Das geistige Paradies der WTG verkündigen

 

Zum aktuellen Wachtturmstudium   haben wir noch einmal diesen Artikel nach vorne gesetzt! 

Kommentar  zum WT-Studienartikel Nr. 1 vom 15. Juli 2015

Das geistige Paradies der WTG
Das geistige Paradies der WTG

Dieser Artikel ist wieder ein beredtes Beispiel dafür, wie „WTG-Theologen” einfach wilde Behauptungen in die Welt hinauswerfen, ohne auch nur ein Quäntchen eines Beweises für die Richtigkeit ihrer Hypothesen zu liefern. Es scheint der WTG auch nicht mehr wichtig zu sein, ihre Behauptungen mit der Bibel oder auch anderen Quellen seriös zu belegen. Werden „weltliche Quellen“ zitiert, werden sie oft nur unzureichend genannt, indem man sagt: „ein Wörterbuch sagte dazu dies oder jenes, welches Wörterbuch wird nicht gesagt. Auch scheut man nicht davor zurück, Zitate aus dem Zusammenhang zu reißen, um sie dem eigenen Standpunkt anzupassen.

 Beispiel siehe hierhttps://jwsurvey.org/cedars-blog/jw-org-does-partial-u-turn-over-awake-magazine-rama-singh-misquote

Natürlich geht es auch in diesem Artikel – wie auch sonst in fast allen Studienartikeln – einzig darum, uns ihren Willen in puncto ” Leistung erbringen” aufzuzwingen. Deutlich wird das bereits im Schlusssatz von Abs. 5: “Als Einzelne sollten wir uns jedoch fragen: Unterstütze ich das voll und ganz, was Jehova für die reine Anbetung vorgesehen hat?”

Hier wird bereits die “Stoßrichtung” auch dieses Artikels deutlich. Es geht um die Interessen der Organisation, die angeblich auch die Interessen Gottes sind, zu unterstützen, durch Predigtdiensteinsatz, Arbeit und Spenden usw. “Was Jehova für die reine Anbetung vorgesehen hat”, ist hier eine verhüllende Umschreibung für ihre eigenen Interessen.

In Bezug auf die Worte von Paulus aus 2. Kor. 12: 1-5, wo wir lesen: „Ich kenne einen Menschen in Gemeinschaft mit Christus, der …. bis zum dritten Himmel entrückt wurde, … ob im Leib oder getrennt vom Leib, weiß ich nicht, Gott weiß es —,und unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist“wird ab Abs. 8 die unbewiesene “Einfach so –Behauptung“ aufgestellt:

Zitat: „Was er sah, offenbarte etwas, das sich in der Zukunft ereignen sollte. Als Paulus „bis zum dritten Himmel entrückt wurde“, durfte er ein „Paradies“ sehen. Welches? Eines, das buchstäblich, geistig und auch im Himmel Wirklichkeit werden und in der Zukunft existieren würde. Es kann sich auf das künftige irdische Paradies beziehen (Luk. 23:43). Außerdem kann es sich auf das geistige Paradies beziehen, das in der neuen Welt in vollem Ausmaß Realität wird. Und es kann sich auf die wunderbaren Verhältnisse im „Paradies Gottes“, also im Himmel, beziehen.

Paulus, der dieses Ereignis am eigenen Leib erlebte, ließ sich nicht zu irgendeiner Deutung verleiten, die WTG dagegen scheint jetzt die Erleuchtung zu haben, um dieses Ereignis mit Geschehnissen unserer Zeit zu verbinden. Also, Paulus sah angeblich ein Paradies, das buchstäblich, geistig und auch im Himmel Wirklichkeit werden und in der Zukunft existieren würde? Es KANN (!) sich auf das künftige irdische Paradies – auf das geistige Paradies – auf das „Paradies Gottes“ im Himmel beziehen?

“Ach ja? Wieso denn? Wo geht das denn aus den Schriften hervor?” könnte man hier fragen. Hier werden einfach so wilde Behauptungen aufgestellt, ohne auch nur die geringste biblische Begründung zu liefern. Deshalb möglicherweise die vagen “Kann”-Formulierungen, damit sich die WTG u. U. für spätere Zeiten ein Hintertürchen offen halten kann: “Das haben wir so nie gesagt, ihr habt uns missverstanden” etc.

