Die Frucht einer soliden Hoffnung

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Die Frucht einer soliden Hoffnung ist ihre Erfüllung. Wer dagegen ständig trügerische Hoffnungen weckt, die zum anvisierten Zeitpunkt nicht in Erfüllung gehen, ist ein Dieb und Betrüger. Warum denn ein Dieb? Weil er dem Hoffnungsträger die Kraft des Vertrauens raubt, ihn um seine Vision bringt, ihn zermürbt und schließlich verbittert und hoffnungslos sich selbst überlässt. Diese Tatsache mag auch mit ein Grund sein, warum eine große Zahl von Zeugen Jehovas unter Depressionen und psychosomatischen Krankheiten leiden.

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Wie aber kann ein gebrochener Mensch immer wieder Kraft und Mut schöpfen, wenn er befürchten muss, erneut betrogen zu werden? Menschen wenden sich hoffnungs- und glaubensvoll an Gott, weil sie auf die Einlösung seines Versprechens hoffen.

Wie sieht es aber aus, wenn der Hoffende nicht auf die Aussagen Gottes, sondern auf vollmundige Versprechungen nichtautorisierter Quellen vertraut? Kann es sein, dass man wegen mangelnder Geduld dem Schöpfer die Zeit nicht einräumen will, die er für die Erfüllung seiner Verheißung festgesetzt hat? Denn dann steht man in der Gefahr, sich durch verlockende Äußerungen in die Irre führen zu lassen, und wer unberechtigte Hoffnungen verbreitet, ist nur ein irregeführter Irreführer oder ein blinder Blindenführer.

Nun vermittelt uns die Wachtturm-Organisation immer wieder die eine langgehegte Hoffnung, die sie seit jeher eigenmächtig an bestimmte Zeitpunkte geknüpft hat. Wie die schmerzliche Erfahrung aber deutlich macht, führten die hochgespannten Erwartungen der Hoffenden – oder Betrogenen – immer wieder zu Enttäuschung, Ernüchterung und bei nicht wenigen zu Verbitterung und Aufgabe ihres Glaubens, an welchem sie nach jahrelangem Ringen Schiffbruch erlitten hatten.

Indem die Wachtturm-Organisation die biblischen Grundlagen für die Hoffnung auf das langersehnte Paradies zu ihrem eigenen Vorteil missbraucht, um ihre Schäfchen bei der Stange zu halten, sie aber nur Jahr um Jahr vertröstet, stellt sich die Wachtturm-Organisation selbst an den Pranger. Zunächst weckt sie das Interesse der Menschen mit der biblisch begründeten Hoffnung auf ewiges Leben in einem Paradies. Bereits im nächsten Schritt aber verlässt sie die biblische Plattform und setzt ihren Fuß auf den trügerischen Boden spekulativer Wunschvorstellungen in der Absicht, ihre Schäfchen mit der unbegründeten Hoffnung zu impfen, dieses Paradies zeige sich spätestens bis zu einem bestimmten, bewusst anvisierten Datum. Ebenso gut könnte man würfeln oder ein Horoskop befragen.

Spätestens dann, wenn eines der jeweils auserkorenen Jahre, 1914, 1925, 1975 oder eine proklamierte Zeitspanne (man denke an „diese Generation“) vorübergegangen war, ohne dass sich die erwarteten Ereignisse eingestellt hatten, wäre es angesichts all der enttäuschten Hoffnungen an der Zeit gewesen, seine Überlegungen demütig und bescheiden zu überdenken. Anstatt sich aber bei der um ihre Hoffnung geprellten Gefolgschaft zu entschuldigen und sich reumütig einzugestehen, dass man sich geirrt hat, nahm man immer wieder Zuflucht zu der Formulierung „neues Licht“, nur um sich nicht die Blöße eines falschen Propheten geben zu müssen. Und so stolpert man lieber von einer absurden Erklärung, welche als „neues Licht“ verkauft wird, zur nächsten, vom Schlimmen zum Schlimmeren. Nun regiert das Königreich seit 1914 schon über hundert Jahre und feiert diese falsche Lehre wie ein Jubiläum. Und was die Generationsfrage betrifft, so hat man keine Skrupel sich auf eine Erklärung zu versteifen, die lächerlicher nicht sein kann: die sogenannte „überlappende Generation“. Wahre Brüder mit tiefer Liebe und aufrichtigem Interesse zur ganzen Bruderschaft würden so etwas nicht machen, schon gar nicht wiederholt.

Einer der Hauptursachen, weshalb sich Menschen von der Wachtturm-Organisation so sehr angezogen fühlen, liegt in der bunt ausgemalten Vision eines baldigen irdischen Paradieses, die in nahezu jeder ihrer Publikationen zu finden ist. Durch Formulierungen wie das Ereignis „geschehe bald“ oder sei „sehr nahe“, stehe „vor der Tür“ oder „unmittelbar bevor“ ködert man Menschen, noch ehe sie überhaupt dazu kommen, sich näher mit den biblischen Grundlagen zu befassen.

Obwohl diese Hoffnung an sich biblisch begründet ist, wird sie doch gemeinsam mit unbiblischen Forderungen nach einem strengen Leistungsprinzip dazu missbraucht, weiterhin die Macht der Organisation zu stärken und die Leistungsbereitschaft von Millionen für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Den Treibstoff hierzu liefert die regelmäßig aufgefrischte Hoffnung auf baldige Erfüllung aller geweckten Sehnsüchte.

Als Christus vorhersagte, es würden falsche Messiasse auftreten, da sprach er auch von Leuten, die sagen würden: „Die Zeit ist nahe gekommen!“ Und er gab den Rat: „Lauft ihnen nicht nach!“ Luk 21:8

Leider fanden die von unserer Organisation geweckten Erwartungen und ihre damit einhergehenden Prognosen bis zum heutigen Tag noch keine Erfüllung. Um diese Tatsache zu verschleiern, präsentiert man der leichtgläubigen Bruderschaft Leistungen der Organisation als Erfüllung biblischer Prophezeiungen. Da werden dann die Aktivitäten und Erfolge der Organisation als Beweis der Herrschaft des Königreiches Gottes dargestellt, und der verblendete Zeuge nimmt nicht wahr, dass jede Religionsorganisation ähnliche Erfolge, wenn nicht sogar größere, aufweisen kann.

