Die „moralische Reinheit einer Organisation Gottes“

Die Organisation der Zeugen Jehovas bezeichnet sich als die „reine Organisation Gottes“ und die Praxis des Gemeinschaftsentzugs ist für sie das Mittel, diese Reinheit zu bewahren. Im Wesentlichen bezieht sich der Anspruch der Reinheit auf die sittlich/moralische Ebene und konzentriert sich allem voran darauf „unerlaubten sexuellen Handlungen“ entgegenzuwirken, aber auch „falschen (nicht-WTG-gemäßen) Lehren“, die – obgleich sie „richtiger“ und „biblischer“ als WTG-Dogmen sein mögen – dennoch als „unrein“ gelten, da sie nicht in Übereinstimmung mit der WTG-Lehre sind.

 

 

Unter dem Anspruch „Reinheit der Organisation oder der Christenversammlung“ wird alles aus dieser entfernt, was nicht WTG-willensgemäß ist, insbesondere „abtrünniges“ kritisches Gedankengut. Auf dieser Grundlage glauben Jehovas Zeugen, die einzig wahre Organisation zu sein, welche die sittlichen Wertmaßstäbe Gottes verteidigt und hochhält. Ist dem aber wirklich so? Werden sie diesem Anspruch gerecht? Bei einer genaueren Betrachtung findet man wirklich keine Beweise für diese Behauptung.

Damit möchte ich nicht sagen, Jehovas Zeugen seien im Grunde amoralische Menschen, das sind sie gewiss nicht — im Gegenteil — sie versuchen mehrheitlich wirklich nach „biblischen Grundsätzen“ (eine typische WTG-Worthülse) zu leben. Aber man kann und darf von keiner Menschengruppe Vollkommenheit erwarten, außerdem weiß ich, dass man auch in anderen Religionsgemeinschaften anständige Menschen mit hoher Moral findet.

Zudem gibt es keinen Beweis für die Behauptungen der WTG, sie seien typischerweise allen anderen religiösen Gemeinden moralisch so überlegen, dass sie sich dessen zu Recht rühmen dürften, auch wenn sie dies in ihren Publikationen immer wieder anmerken, Zitat aus dem Wachtturm w52 1. 5. S. 131-134:

„Es gibt heute tatsächlich nur zwei Organisationen in der Welt. Die eine ist diejenige Gottes, und die andere gehört dem Teufel, der der „Gott dieses Systems der Dinge“ ist. Somit ist die Organisation, die Jehova Gott nun zur Rechtfertigung seines Namens und Wortes errichtet, auf Liebe (und Reinheit) aufgebaut. … Die Grundlage dieser Organisation ist Liebe. Wenn also jemand von diesem Grundsatz der Liebe und der Hingabe des einen an den andern in dieser Versammlung abweicht, ist es an der Zeit, ihn aus der Versammlung hinauszutun.

Wir müssen aufhören, Umgang mit ihnen zu haben, weil sie nicht rein sind.Sie arbeiten nicht zur Verteidigung des Namens Jehovas und seines Wortes. Sie arbeiten nicht im Interesse des Aufbaus dieses Leibes in Liebe. Sie arbeiten gegen die Organisation.“

Genau genommen wird hier behauptet: Wer nicht zu uns gehört, ist Teil der Organisation des Satans. Jehovas Zeugen sehen sich demnach mit ihrer Organisation als Bewahrer der Reinheit des Leibes Christi. Wer diesem Anspruch nicht gerecht wird, muss ausgeschlossen werde, denn er arbeitet gegen die Organisation. Tatsächlich steht die Reinheit der Organisation über dem Gebot der Liebe, wie sie von Christus gefordert wurde, Zitat weiter:

„Wenn wir also die Organisation rein erhalten wollen, was sind dann einige der Dinge, die wir aus der Versammlung wegfegen sollten? Geistige und moralische Gründe führen zum Entzug der Gemeinschaft. Moralische Gründe sind Ehebruch, Hurerei, Diebstahl und Trunkenheit“.

