Die soziale Verantwortung der Wachtturm-Gesellschaft – oder:

Trotz Veränderungen den inneren Frieden bewahren” Analyse des Studienartikels aus der Studien-Ausgabe des Wachtturms 10.2018 –

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Die Wachtturm-Gesellschaft strukturiert sich um. Das ist eine unübersehbare Tatsache. Der „Wachtturm“ war früher das zentrale Organ der Zeugen Jehovas; das „Erwachet“ war die „Begleitzeitschrift“. Die Zeitschriften kamen halbmonatlich in einer Stärke von 32 Seiten – das waren je Zeitschrift 768 Seiten jährlich. Nun sind es 3 Ausgaben jährlich mit einer Seitenstärke von 16 Seiten. Das Druck-Volumen hat sich auf ein Sechzehntel oder auf 6,25 % des früheren Umfangs reduziert.

Die Studien-Ausgaben des Wachtturms werden überwiegend am Tablett gelesen, also kaum noch gedruckt. Die Frage, warum 8 Millionen Mitglieder statt 1500 Seiten Lesestoff jährlich nur noch 100 Seiten und 384 Seiten Studienartikel brauchen, soll hier nicht betrachtet werden. Jedenfalls erscheint es völlig logisch, dass die Reduzierung des Druckvolumens auf weniger als 10 % strukturelle Änderungen in den Zentralen der Zeugen Jehovas erfordert, die auch unter der Langbezeichnung: Wachtturm – Bibel – und Traktatgesellschaft bekannt war.

Wer einen Studien-Artikel des Wachtturms liest – darauf müssen wir immer wieder hinweisen – der muss sich klarmachen, dass dieser Artikel nicht für Deutschland geschrieben wurde, sondern einen Inhalt hat, der WELTWEIT gelesen wird. Wer somit einen regionalen Bezug vermisst, der liegt natürlich richtig.

Der Artikel „Trotz Veränderungen den inneren Frieden bewahren“ aus der Oktober-Ausgabe des Studien-Wachtturms 2018 befasst sich mit Veränderungen, die auf entlassene Bethel-Mitarbeiter zukommen. Zwar will der letzte Absatz mit der Formulierung: „Durch eine neue Zuteilung, Krankheiten oder neue familiäre Verpflichtungen…“ den Anschein erwecken, der Artikel befasse sich allgemein mit Veränderungen im Leben – es ist jedoch völlig offensichtlich und ganz klar, dass der Artikel die tausenden von Bethelmitarbeiter weltweit anspricht, deren Mitwirkung in den Druckereien der WTG nicht mehr gebraucht wird und die deshalb die Einrichtungen verlassen mussten.

Hier wiederum kann es nicht um einige tausend Mitarbeiter gehen, sondern vielmehr um die Millionen von Zeugen Jehovas in den Ortsversammlungen, die die Folgen dieser Umstrukturierung dadurch mitbekommen, dass diese Brüder und Schwestern sich nun als normale Verkündiger oder Pioniere in diesen Versammlungen wiederfinden und selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen.

In Deutschland gibt es den konkreten Bezug zu Selters im Taunus, der Deutschland-Zentrale der Zeugen Jehovas. Diese Zentrale kennt jeder Zeuge Jehovas in Deutschland, hat sie wahrscheinlich schon mehrfach besucht und hat vielleicht vor 30 Jahren selbst für Wochen oder Monate mitgeholfen, diese zu errichten oder hat dafür gespendet.

Der Artikel steigt in Absatz 1 und 2 mit „Lloyd und Alexandra“ ein, die über 25 Jahre im Bethel waren. Dann bekamen sie „eine Zuteilung außerhalb“. Die Informationen, die wir über das Schicksal von „Lloyd und Alexandra“ erhalten sind unzulänglich.

Wir wissen nicht, wo das Bethel liegt, das sie verlassen haben. Wir wissen nicht, wohin sie von dort gingen. Wir kennen nicht ihre berufliche Qualifikation sowie ihre erworbenen Qualifikationen im Bethel. Wir kennen nicht ihre familiäre Situation und natürlich wissen wir nichts darüber, ob sie selbst oder ihre Familie – falls sie denn eine Familie haben, vielleicht vermögend sind. Wir wissen einfach über diese 2 Menschen: gar nichts.

