Zuflucht zu Jehova –  nur über die Ältesten?  

„Jehova erlöst die Seele seiner Knechte; und keiner von denen, die zu ihm Zuflucht nehmen, wird für schuldig gehalten werden“ Psalm 34:22

Kommentar zum WT-Studienartikel, Nov. 2017 „Suchst du Zuflucht bei Jehova“?

Gemäß diesem Artikel beinhaltet die Anordnung der Zufluchtsstädte, die unter dem mosaischen Gesetz vorgesehen waren, eine “Lektion, von der Christen heute etwas lernen können”. Siehe Kasten (Lehren oder Gegenbilder?)

Zitat Abs. 2 In der Bibel wird uns versichert: Wer bei Jehova Zuflucht sucht, braucht sich nicht von Schuldgefühlen überwältigen zu lassen. Was bedeutet es, bei Jehova Zuflucht zu suchen? Und was müssen wir tun, damit wir seine Barmherzigkeit und Vergebung erlangen?

Schon an dieser Stelle ist zu sagen, dass die Antwort eines Christen anders ausfallen wird, anders als das, was uns der „Sklave“ als Antwort anbietet. Der „Sklave“ scheint noch ganz in der Gedankenwelt des alten Israels zu sein und in dem Gesetz verwurzelt, wenn er schreibt: „Uns mit der Regelung der Zufluchtsstädte im alten Israel zu beschäftigen hilft uns, diese Fragen zu beantworten. War das aber nicht eine Regelung des Gesetzesbundes, der Pfingsten 33 u. Z. ersetzt wurde? Das stimmt. Aber das Gesetz stammte von Jehova. Aus der Regelung der Zufluchtsstädte erfahren wir deshalb, wie er über Sünde, Sünder und Reue denkt“

Wenn die damalige Anordnung der Zufluchtsstädte eine „Lektion vorschattet, von denen Christen lernen können”, warum wird diese „Lektion“ nicht in den christlichen Schriften erwähnt?

Jede Nation braucht Gesetze und ein Justiz- und Strafsystem. So war es auch im alten Israel. Die christliche Gemeinde war und ist jedoch etwas Neues, etwas radikal Anderes.

Heute leben Christen unter der Herrschaft der säkularen Staaten und Nationen. Wenn also ein Verbrechen, wie Vergewaltigung, Mord, Totschlag oder Kindesmissbrauch, begangen wird, werden die übergeordneten Autoritäten als Gottes Diener betrachtet, die in ihren Stellungen eingesetzt werden, um den Frieden zu erhalten und das Gesetz durchzusetzen. Christen wird von Gott befohlen, sich den höheren Autoritäten zu unterwerfen, und sie erkennen, dass dies eine Anordnung ist, die unser Vater eingeführt hat, bis er sie ersetzt. (Römer 13)

Daher gibt es in der Bibel keinen Hinweis darauf, dass die alten israelitischen Zufluchtsstädte als Vorbild dienen könnten, von denen Christen lernen können (siehe Kasten unten).

Doch warum benutzt dieser Artikel die Zufluchtsstädte als Vorbild für uns?

Das ist wirklich eine Frage, die beantwortet werden muss. Gut, man möchte vordergründig mit dem Bezug auf die Zufluchtsstädte die Barmherzigkeit Gottes belegen. Doch an dieser Stelle würde es vollkommen ausreichen, auf das Opfer Jesu hinzuweisen.

Aber das geschieht erst im Abs. 16,

Zitat: Wie kannst du also bei Jehova Zuflucht nehmen? Glaube an die Kraft von Jesu Opfer. Erkenne nicht nur an, dass Jesus für zahllose andere Menschen gestorben ist. Glaube auch, dass er für dich gestorben ist (Gal. 2:20, 21). Das Lösegeld ist die Grundlage der Vergebung deiner Sünden. Durch das Lösegeld hast du die Hoffnung, einmal ewig zu leben. Jesu Opfer ist Jehovas Geschenk an dich.“

Ein guter Satz, mit dem eigentlich schon alles gesagt wäre. Der Hinweis auf die alttestamentarische Einrichtung der Zufluchtsstädte wäre damit überflüssig. Doch nein, die Autoren verfolgen ein ganz bestimmtes Ziel. Das Opfer Jesu ist nur die „Grundlage“ unserer Befreiung von Sünde und deren Folgen. Der Sünder muss erst bei den Ältesten vorstellig werden, quasi die heutigen Zufluchtsstädte aufsuchen. Wie im Alten Testament muss er, seinen Fall den Ältesten vortragen.

Zitat Abs. 6: … „Wer jemand unabsichtlich getötet hatte, musste den Ältesten am Stadttor der Zufluchtsstadt schildern, was geschehen war. … Nur wenn die Ältesten seine Unschuld bestätigten, schickten sie ihn in die Zufluchtsstadt zurück.

Der „Sklave“ möchte uns hier sagen: Wer eine schwere Sünde begangen hat, sollte nicht denken, es würde genügen, seine Sünde im Gebet persönlich vor Gott zu bereuen, das Opfer Jesu würde genügen. 