So fühlten sich weltweit Millionen von Menschen immer wieder um ihre Hoffnungen betrogen und verraten. Sie mussten sich dann schmerzlich eingestehen, dass sie einem Trugbild, einer Fata Morgana aufgesessen waren; von der Schmach, die viele empfanden, die mit den Prognosen der WTG voller Überzeugung an die Öffentlichkeit getreten waren, einmal ganz zu schweigen.

Wie glaubensschwächend es sich doch auf viele auswirken musste, als sie enttäuscht erkannten, dass sie viele Jahre lang einem Irrlicht gefolgt waren. Doch wegen der sozialen Bindung zu den Brüdern und aus Verlustangst, ihre Gemeinschaft zu verlieren, brachten sie meist nicht die Kraft dazu auf sich, von der Organisation endgültig zu trennen.

Junge Leute haben voller Hoffnung geglaubt, sie würden „in diesem System nicht mehr alt werden“ und Paare hatten ihre Familienplanung samt Kinderwunsch auf später, ins „Neue System“, aufgeschoben. Andere sind darüber alt geworden und standen oft vor teils schweren finanziellen Problemen, weil sie zur Unzeit Wohnung oder Haus verkauft hatten, in der Hoffnung, der nahe geglaubte Systemumbruch würde sie von aller Last befreien. So scheiterten oft ganze Lebensentwürfe, weil man sich auf falsche Hoffnungen gestützt hatte.

Andere wieder begannen, auf der Grundlage eines so genannt „neuen Lichts“ sich auf die nächste Fata Morgana einzulassen, vielleicht auch, weil man das einzigartige Gefühl nicht missen wollte, die Pforten zum neuen System würden sich demnächst exklusiv für die Zeugen öffnen.

Trotz alledem versteift sich die Organisation weiterhin auf das Jahr 1914 als einem der wichtigsten Stützpfeiler in ihrer spekulativen Eschatologie (= ein theologischer Begriff, der eine „Lehre vom Anbruch einer neuen Welt“ bezeichnet, siehe Wikipedia). Nach wie vor vermittelt die Wachtturm-Organisation im Brustton der Überzeugung, mit Gewissheit sagen zu können, dass die Zeit nun sehr nahe“ sei und dass Menschen, die in dem beschriebenen Zeitraum lebten, zuversichtlich davon ausgehen könnten, nicht mehr sterben zu müssen.

Die neueste Behauptung zu dieser Frage gipfelt in der Aussage: “Als Jesus auf der Erde war, erklärte er: „Von jenem Tag und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel der Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Mat. 24:36). Später wurde Christus im Himmel die Macht übertragen, gegen Satans Welt zu kämpfen (Offb. 19:11-16). Deshalb wird Jesus jetzt wohl wissen, wann Harmagedon ausbrechen wird.

WT Juli 2016, Studienartikel:  Wach bleiben — jetzt wichtiger denn je!

Eine Aussage, welche auch nur einen Vermutung ist um Angst und Druck zu erzeugen. Denkt daran liebe Brüder, Jesus hat den Termin schon erfahren und vorgemerkt.

Die Gläubigen mit solch illusionären Hoffnungen zum wiederholten Male hinzuhalten, zeugt von Überheblichkeit und zugleich von Geringachtung des Fußvolkes. Auf die wahre, biblisch begründete Hoffnung wirkt diese Vorgehensweise zunehmend zersetzend und ist dazu angetan, den echten Glauben an Gottes Verheißung zu untergraben. Da muss die Frage nach den Nutznießern und deren Motivation erlaubt sein: „Cui bono?“ – „Wem zum Vorteil?“, wem nützt das?

Bei zahlreichen Brüdern musste ich selbst mit ansehen, wie sie durch das unangebrachte Drängen im Zusammenhang mit den Voraussagen über das Jahr 1975 einen schweren Vertrauensverlust erlitten und wie ihr Glaube an das Wort Gottes und seine Verheißungen ernsten Schaden genommen hat.

Noch bis weit in die 90er Jahre war im Vorwort der Zeitschrift Erwachet sinngemäß zu lesen: „Diese Zeitschrift stärkt das Vertrauen in den Schöpfer Jehova Gott, der versprochen hat, noch zu Lebzeiten der Generation, die 1914 erlebt hat, das Paradies wiederherzustellen.“

Einige haben äußerst große seelische Spannungen ertragen müssen. Es gab Familien, die jahrelang unter wirtschaftlichen Belastungen litten, Männer, die in der falschen Hoffnung vorschnell ihre sichere Arbeitsstelle gekündigt hatten und hernach bei der zermürbenden Suche nach einer neuen Arbeit oft mit Alkoholproblemen kämpften. Ältere Menschen blickten in eine trostlose Zukunft, weil sie sich Versicherungen hatten auszahlen lassen, in der Hoffnung, das Neue System werde sie demnächst auffangen. Wieder andere mussten sich mit schweren gesundheitlichen Problemen herumschlagen, weil sie notwendige Operationen oder Behandlungen aufgeschoben hatten, in der falschen Erwartung, im baldigen Neuen System würde Gott ihre Gebrechen heilen.

Diese herben Enttäuschungen waren den geistigen Ergüssen einer Person zuzuschreiben, die anschließend von einer Organisation als unverbrüchliche Wahrheit verbreitet wurde. Indem die verantwortliche Führungsriege dies heute alles leichthin abtut, muss sie sich den Vorwurf falsch geweckter illusionärer Hoffnungen und zerstörter Erwartungen gefallen lassen.

Sowohl Christus und später auch Paulus gaben die dringende Empfehlung, besonnen zu bleiben und sich nicht vorschnell durch irdische Ereignisse oder Vorhersagen einiger eitler Wichtigtuer erschrecken zu lassen.