Betreffs des “wilden ‘himmlisch/irdisch/geistig’-Durcheinanderwürfelns” der WTG muss glasklar festgestellt werden: Das NT zeigt deutlich an, dass sich der Begriff “Paradies” im neuen Testament ausschließlich auf den Himmel bezieht. “Paradies” taucht im NT genau dreimal auf: (1) Luk. 23:43 (von der WTG gemäß ihres “irdischen Paradies”-Dogmas verändert); (2) 2. Kor. 12:4; (3) Offb. 2:7.

Siehe BI-Glossar: https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/glossar/#_Toc417304214 

Stichwort “Geistiges Paradies”

 Um welche Art von “Entrückung” handelt es sich bei der Vision von Paulus?

Vers 2 “entrückt … bis in den dritten Himmel”. Hier geht es klar erkennbar um eine Entrückung “nach oben” (Himmel = “oben“. Englische Übersetzungen sagen hier “caught UP”, oder “taken UP” (“up” = “hoch”), also, HOCH-gehoben. Hier liegt also keine horizontale, sondern eine vertikale Entrückung vor. Paulus erhält also keine ZUKUNFTS-Vision, er “prophezeit” nichts ZUKÜNFTIGES, sondern sieht ewig/zeitlose Dinge, er blickt in die ewig/zeitlose und immerwährende Gegenwart Gottes, die auch Johannes in der Offb. im Kap. 22 erschaut.

Diese Tatsachen führen die WTG-Behauptungen, Paulus habe “zukünftige Paradiese”, von denen eines “geistig” (also, unter uns Zeugen Jehovas herrschend), ein anderes “irdisch” sei, ad absurdum. Weder geht es um Zukünftiges, noch um Nicht-Himmlisches. Hier liegt also in WTG-“Exegese” klar ersichtlich ein Doppelfehler vor. Einzig den Schlusssatz zu Abs. 8 könnte man gelten lassen: “Es kann sich auf die wunderbaren Verhältnisse im „Paradies Gottes“, also im Himmel, beziehen”, wobei gesagt werden muss: Es “kann” nicht nur, sondern es tut es auch, wie aus Offb. Kap. 22 zu ersehen.

Im Lichte dieser Feststellung kann auch gleich der Abs. 9 als “verkehrt” entsorgt werden:

 “Es war noch nicht an der Zeit, die großartigen Dinge, die er gesehen hatte, im Einzelnen zu erklären. Doch heute dürfen wir über die Segnungen sprechen, die es jetzt unter Gottes Volk gibt!”

Abgesehen von der falschen Prämisse, Paulus hätte (im Sinne einer “horizontalen Entrückung”) zukünftige Dinge gesehen, maßt sich auch hier wieder mal die WTG an, “höhere Erleuchtungen” zu haben und Dinge zu wissen, die selbst die ersten Christen noch nicht wussten. Wenn Paulus von (für Menschen) “unaussprechlichen Worten” redet, dann deshalb, weil es in der physischen Welt, “hier unten”, in menschlicher Sprache für himmlisch/geistige Wirklichkeiten keine Vorstellungen und damit auch keine Begriffe gibt. Himmlisch/geistige Realitäten in Menschensprache formulieren zu wollen ist so, wie zu versuchen, gehörlosen Menschen Klänge oder Blinden Farben erklären zu wollen. “Unaussprechlich” (árrēta) kann auch “nicht erklärbar” bedeuten; sie waren “nicht erlaubt” (ouk exòn, “ungesetzlich”) gemäß den in der physischen Welt herrschenden “Gesetzen”.

 Zu Absatz 9 “Es war noch nicht an der Zeit, die großartigen Dinge, die er gesehen hatte, im Einzelnen zu erklären. Doch heute dürfen wir über die Segnungen sprechen, die es jetzt unter Gottes Volk gibt!”
 

Wie können sich heutige, NICHT-INSPIRIERTE Menschen heute dazu versteigen, zu behaupten, für die ersten – INSPIRIERTEN! – Christen “sei es noch nicht an der Zeit gewesen”, bestimmte geistige Dinge zu verstehen, wenn doch Christus selbst gemäß Joh 16:13 sagte: “Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.” Man bemerke: “… er wird euch IN DIE GANZE WAHRHEIT leiten … DAS KOMMENDE wird er euch verkündigen”.

