Das Schweigen der Lämmer

Es gibt kein Laster, keinen Schwindel und kein Verbrechen, das nicht von Geheimhaltung lebt (J.Pulitzer)

Wenn es um die Verkündigung ihres Glaubens geht, sind JZ der Auffassung das schweigen Silber ist und reden Gold. Ebenso wortreich suchen sie die Vorzüge der Gemeinschaft an sich in den Vordergrund zu stellen. Alle achten und lieben sich untereinander, man ist tolerant, frei von Rassenunterschieden, die Organisation ist rein, weil Schlechtigkeit nicht geduldet wird. Kurzum es gibt nichts Besseres, als davon ein Teil zu sein; in der Wahrheit zu sein. Für einen JZ ist es völlig selbstverständlich, das er sich als aufgeklärten Menschen sieht, der andere an seinem Wissensvorsprung teilhaben lassen möchte, mit dem Ziel diese als zukünftige ZJ zu gewinnen.

In krassem Gegensatz dazu steht, das kollektive Schweigen, das bei bestimmten internen Sachverhalten auftritt.

Wieso Schweigen?  ZJ sind doch für ihr Reden bekannt.

Das gesamte Glaubensleben eines ZJ ist primär von Reden geprägt. Ob in einer Zusammenkunft, im PD, selbst bei Zufallsbegegnungen, man ist jederzeit bereit seinen Glauben zu dokumentieren. Es liegt in der Natur der Sache, dass man sich als Wissender eher in Rolle des Sprechenden, als des Zuhörenden sieht. Jegliche Gegenargumente sind gut bekannt und werden höflich abwartend, gut formuliert entkräftet. Wie verhält es sich aber wenn ein ZJ auf  unchristliches Verhalten des sogenannten „treuen Sklaven“ angesprochen wird?

Da wittert er eine Fehlinformation die richtiggestellt werden muss und äußert sich umgehend darüber, dass diese Behauptung unmöglich stimmen kann. Falls nun weitere Belege erbracht werden sollten, geht nahezu jeder JZ in den Gegenangriff über, er wird jegliches Argument nutzen oder auch missbrauchen, um die Angelegenheit richtigzustellen, ohne selbst fundierte Kenntnisse zu besitzen.  Falls es sich bei dem Informationsüberbringer um einen ZJ handelt, wird dieser nicht selten persönlich angegriffen und diskreditiert. Galater 4:17:

„Bin ich denn euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?“

Ab diesem Zeitpunkt beginnt das Schweigen. Das begonnene Gespräch wird nicht weitergeführt, sondern totgeschwiegen. Und wenn es in seltenen Fällen ohne Zeugen doch fortgeführt wird,  wird gegenüber Dritten wieder konsequent geschwiegen. Dieselben Menschen, die um der Reinheit der Versammlung willen sich von jeglichem echten oder herbei geredeten Fehlverhalten distanzieren oder es aufdecken, von des angeblich zu kurzen Rockes einer Mitschwester  oder der Gewissensbelastung einen ZJ beim Rauchen gesehen zu haben, unterwerfen sich einem Schweigegelübde, wenn es um Fehlverhalten der LK geht.

Selbst offiziell nachvollziehbare staatliche Untersuchungen, wie die der Australian Comission bzgl. jahrzehntelanger Vertuschung von Kindesmißbrauch, werden als Angriff auf die Integrität der WTG angesehen. Jeglicher Bericht wird als Falschdarstellung gewertet, ganz gleich von wem geäußert und untersucht; eigene Nachforschungen werden damit obsolet und der Mantel des Schweigens über die Angelegenheit gelegt.

Die Information über jahrzehntelanges verdecken solcher Straftaten vor der Polizei wird mit einem Achselzucken und seit Neuestem mit „Jetzt gibt es eine Anweisung, die das erlaubt“ quittiert, oder bestenfalls: „Wenn die was am Stecken haben, müssen sie dafür auch geradestehen“ beantwortet. Unabhängig davon tritt kein Vertrauensverlust ein.

