Darf man zu Jesus beten?

Diese Frage wurde auf dieser Plattform schon oft kontrovers diskutiert. Sollte ein Zeuge Jehovas diese Frage im Kreise seiner Glaubensbrüder stellen, macht er sich wahrscheinlich schon verdächtig. Angesichts des „Jehova-Kults” unter Zeugen Jehovas ist dies auch nicht verwunderlich. Diese Frage scheint für einen Angehörigen der Glaubensgemeinschaft eine Provokation zu sein, und seine Antwort ist eindeutig: Nein! 

Dass Jehovas Zeugen einen extremen “Jehova-Kult” betreiben, bestätigt sich immer wieder in ihren Veröffentlichungen und Vorträgen. Für sie hat Jehova der Mittelpunkt ihres Lebens zu sein. Zitat aus dem 43. Studienartikel 2019, Abs. 19, “BLEIB NUR JEHOVA ALLEIN ERGEBEN”

„Wir werden nicht zulassen, dass irgendjemand oder irgendetwas Jehovas Platz in unserem Herzen (und unserer Anbetung) einnimmt. Wir sind fest entschlossen, Jehova das zu geben, was nur er verdient – unsere ausschließliche (Anbetung) und Ergebenheit!“

Zwischen Jehovas Zeugen und ihrem Gott Jehova hat demnach selbst Jesus Christus keinen Platz, auch wenn das Jehovas Zeugen entrüstet abstreiten werden. Achte einmal bewusst darauf, wie oft, im Gegensatz zu Jesus Christus, der Name Jehovas, z. B. in einer Taufansprache, erwähnt wird. Selbst Jehovas Organisation und der Sklave werden öfter erwähnt als Jesus Christus. So viel zum Thema Jehova-Kult.

Jesus Christus der Mittelpunkt eines Christen

Für die Apostel war jedoch unbestreitbar Jesus Christus der Mittelpunkt in ihrem Glaubensleben. In Philipper 1:21 sagt Paulus, auszugsweise: 

„Ich lasse euch aber wissen, Brüder und Schwestern … ich trage meine Fesseln für Christus, das ist bei allen offenbar geworden. Einige predigen zwar Christus aus Neid und Streitsucht, … aber was tut’s? Wenn nur Christus verkündigt wird auf  jede Weise, Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.

Aber zurück zu der Frage, ob man zu Jesus beten darf oder nicht. Christen fast aller Konfessionen haben kein Problem damit, diese Frage mit „Ja“ zu beantworten und verweisen auf Hebr. 1:6,:

Und abermals, wenn er (Gott der Vater) den Erstgeborenen einführt in die Welt, spricht er „Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten“.“

Ok, wirst du denken, die Antwort ist klar und eindeutig. Gott hat seinen Sohn in den Erdkreis eingeführt und alle, auch die Engel, sollen den Sohn Gottes anbeten und ehren.

Ein Zeuge Jehovas wird an dieser Stelle stolz und spitzfindig auf wissenschaftliche Wörterbücher oder ähnliche Werke verweisen. Er zitiert Hebr. 1:6 aus seiner NWÜ, wo der griechische Begriff προσκυνέω (proskyneo) mit „huldigen“ wiedergegeben wird. Und das ist durchaus korrekt, denn im alltäglichen Sprachgebrauch hat der griechische Begriff „proskyneo“ eine weit gespannte Bedeutung, je nach Kontext von Anbetung, bis zu bloßer Wertschätzung.

Im Lichte der ganzen Bibel sollte der erhöhte Herr [Jesus] nicht gleichrangig wie Gott der Vater angebetet werden, auch das ist richtig. Selbst Jesus machte in dieser Frage einen deutlichen Unterschied.

Wenn die Übersetzer der NWÜ den Begriff „proskyneo“ mit „huldigen“ übersetzen, machen sie deutlich, dass es unterschiedliche und abgestufte Formen der Anbetung gibt. Diese Übersetzung des Wortes ist zugegebenermaßen auch angebrachter, da sie die Möglichkeit bietet, den Widerspruch, der sich ergibt, aufzulösen, wenn Paulus, gemäß Hebr. 1:6, Christen unter Bezugnahme auf Psalm 97:7 dazu auffordert, auch den Sohn anzubeten.

