Sollten Christen sich gegen Unrecht und Gewalt stellen?

Wie sollten Christen auf Unrecht und Gewalt reagieren?

Nun, es gibt bekennende Christen die auf dem Standpunkt stehen, es sei nicht die Aufgabe eines Christen Verbrechen und Ungerechtigkeiten aufzudecken. Hierzu möchte ich auf Epheser 5:11 verweisen.

 

“Prüft in allem, was ihr tut, ob es Gott gefällt. Lasst euch auf keine finsteren Machenschaften ein, im Gegenteil: Helft, sie aufzudecken. Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, dass man nicht einmal davon reden soll. Doch wenn durch euch das Licht Gottes auf diese Dinge fällt, werden sie erst richtig sichtbar

Wenn Paulus hier von finsteren Machenschaften spricht dann dachte er, wie es der Kontext vermuten lässt, sicherlich an Unmoral, Sünde oder Unreinheiten in der Gemeinde. Doch sollten wir annehmen das es für Christen einen Unterschied macht wo Unmoral und Gesetzlosigkeit herrschen, ob innerhalb oder außerhalb der Christengemeinde?

Angesichts des Leids in dieser Welt darf sich das Herz eines Christen nicht verschließen, es sollte ihn berühren. Auch wenn wir das Unrecht dieser Welt nicht verhindern können bedeutet dies nicht das wir nichts tun sollten.  Christen sollten für die Schwachen und Verfolgten, egal ob die Verfolgung im Zusammenhang mit der Christlichen Botschaft steht oder anderer Natur ist, nicht nur beten, sondern auch Stellung beziehen. Christen dürfen nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht.

Zeugen Jehovas wird gelehrt zu politischen Entscheidungen und Ungerechtigkeiten zu schweigen. Als Christen haben sie neutral zu sein, Gottes Königreich zu verkündigen und darauf zu hoffen das Jesus bzw. Jehova alle Ungerechtigkeit beseitigen wird.

Ja, Christen glauben an die Worte Jesu der saget: „mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Doch forderte Jesus uns dazu auf zu schweigen, wenn wir Unrecht sehen? Wollte er das wir uns neutral verhalten?

Ja, aber nur in dem Sinn das wir es vermeiden politisch für die einen oder andere Partei stellen zu beziehen oder einzutreten. Dennoch hat Jesus uns vorgelebt wie wir auf Ungerechtigkeiten, egal von welcher Seite sie begangen wird, reagieren sollten. Er sprach Ungerechtigkeit offen an, hat nicht Geschwiegen wenn er Ungerechtigkeit erlebte. Jesus machte keinen Unterschied zwischen Ungerechtigkeiten die durch politische Entscheidungen geschah oder Ungerechtigkeiten die durch Einzelne Menschen verursacht wurden.

Die Grundfrage des Verhältnisses zwischen weltlichen Regierungen und der Gemeinde Jesu ist heute aktueller denn je und verlangt nach einer Antwort. In welcher Beziehung steht der Christ, dessen Bürgertum ein Bürgertum des Himmels ist, zu den Auswirkungen von Maßnahmen die durch weltliche Regierungen verursacht werden? Ja, Christen haben ihr Bürgerrecht im Himmel, Phil. 3:20:

„Doch wir haben unser Bürgerrecht im Himmel. Von dort her erwarten wir auch unseren Retter und Herrn Jesus Christus.

Die Ausrichtung eines Christen auf Gott und sein Reich entbindet ihn aber nicht von seiner Pflicht eines öffentlichen Engagement gegen Ungerechtigkeit. Es besteht eine Verbindung zwischen Heil und Wohl, zwischen ewigem Leben im Jenseits und unserem begrenzten Leben im Diesseits? Christen können und müssen, auch ohne sich politisch zu engagieren, Ungerechtigkeit beim Namen nennen und dagegen Stellung beziehen.

Speziell nach den verheerenden Erfahrungen der Menschheitsverbrechen im „Dritten Reich“ war klar, dass die zentrale weltanschauliche Neutralität des Staates keinesfalls Wertneutralität bedeuten konnte.