Was beide Gruppen wiederum vereint ist das Schweigen. Es wird nichts, nicht einmal unter Brüdern, weitererzählt. Kein Erschrecken, keine Besorgnis, keine Schockierung veranlasst sie, sich zu vergewissern. Das Bestreben ein im Denken weltweit vereintes Volk zu schaffen funktioniert, der Preis ist die Ausschaltung jeglicher menschlicher Regung und Gewissens. Man distanziert sich von solch angeblichen falschen Beschuldigungen, sowie von denen die sie weitergeben, aber nicht von denen die dafür verantwortlich sind. Anstatt sich der Wahrheitsfindung gegenüber loyal zu zeigen, stellt man sich hinter ein Konstrukt menschlicher Erklärungsversuche.

„Das ist gut und gefällt Gott, unserem Retter. Sein Wille ist, das alle Menschen zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1.Tim. 2:3,4)

Dieser biblische Rat setzt Eigenverantwortung voraus. Eigenständiges prüfen, nachforschen und auch diskutieren. Die Kölner Band BAP hat im Song: Ne schöne Jrooss, das unkritische Hinterherlaufen der Masse folgendermaßen (im Original auf kölsch) beschrieben:

Einen schönen Gruß an alle die unfehlbar sind – von nix ne Ahnung, die aber immerhin –so tun als ob weil auf Fassade da stehen sie halt drauf – die armen Schweine hängen in Situationen – die nur erklärbar sind durch Hirnamputationen – die haben sie nach und nach im Gleichschritt Richtung Schwachsinn geschickt – oh, lieber Orwell `84 ist nah – es sind nur noch 4 läppische Jahr – es läuft so ähnlich ab nur viel raffinierter gemacht – der Trick der funktioniert ganz zügig und reibungslos – etappenweise Entmündigung, klappt famos – freiwillig eingemacht und stickum zum Verblöden gebracht….

Man kann sich der Eigenverantwortung, sich selbst zu vergewissern nicht entziehen, selbst ohne biblische Belehrung; mit dieser noch viel weniger.

Wissen verpflichtet

Jeder ZJ lebt in der Überzeugung unaufgefordert Menschen anderer Konfessionen über die Hintergründe ihrer Religionen aufzuklären. Weshalb?  Weil Wissen verpflichtet. Wie kann man dann, als von dieser Tatsache überzeugter ZJ über den unter den Teppich gekehrten Kindesmißbrauch,  die Zweckentfremdung von Spendengeldern, den dämonischen Bildern und Symbolen in der Literatur und Filmen;  die ehemalige Mitgliedschaft in der UN und aktuell in der OSZE, die Freimaurerverbindungen und die unzähligen weiteren Machenschaften, schweigen?

In Hesekiel 33 wird die Verantwortung eines Wächters beschrieben, diese bestand nicht darin einfach wach zu bleiben, um eine persönliche Kenntnis der gegenwärtigen Ereignisse zu haben, aber trotz dessen zu schweigen. Die Aufgabe des Wachens war untrennbar mit dem warnen vor Gefahr verbunden. Er musste in sein Horn stoßen, für jeden der schlief, hörbar. Er durfte nicht schweigen, er hatte die Verpflichtung zu reden:

„Wenn ich zu einem Bösen sage: Du schlechter Mensch, du wirst ganz bestimmt sterben, aber du forderst ihn nicht in aller Deutlichkeit auf, seinen Kurs zu ändern, werde ich sein Blut von dir zurückfordern“ (Hes. 33:8).

Der Wissende durfte unter keinen Umstünden schweigen. Sein Reden oder auch Bekanntmachen der Vergehen war lebenswichtig. Vielleicht wähnte sich der zu Warnende auf dem richtigen Weg. So fühlte ich mich auch, jahrzehntelang. Seit über 30 Jahren gibt es im Paradies- und Offenbarungsbuch dämonische Bilder und keiner im „Volke Jehovas“ spricht darüber. Das müsste sich wie ein Lauffeuer verbreitet haben, auch ohne Internet. Erst dieses Jahr habe ich davon erfahren!

Es kostet Überwindung, darüber zu sprechen? Gewiß.

Es kostet Mut? Natürlich.

