Du kannst anderen „viel Trost“ schenken

(Gedanken zum Studienartikel Nr. 2 – Januar 2020, S8. – S.13)

Es ist eine löbliche Angelegenheit, wenn Menschen sich umeinander kümmern. Doch es erfordert einen gewissen Mut zur Selbstreflexion. Warum möchte ich helfen? Geht es mir wirklich um mein Gegenüber? Und besonders für einen Gläubigen: Bewahre ich die spirituelle Autonomie des anderen?

Der Studienartikel 2 von 2020 wurde von allen Zeugen Jehovas eingehend betrachtet. Auf der Grundlage meines Gewissens und momentanen Erkenntnisstandes, möchte ich versuchen zu erläutern, warum der Artikel mich ins Grübeln brachte.

Zitat Abs. 1:

»VIELE Diener Jehovas auf der ganzen Welt machen belastende, oft schmerzliche Situationen durch. Hast du das in deiner Versammlung auch schon beobachtet? Manche sind schwer krank oder haben einen lieben Menschen verloren. Andere erleben den großen Schmerz, mitansehen zu müssen, wie jemand aus der Familie oder ein guter Freund die Wahrheit verlässt. Wieder andere werden Opfer von Naturkatastrophen. Solche Brüder und Schwestern brauchen Trost. Wie können wir ihnen helfen?«

Mit wenigen Worten lenkt der WTG-Autor die Aufmerksamkeit auf Jehovas Zeugen, die „Diener Jehovas“ und ihre speziellen Leiden. Auf das Leiden der ›ganzen Welt‹ einzugehen würde dem Szenario: »Wir müssen leiden, weil wir die wahren Diener Gottes sind«, entgegenstehen. Und natürlich darf auch der Hinweis nicht fehlen, dass derjenige, der die „Wahrheit“ verlässt, uns Zeugen Jehovas schändlich und grausam behandelt. Die wirklichen Hintergründe und Verantwortlichen, für diesen Schmerz, werden wohlweislich nicht erwähnt. Kurzum, der Leser startet mit dem Gedanken: »Das wahre Volk Gottes muss erheblich mehr leiden, viel mehr, als die Menschen im Allgemeinen!« Auch dieser Artikel schürt die sektiererische Isolation und kognitive Dissonanz.

Das benötigte Bühnenbild wird durch Übertragung biblische Vorbilder in unsere Zeit aufgebaut. Letzteres durch nicht prüfbare Beispiele und Erfahrungen aus den eigenen Reihen. Diese immer wiederkehrenden Szenarien sollen Emotionen auslösen, die von einem »wahren Christen« erwartet werden. Die gesamte individuelle »Hoheit der eigenen Biografie, sowie Identität« wird an eine höhergestellte Gruppe abgegeben. Der einzelne Mensch wird davon abgehalten, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln, persönliche Gefühle und auch Bedürfnisse werden ausgeblendet. Die Macht, über das eigene Leben zu verfügen, wird ihm durch solche Erfahrungen genommen. Und ja, man kann und sollte womöglich auch von spirituellem Missbrauch sprechen.

Durch immer wiederkehrende Inszenierungen des jeweiligen Bühnenstückes kann der treue ZJ die Phrasen bald auswendig aufsagen und sie auf sein eigenes Leben, sowie Erleben, übertragen. Er gelangt fälschlicherweise zu der Überzeugung, hier werde seine eigene Biografie beschrieben. Diese psychologische Konstruktion des Artikels führt tiefer in die Choreographie des leidenden Zeugen Jehovas. Jenes »Leidensnarrativ«: ›Wir leiden! Uns geht es schlecht! Aber bei uns geht es dir wieder besser. Nur bei uns erhältst du Hilfe! Nur bei uns!‹

Bist du erst einmal in diesem Kreis gefangen, dann musst du dem Ganzen auch zustimmen, andernfalls wirst du ausgesondert oder lebst mit einem permanenten schlechten Gewissen. Mit tiefer Schuld, die sich in die Seele frisst. Denn du möchtest doch nichts anderes, als dass es dir so ergeht, wie es dir die „eingesetzten Diener Gottes“ sagen, wie es alle um dich herum sagen und erleben. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, Freunde und Helfer in der Not zu haben.

