Mut als Eigenschaft eines Christen – was bedeutet das?

Quelle: JW.ORG

Die Studienausgabe des Wachtturms vom September 2017 titelt für die Woche vom 20.-26.11.2017: „Sei mutig – und handle!“ Das ist eine ermunternde Überschrift, die darauf hoffen lässt, eine Abhandlung vorzufinden, die Menschen für ihren Alltag bestärkt, zu christlichen Taten anregt und Motivation bietet, seinem Leben durch aktives Tun positive Elemente abzugewinnen.

Heute wurde dieser Artikel in unseren Versammlungen betrachtet

Das Titelbild der Ausgabe, lässt allerdings bereits erahnen, worum es in der Studienausgabe des Wachtturms im Kern geht: Zeugen Jehovas mit ihren Trollys im Straßendienst – und anders als in der Realität, wo sie, im allgemeinen unbeachtet von den Passanten, bei ihren Trollys stehen und sich miteinander unterhalten, wirkt das Bild kommunikativ; Passanten zeigen sich interessiert und führen Gespräche, und im Hintergrund die Polizei. „Handeln“ steht also möglicherweise NUR im Kontext mit der Mission, dem sogenannten „Predigtdienst“? Nun, um dies herauszufinden, müssen wir den Artikel aufmerksam lesen und analysieren.

Eine erste Überprüfung ergibt: das Wort „Mut“ kommt – die Fragen zu den Absätzen nicht mitgezählt – in dem Artikel 55 mal vor.

So oft benutzt, ist es sicher angebracht, den Begriff „Mut“ zu definieren.

Wikipedia definiert wie folgt:

„Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen, das heißt, sich beispielsweise in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben.

Diese kann eine aktivierende Herausforderung darstellen, wie der Sprung von einem Fünfmeterturm ins Wasser oder die Bereitschaft zu einer schwierigen beruflichen Prüfung (individueller Hintergrund). Sie kann aber auch in der Verweigerung einer unzumutbaren oder schändlichen Tat bestehen, wie einer Ablehnung von Drogenkonsum oder einer Sachbeschädigung unter Gruppenzwang (sozialer Hintergrund einer Mutprobe).

Mut ist eine Charaktereigenschaft, die dazu befähigt, sich gegen Widerstand und Gefahren, für eine als richtig und notwendig erkannte Sache einzusetzen. Dabei können zwei gegensätzliche Zielrichtungen verfolgt werden: Mut erfordert die Entschlusskraft, nach sorgfältigem Abwägen etwas Unangenehmes oder Gefahrvolles zu tun oder zu verweigern. Beides kann mit Nachteilen für die eigene Person verbunden sein und Opfer erfordern. Im Falle der Entscheidung zu aktivem Handeln, kämpft der Mutige für die Durchsetzung eines Rechts, für das Meistern einer gefährlichen Situation oder für die Realisierung eines Wertes gegen Widerstände und Bedrohungen. Im Falle der Handlungsverweigerung besteht der Mut darin, einem als Unrecht (Aufforderung zum Kaufhausdiebstahl), als wertlos (destruktive Mutprobe) oder als gesundheitliche Zumutung (Gruppenzwang zum Rauchen oder Drogenkonsum) erkannten Tun zu widerstehen. Beiden Ausdrucksformen von Mut kommt der gleiche Rang zu. Beide erfordern Wertbewusstsein, eigenständiges Denken, charakterliche Stärke und Durchsetzungsvermögen.“

Sehr gern werden sogenannte biblische Beispiele angeführt, um zum Handeln anzuregen und durch Vorbilder eine Nachahmung zu begründen. Mit dem Leittext aus 1. Chronika 28:20, in dem auch das Wort „mutig“ vorkommt, wird uns nun niemand geringeres, als der designierte König Salomo als Beispiel geboten.

Liebe Schwestern und Brüder in der Versammlung: wenn Ihr, nachdem Ihr auf überflüssige weltliche Bildung verzichtet habt, in Eurem durchschnittlich bezahlten Teilzeitjob tätig seid, um die restliche Zeit im Werk des Missionierens zu verbringen: nehmt Euch kein Beispiel an Frau Bundeskanzlerin Merkel – aber nehmt Euch ein Beispiel an dem König Salomo. Wir möchten darauf hinweisen, dass es in jedem Staat üblicherweise eine Menge Untertanen gibt, aber nur ein Staatsoberhaupt. Dort, wo es sich um eine Monarchie handelt, ist dies ein König oder eine Königin. Und an genau dem nehmen wir uns ein Beispiel!

Gesprächsgegenstand zwischen David und Salomo war der Bau eines Tempels. David wollte dieses Bauwerk gern erstellen, aber Gott erlaubte es ihm nicht, weil an seinen Händen zu viel Blut klebte. David hatte daher schon einmal ein bisschen gespart – also 100 Tonnen Gold und 240 Tonnen Silber. Er übergab also seinem Sohn Salomo Baupläne und Schätze und forderte darüber hinaus das Volk zum Spenden auf, dem dieses auch reichlich nachkam.

