Für Jehova nur den teuersten Marmor – Wir haben an Warwick mitgebaut

Die Ältesten haben mit uns und 2 weiteren Brüdern aus unsere Versammlung gesprochen, wie alles organisatorisch ablaufen soll. Die Gesellschaft hat dann der Empfehlung unserer Ältesten uns einzuladen angenommen und uns sogar mitgeteilt, dass die Arbeitszeit für Pioniere wie wir es waren, auf der Baustelle als Predigtdienst berichtet werden kann. Wir waren jetzt so glücklich als Ehepaar einen Anteil an so einem großen Bauobjekt für Jehova zu haben. Die Vorbereitungen waren etwas stressig, mein Mann und ich mussten wegen unseres engen theokratischen Terminkalender als Pionier viele Termine absagen oder verschieben, damit wir diese Zeit für die freiwillige Tätigkeit auf der Neubaubaustelle in Warwick haben konnten.
Wie sollen wir dort hinkommen, sollen wir fliegen oder doch mit dem Auto fahren? Da unser Aufenthalt ja ein paar Wochen sein wird, haben wir uns für das Auto entschieden, auch wenn wir mehr als 15 Stunden dann unterwegs sein werden. Und es war die richtige Entscheidung schließlich mussten wir ja neben unserem Gepäck, Arbeitskleidung auch noch Kleidung für die Zusammenkünfte einpacken. Die Autofahrt hat mit einer Übernachtung etwa 18 Stunden gedauert. Als wir dann am späten Nachmittag endlich in Warwick ankamen haben wir uns angemeldet und uns beiden ist in der Nähe von dem Baustellengelände eine Unterkunft zugeteilt worden. Nun das war ein Baucontainer, mit kleinen Zimmern und Betten und ausgestattet Sanitäranlagen. Am ersten Tag haben sich die Neuen angekommen nach dem gemeinsamen Tagestext und Frühstück zur Baustelleneinführungsbesprechung versammelt, hier haben wir verschiedene Anweisungen und Informationen erhalten was wir bei der Arbeit beachten müssen. Nach dem Mittagessen wurden wir einer speziellen Bauabteilung zu geteilt. Es hat soviel Freude gemacht im Werke Jehovas tätig zu sein mit den vielen Brüdern und Schwestern hier auf einer sehr großen Baustelle zu sehen wie alles zunächst gelingt. Nach ein paar Tagen konnten wir jedoch nicht mehr weiter arbeiten, weil eine große Lieferung von italienischem Marmor sich verzögert hatte. Die Arbeiten an diesen wichtigen Teil der Baustelle wurden jetzt eingestellt bis die Trucks mit der Marmor Lieferung aus Italien eintrafen. Leider hat das mehr als zwei Wochen gedauert, bis die die Ware da war und dann wurde zwar schnell mit der Verlegung begonnen aber es dauerte doch länger als wir dachten. Erst als die Verlegearbeiten fertig waren konnten wir unsere Arbeiten fortsetzen. In der Zwischenzeit haben wir sogenannte „Füllarbeiten“ gemacht, also Arbeiten um uns beschäftigt zu halten, diese aber irgendwie überhaupt kaum Sinn ergaben. Jetzt endlich konnten wir nun unsere eigentliche Baustelle betreten, diese Baustelle ist für die weiteren Arbeiten nun teilweise freigegeben worden.
Ein großer Teil des Bodens wurde zum Schutz abgedeckt und der nicht abgedeckte Teil war mit Warnband abgesperrt und durfte nicht betreten werden. Jetzt konnten wir sehen, ja bewundern was für ein tolles Material hier verlegt worden war. Es sah sehr exklusiv, hochwertig und äußerst elegant aus.
Aber irgendwie passte das nicht zu meinen Vorstellungen darüber wie zum Vergleich Königsreichssäle oder Kongresssäle ausgestattet waren, das hier war mehrere Nummern exklusiver. Ich habe mich auch gefragt, muss das sein? Warum verbaut man so teureren italienischen Marmor? Hätte es nicht etwas einfacher und günstiger sein können? Vor allem, wenn man bedenkt wie ärmlich die Brüder und Schwestern in Südamerika leben und sich ihre Spenden für das weltweite Werk vom Munde absparen. Die meisten freiwilligen Helfer waren auch schon etwas verdutzt darüber. Aber haben es so hingenommen und fleißig ihre Arbeiten fortgesetzt. Dann hat auch noch mein Mann erfahren um was für einen exklusiven Marmor es sich handelt und wie hoch der Preis ist. Wir beide waren geschockt und verstanden die Welt nicht mehr. Warum wird soviel Geld dafür ausgegeben? Hätte man es nicht besser und ökonomischer einsetzen können? Na ja, dann haben wir unsere Arbeiten für die letzte Woche ausgeführt und dann haben wir unsere Rückreise angetreten. Als wir nach Hause kamen, musste ich alles erst einmal verarbeiten bis ich nach einiger Zeit mit meiner besten Freundin und Schwester aus meiner früheren Versammlung gesprochen habe und ihr dies berichtete. Ich musste es einfach mal loswerden. -Eingesandt von S.G. -Original in Englisch übersetzt von C.B.

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Das erinnert mich an den in der Steinfels-Bethel-Eingangshalle verbauten Carrara-Marmor. Schnell hieß es „Der wurde gespendet“. Aaaah ja – wer’s glaubt … und selbst WENN das stimmen sollte, kommt mir Mat 26,9 in den Sinn: „Dies hätte teuer verkauft und der Erlös den Armen gegeben werden können“ – ein in DIESEM Fall absolut berechtigter Einwand, denn die WTG ist nicht Jesus Christus, ist keine christliche Entität und braucht zum Herstellen ihrer Verlagsprodukte keine marmorgetäfelten Eingangshallen. Doch will sie die Marmorprotzpracht UND die großzügigen „freiwilligen Spenden“, Schenkungen, Überschreibungen … ihres Spendenviehs, dieweil sich ihre minderbemittelten Bots doch bitte schön an den… Weiterlesen »

Die JW.Org ist auch nur ein Teil Groß-Babylons und geht ihrem Ende entgegen: „Weh, weh, du große Stadt, Babylon, du starke Stadt, in einer Stunde ist dein Gericht gekommen! Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen um sie, weil ihre Ware niemand mehr kaufen wird: Ware aus Gold und Silber und Edelsteinen und Perlen und feinem Leinen und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei wohlriechendem Holz und allerlei Gerät aus Elfenbein und allerlei Gerät aus kostbarstem Holz und Erz und Eisen und Marmor und Zimt und Balsam und Räucherwerk und Myrrhe und Weihrauch und Wein und… Weiterlesen »

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