Man wird dafür verurteilt? Gut möglich.

Nur einige wenige werden reagieren. Ich hätte es vor 30 Jahren schon getan; wenn ich es gewusst hätte.

„Schweigen ist feige, reden ist Gold“ (M.M. Westernhagen)

Der Schlüssel der Macht ist die Akzeptanz

Jeder der trotz seines Wissens schweigt, ermöglicht dadurch ein fortbestehen der Situation. Man mag sich von Verantwortung freisprechen wollen, da man es selbst nicht herbeigeführt hat.  Doch Schweigen bedeutet gleichzeitig Akzeptanz, diese ermöglicht wiederum Macht, über die, die „all das“ ohne Widerspruch akzeptieren. Wenn ein einzelner Wissender schweigt hat es wenig Auswirkung, abgesehen von seinem persönlichen Gewissen, doch es potenziert sich. Hunderte schweigen; Tausende, Zehntausende, irgendwann Hunderttausende.  In ein und dergleichen Versammlung mag es mehrere Schweigende geben, die eben deswegen nichts voneinander wissen.

Warum bezieht man keine Stellung für die Wahrheit? Für den wahren Sachverhalt? Wieso ähnelt das Verhalten der Verkündiger, den Menschen, die in totalitären Staaten, wie der ehemaligen DDR oder Nordkorea, leben? Kollektives Schweigen ist kein Zufall, es offenbart ein System. Schweigen bezeugt den Machtanspruch der Führung und die Akzeptanz der Masse. Schweigen führt zu einer verzerrten Wahrnehmung.

An der Universität Wien ist in einem Experiment die Ehrlichkeit von Einzelpersonen, denen einer Gruppe gegenübergestellt worden.  273 Personen wurde ein Video eines Würfelwurfs gezeigt, danach sollte die Augenzahl benannt werden. Dabei wurde den Testpersonen Geld in Aussicht gestellt: Eine eins ergab 2€, eine zwei 4€, eine fünf sogar 10€. Entscheidend für den Gewinn war nicht die tatsächliche Würfelzahl, sondern jene die, die Probanden hinterher angaben.

Das Ergebnis überraschte die Forscher: Wer allein entschied, hielt sich viel öfter an die Wahrheit. Wohingegen die gleichen Personen in Gruppen, eine deutliche Tendenz zur Flunkerei aufwiesen. Woran liegt das? Das einzelne Teammitglied rechtfertigte den kollektiven Betrug vor sich selbst damit, das nicht nur er selbst, sondern die ganze Gruppe so entschieden hat. Angebliches Gruppeninteresse wurde zum Feigenblatt für eigenes Fehlverhalten.

Hätten ein oder zwei aus der Gruppe deutlich Stellung bezogen, das keine fünf gewürfelt wurde und man diese deswegen auch nicht aufschreiben könne, wäre die Gruppe nach der vorsichtigen Frage: „Seht ihr auch eine fünf?“ und der darauffolgenden betretenen Stille kaum zu einem betrügerischen Ergebnis gekommen, für das sich keiner der Schweiger verantwortlich fühlte. Derjenige der die 5 in der Studie eintippte, konnte immer noch behaupten sich vertan zu haben; der Rest der Gruppe hätte ihn doch sicherlich darauf aufmerksam gemacht……

Bei einer Einzelperson funktioniert diese Form von Selbstbetrug nicht. Eine Analogie ist in der Reaktion der ZJ auf die Machenschaften der WTG festzustellen. Die einzelnen Handlungen werden von dem Einzelnen verurteilt, doch das Bewusstsein wer dadurch im Fokus der Anklage steht und wie die Glaubensangehörigen darauf reagieren werden, verändert die eigentliche Reaktion und endet im kollektiven Schweigen.

Exemplarisch dafür ist die „Reduzierung“ von Bethelmitarbeitern in Selters.