Der „Heilige Geist“ wurde bekanntlich zu Pfingsten 33 über die ersten 120 Nachfolger Christi ausgegossen, die dadurch zu inspirierten – gottgehauchten – Menschen wurden. Gemäß der Apostelgeschichte wurde nachfolgenden Christen der Heilige Geist per Handauflegung inspirierter Christen ebenfalls übertragen. Welch eine Anmaßung der nicht inspirierte WTG, oder der nicht inspirierten leitende Körperschaft (t.u.v.Sklave) von eigenen Gnaden, zu behaupten es sei für die von Gottes Geist inspirierte Urchristengemeinde “nicht an der Zeit gewesen”, bestimmte Dinge zu verstehen. Eine solche Haltung kann nur als größenwahnsinnige Eingebildetheit und Überheblichkeit bezeichnet werden.

Zu behaupten,“Es war noch nicht an der Zeit … “ ist eine Anmaßung der WTG, die zurückzuweisen ist. “… heute dürfen wir …”– mit welchen Recht behauptet sie dies? Wer hat ihr gesagt, dass sie “heute darf“?

Segnungen des geistigen Paradieses?

Und was sollen das für “Segnungen” sein, die heute innerhalb der „Organisation Gottes“ herrschen – außer eine oberflächliche Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, „bist du dem Sklaven gegenüber kritisch, dann bist du nicht mehr mein Bruder und Freund, “predigt immer mehr, nicht nachlassen, seid noch eifriger, keinen Kontakt mit Ausgeschlossenen, seid uns absolut gehorsam, baaaaaaald kommt das Ende, jeder der nicht gehorcht, wird in Harmagedon vernichtet “ etc.

Zu behaupten, Paulus habe im dritten Himmel, der ewigen Gegenwart Gottes, das” geistige Paradies der wunderbaren WTG und ihren talmudähnlichen Direktivenkorpus” erblickt, ist so lächerlich, wie es vermessen ist. Es ist typisch für die WTG, in egozentrisch/narzisstisch/nabelschauender Weise alles in der Bibel auf sich selbst bezogen zu verstehen. “Träumt schön weiter” könnte man ihr zurufen; die Realität erkennt sie dann beim Aufwachen.

Abs. 10: „Der Ausdruck „geistiges Paradies“ gehört mittlerweile zu unserem theokratischen Wortschatz. Er bezeichnet unser einzigartiges, geistig reiches Umfeld oder die Verhältnisse, die uns den Frieden mit Gott und unseren Brüdern ermöglichen. Natürlich sollten wir nicht schlussfolgern, das „geistige Paradies“ und der „geistige Tempel“ seien dasselbe. Der geistige Tempel ist das, was Gott für die wahre Anbetung eingerichtet hat. Und am geistigen Paradies ist heute klar zu erkennen, wer Gottes Wohlgefallen hat und wer wirklich an Gottes geistigem Tempel Dienst verrichtet (Mal. 3:18).

Der Begriff “Geistiges Paradies” ist ein nicht bibelgestütztes Kunstwort der WTG, ein reines Gedankenkonstrukt, ein Luftschloss, anhand dessen die WTG “zu erkennen” glaubt, “wer Gottes Wohlgefallen hat.” Siehe BI-Glossar: https://www.bruderinfo-aktuell.org/index.php/glossar/#_Toc417303901  Stichwort “Geistiges Paradies”

Auch hier wieder grenzenlose Anmaßung seitens der WTG, die erst ein selbstersonnenes Kriterium aufstellt, sodann anhand dieser eigenen Regel festlegt, wer “Gott gefällt”: Also: Wir – die Organisation – sagen und wissen genau, wer Gott gefällt und wer nicht. WIR haben den Maßstab dafür. WTG-Satzung und WTG-Gedankenspielereien legen fest, wer Gott gefällt und wer nicht!

Förderung der Organisationsinteressen

Abs. 11: “Beteiligst du dich auch gern an dieser großartigen Tätigkeit? (Predigtdienst, Predigtdienst, Predigtdienst ) Fühlst du dich angespornt, weiterhin mit Jehova (= mit der WTG/der LK) zusammenzuarbeiten und „die Stätte seiner Füße(die WTG-Org.) zu verherrlichen?”