Der „Mut“, als König eines Volkes ein großes Bauprojekt anzugehen, für das sowohl die Mittel, als auch die Pläne bereits vorlagen, wird nun dem Mut eines Kriegsmannes – nicht gegenübergestellt – sondern gleichgestellt. Weil David ein unerschrockener Kämpfer war, könne sein Sohn Salomo, ein Feingeist – der Weiseste unter den Orientalen – Mut von seinem Vater lernen und daher das, ihm angetragene Bauprojekt, mutig angehen.

Wir zitieren an dieser Stelle die Verse 4 und 5 des Artikels:

4) “Wäre Salomo nicht mutig gewesen, hätte Angst ihn davon abhalten können, überhaupt anzufangen. Doch nichts zu tun wäre schlimmer gewesen, als zu scheitern.”

5) “Wie Salomo brauchen wir Jehovas Hilfe, um mutig zu sein und bei dem, was er uns aufträgt, Gelingen zu haben. Sehen wir uns dazu Beispiele aus alter Zeit an und überlegen wir, wie wir ebenso mutig sein können.”

Liebe Brüder, wenn es darum geht, aufzustehen und den Alltag zu bewältigen: nehmt Euch ein Beispiel an König Salomo! Mit ein paar Hundert Tonnen Gold und Silber, sowie den Bauplänen für einen Tempel ausgestattet, regierte er über das Volk Israel. Israeliten, die nicht über mehr Bildung verfügten, als für den Dienst für Gott notwendig, vollbrachten großartige Ingenieursleistungen – und wurden vermutlich aus genau den Schätzen bezahlt, die für den Tempelbau bereitstanden. Die Bibel berichtet zwar nichts über die Entlohnung der Arbeiter, aber da es sich nicht um Zwangsarbeit handelte, können wir von einer üblichen Vergütung ausgehen.

Sehr gern werden in den Publikationen der Zeugen Jehovas Könige, Propheten oder Menschen als Vorbilder dargestellt, mit denen Gott direkt handelte. Moses, der Führer eines Volkes, zu dem Gott direkt gesprochen hatte und durch dessen Hand er Wunder wirken ließ; Josua als Heerführer, Paulus, der eine Vision von Gott hatte: dies sind die Vorbilder, die als Maßstab für das tägliche Handeln ebenso benutzt werden, wie der vollkommene Sohn Gottes zu seinen Lebzeiten auf Erden.

In der Tat geht es auch eine Nummer kleiner und so wird Joseph als Beispiel für Mut angeführt, als er der Verführung der Frau des Pharao widerstand. War dies wirklich mutig? Ohne Frage hatte Joseph moralische Bedenken; er befand sich aber auch in einer Zwickmühle. Hätte er den Verführungskünsten nachgegeben und wäre dies herausgekommen, so wäre dies sein Todesurteil gewesen. Da er sich verweigerte, wurde er verleumdet. Gleichwohl: ein moralisches Vorbild und auch ein passendes Beispiel für Mut, das in dem Artikel viel zu kurz kommt.

Auch die Geschichte von Rahab und den Kundschaftern, welche sie versteckte, ist ein passendes Beispiel für Glauben und Mut – also beherztes Handeln.

Der Beginn der Christenheit: das sind die 12 Apostel. Mit diesen fing alles an – sie lebten und lehrten in der Gegenwart des Christus; sie sahen seine Wunder. Diese Menschen sind der Ursprung eines neuen Glaubens, den Jesus durch sein Wirken auf der Erde zwar nicht begründete – denn Jesus begründete keine Religion, sondern definierte den Glauben an Gott neu, woraus die Christenheit mit ihren verschiedenen religiösen Richtungen entstanden ist. Die Apostel waren Männer aus dem Volk, vielfach mit nur einfacher Bildung und sowohl die Evangelien als auch die Apostelgeschichte sind zu unserem Nutzen aufgezeichnet worden. Wenn also dem Mut der Apostel in dem Artikel ganze zwei Sätze gewidmet werden, erscheint das durchaus ein wenig kurz gegriffen.

Da haben wir sie also, die biblischen Beispiele für Mut: Salomo, Joseph, Rahab und die Apostel.

Ab Vers 10 des Artikels erfahren wir nun die Nutzanwendung der biblischen Beispiele:

Zunächst richtet sich der Artikel an „junge Leute“. Wir finden wieder die Worthülse: „geistige Ziele“ vor, ohne dass der Begriff näher erläutert wird. Junge Leute sind „mutig“, wenn sie ihre schulische und berufliche Bildung auf ein Mindestmaß beschränken, sich nicht etwa vorstellen, nur deshalb am Erwerbsleben etwas intensiver teilzunehmen, damit sie für ihre Familie besser sorgen können – und stattdessen „geistige Ziele“ verfolgen.