Doch die Bibelexegeten der WTG sind auf diesem Gebiet nicht konsequent. In anderen Zusammenhängen setzen sie „proskyneo“ auch mit Anbetung gleich. Wenn ein Jugendlicher aus den Reihen der Zeugen Jehovas z. B. einen seiner Lieblingsstars verehrt, ihm sozusagen „huldigt“ -proskyneo- wird dies als eine Form der Anbetung, ja als Götzendienst ausgelegt.

Das Wort „proskyneo“, das in Hebr. 1:6 verwendet wird, beinhaltet nach dem „Wörterbuch zum Neuen Testament“ von Bauer-Aland Handlungen wie “niederkniend huldigen, anbeten, fußfällig verehren“. Von daher muss man sich fragen, warum die WTG ausgerechnet mit Hebr. 1:6, wo es um Jesus Christus geht, so differenziert den Unterschied zwischen „anbeten“ und „huldigen“ betont. Auch „huldigen“ beinhaltet Handlungen, wie “niederkniend anbeten, fußfällig verehren oder niederkniend bitten und flehen“.

Tatsächlich möchte die WTG mit der Verwendung des Begriffs “Huldigung” die Anbetung Jesu nicht nur Relativieren sonder gänzlich unterbinden. Kann ein Zeuge Jehovas sich aus freiem Herzen heraus zu Jesus als seinem Herrn bekennen? Darf er Jesus “niederkniend huldigen, bittend und dankend anbeten oder fußfällig verehren“?

Meine Erfahrung ist: Nein, das ist nicht möglich. Er wird große Schwierigkeiten bekommen und sehr wahrscheinlich als Abtrünniger ausgeschlossen werden. Sollte er es wagen, in seinen öffentlichen Gebeten auch Bitten und Danksagungen an Jesus zu richten, wird er misstrauisch beäugt und unter Umständen in den Nebenraum zitiert werden, um wieder zurechtgebracht zu werden.

Der Gebrauch von „proskyneo“ im NT basiert auf dem Alten Testament, wobei man nicht übersehen darf, dass dieser Begriff nicht immer nur einfach “anbeten” bedeutet. Das Wort deckt ein großes Bedeutungsspektrum ab, von Anbetung bis Ehrerbietung und Unterwerfungsgesten, die alle mit dem gleichen griechischen Wort beschrieben werden können.

Es ist als falsch so zu tun, als ob der Begriff  „proskyneo“ immer und ausschließlich “anbeten” bedeutet, wie wir sehen werden, wenn wir die Benutzung des Wortes „προσκυνέω“ in der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes, untersuchen.

Der Begriff „proskyneo“in der Septuaginta

In der Septuaginta wird „προσκυνέω“ – „proskyneo“natürlich zunächst für die alleinige Anbetung Gottes benutzt. Ein Beispiel von vielen ist 2.Mose 24:1, wo „proskyneo“ für die Anbetung Jehovas durch die Israeliten steht. Allerdings gibt es noch eine ganze Reihe von Stellen, bei denen dieser Begriff verwendet wird, um eindeutig etwas anderes zu beschreiben. So finden wir das Wort an Stellen, wo es die Unterwerfungsgeste beschreibt, mit der man sich an den König oder andere Regierungsmitglieder wandte, wie folgende Beispiele belegen:

1. Mose 42:6 „Als nun die Brüder Josefs kamen, beugten sie sich vor ihm (Josef) nieder, mit dem Gesicht zur Erde“. („proskyneo“)

1.Könige 1:16 „Und Batseba verneigte sich und fiel vor dem König nieder“. („proskyneo“)

2. Samuel 14:4 „Und die Frau aus Tekoa kam zum König. Und sie fiel auf ihr Gesicht zur Erde und warf sich nieder und sagte: Hilf, König! („proskyneo“)

An jeder dieser Stellen verwendet die Septuaginta das Wort „proskyneo“und natürlich kommt niemand auf die Idee, hier den Begriff mit der alleinigen Anbetung Gottes gleichzusetzen. Besonders 2. Samuel 14:4 liefert einen wesentlichen Schlüssel zur Klärung dieser Frage. Die Frau aus Tekoa warf sich vor dem König zur Erde nieder und sagte: „Hilf mir o König“!