Als moralische Gründe werden also Ehebruch, Hurerei, Diebstahl und Trunkenheit angeführt. Lasst uns einen Augenblick bei dem Punkt „sexuelle Verfehlungen“ bleiben, denn die meisten Gemeinschaftsentzüge geschehen auch bei Jehovas Zeugen aufgrund sexueller Verfehlungen. Diebstahl, Betrug oder Verleumdung spielen kaum eine Rolle. Es sind hauptsächlich sexuelle Verfehlungen und Abtrünnigkeit, sprich Kritik an der Lehre und dem heuchlerischen Verhalten der Organisation, die zum Ausschluss führen.

Was die sexuellen Verfehlungen anbelangt, ist festzuhalten, dass es auch unter Jehovas Zeugen  viele „sexueller Verfehlungen“ gibt wie in anderen Kirchen. Die Organisation hat hierüber zwar nie Daten erhoben und daher liegen darüber keine offiziellen Statistiken vor, doch aufgrund meiner fast sechzigjährigen Zugehörigkeit zu dieser Organisation und langjähriger leitender Funktion als Ältester, vermute ich, dass statistisch gesehen, zwischen den Zeugen Jehovas und denen vieler anderer Religionsgruppen kein großer prozentualer Unterschied bei zerrütteten und geschiedenen Ehen, jugendlicher Delinquenz oder anderem Fehlverhalten besteht.

Hier folgt die WTG dem Syndrom des Pharisäers in Jesu Gleichnis: „Gott-ich-danke- dir-dass-ich-nicht-so-bin-wie-die-anderen“.

Erfahrungsgemäß argumentiert die Organisation auf diesen Einwand, dass Jehovas Zeugen insofern überlegen seien, dass sie etwas gegen Übeltäter unternähmen und allen reuelosen Sünder die Gemeinschaft entzögen, wodurch sie „die Organisation rein erhielten.“ Man müsse einfach anerkennen, dass sie dort, wo Fehlverhalten sichtbar wird, handeln. Es ist jedoch leicht, Gemeinschaftsentzüge aussprechen, doch erheblich schwieriger ist es einem „Übeltäter“ zu helfen, wieder auf den rechten Weg zu gelangen, was die eigentliche Aufgabe eines wahren Hirten ist.

Das Ahnden von Fehlern hingegen und der Ausschluss von angeblichen „reuelosen Sündern“ allein, macht eine Organisation noch nicht „rein“ und gegenüber anderen Organisationen, in Bezug auf Reinheit, überlegen.

Wie wir ja feststellen konnten, erfolgen bei Jehovas Zeugen die meisten Gemeinschaftsentzüge entweder aufgrund sexuellen Fehlverhaltens oder wegen  sogenannter Abtrünnigkeit, weniger wegen Diebstahls oder ähnlichen Vergehen, wo man doch relativ sicher beurteilen kann, ob der Sünder seine Tat bereut. Bei sogenannten sexuellen Verfehlungen, wie Ehebruch oder Hurerei, gestaltet sich das sehr viel schwieriger und die Umstände sind oft kompliziert. Wenn man z.B. von einem jungen Paar, das sich liebt und vorehelichen Geschlechtsverkehr hatte, als Beweis der Reue, weitere Treffen nur unter Aufsicht verlangt, um körperliche Nähe zu verhindern, wird man wohl eher auf Ablehnung stoßen. Diese Ablehnung wird dann von dem Komitee als Zeichen von Reuelosigkeit bewertet.

Im Gegensatz zu dem, was Jesus vorlebte, werden von der WTG eingesetzte Älteste angehalten, die „echte Reue“ eines Sünders zu ermitteln und sich dabei eng an die Vorgaben des Ältestenhandbuches zu halten. Die Feststellung von echter Reue beim Sünder erfolgt ausschließlich nach den Vorgaben der Organisation. Damit entscheiden die Ältesten, im Namen der WTG, ob ein Sünder Gottes Barmherzigkeit verdient oder nicht. Sie fällen damit eine Entscheidung, die ein gläubiger Christ eigentlich nur Jesus Christus überlassen kann und sollte. Zitat aus diesem Ältestenbuch:

„Echte Reue liegt dann vor, wenn der Sünder ein tiefes Bedauern erkennen lässt wegen seines gestörten Verhältnisses zu Jehova und der Schande, die er auf seinen Namen und seine Organisation gebracht hat“.