Als die erste Entlassungswelle kam, waren bestimmt viele Betheliten überrascht und geschockt. Man hatte das Versprechen im Sinn, bis zum Lebensende respektive HM am besten Ort der Welt zu dienen, solange man sich nichts zuschulden lassen komme. Doch letztlich lag es nur am fortgeschrittenen Alter bzw. mangelnder Leistungsfähigkeit, dass man gehen musste. Wie ging das vonstatten? Alle Betheliten sind doch Teil einer großen Familie, oder nicht?

Normale Mitarbeiter fanden in ihrem Zimmer eine Karte! vor, indem sie davon unterrichtet wurden, dass sie das Bethel  bis zu dem genannten Termin verlassen sollten. Dies wurde ohne Vorwarnung infamerweise als „Bitte“ formuliert, in Zukunft doch in anderer Form zu dienen. Vorzugsweise in ihrer Heimat, da man sie dort kennen und bestimmt unterstützen würde und sie dies doch als Zeichen ihrer Reife demütig umsetzen sollten.

Es war ein Angebot, das man nicht ablehnen konnte; Intervention hätte nichts geändert, viel eher Bestand die Gefahr unehrenhaft entlassen zu werden und der daraus folgenden Reaktion der zukünftigen Heimatversammlung. Natürlich bekam der nicht betroffene Teil der (Bethel) Familie das früher oder später mit und was passierte?  Nichts – es wurde geschwiegen.

Sicherlich irritiert bis schockiert über das Vorgehen, aber insgeheim wohl auch froh, selbst nicht betroffen zu sein. Bis zur nächsten Entlassungswelle. Inzwischen war auch jedem klar, dass die Entlassungen nicht mit fehlender Arbeit zu begründen waren. Die offenen Stellen wurden mit neuen jungen Brüdern besetzt. Es traf auch „wichtige“ Brüder die Aufsehertätigkeiten ausübten. Diese wurden persönlich über die Entlassung informiert. Einer dieser Brüder brach unmittelbar vor Entsetzen ohnmächtig zusammen. Was geschah bei der zweiten Entlassungswelle? Die Familie schwieg ….. Der Schlüssel der Machtausübung, ist die Akzeptanz der Masse, die schweigt. ….

„Ich habe vergessen was wirklich zählt“ (M.M. Westernhagen, Textzeile aus dem Song Judaslohn).

Glauben ist Freiheit – kein Deal

In einer Gruppe, in der kein offener Gedankenaustausch erlaubt ist, herrscht keine Freiheit, sondern Zwang. Dabei sind gute Gedanken Angebote, man kann sie annehmen, mit ihnen arbeiten oder eben nicht.

„Für eine solche Freiheit hat Christus uns freigemacht. Deshalb bleibt standhaft und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen“ (Galater 5:1)

Die offene Diskussion ist nur im Stadium des Interessierten möglich. Nachdem man sich hat taufen lassen wird man Teil einer Gruppe, für die interne Kritik ein Tabu darstellt. Einer der großen Leistungen demokratischer Gesellschaften ist das Grundrecht der Meinungsfreiheit. Für dieses Recht haben Menschen ihr Leben riskiert, während ZJ in ebensolchen Staaten ihr Recht der freien Religionsausübung einfordern und gleichzeitig interne Zweifel und Sorgen nicht äußern können.

Während die Masse mit dem Virus des Schweigens infiziert ist, wird sich der nachdenkende Einzelne dieser Einengung nach und nach gewahr. Die Gruppe wiederum wertet das Zurückhalten gegenläufiger Informationen, als Tugendhaftigkeit, bzw. Loyalität. Bedauerlicherweise trägt der an sich lobenswerte Missionswille dazu bei, diesen Prozess zu unterstützen. Missionierende fühlen sich tugendhafter als der Rest der Menschheit, der man predigt. Sonst wäre es ja nicht nötig sie zu belehren, dementsprechend gibt es auch keinen Grund sich selbst oder die Gruppe in der man sich befindet, zu hinterfragen. Falls nun doch, z.B. durch inaktive ZJ, nachweisbare Fakten auf den Tisch kommen, die ob ihrer Wichtigkeit die gedankliche Grundlage der Gruppe ins Wanken bringen könnten, werden glaubenserhaltende Maßnahmen eingeleitet.