Nein, er muss seine Sünde vor die Ältesten tragen. Warum? Das Gerichtswesen des alten Israel lässt sich jedoch nicht eins zu eins auf den Umgang mit Sündern in der Christenversammlung übertragen, wie wir gleich noch betrachten werden.

Zitat Abs. 8: „Jehova hat festgelegt, dass sich Älteste um Fälle von schwerer Sünde kümmern.“

Doch wo hat Jehova das festgelegt? Als Beweis führt man Jakobus 5:13-16 an.

Jakobus gibt uns hier einen Rat für den Fall, dass es uns schlecht geht, aus welchem Grund auch immer. Er legt hier kein Gesetz fest, wenn er sagt: Erleidet jemand unter euch Ungemach? Er verharre im Gebet. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Es gibt kein Gesetz, das uns vorschreibt, Psalmen zu singen, egal, ob es uns gut oder schlecht geht. Es handelt sich um einen Rat oder eine Ermunterung.

So sind auch die folgenden Worte eher als ein Rat, als eine Anweisung zu bewerten. „Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.”

Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“  (Jak. 5:14-16).

Wir lesen hier nichts davon, Jehova habe festgelegt, Älteste sollten sich um Fälle von schwerer Sünde kümmern, um die Versammlung rein zu erhalten. Bemerkenswert ist auch, dass Jakobus sagt: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander“. Wir lesen nichts davon, dass wir explizit den Ältesten oder einem Komitee unsere Sünden bekennen müssen, sondern einander.

Wenn der Artikel behauptet, Älteste sind nicht nur beauftragt, sondern auch dafür geschult, den Schmerz und die Schuldgefühle von reuevollen Sündern zu mindern, dann entspricht dies nicht den Tatsachen.

Abs. 9, Zitat: …. Daniel beispielsweise beging eine schwere Sünde, zögerte aber über Monate, mit den Ältesten zu sprechen. Er gibt zu: ich hatte ständig Angst, alles könnte auffliegen und ich müsste für mein Verhalten geradestehen. Immer wenn ich zu Jehova betete, hatte ich das Gefühl, ich müsste mich zuerst für das entschuldigen, was ich getan hatte.“ Irgendwann sprach Daniel mit den Ältesten. Im Rückblick sagt er: Aber danach war ich erleichtert — es war, als hätte mich jemand von einer riesigen Last befreit. Jetzt fühle ich mich wieder völlig frei, zu Jehova zu beten.“ Daniel hat heute ein reines Gewissen und wurde kürzlich zum Dienstamtgehilfen ernannt.

Also, nur zu Jehova zu beten und zu bereuen und sich auf das Opfer Jesu zu verlassen, reicht angeblich nicht aus. Erst nach einem Gespräch mit den Ältesten kannst „du wieder völlig frei zu Jehova beten.“ Erst dann kannst du ein reines Gewissen haben und eventuell zum Dienstamtgehilfen ernannt werden.

Noch einmal zurück zu Abs. 7 und 8, Zitat: Warum wurden Älteste damals miteinbezogen? Sie sollten die Reinheit der Versammlung Israel bewahren und dem Totschläger helfen, aus der Barmherzigkeit Jehovas Nutzen zu ziehen. Ging ein Flüchtender nicht zu den Ältesten, handelte er, … „auf eigene Gefahr; … er war für seinen Tod selbst verantwortlich. Es gab also Hilfe für den Totschläger — er musste nur darum bitten und sie annehmen. Floh er nicht in eine der Zufluchtsstädte, durfte ihn der Bluträcher umbringen.“

Es ist so vieles falsch in diesem Absatz, dass es ein wenig Zeit brauchen wird, um es klar zu stellen. Beginnen wir mit der Tatsache, dass diese Anordnungen für die Nation Israel galten.  Der Verbrecher war verpflichtet, seinen Fall bei der Anhörung der Ältesten am Stadttor zu klären. Die Ältesten am Stadttor hatten im Staatswesen Israels die Stellung von Verteidiger, Staatsanwalt und Richtern inne. Diese uralte Anordnung auf die heutige Christengemeinde anzuwenden, ist völlig falsch, genauso, wie eine Verbindung zu Jakobus 5:14-16 herzustellen.

Jakobus spricht von Sündern, wie einem Säufer, Ehebrecher oder Unzüchtigen. Im alten Israel war der Flüchtende ein Totschläger. Es ging also um ein Verbrechen, für das die heutigen staatlichen Einrichtungen zuständig sind.

Es ist auch auffallend, dass die WTG nur die Teile aus ihren Vorbildern verwendet, die für sie als geeignet erscheinen, ihre Sicht der Dinge zu belegen. Andere Aspekte werden einfach ignoriert. Fragen wir uns zum Beispiel, wo hielten die Ältesten im alten Israel ihre Sitzung ab? Sie hielten sie in der Öffentlichkeit ab, am Stadttor. Der Gerichtsfall wurde in aller Öffentlichkeit behandelt und angehört.