Es geht also um das angeblich gestörte Verhältnis zu Jehova und der Schande, die der Sünder über die Organisation gebracht hat.

Trägt das Entfernen von „Sündern“ zur Reinheit der Christenversammlung bei?

Ein Beispiel mag uns helfen, diese Frage zu beantworten: Eine Regierung würde alle Personen, die mit ihren Beschlüssen und ihrer Herrschaftsform nicht einverstanden sind und sie verletzen, konsequent ausweisen. Doch das wäre kein Beweis, dass es in diesem Land keine Dissidenten oder Unzufriedenen mehr gibt, wenn die Ausweisungen Jahr für Jahr so weitergehen. Und wenn alle Verbrecher in einem Land ausgebürgert oder hingerichtet würden, bedeutete das auch nicht, dass es dort keine Kriminalität mehr geben und das Land als verbrechensfreie Zone, gegenüber allen anderen, besser dastehen würde.

Die gelegentlich zu hörende Feststellung, kein Zeuge Jehovas sei (außer aus Gewissensgründen) im Gefängnis, ist ebenfalls irreführend. Dass einem Zeugen, der wegen eines Verbrechens verurteilt wurde, die Gemeinschaft entzogen wird, ehe oder sobald er ins Gefängnis eingeliefert wird, ändert nichts daran, dass er zu der Zeit, als er das Verbrechen beging, ein Zeuge war.

In Wirklichkeit kann sich die Organisation der Zeugen Jehovas zu keiner Zeit mit Recht rühmen, einzigartig „rein“ zu sein, denn es gibt nie einen Zeitpunkt, an dem nicht gerade Tausende von Personen innerhalb der Organisation schweres Unrecht verüben. Während du diese Zeilen liest, wird ein gewisser Prozentsatz von Personen in der Organisation dem Ehepartner untreu, begeht Hurerei, betrinkt sich, handelt habsüchtig und unehrlich, wie aus den dafür bereitstehenden, umfangreichen, internen Dateien hervorgeht.

Viele verlassen ihren „Weg der Sünde“, ohne bei einer Verhandlung vor einem „Rechtskomitee“ ihre Reue zu beweisen und führen nun ein vorbildliches Leben. Gleichzeitig pflegen andere schon seit vielen Jahren unentdeckt und heimlich einen schlechten Lebenswandel.

Trotz tausender Ausschlüsse pro Jahr weist auch nichts darauf hin, dass der Anteil an Übeltätern heute kleiner ist, als vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren. Entscheidender, für die Frage der moralischen Überlegenheit, ist, dass die Organisation nicht zeigen kann, dass es in ihr prozentual weniger Übeltäter gibt, als in vielen anderen Religionsgemeinschaften. Sie bestätigt in keiner Weise das Bild eines einmalig reinen „geistigen Paradieses.“

Deutlich wird es in Verbindung mit dem Thema Kindesmissbrauch

Die australische Royal-Kommission für die Aufarbeitung von institutionellem Fehlverhalten im Umgang mit Kindesmissbrauch stellt fest:

„Neben der katholischen Kirche haben vor allem auch Zeugen Jehovas massiv versagt und grob fahrlässig gehandelt“.

Die wichtigsten Punkte aus dem Abschlussbericht. Weil man aufgrund dieser Masse nicht allen Fällen detailliert nachgehen konnte, untersuchte die Kommission insgesamt 57 Fallstudien näher, die danach ausgesucht wurden, in welchen Organisationen und Gruppen auffällig viele Berichte über Missbrauch vorlagen, sowie nach Verfügbarkeit von Zeugen, Dokumenten und hinsichtlich der Frage, ob systemisches Versagen vorlag.

Allein 2.489 der befragten Opfer von Kindesmissbrauch entfielen dabei auf die Katholische Kirche — knapp 62 Prozent aller Fälle. Aus den Reihen der Zeugen Jehovas kamen 70 Opfer zu Wort.