Liebe auf Befehl

Doch möchte ich einen Menschen als Freund haben, der mir seine Hilfe oder sein hörendes Ohr anbietet, weil er es mal wieder im Wachtturm gelesen hat und weil er sich seine eigene Rettung nicht verderben möchte? In diesem Prozess fehlt die Liebe. Liebe auf Befehl endet in Falschheit und Lüge oder sogar Belastung und Schuldgefühlen. Und wahre Freundschaft entsteht doch nicht, weil ich jemandem widerwillig, um meiner Rettung wegen, ›Hilfe‹ anbiete. Sie entsteht aus Liebe. Weil ich mich aus Liebe auf einen anderen Menschen einlasse. Ihn aus Liebe schätze und annehme wie er ist, ohne dafür etwas zu erwarten oder zu verlangen. Zitat Abs. 6:

»Loyale Freunde bringen Opfer, um ihre Brüder und Schwestern zu unterstützen.«

Auch hier gilt eine gewisse Vorsicht, denn natürlich sollte jeder Mensch bereit sein, hin und wieder über den eigenen Schatten zu springen, um Opfer zu bringen. Die meisten Leser werden diesen Hinweis des Sklaven dankbar registrieren. Der Mensch sei egoistisch und durch die ›Welt‹ und seine Sündhaftigkeit gar nicht in der Lage, wirklich zu lieben. Da sei es doch ein positives Geschenk des ›Sklaven‹, wie er an die Moral appelliere. Sie halten uns wenigstens dazu an, wahre Liebe auszuleben.

Doch ist dem wahrhaftig so? Warum spüren so viele eine permanente Unaufrichtigkeit? Eine innere Entfremdung bei sich selbst und dem Gegenüber? Liegt dies wirklich nur an den Personen selbst? Oder sind sie einfach nur nicht »emotional blind (oder manipuliert)« genug?

Die »Erpresser-Keule«

Das Vokabular ›Opfer‹, ›Opfer erbringen‹ und so weiter, gehört zum täglichen Teufel auf der Schulter eines Zeugen Jehovas, der immer im Nacken sitzt und mit Schuldgefühlen belastet. Diese Schlagworte gehören in das Bühnenbild der WTG. Sie dienen aber gleichzeitig auch jedem unzufriedenen Zeugen, Freund oder Verwandten dazu, den anderen mit spitzen Bemerkungen in geistige Traurigkeit und womöglich Überlastung zu führen. Diese »Erpresser-Keule« ist immer griffbereit. Gerade dann, wenn Verständnis, Eigenverantwortung und jegliches Argument fehlen, um den angeblich Bösen und Selbstsüchtigen in den Gehorsam zu lenken. Abs.: 10

»Wenn man enttäuscht ist oder eine schwere Zeit durchmacht, ist es oft ein Trost, sich einem Freund anzuvertrauen. (Lies Sprüche 18:24.) Bijay war sehr enttäuscht, als seinem Sohn die Gemeinschaft entzogen wurde. Er sagte: „Ich brauchte jemand zum Reden, dem ich vertrauen konnte.“ Carlos verlor wegen eines Fehlverhaltens eine lieb gewordene Aufgabe in der Versammlung. Er erklärt: „Ich brauchte einen ‚sicheren Ort‘, wo ich mich aussprechen konnte, ohne Angst zu haben, dass man mich verurteilt.“ Carlos fand diesen sicheren Ort bei den Ältesten, die ihm halfen, mit seinem Problem fertigzuwerden. Es tat ihm auch gut zu wissen, dass die Ältesten alles vertraulich behandeln würden.«

Wahres auszusprechen, fällt mir als Ex-Zeuge Jehovas immer noch ungemein schwer, und damit bin ich nicht allein unter den Ex-Zeugen Jehovas. Wer in starrer, autoritärer Gemeinschaft großgeworden ist, hat, wie viele andere auch, Probleme damit, Kritik und Zweifel zu üben. Alles, was die Gruppe oder mein Gegenüber in seiner Erwartung von mir enttäuschen könnte, muss unterdrückt werden. Aber Menschen können andere enttäuschen und enttäuscht werden, einfach aus dem Leben heraus.