„Was nun das Kommen unseres Herrn Jesus Christus angeht und unsre Vereinigung mit ihm, so bitten wir euch, liebe Brüder, dass ihr euch in eurem Sinn nicht so schnell wankend machen noch erschrecken lasst – weder durch eine Weissagung noch durch ein Wort oder einen Brief, die von uns sein sollen –, als sei der Tag des Herrn schon da.“ 2. Thess. 2:1,2

Die Wachtturm-Schriften beschreiten indes genau den entgegengesetzten Weg. Sie greifen ständig spektakuläre Ereignisse der Weltbühne auf, um beunruhigende Vorahnungen zu wecken, etwas Welterschütterndes im Sinne ihrer Vorhersagen stehe bevor. Damit schüren sie ständig Angst und ein drückendes Gefühl der Dringlichkeit, in den Anstrengungen beim Predigtdienst und der fleißigen Literaturabgabe nur ja nicht nachzulassen. Solange der Druck anhält und die hohe Erwartungshaltung auf das nahe Ende aufrechterhalten werden kann, ist die Gefahr gering, dass jemand die Unhaltbarkeit der WT-Interpretationen entlarven könnte. In den relativ wenigen Fällen, in denen dies doch passiert, drängt man auf rasches Einlenken und reumütigen Schulterschluss, da andernfalls ein Gemeinschaftsentzug droht.

Damit hat die Wachtturm-Organisation ein Rezept gefunden, wie sie mit jeder jeweiligen unruhigen Weltsituation die haltlose Gewissheit erzeugt, eine Katastrophe stünde bevor und münde nahtlos in den Schlusskampf von Harmagedon ein. Zeiten vermehrter Gewalt und Unruhe sind für sie der Beweis für die Richtigkeit ihrer Vorhersagen und dafür, dass „die Zeit sehr nahe“ sei. Entspannt sich dagegen die Situation wieder und tritt eine Zeit gewisser Ruhe ein, dann stützt man sich auf das Pauluswort über „Frieden und Sicherheit“ aus 1.Thessalonicher 5:3 und wertet dies als Beweis dafür, dass die „plötzliche Vernichtung“ der alten Welt bevorstehe. Auf diese Weise wird ein Zustand ständiger erregter Erwartung erzeugt.

In den Wachtturm-Schriften liest sich das dann so: „Die Prophezeiung zeigt, dass kurz vor dem Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge der Ruf ‚Friede und Sicherheit!‘ in außergewöhnlicher Weise laut wird – ob seitens der Vereinten Nationen oder unabhängig davon seitens politischer und religiöser Führer.“

Zitat aus Erwachet, 22.10.1984, S.6:  „Aber heute, in den letzten Monaten der Präsidentschaft Ronald Reagans und im Tauwetter der Glasnost-Politik (Politik der Offenheit) des Generalsekretärs Gorbatschow, scheint man ernsthaft über eine Entschärfung der Lage auf dem Gebiet der nuklearen Rüstung zu sprechen. Ob dies ein Vorspiel davon ist, daß für die Welt im allgemeinen Frieden und Sicherheit angekündigt wird, können wir nicht voraussehen. Doch in Übereinstimmung mit der biblischen Prophetie halten Christen genau nach dieser Ankündigung Ausschau.“

Darüber sind mittlerweile nahezu 30 Jahre vergangen, und die Information, die damals wie eine weithin beachtete Leuchtkugel abgefeuert wurde, ist längst erloschen. Das scheint für die WTG aber nie Anlass für eine Richtigstellung oder gar eine Entschuldigung bei ihren, in unnötiger Weise aufgeschreckten, Lesern gewesen zu sein.

Zitat aus Erwachet, 8.4.1988, S.14:Es wird jedoch noch ein weiteres Ereignis eintreten, das als ein unverkennbares Signal für die nahe bevorstehende Weltvernichtung gilt; gemäß 1.Thessalonicher 5:3 handelt es sich um die Ankündigung von ‚Frieden und Sicherheit‘!“

Doch der Zusammenhang, in dem die Worte des Paulus stehen, spricht gegen diesen Standpunkt, denn er sagt: „Über den Zeitpunkt, zu dem das geschehen wird, Brüder, brauchen wir euch nichts zu schreiben. Ihr selbst wisst, dass der Herr so unvorhergesehen kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn die Menschen sagen werden: ‚Alles ist ruhig und sicher‘ [‚Friede und Sicherheit‘: NW, Herder, Revidierte Elberfelder Bibel], wird plötzlich der Untergang über sie hereinbrechen.“ 1.Thessalonicher 5:1-3

Dieser künstlichen Aufregung, in welche die Organisation weltweit Millionen ihrer getreuen Untertanen versetzt, ist bei einfacher Betrachtung der Aussage Jesu aus Mat. 24:44 aber gar nicht angebracht, denn wenn es in der Welt besonders turbulent zugeht und man denken könnte, das nahe Ende stehe bevor, kommt es garantiert nicht: „Seid also zu jeder Zeit bereit, denn der Menschensohn wird gerade dann kommen, wenn ihr am wenigsten damit rechnet!“

Und da der „Tag des Herrn“ wie ein Dieb hereinbricht, der sich für gewöhnlich auch nicht zuvor ankündigt, ist die Hysterie der WT-Organisation nur mit bewusst gesteuerter Angstverbreitung zu erklären. Wir tun also gut daran, geistig wach zu bleiben und die diesbezüglichen biblischen Aussagen mit Ruhe und Besonnenheit zu betrachten und uns nicht durch Panikmache zu einer unbegründeten Haltung hinreißen zu lassen.

Die von Zeit zu Zeit wiederkehrenden Ankündigungen von „Frieden und Sicherheit“, die die Nationen im Verlauf der Geschichte bis heute immer wieder von sich gegeben haben, erwiesen sich als gegenstandslos und kurzlebig, ebenso wie all die warnenden froschgleichen Unkenrufe und voreiligen Ankündigungen der WTG, die sich darauf stützen.

Folgende Ankündigungen der WTG waren lediglich ein Aufputschmittel, das geeignet war, die Erwartungshaltung der Bibelforscher und ihren blinden Eifer weiter anzuheizen:

– „Bereits im Jahre 1915 äußerte C. T. Russell, der erste Präsident der Watch Tower Society, auf einem Kongress die Ansicht, die vorhergesagte Zeit, in der der Frieden ausgerufen werde, habe mit der ersten Haager Friedenskonferenz (1899) begonnen. Der Erste Weltkrieg machte die Ergebnisse der Konferenz von Den Haag jedoch wieder zunichte, und im Kriegsjahr 1916 starb Russel.

