Das Gedächtnismahl – ein Grund zur Freude, auch für dich?

Autor: Bob

Am Samstag den 31. März “beobachten” Jehovas Zeugen das Abendmahl des Herrn. Beobachten, das ist kein Humbug. Der Satz macht absolut Sinn, wenn man die zwei Bedeutungen des Verbs “to observe“ (feiern/beobachten) betrachtet:

  1. 1. beachten, würdigen, teilnehmen (ein Fest, Jubiläum, etc.) durch entsprechende Riten; durchführen, halten, feiern (Feier, Ritus,)
  2. beobachten, etwas bemerken, etwas wahrnehmen, sehen

Jehovas Zeugen werden ermuntert, beim Abendmahl nicht von den Symbolen zu nehmen, sondern einfach nur zu beobachten (im Sinne von bemerken, wahrnehmen, sehen).

Aber ist es auch richtig? Ist es wirklich das, was Jesus möchte, das wir tun sollen, wenn wir uns an seinen Tod erinnern? Kann das Gedächtnismahl – unter diesen Voraussetzungen – ein Grund zur Freude sein, auch für dich?

Hilft dir das Gedächtnismahl, so wie es von Jehovas Zeugen gefeiert wird, das Wesen des Christseins zu erfassen und ein persönliches, versöhnliches Verhältnis zu Jehova und Jesus Christus aufzubauen?

Die überwiegende Anzahl der Zeugen Jehovas sind der Meinung, sie erlangen ein persönliches  Verhältnis zu Jehova und Jesus Christus durch seine Organisation. Wenn sie sich von “seiner Organisation“ distanzieren sie sind überzeugt, Gott zu verlassen.

Das zunehmende Unbehagen, das den Einen oder Anderen beschleicht, wenn er sich innerlich von der Organisation distanziert, deuten wir dann gegen uns selbst, was nichts anderes heißt, als dass die zeitweise innerlich auftretenden kritischen Stimmen, gegen die Ungereimtheiten dieses Systems, als ganz persönliche Glaubensschwäche ausgelegt werden.

Die Selbstverherrlichung des “treuen und verständigen Sklaven“, von vielen Zeugen Jehovas fast schon zum “Hauptvermittler“ zwischen Gott und dem Menschen erhoben, veranlasst die WTG, den Gehorsam gegenüber der„”leitenden Körperschaft“ immer wieder, als Voraussetzung für die Gunst Gottes, einzufordern.

Dabei wird das eigentliche Wesen des Christseins, mit dem wahrhaftigen Erkennen und dem Aufbau eines persönlichen versöhnlichen Verhältnisses zu Jehova und Jesus Christus, mit Hilfe des heiligen Geistes, durch die unerträgliche Hybris und das unrechtmäßige„Begehren der “leitenden Körperschaft”, nach uneingeschränkter Anerkennung, Macht, Aufsicht und Kontrolle, entwertet – ja im Kern sogar ausgehöhlt und letztlich zerstört.

Und hier liegt auch einer der Hauptgründe für die große Freudlosigkeit, die sich vielerorts in den Versammlungen unter unseren Brüdern und Schwestern breitgemacht hat. Die Freude im Christsein kann nur aus dem eigenen Inneren, nur aus dem Persönlichen erwachsen. Freude kann somit nie von selbsternannten Führern, als emotionaler Ausdruck einer organisatorischen Seinsgewissheit oder im Sinne eines inszenierten Einheitsgedankens, von Außen verordnet werden. Diese fremdbestimmten, durchformalisierten Verordnungen erleben die Brüder wöchentlich in den Zusammenkünften und viele wundern sich darüber, warum sich oft kein innerlicher Einklang zwischen dem Gehörten und dem Gefühlten einstellt.

Der Ursprung aller Freude dagegen, wird von Paulus in seinen Worten an die Philipper in sehr klaren und unmissverständlichen Worten benannt:

Philipper 4:4-7 (rev. Elberfelder)Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden; der Herr ist nahe. …. und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“

Das unvermittelte Verhältnis zum Christus stellt die einzig wahre Grundlage des Christseins dar: Friede im Herzen, wohltuende Gedanken in der Gewissheit, einen Freund und Helfer zu haben, der uns in den verschiedensten Lebenssituationen und den Widrigkeiten des Lebens beisteht.

