Gemeinschaftsentzug aufgrund des Verbreitens von Lehren, die der von Jehovas Zeugen gelehrten biblischen Wahrheit widersprechen!

Von Störtebeker

Mir wurde am 22. 02. 2017 aus oben genannten Grund die Gemeinschaft bei den ZJ entzogen. Was hatte ich gemacht?

Zunächst einmal ganz kurz zu dem Hintergrund:   Wie ich schon einmal in einem Kommentar schrieb wurde ich am 27. Jan. 1979 getauft. War viele Jahre Älteste, Betheldienst, SPV, Vortragsredner auf Kongressen und bei Graduierungen bei verschiedenen Schulen zur dienstamtlichen Weiterbildung, auch für die Gileadschule vorgesehen u.s.w., u.s.f.  Das alles mit echter Überzeugung, ohne jemals ein “zweites Gesicht” gehabt zu haben.

Die Gemeinschaft habe ich IHNEN schon vor über 3 Jahren entzogen. Meinen letzten „Bericht“ habe ich im Okt. 2013 abgegeben. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich von der WTG getrennt und zwar aufgrund ihrer falschen Lehren! Seitdem schreibe ich hier bei BI mit. Hier konnte ich Stellung nehmen zu verschiedenen falschen Lehren der WTG wie z.B. „Neues Licht 1935“, „Lehre der WTG über 1914“, „144 000“, „Treuer und verständiger Sklave“, „Leitende Körperschaft“ u.s.w.

Aber nicht nur bei BI habe ich mich zu diesen Themen geäußert. Viele Gespräche mit verschiedenen Ältesten und anderen reifen Verkündigern durfte ich führen. Keiner war in der Lage die Argumente, die ich vorbrachte zu widerlegen. Im Gegenteil, oft haben sie mir unumwunden zugestimmt. Ich habe mit nichts, aber auch gar nichts hinterm Berg gehalten.

Immer wieder wurde ich gefragt, warum ich die Gemeinschaft nicht offiziell, durch einen Brief oder sonst wie verlasse. Meine Antwort war stets: “Ich HABE die Gemeinschaft verlassen, ich brauche das nicht in schriftlicher Form zu bestätigen. In dem Moment wo ich das tue könntest du (der Fragesteller), nicht mit mir zusammen an diesem Tisch sitzen, und ich könnte dir nicht mehr erklären, warum ich das glaube, was ich gemäß Gottes Wort glaube. Und ich möchte die Tür für diese Möglichkeit nicht zu schlagen.”

Nun, am 22.02.2017 haben sie diese Tür zugeschlagen.

Den Werdegang dieser „Rechtskomiteeverhandlung“, möchte ich im Folgenden schildern, und damit öffentlich beweisen, dass JZ jedem die Gemeinschaft entziehen, der sich nicht bedingungslos ihrer „Lehre“ unterwirft.

Am 09.02.2017 fand ich folgenden Brief (unfrankiert) in meinem Briefkasten:

Rechtskomitee von Jehovas Zeugen, Versammlung… c/o… Meine Anschrift  

Ladung zur Rechtskomiteeverhandlung

Lieber Bruder…,

hiermit laden wir dich zur Rechtskomiteeverhandlung, die am Mittwoch, den 22.02.2017 um 19.00 Uhr im Königreichssaal…, stattfinden wird.

Es geht darum, dass du angeblich Lehren, die der von Jehovas Zeugen gelehrten biblischen Wahrheit widersprechen, bewusst verbreitest.

Falls es dir nicht möglich ist, zur angesetzten Zeit am genannten Ort zu erscheinen, kannst du mit dem oben genannten Vorsitzenden schriftlich unter der genannten Adresse oder telefonisch unter …(nur SMS) in Verbindung treten.

Gründe, die ein Nichterscheinen entschuldigen können, müssen von erheblicher Tragweite sein, wie zum Beispiel Bettlägerigkeit, ein Todesfall im engen Familienkreis oder berufliche Gründe, sofern eine Beurlaubung abgelehnt wurde. Das Rechtskomitee kann über die von dir angegebenen Gründe einen Nachweis verlangen.