Die christliche Botschaft schließt auch ein, sich für soziale und moralische Gerechtigkeit einzusetzen und Verantwortung für die Erde zu übernehmen. Der Zustand der Welt, der von Krieg und Gewalt beherrscht wird und die daraus folgenden wirtschaftlichen und ökologischen Ungerechtigkeiten” dürfe nicht stillschweigen hingenommen werden. Jeremia 22:3-5

So spricht der HERR: Haltet Recht und Gerechtigkeit, und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand, und schindet nicht die (Minderheiten wie) Fremdlinge, Waisen und Witwen, und tut niemand Gewalt an, und vergießt nicht unschuldig Blut an dieser Stätte.

Christen dürfen zu Unrecht nicht schweigen. Einer der Hauptstreitpunkte für die Väter und Mütter des Grundgesetzes war die Frage, ob man sich im Grundgesetz auf Gott beziehen sollte. Schlussendlich einigten sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes auf einen Bezug auf Gott, Zitat:

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, […] hat sich das deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“

Bei dieser Formulierung hatte der Parlamentarische Rat den Gott der Bibel vor Augen. Die Mitglieder wussten, ja hatten es auf schreckliche Weise während der Nazi-Diktatur erlebt: Staatliche Ordnung ist von Menschen gemacht und damit immer begrenzt und für Fehler anfällig. Die Erwähnung Gottes im Grundgesetz ist ein Ausdruck der Demut. Es ist ein Eingestehen: Es gibt einen, der über uns steht, jemanden, dem wir Rechenschaft schuldig sind.

Das Wissen um die Fehlbarkeit des Menschen ist eines der Grundmerkmale einer Demokratie. Diese Erkenntnis deckt sich mit der Bibel. Sie zeichnet ein sehr realistisches Bild vom Menschen. Einerseits betont sie seine hohe Stellung, weil Gott jeden Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Daher steht im ersten Artikel des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Laut der Bibel kann und muss man sich Menschenwürde nicht verdienen. Jeder besitzt sie – weil er ein Geschöpf Gottes ist. Andererseits macht Gott in seinem Wort, der Bibel, klar, dass jeder Mensch Fehler macht, jeder versagt und nicht nach Gottes Vorstellungen lebt. Das gilt für politische Verantwortungsträger genauso wie für dich und mich. Doch wie oft scheitert jeder Einzelne daran, diese Forderungen zu erfüllen?

Für Christen ist das Grundgesetz, solange es dem Gesetz Gottes nicht entgegensteht genauso bindend wie das Gesetz Gottes selbst. Ein Christen wird für das Grundgesetz genauso eintreten wie für Gottes Gesetz, wenn z. B. die Menschenwürde verletzt wird.

Christen befolgen Jesu Wort und bleiben in seinem Wort indem sie gegen Ungerechtigkeit aufstehen. Wenn wir in seinem Wort bleiben, in seiner Liebe dann wird er bei uns wohnen und im Licht seiner Wahrheit können wir wie Paulus sagt, die Welt beurteilen und verurteilen.

Nun ist die Frage, was ist Recht und was ist Unrecht in der Praxis für einen Menschen nicht so einfach zu beurteilen. Doch da wo die Würde des Menschen verletzt wird, wo Menschen ausgegrenzt und stigmatisiert werden ist Gottes Gerechtigkeit eindeutig verletzt. Wie anspruchsvoll dies ist es wird jeder erfahren der in diesen Tagen versucht nicht nur die göttlichen Werte zu verteidigen, sondern auch die Grundwerte des Grundgesetzes.

Vieleicht versuchst du nicht nur unbeteiligt zuzuschauen, sondern möchtest die Gottgegebenen Grundrechte verteidigen in dem du dich an Demonstrationen gegen Staatliche Maßnahmen beteiligst. Es kocht in der hoch, wenn du siehst wie das Grundgesetz aber auch das göttliche Recht verletzt wird. Die Versuchung ist wirklich groß rein weltlich zu argumentieren, und es gibt genug weltliche Argumente, und es gibt genug Dinge über die man sich wirklich sorgen machen muss.

Ja, auch öffentlich haben Christen die Möglichkeit auf Ungerechtigkeiten zu verweisen, doch immer in dem Bewusstsein das es nicht seine Aufgabe ist die Welt zu verbessern. Die Aufgabe eines Christen ist es in erster Linie auf den Herrn zu verweisen. Wenn er dies tun wird er sicher geführt.