Man distanziert sich von dem, der diese Fakten vorträgt und greift notfalls auch zum verleugnen interner Vorgehensweisen oder zu offenen Lügen. Spätestens damit wird der Glaube zu einem Deal. Man schwimmt schweigend über eklatante Unstimmigkeiten mit der Masse mit und erhält dafür im Gegenzug die Anerkennung der Gruppe.

Der Deal im Bethel war: Du schweigst über deine Entlassung, dafür entziehen wir deine Reputation nicht. Der Deal beim Unterschreiben der Datenschutzverordnung ist: Du unterschreibst und dafür gestatten wir dir Vorrechte zu bekommen oder behalten zu dürfen. Oder der ZJ der z.B. von den Kindesmissbrauchsfällen und den dazugehörigen verlorenen Prozessen weiß und sagt: „Wenn ich etwas Besseres finde, dann verlasse ich die ZJ.“

Entweder stehe ich zu einer Faktenlage oder nicht; wenn nicht, ist meine Anbetung ein Deal. Auf die unausgesprochene Drohung, das einem die Glaubwürdigkeit entzogen wird, wenn man sein Wissen teilt, reagiert man mit Schweigen und das ist ein Deal; nicht mehr und nicht weniger.

Im Unterschied dazu sucht echter Glauben nicht die Anerkennung von Menschen zu erlangen, vor allem nicht von Solchen, die mich zum Schweigen bringen wollen. Echter Glauben sucht nach der Anerkennung Christi. Echter Glaube entscheidet nicht taktisch! Der Weg des geringsten Widerstandes oder des eigenen Vorteils darf nicht das Ziel sein.

„Wir haben uns vielmehr von dem losgesagt, was hinterhältig ist und wofür man sich schämen muss und gehen nicht mit List vor und verfälschen das Wort Gottes. Stattdessen empfehlen wir uns dadurch, dass wir die Wahrheitbekannt machen, jedem menschlichen Gewissen vor Gott.“ (2. Kor. 4:2)

Es ist nicht lange her das eine ganze Nation geschwiegen und damit unvorstellbare Schuld auf sich geladen hat. …. „Es kommt vor das ich meine das etwas klirrt, das sich irgendwas in mir verirrt –           ein Geräusch nicht einmal laut, manchmal klirrt es vertraut – selten so das man es direkt durchschaut.

Da wo Darwin (oder was auch immer) für alles herhält – ob man Menschen vertreibt oder quält – da wo hinter Macht Geld ist, wo stark (oder „loyal“) sein die Welt ist –  von Kuschen und Strammstehen entstellt – wenn man irgendeinen Vorteil darin sieht, ist täglich Kristallnacht.“ (BAP)

P.S.  Was ich hier niedergeschrieben habe, möchte ich nicht als Ratschlag verstanden wissen. Jeder mag aufgrund seines Gewissens selbst entscheiden, wie er mit dem erzwungenen Schweigen umgeht. Es sind Gedanken die mich persönlich bewegen und durch meine Erfahrungen gestützt werden.

Zudem man auch auf BI ein großes Schweigen erkennen kann. Der Artikel: „Darf ich mit Abtrünnigen Kontakt haben“ vom 27.1.2019 hat beispielsweise 9200 Klicks und gerade einmal 120 Bewertungen. Das heißt, dass nur 1,5% aller Leser eine völlig anonyme Bewertung abgegeben haben. Bei anderen Artikeln ist das Verhältnis ähnlich.

 

[Gesamt: 129   Durchschnitt:  4.9/5]

neueste älteste
Benachrichtige mich bei
Benno

Ja genau das ist das Problem der Zeugen.

www.Christusbekenner.de

Aus Gesprächen mit ausgemusterten Bethel-Mitarbeitern war zu entnehmen, dass viele von ihnen sich von den JW.Org-Funktionären regelrecht “missbraucht” fühlten (das ist exakt das Wort, das etliche von ihnen diesbezüglich gebrauchten), als sie in oben beschriebener Weise – möglichst heimlich und unauffällig – ohne Erbarmen vor die Tür gesetzt wurden – „wie eine ausgedrückte Zitrone, die man entsorgt“. Vordergründig haben die meisten Lämmer geschwiegen, doch die JW.Org sollte sich nicht all zu sehr in Sicherheit wiegen. Viele Bethel-Mitarbeiter haben sich zwar zunächst auf die Zunge gebissen, aber innerlich hat es in ihnen regelrecht gekocht und gebrodelt, bis letztlich der Druck so… Weiterlesen »