Das Verlassen des Bethels war für sie „eine unerwartete Wendung“.  ABER: warum eigentlich? Sind strategische Entscheidungen der WTG nicht langfristig vorbereitet? Konnten sich Lloyd und Alexandra nicht bereits Monate vorher darauf vorbereiten, sich außerhalb des Bethels eine Zukunft aufzubauen? Wieso kam ihr Ausscheiden aus dem Bethel „unerwartet“?

Fragwürdige Vergleiche 

Die Absätze 3 und 4 machen deutlich, wie die WTG agiert – und sie schreibt es uns ganz deutlich – wir müssen es einfach nur lesen und verstehen:

Die WTG agiert wie eine Horde eifersüchtiger Geschwister, die ihren Bruder in die Sklaverei verkaufen. Die WTG agiert auch wie ein ungerechter Herrscher, der Menschen willkürlich ins Gefängnis wirft, obwohl eine Anklage nicht bewiesen ist. Das jedenfalls ist der Vergleich, der in dem Artikel herangezogen wird: so böse und so willkürlich wie Joseph behandelt wurde, so kann es auch Bethel-Mitarbeitern passieren – und dann sollten sie sich an Joseph also ein Beispiel nehmen.

Ab Absatz 6 gibt es wieder „Beispiele aus unserer Zeit“:

„Ryan und Juliette“ erfuhren, dass sie keine Sonderpioniere mehr sein würden“.

Was wissen wir über „Ryan und Juliette“? Sie waren Sonderpioniere – das heißt, sie gingen keiner Erwerbstätigkeit nach und verwendeten ihre Zeit vollständig darauf, in den „Predigtdienst“ zu gehen. Das System funktioniert bei Zeugen Jehovas so, dass „Sonderpioniere“ ein gewisses geringes Entgelt von der WTG erhalten, im Übrigen aber nach Möglichkeit auch aus der Versammlung heraus, in der sie dienen, unterstützt werden.

Warum sollten sie nun nicht mehr im bisherigen Ausmaß predigen? Wir wissen es nicht.

Warum wurde ihr Status als Sonderpionier beendet? Wir wissen es nicht.

Wo leben sie, welche Bildung haben sie, welche Ausbildung haben sie? Wir wissen es  nicht.

Was unternahmen sie? Sie beteten und danach waren sie beruhigt und hatten inneren Frieden.

Wie erging es ihnen danach? Wovon lebten sie und wie ist ihr weiteres Schicksal? Auch darüber erfahren wir nichts.

Für „Philip und Mary“ (es fehlt nur noch der Hinweis: Namen sind von der Redaktion geändert) kam es ganz dicke: sie wurden aus dem Bethel entlassen, in kurzer Zeit starben deren beide Mütter und ein weiterer Verwandter. Der Vater von Mary ist dement und sie kümmert sich um ihn. Nun vertrauen sie auf Jehova und haben viele fleißige Bibelschüler.

Wovon leben sie?

Wie geht es ihnen?

Wir wissen es nicht.

An dieser Stelle wird wiederum Joseph, der von seinen Brüdern in die ägyptische Sklaverei verkauft wurde, angeführt.

Die tausenden von Vollzeitdienern, deren physische Existenzgrundlage sowie ihr jahrzehntelanger Dienst plötzlich durch die WTG beendet wird, sollen sich vergleichen mit einer biblischen Figur aus dem Alten Testament; mit der Familie der Stammväter des Volkes Israel, mit Menschen, mit denen Gott direkt handelte und die dann Teil der biblischen Chronik wurden. Sie sollen sich ein Beispiel nehmen an Menschen, denen Gott Visionen gab, mit denen er Wunder wirkte und die neben dem Pharao des Alten Ägypten, der als Gott verehrt wurde, regierten. Alles, was man dafür tun muss, ist Gottvertrauen und Gebet.

Die Absätze 14 – 16 bieten sodann Philippus als Beispiel an, der im ersten Jahrhundert missionierte. Dem sei im Laufe der Jahrzehnte auch allerlei passiert – immer was anderes – und er wurde sehr gesegnet.