Heute wird der Sünder in ein Hinterzimmer des Königreichssaals gebeten. Sein Fall wird  ohne Zeugen und nicht offen vor der Versammlung abgehandelt. Wenn ein “Komitee” zu dem Ergebnis kommt, jemanden aus der Gemeinschaft auszuschließen, so ist in der Regel nur der Betroffene und das „Komitee“ über die Zusammenhänge informiert. Von hundert Personen in der Versammlung weiß niemand etwas. Auf Anweisung des „Sklaven“ – ohne jede Möglichkeit, sich selbst ein Urteil zu bilden, – beschließen die verbleibenden 99 Versammlungsmitglieder, wir kennen den Betroffenen ab sofort nicht mehr, wir ignorieren ihn, grüßen ihn nicht mehr, ächten ihn.

Der Gemeinschaftsentzug bedeutet für den Betroffenen die totale Verwundung seiner Seele. Es wäre doch für die Versammlung einmal interessant mit zu verfolgen, warum ein sogenannter „Abtrünniger“ ausgeschlossen wird, welche Argumente er vorbringt, und wie schwach die Gegenargumente der Ältesten sind, die nur als Marionetten fungieren.

Hinzu kommt, dass die WTG bewusst angeführte Bibelverse falsch zitiert oder übersetzt hat.

Nehmen wir in diesem Fall wieder die Worte Jakobus 5:14 gemäß der NWÜ: “Ist jemand unter euch krank? Lass ihn die Ältesten der Gemeinde zu ihm rufen und sie über ihn beten lassen, indem sie Öl auf ihn anwenden im Namen Jehovas. 15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken gut machen, und Jehova wird ihn aufrichten.

Da die Übersetzer der NWÜ den Namen JEHOVA einfügt haben, wird es gut sein, wenn wir andere Bibelübersetzungen zu Rate ziehen, um ein ausgewogenes Verständnis zu erhalten. “Ist einer von euch krank? Er sollte die Ältesten der Gemeinde anrufen, um über ihn zu beten und ihn mit Öl im Namen des Herrn zu salben. Und das Gebet, das im Glauben dargeboten wird, wird den Kranken wiederherstellen. Der Herr (hier ist eindeutig Jesus Christus gemeint), wird ihn aufrichten. Wenn er gesündigt hat, wird ihm vergeben werden.“

Warum wird dem Einzelnen hier der Rat gegeben, die Ältesten zu rufen? Ist es deshalb, weil er eine schwere Sünde begangen hat? Nein, er ist krank und möchte gesund werden. Wenn wir das so umformulieren würden, wie es der Sklave darstellt, müssten wir lesen: “Wenn du krank bist, bringe die Ältesten dazu, über dich zu beten, und wegen ihres Glaubens wird dich der Herr Jesus gesund machen. Oh, und übrigens, wenn du irgendwelche Sünden begangen hast, werden sie dir auch noch vergeben.“

Wie gesagt, der Vers 16 spricht davon, „Sünden voreinander zu bekennen “. Dies ist kein einseitiger Prozess. Wir reden nicht von Verkündigern und Ältesten, von Laien und Klerus. Auch die Ältesten sind aufgefordert, ihre Sünden untereinander und vor allen anderen zu bekennen oder offen anzusprechen.

Die Vergebung und die Heilung kommt vom Herrn Jesus Christus. Es gibt in den Evangelien und Briefen der Apostel nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich ein Sünder einem Gerichtsprozess bzw. einer Komitee-Verhandlung zu unterziehen hätte, in der die Ältesten die reumütige oder nicht reumütige Haltung des Sünders beurteilen und dann Vergebung erteilen oder diese zurückhalten. 

Was ist falsch an diesem juristischen Prozess der Zeugen Jehovas?

Dies lässt sich am besten anhand des in Absatz 9 dargestellten Beispiels verdeutlichen. Ein angeblicher Bruder namens Daniel beging eine schwere Sünde, aber er zögerte mehrere Monate, sich den Ältesten zu offenbaren. Und obwohl er zu Jehova betete, fühlte er sich schlecht.  Erst nachdem er den Ältesten seine Sünde gestanden hatte, fühlte er sich befreit, um sich Gott zu nahen.

Halten wir fest. Daniel sündigte gegen Gott, nicht gegen die Ältesten. Das Gebet um Vergebung vor Jehova genügte angeblich nicht. Er musste erst die Vergebung der Ältesten bekommen. Die Vergebung, von Menschen ausgesprochen, war ihm wichtiger als die Vergebung Gottes. Diese Einstellung ist fest verankert in den Köpfen und Herzen unserer Brüder und wird ihnen regelmäßig eingetrichtert.

Dieses Beispiel und ähnliche Erfahrungen zeigen, dass man als Zeuge Jehovas auf Grund dieser Belehrung keine wirkliche Beziehung zu Jehova Gott als einem liebenden Vater herstellen kann. Wir können unsere Brüder für diese Einstellung nicht verantwortlich machen, weil wir alle so belehrt werden. Wir sind geschult zu glauben, dass es zwischen uns und Gott dieses mittlere „Management“ gibt, das aus den Ältesten, dem Kreisaufseher, dem Zweig und schließlich der leitenden Körperschaft besteht. Sogar Diagramme illustrierten dies graphisch in unseren Zeitschriften. Wenn du willst, dass Jehova dir vergibt, musst du angeblich erst zu den Ältesten gehen. Die Bibel sagt aber, dass der einzige Weg zum Vater durch Jesus Christus ist. Dies gilt jedoch nicht für einen Zeugen Jehovas.