Mit lieben Grüßen

Darunter dann die Namen und Unterschriften der 3 Mitglieder des Komitees.
Man beachte, niemand wollte überhaupt noch mit mir reden. Kontakt nur noch schriftlich per Brief oder SMS. Daraufhin habe ich ein Antwortschreiben an das sogenannte „Rechtskomitee“ verfasst und ihnen zu geschickt.

In meinem Brief habe ich auch Argumente eingebaut die Boas vor einiger Zeit veröffentlicht hat. Das habe ich deshalb getan weil diese Argumentation 100% mit meiner tatsächlichen Situation übereinstimmt.

Hier mein Brief an das Komitee:

An das sogenannte „Rechtskomitee“, der Versammlung …

Zitat:Wachtturm vom 15.8.1968, Seite 489:

1. Hast du erkannt, dass du vor Jehova Gott ein Sünder bist und der Rettung bedarfst, und hast du vor ihm anerkannt, dass diese Rettung von ihm, dem Vater kommt, und zwar durch seinen Sohn Jesus Christus?

2. Hast du dich aufgrund dieses Glaubens an Gott und an seine Rettungsvorkehrung Gott rückhaltlos hingegeben, um fortan seinen Willen zu tun, wie er ihn dir unter der erleuchtenden Kraft des Heiligen Geistes durch Jesus Christus und durch die Bibel offenbart?

Ich wurde im Januar 1979 getauft, und ich kann bis Heute beide Fragen mit einem aufrichtigen Ja beantworten. Deshalb fahre ich fort, den Willen des Vaters zu tun, wie er ihn mir unter der erleuchtenden Kraft des Heiligen Geistes durch Jesus Christus und durch die Bibel offenbart!

Tauffragen ab 1985:

1. Hast du auf der Grundlage des Opfers Jesu Christi deine Sünden bereut und dich Jehova hingegeben, um seinen Willen zu tun?

2. Bist du dir darüber im klaren, dass du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?

Kürzen wir mal den 2. Satz auf das Wesentliche:
„Bist du dir darüber im klaren, dass du dich durch deine HINGABE UND TAUFE als ein ZEUGE JEHOVAS zu erkennen gibst, der MIT DER ORGANISATION VERBUNDEN IST?“ Also verbunden ist mit der Organisation der Zeugen Jehovas!

Was bezüglich der alten Tauffragen (besonders der zweiten Frage) aufällt ist: Mit diesem Eid, ist es einem Zeugen Jehovas, der vor 1985 getauft wurde, rein Rechtlich erlaubt in Bezug auf die Bibel gegenüber Jedem den Mund aufzumachen. Ja nicht nur erlaubt, sondern auch eine Erfüllung seines Versprechens, dass er bei seiner Taufe abgelegt hat.

Das führt zu einem rechtlichen Dilemma für die K.d.ö.R. der Zeugen Jehovas:

Alle vor 1985 bei den Zeugen getauften Personen haben KEINEN Eid abgelegt ein Zeuge Jehovas zu sein! Sondern gaben das Versprechen, ab der Hingabe und Taufe, ein Christ zu sein. All diese haben öffentlich bekannt, dass ihre Rettung allein vom Vater kommt, und zwar durch seinen Sohn Jesus Christus. Und dass sie den Vater, Jesus Christus und die Bibel als oberste Autorität anerkennen und folgen. Ich bete jeden Tag um den heiligen Geist, damit ich genau das tun kann.

Der oben beschriebene Sachverhalt macht es der heutigen Organisation der Zeugen Jehovas (K.d.ö.R.) rein Rechtlich unmöglich, solche Personen auszuschließen, weil sie rein rechtlich definitiv KEINE MITGLIEDER DER ZEUGEN JEHOVAS WAREN ODER SIND. Theoretisch müssten sich all diese Personen erneut taufen lassen. Oder eine öffentliche Erklärung schriftlich oder mündlich unter Zeugen abgeben, dass sie nun der Organisation der Zeugen Jehovas angehören und dieser Organisation bedingungslos folgen werden.

Der Haken daran ist, dass ihr alter Eid (getauft vor 1985) damit nicht aufgehoben ist. Und der besagt eben, dass sie nicht einer Organisation gehorsam sind, sondern dem Vater, Jesus und der Bibel. Und zwar so wie es ihnen die erleuchtende Kraft des Heiligen Geistes offenbart. Somit bricht jeder, der sich erneut als Zeuge Jehovas taufen ließe, seinen vorhergehenden Eid gegenüber unserem Schöpfer.