Das hört sich relativ wenig an, im Vergleich zur katholischen Kirche. Doch diese Zahlen muss man richtig einordnen. Die 70 Zeugen Jehovas-Befragten machen 0,1 Prozent der Zeugen Jehovas in Australien aus — wohingegen der Prozentsatz in der katholischen Kirche bei 0,045 Prozent liegt. Der Anteil bei den Zeugen Jehovas ist also ungleich höher. So viel zu der Behauptung, die Organisation der Zeugen Jehovas könne sich mit Recht rühmen, einzigartig „rein“ zu sein.

Weltweit hat also auch die Organisation der Zeugen Jehovas ein großes Problem mit Kindesmissbrauch in ihren Reihen. Aber sie ist nicht bereit, dies offen zuzugeben. Lieber arbeitet sie weiter an ihrer Fata Morgana einer sittlich reinen und einzigartigen Organisation Gottes, welche von ihren Anhängern gerne geglaubt wird. Frech wird behauptet, alle diese Missbrauchstäter seinen ja in Wirklichkeit keine wahren Zeugen Jehovas gewesen, sondern böse Menschen die sich in die Organisation eingeschlichen haben. Zitat Abs. 3: Studienwachtturm Mai 2019

„Leider ist Kindesmissbrauch ein weltweites Problem, von dem auch echte Christen betroffen sind. Es gibt heute so viele „schlechte Menschen und Betrüger“, und manche versuchen, in die Versammlung einzudringen (2. Tim. 3:13). Außerdem ist es vorgekommen, dass einige, die vorgaben, zur Versammlung zu gehören, perversem sündigem Verlangen nachgegeben und Kinder sexuell missbraucht haben.“

Ja, die schlechten Menschen, die Kinder missbrauchen, sind in der Welt zu finden, aber nicht in unserer Organisation. Was für eine anmaßende Argumentation.

Wer oder was gewährleistet die Reinheit der Christenversammlung?

Eine christliche Organisation, die alle ihre „Sünder“ in die Welt abschiebt? Wenn wir von der Reinerhaltung der Versammlung sprechen: Wer oder was hält eine Versammlung rein? Was reinigt einen Menschen und hält ihn rein und damit eine ganze Christenversammlung? Es ist einzig und alleine das Opferblut Christi. Christi Opfer ist die Basis der gesamten christlichen Reinheit. Solange dies die Organisation der Zeugen Jehovas nicht verstanden hat, ist jeglicher Versuch, die Reinheit durch Ausschluss von Sündern erreichen zu wollen, zum Scheitern verurteilt. Gerade die Bereitschaft eines Christen, sich zu seiner Sündhaftigkeit zu bekennen und um Gnade und Barmherzigkeit zu bitten und dies auch seinem Mitchristen zuzugestehen, zeichnet einen Christen aus, nicht die „Reinheit“, sondern die Liebe.

Als Jesus mit seinen Jüngern bei Matthäus, einem Zolleinnehmer, zu Gast war, fragten die Pharisäer seine Jünger:

»Weshalb gibt sich euer Lehrer mit solchen Sündern und Betrügern ab?« Jesus antwortete: »Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken! Begreift doch endlich, was Gott meint, wenn er sagt: ›Wenn jemand barmherzig ist, so ist mir das lieber als irgendwelche Opfer und Gaben. Ich bin gekommen, um Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten.«

Es waren die Pharisäer, die glaubten, sie würden vor Gott rein und annehmbar stehen, wenn sie sich von „Sündern“ trennen würden, anstatt sie der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen. Jesus schickte keinen Sünder weg. Er sah seinen Auftrag darin, Sünder in die Gemeinschaft mit Gott zu rufen und nicht solche, die sich sowieso für gut genug hielten.

Jesus schließt das Kapitel mit einer Veranschaulichung über die Notwendigkeit von Barmherzigkeit und Vergebung. Der Verlust auch nur eines “kleinen Menschen” ist für Jesus nicht hinnehmbar, auch wenn er ein Sünder ist. Solange er an das Opfer Jesu glaubt und ihm vertraut, haben wir kein Recht, dieses Vertrauen in Frage zu stellen und ihn zu verurteilen. “Wehe dem Menschen, der ihn zum Straucheln bringt“, sagt Jesus in Mat. 18:6

„Denn wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben (oder mir vertrauen), zum Stolpern bringt, für den wäre es besser, man würde ihm einen Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals hängen und ihn im offenen Meer versenken.“

Tausende Zeugen Jehovas sind in der Vergangenheit, durch die Ausschlusspraxis der WTG und ihrer Rechtskomitees, im Glauben zum Straucheln gebraucht worden und haben ihren Glauben an Gott und ihr Vertrauen in das Opfer Jesu verloren.