Wenn wir Christus als erstes sucht dann werdet wir auch die Aufgabe wahrnehmen können die wir in dieser weltlichen Gesellschaft als Bürger dieses Landes haben, wenn es um die Verteidigung von göttlichen Grundwerten geht, und deutlich werden muss wer der Souverän in einer demokratischen Gesellschaftsordnung ist, nämlich das Volk. Die Regierung und ihre Minister sind lediglich Diener des Volkes. Dies entspricht der göttlichen Einrichtung, und dient der Einheit eines Volkes. Doch leider erleben wir heute das auch demokratische Regierungen die Einheit des Volkes zerstören und nicht mehr im Sinne Gottes für das Volk wirken.

Unter dem Vorwand die Gesundheit des Volkes zu schützen wird ein Teil des Volkes stigmatisiert und ausgegrenzt. Dies ist ein Himmelschreiendes Unrecht, zumal es dafür keinen wirklichen Grund gibt. Es gibt objektiv gesehen keinen Grund Menschen, die sich weigern und einer Impfung gegen diesen Virus zuzustimmen, als Volksschädlinge zu diffamieren.

Besonders wenn es sich zeigt, das Träger eines Virus Geimpft und Ungeimpfte sein können, und somit beide Gruppen das Virus weitergeben. Beide Gruppen sind, und das wissen alle in diesem Land, an dieser Pandemie beteiligt, auch wenn man von politischer und wissenschaftlicher Seite argumentiert, ja, aber die Geimpften etwas weniger.

Einen Teil der Bevölkerung zu einem Sündenbock abzustempeln und ihn auszugrenzen, das hatten wir in unserer Geschichte schon einmal vor gar nicht so vielen im Jahren. Damals haben die Kirche und die Christen in ihrer Gesamtheit versagt. Einzelne Christen haben jedoch dagegen gehalten. Christen sollten aus dieser Erfahrung für sich eine persönliche Lehre gezogen haben. Regierungschefs und Minister sind nicht unser Erziehungsberechtigen und auch nicht die unserer Kinder.

Das was hier heute gemacht wird widerspricht dem christlichen Menschenbild das einer Demokratie zugrunde liegt. Die Menschenwürde ist unantastbar, und aus christlicher Sicht ist die letzte Instanz das persönliche Gewissen. Jeder Christ ist verpflichtet das Gewissen des anderen zu respektieren und jedem das Recht zu zugestehen sich gut zu informieren und zu prüfen ob er sich zum Beispiel impfen lassen will oder nicht. Das ist seine Verantwortung für sich und seine Kinder. Übrigens

„Unsere Freiheit hört dort auf wo die „Rechte“ anderer gefährdet sind, ok, aber nicht vor deiner Angst oder der anderen Geimpften“.

Und diese persönliche Entscheidung ist von allen zu achten sonst enden wir zwangsläufig in eine Tyrannei und riskieren die demokratische Gesellschaft und Grundordnung die in der Vergangenheit mit viel Blut erkauft worden ist, zu verlieren.

Im Namen der Wissenschaft ereifert man sich über den richtigen Weg und die richtige Entscheidung, doch Wissenschaftlichkeit und Wissenschaft bedarf einiger Grundvoraussetzungen, nämlich der Lauterkeit und der Ehrlichkeit. Das offen sein für Erkenntnisse die man als Wissenschaftler vielleicht  momentan noch nicht hat. Dies setzt wahre Dialogbereitschaft voraus denn es geht ja um Erschließung von Erkenntnissen und der Zusammenführung aller Fakten und Daten die wir haben.  Heute wird von Wissenschaftlichkeit in einer Art gesprochen die für mich das Wesen einer Häresie hat, so etwas wie einen Religionsersatz.

Wissenschaftliche Standpunkte werden so absolut und so Ideologisch erhöht und andere Wahrheiten werden ausgeschlossen. Das hat mit wahrer wissenschaftlicher Arbeit nichts zu tun. Und es ist unser aller Aufgabe, sowohl die der Medien und der Regierung die ganzen Erkenntnisse zusammenzuführen, zum wohl aller Menschen.

Jeder von uns wird Rechenschaft ablegen müssen für das was er getan hat um gegen Unrecht aufzubegehren, es genügt nicht nur für die Einheit der Gesellschaft zu beten, es muss uns ein Herzensanliegen sein für die Einheit zu wirken und Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen, bevor das Chaos ausbricht.