Diese Prägung, im vertrauten Umfeld zu schweigen, habe nicht nur ich erlebt, viele Zeugen kennen das. Besonders jene, die niemals eine soziale Umgebung erlebt haben, in welcher man einfach aufgrund seiner Existenz geliebt und angenommen wurde, in der man sich frei artikulieren und zu eigenen Gefühlen stehen durfte, werden es schwer haben, sich ehrlich zu äußern. Wenn hinter jeder Handlung, jedem Wort schon der Zeigefinger oder Schlimmeres lauert, dann prägt sich das Bedürfnis, nur nicht aufzufallen, früh in die Herzen und Seelen der Kinder, Jugendlichen und sensiblen Menschen ein.

Ja nicht sagen, was ich wirklich denke und fühle

Gespräche an einem ‚sicheren Ort’ mit einem Mitzeugen, unter vier Augen, die ich frei von jeder Angst führen kann – all das ist unter Jehovas Zeugen eine so große Seltenheit, dass es fast schon ein Paradoxon ist, wenn man einmal jemandem begegnet, mit dem das möglich ist. „Ja nicht sagen, was ich wirklich denke und fühle”, wird zum Fundament unseres zwischenmenschlichen Lebens und Vertrauen.

Die soziale Prägung, diese ›Zeugen Jehovas Kultur‹, hat nur ein Ziel: Den Menschen möglichst weit von seinen eigenen freien Gedanken und seinem zufriedenen Lebensgefühl zu bringen, zumindest in der Summe der manipulativen Strategien. Deshalb ist meine Wertschätzung für das, was im vorliegenden Artikel als Maß der Ermunterung, zur gegenseitigen Unterstützung angeboten wird, sehr gering ist.

Dieser Artikel reiht sich ein, in einen ewigen Kreislauf, der sich ernährt aus Schuldzuweisungen, unerfüllten/unerreichbaren Normen, Forderungen und Zurechtweisungen auf der einen Seite und Heilsversprechen auf der anderen. Wobei die Unterdrückung und die Befreiung vom selben Aggressor und somit gleichzeitigem Erlöser ausgeht – der WTG.

Doch wo ist jener ‚sichere Ort‘ für Opfer von Kindesmissbrauch, sexuellem Missbrauch, häuslicher Gewalt, und derlei Dinge mehr? Wo ist jener ‚sichere Ort‘, welcher frei von Wertung und Bespitzelung ist? Wo ist jener ‚sichere Ort’, in welchem der Einzelne wirklich wahre Freunde findet, bei denen er gänzlich ohne Angst und Furcht reden kann? Bei denen er auch Zweifel und harte Kritik äußern kann und die dir auch dann treu bleiben, wenn die Meinungen auseinander driften? Zitat Abs.: 5

»Wir können uns wie Aristarchus als loyale Freunde erweisen, wenn wir nicht nur in guten Zeiten für unsere Brüder und Schwestern da sind, sondern auch in „Zeiten der Not“. (Lies Sprüche 17:17.)«

Und auch hier wieder die Frage: Wer verfügt oder bestimmt darüber, was für mich eine Not ist? Hilfe für die Schwachen bedeutet doch: Alles gemeinsam durchzustehen, alles offen besprechen zu können, sich wahrhaft anzunehmen!?

Spirituelle Begleitung braucht Individualität 

Ich frage mich, angesichts der gutgemeinten Ratschläge: Welcher der ZJ soll eigentlich noch die Kraft zum Helfen haben, neben all dem Predigtdienst, den Zusammenkünften, dem Studieren, der eigenen Arbeit und Familie, ab und an mal einem Hobby? Und wenn wir den WTG-Autoren folgen, gibt es im Leben ›nur‹ zwei Extreme: Das Jammertal oder das Geistige Paradies. Letzteres erinnert hin und wieder auch an einen kollektiven Drogenrausch. Gerade wenn es um Kongresse oder die Hand Gottes im Alltag geht. Ist aber der überlastete Zeuge Jehovas überhaupt noch in der Lage, jemandem wirklich zu helfen? Und inwieweit hat er sich selbst mit dem Thema “seelische Begleitung” befasst? Wie wichtig ist ihm die Autonomie seines Gegenübers? Abs.17:

»Man braucht nicht lange zu suchen, um Brüder und Schwestern zu finden, die Trost brauchen. Vielleicht können wir ihnen mit den gleichen ermutigenden Gedanken helfen, mit denen andere uns getröstet haben. … Wir können den Trost, den wir bekommen, an andere weitergeben.«

Natürlich: Es ist einfacher für den ZJ, der zum seelischen Begleiter wird, auf dem oben beschriebenen Wege seinen persönlichen »Trost« weiterzugeben. Ihm selbst hat es ja geholfen. Er selbst »weiß« doch auch, dass nur Gott es gewesen sein konnte, der so erlösend und unterstützend bei ihm gewirkt hatte.Er denkt sich also: ›Wenn ich nun einfach mal meine Gedanken an ihn vermittle, so lade ich auch keine Blutschuld auf mich. Denn es liegt doch an ihm selbst, ob mein Gesagtes dann auch seine Wirkung zeigt. Es liegt doch an ihm, seinem Verhältnis zu Gott und seinem Glauben.‹

Persönliche Erfahrungen auszutauschen ist eine schöne und auch wichtige, ja, verbindende Sache. Doch zum Thema “spirituelle Not” wird der Zeuge Jehovas nicht dazu angehalten, worauf es wirklich in jener Begleitung ankommt: Den anderen zu unterstützen und auch die spirituelle Autonomie zu gewähren, Vorschläge zu unterbreiten, die Bereitschaft zu signalisieren, mit ihm nach seinen persönlichen ›Wundsalben‹ zu suchen. Wie viele Menschen sind über den Weg, dass Muster und Erfahrungen übergestülpt werden, schon an ihre psychischen und physischen Grenzen gekommen? Man leidet weiter, obwohl man doch so ›guten Rat‹ erhält. »Bei den anderen hat es geholfen. Ich scheine wirklich falsch zu sein. Gott muss an mir etwas ausprobieren oder er zieht mich nicht. Was muss ich nur für ein schuldiges, schlechtes Herz in mir tragen, dass Gott mich nicht möchte?«.

So oder so ähnlich kann es dann ganz schnell bewusst oder unbewusst abgehen, und die Situation beginnt sich sogar weiter zu verschlimmern oder dauerhaft zu befestigen. Es ist so schlicht und dennoch so ungemein beklemmend, was jenes Vorgehen in einem Menschen hinterlassen kann. Diese geschaffenen Illusionen, von Heilmitteln und Wundergaben, für deren Wirkung nur derjenige die Verantwortung trägt, der die Unterstützung benötigt. Er ist auch dann dafür verantwortlich, wenn sie unwirksam bleiben oder unpassend für ihn sind, obwohl er keine Wahl hatte.

Auch ein Hilfsbedürftige sollte sich selbst treu bleiben dürfen

Ein Begleiter oder guter Freund sollte auch dafür da sein, dass der Hilfsbedürftige sich selbst treu bleiben darf. Dass er seine spirituellen Ressourcen entdeckt und benutzt. Denn bei allem, was dem Menschen hilft, trotz Belastungen nicht den Mut zu verlieren, wie er in die Welt und seine Zukunft blickt, gehört Starrsinn beiseitegeschoben. Denn alles verändert sich und ist in einem ständigen Wandel. So muss der Mensch, sich selbst und sein Weltbild und eben auch seine helfenden Ressourcen immer wieder nachjustieren und hinterfragen.

Ein Begleiter oder guter Freund sollte die Persönlichkeit des Hilfsbedürftigen achten.  Und ja, da wird es auch die ein oder andere Ressource, die eine oder andere Lebensphilosophie und Wünsche und Gedanken geben, mit denen er selbst nichts anfangen kann. Ein Mensch, der sich um die Belange eines anderen kümmern möchte, sollte eine große Toleranzgrenze besitzen. Er sollte weit sein, in seiner Auslegung so manch einer Bibelstelle oder dem ein oder anderen Dogma.