Absatz 17 erteilt den Rat, wenn Du bei der Wachttumgesellschaft ein „Vollzeitdiener“ bist und aus dem Vollzeitdienst entlassen wirst: diene einfach weiter. Ob du nun Arbeit hast oder nicht: einfach irgendwas dienen im Bereich der Organisation – dann segnet Gott das und es geht Dir prima. Wichtig ist es, „auf Jehova zu vertrauen“.

Zeugen Jehovas sind stolz darauf, dass sie eine „Organisation“ haben. Diese „Organisation“ – eigentlich in Großbetrieben eine Selbstverständlichkeit, ist für sie aber nicht einfach die Leitung einer Kirche, nein: es ist der Mitteilungskanal Gottes. So weit, so gut. Allerdings könnte man eigentlich erwarten, dass eine „Organisation“ auch organisiert, wenn es was zu organisieren gibt. Das tut die WTG jedoch nicht:

Eine Schicksalhafte „Veränderung“?

Die WTG stellt die Entlassung von Vollzeitdienern als schicksalhaft hin, als „Veränderung“, der man mit Gottvertrauen begegnen muss. Die Entlassung aus Zweigen des „Vollzeitdienstes“ wird in einem Atemzug genannt mit Todesfällen und anderen Schicksalsschlägen.

Mit keiner Silbe wird auch nur angedeutet, dass den Menschen, die ihr Leben seit Jahrzehnten in den Dienst der WTG gestellt haben, ein Übergang in das weltliche, in das zivile Leben angeboten wird. Eine Verantwortung der Organisation der Zeugen Jehovas für diese Menschen wird nicht einmal erwähnt, völlig außer Betracht gelassen, totgeschwiegen. Stattdessen werden im Absatz 4 angebliche Beispiele von Ehepaaren erwähnt und erklärt, dass sie Gottvertrauen hatten und alles wurde gut.

Das asoziale Verhalten der WTG

Menschen, die sich darauf einlassen, ihr gesamtes Leben in den Dienst der Organisation der Zeugen Jehovas zu stellen, tun dies in dem Glauben, dass die „Organisation“ für sie sorgen wird. Niemandem wird versprochen, dass er ein leichtes Leben hat oder in Luxus leben kann, aber es besteht die Erwartung, dass man in dem Gefüge der Organisation der Zeugen Jehovas eine Lebensstellung haben kann, wenn man es denn will.

Findet nun ein Strukturwandel statt, der tausende von Arbeitskräften freisetzt, so sollte man erwarten, dass dies rechtzeitig angekündigt und den Menschen geholfen wird, den Übergang zu finden. Das tut jeder Großkonzern und das ist für einen Arbeitgeber eine soziale Verpflichtung und eine Selbstverständlichkeit. Zeugen Jehovas erwähnen dies jedoch nicht einmal, geschweige denn, dass sie es erwägen oder auch nur im Ansatz umsetzen.

Stattdessen wird die Verantwortung für die Menschen bei ihnen selbst gesehen. Vier wunderbare Beispiele sollen zeigen: vertraue auf Gott und Du wirst Gelingen haben. Dabei wird der Begriff „dienstorientiert“ geprägt.
Im Umkehrschluss bedeutet dies aber folgendes:

  • Die WTG trägt keine Verantwortung für die von ihr entlassenen Mitarbeiter.
  • Jeder trägt die Verantwortung für sich selber; Hilfe und Beistand gibt es von der Organisation nicht.
  • Wer Glauben hat, der wird mit der Situation zurechtkommen.
  • Wer mit der Situation nicht zurechtkommt, der hat keinen ausreichenden Glauben – und ist somit selber schuld.

Die Vorgehensweise der Organisation wird als schicksalhaft dargestellt, obwohl die Organisation genau weiß, was sie tut. Die Reduzierung der Drucktätigkeit auf weniger als 10 % des früheren Volumens, die Umstellung auf neue Medien sowie die Aufkündigung von bezahlten Predigern, den Sonderpionieren „fallen nicht vom Himmel“, auch wenn dies so dargestellt wird, Jehova und Christus erwarten das die finanziellen Mittel sinnvoll verwaltet werden.

