Ihr Eltern, helft euren Kindern, Weisheit zu erlangen, damit sie gerettet werden

Kommentar zum gleichnamigen Studienwachtturm Dezember 2017

„Von frühester Kindheit an [hast du] die heiligen Schriften gekannt . . ., durch die du die nötige Weisheit erhältst, um . . . gerettet zu werden“ (2. TIM. 3:15, NW, 2013)

Mit zwei Studienartikeln  versucht der „Sklave“, die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas,  das Problem der schwindenden Zahl von Täuflingen unter den Jugendlichen der Zeugen Jehovas anzugehen. In diesen zwei Artikeln werden zunächst die Eltern und dann die Jugendlichen auf äußerst drastische Art angesprochen. Wir dürfen davon ausgehen, dass die WTG um die Schwierigkeiten weiß. Dennoch ist es unverantwortlich, besonders junge Menschen manipulativ zu diesem Schritt zu drängen, denn sie können in aller Regel die Tragweite dieser Entscheidung nicht überblicken.

Dieses Thema scheint der leitenden Körperschaft unter den Nägeln zu brennen. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass Jugendliche und Eltern jemals so massiv bedrängt wurden, sich als Zeuge Jehovas taufen zu lassen. Der erste Artikel wendet sich an die Eltern, die in der Denkweise der Organisation die Verantwortung dafür tragen, dass ihre Kinder errettet werden.

Am Schluss wird daher die Frage gestellt: Wie könnt ihr Eltern euren Kindern helfen, „die nötige Weisheit“ zu erhalten, um „gerettet zu werden“? 

Zitat Abs. 19, dem Sinne nach: Als Eltern habt ihr die große Verantwortung, eure Kinder „in der Zucht Jehovas“ aufzuziehen. 

… Ihre Überzeugung muss so stark sein, dass sie sich Jehova hingeben und ihm vorbehaltlos dienen möchten. Sicher werden eure Anstrengungen eurem Kind helfen, „die nötige Weisheit“ zu erhalten, um „gerettet zu werden“.

Halten wir zunächst fest: Die WTG behauptet, um gerettet zu werden, benötigt man „Weisheit“, und stützt diese Aussage auf die Worte des Paulus aus  2.Tim 3:15:

„Von frühester Kindheit an [hast du] die heiligen Schriften gekannt . . ., durch die du die nötige Weisheit erhältst, um . . . gerettet zu werden“ (2. TIM. 3:15, NW, 2013)

Es fällt auf, dass der hier zitierte Text einige Auslassungen hat, gekennzeichnet durch …

Das ist immer verdächtig, denn dies ist ein untrüglicher Hinweis darauf, dass die WTG die Aussage dieser Verse in eine bestimmte Richtung lenken will. Durch das Weglassen bestimmter Textteile wird dabei ein ganz anderer Sinn vermittelt. In diesem Fall will die WTG uns sagen: “Um gerettet zu werden, benötigt man „Weisheit“.

Welche Art „Weisheit“ gemeint ist, zeigt das Bild zu diesem Vers aus 2. Tim. 3:15.

Ein Mädchen hält in der Hand ein Tablett als Synonym der Belehrung durch die WTG.

Hier soll verdeutlicht werden, die „Weisheit“, die zur Rettung führt, kommt durch JW.Org.

Lasst uns daher an dieser Stelle den Text aus 2. Tim. 3:15 ohne Auslassung lesen

Aq„und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Rettung durch den Glauben an Christus Jesus“Luth.

Erkennst du den Unterschied? Es ist nicht die „Weisheit“ aus der Bibel, die uns rettet. Wer von frühester Kindheit an mit der Heiligen Schrift vertraut ist, der erkennt den einzigen Weg der Rettung. Die Bibel zeigt uns den Weg zur Rettung, ist aber nicht die Rettung selbst. Rettung erlangen alle durch den Glauben an das Opfer Jesu Christi.