Wie es scheint, nimmt der Gott, den Zeugen Jehovas predigen, lieber den Suizid eines seiner Mitglieder in Kauf, anstatt dafür zu sorgen, dass diese wirklich frei und ohne Furcht vor einem Gemeinschaftsentzug sprechen können? Wie wünschenswert wäre es für einen Betroffenen, keine Angst haben zu müssen, als ein böser und wertloser Mensch abgeschrieben zu werden, weil er nach der ersten gescheiterten Ehe einen neuen Weg versucht oder weil er eine Organisation infrage stellt und tiefer nach Gott auf die Suche geht, da er trotz langjährigem Studium kein inniges Verhältnis zu Gott spüren kann? Sollten wir wirklich lieber den Suizid eines traurigen Wesens, eines unglücklichen Menschen, der alles was seine wirkliche Persönlichkeit und Liebesfähigkeit ausmacht, unterdrücken muss und daran zerbricht, in Kauf nehmen? Und dies gilt dann, als ›Reinhaltung der wahren Anbetung‹?

Wie oft sprach man im Artikel von Liebe? 

Ja, wir Menschen sollten immer darauf bedacht sein, andere zu trösten, eine helfende Hand zu reichen und ein tröstendes Wort oder hörendes Ohr anzubieten. Die Triebfeder sollte Liebe sein, doch wie oft sprach man im Artikel von der Liebe? Vielleicht sehe ich das Geschriebene zu kritisch und die roten Lampen leuchten nur für mich persönlich auf, für die meisten aber ist es ein äußerst positiver Artikel der WTG. Ich bin sehr dankbar, in mir etwas zu vernehmen, das auf die Suche nach tieferen Erkenntnissen gehen und die Dinge hinterfragen möchte. Ich erhebe keinen Anspruch auf  Wahrheit, sondern würde mich freuen über andere Gedanken und Anregungen.

[Gesamt: 73   Durchschnitt:  5/5]

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pit

Lieber Bruder.
Sie sind im Schlachtopfermodus.
Das ist nur schwer wegzukriegen.
Friede pit

Silver

“Wo ist jener ‚sichere Ort’, in welchem der Einzelne wirklich wahre Freunde findet, bei denen er gänzlich ohne Angst und Furcht reden kann? Bei denen er auch Zweifel und harte Kritik äußern kann und die dir auch dann treu bleiben, wenn die Meinungen auseinander driften?”

Diese Forum sollte ein solcher Ort sein.

Silver

Meereswoge

Danke Bruder für Deine vielfältigen Seiten des “Trostes”. Interessant die Ausführung unter der Überschrift: Spirituelle Begleitung braucht Individualität und nachfolgender Abschnitt. Der Zeuge ist geprägt auf Erfahrungen, Erfahrungen, Erfahrungen. Die Ältesten haben ihre Ordner voll damit und sie suchen und suchen……da war ja noch die Erfahrung, die dir bestimmt hilft…… Selbst erlebt, bis ich den Bruder bat, seinen Ordner zu schliessen…..Wir sind nicht gelehrt worden, die ganz persönliche Wundsalbe finden zu lassen. Es gibt soooo viele seelische Probleme, die ein Zeuge nie haben dürfte, deshalb spricht er sie schuldbewusst nicht aus. Vom geistigen Hunger ganz zu schweigen, da wir ja… Weiterlesen »

Bernd N.

Ein sehr wertvoller Artikel der den psychologischen Hintergrund des Dilemmas eines jeden ZJ aufdeckt. Früher oder später kommt jeder an diesen Punkt sich eben nicht im geistigen Paradies zu fühlen. Unter anderem in folgendem Satz perfekt erkannt: Die Unterdrückung und Befreiung geht gleichzeitig von der WTG aus. Man braucht Jahre um das zu erkennen, das Gefühl das etwas nicht stimmt hatte man schon so lange. Aber man sucht das Problem immer bei sich selbst. An der liebevollen besten Speise kann es ja nicht liegen! Noch ein Wort zu dem Rat so zu trösten, wie man selbst getröstet wurde…. ja das… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, ich habe mir den WT-Artikel nicht durchgelesen… JZ haben ein grundsätzliches Problem mit Trost, weil die Probleme, die die Menschen haben, überwiegend ganz irdischer Natur sind. Aber JZ leben in einem Kosmos, der ausdrücklich nicht von dieser Welt ist. Wer also JZ ist und Probleme hat, der hat stets selber Schuld, weil er sich nämlich auf irdische Dinge eingelassen hat, statt sich “auf geistige Dinge” zu konzentrieren. So besteht der Rat und der Trost stets darin, sich genau von dem zu trennen, was einen bedrückt und statt dessen mehr Raum für “geistige Dinge” einzuräumen. Und das ist ja… Weiterlesen »