Eine Organisation sollte den Menschen dienen

Jede „Organisation“ sollte denen dienen, für die sie „organisiert“. Nicht die Mitglieder einer Organisation sollten der Organisation dienen, sondern die Organisation sollte ihren Mitgliedern dienen. Bei Zeugen Jehovas herrscht jedoch das Selbstverständnis, dass man der Organisation dient, weil diese ja von Gott geleitet ist. Der Zusammenhalt unter Zeugen Jehovas ist vielfach sehr gut. Ich vermeide das Wort „vorbildlich“, weil man die Frage stellen muss, woher dieser Zusammenhalt rührt und was er bewirkt.

Zeugen Jehovas sind männlich dominiert. Frauen haben keinerlei Führungsaufgaben. Das ist eine Tatsache, die wir wertfrei in den Raum stellen können. Zeugen Jehovas haben hierarchische Strukturen – von oben nach unten. Es findet in der Organisation der Zeugen Jehovas keinerlei Demokratie statt. Auch das können wir feststellen, ohne es zu bewerten.

Zeugen Jehovas haben einen guten Zusammenhalt untereinander, dieser ist aber geknüpft an die Religionszugehörigkeit und der Dienstbereitschaft für die Organisation. Freundschaften innerhalb der Glaubensgemeinschaft werden begrüßt; verlässt jemand jedoch die Glaubensgemeinschaft, so endet damit die Freundschaft zwischen dieser Person und seinen Freunden aus der Glaubensgemeinschaft nicht nur von einem Tag auf den anderen – derjenige wird krass geschnitten – das Verlassen der Gemeinschaft hat die Ächtung durch alle Zeugen Jehovas weltweit zur Folge.

Verlust der Ordenszugehörigkeit

Was bedeutet das? Zeugen Jehovas entlassen ihre Vollzeitdiener aus dem Orden, ohne ihnen die wirtschaftliche und soziale Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen oder zu erleichtern. Sie übernehmen für die Menschen keine wie auch immer geartete Verantwortung. Bethel-Mitarbeiter sind Teil einer Ordensgemeinschaft. Das bedeutet das der von der WTG eingerichtete Orden, ähnlich eines Klosterordens, für die Ordensmitglieder eine lebenslange Fürsorgepflicht hat. Dafür legen die Bethel-Mitarbeiter und Sonderpioniere ein schriftliches Armutsgelübde ab. (https://www.jehovaszeugen.de/uploads/media/Amtsblatt_2006_Nr._1.pdf )

Wer freiwillig diesen Orden verlässt verliert natürlich alle Ansprüche einer Versorgung. Lediglich für die Jahre die er im Orden, spricht im Vollzeitdienst der WTG stand, muss die WTG auf Grund eines Urteils  einen pauschalen Beitrag an die Rentenversicherungsanstalt zahlen. Vor diesem Hintergrund verstehen wir die Absicht der WTG, wenn sie die Vollzeitdiener drängt freiwillig eine Bewerbung für den “Allgemeinen Pionierdienst” einzureichen. Von nun an müssen diese Brüder nach 20 – 30 Jahren Vollzeitdienst wieder selber für ihren Lebensunterhalt sorgen.

Menschen, welche plötzlich nach 20 – 30 Jahren, so aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden ist das sicherlich ein Schock.

Die Verantwortung für das eigene weitere Schicksal wird den Betroffenen selbst überlassen; an  Beispielen wird gezeigt, dass dann, wenn man „dienstorientiert“ ist und der WTG einfach möglichst viel weiter dient, man auch wirtschaftlich und sozial überleben wird.

In Wahrheit wird die Belastung – und zwar weltweit – in die Ortsversammlungen verlagert, wobei die Organisation davon ausgeht, dass eine Ortsversammlung so „erfahrene und treue Diener“ schon nicht im Stich lassen wird.