Ist es nicht erstaunlich, dass eine Glaubensgemeinschaft, die sich christlich nennt, diesen wichtigen Hinweis außer Acht lässt? Nein, nicht für Jemanden, der die Publikationen der WTG kennt und liest. Systematisch wird von der WTG versucht, die Rettung von Erkenntnis und Werken abhängig zu machen, nicht aber vom Glauben an Christus. In beiden Artikeln, in denen es um Rettung geht, wirst du keinen Hinweis auf Rettung durch Glauben finden. Wir dürfen hier nicht müde werden, immer wieder auf diese Tatsache hinzuweisen.

Warum manche Eltern Bedenken haben

Abs. 2 spricht davon, welche Bedenken Eltern möglicherweise haben könnten, wenn sich ihr Kind taufen lassen möchte.

Zitat: „Vielleicht hast du schon miterlebt, wie sich junge Leute taufen ließen, später jedoch daran zweifelten, ob ein Leben nach Gottes Maßstäben wirklich das Beste ist. Einige haben sogar die Wahrheit verlassen. Womöglich hast du deshalb die Sorge, dass dein Kind zwar den Weg des Lebens einschlägt, dann aber die Liebe für die Wahrheit verliert. Deinem Kind könnte es so ergehen.“

Moment Mal, hier wollen wir doch die wirklichen Fakten ansprechen, die dazu führen, dass sich ein Kind später anders entscheidet und die Gemeinschaft verlässt. Es sind selten die im Absatz erwähnten Gründe, die es später dazu veranlasst, einen anderen Weg zu gehen.

Geschickt stellt die WTG Aussteiger als solche dar, die keine Liebe zur Wahrheit haben, die sich nicht an Gottes Maßstäbe halten wollen. Es mag im Einzelfall so sein, doch die Meisten, die die „Wahrheit“ später verlassen, haben ganz andere Gründe.  Sie haben erkannt, dass sie sich als Kind durch ihre Taufe in die Fänge einer Psychosekte begeben haben, von der sie gnadenlos ausgebeutet werden. Sie haben erkannt, dass die Lehren der WTG weder biblisch noch menschlich vertretbar sind, und haben sich deshalb zurückgezogen.

Abs. 5,6 erklärt dann deutlich, welche Ziele junge Menschen nach Ansicht  der WTG anstreben sollten, um errettet zu werden,

Zitat: „Timotheus wurde „zu glauben überzeugt“ und irgendwann awar sein Glaube so stark, dass er sich taufen ließ und den Missionarsdienst aufnahm. Wie kannst du deinen Kindern helfen, einen Glauben zu entwickeln, wie Timotheus ihn hatte?“

Man will hiermit sagen, erziehe dein Kind so, dass es zu der Überzeugung gelangt, der Pionier- oder Missionarsdienst ist der Weg, um Rettung zu erlangen.

Ein Vater namens Thomas wird zitiert. Er habe festgestellt, dass immer wieder Gespräche nötig sind, damit Kinder mit Überzeugung hinter den Glaubenslehren (wie sie von der WTG gelehrt werden) stehen. Je überzeugter Kinder von dem Gelernten sind, desto leichter fällt es ihnen, ihren Glauben in der Schule und anderswo zu verteidigen.

Halten wir wieder inne und prüfen, was uns die WTG-Exegeten einreden wollen.

Im Klartext sagt man hier: Je überzeugter Kinder von den Glaubenslehren der WTG sind, desto leichter können sie diese in der Schule und anderswo verteidigen. 

Hängt die Rettung von der Verteidigung bestimmter Glaubenslehren ab? 

Allein Christus, den Herrn, sollten wir als Grund unserer Hoffnung verstehen und bereit sein, Rede und Antwort zu geben, wenn andere nach dem Grund unserer Hoffnung fragen. Unser Glaube an Christus steht im Mittelpunkt unserer Rettung, nicht irgendeine Streitfrage in Bezug einer Lehrauslegung.