Der “treue und verständige Sklave” kehrt diesen ganzen Komplex der inneren Erfahrung um und stellt die angeblichen Voraussetzungen für Freude in einen ganz neuen gottfremden Kontext menschlich erdachter Bedingungen. Die ganze totalitär ausgerichtete Lehr-, Kontroll- und Handlungspraxis der WTG richtet sich in breiter Front gegen den eigentlichen Geist des Evangeliums. Die WTG maßt sich eine christusentehrende Mittler- und Rettungsrolle an und entfremdet die Gläubigen so von Jesus und dem Vater.

Wer dieser sogenannten leitenden Körperschaft weiterhin folgt, wird unweigerlich früher oder später seine Freude verlieren und ein Mensch der inneren und äußeren Unruhe werden. Wahre Freude erfahren wir nur in Christus. Er ist unser Weg und je mehr wir zu ihm hinwachsen, desto mehr Freude werden wir erfahren. Jesus selbst sichert uns dies zu: “Ich bin der Weg!”, antwortete Jesus. “Ich bin die Wahrheit und das Leben! Zum Vater kommt man ausschließlich durch mich.” Johannes 14:6

Paulus schrieb an die Epheser: “Dadurch werden wir im Glauben immer mehr eins werden und den Sohn Gottes immer besser kennen lernen. Wir sollen zu mündigen Christen heranreifen, zu einer Gemeinde, in der Christus mit der ganzen Fülle seiner Gaben wirkt. Dann sind wir nicht länger wie unmündige Kinder, die sich von jeder beliebigen Lehrmeinung aus der Bahn werfen lassen und die leicht auf geschickte Täuschungsmanöver hinterlistiger Menschen hereinfallen. Stattdessen wollen wir die Wahrheit in Liebe leben und zu Christus hinwachsen, dem Haupt der Gemeinde.”Epheser 4:13-15 (Hoffnung für alle)

Der Studienartikel “Unsere Hoffnung erfüllt uns mit Freude“ (WT-Studienausgabe v. 15. 3. 2012, S. 20-24) verkehrt nicht nur die christliche Basis der Freude in die freudlose Realität von Organisationsloyalität, sondern fördert, in einem wilden Zusammenwürfeln und Missverständnis von Bibeltexten, ein Bild von Glaubenshoffnung zutage, das in keiner Weise zu einem tieferen Verständnis der Ursache und Wirkung, von christlich begründeter Freude, beiträgt. Die ganze Gott-Mensch-Beziehung, in ihrer tiefgründigen und ganzheitlichen Bedeutung, wird reduziert auf die Einforderung nach Respekt gegenüber menschlichen Führern, die das blindes Befolgen von Regeln und formalen Handlungen als Gottesdienst verklären.

Wie während der Gedächtnismahlfeier spielt Jesus auch in diesem Artikel nur noch eine Statistenrolle. Die im Titel genannte “Freude in der Hoffnung” wird, gleich zu Anfang, in Absatz 2 in das Bedingungsfeld der abgestuften Hoffnungen (himmlisch/irdisch) gestellt, wo die einen als Hoffnungsträger darüber entscheiden, ob den anderen die Rettung gebührt oder nicht. In der Logik des selbsterhöhten Sklaven finden wir dann folgende Worte, Zitat:

“Ihre Rettung hängt davon ab, die gesalbten„Brüder Christi hier auf der Erde tatkräftig zu unterstützen – dessen müssen sie sich immer bewusst sein“ (Zitat WT 15.3.2012, S.20, Absatz 2)

Somit wird unumwunden deutlich gemacht, dass, wer dem„ “treuen und verständigen  Sklaven“ keine Loyalität mehr erweist, auch keinen Grund der Freude mehr haben wird, was nichts anderes heißt, als dass er hoffnungslos verloren ist. Infolgedessen geht es in den ganzen folgenden Absätzen auch gar nicht darum, die Tiefensicht der Freude in Christus zu erkunden und herauszuarbeiten, dass die christliche Freude viel mit dem „Erkennen“ (nicht Erkenntnis) des Herrn zu tun hat, sondern nur noch um die Erfüllung von menschlich gesetzten Bedingungen, die ein mögliches Überleben garantieren.

Wieder, wie so häufig in den Publikationen, finden sich Angst- und Vernichtungsszenarien zwischen den Zeilen verborgen. Die Aufgabe von Treue und Hoffnung wird im ausschließlichen Kontext von Vernichtungsvermeidung gesehen und nicht als Ausdruck eines Versöhnungsprozesses zwischen dem Vater, dem Christus und dem Menschen.