Reni

Wie lebt man denn weiter, wenn man erkennt, dass man sich Liebe verdienen muss? Wie lebt man denn weiter, wenn man wegen der Theokratie alle weltlichen Kontakte vergrault hat? Wie lebt man denn weiter, wenn sich alle von einem zurückziehen, weil man nicht systemkonform weitermachen wird? Wie bezahlt man denn in Zukunft sein Leben, wenn man auf Sparflamme gelebt hat, weil man glaubte, das Ende ist da? Wie lebt man denn weiter, wenn keine Kinder oder Angehörige mehr da sein werden? Wie lebt man ohne Rente, ohne Zukunft in dieser Welt? Gibt es darauf eine Antwort außer: manche haben eben… Weiterlesen »

Nordwestenstorm

Was drängt einen jungen Menschen eine junge ,sehr junge Zeugin dazu dem Leben ein Ende zu setzen? Es soll doch das liebste beste Volk sein mit der besten Botschaft, der liebenswertesten Organisation. Die Kongresse 2019 handelten doch so sehr von Liebe. Was soll das für eine Liebe sein? Wenn dieser Mensch so wenig Vertrauen in dies alles setzen kann und lieber den Freitod wählt? Und die Zeugen erkennen nicht ihre eigene Verantwortung zu fragen was läuft hier verkehrt? Viele Fragen wenige Antworten! Auch ich stand kurz vor dieser Entscheidung dem Leben ein Ende zu setzen . Ein Hirtenbesuch hatte mich… Weiterlesen »

Wildblume

Lieber Bruder, liebe Geschwister! 3 x habe ich diese Abhandlung gelesen. Habe das auf mich wirken lassen, habe dazwischen den WT Artikel gelesen….danach wieder hier. Ich fühlte mich total hilflos, so ganz ohne passende Worte dazu. So viele (wahre) Informationen…. Wenn man jahrzehntelang eben NICHT über die wahren inneren Gefühle und Nöte reden kann, kommt sowas dabei heraus wie bei mir jetzt. Da staune ich, wie man all diese Dinge mit Worten beschreiben, abhandeln und analysieren kann. Dass es dafür bestimmte Ausdrücke gibt. Was eine kognitive Dissonanz ist, lernte ich vor wenigen Jahren. Dass nur ich sie für mich persönlich… Weiterlesen »

Peter

Epheser 4:4 ist nicht wegzudiskutieren. Da hat M.N. und mit ihm alle Christen weltweit völlig Recht. Das von der jw.org gelehrte und von Ede & Moosbrugger nachgeplapperte Kastendenken passt wohl eher zum Hinduismus oder irgendeiner Feudal-Ideologie, aber ganz sicher nicht zum Chistentum. Gerade der Gleichheitsgrundsatz, demzufolge wir alle gleichberechtigte Brüder und Schwestern des einen Vaters im Himmel sind, ist das Fundament des gelebten Christentums.

Johnny

Bei aller Kritik an der „Wahrheit“ muss man doch anerkennen, dass es die klügste Religion der Welt ist. Aufgrund ihrer extremen Weisheit haben sie immer die passende Antwort parat: Fühlst du dich einsam? – Kein Problem, Du musst mehr studieren! Eheprobleme? – Das Studium der „Literatur“ hilft. Arbeitslos? – Alles kein Problem, einfach mehr studieren. Das Geld ist knapp? – Super, dann hat man wenigstens mehr Zeit zum Studieren. Rückenschmerzen? – Finde im Index eine Erfahrung, die Dir hilft! Wurdest du Opfer eines Verbrechens? – Du bist nicht allein, lies Erfahrungen aus Südamerika. Die Covid-19 Krise geht Dir auf die… Weiterlesen »

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