Abs. 13: “Wir müssen anderen weiterhin VON JEHOVAS ORGANISATION (! ???) erzählen.” –

Hier verlangt die LK der WTG von uns doch allen Ernstes, sie –JEHOVAS ORGANISATION – zu “predigen”. Dies steht in krassem Widerspruch zu 2 Kor 4,5: “Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn, uns aber als eure Sklaven um Jesu willen.” Durch ihre Forderung, “sie selbst” – nicht Christus – zu predigen, erfüllt die WTG/die LK den Tatbestand, den Paulus im V. 2 anführt: Sie “verfälschen das Wort Gottes”, und die Botschaft der WTG ist damit nicht ein “Schatz in irdenen Gefäßen” (V. 7),  sondern das, was in den “anderen Gefäßen der Unehre” (2 Tim 2,20) steckt.

VERKÜNDIGT, VERKÜNDIGT, VERKÜNDIGT – pausenloses Hochleistungspredigen, aber nicht über Gott, nicht über Jesus Christus, nicht über das biblische Evangelium und die göttlichen Verheißungen des Neuen Testaments, sondern “von Jehovas Organisation”, womit sich die WTG mal wieder selbst in den Mittelpunkt aller Dinge rückt und sich in blasphemischer Weise an Gottes und Christi Stelle setzt. Er ist der Feind Gottes und wähnt sich größer als jeder Gott und alles, was als heilig verehrt wird. Ja, er wird sich in den Tempel Gottes setzen und sich selbst als Gott verehren lassen. Thess. 2:4 Hfa.

Man vergleiche dies mit biblischen Aussagen wie Apg. 10:43: Jesus gab uns den Auftrag, allen Menschen zu sagen und zu bezeugen, dass Gott ihn als Richter über die Lebenden und die Toten eingesetzt hat. Schon die Propheten haben in ihren Schriften vorausgesagt, dass durch Jesus allen Menschen die Sünden vergeben werden, wenn sie an ihn glauben“.

Oder 1. Kor. 2:2; Gal. 6:14; 1. Petr. 1:10-12 u. a., gemäß deren Jesus Christus (nicht eine von Menschen erschaffene, unvollkommene Organisation) das Hauptthema und Zentrum echter christlicher Verkündigung ist.

Ab Abs. 14 gibt es WTG-Eigenlob in Breitspur: “Organisatorische Veränderungen haben den irdischen Teil der Organisation Jehovas verschönert.”

 “Ach ja?” könnte man hier wieder fragen. Immer rigidere Organisationsdirektiven, drakonische, unbiblische Regeln, wie das ” Kontaktverbot mit Ausgeschlossenen” oder“ freiwillig gegangenen Zeugen“, die sexuellen Missbrauch begünstigende “Zwei-Zeugen”-Regel für “Rechtskomitees” zur “Wahrung der organisatorischen Reinheit”. Richtlinien für “peinliche Befragungen” von “Missetätern”, das Verteufeln von guter (Aus)Bildung bei immer stärkerem Pushen in Richtung “einfaches Leben als Vollzeitdiener”, immer stärkere Verflachung und Ausdünnung von geistigen Lehrinhalten bei gleichzeitig zunehmendem Leistungsdruck, Kindertaufen – das alles soll “schön” sein?

Was für ein verzogenes, verdrehtes Schönheitsempfinden ist das denn? Hier gilt vielmehr: “Schön ist, was wir – die WTG – als ‘schön’ erklären, selbst wenn es potthäßlich ist.” Frei nach dem Motto: “Wir spucken euch ins Gesicht und sagen ‘es regnet’ “.

Die “ansprechenden und praktischen” WTG-Publikationen” Jehovas!

 Abs. 16: „Durch die “ansprechenden und praktischen” WTG-Publikationen läßt ” Jehova … allen Menschen die Anleitung zukommen, die sie so dringend benötig:en.” In anderen Worten: Die Verlagserzeugnisse der WTG sind “Gottes Wort” gleich zu stellen, womit die WTG wieder mal den Anspruch erhebt, ihre Verlagsprodukte seien von Gott inspiriert, genauso, wie Moslems behaupten, ihr “Koran” sei direkt von Allah auf die Erde herabgekommen, oder wie Mormonen behaupten, Joseph Smith habe aus goldenen Platten göttliche Wahrheit verkündet, oder ein David Koresh, oder ein Jim Jones u. a. ihre “Schäfchen” per behauptetem göttlichen Mandat in die Katastrophe führten.