– Im Jahre 1917 preschte dann sein Nachfolger J. F. Rutherford mit seiner Sicht der Dinge vor und verkündete, auf diesen Krieg würde als Erfüllung der Worte aus 1.Thessalonicher 5:3 eine „(kurze) Friedenszeit“ folgen und bald darauf käme das „Ende“. Die „plötzliche Vernichtung“ ließ jedoch auf sich warten.

– Mitte der 1930er Jahre schrieb Rutherford, dass „nun“ die Zeit für die vorhergesagte Friedensankündigung (seiner Meinung nach aus Rom) gekommen sei, doch vorher würden die Zeugen Jehovas mit ihrem Werk weltweit zum Schweigen gebracht. – Auch diese Hoffnung blieb unerfüllt. Stattdessen begann der Zweite Weltkrieg.

– Im Jahre 1940 schrieb Rutherford, der Krieg werde durch eine kurze Friedenszeit unterbrochen und direkt darauf folge Gottes Krieg von Harmagedon. Nach dem Tode von Rutherford, im Jahre 1942, versicherte man in der Broschüre “Peace – Can It Last?”, geschrieben von Fred Franz und als Schlüsselvortrag anlässlich eines Kongresses von N. H. Knorr gehalten, auf Seite 26 weiterhin, „die Friedensperiode nach dem Zweiten Weltkrieg werde ‚nur von kurzer Dauer sein‘ und darauf folge rasch Harmagedon.”

Heute, ein halbes Jahrhundert danach, leben wir immer noch in dieser Friedensperiode, die schon länger andauert als irgendeine Friedenszeit zwischen den Großmächten in der Geschichte je zuvor gedauert hat, und wieder erwies sich die „sichere Hoffnung“ als Flop.

– In den 1970er Jahren hieß es in Veröffentlichungen der Wachtturm-Gesellschaft mit Blick auf 1975: Gegenwärtig finden befremdende Ereignisse statt“, und: „Diese Prophezeiung [über Friede und Sicherheit] scheint schnell ihrer Erfüllung entgegenzugehen.“ Erwachet 22.1. 1973, S. 14

– Das Jahr 1986 wurde zum internationalen „Jahr des Friedens“ erklärt, was Raum für weitere Spekulationen bot, um die hochgespannten Erwartungen der Leser weiter lebendig zu erhalten. Die Wachtturm-Gesellschaft brachte ihr Buch Frieden und Sicherheit – Wie wirklich zu finden? heraus, in welchem sie die Ankündigung von „Frieden und Sicherheit“ prognostiziert und sie als „untrügliches Signal“ für die nahe bevorstehende Vernichtung der Welt deutet. Und erneut wurde viel heiße Luft ohne Wahrheitsgehalt produziert.

– Die Zeitschrift Erwachet vom 08. September 1991 (S.10) enthält beispielsweise den folgenden Absatz: Jehovas Zeugen sind fest davon überzeugt, dass die Vereinten Nationen in allernächster Zukunft eine bedeutende Rolle bei den Weltereignissen spielen werden. Zweifellos werden diese Entwicklungen sehr spannend sein. Und die Ergebnisse werden einen weitreichenden Einfluss auf uns haben. … Die Bibel zeichnet ein klares Bild davon, dass den Vereinten Nationen sehr bald Macht und Autorität gegeben werden wird. Die UNO wird dann sehr erstaunliche Dinge tun, die wahrscheinlich viele verblüffen werden. Und es wird einen begeistern, zu erfahren, dass es noch ein besseres Friedensinstrument gibt, das mit Sicherheit schon bald endlosen Frieden und Sicherheit bringen wird!“

Die bemühte Rhetorik bedient sich höchst emotionsbesetzter Wendungen – „in allernächster Zukunft“, „sehr spannend“, „erstaunliche Dinge“, „die wahrscheinlich viele verblüffen werden“. – Eine solche Rhetorik ist einzig dazu geeignet, den Leser zu blenden und an seiner Einsicht zu hindern, dass eigentlich nichts Stichhaltiges gesagt wurde, auf das man sich berechtigter Weise verlassen könnte. Schlägt man dann den angeführten Bibeltext in Offenbarung 17:7-14 nach, auf den sich diese Behauptungen offenbar stützen sollen, findet man dort nur die Beschreibung eines symbolischen wilden Tieres mit sieben Köpfen (die nach Aussage der Bibel sieben Könige darstellen) und zehn Hörnern (die für zehn andere Könige stehen) sowie eines achten Königs, der „den sieben entstammt“.

Im Zerrspiegel der jeweiligen Wachtturm-Auslegungen betrachtet, verkommt das vermeintlich „klare Bild“ aus der Offenbarung zu einem Phantasiegebilde unbegründeter Erwartungen. Während man andere religiöse Gruppen der Fehlinterpretation der Bibel aufgrund mangelnder Bibelkenntnis herabwürdigt, sehen sie den Balken im eigenen Auge nicht.

Auch in den neuesten Ausgaben der Zeitschriften finden wir bereits wieder dieselbe emotionsüberfrachtete Kaffeesatzleserei über die „unmittelbare Zukunft“, wie in der zuvor angeführten Publikation aus dem Jahre 1991.

Betrachten wir doch einmal die Wirkung dieser ständigen Falschmeldungen: Sie hinterlassen enttäuschte, glaubensgeschwächte Menschen, die ihre Hoffnung mehr und mehr begraben sehen und ihre angebrachte Wachsamkeit zusehends aufgeben.

Eher früher als später wird dieser gesamte hochgespannte Gefühlsmix vorgezogener Erwartungen in sich zusammenbrechen. Die einst glaubensgehorsamen Menschen werden sich frustriert wieder ihrem Alltag zuwenden und dabei die göttlichen Warnungen vor geistiger Schläfrigkeit allmählich vergessen. Wenn sie sich dann wieder ihren Geschäften und der Sorge um ihren Unterhalt zugewandt haben und der Herr Jesus Christus mit großer Herrlichkeit kommt, werden sie vermutlich eingeschlummert sein.