An dieser Stelle stellen wir die Frage in den Raum:

Was ist davon zu halten und wie ist es zu bewerten, wenn die „Organisation Jehovas“ auf diese Weise mit Menschen umgeht. Zeugen Jehovas wurden über viele Jahrzehnte eingeladen, als Vollzeitdiener im „weltweiten Werk“ ihr Leben zu verbringen. Wenn die Organisation diese Menschen nun nicht mehr beschäftigen will, also nicht mehr für ihre Unterkunft, Ernährung und Kleidung aufkommen möchte, wie sollte sie sich dann gegenüber diesen Mitarbeitern verhalten?

Das, was die Organisation jetzt tut, ist: sie tun – schlicht und ergreifend: nichts!

In Deutschland gibt es Gesetze, die die WTG zwingen, gewissen Sozialversicherungspflichten nachzukommen. Dies tut die WTG, und zwar nach einem Mindeststandard – keinen Cent mehr. Im Übrigen schreibt die WTG in ihrem „Wachtturm“ – von 8 000.000 Zeugen Jehovas im Dezember 2018 studiert: wir tun nichts; unsere ehemaligen Vollzeitdiener müssen viel Glauben haben, viel beten und dienstorientiert sein – dann werden sie inneren Frieden haben.

Wir laden ein, darüber nachzudenken, ob eine weltweit agierende „Organisation Gottes“ so handeln darf.

Als Verkündiger einer Versammlung, die einen Vollzeitdiener aufgenommen hat, unterstützt Du diesen vielleicht persönlich, im zivilen Leben anzukommen und Fuß zu fassen. Das betrachtest Du als Deine christliche Pflicht. Aber frage Dich: warum musst Du das tun? Wieso musst Du Deine Zeit, Deine Kraft, Deine Mittel gezwungenermaßen für jemanden aufwenden der in diese Notlage durch eine Organisation kam, der du schon Mittel zur Verfügung gestellt hast, damit für diese Personen gesorgt werden kann? Warum die Betroffenen in der wirtschaftlichen und sozialen Lage, in der sie jetzt sind? Ja, wenn Du hilfst, dann wurde geholfen – und damit Gebete erhört?

Wir laden dazu ein, den Artikel vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen noch einmal zu betrachten:

  • Welche 4 Beispiele aus neuerer Zeit werden real dargestellt?
    (es gibt in Wirklichkeit keinerlei Informationen zu den persönlichen Schicksalen der Brüder.)
  • Ist die Entlassung aus dem Vollzeitdienst wirklich schicksalhaft?
  • Ist es richtig, Vollzeitdiener, welche Jahrzehnte treu dienten, dem „Segen Gottes“ zu überlassen und als Organisation keine Verantwortung zu übernehmen?
  • Ist die Situation eines Vollzeitdieners im Dienste der Organisation Jehovas zu vergleichen mit der Situation von Joseph, den seine Brüder in die ägyptische Sklaverei verkauften und der von seinem Herrn, dem Pharao von Ägypten zu Unrecht angeklagt und eingekerkert wurde? Taugt dies als Beispiel dafür, „die Rettung Jehova zu überlassen – wenn man doch nur genug Glauben hat“?

Letztlich trägt jeder Zeuge Jehovas eine Mitverantwortung für das, was seine „Organisation“ tut, weil jeder Zeuge Jehovas diese durch seine Mitgliedschaft und Unterstützung mitträgt. Verantwortung kann man insoweit weder abgeben noch abwälzen. Hier geht es tatsächlich um das Schicksal tausender von Brüdern und Schwestern.

Verantwortung in die Hände Gottes zu legen ist erst dann möglich und erlaubt, wenn man selbst seine Verantwortung nach Kräften wahrgenommen hat. Das gilt für die Organisation der Zeugen Jehovas genauso wie für jeden einzelnen gläubigen Christen.