Abs.17: Unlogisch erscheint die “Gleichung” im Abs.17: “Veränderung, durch die der Studierabend der Familie möglich wurde und durch die wir mehr Zeit für das persönliche Studium haben.”

Wieso durch diese “Veränderung“ mehr Zeit für persönliches Studium frei werden soll, ist wohl ein Geheimnis der WTG. Wurde denn nicht durch dieses “Geschenk der LK” lediglich eine “Vorkehrung” – das ehemalige einstündige “Versammlungsbuchstudium” – durch eine andere, zu göttlichem Gebot erhobene Handlungsvorschrift ersetzt? De facto ist der “Studierabend” eine neu hinzugefügte, sechste “Zusammenkunft”, da das VSB weiterhin durchgeführt wird, selbst wenn es nun in gestraffter Form gemeinsam mit der TPS sowie der DZK abgehandelt wird.

Abs. 18: Sodann geht es wieder um “Leistung bringen” “Jehova (= die WTG/die LK ) gibt uns die ehrenvolle Aufgabe, das geistige Paradies (= die wunderbare WTG-Welt, in der nur eitel Sonnenschein währt) zu verschönern. Das tun wir, wenn wir (and here we go again) die gute Botschaft vom Königreich eifrig predigen und Menschen helfen, die Wahrheit anzunehmen.”

Bleibt weiterhin rastlos und emsig im WTG-Hamsterrad beschäftigt. Wir sind das Wichtigste in eurem Leben!

An unserer christlichen Persönlichkeit arbeiten, zur Ehre der Organisation?

So ganz nebenbei, beiläufig, also unter ferner liefen, ehe man’s vergisst, kommt ganz zum Schluss in Abs.19 etwas, vom dem angesichts solch gewichtiger Aussagen wie Matth. 5:7; Röm. 12; Gal. 5:22,23; 1. Petr. Kap. 2 u. a. gesagt werden muss: „DAS hätte allem anderen vorangestellt werden müssen; und nicht all dieser menschengemachte Organisations-Firlefanz – steht für einen echten Christen an vorderster Stelle: “Stets an unserer christlichen Persönlichkeit arbeiten.”

Hier wird so vollends deutlich, wie „auf-den-Kopf-gestellt“ die WTG Maßstäbe und Leitlinien doch sind. Das Wichtigste kommt ganz zum Schluss, und nur so nebenbei. Und selbst DAS wird in eigennütziger Weise verdreht: Nicht um Gottes Ehre willen soll man ein besserer Mensch und Christ werden, oh nein – auch dies hat zu geschehen, damit die WTG/die Organisation „für Außenstehende noch ansprechender” wird; selbst dies hat dem “großen Ziel, die WTG zu vergrößern und zu verschönern” dienlich zu sein. Geht es der WTG/der LK eigentlich überhaupt noch um Gott, um Christus, darum, was eigentlich der Wille Gottes und Christi ist? Das muss bezweifelt werden.

Den Abs. 20 kann man nur noch müde ablächeln: “Wie sehr es Jehova und Jesus doch gefallen muss, wenn sie unser schönes geistiges Paradies beobachten!” 

Etwas anderes als diese schwammige Annahme und vage Hoffnung, die WTG “müsse doch“ Gott “gefallen“, wir – die WTG – hätten das doch gerne so, bleibt hier nicht übrig. Auf jeden Fall gilt: “Geben wir unser Bestes!”

Ja, liebe Brüder, setzt euch ein für die Organisation, strengt euch mächtig an, seid eifrig, emsig, fleißig wie die Bienen, gebt Jehova (UNS) euer letztes Hemd, opfert euch auf FÜR UNS, verzichtet auf Bildung und einen guten, befriedigenden Beruf, fahrt Schmalspur FÜR UNS, vereinfacht euer Leben FÜR UNS, lebt nur noch FÜR UNS. Gebt uns Zeit, Kraft und Mittel – euer BESTES eben, denn wir sind WUNDERSCHÖN – wir sind die Besten, Schönsten, Tollsten, Wundervollsten – das BESTE ist gerade gut genug für uns, und „Ihr sollt keine anderen Götzen haben wider unser Angesicht!“

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SabineKönig

Darf ich mal fragen-Was ist eigentlich der “dritte Himmel”,von dem Paulus spricht?
Oder besser: Was versteht Ihr darunter?