So erfüllen des weiteren die Absätze 3 –u. 9 dann auch nur die Funktion, die sogenannten gesalbten Brüder, gemeint ist hier vornehmlich die “leitende Körperschaft“, zielgerichtet als Wortführer aufzuwerten und in ihrer Führungsrolle zu stärken, kurzum: sie in ihrer Machtausübung nachhaltig zu legitimieren.

Im Sinne der WTG bedeutet der Lohn für die Treue der “Gesalbten”, die von Gott erhaltene Bevollmächtigung, die sogenannten anderen Schafe zur„Rettung zu führen. Die„”anderen Schafe“, als Zaungäste des ganzen Szenarios, werden folgerichtig dann auch ab Absatz 10 angesprochen. Überhaupt scheinen die vorangegangenen neun Absätze nur die Aufgabe gehabt zu haben, zu verdeutlichen, wer in der ersten Reihe steht.

Der “verheißene Same” als Basis der Hoffnung des Menschen zeigt sich; wie es im Wachtturm gesagt wird, in erster Linie durch Jesus Christus und in zweiter Linie durch die Gesalbten, die ebenfalls als „”Abrahams Same“ definiert werden. Hier wird Galater 3:16 als Bibeltext angegeben, der hingegen aber deutlich macht, dass es nur einen Samen gibt, zum Segen aller Völker. Dort lesen wir:“So ist es auch mit den Zusagen Gottes an Abraham. Betrachten wir sie genauer, dann stellen wir fest: Gott gab sein Versprechen Abraham und seinem Nachkommen.

Es heißt nicht: “Abraham und seinen Nachkommen”, als ob viele gemeint wären. Gott sagt ausdrücklich: “deinem Nachkommen”, also einem einzigen. Dieser eine ist Christus.” Galater 3:16 Hfa

Dieser Text muss ausschließlich vor dem Hintergrund des christlich-jüdischen Dialogs zwischen Gesetz und Glauben betrachtet werden, wo es weniger um eine Samen-Rangfolge und die Legitimation von menschlichen Autoritäten, als vielmehr um die Zusagen Gottes geht, dass eben Juden wie Christen nur über den Glauben an den Sohn zum Vater gelangen. Herkunft und Abstammung spielen, im Sinne des christlichen Glaubens, somit keine Rolle mehr.

Dagegen wird dieser Text im Studienartikel zur Etablierung einer “Rangordnung” instrumentalisiert, wobei hier nicht einmal erkannt wird, dass es eben nur um einen Samen, einen Nachkommen, also nur um den Christus geht.

Von in “erster Linie“ steht in Galater nichts, muss aber zielorientiert so formuliert werden, damit der im Artikel namentlich konstruierte “sekundäre Teil des Samens“, in seiner himmlischen Funktion, jetzt sogar noch das Loskaufsopfer verwalten darf. Die Wortkonstruktion primär-sekundär ist nicht nur bibelfern, sie markiert, legitimiert und charakterisiert auch den Machtanspruch der sogenannten leitenden Körperschaft. Diese Wortkonstruktion stellt eine Notwendigkeit dar, worauf sich die ganze Selbstanmaßung des “Sklaven” gründet.

In Absatz 12 wird deutlich, dass die anderen Schafe heute überhaupt keine Möglichkeit haben, in ein persönliches Verhältnis zu Jesus zu treten oder sich gar gebets- und versöhnungsvoll auf das Loskaufsopfer zu beziehen. Die “anderen Schafe“ sind, nach dieser Lesart, die Gläubigen der zweiten Wahl, nur ein beobachtender teilnahmsloser Faktor, für jene ist das Loskaufsopfer angeblich gegenwärtig noch nicht anzuwenden. Sie sind ja bekanntlich nur„”Nutznießer“ des neuen Bundes.

Die Nutznießer des Opfers Jesu

Die „Nutznießerrolle ist, von der Bezeichnung her, nicht nur abfällig, sondern auch eine denkbar schlechte Voraussetzung für ein versöhnliches Verhältnis zu Jesus und zu unserem Vater. Infolgedessen wird in vielen Studienartikeln ja immer auch der Wert, der Nutzen, der Preis, die Vorteile, das Endergebnis, die Exklusivität der Hoffnung, in der  Manier eines Anglers, der Köder auswirft, herausgestellt. So wird der Begriff “Hoffnung” auch in diesem Artikel, in der Ausschließlichkeit einer Preisverleihung ohne innere Bezüge, emotional kalt, als Leistungsergebnis mit inhaltslosen Floskeln, abgehandelt.  Hoffnung, als Ausdruck innerer Ruhe in Christus, hat in einem fremdbestimmten Glauben, wo Gruppen und Menschen eingeteilt, bewertet, abgestuft und an Leinen gehalten werden, sowieso keinen Raum.

