Nunez und McGowan haben ihre Klage in Sanders County erneut eingereicht

Es war ein dunkler Tag für die Gerechtigkeit und die Missbrauchsopfer, als der Supreme Court des Bundesstaates Montana (USA) mit Entscheidung vom 08.01.2020 das Urteil kippte, in dem die Wachtturmgesellschaft zu 35 Mio. $ verurteilt worden war.

Link zum Videobericht in deutscher Sprache: HIER

Übersetzung von M.N.

Hintergrund: 2018 kam der Bezirksrichter James Manley zu dem Schluss, dass die WTG und die Ältesten der Versammlung Thompson Falls gegen das Gesetz des Bundesstaates Montana verstoßen habe, welches verlangt, dass Anschuldigungen bzgl. Kindesmissbrauchs der Polizei gemeldet werden müssen. Eine Jury sprach dem Opfer Alexis Nunez daraufhin eine Entschädigungszahlung in Höhe von insgesamt 35 Mio. $ zu, aufgrund von Fahrlässigkeit seitens der WTG und der Ältestenschaft.

Der Supreme Court von Montana hat diese Entscheidung gegen die WTG nun rückgängig gemacht, aufgrund einer juristischen Ausnahmeregelung, nachdem die Meldepflicht als aufgehoben gilt, wenn eine Kirche ihre internen Untersuchungen in Missbrauchsangelegenheiten kirchenrechtlich gesehen als vertraulich erklärtIn diesem Fall sind Geistliche und Priester von der Meldepflicht ausgenommen.  Auf dieses juristische Schlupfloch hat sich die WTG berufen, leider mit Erfolg.)

Nähere Informationen: HIER

Doch die Kläger Nunez und McGowan habe nun ihre Klage in Sanders County  erneut eingereicht. Ihrem Einspruch stattgegeben und der Fall wird neu Verhandelt. Die Aussichten auf Erfolg scheinen nicht schlecht zu sein. Es gibt gute Gründe für die Annahme das es für die WTG nun noch schlimmer kommt.

[Gesamt: 100   Durchschnitt:  5/5]
40 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments

Eine absolut richtige und gute Entwicklung um Jehovas Zeugen weiter zu gesetzeskonformen Verhalten notfalls gerichtlich zu zwingen, zeigt sich auch in solchen Verfahren:

https://youtu.be/Wjr7glCJWAM

Danke für die Übersetzung. Immer wieder fällt mir Heb 4,12-13 ein.

Denn genau mit den juristischen Trickversuchen immer einen Vorteil zu ziehen, zeigt die WTG letztlich, wer sie wirklich ist.

Vielleicht ist aus diesem Grund auch der neuste Versuch der WTG, “Älteste sollen sich wie Fürsten fühlen”, lediglich ein taktisches Mittel, “Geistlichkeit” zu suggerieren wo keine ist.

Also um es fest zu machen. Die Bibel spricht von Hirten und Hirtentätigkeit Gottes Schafe zu hüten. Fürsten ist was anderes. Und wer Höher ist wie ein anderer, soll dem Niederen dienen, nicht umgekehrt.

LG RoKo

Hallo M.N. Vielen Dank für deine Übersetzung. So können wir alle verstehen und mitreden. Vielen Dank. Dennoch muss ich etwas Wasser in den Wein gießen. Man stelle sich vor ein Kinderschänder wird zu Recht beschuldigt. Älteste haben nun die Möglichkeit den Täter zum Gespräch einzuladen. Nur wenn der Täter sicher sein kann von den Ältesten nicht angezeigt zu werden, wird er erscheinen und bestenfalls seine Tat gestehen. In diesem Fall gilt das Beichtgeheimnis, weil der Täter freiwillig gesteht. Wird der Täter vor Gericht gestellt, darf er das Gericht nicht belügen, aber er darf von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Im Zweifelsfall,… Weiterlesen »

Lieber M.N. und Bruder, habt vielen Dank für die Übersetzung dieser so wichtigen Neuigkeiten. Es wird so hoffentlich für viele NOCH-SCHLAF-SCHAFE leichter, zu erkennen, dass der Laden von den Obrigkeitlichen Gewalten aufgemischt wird. Nichts wird verborgen bleiben. Denn nie könnte unser himmlischer Vater und sein Sohn solche Vertuschungen von Verbrechen gutheißen! Aufmischen ist das eine. AUFRÄUMEN das andere! Möge allen “WTG-Politik”-Geschädigten ein Trost sein, was Christus für die Zukunft versprach: “So wird es auch am Ende der Welt sein. Die Engel werden kommen und die gottlosen Menschen von denen trennen, die so leben, wie Gott es will.” (Mat. 13:49) LG… Weiterlesen »

Was können wir als Laien tun in Sachen JW.Org und Umgang mit Kindesmissbrauchsfällen? Eine ganze Menge — und noch viel mehr! Zum Beispiel: Nicht wegschauen. Die Sache an die Öffentlichkeit bringen bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten. Man darf zu diesem Thema nicht schweigen und schon gar nicht sich mundtot machen lassen. Die Zeugen Jehovas selbst und die Öffentlichkeit müssen sensibilisiert werden für die Tatsache: Kindesmissbrauch gibt es auch bei den Zeugen Jehovas — ja, durch Zeugen Jehovas. Es sollte angesprochen werden, wie Jehovas-Zeugen-Ältestenschaften und ihre Leitung bei solchen Fällen bisher verfahren haben (und dass sie im Grund an der… Weiterlesen »

Scroll to Top