Wie denkt Gott über...
 
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Wie denkt Gott über Sterbehilfe/Suizid?  

José
(@aljanah)

Anlässlich eines Dok-Filmes mit anschliessendem Forum-Gesprächs das gestern im TV ARD ausgestrahlt wurde, frage ich allen was ihr darüber denkt. Es hiess "Gott" von Ferdinand von Schirach.

In einem improvisierten Gerichtssaal. Es ging um einen Angeklagten (nur als Beispiel) der 78 Jahre alt ist, der in seinem Leben keinen Sinn mehr fand weiter zu leben. Er selbst litt weder an keiner psychischen Krankheit noch an Depressionen. Ein ärztliches Attest bezeugte es. Er hat seine langjährige Ehefrau, die an einer grässlichen Krankheit litt, sehr geliebt und seit ihrem Tod, findet er in seinem Leben keinen Sinn mehr. Er fordert von der Ärzten einen Beistand zur Sterbehilfe, durch einen Mittel die es ihm ermöglicht zu sterben. Da es in Deutschland gesetzlich noch verboten ist. Er nimmt sich das Recht selbst entscheiden zu können, da er im vollen Bewusstsein von keiner Krankheit geplagt sei, sich das Leben zu nehmen. Dabei möchte er das nicht selbst tun indem er z.B. von einem Wolkenkratzer in die Tiefe hinabzustürzen oder ähnliches. Einige Sachverständigen, wie ein Chef der Ärztekammer, Psychologin und eines Bischofes der kath. Kirche, sprachen sich, mit seinen Argumenten, dagegen aus. Der Anwalt des 78 jährigen brachte wiederum andere Argumenten, nämlich das es heutzutage in dieser Hinsicht, da sein Patient der Gesund und ohne Krankheit sei, durch einen bestimmten Gesetzt das Recht besitzt, selbst entscheiden zu können. Es gibt ein Gesetz der freien Selbstentscheidung in Deutschland. Ich weiss nicht mehr welches. In Belgien, Luxemburg und in der Schweiz herrschen andere Gesetze (oder zumindest wurde gelockert) die befürworten eine vernünftige Sterbehilfe leisten zu dürfen.

Ein krasses Thema, aber ich würde gerne von Euch als Christen hören was ihr zu diesem Thema denkt?!

Da das Thema "Gott" in diesem Film vorkommt.

Gruss José

Wer behauptet, dass er zu Gott gehört, soll leben, wie Christus es vorgelebt hat. 1.Joh.2:6

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 24. November 2020 14:21
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(@ottonio)

Also, ich finde es gar nicht gut, dass Gott darüber nachdenkt. Bei Menschen kann ich es verstehen.

Weise nicht den Spötter zurecht, damit er dich nicht haßt; weise den Weisen zurecht, und er wird dich lieben! (Sprüche 9:8).
Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich wirst; antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich nicht für weise hält. (Sprüche 26:4-5).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. November 2020 16:32
(@ottonio)

Jetzt im Ernst:

Es geht einem gut, und man will nur vor Langeweile sterben?

Wie unrealistisch ist das denn?

 

Obwohl: “sterbenslangweilig“ habe ich schon mal gehört. Mhm.

Weise nicht den Spötter zurecht, damit er dich nicht haßt; weise den Weisen zurecht, und er wird dich lieben! (Sprüche 9:8).
Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich wirst; antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich nicht für weise hält. (Sprüche 26:4-5).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. November 2020 16:38
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Silver
(@silver)

Wie denkt Gott über den Suizid/Sterbehilfe? 

Was "Gott über den Suizid denkt" entzieht sich unserer Kenntnis.Tatsache ist, dass es keine direkte Bibelstelle gibt, welche die moralische Bewertung des Suizids und der Sterbehilfe behandelt. Wir können deshalb bestenfalls nur indirekt Prinzipien ableiten.

Das ist aber oft mit Subjektivität verbunden und wir bewegen uns manchmal auf den Glatteis der Interpretation. 

Sollten wir uns allein von unserem Gewissen leiten lassen? Man könnte viele Beispiele nennen, um zu zeigen, dass das Gewissen nicht immer geeignetes Mittel ist, um rationale Entscheidungen zu treffen.

Ich persönlich denke, dass eine praktikable Lösung in Römer Kap. 13 zu finden ist, wo von Regierungen und ihren Gesetzen die Rede ist. Sie sollen für Ordnung und Rechtssicherheit sorgen.

Auf dem Gebiet der Sterbehilfe hat sich, im diesem Jahr, in Deutschland, das Gesetz entscheidend geändert. 

Am 26. Februar 2020 entschied das Bundesverfassungsgericht: Jeder Mensch hat grundsätzlich ein Recht darauf, selbstbestimmt zu sterben. Das heißt, auch die Beihilfe zum Suizid ist nun in Deutschland erlaubt – nachdem sie seit 2015 eine Straftat darstellte. 

Als Info-Beispiel sende ich folgenden Link:

https://www.afilio.de/ratgeber/gesundheit/sterbehilfe

L G

Silver

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. November 2020 19:37
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Wildblume
(@wildblume)

Guten Abend!

Schweres Thema, keine Antwort!

Fakt: für Gott ist das Leben kostbar

Fakt: für IHN ist der Tod umkehrbar

Fakt: das Leben kann unerträglich sein durch Krankheit und Schmerz, durch seelische Ausnahmezustände und das Gefühl, dass es keinen anderen Ausweg gibt, man kann nicht mehr. Keine Hoffnung.

Ich denke, es ist eine Sache zwischen dem Vater und mir. Verzweiflung und Selbstmord verdienen Barmherzigkeit. Warum sollte er zornig werden? Er ist doch die Liebe in Person. Er weiß doch um unsere Beschaffenheit.