BenKenobi

Wow, was für eine Abhandlung!! Das was ich die ganze Zeit empfinde aber nicht in Worte zu kleiden vermag lese ich hier. Treffend analysiert und auf den Punkt gebracht warum die Wt-Firma mit ihrem Lügenkonstrukt bei so vielen Menschen durchkommt obwohl diese nicht dumm sind. Ich danke euch für solche Abhandlungen und hoffe, dass sie noch vielen helfen von der Lügenpropaga loszukommen. Ich danke euch von Herzen!
BenKenobi

Tilo

Lieber Bernd N(athanael)! Ich möchte dir für deinen Aufsatz herzlich danken. Hätte ich ihn vor 16 Uhr gelesen, dann hätte ich mich telefonisch bedankt. Du berührst mit deinen Ausführungen ein allgemeines Problem der Menschheit: Die Feigheit! Warum aber sind gerade die sonst so mutigen Zeugen so feige? Du hast es zu ergründen versucht und ich las aus deinen Worten eine große Betroffenheit heraus. Über die Feigheit hat sich schon Gott gewundert, wenn er in Jes. 59 feststellt, dass das Recht aus Israel verschwunden war und dann nichts weiter geschah: “Das alles hat Jehowah gesehen, und ihm missfällt, dass es kein… Weiterlesen »

RoKo

Ich denke an “Des Kaisers Neue Kleider.” Alle sahen es, aber alle schwiegen. Bis ein Kind rief, die haben gar nix an…

Denkbar, dass die WTG das auch ereilt. Derzeit schweigen noch viele. Die paar die sich zu Wort melden, werden mundtod gemacht. War in der DDR-Endtzeit übrigends auch so. Irgendwann kann man aber die Masse nicht mehr halten, Dann knallts.

Gut geschrieben Bernd. Danke. LG RoKo

peetha

upp´s … der Artikel analysiert jaa mal soo richtig … des Wachtturms ´s Heuschreckenschwarm. Chapó …… Hut ab! Jaanz kurz nur… als Ick/ (wir ) Dich vor nem Jaahr, oder auch anderthalb, … keine Ahnung … aber das erste x als Artikelschreiber auf Bi gelesen habe, war „abschließend mein 1. Gedanke: „oh NEE, Watt hat DER Denn vor“ … /🧐… Watt will DER jetzt hier MIR erklären? meine Geduld hat sich gelohnt … =🤪… wir sind gewachsen = 😉 Was jeder von Dir … (Ick darf DU zu dir sagen?)… lesen kann ist SEHR intensiv und umfangreich … … Juuti… Weiterlesen »

Kimon

“DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER” Was für ein treffender Titel! Danke Bernd für die Analyse. Genau auf dem Punkt gebracht. “DAS SCHWEIGEN DER HIRTEN” Was sollte man eigentlich über “Das Schweigen der Hirten (Ältesten)” sagen? Normalerweise haben Älteste die Verantwortung, auf dem Wohl der Lämmer zu achten. Hirten sollten nach dem Gebot des Hauptes der Christen-Gemeinden Jesus Christi unterstehen und nicht irgend einem Brooklyn- oder Rom-Zentrum. Älteste, die sich zu Jesus Christus bekennen, sollten: -Die Lügen-und Halbwahrheiten des Wachtturms aufdecken und die Lämmer sensibilisieren -Die Verfälschungen der “Neuen Welt Übersetzung” der Heiligen Schrift bekanntmachen und richtig stellen -die Manipulationen und Indoktrinationen… Weiterlesen »

Gerhard Schubert

Klar und deutlicher kann man es kaum noch sagen. Danke für diesen glaubenstärkenden Aufsatz, er bestätigt das was ich schon lange denke.
Auch Danke für die vielen ergänzenden Kommentare von Euch.
Lieben Gruß
Käfer