Wir leben in einer Gesellschaft, die über Jahrzehnte in Frieden miteinander leben durfte und diese jetzt so gespalten ist der eigentliche Schaden. Und alle, die Medien, Politiker und Wissenschaftler die das befeuert haben und die verantwortlichen die dies tun werden zur Rechenschaft gezogen werden, wenn nicht in dieser Welt dann in der Künftigen.

Wenn eine Regierung ihr eigenes Volk unterdrückt, die Verfassungen missachtet, die Stimme des Rechts und der Freiheit mundtot macht und die grundlegenden Menschenrechte verletzt, müssen auch Christen dagegen protestieren und Zeichen setzen. Wenn nicht Christen wer dann?

„WENN RECHT ZU UNRECHT WIRD, WIRD WIDERSTAND ZUR PFLICHT“!

Dies lehrt uns das Wort Gottes anhand vieler Beispiele. Durch Ungehorsam gegenüber ungerechten Gesetzen von Regierungen wurden faire Arbeitszeiten, gerechte Löhne, das Wahlrecht, die Redefreiheit, die Versorgung der Armen und Kranken usw. durchgesetzt. Ohne Hinterfragung mancher Regierungsmaßnahmen wären wir alle Sklaven, wir würden von der reichen Elite unterdrückt, es gäbe keine Gerechtigkeit und keine Fürsorge für die Schwachen. Gott ruft die Menschen in der Bibel dazu auf, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Wenn eine Regierung ihr eigenes Volk unterdrückt, die Verfassungen missachtet, die Stimme des Rechts und der Freiheit mundtot macht und die grundlegenden Menschenrechte verletzt, dürfen Christen friedlich dagegen protestieren und Zeichen setzen.

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Guter Artikel! Gibts nichts einzuwenden! Naturgemäß natürlich sehr allgemein gehalten, was dem Grundgedanken kein Abbruch tut, sondern im Gegenteil. Bezogen auf JEHOVAS ZEUGEN würde es vermutlich genügen, wenn sich der ZJ mal mit dem Begriff „BÜRGER“ auseinandersetzt. Google gibt Auskunft. Warum diese Empfehlung? Weil das Bürgerrecht nicht erst beim Tod und im Himmel „entsteht“. Znd weil die Wachtturm-Phrasen und (Irr-) „Lehren“ den ZJ Bürger, zu einem Infant bzw. (lediglich Tribut-/steuerzahlungsofkuchtigen) Sklaven im Sinne der römischen bzw. frühchristlichen Zeit macht. GERADE das GEGENTEIL aber, das Gegenteil von Sklaverei / Leibeigenschaft, lehrte bereits die Tora und insbesondere JESUS CHRISTUS. Es gibt noch… Weiterlesen »

Ein beschauliches Leben in religiöser Selbstzufriedenheit, das ist was manchen “Christen” so vorschwebt. Was regst Du Dich auf, “Wir können die Welt nicht ändern” und “Gott wird es schon richten” hörte ich auch des öfteren von meinen ZJ-Brüdern. Das denken und meinen viele und oberflächlich betrachtet, sieht es auch so aus. Wir hoffen und beten als Christ, daß wir vom Übel bereit werden und statt besser wird, es schlechter und schreitet voran vom Schlechteren zum Schlimmeren, jedenfalls momentan. Aber kann man das so pauschal für alle Zeit sagen? Sagte Jesus nicht auch “Ihr seid das Salz der Erde!”. Wir Christen… Weiterlesen »

Lesenswerter Aufsatz, da dieser, mit Sicherheit den einen oder anderen im derzeitigen Lebensalltag zum Mit – denken bewegt. Nun, der Aufsatz ist eigentlich ganz profan … zu lesen… und in 🇩🇪-Land AUCH auszuleben zumindest für mich … weil soo 🇩🇪Land erlebt … UND in 🇩🇪Land gelebt Warum? es sind DIE Gestaltungsmöglichkeiten gegeben UND DIE sind Gestaltungsfähig. nun, Irgendwelche ˋTheokratien‘ … sprich ˋgöttliche ´ Diktaturen SCHEITERN nicht nur an der Unfähigkeit … ein IST und JETZT … einfach wahr zu nehmen sondern daran Gestaltungsmöglichkeiten kategorisch … aus zu blenden. juuti … Ick hoffe, den einen/anderen Mit Leser NICHT überfordert zu haben.… Weiterlesen »

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