„Und nun ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen und wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Ein Rauch seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet. All solches Rühmen ist böse. Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde. Jakobus 4:13-15

Ist das genau genommen nicht schon immer die Absicht des großen Gegenspielers seit Anbeginn gewesen? Sollte es uns entgangen sein, wie zielstrebig und hinterlistig er unseren Glauben an Gottes Verheißung untergraben, unsere Entschlossenheit und unser Gottvertrauen gegen Gleichgültigkeit und Schläfrigkeit eintauschen will?

Was also bleibt zu tun?

Die Antwort kann nur lauten, unsere Hoffnung ausschließlich auf die Bibel selbst zu stützen und nicht auf die Interpretation des Sklaven, der nur Panik und Angst schürt, um seine Schafe zu manipulieren, indem er sie zu weiterer Arbeit in seinem Sinne antreibt. Wir haben gesehen, dass in der Neuzeit wiederholt falsche Hoffnungen geweckt wurden, die sich allesamt nicht erfüllt haben. Die logische Schlussfolgerung daraus kann doch nur sein, sich von der Quelle falscher Aussagen zu distanzieren und eigene Nachforschungen anzustellen, auch wenn dies der Sklave nicht billigt. Vergessen wir dabei bitte nicht, dass die zu erwartenden turbulenten und aufrüttelnden Ereignisse am weltpolitischen Ereignishorizont eben nicht die unmittelbaren Vorboten für Harmagedon sind.

Die Frucht trügerischer Hoffnung dagegen bedeutet Enttäuschung, Frustration, Scham und womöglich die völlige Aufgabe unserer Glaubensziele, was nur den Feind – Satan – freuen kann und was nur ihm nützt. Beherzigen wir also folgende Empfehlung:

„Lasst uns aber im Gutes-tun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.“ – Gal. 6:9 (Schlachter)

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Anna

Lieber Autor, liebe Schwestern und Brüder, vielen Dank für diese Zusammenfassung bezüglich der Enttäuschung über falsche Erwartungen. Jetzt mit dem Kongress und dem Bunker-Video ist die Erwartung des Endes bei meinen Brüdern wieder mal in den Vordergrund gerückt. Sie saugen jedes schlimme Dinge berichtende Nachrichtendetail begierig in sich auf. Zumindest diejenigen, die älter, krank oder eben nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Dies sind meine Erfahrungen in der Versammlung. Kürzlich hatten wir Dienstwoche. Da hat doch tatsächlich der Kreisaufseher die Begebenheit mit dem Olivenbaum, der keine Frucht trägt zum Anlass genommen dieses auf unsere Zeit umzudeuten. Es geht ja… Weiterlesen »

Tilo

Tilo an den Autor: Ich möchte mich beim Autor dieses Aufsatzes bedanken, weil er genau das schildert, was ich selbst mit wachen Augen wahrgenommen habe. Ich glaubte einmal – und das war vor 1970, fest daran, dass 1975 die Welt zu Ende gehen würde. Aber schon 1972 war es mit diesem Aberglauben vorbei. Ich stellte mir damals vor, wie ich leben müsste, wenn ich in einem früheren Jahrhundert hätte leben müssen. Meine Gedanken gipfelten in der einfachen und schlichten Aussage, dass ich dann auch als ehrlicher Nachfolger Jesu hätte leben müssen und wollen. Von da ab hatte ich keine Daten… Weiterlesen »

Toffifee

5. Mose 18:22 : “wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fürchten.” (ElberfelderBibel) Ich finde dieser Bibeltext sagt bezogen auf die 100 % Ausfallprognose der Endzeiten doch alles! Wie im obigen Artikel auch schön aufgegriffen: Lukas 21:8 “….Ich bins, und die Zeit ist nahe gekommen! Geht ihnen nicht nach!” doch so eindeutig zeigt, das WIR denjenigen die ständig sagen, ” … die Zeit ist nahe”… Weiterlesen »

Wahrheit

Ein toller Bericht! Glückwunsch an Bruder- Info für den tollen Artikel!!! Der wieder mal gezeigt hat , das man NICHT MENSCHEN VERTRAUEN SOLLEN , und über Entäuschungen davon kann ich ein Lied singen ,ich hatte in zarten Alter von 18 Jahren FELSENFEST GEGLAUBT ,DAS DIE GENERATION VON 1914 NIEMALS VERGEHEN WÜRDE, BIS HARMAGEDON KOMMEN SOLLTE. Ich hätte niemals erwartet , in diesen System 40 Jahre Alt zu werden ,ich war ÜBERZEUGT MIT MEINEN ELTERN GEMEINSAM ,DAS ENDE DES SYSTEMS ZU SEHEN UND DAS WAR DIE BOTSCHAFT , DIE WIR VOLLER INSBRUST PREDIGTEN! Und musste zu sehen wie mein alles geliebter… Weiterlesen »

Zartbesaitet

Lieber Autor und liebe 4 Kommentatoren, die ich bis dato sehen kann! Der Artikel aber auch eure Kommentare sprechen uns aus der Seele! Nicht vielleicht hauptsächlich deswegen weil erstklassige Argumente gebraucht wurden, die dieses Wechselspiel zwischen permanentem Endzeit-Erwartungsdruck und dem “Frieden-und Sicherheit” Phrasen-Missbrauch aufzeigen. Vor allem auch durch den Schlussteil unter dem Titel: Was also bleibt zu tun? Zitat aus dem Absatz: “Die Antwort kann nur lauten, unsere Hoffnung ausschließlich auf die Bibel selbst zu stützen und nicht auf die Interpretation des Sklaven, der nur Panik und Angst schürt, um seine Schafe zu manipulieren, indem er sie zu weiterer Arbeit… Weiterlesen »

Täter des Wortes

Bei den hier in den Kommentaren der letzten Tage angeführten Cowboy Studios heistt es auf deren Webside “Producing Indian Sign Language Videos for JW.ORG”. Aha Ein von der Gesellschaft produziertes Video wurde also von Cowboy Studios mit Indischer Gebärdensprache unterlegt. Was ist daran schlimm ? Vielleicht kann keiner der indischen Brüder die Gebärdensprache ?. So können aber auch gehörlose Menschen in Indien das Video “hören”. Der Sklave scheut keine Kosten um allen Menschen die Gute Botschaft zu predigen. Wenn man nichts zu kritisieren findet, dann sucht man halt was.