Hierbei dient Moses als Beispiel: „ … Er wurde von Pharaos Tochter großgezogen und hätte darauf aus sein können, prominent und wirtschaftlich abgesichert zu sein. Nichts anderes hätten seine ägyptische Familie, Lehrer und Ratgeber wohl von ihm erwartet. Moses entschied sich jedoch für die wahre Anbetung. Er vertraute mutig auf Jehova und verzichtete auf den Wohlstand Ägyptens.“

Diese Darstellung ist allerdings nicht ganz richtig. Moses hatte einen Totschlag an einem Ägypter begangen; er glaubte, dies verheimlichen zu können. Bereits am nächsten Tag war offenkundig, dass seine Tat beobachtet worden war und er verbrachte 40 Jahre in der Fremde. Erst danach – und zwar ohne jede weitere Chance auf eine Karriere in Ägypten – wurde er von Gott zum Führer des Volkes berufen.
Wie wir 2. Mose 6:30 entnehmen, hat dem Moses seine gute Bildung im Hause des Pharao jedenfalls erst mal wenig genützt, denn er war so schüchtern, dass er nicht selbst sprechen wollte – daher gab Gott ihm Aaron an die Seite, der das für ihn bei Pharao übernahm.

Im Absatz 13 wird „eine Schwester aus Alabama“ zitiert, die in der Mission für die Religion der Zeugen Jehovas persönliche Erfüllung fand und dies auch bekundete. In ihrer Aussage unterstellt sie, dass beruflicher und wirtschaftlicher Erfolg unerreichbar seien und ein Streben danach somit nicht glücklich mache.

Dabei ist es eine Tatsache, dass inneres Glück und Zufriedenheit in keinem Zusammenhang mit wirtschaftlichem Erfolg stehen. Sowohl wirtschaftlich erfolgreiche Menschen, als auch solche, die aus eigener Entscheidung oder aufgrund der persönlichen Umstände als wirtschaftlich arm anzusehen sind,  können glücklich oder auch unglücklich sein. Menschen definieren ihr Glück über die Familie, über Kinder, über ein Hobby, über eine ausgelebte Begabung, über die wohltätige Hilfe für andere, über ihren Glauben und verschiedenes mehr.

An dieser Stelle, beim Beispiel der „Schwester aus Alabama“ wäre also eine Auseinandersetzung über das Thema „Glück“ und „Zufriedenheit“ angebracht, keinesfalls aber eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Mut“.

Wenn Zeugen Jehovas einen Unfall haben, dann rufen sie den Rettungsdienst. Wenn es brennt, rufen sie die Feuerwehr und wenn sie überfallen werden, dann rufen sie die Polizei.

Sowohl die Arbeit als Retter, als Feuerwehrmann oder als Polizist sind gefahrenvoll; solche Tätigkeiten und Berufe auszuüben, erfordert ständig Mut.

In Vers 14 wird allerdings zu verstehen gegeben, dass es Mut braucht, solche oder ähnliche Berufe gerade nicht auszuüben. Mutig ist es auch, für sich regelmäßige Arbeitszeiten einzufordern, die es erlauben, die von Zeugen Jehovas festgesetzten Versammlungszeiten einhalten zu können und darüber hinaus genug Zeit für die Mission und deren Vorbereitung zu finden.

An dieser Stelle wird wieder einmal deutlich, dass Zeugen Jehovas es ablehnen, sich in die Gemeinschaft der mit ihnen lebenden Menschen einzubringen; gleichzeitig nutzen sie aber alle Möglichkeiten und Vorteile, die die „Welt“ ihnen bietet.

Vers 15 und 16 soll Eltern anregen, ihre Kinder ab dem Säuglingsalter so zu beeinflussen, dass sie ihr Leben in den Dienst der Wachtturmgesellschaft stellen. Dies sei mutig, denn dann ist es den Kindern natürlich kaum möglich, für ihre Eltern zu sorgen – diesbezüglich müsse man also dann auf Gott vertrauen.

Zitat: “Der Ehemann sagt: “Noch bevor unsere Kinder laufen und reden konnten, sprachen wir davon, wie schön es ist, sich als Pionier für die Versammlung einzusetzen. Jetzt wollen sie das auch. Sie verfolgen geistige Ziele und können deshalb besser dem Druck von Satans Welt standhalten und sich auf Jehova konzentrieren.““

Wir halten fest: der Vater erzählt seinen Kindern in einem Alter von ein – zwei Jahren, wie schön es sei, Pionier zu werden!

„Geistige Ziele“ ist gleichzusetzen mit: Mission für die JW-Org. „Sich auf Jehova konzentrieren“ bedeutet: Mission für JW-Org.