Aha, halten wir fest, sie huldigte dem König („proskyneo“), warf sich vor ihm nieder, eine Form der Anbetung, und richtete eine Bitte an den König.

Was ist daran so bemerkenswert? Bei diesen und viele weiteren Gelegenheiten wurde „προσκυνέω“ in einem religiösen Kontext verwendet. Aber niemand kommt auf die Idee, dass die genannten Propheten oder Könige deswegen wie ein Gott angebetet wurden. Vielmehr ist jedem Leser klar, dass man ihnen aufgrund ihrer Stellung eine Geste der Ehrerbietung erwies, welche auch die Möglichkeit beinhaltete, sich ihm bittend und dankend zu nähern.

Wir sehen, dass auch die Septuaginta für „προσκυνέω“ den gleichen Bedeutungsbereich abdeckt, wie er nach dem Wörterbuch im außerbiblischen Bereich verwendet wird: Von einer Geste der Wertschätzung bis zur Anbetung kommt alles vor. Viele Übersetzer verwenden den Begriff „προσκυνέω“ willkürlich und unterschiedlich, z. B. bei der Begebenheit aus Mat. 2:2, als die Sterndeuter aus dem Morgenland nach Jesus suchten und fragten:

„Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.“  (Schlachter)

Hier steht, „προσκυνέω“ („proskyneo“) eindeutig für die Huldigung eines Königs. An dieser Stelle („proskyneo“) mit anbeten zu übersetzen, wäre unangebracht. In Markus 15:16-20 finden wir folgende Aussage:

„Die Soldaten aber führten Jesus in den Hof hinein und legen ihm ein Purpurgewand an und flochten eine Dornenkrone und setzen sie ihm auf; und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie beugten die Knie und huldigten ihm.“

Die Huldigung („proskyneo“) Jesu durch die römischen Soldaten war eindeutig nicht als Anbetung gemeint, sondern als Verspottung. Es gibt noch jede Menge weitere Belegstellen, wo sich Menschen vor Jesus niederwerfen. Aber nirgends geht hervor, dass es etwas mit der Anbetung zu tun hat, die in Konkurrenz zur Anbetung mit Gott dem Vater steht. Man kann diese Belegstellen in zwei Gruppen teilen: Stellen, die erzählen, wie Menschen mit einer Bitte zu Jesus kommen und Stellen, die erzählen, wie Menschen Zeugen von Wundern Jesu werden, z. B. Matthäus 8, 2:

„Und siehe, ein Aussätziger kam heran und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.“

Und hier ist die Lösung des Problems zu erkennen. Es besteht ein Unterschied, ob ich Jesus Christus eine Form der Anbetung zukommen lasse, wie sie nur Jehova Gott zusteht oder ob ich Jesus, in seiner von seinem Vater zugewiesenen Stellung als Gott und König, huldige. Insofern ist es richtig, dass die NWÜ in Hebr. 1:6 den Begriff „προσκυνέω“ mit „huldigen“ übersetzt.

Doch an dieser Stelle ist es angebracht zu fragen: Lassen Jehovas Zeugen Jesus auch die ihm zustehende Huldigung zukommen? Die Fakten zeigen, dass dem nicht so ist, im Gegenteil: Einen Zeugen beschleicht ein unangenehmes Gefühl, bei dem Gedanken, Jesus im Gebet eine Bitte oder ein Anliegen vorzutragen. Das ist für Jehovas Zeugen gleichbedeutend mit Götzenanbetung, obwohl Jesus uns dazu aufforderte und die Zusicherung gab, unsere Bitten zu erfüllen:

„Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet: Ich werde es tun!“

Johannes 14:14 ZB

Sind Zeugen Jehovas Christen?

Zeugen Jehovas glauben und behaupten, sie seien Christen. Diesen Eindruck versuchen sie auch auf ihrer Website zu verbreiten. Wenn du einen Zeugen Jehovas fragen würdest, ob er Christ ist, wird er antworten: Ja, alle Zeugen Jehovas glauben an Christus.