FredBocüs

Der Artikel hält uns einen Spiegel vor. Was wir darin sehen tut schon weh und beschämt. Manchmal ähneln die Mutmassungen der WTG den gängigen Verschwörungstheorien. Auch wenn man dann enttäuscht wird, weil nicht zutreffend, lässt man sich darauf zu gerne wieder auf eine neue Theorie ein. Im Glauben immer etwas mehr zu wissen wie der Rest der Welt. Ja, wenn wir uns so im Spiegel betrachten, so sehen wir, dass die Jahre nicht spurlos an uns vorübergegangen sind. Wie im Artikel beschrieben, sind viele im Glauben enttäuscht und schwach geworden. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass ein Glaube… Weiterlesen »

Schneeflocke@Lotusblüte

Liebe Lotusblüte, Dieser Artikel “die Frucht einer soliden Hoffnung“ bezieht sich ja vor allem auf die letzendlich hinaus geschobenen Erwartungen des (sehnsüchtig erwarteten BALDIGEN) Endes des Bösen und des damit einhergehenden wunderschönen Paradieses. Natürlich sehnen wir uns sehr danach, ich auch, endlich keine Unvollkommenheit, kein sich- ständig -unzulänglich und wertlos fühlen, keine unangenehmen Gefühle, keine Schmerzen (psychisch und/oder körperlich), keine Traurigkeit usw…. Leider kommt die eigentliche tröstliche und zutiefst erlösende Botschaft Jesu nicht zum Erlechten bei jw.org: Jesus hat uns HEUTE schon befreit, befreit von allen uns anhaftenden Lasten. Sämtiche Unvollkommenheiten und daraus resultierenden Folgen, Fehler, Sünden usw. hat er… Weiterlesen »

Boas

Liebe Schwestern, Liebe Brüder, mein Papa, Bruno M., sucht noch Freiwillige die mithelfen wollen, seinen zweiten Brief an Gerrit Lösch an Versammlungen und einzelne Zeugen zu verteilen. Ihr könnt den Brief (zunächst in deutsch) auf http://www.Bruderinfo.de unter dem Titel, “Zweiter Brief eines 90 jährigen Zeugen Jehovas an Gerrit Lösch” als pdf-Datei herunterladen und verteilen. Weitere Sprachen sind in Arbeit. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns helft, das Wort der Bibel möglichst vielen Zeugen Jehovas zu verbreiten. Dieses Mal geht es um die Grundlehre der Zeugen, dass es zwei unterschiedliche Klassen von Christen geben soll, die eine unterschiedliche Hoffnung… Weiterlesen »

petra @ Matthäus

Liebes BI-aktuell-Team, bitte schaltet diesen Kommentar frei, da Matthäus ihn nicht auf der Hauptseite lesen kann. Wäre euch für eine Freischaltung sehr dankbar. Liebe Grüße und meinen Dank für eure sehr gute Aufklärungsarbeit. petra @ Matthäus says: 7. September 2016 14:18 Lieber Matthäus, Du bist für mich selbstverständlich mein Glaubensbruder und ich liebe dich auch als Bruder im Herrn und ich habe wirklich auch nichts gegen Dich persönlich und wir sind auch in vielem einer Meinung. Ich ignoriere die Schriftstelle Joh. 1,1 nicht, aber dieser Vers hat für mich nicht die Beweiskraft, wie für dich. JZ bestehen auf den Artikel… Weiterlesen »

Matthäus

Lieber Verfasser! Ein sehr gut aufgearbeitet Thema, danke dafür, ich musste dabei an meine Mutter denken, die ihr ganzes Leben für diese Org geopfert hat. Kurz vor ihrem Tod, sie war schon länger schwer krank, glaubte sie immer noch, mit verzweifelten Worten: “Es muss doch kommen, solange haben sie uns das gesagt!” Ja diese Org hat schwere Schuld auf sich geladen und wird sich dafür verantworten müssen, weil sie die Schuld zu tragen hat dass viele ihren Glauben verloren oder einfach aufgegeben haben. Zu diesem Satz: “….führten die hochgespannten Erwartungen der Hoffenden – oder Betrogenen – immer wieder zu Enttäuschung,… Weiterlesen »

M.N.

Liebe Mitgenossen, es ist u. U. nützlich, auf die genaue Bedeutung der Wendung “Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! …” aus 1 Thess 5,3 hinzuweisen. Genauer heißt es “WANN IMMER sie sagen” – also, nicht zu einem bestimmten, historisch einmalig festgelegten Datum, sondern “immer, irgendwann einmal”, und das kann immer wiederkehrend sein, so wie es – historisch betrachtet – auch tatsächlich der Fall ist. So wie die ständige Auf-und-Ab-Wellenbewegung der Weltkonjunktur (Expansion – Boom – Rezession – Depression), so verhält es sich auch mit der Geschichte. Denken wir mal an die sog. “Ölkrise” in 1973. Das war ein VORBOTE DES… Weiterlesen »

Wahrheit

Liebe Brüder und Schwestern, es ist an der Zeit für MICH euch endlich die WAHRHEIT zu sagen. Ich bin in der Wahrheit groß geworden, meine Eltern und Geschwister waren ALLE Eifrige ZJ, mein Vater wollte viele Lehren , das sogenannte NEUE LICHT nicht mehr verstehen. Er liebte über alles das Wort Gottes , wie alle in unserer Familie. Aber wie waren der Überzeugung das die LK von JESUS CHRISTUS geleitet wird. Wir waren als Familie jeden Samstag im Predigtdienst es hatte sogar viel Spaß gemacht. Meine Mutter brachte mir alle Einwände die im Unterredungsbuch standen bei,ich konnte Sir alle IN… Weiterlesen »

clemens

Petra, wer die Bibel genau liest und die Wachtturm-Lesebrille abgelegt hat, der kommt gar nicht umhin, die Trinität Gottes anzuerkennen! Selbstverständlich deutet Joh.1:1 auf die Gottheit Jesu hin, denn nach dem Abdruck der NWÜ: “…war e i n Gott” macht sie ja die Aussage, es gibt mehrere “Götter”. u.a. auch Satan, der dann Jesu Bruder ist und auch die Pharisäer werden ja mal “Götter” genannt, Mose ebenso!. Super Göttervielfalt! Dieses “Wort Gottes” war von allem Anfang an, es wurde nicht, es war! Also keine Schöpfung, sondern SEIN von Anfang an, – eben Gott. Durch diesen kam alles ins Dasein (durch… Weiterlesen »