Das Vertrauen der anderen Schafe muss sich, in den hoffnungslos unterkühlten Räumen der WTG-Welt, vornehmlich auf den “„t.u.v. Sklaven“ ausrichten, so die Logik aus Absatz 12: “Unter der tausendjährigen Herrschaft Christi können die Menschen endlich aufatmen! Zu dieser Zeit werden die verherrlichten “Söhne Gottes“ weiter offenbar gemacht werden, wenn sie mit Christus als Priester das Loskaufsopfer den Menschen zugutekommen lassen.“ (Zitat, WT 15.03.2012, S.23, Abs.12)

Die “gesalbten Brüder“ (gemeint ist im Artikel die “leitende Körperschaft“ der Zeugen Jehovas) lassen den Menschen “das Loskaufsopfer zugutekommen“. Man sollte sich jetzt nicht mehr wundern: Unsere„leitende Körperschaft bricht noch einmal den eigenen Rekord an Selbstüberhöhung. Mit dieser unerhörten Anmaßung wird Jesus Christus endgültig in die hinteren Reihen verwiesen. Das bedeutet nichts anderes als: Wer heute nicht organisationsloyal ist, für den bleibt morgen kein Opfer mehr übrig. Wer nicht Menschen, sondern nur Jesus und dem Vater folgen möchte, diesen wird demgemäß auch nichts “zugutekommen“. Jesus wird auch gar nicht mehr gefragt! Ja, da haben sich Menschen schon vorzeitig auf den Thron Gottes gesetzt. Paulus hat in seinem 2. Brief an die Thessalonicher, in den Versen 1 bis 4 des 2. Kapitels, bittend darauf hingewiesen, sich vor solchen verführenden Kräften unbedingt in Acht zu nehmen:

“Nun haben wir eine Bitte an euch, liebe Geschwister, und zwar im Hinblick darauf, dass Jesus Christus, ….Lasst euch nicht so schnell durcheinander bringen oder gar in Angst und Schrecken versetzen durch die Behauptung, der Tag des Herrn habe schon begonnen – ganz gleich, ob diese Behauptung sich auf eine vermeintliche Eingebung des Heiligen Geistes stützt oder auf eine fälschlich uns zugeschriebene mündliche Äußerung oder auf einen Brief, der angeblich von uns stammt. Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise irreführen! Denn ´vor dem Tag des Herrn` muss es zuerst noch zur großen Auflehnung gegen Gott kommen, und jener Mensch muss in Erscheinung treten, der alle Gesetzlosigkeit in sich vereinigt und der zum Verderben bestimmt ist. Er wird sich allem widersetzen und sich über alles erheben, was Gott genannt wird und Gegenstand der Verehrung ist. Mehr noch: Er wird seinen Thron im Tempel Gottes aufstellen und sich selbst als Gott ausgeben.” (2. Thes. 2:1-4 NG Übersetzung)

 

Der ganze Absatz 12 des Studienartikels muss natürlich ohne biblischen Hinweis auskommen. Vorbereitet wurde dieser Macht- und Entscheidungsanspruch mit einer sinnentfremdenden und kontextfernen Lesart des 8. Kapitels des Römerbriefes, wie sie in Absatz 10 und 11 dargelegt wird.

Das große Thema des Römerbriefes ist das Evangelium Gottes, über seinen Sohn Jesus Christus. Wenn man sich die ersten dreizehn, im Wachtturm nicht angeführten Verse, einmal genauer anschaut, stellt man fest, dass hier alle angesprochen sind, die, nach den Aussagen des Paulus, ein inniges Verhältnis zu unserem Vater und zu seinem Sohne anstreben.