Im Übrigen, wer gibt euch eigentlich das Recht über mich zu richten? Als Rechtskomitee???

Wieso könnt ihr von mir einen Nachweis über irgendwelche Gründe verlangen, wenn ich nicht erscheine? Wer seid ihr denn?

Es gibt in der Bibel nicht eine einzige Stelle, die besagt, das in einer „geheimen“ Sitzung etwas verhandelt werden soll! Alles was in der Bibel steht war immer und überall öffentlich. Jeder hatte Zugriff: Mann, Frau, Kind, Sklave, Freier und jeder als Fremdling Ansässige. Nichts was wir in der Bibel lesen war nur einer elitären Gruppe vorbehalten. Rechtsfälle wurden immer in der Öffentlichkeit verhandelt. Wir finden nichts in der Bibel was nur der König wissen durfte, oder die Priester, oder die Leviten, die Propheten, die Apostel u.s.w.

Also wer seid denn ihr, dass ihr von mir einen „Nachweis“ verlangen könnt, wenn ich zu eurer „geheimen“ Verhandlung nicht erscheine? Das was ihr macht ist nicht biblisch, an so etwas beteilige ich mich nicht mehr.
Mit freundlichen Grüßen … 

Diesen Brief haben sie rechtzeitig bekommen und die Verhandlung fand dann termingerecht am 22.02.2017 statt.

Am 03.03.2017 fand ich dann folgende Mitteilung in meinem Briefkasten, übrigens wieder unfrankiert, gebracht von zwei Älteste (ohne Predigdiensttasche, also extra für diesen Zweck geschickt), ich hab sie nicht kommen sehen, sie haben auch nicht geklingelt, ich sah sie nur als sie schon wieder auf der Straße waren, bei ihrem Weggang:

Rechtskomitee von Jehovas Zeugen, Versammlung…

c/o… Meine Anschrift

Entscheidung zur Rechtskomiteeverhandlung vom 22.02.2017

Lieber…(jetzt nur noch Name, nicht mehr mit der Bezeichnung Bruder, aber immerhin noch Lieber),

da du unserer Ladung nicht nachgekommen bist, was du durch dein Antwortschreiben hinlänglich bekräftigt hast, wurde vorgenannte Verhandlung in Abwesenheit durchgeführt.

Nach Anhörung von Zeugenaussagen ist das Rechtskomitee zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund des Verbreitens von Lehren, die der von Jehovas Zeugen gelehrten biblischen Wahrheit widersprechen, wir dir leider die Gemeinschaft entziehen müssen.

Wir würden uns jedoch außerordentlich freuen, wenn du die Möglichkeit des Zusammenkunftsbesuchs nutzen würdest. So können wir die „reine Sprache“ entwickeln, die uns hilft, Jehova „Schulter an Schulter gemeinsam zu dienen“(Zep. 3:9).

Gegen die Entscheidung des Rechtskomitees kann schriftlich mit einer Frist von sieben Tagen Einspruch eingelegt werden.

Mit lieben Grüßen…Namen und Unterschriften der 3 Mitglieder des Komitees, und das Datum 02.03.2017. 

Ich nehme es ihnen nicht übel. Wie denn auch? Sie wissen ja nicht was sie tun. Genauso wenig wie ich 35 Jahre lang wusste was ich tat. Die Tür für klärende Gespräche haben aber nun schlussendlich sie geschlossen, damit ist es auch ihre Verantwortung und nicht meine. Ich kann nicht sagen, dass ich darüber unglücklich bin. Im Grunde bin ich persönlich immer für klare Verhältnisse und für eine gerade Linie. Deshalb bin ich froh darüber, dass es jetzt so ist, wie es ist. Ich bin jetzt FREI und fühle mich auch befreit!

Ich denke, dass mein himmlischer Vater und sein Sohn, mein Herr und König Jesus Christus diese ganze Entwicklung überwacht haben, und auch lenkend eingegriffen haben.