Matthäus

Ich möchte ein Zitat eines ehemaligen Kreisaufseher hier wieder geben, welches er in einem Schreiben an die verantwortlichen der WTG richtete: Im „Jesaja“-Buch kann ich lesen: „Wie sich herausgestellt hat, waren die Wahrheiten von jenem Jahr [1919] an gut durchdacht und nicht übereilt, sondern von Gott offenbart.“ Wie sich herausgestellt hat, waren nicht wenige „Wahrheiten“ so schlecht durchdacht, dass sie später korrigiert werden mussten. Und das sollte von Gott offenbart gewesen sein?! Die Auslegung der meisten Endzeitprophezeiungen ist willkürlich, phantasievoll und zweckdienliche Spekulation. Mit der Behauptung, die Wiederkunft Christi ist quasi 1914 erfolgt, mussten zwangsläufig auch andere prophetischen Ereignisse, deren… Weiterlesen »

stoertebeker

Test

Omma@einen jungen, stillen, fußballbegeisterten Mitleser

Lieber junger, fußballbegeisterter, stiller Mitleser,

auch, wenn wir jetzt nach Nordfriesland geflohen sind, vor der Ächtung der eigenen Familie und sogenannter “Freunde”, so haben wir einmal, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, in deiner Gegend gewohnt.

Wenn du derjenige bist, wie wir vermuten, wirst du keinen leichten Stand haben, denn du bist ja, wie wir wissen, schon getauft. DU LIEGST UNS SEHR AM HERZEN!!!

Wir hoffen, dass du den Mut findest, dich zu melden, entweder hier, oder auch per Mail: wegsucher51@web.de Von uns wird niemand etwas erfahren!!!

Es grüßen dich ganz herzlich Omma und Oppa

noomi an Bruder

Lieber Kritiker Danke für deinen Beitrag!! Ich glaube du sprichst mir und vielen anderen aus dem Herzen. Wenn du sagst, dass hier die Christuseuphorie gepflegt wird, sollte auch die LIEBE DES CHRISTUS durchdrücken und man sollte die FRÜCHTE DES GEISTES einbringen. Nur dann sprechen wir die vielen suchenden, enttäuschten und geschundenen Schafe an. Sie suchen nach echter geistiger Speise nach Trost und Zuwendung. Ich gehöre auch zu diesen Schäfchen. Aber die ewige Kritik und Hasstiraden bringen gar nichts. Sie stossen eher ab. Dass vieles seit langem bei den ZJ in die falsche Richtung läuft haben diese schon selber gemerkt. Sonst… Weiterlesen »

Lili

Lili @ Kritiker Hallo lieber Kritiker ☀️ Ich kann Dir voll und ganz zustimmen , ich teile Deine Wahrnehmung und Einschätzung was den möglichen beziehungsweise wohl unmöglichen Wachrüttelerfolg ,bei noch Zeugen , auf Kongressen oder sonst wo angeht . Der entscheidende und mutige Schritt zur Hinterfragung der Org, Lehren und ihrem Regelwerk, muss jeder für sich , aus eigenem Leidensdruck heraus angehen . Darüber hinaus wünsche auch ich mir , dass wir uns hier bei BI wenn irgend möglich in Liebe und Respekt begegnen und nicht in endlosen Diskussionen und Spekulationen . Es gibt so viel Herz und Sinn erweiterndes… Weiterlesen »

Tschango

Grundsätzlich ist es ja das Schöne dass hier jeder seine Gedanken mitteilen kann. Ob man damit 100% recht hat oder nicht, ist doch nicht so wichtig. Jeder kann für sich das Beste rausnehmen. Anstrengend wird es nur wenn manche Leute meinen dass sie allwissend sind, und nur sie der Meinung sind dass sie alles durchschaut haben. Ständig den anderen ausbessern nur weil derjenige die Bibelstellen anders für sich anwendet, nervt gewaltig. Das kennen wir doch allzu gut von der WTG wie man die Bibel zu verstehen hat. Es gibt sicher auch einige Punkte die anders verstehe als so manch einer… Weiterlesen »

Zartbesaitet

@Kritiker Ein sehr herzliches Willkommen auch von uns beiden und danke für deinen ersten Kommentar! Und es war einer von jenen hier, die wir mehr als gerne lesen, denn du unterstützt damit Gedanken, die auch wir mit unserer Präsenz hier im Sinn haben. Und du legst erfreulicherweise Gedanken hinzu, die auch uns in Zukunft helfen werden die Standpunkte andere – vo allem still mit Lesender ZJ, die erst im beginnenden Aufwachprozess sind zu verstehen und dies auch bei Wort- und Stilwahl zu berücksichtigen. Manchmal gehen auch bei uns bei Äußerungen wie eines TdW die Gefühle all zu sehr hoch und… Weiterlesen »

Tilo

Lieber Kritiker! Ich verstehe dich gut und bin ganz deiner Meinung. Das haben nun schon andere ausgedrückt. Manchmal habe ich den starken Eindruck, dass diese Rechthaber und kleinlichen Winkelzieher hier ihren privaten Rasensport betreiben. Und das geht auf Kosten der Seriösität und Aufrichtigkeit. Nach meiner Beobachtung ist es bei manchen Menschen leider so, dass sie sich, nachdem sie die “Zeugen Jehovas” abgehakt haben, sich den freien Christengemeinden zuwenden und sie das als non”plus ultra” preisen. Oder sie wenden sich esoterischem Gedankengut zu und vertreten dann Dinge, die einen Zeugen Jehovas genau davon überzeugen, was er lesen will, um sagen zu… Weiterlesen »