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Der Glaube an die moralische Reinheit oder gar Überlegenheit der jw.org ist die Folge eines cerebralen Lockdowns ihrer Schäfchen.

Liebe Freunde, wie so oft: ein guter Artikel, der zum Nachdenken anregt. Da der Artikel sich mit verschiedenen Themen befasst und diese miteinander verknüpft, kann er nicht alle Aspekte beleuchten… Ich möchte mich wie folgt äußern: Das eine Gemeinschaft Leute aus derselben ausschließt, wenn diese nicht (mehr) die Werte der Gemeinschaft teilen, ist legitim. Es ist das Wesen von Gemeinschaften, bestimmte Ziele zu verfolgen und bestimmte Werte zu vertreten. Und es ist das Wesen des Menschen, seine Auffassung entsprechend einer sich ändernden Perspektive zu ändern. Dies kann dazu führen, dass man eine Gemeinschaft verlässt – vor allem, wenn man sich… Weiterlesen »

In meiner zum Glück sehr kurzen Zeit bei den ZJ fand ich damals interessant, dass einige ZJ ganz bewußt einem Plan nachgingen, wenn sie ein Ziel verfolgten, das gegen die Vorschriften der ZJ war. Beispiel…eine verheiratete ZJ lernte einen anderen Mann kennen, ließ sich ausschließen, ließ sich scheiden, heiratete den neuen Mann und ließ sich dann wieder aufnehmen. Ich erlebte viele Ausschlüsse wegen Unsittlichkeit, bis hin zu 3 mal. Das zeigt mir doch, dass viele ZJ das andere Leben auch leben wollen und dann nach Plan vorgehen. Aber wo ist da die Ehrlichkeit und Reinheit?

Zum Thema allgemein Reinheit in der Versammlung steht in Verbindung mit HeiligkeitJa. Gott gebietet Christen: „Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin“ (1. Petrus 1:16). Natürlich erreichen unvollkommene Menschen niemals Gottes vollkommenen Maßstab für Heiligkeit. Dennoch können Personen, die Gottes gerechten Gesetzen gehorchen, als „heilig“ und „für Gott annehmbar“ betrachtet werden (Römer 12:1). Wer sich bemüht heilig zu sein, spiegelt das in seinen Worten und Taten wider. Er oder sie befolgt beispielsweise den biblischen Rat, „heilig [zu sein] und [sich] von sexueller Unmoral fern[zuhalten]“ sowie im „ganzen Lebenswandel heilig [zu werden]“ (1. Thessalonicher 4:3, NW, 2013; 1. Petrus 1:15, NW, 2013). Jesus bringt Heiligkeit mit… Weiterlesen »

… niemand … niemand hat das Recht, ˋmoralische Vollkommenheit´ zuerwarten wer DAS erwartet, belügt SICH, SEINEN Nächsten und Gott kurz um Lupo… ein lesenswerter Artikel warum? Dein Artikel und die bis dato postulierten Erfahrungen zeigen eines: Der von JWorg geforderte, erwartete Anspruch … Göttlich zu sein… ˋheilig, heilig, WIE DER … „Wachtturm … Je.. ho .. was .. auch immer“ … löst sich … ratzifaatzi in … Nichts auf … die Gründe sind benannt kurz noch: Dein letzter Satz Lupo bringt deren Verantwortung auf den Punkt UND …PS… und der ist blööd für alle Jehoovisten: es gibt gottwillige Menschen, die… Weiterlesen »