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Hallo Sabine,
da Paulus selbst nichts dazu sagt und auch sonst kaum verwertbare Hinweise in der Bibel zu finden sind müssen wir die die Antwort auf diese Frage offen lassen.
Es gibt zwar Vermutungen die ich habe, die zu Erläutern aber zu weit führen würden und auch nicht glaubesentscheidend sind.
Liebe Grüße
Bruderinfo

SabineKönig

Danke.

Ordnungszahl 83 (kristallin) an SabineKönig

Eine sehr ausgefeilte Analyse zu diesen Versen habe ich vor einiger Zeit im Rahmen persönlicher Recherchen auf der Internetseite

welt-der-bibel.de/bibliographie.1.3.zweite_Brief_Paulus_Korinther.101.html

gefunden, wobei mich die verschiedenen und vielfältigen Auslegungen sehr überrascht haben. Vielleicht bringt dies etwas. Ich wünsche interessante Impulse.

O83

Ordnungszahl 83 (kristallin)

Am 09.05. bzw. 10.05. findet in den Königreichssälen ein Live-Event aller erster Güteklasse statt. Mark Sanderson wird einen Vortrag halten. Ich reiche hiermit meine BUZZWORD-BINGO-Vorschläge ein: * Schmalziges Dankeschön an unseren Einsatz * Beispiele, die die Wichtigkeit unserer Einsatzbereitschaft unterstreichen * Spenden * Ein müder Gag über ein deutsches Klischee (ich favorisiere Pünktlichkeit, Autos oder Würstchen) * Schilderung eines Gespräches mit einem Bruder, der ein Problem hatte und das unser Mark locker durch die geistgeleitete Organisation lösen konnte * Heiligkeit * Spenden * Einigkeit * Familienbibelstudium * Spenden * Helles Licht der Erkenntnis * Gottes auserwältes Volk * Christliche Einheit… Weiterlesen »

O.W. Schade

“Verdrehtes Schönheitsempfinden” zu Absatz 14 des Artikels!

VER-drehtes SCHÖN-heitsempfinden? Wer behauptet denn so etwas von uns? Da muss aber sofort theokratischer Deutsch-Unterricht her!

Falsche Lehren………………………………….VER SCHÖN…………………………………….Neues Licht
Bürokratie…………………………………………VER SCHÖN…………………………………….Vereinfachungen
Spendenaufrufe………………………………..VER SCHÖN……………………………………..Freiwillige Gaben
Entlassungen treuer Älterer………………VER SCHÖN……………………………………..Verjüngung
Bethelheim-Verkäufe………………………..VER SCHÖN……………………………………..Verschlankung
Imagekampagnen……………………………..VER SCHÖN……………………………………..Verschönerung
JW ORG. ……………………………………………VER SCHÖN……………………………………..Biblische Belehrung
Hetze auf “Abtrünnige”……………………..VER SCHÖN……………………………………..Aufklärung
Vertuschung von Missbrauch…………….VER SCHÖN……………………………………..Keine Schmach bereiten
oder…
oder…
oder…

Der theokratische Wortschatz hat natürlich nicht viel mit dem “Geistigen Paradies” zu tun, ist jedoch sehr hilfreich im Verschönern der “irdischen Organisation”. Und wer, lieber Schreiber, hat schon um eine Übersetzungshilfe gebeten oder gar um Geschmacks-Unterricht???

O.W.Schade

O.W. Schade

DAS BESTE LEBEN ÜBERHAUPT! Eine junge US-Amerikanerin möchte über den Tellerrand hinausschauen, möchte etwas tun, was sie weiterbringt, will einen echten Sprung nach vorne machen. Sie entschließt sich auf eigene Kosten nach Afrika zu gehen und zu missionieren. Und zwar in…MALAWI. Dort nämlich haben die Menschen noch eine hohe Achtung vor der Bibel. Das ist die Story derzeit auf JW ORG. unter der Rubrik Teenager / Bei Euch nachgefragt. Nun ist zunächst einmal der Eifer dieser hoch motivierten Schwester zu loben, denn sie will Gott dienen und aufrichtig das beste Leben überhaupt führen. Und in ein afrikanisches Land zu gehen… Weiterlesen »