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RoKo

Ihr Lieben. Die Gegendarstellung von RA Armin Pikl zur Erlangung des Körperschaftstatus ab Seite 31 ff, insbesondere die Bereich ee) Sozial- und Arbeitsrecht aufgrund der Benennungen im Rechtsgutachten von Prof. Dr. jur. Christoph Link  https://www.jw.org/de/aktuelle-meldungen/rechtlich/nach-regionen/deutschland/verleihung-koerperschaft-oeffentlichen-rechts-jehovas-zeugen/ bringen wichtige Details ans Licht. Links: 1) https://www.wahrheitenjetzt.de/download/jehovas-zeugen-koerperschaft-des-oeffentlichen-rechts-kdoer/ ab Seite 31 funktioniert nicht mehr. 2)  https://www.sektenausstieg.net/wp-content/uploads/1998/01/Rechtsgutachten.pdf ab Seite 32   Ich habe das Dokument aus Link 1 vorliegen, tippe ab: Seite 31 Zitat: Er [wohl Prof. Dr. jur. Christoph Link] verkennt den Unterschied zwischen “Vollzeitdienern” einerseits, die ihren Lebensunterhalt selbst unter anderem als Beamte, Angestellte, Arbeiter usw. bestreiten, sich also wirtschaftlich selbst unterhalten, und andererseits den “Vollzeitdienern”,… Weiterlesen »

Wildblume

Wildblume@Bert Lieber Bert, vielen Dank für die gute  Artikelanalyse. Von diesem WT war ich besonders enttäuscht. Ich fragte vor Monaten mal nach, warum so viele Betelithen gehen müssen. Ich wurde auf diesen WT verwiesen und hoffte (warum eigentlich…..) auf eine klare Antwort. Die gibt es natürlich nicht. Der vorausgehende Artikel “Vertraue der dynamischen Führung des Christus” stimmt schon Mal darauf ein, dass Jesus heute durch die Org zukunftsorientiert ist. Eine Woche später dann dieser schwammige Artikel. Die Brüder leiden….Schuld ist die Org, aber das steht natürlich nicht drin. Wir haben in der Ortsversammlung ein Sonderpionierpaar aus Selters. Sie sagte mir,… Weiterlesen »

LuRa

Leute Leute Leute,

 

ihr schießt euch doch ins eigene Knie. Tausende sind “rausgeschmissen” wurden, und keiner (keiner!) in Deutschland beschwert sich, dann lasst doch solche Artikel. Warum beschweren die sich, die damit nichts zu tun haben, um denen angeblich zu helfen, die sich nicht beschweren!?

Ich habe den Eindruck, dass “Bruderinfo” sich langsam zur WTG 2.0 entwickelt.

LG

LuRa

 

Heinz

Hallo,  fragt doch mal nach Namen bei denen die aus Selters entlassen wurden, wie sie gezittert und gebibbert haben. Ich als ehemaliger Bethelmitarbeiter weiß nur zu gut was da alles gelaufen ist. Man denke nur an Bruder Rolf Neufert und seiner Frau. Jahrzehnte lang im Bethel, erst in Wiesbaden-Dotzheim und dann nach Selters mitgezogen. Rolf wir brauchen Dich und Deine Frau nicht mehr hier im Bethel Selters! Das fleißige, selbstlose, pflichtbewusste und kinderlose über 70 jährige Ehepaar nach 40 Jahren einfach weg mit euch. Zum Glück haben Sie noch in Ostdeutschland eine Hausmeistertätigkeit  von der WTG in „Königreichsssaal“ als Almosen… Weiterlesen »

RoKo

Oh je, wo antworte ich jetzt. Also Markus, ich sehe noch BGB § 530 ff gegeben und könnte dort ansetzen. Wäre noch die Verjährung maßgeblich, das viele Dinge erschwert, ggf kann man Anfechtungen wegen Täuschung durch bekommen, aber 10 Jahre sind bei vielen Dingen auch schon verstrichen. Und dann, wie beweist man eine Klageerhebung? Daran scheitere ich auch gedanklich. Wie einige Schreiber schon anführten, es geht auf BI eher darum, Fakten zu publizieren, als traurig und emotional irgendwelchen alten Kamellen nachzujammern. Damit fällt man in tiefes Selbstmitleid statt zu erstarken. Jeder Mensch macht step by step seine eigenen Fortschritte. Diese… Weiterlesen »

Lusan

Wir haben daher die WTG enterbt. Schlusserbe wird eine Stiftung sein, die den Nachlass für div. Projekte einsetzen wird. Davon haben dann alle Menschen nutzen.

Wir sind froh, diesen Schritt rechtzeitig durchgeführt zu haben.