Fragwürdige kindgerechte Belehrung durch den Sklaven

Der Artikel ermuntert dann weiter, Gottes Wort ins Herz der Kinder zu legen. Ja, das ist gut und braucht Geduld, aber nicht nur Geduld, sondern auch die richtigen Worte und Themen. Ich glaube nicht, dass die Frage, was geschieht beim Tod, ein Thema ist, welches kleine Schulkinder schon erklären müssen. Deshalb ist die rhetorische Frage, „können deine Kinder zum Beispiel anhand der Bibel erklären, was beim Tod geschieht“, unnötig und absurd.

Natürlich ist es wichtig, seinen Kindern Gott näher zu bringen und mit ihnen über die Schöpfung und Liebe Gottes sprechen. Doch die Frage, die sich Eltern stellen sollen, „können meine Kinder deutlich erkennen, dass ich Jehova wirklich liebe“, dient lediglich dazu, Druck auf die Eltern auszuüben. Sollte dein Kind Gott nicht dienen (im Sinne der WTG), dann hast du versagt.

Ab Absatz 15 lässt man dann die Katze aus dem Sack.

„Möchte sich dein Kind taufen lassen, solltest du ihm helfen, noch über etwas Anderes nachzudenken: „Bin ich mir der Verantwortung bewusst, die ich als Christ übernehme? Welche Freuden bringt es mit sich? Welche Verpflichtungen? Warum überwiegen die Vorteile deutlich?“

Von theokratisch gesinnten Eltern erwartet der Sklave, dass diese ihren Kindern ins Gewissen reden. Die Taufe sei ein Gelübde, aber nicht Gott gegenüber, sondern gegenüber einer Organisation. Nirgends in den Evangelien oder Briefen der Apostel wird die Taufe als ein Gelübde Gott gegenüber bezeichnet.

Zitat: „Hilf deinem Kind, intensiv über die Segnungen von Gehorsam beziehungsweise die Folgen von Ungehorsam nachzudenken. Das wird seine Überzeugung stärken, dass die Maßstäbe der Bibel immer zum Besten sind.“

Das ist ja mal wieder ein Hammersatz: Intensiv über Folgen von Gehorsam und Ungehorsam nachzudenken, wird das Kind überzeugen, dass die Maßstäbe der Bibel ihm zum Besten gereichen. Da fällt mir nichts mehr dazu ein. 

Wenn nach der Taufe Zweifel aufkommen 

In Abs. 16 wird die Frage gestellt: Was ist, wenn dein Kind irgendwann nach der Taufe eine Glaubenskrise hat? Vielleicht fühlt sich ein Jugendlicher zur Welt hingezogen. Oder er stellt infrage, ob es wirklich das Beste ist, nach der Bibel zu leben.“

Nun, diese Frage ist berechtigt. Tatsächlich verlassen viele im Erwachsenenalter die Organisation. Aber nicht in erster Linie auf Grund einer Glaubenskrise, oder weil sie sich zur „Welt“ hingezogen fühlen, sondern weil sie erkennen, dass sie einer Lüge aufgesessen sind.

QWie sollen Eltern einem Kind helfen, das Zweifel hat? Der nun folgende Rat, wie du als Elternteil damit umgehen sollst, ist einfach nur traurig, ja, sogar fragwürdig.

„Erinnere dein Kind freundlich daran, dass es durch die Taufe als junger Mensch Jehova feierlich versprochen hat, Gott zu lieben und seine Interessen allem voranzustellen. Nutze dabei Studienmaterial, das Jehovas Organisation für Eltern bereitstellt. Dann fällt es dir leichter, sowohl die Freuden als auch die Verpflichtungen herauszustellen, die man als ein Gott hingegebener Christ hat“.

Warum sollen Eltern so viel Druck ausüben, damit Kinder ja ihr Hingabegelübde erfüllen?Das Einzige was durch Druck und Drohung erreicht wird, ist tiefsitzende Angst. Ich muss „unter allen Umständen treu bleiben“. „Ich darf meine Eltern und die Familie nicht enttäuschen.“ – Dies alles ist pures Gift für die Psyche. Das macht krank.