LuRa

Der Artikel hat mir ausgezeichnet gefallen. Durch solche Artikel werden wir angeregt doch mal nachzudenken, was da geschrieben steht. Der unten aufgeführte Wt wäre vor einigen Jahren so durchgegangen. Nachdem wir aber Bi und das Buch von R. Franz gelesen haben und so die wahnsinnige Menge an haarsträubenden Aussagen in den Wachtürmen kennen, kommt uns nur noch das kalte krausen. Aus WT 15.03.2015 Teil 1 10 Wie zu erwarten, hat Jehova dem „treuen und verständigen Sklaven“ über die Jahre geholfen, immer verständiger zu werden (waren Sie erst unverständig?). Umsicht hat dazu geführt (hatten Sie erst keine Umsicht gezeigt?), einen Bibelbericht… Weiterlesen »

Matthäus

Dazu find ich diese Thema sehr passend:
https://www.bruderinfo.de/?p=305

O.W. Schade

Mein Fazit für die Woche!

Danke an BI für die aufschlussreichen Artikel und Danke an die Kommentatoren für wichtige Zusatz-Informationen. Habe viel dazugelernt und muss viel Input verdauen. Vor allem der Link von Matthäus über das Video “Im Schatten des Wachtturms” hat es ins sich gehabt und lässt einem den Atem stocken.
Ein schönes Wochenende
O.W.Schade

Gerd

Die Wachttürmler sind stolz auf ihre prophetischen Falschdaten, denn die führten sogar zum “geistigen Paradies”, wie es der WT stolz verkündete: *** w77 15. 2. 113 Die gute Botschaft auf der ganzen Erde erschallen lassen *** Was wäre gewesen, wenn Jehovas Zeugen im Jahre 1914, im Jahre 1925, im Jahre 1975 oder in irgendeinem anderen Jahr in Erwartung der „großen Drangsal“ nachgelassen hätten, nicht mehr wachsam geblieben wären und keine Pläne mehr für die Zukunft gemacht hätten? Hätten wir dann das weltweite geistige Paradies, das wir heute sehen? Wie froh sind wir doch, daß Jehova seinem Volk die Kraft gegeben… Weiterlesen »

Störtebeker

Bin erst jetzt dazu gekommen den Artikel zu lesen.
Sehr, sehr gut, danke dafür.
Grüße Störtebeker

O.W. Schade

JW. ORG einmal komplett anders! JW. ORG *Über uns *Was wir oft gefragt werden Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen über Jehovas Zeugen *Glaubenspraxis Warum verwenden Jehovas Zeugen in ihrer Literatur subliminale Botschaften? Wir folgen damit einer langen und bewährten Tradition. Wie in dem Video “Im Schatten des Wachtturms” deutlich zu sehen ist, benutzen Jehovas Zeugen bereits seit Jahrzehnten okkulte Botschaften in ihren Bildern. Bis jetzt hat es die große Mehrheit unserer Brüder und Schwestern auch nicht gestört. Daraus schließen wir, dass es in Ordnung ist, so vorzugehen. *Mehr dazu Handelt es sich bei dem “S” rund um… Weiterlesen »

Johann

Hallo an Alle, war am Samstag zu der Spezialzusammenkunft und habe mir 3,5 Stunden die Übertragung aus Selters angetan. Wollte eigentlich hier auf einige „Höhepunkte“ verweisen. Doch leider waren die Ansprachen so flach in ihren Aussagen das es sich nicht lohnt auch nur eine Notiz zu machen oder nachzulesen. Nur altbekannte Fraßen aneinandergereiht und etwas durchgemixt. Da ich ziemlich hinten meinen Platz eingenommen hatte konnte ich die stumpfen Blicke vieler beobachten wie sie verstohlen auf die Uhr schauten in der verzweifelten Hoffnung, dass diese Qual bald vorbei sei. Besonders die Kinder und Jugendlichen versuchten durch Toilettengängen etwas Abwechslung in dieses… Weiterlesen »

Freigeist

Hallo Janus,

kannst Du mir zu Deinem Kommentar ( 607 ) näheres sagen? Wurde darüber auf dem S-kongress fabuliert?

Auf der anderen Seite, lässt die LK klar erkennen, das Sie an dieser Stelle großzügiger ist: 607 v.u.Z. ist 20 Jahre daneben, was solls? Janus