Heinz

Hallo, unzählige Einladungen und Ansprachen für „die Bewerbung zum Betheldienst“ wurden von der WTG abgehalten. Den jungen Brüdern wurde immer versprochen im Betheldienst wird man nicht wie in der Welt Satans arbeitslos. So viele hab ich gesehen die hier in Selters mit Idealismus gestartet sind, doch nach einiger Zeit sind diese hart auf den Boden gelandet. Voll auf den „harten Betonboden“ der WTG.   Auer……….. Die ganze Jugendzeit, ja das ganze Leben verschwendet, alles für eine Lüge. Es ist verwunderlich über viele Jahrzehnte, ja über ein Jahrhundert man Menschen verführen, belügen und betrügen kann. Manche merken  bis zum Tode noch nicht… Weiterlesen »

Omma&Oppa

Ihr Lieben, ich weiß nicht, wo ich mein persönliches Anliegen unterbringen kann, und hoffe BI wird mir jetzt nicht den Kopf abreißen. Wir sind von einer neuen Telefon-/Internetgesellschaft geschluckt worden.  Das bedeutet zeitweise kein Telefon und kein Internet, und wenn wir dann wieder da sind, haben wir auch neue E-Mail-Adressen, denn die alten können wir dann nicht mehr verwenden. Mit einer Ausnahme, die Adresse, die wir unter “private Kontakte” angegeben haben, also     wegsucher51@web.de     bleibt bestehen, da sie nichts mit dem neuen Anbieter zu tun hat, natürlich müssen wir auch dort erst wieder online sein. Das Ganze soll Anfang Februar losgehen. … Weiterlesen »

O.W.Schön@Zweigkomitee

VERKAUFSARGUMENTE FÜR SELTERS! Liebes europäisches Zweigkomitee, falls das Bethel Selters trotz aller Dementis dennoch verkauft werden sollte, hätte ich ich ein paar Verkaufsargumente für Euch parat, mit denen ihr die getäuschte europäische Bruderschaft wieder besänftigen könntet. Dabei könnt ihr die Synonyme für Schubsen gut verwenden, die hier benutzt werden! “Jehova schubste uns, das treue und verständige europäisches Zweigkomitee, über den Ärmelkanal nach England und so folgen wir dem REMPLER Gottes bis ins wunderschöne neue Bethel in Temple Farm. “Jehova schubste die rund 1000 gehorsamen Bethelmitarbeiter unvermittelt auf die Strasse und dort werden sie sich sicherlich von dem STOSS, der ihnen… Weiterlesen »

Hupsi

Herrlich, es geht wieder. und herzlichen Glückwunsch, ihr Lieben 😊
Ihr seid unermüdlich und ich danke euch von ganzem Herzen 😘 viele liebe Grüße.
Hupsi

Anna

Liebe BI-Arbeiter, liebe Schwestern und Brüder,
vielen lieben Dank für die Arbeit. Der Kreisaufseher hat kürzlich vor Websites gewarnt, die die Brüder mit abtrünnigem Gedankengut informieren 🙂
Herzliche Grüße Anna

Ulla

Hallo an den Admin! Und an alle!
Wie schön! Es darf weitergehen! Ihr habt euch so viel Mühe gemacht, das sieht alles supi aus! Ich danke euch!
Ich freu mich sehr!
LG Ulla

O.W.Schön@turtle

Himmlischer Geldregen: 2,1 Milliarden US Dollar für 37 New Yorker Grundstücke Hallo turtle, ein echt spannender Link, den Du uns hier auf BI gepostet hast! Einmal mehr beweist Dein Link, wie hoch die kriminelle Energie der JW.Org tatsächlich ist. Der Macht und Gewinn orientierte Vorstand des US amerikanischen Konzerns JW.Org (auch als Leitende Körperschaft bekannt) bettelt öffentlich um Geld und pumpt die Ärmsten der Armen an, während er gleichzeitig Milliarden von Dollar auf Hunderten von Geheimkonten parkt. Hohe kriminelle Energie der JW.Org: https://jwleaks.org/ Ich erinnere an Samuel Herd, der als routinierter Fernsehprediger vor laufenden Kameras “weinte und wehklagte”, wie schlecht… Weiterlesen »