Jetzt freue ich mich auf das Abendmahl mit meinen Geschwistern, mit denen ich es im letzten Jahr auch schon eingenommen habe. Es hat sehr gut getan und war definitiv eine Stärkung für mich in meiner jetzigen Überzeugung.

Das war´s zu diesem Thema

Störtebeker

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das Urmel@Störtebecker

Lieber Störti danke für Deinen ausführlichen Bericht. Es ist schon erschreckend, was sich ein  Rechtskomitee  der ZJ so anmaßt . Gründe für ein Nichterscheinen müssen von erheblicher Tragweite sein. Kopf unterm Arm ? Sind ZJ Arbeitgeber oder ein staatliches Gericht, das man sein Nichterscheinen nachweisen muss? Es ist auch schon ungewöhnlich, das man Dir den Gemeinschaftsentzug schriftlich mitgeteilt hat. Ich kenne das , vom hören und sagen, nur per Telefon. Mein lieber Bruder Störti, das Urmelchen wünscht Dir ganz viel schwesterliche Liebe und ganz viel Kraft von unserem himmlischen Vater und seinen liebevollen Sohn Jesus Chtistus. Dir , ein schönes… Weiterlesen »

Tommy

Tja Stoertebeker,

zunaechst einmal, wieder und wieder, Gratulation, dass Du durch den Geist und vielleicht durch Nachdenken und eigenes Studium Deinen Glauben gefunden hast. Gratulation auch zum Austritt oder Rauswurf, wie immer man das nun bezeichnen mag.

Durch den Brief, den Du erhalten hast wird einem irgendwie klar wohin die Reise wirklich geht finde ich.

Man sollte den noch oeffentlicher machen als nur hier.

Die Organisation ist das Ziel, nicht der Herr. Na dann…….

Tommy

egon78

Hallo, du konnstest gut dokumentieren, warum das ganze Verfahren absolut jeder rechtlichen Grundlage entbehrt. Ich selbst habe die mich mit den Fragen ab 1985 taufen lassen. Durch Studium des Wortes Gottes erkenne ich habe, dass Jesus nie verlangt hat, sich mit irgend jemanden zu verbinden, sondern sein Jünger zu sein. Die einzige Frage, die man stellen darf, siehe Apostelgeschichte, ist ob der Betreffende an Jesus glaubt. Jesus sagte in Matthäus 28:19,20, dass er alle Gwalt im Himmel und auf Erden hat, und der Taufanwärter das halten soll WAS JESUS seinen Jüngern gelehrt hat. Und dies steht in den vier Evangelien.… Weiterlesen »

Frank und Frei

lieber Störtebeker

dazu fallen mir die aussagekräftigen Worte eines Lyrikers des frühen 19. Jahrhunderts ein (Befreiungskriege) ein, die man entsprechend anpassen kann:

 

Noch sitzt ihr im Sessel,

ihr armen Gestalten

von Sündern  gelenkt

dem Bruder zum Spott

doch bald da wird Gerechtigkeit walten

dann richtet der Christus

dann gnade euch Gott.

G Gold

Auch ich möchte dir herzlich zu diesem Schritt gratulieren. Mir persönlich steht er noch bevor. Aber auch ich habe mich bereits von dieser “Organisation” getrennt. Ich erkenne sie nicht mehr als biblische Autorität an. Im Gegenteil. Auch ich war viele Jahre lang ein überzeugter Zeuge Jehovas.. Bis ich tatsächlich einmal geprüft habe ob ich im Glauben bin. Die biblische Erkenntnis hat alles verändert. Ich rechne damit, dass auch mich die volle Härte dieser ungerechten und hinterhältigen Organisation treffen wird. Aber dadurch erfüllt sich ja auch nur eine Voraussage von unserem Herrn Jesus… 🙂

Sylvia Geiser

An alle Ältesten und Ex-Ältesten der Zeugen Jehovas Ich frage mich natürlich öfters, wie gehen die Ex-Ältesten mit ihrer düsteren Vergangenheit um, die sie nicht nur ein paar wenige Jahre als Linientreue absolvierten, nein Jahrzehntelang praktizierten? Heute sich als Opfer dieser grausamen Organisation oder Maschinerie sehen, und bei andern um jede Gunst buhlen. Ja wieviele Leichen hat jeder im Keller, die man nicht sieht und für die er verantwortlich ist? Ein überlebender Jude [ 3 Konzentrationslager ] sagte: Ich glaube, dass die Deutschen planten, uns systematisch in “Sklaven”  zu verwandeln, uns geistig und körperlich zu brechen und uns so weit… Weiterlesen »