O.W.Schön@Autor

VOM DEAL ZUM DEALER! Lieber Autor, ein Grund solider und gut fundamentierter Leitartikel! Am besten hat mir gefallen, dass die feigen JW.Org-Vertreter aus dem Glaubensleben ihrer Brüder einen Deal gemacht haben. “Wir entlassen Dich – Du schweigst – und wir zerstören dafür nicht Deinen guten Ruf in Deiner Heimatversammlung”. Oder: “Wir setzen Dich vor die Tür -Du bist dafür dankbar – oder wir ruinieren Deine Reputation als Ältester, Dienstamtgehilfe und Pionier.” Während der ersten Entlassungswelle von Sondervollzeitdienern im Jahre 1995 bedankte sich die WTG schriftlich bei einem Bruder für SEINEN WUNSCH, aus dem Sondervollzeitdienst ausscheiden zu wollen. Der betroffene Bruder,… Weiterlesen »

großes Schweigen gebrochen ? !

Tja, ich würde mal behaupten, dass die katholische Kirche hier schon mal in die richtige Richtung rudert während die Zeugen Jehovas die Paddel noch nicht einmal im Boot haben… vielleicht sollten sich die Herren in Wallkill mal ein Beispiel an der “falschen Religion” nehmen!! https://apps.derstandard.at/privacywall/story/2000112392651/papst-schafft-paepstliches-geheimnis-bei-missbrauch-ab?fbclid=IwAR3UkeFbs0BZyiROyf8tQwnuLr1Rq5pyO_mo8SSVcN7vkDCVe1En479VtUo zitat v. Daniel Wiegrefe Man darf nicht vergessen, dass die kath. Kirche mittlerweile gute 2000 Jahre handtiert. In der Geschichte gab es ebenfalls falsche Prophezeiungen, Machtmissbrauch, Mord, Blutvergießen, Vergewaltigung, Dämonenaustreibung etc. Die Kirchen habe ihre Macht verloren. Dieses “Entgegenkommen” tun sie nicht, weil sie alle so fromm wären und “gute Christen”, sondern weil ihre Glaubwürdigkeit… Weiterlesen »

Nachdenker

Hallo Bernd,
da hast du aber ein grosses Ding losgetreten.
Super von dir.

Reni

Warum hat Jesus das Ohr des Soldaten geheilt?
Wie hat sich Petrus dabei wohl gefühlt? Oder später, als er verstand…..
Ich versteh die Empörung Petri.
Unser Vorbild ist die Gelassenheit Jesu und sein Mut; nicht Petri Mut.
Jesus braucht keinen menschlichen Verteidiger, keinen Anwalt.
Jesus ist mein Verteidiger; meine Verantwortung eine andere. Ein Diener des Herrn hat es nicht nötig zu streiten, sondern lernt zu vergeben und nicht zu richten.
Geht es nicht darum ein guter Nachahmer Jesu im Herzen zu werden?
Es grüßt Reni

Kaempferin

Lieber Bernd, Als ich Deinen Artikel „Die Schweigen der Lämmer“ gelesen habe, dachte ich, ich bin mitten drin. Genauso empfinde ich, seid dem ich die Bibel ohne die JW Org Brille lese. Obwohl ich 50 Jahre gebraucht habe, die richtige Wahrheit zu erkennen, fühle ich mich oft niedergeschlagen und einsam, da man mit nur ganz wenigen mal ein paar Gedanken besprechen kann. Die große Mehrheit verschließt die Ohren und Augen und Folgen der Menge nach wahrscheinlich bis zum bitteren Ende. Manchmal tut es weh und ich fühle Wut darüber, über dieses erzwungene Schweigen und mit bleibt oft der Kloss im… Weiterlesen »

O.W.Schön@Noch-Zeugen

SÜSSER DIE KASSEN NIE KLINGELN!