Was mit „dem Druck von Satans Welt“ gemeint ist, bleibt in dem Absatz unklar; es handelt sich hier ebenfalls um eine Worthülse der WTG. Ist mit „Druck von Satans Welt“ gemeint, dass der Staat Krippenplätze, Kindergartenplätze und Schulplätze insgesamt vom zweiten bis zum achtzehnten Lebensjahr, also 17 Jahre frühkindlicher und schulischer Bildung bereitstellt, die jedes Kind nach Fähigkeit und Neigung durchlaufen kann, wobei es gefördert und gefordert wird und diverse Wahlmöglichkeiten hat?

Was noch gemeint sein könnte, lesen wir im nächsten Satz:

Zitat: „Ein Vater von zwei Kindern schrieb: „Eltern investieren oft viel Zeit und Mittel, um sportliche, künstlerische oder schulische Talente ihrer Kinder zu fördern. Wie viel sinnvoller ist es, Zeit und Mittel dafür einzusetzen, dass Kinder Ziele erreichen, durch die sie Jehova nahebleiben können. Es macht uns sehr zufrieden, die Fortschritte unserer Kinder zu sehen und diesen Weg mit ihnen zu gehen.“ Jehova segnet Eltern, die ihre Kinder unterstützen, sich geistige Ziele zu stecken und sie zu erreichen.“

Folgende Worthülsen finden wir vor:

  • Ziele erreichen, durch die man Jehova nahe bleiben kann
  • Fortschritte der Kinder – diesen Weg zu gehen
  • Geistige Ziele stecken und erreichen

Und wir erfahren, was es noch mit dem Druck von Satans Welt auf sich hat:

  • Sportliche, künstlerische oder schulische Talente des Kindes fördern

Liebe Eltern, die Ihr Zeugen Jehovas seid: Ihr habt Kinder und diese Kinder haben Talente. Es macht auch Kindern Spaß, das zu tun, was ihnen liegt. Wenn sie Fähigkeiten und Neigungen haben, mit denen sie erfolgreich sein könnten: DAS IST DER DRUCK SATANS. Wenn Eure Kinder gern musizieren oder Spaß an Mathematik haben: lasst sie nicht zu viel Zeit damit verbringen. Bringt ihnen nahe, wie schön es ist, für JW-Org zu missionieren. Bildung, Freizeit, Hobbys: beschränkt es auf das unerlässliche Mindestmaß – verbringt Eure Zeit mit dem Predigtdienst und erklärt Euren Kindern, wie wunderbar und befriedigend dies ist, noch bevor sie laufen und sprechen können!

Die Absätze 17 und 18 beschreiben ebenfalls Situationen, in denen Zeugen Jehovas mutig sein müssen. Zwar erschließt sich einem nicht Eingeweihten nicht, was unter „Rechtsangelegenheiten“, die Älteste behandeln müssen, zu verstehen ist, weil nur Älteste über das Buch „Hütet die Herde Gottes“ verfügen – eine Art Verwaltungsgerichtsordnung für das „religionsgemeinschaftliche Recht“ von Zeugen Jehovas.

Auch erschließt sich nicht, weshalb es für ledige Schwestern mutig sein sollte, MEHR zu predigen, denn der gesamte zweite Teil des Absatzes handelt ja nur davon, dass Schwestern außer Predigen auch das Vorrecht haben, MEHR zu predigen, WOANDERS zu predigen oder eine SONDERSCHULUNG fürs Predigen zu erhalten. Und wieso ist Mut erforderlich, damit eine „ältere Schwester“ einer „jüngeren Schwester“ Hinweise in Bezug auf ihr Äußeres gibt? Dies mag deshalb Mut erfordern, weil manche ältere Schwester überhaupt keine Ahnung davon hat, was gerade angesagt, aber dennoch nicht unschicklich ist. Sind nämlich ältere Zeugen Jehovas in ihrer Ära schon aus der Zeit gefallen, dann können sie 30 Jahre später sicher kaum Hinweise zum Hier und Jetzt geben, was Mode und die äußere Erscheinung betrifft. Solche Ratschläge sind beileibe keine Frage des Lebensalters, solange wir über Erwachsene sprechen. Vielmehr sind solche Ratschläge eine Frage von Kultur, Sitte, Mode, Anlass und gesellschaftlichen Kreisen – nicht aber des Lebensalters der ratgebenden Person.

Ab Vers 19 lesen wir, dass es eine Frage des Mutes für junge Männer darstellt, ein „Dienstamt“ anzustreben und „mehr Verantwortung zu übernehmen“. Dabei wird allerdings außer Acht gelassen, dass jeder linientreue Mann bei Jehovas Zeugen unverzüglich für weitergehende Aufgaben eingespannt wird, um ihn noch mehr für die Organisation einzunehmen. Kriterien sind hierbei weder soziale Kompetenz noch Sachverstand, sondern einzig und allein die Bereitschaft, den Lehren der WTG uneingeschränkt zu folgen und dies auch tatkräftig unter Beweis zu stellen.