Zucht und ernste Ermahnung durch Jehova?

Im letzten Absatz wird mit Verweis auf Epheser 6:4 die große Verantwortung der Eltern betont, Kinder „in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas“ aufzuziehen.

„Ihre Überzeugung muss so stark sein, dass sie sich Jehova hingeben und ihm vorbehaltlos dienen möchten.“

Auch hier ist es wieder angebracht, Epheser 6:4 in einer Bibel zu lesen, die nicht von Jehovas Zeugen herausgebracht wurde, z.B. in der NeÜ:  „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, sondern erzieht sie nach den Maßstäben und Ermahnungen des Herrn (Jesus Christus).“

Vorrangig geht es dem Apostel Paulus darum, dass Eltern ihre Kinder nicht ungerecht behandeln und so ihren Zorn herausfordern. Vielmehr sollte ihre Erziehung in Wort und Tat erfolgen und sie zu dem Herrn, Jesus Christus, hinführen. Oder, wie es die Neue Genfer Übersetzung ausdrückt: „Und ihr Väter, verhaltet euch euren Kindern gegenüber so, dass sie keinen Grund haben, sich gegen euch aufzulehnen; erzieht sie mit der nötigen Zurechtweisung und Ermahnung, wie der Herr es tat.“ 

Liebe Eltern, erzieht eure Kinder, wie der Herr (Jesus Christus) es tat. Die Erziehungsratschläge des „treuen und verständigen Sklaven“, wie er sie uns auch in diesem Artikel vermittelt, haben nichts mit dem zu tun, was Jesus uns vorlebte und lehrte.

Jesus ist das Vorbild in der Unterweisung unserer Kinder. Es gibt keinen Platz für Drohung, Zwang, psychologischen Druck oder Erzeugen eines schlechten Gewissens.

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Hier auch wieder – wie bereits zuvor – muss WT-Lingo “übersetzt” werden, damit klar wird, was gemeint ist – Beispiel das o. a. Zitat aus Abs. 2. Originaltext: „Vielleicht hast du schon miterlebt, wie sich junge Leute taufen ließen, später jedoch daran zweifelten, ob ein Leben nach Gottes Maßstäben wirklich das Beste ist. Einige haben sogar die Wahrheit verlassen. Womöglich hast du deshalb die Sorge, dass dein Kind zwar den Weg des Lebens einschlägt, dann aber die Liebe für die Wahrheit verliert. Deinem Kind könnte es so ergehen.“ Glossar: * Taufe – feierliches Gelöbnis zur ewigen JW.Org-Unterordnung und JW.Org-Kadavergehorsam *… Weiterlesen »

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Da werden folgsame Söhne und Töchter – fast noch Kinder – zur Taufe gedrängt. Wenn sie dann als Erwachsene aufwachen und die Manipulation durchschauen, was müssen dann die indoktrinierten Eltern tun: Jeden Kontakt abbrechen. Sollten sie aber später als Pflegebdürftige in ein Altersheim kommen, dürfen die “abrtünnigen” Kinder für sie zahlen. Obwohl sie vielleicht über viele Jahre keinerlei Kontakt mehr hatten.

Das Sozialamt ineressiert sich für diese verkorkste Situation bei der “liebevollen” Organisaion der ZJ einen Pfifferling.

Horst

Lieber Autor “Erni”,

wieder ein Paradebeispiel für die krampfhafte Bibelverdrehung in den “Studienartikeln” des Wachtturm-Organes. Eine Verdrehung der EIGENEN Bibelübersetzung ! Wie Du erwähnst, ist 2. Tim. 3:15 unvollständig zitiert. Es fehlt der Hinweis “..durch den Glauben an Jesus Christus”.. Erstaunlicherweise enthält die Online-Bibel auf JW.Org sowohl diese Passage als auch u.a. den Querverweis auf Joh. 20:31, der da sagt: “..dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit Ihr, weil Ihr GLAUBT, durch seinen Namen Leben habt…”

Der Wachtturm schreibt inzwischen sogar an seiner eigenen Bibelübersetzung vorbei… Danke für den Artikel.