Die Wirksamkeit der WTG-Kampagne ist überall zu sehen. Für die WTG sind wir nicht Kinder, sondern nur Freunde Gottes.

In einer Familie, in der z.B. ein Kind gegen den Vater gesündigt hat, und es die Vergebung des Vaters wünscht, geht es nicht zu einem seiner Brüder und bittet den Bruder um Vergebung. Nein, es geht direkt zum Vater. Wenn jedoch ein Freund der Familie gegen das Haupt der Familie sündigt, könnte er zu einem der Kinder gehen, von dem er weiß, dass es eine besondere Beziehung zum Familienoberhaupt hat, und bitten, vor dem Vater für ihn zu intervenieren. Dies entspricht der Angst, die Daniel in dem oben erwähnten Beispiel ausdrückt. Wie sollen wir Zuflucht bei Jehova suchen, wenn uns die Beziehung verweigert wird, die das möglich macht?

Mag ich nicht (80)

31 Kommentare zu “ Zuflucht zu Jehova –  nur über die Ältesten?  

  1. Norbert@PaulZ

    Lieber Paul,

    deine Endtäuschung über Bruderinfo kann ich leider nicht nachvollziehen. Aber muss ich ja auch nicht, es ist deine Entscheidung.
    Aber dem Vorwurf, hier auf Bruderinfo aktuell wird Propaganda durch Propaganda bekämpft und dass BI eine überzogene Zensur durchführt um eine bestimmte Lehre oder Ideologie zu vertreten ist wohl etwas überzogen.
    Ich habe noch keine Plattform gefunden wo so offen auch die Meinung anderer stehen gelassen wird.
    Es bleibt in so einen offenen Forum nicht aus, das einige Kommentarschreiber denken sie müssten mit Nachdruck ihre Ansichten durchdrücken. Und wenn dies von BI Unterbunden wird, was ihr gutes Recht ist, fühle sie sich bevormundet.
    Es ist immer das alte Lied, wird man selbst nicht gehört schreit man nach schonungslose Aufklärung und pocht auf sein Recht.
    Ich spreche jetzt nicht von dir lieber Paul, du bist mir durchaus als ein angenehmer Kommentarschreiber aufgefallen.
     
    Es bleibt nicht aus das auch BI eine bestimmte Meinung vertritt und nicht immer eine glückliche Hand hat, wenn darum geht freischalten oder nicht.
    Aber der Vorwurf Konstruktive Kritik und alternative Meinungen wären hier ein Problem und BI als Nachfolgeorganisation der WTG zu sehen, na ich weiß nicht lieber Paul?
    Und deine Kritik an die Autoren Bruder, Thilo und Bert kann ich nicht zustimmen. Gut sie sind nun mal die führenden Artikelschreiber, zum Glück kann ich da nur sagen. Ich habe nicht den Eindruck das sie schreiben um sich hervor zu tun. Ich hoffe nur das sie sich durch deine Kritik nicht veranlasst sehen sich auch zurück zu ziehen.
    Ich jedenfalls finde es gut das sich die Autoren mit ihrem Namen, wenn auch Aliasnamen, zu dem Bekennen was sie schreiben. Den Grund für die anonymen Artikel der WTG kennen wir ja, sie kommen ja alle direkt von Gott.

    Diesen Anspruch erhebt BI ja nun nicht, oder?
    Liebe Grüße

    Norbert

    1. Paul.Z21

      Lieber Norbert!

      Vielen Dank für Deine offenen Worte.

      Ich habe hier einfach meine Meinung und Empfindungen darüber zum Ausdruck gebracht, wie sie sich nach mehr als 2 Jahren des Mitlesens bei bruderinfo darstellen. Vieles hat mich inspiriert, manches aber auch frustriert und geärgert. Ich finde es traurig, dass Lichtspender und Jesu kleiner Bruder einfach das Wort abgeschnitten wurde. Auch ich fand ihre Kommentare nicht prickelnd, manche haben mich auch erbost, allein ihre Namen hielt ich auch für bedenklich. Aber sie einfach auszuradieren und mundtot zu machen ist für mich nicht christlich. Man sollte das eher ertragen und kreativ überlegen, wie man ihnen begegnet: mit Milde und Respekt aber auch deutlich. Das ist mir leider auch nicht immer gelungen.