Der Schluss des Artikels setzt alles wieder auf Anfang:

Zitat: „Wie für Salomo, so ist Jehova auch für uns da. Sowohl in der Familie als auch in der Versammlung hilft er uns, Mut aufzubringen und Gelingen zu haben. Wenn wir uns mutig für die Anbetung Jehovas einsetzen, wird er uns heute und in Zukunft segnen. Seien wir also mutig und handeln wir!“

Schauen wir uns diesen Absatz an: Gott gewährte Salomo eine Bitte und Salomo erbat sich Weisheit. Salomo war König eines Volkes; sein Vater übergab ihm unschätzbare Mengen an Gold und Silber als „Startkapital“ für den Tempelbau.

Keinesfalls soll in Frage gestellt werden, dass Gott für gläubige Christen ein Hort der Hoffnung ist, der dazu berechtigt, mutig durchs Leben zu gehen. Wenn aber mit einem platten Satz der Tempelbau in Jerusalem mit Deinem und meinem Leben gleichgesetzt wird, dann erscheint das theologisch zu kurz gegriffen und für das tägliche Leben wenig überzeugend, weil die wenigsten Christen gerade mit einem Tempelbau oder vergleichbaren Projekten beschäftigt sind und auch nicht über entsprechende Ressourcen verfügen.

Liebe Schwestern und Brüder, es muss sich dem Leser die Frage stellen, weshalb wir uns kritisch mit diesem und anderen Wachtturmarktikeln auseinandersetzen. Ist dies nicht destruktiv? Und was bietet diese Plattform denn alternativ?

Ich mache es kurz:

In der ersten Hälfte des Artikels werden vier biblische Figuren beschrieben, die als mutig  dargestellt werden.

In der zweiten Hälfte des Artikels werden

  • Eltern dazu aufgerufen, ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr dazu anzuhalten, eifrig missionierende Zeugen Jehovas zu werden
  • Jugendliche dazu aufgerufen, nicht das zu machen, was ihnen Spaß macht oder was ihnen liegt, sondern eifrig missionierende Zeugen Jehovas zu sein
  • junge ledige Frauen dazu aufgerufen, zu missionieren, mehr zu missionieren, woanders zu missionieren und sich besser schulen zu lassen, um noch besser missionieren zu können
  • ältere Frauen dazu aufgerufen, die jüngeren zur Sittsamkeit anzuhalten
  • Männer aufgerufen, mehr für die WTG zu tun

Bei diesem WT-Artikel handelt es sich also um nichts anderes, als die all-sonntäglich stattfindende Drücker-Kolonnen-Motivations-Veranstaltung mit Frage – und Antwortspiel. Mit dem Thema „Mut“ im täglichen Leben zur Lebensbewältigung hat der Artikel ebensowenig zu tun, wie mit Persönlichkeitsbildung oder Schulung der sozialen Kompetenz.

Der Artikel will aber Zeugen Jehovas auch konkret davon abhalten, sich ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend als selbstbestimmte Menschen zu entwickeln.

Daher ist diese Analyse keineswegs destruktiv. Vielmehr ist der WT-Artikel destruktiv und hindert die Anhänger der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas daran, ihre Persönlichkeit im christlichen Sinne weiterzuentwickeln, sich sachgerecht zu bilden und positiv christliche Prioritäten zu setzen. Die Sorge um die Familie soll unter dem Vorwand, Gott werde schon für alles sorgen, der WTG untergeordnet werden.

Wer seine Zeit also NICHT mit dem Vorstudieren und anschließendem „Wachtturm-Studium“ am Sonntagvormittag verbringt, um sich eine Stunde lang anzuhören: „Sei mutig, missioniere mehr, woanders, besser; arbeite mehr für die Org – denn dann arbeitest Du für Gott“, der hat schon viel gewonnen.

Liebe Schwestern und Brüder, wir ermuntern zu folgendem: lest bitte die WT-Artikel unter der Fragestellung: Welchen Wert hat das Thema und der Inhalt für mein tägliches Leben als Christ – inwieweit stützt und stärkt es mich für den Alltag? Inwieweit fordert der Artikel unmittelbar oder mittelbar auf, meinen Einsatz im Rahmen der Religionsausübung zu  steigern und persönliche Belange zurückzustellen?

Nach unserer Analyse befassen sich einige WT-Artikel mit der Feingliederung der Glaubenslehren; eine sehr große Anzahl von Artikeln hat aber keinen anderen Inhalt als: Arbeite für Deine Religionsgemeinschaft – dann arbeitest Du für Gott und bekommst dafür „Gottes Segen“.

Das aber ist nicht die christliche Botschaft, die Jesus seinen Jüngern zu verkünden gebot.