Kritiker@Alle

Danke an Alle für die lieben und anerkennenden Worte.
Werde mich gerne von Zeit zu zeitiger wieder melden.
Liebe Grüße und Gottes Segen für unser aller Bemühungen hier den Eingeschlossenen Schafen der WTG zu helfen.
Kritiker

Kritiker@Alle

Hallo liebe Hanna, auf Grund deines Kommentars möchte ich mich doch noch einmal zu Wort melden. Nun hatte ich mich entschlossen hier auf diesem Forum einmal meine Meinung und Empfindung zu einigen Dingen kundzutun, und schon muss ich mir von dir unterstellen lassen, das ich als Kritiker nur mal so eben meine Duftmarke setzt wollte um dann wieder zu verschwinden, in der Erwartung, meine Meinung sein nun hier Gesetz geworden. Vergleichst mich dann noch mit Kreißaufseher und unterstellst mir Zügellosigkeit und Willkür und hätte damit das Recht verwirkt, andere zu kritisieren. Ich hoffe, dass ich da etwas Missverstanden habe. Ich… Weiterlesen »

Kritiker@Anni

Liebe Anni, ich kann eine Begeisterung für Christus gut verstehen, wessen Herz voll ist, dessen Mund fließt über. Auch ich bin in meiner Versammlung aufgefallen, für viele negativ, weil ich zu viel vom Christus sprach. Das kommt eben bei vielen nicht positiv an. Deshalb sprach ich ja auch nur davon, wie die Euphorie für Christus bei vielen Zeugen ankommt. Sie fühlen sich dann unterlegen und angegriffen. „Wir glauben doch auch an Christus“ nicht nur du, so ihre Ansicht. Also alles gut liebe Anni, ich meinte dich nicht persönlich sondern sprach von einem grundsätzlichen Problem das entstehen kann wenn wir zu… Weiterlesen »

nada

Sicher verstehe ich die enttäuschung vieler brüder und schwestern, da sie doch schon seit jahrzehnten immer wieder hören und lesen, das ende sei sehr nahe. Zum glück habe ich diese art der erwartungshaltung von meinem herzen fern halten können. Für mich war die liebe zu vater und sohn viel wichtiger, als irgend eine zeitrechnung. Was gibt es grösseres, als das Vertrauen, in ihren händen sicher geborgen zu sein? Was kann mir denn noch geschehen, wenn mich nichts von gottes liebe trennen kann? Ist es denn dann wichtig, ob die neue erde in 10, 100, 1000 jahren oder morgen schon kommt??… Weiterlesen »

Tinko00

Hallo Bird und alle,
will wirklich nie nerven aber da hab ich jetzt irgentwie eine Wissenslücke… und das nervt MICH 😉
Kann mir das jemand erklären: mit den 144000 Geistgesalbten die alle „Nicht ZJ“ töten

LG
Tinko

Tinko00

Vielen Dank an Euch.

Wissenslücke gefüllt. Diese Auslegung ist mir echt durch die Lappen gegangen.

Nur mal so:
.Wenn die Gesalbten (aus dem Himmel) “Nicht ZJ” töten dann dürften es doch keine 144000 sein. weil doch nach LK Auslegung einige noch auf der Erde sein werden. Oder metzeln sie dann als gesalbte Menschen mit? ( was ich für unwahrscheinlich halte)
VG

Edelmuth

Zeugen Jehovas, die das Betriebssystem MEPS erfunden haben, können auch ein „darknet“, bestehend aus ihren Rechnern in der gesamten Welt, aufbauen. Dort hineinzukommen ist für Außenstehende, die nicht über das dafür erforderliche Softwarepakt verfügen, nahezu unmöglich. Niemand kann sagen, wo sich ein Rechner befindet. Der Schlüssel zum Entschlüssel verschlüsselter Software muss in den USA und in Deutschland bei den zuständigen staatlichen Einrichtungen(BSI) abgegeben werden. Das mag für andere Länder, wo auch ein Rechner der Gesellschaft steht, nicht erforderlich sein. Über dieses Darknet ließe sich die wöchentliche Unterweisung für die Brüder, anderes Filmmaterial und Anweisungen verschlüsselt auch dahin übertragen, wo das… Weiterlesen »

O.W.Schön@Lotusblüte

“WELCOME TO THE HOTEL CALIFORNIA (IN WARWICK)” Liebe Lotusblüte, Hotel California, welch ein Ohrwurm aus dem Jahre 1976 und welch ein Welthit der Eagles. Die Melodie ist so einprägsam, so dass man sie kaum noch aus dem Kopf bekommt. Schon wenn nur die Melodie angespielt wird, erkennt jedermann in der Regel den Titel. Welthit als Ohrwurm: https://www.youtube.com/watch?v=ctXeHc9_kr8 Ein müder Reisender trifft im Hotel California auf eine eingeschworene Gemeinschaft, die Gefangene ihrer Süchte sind, denen sie bedingungslos nachgehen. Wer das Hotel California einmal betreten hat, kann zwar wieder gehen, es jedoch nie tatsächlich hinter sich lassen. Man kann das Hotel California… Weiterlesen »

Fanny

Fanny@Alle Liebe BRÜDER unterschätzen wir nicht unsere stillen Mitleser und Brüder die auf der Suche sind,den wahren Weg unseres Herrn Jesus zu finden. Brüder die sich sehr wohl und sicher in der Organisation fühlen werden in ihren Augen kein ” Abtrünnigen Forum” besuchen.Stille Mitleser sind Brüder und Schwestern,die auf irgend eine Art und Weise die Org. In Frage stellen. Vielleicht auch nur aus einer momentanen Laune heraus oder durch angeblichen Zufall,so wie ich. Lange Zeit hatte ich anfangs hier nur mit gelesen und wußte welche Kommentare oder welche Kommentatoren gut fundierte biblische Antworten auf meine ” stillen Fragen” geben und… Weiterlesen »

Egal@Gerd

Ps:
Das “nahe Ende” war für echte Christen nie ein Thema, nur für Zeugen Jehovas ist das das alles bestimmende Manipulationsinstrument. Echte Christen halten sich an Jesu Worte in Matthäus 24:36 und seine Warnung “seht zu dass euch niemand irre führt”.