      Grüße

      Paul

      *********
      Hallo Paul
      Es ist keine Rede von einer totalen Sperre. Es werden auch in Zukunft Kommentare von JkB freigeschaltet. Es ging nur um vereinzelte Kommentare

      1. Paul.Z21

        Zensur ist Zensur, ob nun einzelne Kommentare oder ein Kommentargeber gesperrt werden. Wer ein Diskussionsforum betreibt muss damit rechnen, auf Meinungen zu treffen, die ihm nicht gefallen. Für mich ist die Meinungsfreiheit ein sehr hohes und wichtiges Gut; wir wissen alle, dass dies bei jW.org gerade nicht so ist. Diese Erfahrung sollte uns dazu veranlassen möglichst tolerant ggü. anderen Meinungen zu sein, auch ggü solchen von Nochzeugen und Nochverblendeten. Natürlich hat die Meinungsfreiheit auch eine Grenze, nämlich dort wo es um massive Ehrverletzungen; aber auch hier sollten wir als Christen eher vieles ertragen als allzu schnell gekränkt zu sein. Jedenfalls sollte dem, dem das Wort entzogen wird das auch mit einer kurzen Begründung gesagt werden

        Alles andere widerspricht mE nicht Christi Sinn!

        Einen baldigen Frühlingsanfang wünscht sich und allen

        Paul
        ***********

        Hallo Paul,
        möchte noch etwas auf deinen Kommentar eingehen.
        1. BI ist kein Diskussionsforum.
        2. Wenn der eine oder andere Kommentar, oder das eine und andere Thema beendet wird, dann ist dies keine Zensur sondern
        Moderation.
        3. Wir können nicht jeden Kommentar, der nicht freigeschaltet wird dies begründen. Im speziellen Fall jedoch haben wir dem
        Kommentarschreiber wiederholt gesagt warum wir Probleme haben mit seiner Art Kommentare.
        4. Bei aller Toleranz, es wird sich erfahrungsgemäss nicht vermeiden lassen das hier und da einige sich benachteiligt fühlen und sich beschweren.
        Solltest du mal selber ein Forum wie BI betreiben wollen, bei aller Toleranz von dir, du wirst die selben Erfahrungen machen.
        Liebe Grüße
        BI aktuell

  2. Paul.Z21

    Liebes Team von bruderinfo, Liebe Mitleser!

    Ich ziehe mich etwas enttäuscht von bruderinfo etwas zurück. Den ein oder anderen Kommentar werde ich vielleicht noch schreiben aber ich werde mich möglichst kurz fassen, was den meisten anderen Kommentatoren nicht immer gut gelungen ist. Der Grund: es herrscht bei bruderinfo zu viel Zensur, Polemik und Ideologie. Man versucht hier Propaganda durch Propaganda zu bekämpfen, obwohl faire und schonungslose Aufklärung und Bildung das probate Mittel der Wahl wäre, aber das kann und wird dieses Forum wohl nicht leisten können. Man streitet zu wenig in der Sache, stattdessen nimmt sich jeder hier zu wichtig, allen voran die Autoren Bruder, Thilo und Bert. Konstruktive Kritik und alternative Meinungen sollten normalerweise kein Problem sein oder sind wir hier in einer Art Nachfolgeorganosation der WTG?

    Viele liebe aufrichtige Grüße

    Paul, alias Martin alias "Papst"

  3. Sylvia Geiser

    Lieber RoKo

    Danke für Deine detaillierte Information über das Verhalten der Ältesten der Zeugen Jehovas.

    Dass sie schwerstens Angeschlagen und krank sind wundert mich nicht mehr. Die Erlebnisse, die bei BI geschildert werden sind haarsträubend.

    Wie Du sagst wird in Hesekiel 34 es treffend beschrieben, eine erhöhte Aufmerksamkeit wird für uns empfohlen. Und doch bleiben sie freiwillig in dieser grausamen Sekte drin, bis sie eventuell selbst hinausgeworfen werden. Nur Wenige haben den Mut sie zu verlassen.

    Ich wünsche Dir alles Gute

    Sylvia

  4. Django

    Folgender Satz aus den im Artikel angeführten "Leserfragen" hat mich besonders erschreckt:

    "Die Ansicht des Staates oder der Standpunkt eines Gerichts ist nicht unbedingt ausschlaggebend für die Entscheidung der Versammlung."

    Ein weiteres, nebenbei und unauffällig eingeführtes Argument z.B. bei den Missbrauchsfällen: Diese Gerichtsurteile sind also nicht nur Lügen Abtrünniger, sondern auch nicht unbedingt ausschlaggebend .... Die Verantwortung wird noch dazu auf die "Versammlung" geschoben, nicht auf die Ältesten und schon garnicht auf die leitende Körperschaft!

  5. Ulla

    Lieber Zartbeseiteter,

    ja die empfindsamen, empathischen, sensiblen Menschen, litten/leiden besonders unter diesen ständigen Reglementierungen, die als "Ermunterung" rüberkommen sollten!

    Wehe denen, die ihr eigenes Gewissen entdecken, in sich gehen und nachforschen! Aufwachen tut weh!

