber auch die Entsagung von Mitgefühl.

 

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matthäus

Danke für die Zeilen der Ermunterung.

Genau diese Barmherzigkeit wird darüber entscheiden ob wir im Gericht „gut“ abschneiden. Jeder Älteste der über andere zu Gericht sitzt sollte sich dessen besonders bewußt sein. Da er selbst der gleiche Sünder ist kann er nur gewinnen wenn er diese Gedanken stets im Hinterkopf trägt:

Jak. 2: 13 Gott wird nämlich kein Erbarmen haben mit dem, der selbst unbarmherzig ist. Er wird das Urteil über ihn sprechen. Wer aber barmherzig ist, braucht sich nicht zu fürchten: Bei ihm triumphiert das Erbarmen über das Gericht.

LG und ein schönes WE

Matthäus

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Fox

Liebe Fox,   als ich Deinen Kommentar (vom 25.11. ca. 23:59) las, kam mir folgender Gedanke über Mitgefühl, in den Sinn, den ich aus Jak. 4:11,12 nehme. Zunächst führe ich ihn an und möchte die Gedanken dazu fett markieren.   „Redet nicht schlecht übereinander, Geschwister! Wer schlecht über seinen Bruder redet oder seinen Bruder verurteilt, der redet damit schlecht über das Gesetz und verurteilt das Gesetz, ´das ein solches Verhalten untersagt`. Und wenn du das Gesetz verurteilst, spielst du dich als sein Richter auf, statt es zu befolgen. Dabei gibt es doch nur einen Gesetzgeber und nur einen Richter –… Weiterlesen »

Fox

Guten Tag Gerd, gern möchte ich dir den grauen Tag noch weiter erhellen. Du schreibst: “Nein, es gibt Verkläger, aber keine echten Kläger, weil das Gericht geschlossen ist, sobald wir diesen Planeten verlassen werden.” Noch schöner: Wer das Wort unseres Herrn Jesus glaubt und seinen Vater selbst als Vater erfahren möchte, für den gibt es gar kein Gericht. Da ist diese Bude also schon vor unserem Ableben geschlossen!!! Das birgt zweierlei Risiken: Dass uns Menschen nachlaufen, die an eine “moralische Schuld” “Erbsünde” etc. erinnern wollen um so noch was locker machen zu können, was auf Eigenbedarf gehen soll und zum… Weiterlesen »

Noomi

 
Hallo Boas, Auch ich hatte mit Paulus immer grosse Mühe. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir uns nicht in das jüdische Denken einfühlen können.
Möchte dir ein Buch empfehlen, das dir vielleicht das Denken und dann das Verstehen von Paulus näher bringt.
https://www.francke-buch.de/buecher/0/2420/0/guido-baltes-paulus-jude-mit-mission/#zusatzmaterial
Bei AUTOR musst du „Guido Balters“ eingeben. Dann kommt eine Beschreibung über das Buch: PAULUS – JUDE MIT MISSION es gibt auch ein kleines Video vom Autor.
LG Noomi
 

Noomi

  Hallo BenKenobi Nicht ich möchte dir schreiben, sondern ich möchte Paulus das Wort erteilen. Er schreibt an Christen in Ephesus 4:3; 24, 26, 27, 29, 32, Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Geht in Liebe aufeinander ein! 3 Setzt alles daran, dass die Einheit, wie sie der Geist Gottes schenkt, bestehen bleibt. Sein Friede verbindet euch miteinander. 26 Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt. 27 Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften. 29 Redet nicht schlecht voneinander, (lasst keine verletzende… Weiterlesen »

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Boas

Hochgeschätzter Boas,   wieder einmal findet sich in uns beiden eine sehr sympathische Übereinstimmung (so nenne ich das einfach mal). In diesem Fall, möchte ich sehr gerne Deinen Standpunkt zu Paulus übernehmen. Auch ich habe so meine Probleme („Eingrenzungen“) mit dieser Person… Einige Gründe möchte ich auch anbringen. Sie finden ein Echo in Anlehnung Deiner Satzaussage: “Wie wahrheitsliebend kann eine christliche Gemeinschaft sein, in der die Mitglieder Angst haben, Probleme zu bekommen, wenn sie die Wahrheit, die sie nach bestem Wissen und Gewissen erkannt haben, laut aussprechen?”   Meine Gedanken fanden folgenden Verlauf: A)      Paulus verwendete persönliche Redewendungen wie „Meine… Weiterlesen »