Sledge Hammer

Herzlichen Glückwunsch! Dir hat man ‘nur’ die Gemeinschaft entzogen; Bei mir besaßen die Ältesten die unentschuldbare Impertinenz, mich von dem Volke Gottes auszuschließen. Erstaunt bin ich darüber, dass das ‘Ausschlussschreiben’ so überhaupt keinen rechtlichen Charakter besitzt. Kein Siegel? Keine definitiven Angaben ‘Herrn Störti wurde am xx die Gemeinschaft entzogen und ist mit sofortiger Wirkung oder mit Wirkung zum xx kein Mitglied der Jehovas Zeugen Deutschland, K.d.ö.R. ‘? Tauffragen hin oder her, rein rechtlich ist nämlich jeder Mitglied, der einer Mitgliedschaft nicht ausdrücklich widersprochen hatte, als die Körperschaftsrechte begründet und verliehen wurden. Erinner Dich, es gab diesbezüglich sogar ein Schreiben, welches öffentlich an’s… Weiterlesen »

Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ an egon78

Lieber egon78, es ist bei einem Ausstieg für die Psyche von großer Wichtigkeit, egal ob es von einer Partei, einem Beruf, oder eine Kirche erfolgt, dies mit faktenunterstütztem Gedankengut zu tun. Solange ein solcher Prozess in einer gewissen Schwebe bleibt, nicht mit einem klaren Urteil erfolgt, nicht kalt nicht heiß ist, wird dir ein gewisses Schuldgefühl im Hinterkopf zurück bleiben. Es ist wie eine Scheidung vom Ehepartner, wo noch Verantwortungsgefühl, gewisse Gewohnheiten und womöglich noch etwas wie Liebe, verbleibt. Störti hat genau von seiner Bindungsformel, einem Eheversprechen ähnlich, seine Abnabelung eingeleitet. Er fragte sich einfach: bin ich denn mit denen verheiratet, was erlauben… Weiterlesen »

Taube

  Hallo, lieber Störtebecker und Hallo, ihr Anderen, stille Mitleser und auch Kommentare Schreiber !!!  Deinen Beitrag haben wir mit Interesse gelesen, zumal er uns an unser eigenes Erleben erinnert. Danke dafür!! Im Gegensatz zu dir waren wir nur “einfache” Geschwister, desshalb vielleicht auch nachfolgende “kurze” Abwicklung durch die Ältesten.   Wir wurden am 26.10.2016 per Bekanntmachung als “sind keine ZJ mehr” ausgeschlossen.  Innerlich hatten wir uns schon mehr und mehr distanziert, in die Versammlung sind wir nur noch gegangen, um ewtl. positive Gespräche zu führen. Bericht auch “ausschleichend”, den Besuch des KA genutzt, um Gebiete “auszuleihen” und dann nicht… Weiterlesen »

Anna

Lieber Störtebeker, liebe Schwestern und Brüder, ich danke dir herzlich für deinen Bericht. Dieser hat mich frösteln lassen obwohl es drinnen zu Hause schön warm ist. Weil ich förmlich die Kälte spüre welche die  Aussagen des Rechtskommitees vermittelt. Sie merken es nicht, fürchte ich. Genauso wie du und ich es, als wir brave Organisationssklaven waren auch nicht gemerkt haben. Ich habe Ferien gemacht und während endloser schöner Wanderungen viel Zeit gehabt nachzudenken. Es war wohl so, dass diese vielen “theokratischen” Termine mir den Sinn für gesunde Wahrnehmung verblendet haben. Eifrig beschäftigt im Werke des Herrn zu sein bedeutet ja sein… Weiterlesen »