    Du hast R. Franz zweites Buch zitiert, da habe ich sein erstes "Der Gewissenskonflikt" nochmal aufgeschlagen und einige Stellen, die ich als groooooße echte ERMUNTERUNG angestrichen hatte, nachgelesen. Vielleicht tröstet das auch andere Mitlesende/Mitleidende/Aufwachende:

    Se. 358 "Kann man der Konfrontation nicht mehr ausweichen, so hilft es, sich zu vergegenwärtigen, dass die Zerrüttung der Familie und die seelischen Schmerzen allein der anderen Seite zuzuschreiben sind. Das geht einzig und allein auf das Konto einer Organisationspolitik, die jedem mit dem Hinauswurf droht, der sich ihr nicht fügt und Ausgeschlossene und solche, die die Gemeinschaft verlassen haben, so behandelt, als habe Gott sie verstoßen, wobei es egal zu sein hat (!!!), ob man sie sonst als aufrecht und gottergeben kannte.

    Die religiöse Intoleranz hat WIE IN DEN TAGEN JESU ihren Ursprung nur dort, wo man das Abweichen aus GEWISSENSGRÜNDEN mit Untreue gleichsetzt."

    Weiter heißt es: "Viele Zeugen sind zwar sehr besorgt über das, was vorgeht, können sich aber nicht vorstellen, Gott ohne die Organisation zu dienen; sie brauchen das Gefühl der Geborgenheit und Stärke."

    S. 371 "Christus hob deutlich hervor, dass dieses Verhältnis (zu Gott) ein PERSÖNLICHES ist (Mat. 10:32, 33) Er fordert nicht dazu auf, "in meine Organisation" oder in eine "bestimmte Kirche oder Religionsgemeinschaft zu kommen", sondern:   KOMMT ZU MIR ! (Mat. 11:28)

    S. 373 "Der Sohn Gottes gab die Zusicherung, er werde wahre Nachfolger haben, und zwar nicht nur im 1. Jahrhundert, sondern auch in all den dazw.liegenden Jahrhunderten, denn er sagte:"Ich bin bei euch alle Tage, bis diese Weltzeit sich vollendet!" Er würde seine WAHREN JÜNGER erkennen, auch wenn sie unter das "Unkraut", das kommen sollte, gemischt wären. Als ERKENNUNGSMERKMAL würde ihm dienen, WAS FÜR MENSCHEN SIE SIND, nicht ob sie irgendeiner Organisation angehören...Christus hat sie durch all die Jahrhunderte hindurch gekannt und sie als ihr Haupt, ihr Herr und Meister, geleitet!"

    Einen schöneren Trost aus Gottes Wort kann man fast nicht finden!

    Liebe Abendgrüße

    Servusli

    Ulla aus Nürnberg

  6. Bert

    Was mir zu diesem Artikel ebenfalls aufgefallen ist:

    - "Ging ein Flüchtender nicht zu den Ältesten, handelte er, wie ein Bibelgelehrter erklärte, „auf eigene Gefahr; wenn der Bluträcher . . . ihn umbrachte, war er für seinen Tod selbst verantwortlich, weil er nicht die Sicherheitsvorkehrung nutzte, die Gott ihm angeboten hatte“" - sehe ich insofern als falsch, als für die Rettung nicht die Konsultierung der Ältesten notwendig war, sondern NUR das Aufsuchen der Zufluchtsstadt. Die Ältesten befanden sich üblicherweise am Stadttor, und mussten ihn gastfreundlich aufnehmen. Sie waren also da, falls jemand Hilfe brauchte.

    - "Später schickte man ihn zu den Ältesten der Stadt zurück, wo der Totschlag geschehen war, und sie klärten den Fall. (Lies 4. Mose 35:24, 25.) Nur wenn die Ältesten seine Unschuld bestätigten, schickten sie ihn in die Zufluchtsstadt zurück." - sehe ich insofern als falsch, als in dem besagten Bibeltext steht,"dann soll die Gemeinde zwischen dem Schläger und dem Bluträcher nach diesen Rechtsbrüchen richten." Es steht also nichts davon geschrieben, dass die Ältesten richteten, sondern die Gemeinde. Tatsächlich fanden im alten Israel Gerichtsverhandlungen beim Stadttor statt, und jeder Vollbürger des Landes konnte zum Urteil herbeigezogen werden, auch etwaige Zeugen, das Urteil wurde von der ganzen Gemeinde gefällt, nicht von den Ältesten alleine.

    - "Nachdem der Tatbestand geklärt war, mussten sich die Ältesten mit der Person beschäftigen, statt nur mit dem Vergehen. Sie benötigten Einsicht — die Fähigkeit, nicht nur das zu sehen, was offensichtlich ist, sondern der Sache auf den Grund zu gehen." - sehe ich insofern als falsch, als gerade nach dem jüdischen Gesetz lediglich der Tatbestand  für das Urteil maßgeblich war. War der Tatbestand Mord, wartete die Todesstrafe. Bei Totschlag der Umzug in die Zufluchtsstadt. Egal, welche Motive oder Hintergründe die Person für ihre Tat hatte. Genau das ist ja der Unterschied zwischen dem mosaischen Gesetz, wo man lediglich durch Taten gerecht sein konnte (also gar nicht), und dem christlichen Gedanken, wonach die Handlungen einer Person eine sekundäre Rolle spielen, und die Person als Ganzes im Vordergrund steht.