Anna

Liebe Schwestern und Brüder, dieser WT-Studienartikel sollte die Brüder zum Mitgefühl animieren. Schon der Titel “Sei mitfühlend wie Jehova…” Als ob ich kleiner Mensch den Höchsten, der von sich selber sagt, dass seine Gedanken nicht die unseren sind, hier nachahmen könnte. Jesus hat uns doch das perfekte Beispiel gegeben. In der Organisation gibt es leider wenig Mitgefühl. Die Brüder und Schwestern werden nach ihrem Wert als Verkündiger, der Wert als Geldgeber für die Spenden, sich an Arbeiten für die Versammlung einbringen usw. gemessen. Würde wird hier mit Wert verwechselt. Menschenwürde wäre Mitgefühl. Ich nehme einem Menschen die Würde wenn ich… Weiterlesen »

stoertebeker

 

2. Petr. 3:15,16
   
“15 Und seht in der Langmut unseres Herrn die Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat,
16 wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet. In diesen Briefen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.”
                                          Liebe Grüße Störti

Bruder

Hallo Athalja, Deiner Aussage: Paulus sei in seinen Aussagen nur bedingt „haltbar“, möchte ich vehement widersprechen. Deine Argumentation steht auf schwache Füssen, ist voller Vermutungen und beruht auf falschen Annahmen und Schlussfolgerungen.Du sagst: “Paulus macht mir zu viele „Eigene Aussagen“, ja das stimmt, er gibt einige persönliche Sichtweisen wieder, die er aber auch als Solche kennzeichnet, aber im Grunde nicht der Lehre Christi widersprechen.Und das einiges von dem was Paulus schreibt, sich bei einigen  Zeitzeugen nicht wiederfindet  ist kein Beleg dafür, das es nicht wahr ist. Paulus spielt in der Zeit nach Christus eine besondere Rolle, auch in der Verbreitung… Weiterlesen »

Gerd

Irgend ein Wort scheint der Virenscan nicht zu mögen, neuer Versuch: Morgengrüße an Matthäus und Störti! Woher kommt die Aversion die manche gegen die Voraussagen des Paulus haben? Es liegt einfach an unserer religösen Erziehung, die uns noch kräftig nachhängt. Ich kannte noch die Familie Voigt (er war Zweigaufseher von Österreich), sie erzählten welch große Umstellung es war, als 1935 Rutherford die irdische Zukunft auf’s Podest erhob. Die Generationen der Bibelforscher davor, kannten mehrheitlich nur die sog. “Himmlische Hoffnung”. So hatten die ZJ nach 1935 eine himmlische Verheissung, als Ziel einer Elite eingeschätzt. Dies hat die Bescheidenheit abgewehrt und das… Weiterlesen »

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

An die „Paulus Enthusiasten“ zu „…die Wahrheit, die ich nach bestem Wissen und Gewissen erkannt habe…“.   Zu meinem „Paulus Kommentar“ gebe ich folgende (ergänzende) Information. Sie entspringt nicht meiner Feder! Aber „sie hat es in sich“ und findet meine Zustimmung. Ein Statement befindet sich bei „de.wikipedia.org“ wo auszugsweise nachfolgendes geschrieben wird: „Als Paulusbriefe, paulinische Briefe oder Corpus Paulinum bezeichnet man insgesamt 13 Episteln des Neuen Testaments (NT), die Paulus von Tarsus als Verfasser nennen. Sieben davon gelten unbestritten als authentisch. Sie sind die ältesten erhaltenen Schriften des Urchristentums, entstanden zwischen 48 und 61 n. Chr. Bei drei weiteren Briefen… Weiterlesen »

Jeremia@Markus

Meinst Du die „Unvollendete“ von Beethoven? Auch von Schubert gibt es Die Sinfonie in h-Moll, D 759, die als „die Unvollendete“ bekannt ist. Von Mozart kenn ich keine Unvollendete. 

Ich persönlich schätze alle Kommentare hier. Jeder bringt einen wertvollen Beitrag und sage hier mal ganz bewusst DANKE.

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