 

 

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Heinz G.

Der Artikelschreiber rechnet wohl mit dem kurzen Gedächtnis seiner Leser. Es ist noch garnicht so lange her, als man genauso für den sogenannten Predigtdienst trommelte, weil das Ende kurz bevor stehe. Ich denke an die 70er Jahre. Auch damals sollten die Schäfchen keine ordentliche Berufsausbildung mehr machen und Haus, Hof und private Rentenversicherung (in den USA üblich) opfern. Heute leben die damals  leichtgläubigen Opfer an der Armutsgrenze und müssen von dem bösen weltlichen Staat Hilfe annehmen. Verschließen diejenigen, die das Desaster 1975 miterlebt haben heute die Augen, statt die Jungen vor dieser neuerlichen Verdummung zu warnen, keine vernünftige Berufsausbildung zu… Weiterlesen »

Zartbesaitet

Danke für diese Analyse. Es ist einer von vielen Artikeln dieser Sorte, die JZ in ihren Publikationen immer und immer wieder herausbringen. Obwohl meine Frau und ich uns sehr zurückhalten hier zu urteilen und zu verurteilen mag vielleicht die spezielle Situation meiner Frau hier bestätigen, was das Resultat einer solchen Manipulation ist. Wir beide haben uns über 40 Jahre in den Dienst dieser ORG gestellt gehabt. Mit allen Stufen dazwischen um der ORG (nicht Gott oder Jesus Christus) zu dienen. Man meinte nur ständig Jehova zu dienen – in Wirklichkeit war es Dienst an Menschen – und heute schält sich… Weiterlesen »

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Horst

Lieber Autor Bert, ich schätze diese Betrachtungen der Studienartikel ausserordentlich, da sie immer wieder die gebetsmühlenartige Einseitigkeit der “geistigen Mangelspeise” beweist, welche aus jedem beliebig herausgestelltem Schlagwort (in diesem Fall “Mut”) unter unglaublichen geistigen Verrenkungen, die nur dieser Organisation zu eigen sind, die gleichen Schlussfolgerungen offenbart. Unter anderem kann ich kein “neues Licht” erkennen, es ist der gleiche Müll, den man uns vor 50 Jahren vorgesetzt hat. Da hiess es vielleicht “Ausharren” oder “Gehorsam” statt “Mut”, das Drumrumgerede war damals schon dasselbe. Richtigen “Mut” konnte ich schon damals unter den “linientreuen Gehilfen” in der Versammlung nicht erkennen. Sie waren eher… Weiterlesen »

Micha

Lieber Bruder Bert Vielen Dank für deinen Artikel, sehr zutreffend. Die WTG verseucht die Welt tonnenweise mit ihrem Geschreibsel. So langsam scheint es, dass sie nicht mehr weiß, was sie noch schreiben soll. Sie könnte doch einfach mal das  Maul halten Pred.10:14 und Pred. 3:7b. Aber das geht ja schon mal gar nicht, sie müssen uns ja, so meinen sie, mit ” geistiger Speise zur rechten Zeit” versorgen. Was dabei herauskommt zeigt der WT-Artikel zum Thema Mut. Er strotz nur so vor an den Haaren herbeigezogenen Argumenten wie es bei 1914, Generation und vielem anderen auch der Fall war. Ihr lieben Zeugen Jehovas       Wenn ihr wirklich euern Mut… Weiterlesen »

lawmen

Lieber Micha, Deinem Beitrag kann ich nur zustimmen. Ich persönlich hatte ab 1985 mehrere Jahre das Vergnügen, einer Versammlung in einer Kleinstadt in NRW anzugehören. Da hieß es noch, dass der “treue und verständige Sklave” vom Überrest gebildet wurde, der von denen im Himmel direkt mit der Speise zur rechten Zeit versorgt wird. Dass diese 144000 eine symbolische Zahl sein musste, war mir damals schon klar, und die Speise über diesen Mitteilungskanal war im Laufe der Zeit sowas von fehlerhaft, dass man sich fragen musste, warum merkt das in den Versammlungen keiner? Dann hielt ein Vorzeige-Bruder einen Vortrag und verwies… Weiterlesen »

M.N.