     

    Ich möchte an dieser Stelle bewusst keine urteilende Meinung zu diesem Artikel abgeben, sondern nur auf ein paar Dinge aufmerksam machen. Jeder sollte selbst die Möglichkeit haben, für sich Schlüsse zu ziehen.

    Euch allen alles Liebe,

    Bert, der Beröer   
    ????

    1. Rahel

      „sehe ich insofern als falsch, als in dem besagten Bibeltext steht,"dann soll die Gemeinde ............ richten." Es steht also nichts davon geschrieben, dass die Ältesten richteten, sondern die Gemeinde.“

      Die Verletzung des sogenannten Öffentlichkeitsgrundsatzes

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Öffentlichkeitsgrundsatz

      ist die schwerwiegendste Rechtsverletzung der sog. „Rechtskomitee“ der Jehovas Zeugen und weisen diese am deutlichsten als Unrechts-/Machtmissbrauchsinstrument aus.

      Dabei muss beachtet werden, dass die Praktiken/Verfahren einer ordnungsgemäßen Gerichtsbarkeit seit Mose Zeiten im Kern unverändert sind. Selbstverständlich galt schon zu Mose Zeiten was heute und der Prozessmaxime „Öffentlichkeitsgrundsatz“ verstanden wird. Und in biblischen Formulierungen wie „die Gemeinde“ oder „im Stadttor“ festgelegt ist.  Zu allen Zeiten in allen Gesellschaften galten diese fundamentalen Grundsätze als Unterscheidungsmerkmal ob ein Gericht sich überhaupt als legitimes Gericht ausweist oder NICHT!

      Natürlich wird es immer Richter geben müssen die das Verfahren leiten. Und das Urteil verkünden. Aber kein Richter mit einem Gewissen und Bewusstsein auch für eigene Rechtfertigungspflicht würde je ein Urteil zu sprechen wagen, dessen Zustandekommen transparent der öffentlichen Beobachtung ausgesetzt wurde. Das allein schon zum eigene Schutz und Rechtfertigung der Richter selbst.

      Natürlich wird nicht in jedem Fall und nicht die ganze „Gemeinde“ immer anwesend sein können. So wie auch die Besucherzahl in Gerichten begrenzt ist. Und natürlich gibt es Fälle, wo nur eine besonders ‚befähigte‘ Öffentlichkeit bzw. „Geschworene“ anwesend sein können. Und natürlich gibt es auch Fälle, wo zum Schutz von Minderjährigen oder Vergewaltigungsopfer besondere Vorkehrungen erforderlich sind. ALLE dies möglichen Einschränkungen des öffentlichen Einblicks, heben aber NIEMALS den Öffentlichkeitsgrundsatz auf. Und dienen NIEMALS zur Verhinderung der Nachprüfbarkeit des Richterspruchs. Und dienen NIEMALS der Nichtangreifbsrkeit des Richterspruchs bzw. der Richter. Sondern dem Schutz der Angeklsgten, Zeugen oder Opfer.

      Alle elementarsten Prozessmaximen werden durch die Jehovas Zeugen Praxis und das Hirtenbuch eklatant „verletzt“. Ihre Verfahren und Hirtenbücher sind eigentlich weniger „Rechtsverletzung“ als vielmehr organisierte, planmäßige Verhinderung und Sicherstellung des Ausschlusses von Rechtsanwendung.

      Eindeutiger könnten sich die Jehovas Zeugen Ältesten (Richter) die sich dafür hergeben solche Geheimprozesse zu veranstalten nicht als unbiblisch, und unchristliche Unrechtsschergen ausweisen.

      Eindeutiger könnten sich die Jehovas Zeugen „Gerichte“, Praktiken und „Verfahren“, zutreffender Machenschaften, auch gar nicht als Unrechts-/Terrorinstrumente ausweisen.

      Dass sich die Ältesten nicht zu schade sind und schämen für solches  herzugeben zeigt, dass sie absolut gar kein eigenes Gewissen ausgebildet und absolut kein eigene Urteilsvermögen, aber auch kein Bewusstsein für eigenen Schutz und eigene Rechtfertigungsnotwendigkeit haben. Wenn sie sich „irgendwann“ für ihr Tun verantworten müssen stehen sie NACKT (verurteilt) da!

      Schon ihre Behauptung, sie würden „Betroffene nicht davon abhalten staatliche Behörden zu informieren“ ist eine Lüge was die Vergangenheit anbelangt, und ein durch die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle („Skandale“) erzwungener Rückzug bzw. „Flucht“ in Rechtmäßigkeit, Anstand. „Zugeständnisse“ aus purer Angst vor weiteren Strafen von weltlichen Gerichten. Ohne Einsicht. Ohne Reue. Ohne Wiedergutmachungsbereitschaft. Ohne Entschuldigung. Ohne UMKEHR.