Doch bittest du ihn, er möge sich hier und jetzt, wie der Apostel Paulus, zu Jesus Christus als seinem alleinigen Herrn bekennen, wirst du erleben, wie sich sein Blick abwendet, sich eine gewisse Nervosität in ihm breitmacht und er sichtlich um einen Ausweg ringt. Die gängige Ausrede lautet dann: „Wir glauben auch an Jesus!“ Das Erkennungszeichen eines jeden Christen ist das offene, klare Bekenntnis: „Jesus ist mein Herr.“ Dieses Bekenntnis ist den Zeugen Jehovas nicht möglich, obwohl die Bibel in Römer 10:9 dazu auffordert, selbst ihre NWÜ:

„Denn wenn du mit deinem Mund öffentlich erklärst, dass Jesus dein Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.  In einer Schriftstelle heißt es ja: „Keiner, der seinen Glauben auf ihn stützt, wird enttäuscht werden.“  

Die „öffentliche Erklärung“ wird von der WTG als ihr organisierter Predigtdienst definiert. Wenn dem so ist, dann müssten Zeugen Jehovas aufgrund von Römer 10:9 im Namen des Sohnes von Haus zu Haus gehen oder ihren Trolleydienst durchführen und nicht im Namen Jehovas oder von  JW.Org.

Um diesen Widerspruch zu verdecken, verfälscht die WTG die Worte des Paulus und ersetzt im Vers 13 den Begriff „Herr“ durch „Jehova“: „Denn jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden“, obwohl aus dem Kontext ersichtlich ist, dass es nicht um Jehova als Herrn geht, sondern um den Herrn Jesus Christus.

Die WTG versucht mit allen, auch unredlichen Mitteln, irgendwie Jesu und seine Stellung abzuwerten, obwohl Jehova Gott explizit dazu auffordert: „Alle müssen den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren“. Rettung gibt es NUR im Namen des Sohnes, so ist der Wille des Vaters.

Die Bibel belegt, dass Beten und Bitten zu Jesus, dem Willen des Vaters entsprechen

Viele Stellen aus dem NT belegen, dass Menschen mit Bitten an Jesus herantraten, ohne dass ihr Verhalten über das hinausging, was die Bibel durch den Begriff „προσκυνέω“ ausdrückt. Diese vertrauensvolle Huldigung, des in Herrlichkeit zur Rechten Gottes erhöhten Christus stimmt mit Hebr 1:6 überein. Hebr 1:6 will die Stellung des Sohnes über alle Geschöpfe betonen.

Ein Gebet kann in unterschiedlichen Formen auftreten, als Lobpreis, Dank, Bitte oder Fürbitte, meist einer Mischung aus mehreren dieser Formen. Die Jünger haben nachweislich Gebete in solch unterschiedlicher Form an Jesus gerichtet. Als Jesus auf Erden war, trat er zwar für die alleinige Anbetung Gottes, seines Vaters, ein und betete nur den Vater an. Aber wie war es nach seiner Auferstehung? Die Menschen traten nun in ein anderes Verhältnis zu Jesus, und es ist der Wille des Vaters auch ihm eine Form der Anbetung zu erweisen. Siehe Johannes 5:23:

„Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat“.

Die Apostel und Jünger Jesu hatten offensichtlich kein Problem damit, den Sohn Gottes wie den Vater zu ehren, auch in diesem Sinne zu beten. Sie sahen sich nicht in einem Interessenkonflikt Gott gegenüber, obwohl sie anfänglich alle jüdische Wurzeln hatten und allen Grund dazu gehabt hätten. Dazu folgende Texte:

“Thomas antwortete und sprach zu ihm: ‘Mein Herr und mein Gott’ ” (Johannes 20:28)

Als Thomas die Wunden des auferstandenen Herrn berührte, rief er aus: „Mein Herr und mein Gott.“

Die Erklärung der WTG, Thomas habe, als er „mein Herr“ sagte, sich auf Christus bezogen, während er sich mit „mein Gott“ auf Gott den Vater bezog, entbehrt jeder Grundlage. Thomas nannte Christus sowohl seinen Herrn, als auch seinen Gott und Christus korrigierte ihn nicht! Im Gegenteil, er bestätigts die Erkenntnis des Thomas mit den Worten: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ 

Ähnlich handelte auch Stephanus:  „ … und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apostelgeschichte 7:59)

Und in Luk. 24:52 erfahren wir das die Jünger Jesus und Gott, gleichzeitig anbeteten.

Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude und priesen Gott allezeit im Tempel, Amen“.Luk. 24:52

Die Bibel schließt sogar mit einem Bittgebet an Jesus: “Amen, komm, Herr Jesus!” (Offenbarung 22:20). Und das stimmt überein mit den Worten des Petrus in Apostelgeschichte 4:12, dass “in keinem anderen Heil ist als allein im Namen Jesu, kein anderer Name ist den Menschen gegeben, darin sie gerettet werden können”, und daher wurden auch alle Zeichen und Taten der Apostel im Namen Jesu ausgeführt.

Vor dem Hintergrund dieser biblischen Aussage erscheint der extreme Jehova-Kult, den Jehovas Zeugen betreiben, als antichristlich. Für einen Zeugen Jehovas hat Jehova der Mittelpunkt seines Glaubenslebens zu sein und der einzige Name, von dem er Rettung zu erhoffen hat. Die WTG versucht mit allen Mitteln die Anbetung oder Huldigung Jesu zu unterbinden, ja sie sogar als Götzendienst zu verteufeln. Natürlich kann sie Bibelstellen anführen die belegen, dass die Apostel auch zu Gott beteten, wie z. B. Kolosser 1:3:

„Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir allezeit für euch beten.“

 Aber diese Texte belegen nicht, dass sie nur zum Vater beteten. Weiter betont Paulus gemäß Kolosser 1: 3-14:

„Ihr habt wirklich allen Grund, Gott, dem Vater, voll Freude dafür zu danken das er euch aus der Gewalt der Finsternis befreit hat, und ihr nun unter der Herrschaft seines geliebten Sohnes Jesus Christus lebt durch den wir erlöst wurden von unseren Sünden”

Was spricht dagegen auch Christus im Gebet zu danken der sein Leben gab um uns zu erlösen. Durch das Opfer Jesu leben Christen unter der Herrschaft des Sohnes, ihn gilt es zu ehren, wie den Vater. Es wäre schon vom menschlichen Standpunkt aus gesehen unbegreiflich wenn, als Beispiel, der Einsatzleiter einer Rettungseinrichtung mehr Ehre und Dank erhielte, als der Retter selbst, der unter Einsatz seines Lebens einen Ertrinkenden vor dem Tod bewahrte. Und es wäre genauso unbegreiflich wenn der Einsatzleiter die Ehre und den Dank alleine für sich beanspruchen würde. Es gibt daher genauso viele Bibelstellen, die belegen, dass Gebete an Christus üblich waren.

Die ersten Christen hatten kein Problem damit. Warum haben Jehovas Zeugen damit ein Problem?

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Salomo

RNZ (Radio New Zealand / öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt Neuseeland)
berichtet heute, 18.10.19, über die Watchtower-Anweisung an Älteste Beweismaterial über Kindesmissbrauch zu vernichten:

https://www.google.de/amp/s/amp.rnz.co.nz/article/29507eba-1f77-462d-b49e-c7b7a627bf3c

Gegenüber der ARC hatte der Watchtower versichert und sich verpflichtet solches Beweismaterial nicht zu vernichten. Wie immer: täuschen, tricksen, lügen, betrügen und Irreführen.

Edelmuth

Hallo Lupo Zwischen Jehovas Zeugen und ihrem Gott Jehova hat demnach selbst Jesus Christus keinen Platz,… Das ist schlichtweg falsch. Selbstverständlich hat Jesus den Platz, der ihm vom Vater zugedacht wurde, nämlich zu SEINER Rechten als Mittler zwischen den Menschen und IHM (Apg. 2:33-35; 1. Tim. 2:5) Selbstverständlich steht Jesus im Mittelpunkt eines Christen, denn seinem(Jesu) Opfertod verdankt er sein Leben. Darüber hinaus ist der Vater das Haupt von Jesus und entsprechend zu verehren. (1. Korinther 11:3) . . .Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der… Weiterlesen »

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