Passend hierzu ein Auszug aus dem Glossar, Stichwort “Mut; mutig”: So wie i. V. mit anderen, positiv besetzten Begriffen wie “Gut”, “Loyal”, “Richtig”, “Treu” etc. usurpiert die WTG die Vokabel “Mut/mutig”, um ihre menschliche, eigenzweckdienliche “Predigtdienst verrichten/Zeugnisgeben”-Direktive zu pushen und ihre “Verkündiger”-Befehlsempfänger dazu zu drängen, auf Biegen und Brechen, koste es was es wolle, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit als Multiplikatoren ihrer Organisationsinteressen und als Produktvertriebler aufzutreten, ungeachtet der daraus für die “Verkündiger”resultierenden Nachteile und Schäden – Beispiele aus “Der Wachtturm”: 15.2.2015 S. 12 Abs. 7: “Wie können wir wie Jesus mutig sein? In der Schule: Als junger Mensch… Weiterlesen »

Aufklärer

Brake News
 

 

Klage behauptet Jehovas Zeugen Regeln und Polizisten schützen Kinder Sex Missbraucher

 

$ 66M Klasse Aktion Sex Missbrauch Anzug gegen Jehovas Zeugen eingereicht

GERICHTE
NATIONAL

von NEWS STAFF
Geschrieben am Okt 2, 2017 6:02 pm EDT
Zuletzt aktualisiert am Okt 2, 2017 um 18:45 Uhr EDT
 
https://www.680news.com/2017/10/02/66m-class-action-sex-abuse-suit-filed-jehovahs-witnesses/

lusan

Die Versammlungen können auch umbenannt werden in”Marketing der WTG” . Denn in der Tat ist es nichts anderes. Die vielgepriesene Nächstenliebe findet hier leider keiner mehr. Amen.

stoertebeker

  Störtebeker an Autor und Alle,     im Großen und Ganzen stimme ich dem Artikel zu.   Aber wenn es um biblische Aussagen geht in Bezug auf Moses, dann eben nicht mehr.   Der WT schreibt:   „Hierbei dient Moses als Beispiel: „ … Er wurde von Pharaos Tochter großgezogen und hätte darauf aus sein können, prominent und wirtschaftlich abgesichert zu sein. Nichts anderes hätten seine ägyptische Familie, Lehrer und Ratgeber wohl von ihm erwartet. Moses entschied sich jedoch für die wahre Anbetung. Er vertraute mutig auf Jehova und verzichtete auf den Wohlstand Ägyptens.“   Nur um eines vorab… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Ottonio, woher willst du wissen, dass es Eltern nicht reut, ihre Kinder so oder so erzogen zu haben? Kannst du in deren Herzen sehen? Denkst du, sie müssten hier einen Seelen Striptease hinlegen? Eltern versuchen meist, alles so gut wie möglich zu machen…auch als ZJ…Gott allein sieht in die Herzen der Eltern und der Kinder… Ich stimme Omma von Herzen zu, dass noch viele Kinder und Enkelkinder beim sichtbaren Kommen des Herrn Jesus durch ihre freigewordenen Mütter, Väter, Omas und Opas gesegnet werden können. Wer kann das schon sagen? Wieso steht in der Schrift der Bericht von dem Verbrecher,… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber Ottonio

Du hast wirklich die Wahrheit gesprochen und ihnen den Spiegel vor das Gesicht gehalten. Die Zeugen haben kein Unterscheidungsvermögen, weil sie es nie gelernt haben. Sie sind ganz einfach gestrickt.

Herzliche Grüsse

Sylvia

Ulla

Liebe Iris, du bist sehr tapfer! Ja, du bist MUTIG ! Aussteigen ist nichts für Feiglinge! Als ich die Gemeinschaft verließ, waren unsere vier Kinder zwischen 18 und 5 Jahren alt und ich hoffte und betete oft, dass Christus mir vergeben möge. Zu meinen Kindern sagte ich, es täte mir von Herzen leid, sie in diese religiöse Schablone mit reinerzogen zu haben. Sie konnten seitdem beobachten, dass Mama eine immer freiere Christin wurde mit jetzt einem festen Bekenntnis zu ihm. Iris, die Schmerzen sind qualvoll, auch für die Kinder. Alle meine vier würden wohl noch immer sagen: DANKE, Mama, dass… Weiterlesen »

Horst

Horst @ Omma u. Oppa:

Ihr Lieben,

“Ottonios” Antwort, ohne Gruss und Anrede, bestätigt ja nebenbei meine Vermutung, es könnte sich um einen verbitterten Hardliner ohne diesbezügliche Erfahrung handeln. Sein Schlußsatz ist in Ordnung: “Jeder soll tun, wie er meint…”-

Aber was mir wichtiger ist:

Auch bei Eurer Antwort an mich ging mir sofort etwas durch den Kopf, und zwar Matthäus 5:5, da Ihr für mich solche “Sanftmütigen” seid. Und dann nehmen wir noch Vers 7 mit der “Barmherzigkeit” dazu…

Muss mal gesagt sein.