Leichtfertig aufs Spiel setzen darf man die Gabe des Lebens aber nicht.

Darum kann ich auch obigen geschilderten Fall nicht ganz nachvollziehen. 

Ich hätte da gewaltige Bauchschmerzen.

Ist es verkehrt, jemanden zu zwingen, weiterzuleben?

Ich gebe zu, es kann von Nächstenliebe zeugen, jemanden beim Sterben zu helfen und zu begleiten.

Aber ehrlich gesagt, der obige angeführte Fall der geht gar nicht. 

Meine Meinung.

🌺🌺🌺

Schwarzes Schaf, aber Schaf....

AntwortZitat
Veröffentlicht : 24. November 2020 20:13
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RoKo
 RoKo
(@roko)

Da der EUGH die höhere Instanz ist, wird sich das über kurz oder lang inDtl. sowieso mit von der Leyen regulieren.

Wer sich das Leben nimmt, ist verboten, so das akuelle Recht, der muss für diese strafbare Handlung bestraft werden. Nur geht es nicht, weil der nicht mehr atmet.

Schwieriges Thema. Versteht man sicherlich erst, wenn man selbst in dieser Lage ist.

Ein Bps.
Wir waren zum Einsatz bei einem Ehepaar, 60 Jahre verheiratet. Oma war so schwach, sie musste mit ins KH. Aber der Opa drehte am Rad. Lies uns nicht die Oma transportfähig machen. Wir schrieben ihm die Adresse auf, sogar drei Taxibetriebe (eins ist untersagt zu nennen) und er könne am Folgetag doch seine Frau im KH besuchen. Bekommt sie dies und das, nicht schlimm, in einer Woche (mittlere Grenzverweildauer) ist sie wieder fit und wird von unseren Kollegen nach Hause gebracht. Ging kein Weg rein. Opa terrorisierte uns, wir dürfen seine Frau nicht mitnehmen. Lässt er nicht zu. Kam er mit einem Hochzeitsbild um die Ecke und sie sahen echt hübsch aus! Noch nie waren sie je im Leben getrennt. Keinen Tag. Die Szene war so herzzerreißend. Nein, wir dürfen seine Frau nicht mitnehmen. Ja was maht man? Ergründen warum. So warum? Lange erzählt, gefragt, eruiert. Ganz einfach. Opa konnte nichts in der Küche. Kein Brötchen warm machen, kein Essen erwärmen geschweige denn kochen. Es war nicht das Problem seine Frau im KH zu besuchen, oder die Angst sie nicht wieder kommen könnte. Nein, es war die Panik, sich nicht versorgen zu können... Seine Frau tat das 60Jahre lang, er musste nie einen Handgriff machen. Er wusste nicht mal wie der Herd anzuschalten geht. Aha! Ja kein Problem. Herd zeigen wir, geht so und so. Und Kaffemaschine so und so. Und Toaster so. Haben wir ihm alles gezeigt. Ja geht nicht, schaffe er nicht. Okay, dann anders. Wir riefen in der Nacht die Pflegeschwester im Ort an und sie sagte via Lautsprecher, kein Problem, morgen um 9 Uhr klingelt sie beim Opa und da wird alles geregelt. Ein Brötchen, Mittag von Essen auf Rädern und da liegt das Brot und die Wurst und die Scheibe Käse für den Abend mit bei. Und er konnte es nicht glauben, dass das wirklich so ist. Wir schauten noch nach, ob ausreichend zu trinken im Haus war. Alles da. Und so sagten wir, falls nicht, um 9 Uhr niemand klingelt, hier die Nummer von der Schwester, groß aufgeschrieben und mit einer Reißzwecke am Spiegel angezwickt, und hier unsere Nummer, anrufen, kümmern wir uns drum. Okay? Keine Sorgen, Hilfe ist da! Ja. Dicken Kuss der Oma auf den Mund. Werde wieder gesund. (Reimt sich sogar). und Geld fürs Taxi hatte Opa auch schon zurechtgelegt. War süß. War echt ein Erlebnis. 

Will sagen, was einen antreibt, kann man oft lapidar gar nicht erkennen. Die Gründe können anderswo liegen, was verborgen bleibt. 

LG RoKo

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. November 2020 11:50
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José
(@aljanah)

@roko

Vielen Dank für dieses aufrütteltes Erlebnis. Auch die so schreckliche Demenzkrankheit oder Alzheimer bei älteren Menschen, macht es auch nicht so leicht. Dies ist auch einer der grössten Probleme innerhalb einer Familie heutzutage. Meine beiden Eltern hatten es auch. Für uns in der Familie war es nicht so leicht zu bewältigen. Schlussendlich brachten wir sie in einem Altersheim, da sie dort besser aufgehoben waren und sie rund um die Uhr professionelle Unterstützung bekamen.

Gruss José

 

Wer behauptet, dass er zu Gott gehört, soll leben, wie Christus es vorgelebt hat. 1.Joh.2:6

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 25. November 2020 13:14
RoKo
 RoKo
(@roko)

Ja, bei uns in der Familie auch. Eine Seniorenbetreuung ist oftmals auch eine Hilfe für die Kinder und kein Abschieben ins Heim. Denn der Umgang mit hochgradig Alzheimerkranken ist für die übrigen Familienmitglieder eine Wahnsinnsbelastung. In gut struckturierten Einrichtungen ist alles vorhanden, was zu Hause einfach unmöglich ist. Gibt dennoch große Probleme das ist aber meist der Politik und Investmentgesellschaften geschuldet.

LG RoKo

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25. November 2020 13:23
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