Edelmuth

Hallo Störti Mir steht der GE noch bevor. Doch so einfach wie du werde ich es ihnen nicht machen. Jede Diskussion mit ihnen ist sinnlos. Sie können und dürfen dir/mir kein Recht geben. Auffällig ist mir daher folgende Bemerkung in ihrer Mitteilung zum GE vorgekommen: Nach Anhörung von Zeugenaussagen ist das Rechtskomitee zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund des Verbreitens von Lehren, die der von Jehovas Zeugen gelehrten biblischen Wahrheit widersprechen, wir dir leider die Gemeinschaft entziehen müssen. Sie entziehen dir nicht die Gemeinschaft, weil du eine Sünde begangen hättest oder etwas gegen Jehova und seinen Sohn Jesus gesagt hättest,… Weiterlesen »

Matthäus

Lieber Störti, auch von mir meinen Glückwunsch und Gottes Segen für deinen Schnitt. Die Freiheit in Christus ist jetzt auch “amtlich”! Die Vorgehensweise ist diesem WT Zitat entnommen, welches klar zeigt wer ihr Führer ist, die Ältesten wollen nicht Jesus ihrem einzigen Herrn folgen, sondern 7 selbsternannten Herren, die sich über Jesus hinwegsetzen. Die letzten Zeilen der Bibel sind nicht umsonst so tragisch formuliert, nichts seinem Wort hinzu zu fügen, doch SIE selbst wollen Herr über deinen und unseren Glauben sein, das wird mit diesem WT Zitat belegt: „Der Wachtturm“, 01. April 1986, Seite 31 „Eine anerkannte Mitverbundenheit mit Jehovas… Weiterlesen »

Ulla

Lieber Störti, herzlich willkommen in der Freiheit, zu leben ab jetzt mit dem Joch, das sanft ist…voller Freude darüber, dass der Himmel dich wohl nicht vergessen hat. Jesus muss gesehen haben, was dich quält und beschäftigt. Viele sehen über den Vers.Tellerrand hinaus und spüren, wie Jesus Christus sie da rauszieht und segnet Auch ich war mit Leib und Seele fast 30 Jahre dabei. Ich wünschte mir eine bessere Zeit für die Erde, für die Natur, die Menschen, die Tiere. Nicht der schlimmste Beweggrund, oder? Unsere Sehnsüchte wurden nur auf die falsche Seite gezogen, wir mussten an “unserer Seele vorbeileben” und… Weiterlesen »

Argentum@Störti

Lieber Störti,

auch von mir nochmal “offiziell” einen herzlichen Glückwunsch zur wieder gewonnenen Freiheit.

Ein gut formulierter Artikel mit guten Denkanstößen zum Thema “Gelübte”.

Da wird sich so mancher wiederfinden.

Wie ich Dir bereits sagte, ist es ja auch positiv zu vermerken, daß Du jetzt in ihrer Statistik nicht mehr auftauchst, vorausgesetzt, die Zahlen werden wahrheitsgemäß veröffentlicht.

 

Ganz liebe Grüße

Argentum

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

SOLIDARISCHE GRÜSSE AN ALLE “GE”-BETROFFENEN! Auch ich wurde 1970 – unter der “1. Taufvariante” – getauft. Für mich war es eine Zeit, die bis 1992 halten sollte. Doch dann nahm ich Abschied von einer Glaubensgemeinschaft, die nicht mehr das war, was ich in den Jahren vorher durchlebt hatte. Die immer so hervorgehobene Liebe wurde schleichend vers(ch)eucht.   Meine s.g. “Vorrechte” (zuerst DAG, dann Ältester) habe ich mit meinem Austritt 1992 zurückgegeben. Es sollte der Anfang von dem s.g. “Sozialen Tod” werden. Da mein gesamter Bekannten- und Freundeskreis aus Zeugen Jehovas bestand, sollte dieser Verlust so richtig wehtun. Auch privat habe ich… Weiterlesen »

Argentum@Störti

Nachtrag:

Die Formulierungen im Schreiben des sogenannten Rechtskomitees, machen mehr als deutlich, wie sehr die WTG sich als Staat im Staate sieht. Das klingt nach knallharter Bürokratie und nicht nach christlicher Nächstenliebe und soll doch nur dem Zweck der Respekteinforderung und Angstmache dienen. Man stelle sich vor, Paulus hätte solche Briefe an die Gemeinden geschrieben und einen Bruder vor ein Tribunal zitiert, um in völliger geistiger Unfreiheit blinden Gehorsam Menschen gegenüber abzunötigen. Er kannte nur einen, dem er in erster Linie verantwortlich war und der ihn zur Freiheit geführt hatte.