Lieben Gruss an Euch Beide

Horst

 

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

In Anlehnung des hier vorgetragenen Artikels „Mut als Eigenschaft eines Christen – was bedeutet das?“  heisst es u.a.: „Sehr gern werden sogenannte biblische Beispiele angeführt, um zum Handeln anzuregen und durch Vorbilder eine Nachahmung zu begründen… Sehr gern werden in den Publikationen der Zeugen Jehovas Könige, Propheten oder Menschen als Vorbilder dargestellt, mit denen Gott direkt handelte. Moses, der Führer eines Volkes, zu dem Gott direkt gesprochen hatte und durch dessen Hand er Wunder wirken ließ; Josua als Heerführer, Paulus, der eine Vision von Gott hatte: dies sind die Vorbilder, die als Maßstab für das tägliche Handeln ebenso benutzt werden,… Weiterlesen »

Ulla

Hallo liebe Fox, du hast ein wahres Wort gesprochen, wie die Omma ja AUCH schon schrieb: Wir sind Täter und Opfer zugleich. Die ganze Welt ist Schauplatz von Manipulation, Indoktrination und Druck…bei den einen waren es einst politische Manipulationen, der andere ist dem Materialismus zum Opfer gefallen, der andere den Religionen im allgemeinen. So funktioniert halt auch Sozialisation von Anbeginn der Menschen: Wir sind nicht dazu gemacht, alleine zu bleiben, wir brauchten andere Menschen, um laufen, sprechen und existieren zu können. Anpassung an bestehende Verbünde, die gerade um einen herum agieren. Ich habe festgestellt, dass die Welt voller bunter “Angelhaken”… Weiterlesen »

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Lieber Florian, ich gebe gerne zu, dass mich die Horror Passagen, das Gemorde, das Gemetzel, von dem im AT berichtet wird, auch sehr irritiert. Was haben sich Menschen nur alles mit ansehen müssen, auch die, die auf der “richtigen” Seite standen…vieles verstehe ich AUCH noch nicht…hadere sehr damit, vor allem, weil wir heute in einer aufgeklärten Zeit leben und gelernt haben, wie traumatische Erlebnisse einen Menschen für immer verändern…bis zum letzten Lebenstag! Ich habe aber den Wunsch, das eines Tages zu verstehen, hoffe, dass es eines Tages eine Erklärung für alle Grausamkeiten, die auf diesem Planeten geschehen/sind, kommt. AUSSER der… Weiterlesen »

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Hallo Fanny,… DANKE….. es ist eine Art Rückbesuch, der mich zu diesen Fragen brachte, ich sagte der Ex Zeugin, ich werde nachdenken. naja….funny isses nicht, wenn wir nur durch Leid zu Gott finden…und die Streitfragen der WTG zum Thema warum es soviel Leid gibt, wieso es so lange zugelassen wird, haben ausgedient. Welchen Sinn das alles macht, werden wir im nächsten Leben erfahren, wenn wir bei Gott sein dürfen. JETZT zählt die Hoffnung und das Vertrauen, auf Christus zu warten, seine sichtbare Wiederkunft. Die erdenweiten Änderungen, die dann kommen werden…vorher noch die Herrschaft des Antichristen auszuhalten…das wird kein Zuckerschlecken werden…… Weiterlesen »

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Guten Morgen!

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Grüße von Paul

lusan

Ich liebe diese Ausarbeitungen.

Danke Bruderinfo

Schneeflocke@ Eltern

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Florian K.

Aus gegebenem Anlass ersuche ich alle, die noch Trolley Dienste durchführen, sich vorher immer die Zähne zu putzen. Auch wenn es vermeintlich eh nur um die Optik geht: Ab und zu gibt es doch eine Konversation und da wäre es peinlich, wie eine steirische Jauchegrube im Hochsommer zu riechen.

Hupsi

Danke ihr alle. Ich habe gerade nicht viel Zeit, zu kommentieren. Aber Schneeflocke hat genau die Stellen entdeckt die mich rasend machen….

“kluge Eltern”

Sowas macht mich wütend. Suggestive Parolen, mehr nicht.

Danke Dir, und allen anderen  Kommentatoren für den Konsens…

Leider habe ich genau zu diesem Thema in der Versammlung erlebt, wie wieder Dreijährige ihre Antworten vorgeflüstert bekommen, und dann mit fröhlicher Kinderstimme ihren Text in das Mikrofon nachsprechen… Was für eine Tragödie, diese Augenwischerei…

Liebe Grüße und Danke für eure Mühe. ???? Hupsi

 

Silas

Hallo, Gemeinde! Was mir zu diesem Artikel einfällt, ist ein Thema, das wir mal in der Versammlung behandelt haben, da ging es auch um Mut und Treue. Hier wurde das Beispiel von Jael als sehr mutige Frau genannt. Was mich damals stutzig gemacht hat, ist nicht, dass Sie mutig genannt wurde, sondern wofür: Die Organisation erachtete es wohl als Beweis von Mut, wenn man einem flüchtenden Mann ein sicheres Versteck vormacht, ihn bewirtet und auf freundlich tut und ihn dann hinterlistig im Schlaf ermordet. Ich will hier auf keinen Fall Jaels Tat verurteilen, sie hat natürlich vollkommen richtig und im… Weiterlesen »

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