Gruss Horst

Stan

Ich bin neu hier und muss euch was das Thema “Ausschluss” angeht aus eigener Erfahrung leider beipflichten. Auch ich habe als Jugendlicher erlebt, wie gute Freunde, die die Wahrheit verließen, plötzlich wie unsichtbar von der Bildschirmfläche verschwunden waren. Und leider habe ich damals nicht wirklich verstanden, was da eigentlich passiert, denn man war ja noch drin in der Gemeinschaft, der Wärme. Eingelullt und ohne Gedanken daran, welche Kälte die Wahrheit nach außen verströmen kann, wenn man “draußen” ist. Eingelullt von dem banalen Glauben, dass diese Maßnahme die Verirrten zur Wahrheit zurückbrächte……aus Liebe. Einige kamen zurück……aus Verzweiflung und Einsamkeit. Was ich aber eigentlich schreiben wollte ist,… Weiterlesen »

Jeremia

Problematisch wird es aus Sicht der Menschenrechte dann, wenn z.B. ein Kind in der Sekte bleibt und das andere aus religiösen Gründen diskriminiert wird. Die von allen EU Staaten ratifizierte Kinderrechtskonvention sagt in Artikel 1. ganz klar Folgendes:

Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht. Daher liegt ganz offensichtlich ein Verstoß gegen die Kinderrechtskonvention vor. Warum interessiert das den EUGH (bisher) nicht?

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Als mittlerweile Mittdreißiger der als  Kind von Zeugen aufgewachsen ist halte ich fest, dass ich nie Sympathie   ggü der Organisation hatte. Im Gegenteil, als Kind schon hatte ich eine Abneigung gegen alles was mit dem Versammlungsbesuch und co zu tun hatte. Vater war angesehener Ältester und ging ansonsten in seinem Beruf auf. Vermutlich war das alles spannender als am guten Verhältnis zu seinen Kindern zu arbeiten. Ich hielt ihn oft für einen Idioten, schämte mich dann aber schnell für diese Gedanken, völlig unabhängig von meiner Sicht als Zeugenkind. Selten war es nett mit ihm. Er schien die ORG und… Weiterlesen »

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Hallo an alle. Ich (regelmäßig) und auch mein Mann lesen hier nun auch schon seit einem dreiviertel Jahr mit,  und sind von den Artikeln und  auch von vielen Kommentar- schreibern sehr ermutigt worden. Es tut so gut über die Zweifel, Gedanken und Gefühle zu lesen, die man selbst hat. Viele Gedanken haben uns auch sehr viel weiter in unserem Glaubensleben gebracht, und dafür möchten wir uns bei allen gern bedanken. Wir sind noch mit der Versammlung verbunden, aber gerade in den letzten Monaten, wird es für uns immer schwerer den zunehmenden Druck, seitens der Versammlung/ORG zu kompensieren. Vor allem weil… Weiterlesen »

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Hallo liebe Chnöpfli, auch dir vielen Dank für deine offenen ermunternde Worte. Es ist genau der Punkt der uns auch große Sorgen macht – die Kinder bekommen soviel mit in der Versammlung und auch mit diesen Videos – das gefällt uns gar nicht, seit Anfang an. Es ist gut von deinen Erfahrungen mit euren Kindern zu lesen und bestärkt uns ganz viel zu reden und unseren Kindern nichts unnötiges aufzubürden. Ob es ausreicht? Wir haben auch Angst das unsere Kinder von der Versammlung  zuviel beeinflusst werden und sie dann doch still leiden oder sich selbst unter Druck setzen, nur weil… Weiterlesen »

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Lieber RoKo

Ich gratuliere und danke Dir für Deinen ausgezeichneten Kommentar mit den genau passenden Bibelstellen.

Hoffentlich werden viele inspiriert dadurch.

Wünsche Dir einen schönen Tag

Sylvia

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