Liebe Grüße

Argentum

Vivildropine

Hallo zusammen, ich war sehr lange nicht hier im Forum. Ich habe oder hatte halt abgeschlossen mit den Zeugen. Mein Bruder, der genauso wie ich seit vielen Jahren Gemeinschaftsentzug hat, wird im April wieder aufgenommen. Wegen seiner Freundin. Die beiden sind seit paar Jahren zusammen, er übernachtet bei ihr, wohnt da fast, sie ist glaub ich noch verheiratet… Äh, ich versteh grad die Welt nicht mehr. Er meinte zwischen uns würde sich nichts ändern. Na klar…. Und das alles nur wegen ihrer Familie… unglaublich. Was für eine verdammte Heuchelei…. Ich hasse diese Sekte. Einmal drin gewesen bekommt man nie mehr… Weiterlesen »

Noomi

  Liebe Sylvia und Alle Ich möchte ein wenig Gegenwind geben und eine Lanze brechen für die vielen Brüder, die wir hier nicht kennen lernen dürfen, weil sie immer noch in den Versammlungen integriert sind. Dort geben sie in aller Bescheidenheit ihr Bestes, stehen den geschundenen Schafen bei. Sie bemühen sich aufrichtig um Ausgleich und Vernünftigkeit, z.B. in Ansprachen, Antworten etc. Sie machen Besuche bei Alten, Schwachen und helfen wo sie können, oft bis sie an ihre körperlichen Grenze stossen. Ja, das gab es immer und gibt es auch heute immer noch. Oft möchten sie etwas Gegenwind gegen die harte… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, lieber Störtebecker, was ist logischer und konsequenter, als eine Religionsgemeinschaft, deren Lehren und deren Verhalten nach innen und außen man nicht mehr teilt, zu verlassen? Das ist ein alltäglicher Vorgang; täglich treten Menschen in Kirchen ein oder aus. Und hin und wieder schließen auch Kirchen Mitglieder von sich aus aus ihren Reihen aus – es kommt zwar selten vor – aber es ist möglich. Wenn man mit seiner Religionsgemeinschaft so sehr nicht mehr einverstanden ist, dass man ihr nicht mehr angehören möchte, so ist es klar und richtig, sie nicht mehr durch die eigene Mitgliedschaft zu unterstützen. Die… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber Thilo

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar, mit dem Du die verschiedenen Facetten der Ältesten beleuchtet hast. Ich freute mich darüber. Du bist bestimmt eine grosse Ausnahme mit Deinem Handeln als Ältester in einer Versammlung. All Deine geschriebenen Artikel im Bruderinfo schätze ich und lese sie immer mit grossem Interesse, eben weil Du eine reife Persönlichkeit bist.

Danke nochmals und liebe Grüsse

Sylvia

Lichtspender

Lieber Störtebeker, herzlichen Dank für deinen aufschlussreichen Bericht. Ich kann ihn zu 100 % nachvollziehen. … Es ist sehr wichtig, solche Erfahrungen ans Licht zu bringen! Denn viele Brüder und Schwestern machen ganz genau dieselben durch und meinen vielleicht, sie wären eine absolute Ausnahme. Das Gegenteil ist der Fall: es hat alles System. Andere wissen nicht, was hinter den Kulissen wirklich läuft. Sie sind einfach nur arme Opfer und Betrogene. Wie du richtig zum Ausdruck bringst, das waren wir alle einmal. Die Leitende Körperschaft und die Dienstabteilung und das Zweigkomitee wurde aber über die Jahre und Jahrzehnte (!) hinweg sicherlich… Weiterlesen »

Fred

Lieber Störtebecker,

mit Interesse habe ich Deine Mitteilung und Beschreibung gelesen. Meine Situation ist Deiner seehr ähnlich. Besteht die Möglichkeit, mich mit Dir mal direkt auszutauschen? Wenn Du daran Interesse hast, kann BI Dir meine Mailadresse geben.

Würde mich freuen, von Dir zu lesen 🙂

Liebe Grüße
Fred