Und wieder erweist sich JW.Org als ein gigantisches Finanz-Imperium, eine satte und fette Geldmaschine:

Kim&Mikey decken auf:
https://www.youtube.com/watch?v=YyBufraGSCA

1,6 Milliarden US Dollar Vermögen, allein im Besitz der WTG New York, generiert aus Investment Aktivitäten aus dem Jahr 2016!

Der habgierige Moloch JW.Org:
https://www.dropbox.com/sh/qq2xqs7kufk0vrx/AADcnwcvIpaR2FR4lAnEX1M5a?dl=0

In 2016 lag das Vermögen aus Investments der WTG New York bei 1,6 Milliarden Dollar! Und ab dem Jahre 2017 war all das viele Geld einfach futsch, hat sich in nichts aufgelöst:

Futsch:comment image

JW.Org: die verlogene Mafia aus Warwick

O.W.S.

Querdenker

Lieber Bernd N. Danke für deine Gedanken, die dir sicher schon etwas Länger unter den Nägeln brennen. Das habe ich am Samstag schon gespürt. Und hätte ich da schon gewusst, dass du BAP magst … Deiner Beschreibung, wie es abläuft, kann ich voll und ganz zustimmen Normalerweise hätte ich jetzt auch geschwiegen. Insofern hat dein Artikel und unser Kennenlernen am WE ja schon einiges bewirkt. Sehr häufig schweige ich, weil ich es einfach nicht besser ausdrücken könnte, oder offene Türen einrennen würde. Die Abstimmungstaste benutze ich eher nie als selten. Ist das eine Generationsfrage? Schweigen muss man aber auch nicht… Weiterlesen »

O.W.Schön@Alle Wahrheitssucher

Das (Weihnachts-)Gedicht einer loyalen JW.Org-Drohne: Schnell noch mal Selters besucht Einen fetten Geldschein als Spende verbucht Einen Bethelaufseher eingeschaltet Die Inquisition perfekt verwaltet Ein paar Rechtskomitee Einladungen verschickt Unnötige Gewissensbisse weggeklickt Anhörung, Befragung und Ausschluss entschieden An Weihnachten gedacht und trotzdem eine Drohne geblieben Das letzte Dienstjahr Revue passiert Habe Un-Theokratische aktiviert Dienst-Faule motiviert All meinen Besitz investiert Unwahrheiten integriert An das schlechte Gewissen appelliert Über Abtrünnige informiert Die Rechtsabteilung kontaktiert Mich als Arschkriecher qualifiziert Über Neues Licht diskutiert Abweichler hart sanktioniert Das Familien-Shunning weiter eskaliert Doch nun auf zu schön´ren Dingen Lasst die Weihnachtsglöckchen klingen Der rechte Glaube wärmt… Weiterlesen »

Sliva

Danke für dein Artikel lieber Bernd. Ich habe deine Worte deine weise Überlegungen zum Thema Schweigen und die Konsequenzen des Schweigens mit grossem Interesse gelesen. Zumal gibt es der menschliche Geschichte viele Beispiele, was Schweigen und Tunlassen des Bösen anrichten kann. Und es ist auch so, dass derjenige, der seine Stimme erhebt um schlimme Verhaltensweise aufdeckt und bekannt gibt oft dafur bestraft wird. Ist deswegen Schweigen einen Schutz? Kommt man besser davon wenn man schön wegschaut als ob es einem nichts angeht? Das kommt auf dem Gewissen an. Weil dann macht man sich am Geschehen mitschuldig. Damit muss man auch… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Bernd N. Vielen Dank für deinen Artikel. Er rührt wieder an das Thema “innere Wahrhaftigkeit” und da hat jeder von uns täglich mit zu tun. So nach dem Motto: “WENN DEIN TAG NICHT DEIN FREUND WAR, SO WAR ER HALT DEIN LEHRER!” Geschaffen als soziale Wesen, mögen wir es von Natur aus, gleiche Interessen zu haben. Wie oft hat man schon in Gesprächen gehört: “Du, da hab ich auch mal gewohnt…” oder “was, du magst das und/oder das? Hab ich auch schon mal probiert!” oder “Echt, den kennst du auch? Mit dem bin ich zur Schule gegangen…” Allerdings gibt… Weiterlesen »

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