Geist, Charakter und Gesinnung, welche aus dieser engen Beziehung mit Gott hervorgebracht werden, sind erst durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die göttliche Gnade in ihm möglich geworden. Jeder Gläubige, der aufrichtig, wahrheitssuchend und gebetsvoll in Freundschaft mit Christus den Vater sucht, kann somit die Anwesenheit des Geistes verspüren. Der Gläubige wird in seinem moralischen und geistigen Streben, den Gedanken Gottes nahe sein zu wollen, eben durch diesen heiligen Geist gestärkt. Dieser Geist wohnt und wirkt in uns Gläubigen, so dass wir als Kinder Gottes fähig sind, unser Verhältnis zu Gott auch wirklich genießen zu können.

Ermöglicht wird das alles durch Gnade und durch die Stellung, die unser Herr Jesus Christus für uns erworben hat. Unsere Stellung ist die von Söhnen, deswegen sagen wir “Vater in den Himmeln”, unsere Beziehung zu Gott ist wie die von Kindern, weil Gott möchte, dass wir uns ihm nahe und innig verbunden fühlen und dass wir seine Gnade und sein Mitgefühl, mit Hilfe seines Geistes, auch wirklich schätzen können – so dass unser Verhältnis zu Gott ein inniges, nahes, herzliches und wirkliches ist.

Die Verse 14 bis 16 dürfen nicht geistlos und missbräuchlich als Platzhalter für Sonderrollen gelesen werden, sondern sie vermitteln uns eine tiefe Zuversicht darüber, dass wir, wenn wir “Abba Vater” rufen, diese innere Fähigkeit, Gott überhaupt erkennen zu wollen, der innewohnenden Gegenwart des Geistes Gottes zu verdanken haben.

Jesus hat dieses Werk für uns vollbracht. Mit seinem Loskaufsopfer hat er uns diese kostbare Beziehung zu Gott ermöglicht. Jesus ist unser guter Freund und Herr, der jedem mit seinem Geist beisteht und dem wir uns anvertrauen können. Wie der Vers 1 im 8. Kapitel des Römerbriefes schon deutlich macht: Wer in Christus ist, hat allen Grund zur Freude, die Gläubigen haben nichts zu befürchten. Die Botschaft ist klar, eindeutig und unkompliziert. Über das Erkennen des Christus findet der Mensch in die Nähe Gottes. Gemäß Römer 8:9 ist es auch nur folgerichtig, dass Glieder der Familie Jesu eben auch den Geist des Christus erhalten. 

“Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein.” Römer 8:9

“Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.”  1.Korinther 6:17 (Schlachter)

Man könnte, im Sinne vom Römer 12:3-8, alle Glieder der Familie Jesu als Auserwählte bezeichnen, alle werden vom Geist Gottes und des Christus geleitet. Jedoch verweisen ganz besondere Gnadengaben des Geistes, in Bezugnahme auf die Lebens- und Glaubensgeschichten von einzelnen Treuen, auf königliche Aufgaben für die Zeit der Wiederkunft Christi.

“Denn ich sage kraft der Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, daß er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern daß er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott jedem einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat. ……wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade; wenn wir in Übereinstimmung mit dem Glauben; wenn wir einen Dienst haben, [so geschehe er] im Dienen; wer lehrt, [diene] in der Lehre; wer ermahnt, [diene] in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit!” Römer 12:3-8 (Schlachter)

Doch völlig unabhängig davon, zu welchen Aufgaben die einzelnen Treuen des Christus berufen werden, die Anwendung des Loskaufsopfers gilt gleichsam für die gesamte Familie Jesu. Es stellt die Voraussetzung dafür dar, dass sich alle Glieder der Familie der Nähe zum Vater erfreuen dürfen. Die Freude im Herrn findet hierin ihren wichtigsten Ausgangspunkt.

Die WTG ist im besagten Studienartikel wieder einmal bemüht, innerhalb dieser Familie, Rangordnungen für Glaubensaufsichtsansprüche zu etablieren und die Wirkungen des Loskaufsopfers auf einzelne Glieder der Familie zu begrenzen, sowie die Glieder in ein rettungs- und machtabhängiges Verhältnis zueinander zu stellen. In diesem Sinne tut die WTG dem Wort Gottes Gewalt an. Sie spaltet die Familie Christi, stellt Teile dieser unter die Herrschaft von Menschen und entfremdet sie somit vom Christus. Das kann nur zu Freudlosigkeit führen.

 

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Vergessen wir nicht die Ermunterung aus 1. Thes. 5:21 “Prüft alles, und behaltet das Gute!”

Liebe Grüße an dich!

Servusli, Ulla

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Boas& Alle Kranken

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