„Gleichzeitig pflegen andere schon seit vielen Jahren unentdeckt und heimlich einen schlechten Lebenswandel.“ — Und ob, und ob, auch im Bethel, auch Älteste! Weil alles nur sündige Menschlein sind. Aber selbst wenn alle sittlich-moralischen Verfehler tatsächlich aufgespürt werden könnten … Von welchem Wert ist es denn, mit einer Organisation verbunden zu sein, die von zahlreichen Irrlehren verunreinigt ist? Diese „Nuss“ wird diese unreine Organisation nicht mehr knacken können. „Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nicht Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt… Weiterlesen »

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Ihr Lieben, einer der aufschlussreichsten Belege für die tatsächliche Bedeutung der WTG-Neusprech-„Rein(heits)“-Vokabel bietet der wt vom 15.7.2013 S. 12 Abs. 8: „…nach dem Tod von Bruder Russell im Oktober 1916 kam innerhalb der eigenen Reihen Widerstand auf. Vier der sieben Vorstandsmitglieder der Watch Tower Bible and Tract Society lehnten sich gegen die Entscheidung auf, Bruder Rutherford die Leitung zu übertragen. Sie versuchten, die Brüder zu entzweien, verließen aber im August 1917 das Bethel. Welch eine Reinigung!“ Hier wird also das Wegekeln und Eliminieren „rebellischer Vorstandsmitglieder“, die sich den totalitären Machtgelüstchen eines Möchtegernrichters und Usurpators entgegenstellten, und zwar in dem Bestreben, den Wünschen… Weiterlesen »

Hallo Lupo,
danke für den zum Nachdenken anregenden Artikel.
Das Bemühen durch aussondern – eine Kerngruppe zur „Reinheit“ zu bringen und diese dann als erstrebenswerte elitäre Gemeinschaft zu präsentieren, ist geschichtlich wahrlich nichts Neues. Was damit gleichzeitig belegt, das es kein christlicher Gedanke sein kann.
Jesus sprach von getünchten Gräbern – oberflächlich rein; doch was zählt ist der Inhalt.

Ein Nachtrag zu meinem Artikel Begriff Heiligkeit: In den Einleitungen zu den Briefen des Paulus werden die Christen oft als Heilige beschrieben, Bsp.1. Kor. 1:2 und 1. Kor. 6:11 D.h. mit anderen Worten, wir werden zu Heiligen durch den Glauben an Jesus ( Lösegeld ) und somit auch reingewaschen, aber Text geht weiter. Es besteht hier der direkte Zusammenhang, Heiligung erhalten wir nur durch das Lösegeld Christi. Das ist aber erst der Anfang, wir brauchen auch zusätzlich den Geist unseres Gottes. Und das ist das Problem jeder Organisation, auch der WTG. Daher muss jeder von uns dafür sorgen, eine gute… Weiterlesen »

Hallo zusammen.
Passt zu dem Thema. Gerechtigkeit der FIRMA in „neuem Glanze“.
Das neue Buch der selbsternannte Richter von WTG.
https://www.reddit.com/r/exzj/comments/ap5cuq/das_%C3%A4ltestenbuch_ist_soeben_in_deutsch_erschienen/
Vorsicht! Übelkeit ist vorprogrammiert!
Gruß niky

Hier hab ich was ganz geheimes im Internet gefunden. Auf keinen Fall lesen. Ihr macht euch alle strafbar. !!!

https://avoidjw.org/de/hutet-die-herde-gottes/

https://jw2go.org/php/X/pub.php?pub=sfl_X_202004.pdf

LG Matthew

Reinheit und Heiligung entsprach Gottes Willen für die Israeliten: Sie sollten heilig und geheiligt leben und sich von den verdorbenen Wegen der Völker um sie herum fernhalten, abgesondert (2. Mo 19:6; 3. Mo 11:44). Auch von Christen wird Heiligung abverlangt — sonst wären sie nicht Christen (Heb. 12:14). Der Prozess der fortwährenden Heiligung (Endergebnis: Heiligkeit) dauert ein Leben lang, in dessen Verlauf ein Nachfolger Jesu seine in seiner Natur begründete Sündhaftigkeit immer wieder tötet (Röm. 8:1-17) und er immer mehr verwandelt wird, um Jesus ähnlicher zu werden (2. Kor. 3:18; 5:17). Um wirklich heilig und rein zu leben, müssen wir… Weiterlesen »

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