  7. Sylvia Geiser

    Lieber Horst

    Du schreibst:

     
    Allerdings hatten wir einen "Vorsitzführenden Aufseher", der angebliche Vergehen richtiggehend konstruiert hat - er fühlte sich bereits als quasi - Fürst oder Bezirksverwalter für die Zeit nach Harmageddon. Er förderte das Denunziantentum und die Kleingeistigkeit, ruinierte ganze Familien und Existenzen.
    Ich hätte eine gute "Karriere" unter seiner Führung einschlagen können.
    Weil Du aber erkannt hast, dass man als Ältester weder Mitgefühl noch Gerechtigkeit mitbringen kannst, also mit andern Worten, Du als zartbesaitet so ein Amt als Handlanger dieser Sekte auf keinen Fall Dich aussetzen möchtest, geschweige einmal verantworten musst. Nur einer, der sich selbst liebt und sadistisches Verhalten in sich aufweist kann das.

    Nicht wenige Älteste gibt es bei Bruderinfo, die Kommentare und Artikel schreiben, denn jetzt hat sich das Blatt gewendet. Jetzt gehen sie massiv gegen die WTG vor, ernähren und ergötzen sich an ihrer Kritik. Es ist heute zu ihrem Lebensinhalt geworden und das seit Jahren.

    Eigentlich sehr traurig und frustrierend

    Sylvia
    ????

    1. Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

      Liebe Sylvia,

      wir alle stehen unter der Fuchtel von Zeit und Umständen, oder wie es Salomo ausdrückt Pred. 3:

      1 Alles hat eine bestimmte Zeit, und jedes Vornehmen unter dem Himmel hat seine Zeit.8 Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.

      Nach dem Krieg gab es ein Theaterstück und Film welcher hieß:

      "Wir sind alle Mörder"

      Als Kind habe ich das nicht begriffen. Aber es war ja so, dass alle Nationalisten und nicht nur die, im Militärdienst wie bei einer Sekte indoktriniert werden. Was der Befehlsgewaltige sagt dem ist zu folgen, Unterwürfigkeit und die Fähigkeit wird einem beigebracht, dass den Feind töten kein Mord sei. Dafür wird man nicht verfolgt, man bekommt womöglich sogar noch einen Orden! Militär ist totalitär, weil es nur so möglich, wird den Menschen einzutrichtern: Mord am Feind ist erwünscht und gut!

      Beim Komitee der ZJ ergaben sich oft Gewissenskonflikte. Da gab es einen WT wo die "Masturbation" als große Sünde dargestellt wurde. Den jungen ZJ wird hinsichtlich „Masturbation“ nicht etwa geraten: „folge deinem Gewissen“ oder: „besprich dies vielleicht mit deinen Vertrauten“. Nein, die Antwort auf die eine Leserfragen lautete, das sei etwas sehr Sündhaftes, es erging ein striktes Verbot. Ich erlebte später, beim „theokratischen Gericht“, wie ein junger Bruder uns aufsuchte und bekannte, häufig zu „masturbieren“. Wir drei Männer des „Rechtskomitees“, reagierten verlegen und gaben ihm „theokratischen Rat“. Dieser junge Mensch wirkte danach befreit, als käme er direkt aus einem Beichtstuhl.

      Ich führe dieses, zugegebenermaßen etwas peinliche, Beispiel nur deswegen an, weil es signifikant für alle totalitären Gruppen ist. Denn wir gaben dem Jüngling verzeihenden Rat, obwohl die ehrliche Antwort gewesen wäre: "Tu dir nichts draus, das machten wir doch früher auch".

      Also Sylvia, immer Zeit und Umstände beachten. Es grüßt dich nach Thailand der

      Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

       

    2. RoKo

      Beste Sylvia,

      Wir haben Älteste, die treffen sich gern privat nach der Versammlungszusammenkunft, gehen essen in ein Restaurant und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Sie machen zu Hause auch die eine oder andere Fete. Geladen sind dann oft die, die sie "weiter" bringen in ihrem Leben, beruflich, theokratisch. Lese einmal Hes 34, dort werden sie benannt.

      Ich kenne aber auch einen Ältesten, der sehr oft in seinem Haus größere Runden und Tischgäste eingeladen hat, die alles andere waren als ihn "weiter" zu bringen. Das waren kranke Brüder und Schwestern, sehr schwache, manchmal laue, die im Glauben das eine oder andere Problem hatten. Sogar Behinderte, die in der Versammlung zwar willkommen waren, aber oft keine Gesprächspartner hatten. Die Arme zu den Schwachen ausgerichtet...

      Dieser Älteste (und ich habe hohen Respekt vor ihm) noch relativ jung an Lebensjahren leidet nun selbst an einer Krankheit und hat das Pensum als Ältester und Vorbild nicht mehr schaffen können. Zudem nahm er viele Dinge in der Versammlung wahr, die er nicht recht einordnen kann. Er entschloss sich und gab sein Amt zurück.

      Es folgte eine Bekanntmachung: Bruder XXX ist kein Ältester mehr.

      Andere Älteste, die ihr Amt aus Altersgründen ab gaben wurde ein Programmpunkt gewidmet und die Frau erhielt einen Blumengruß für die lange Zeit der Entbehrung, die ihren Mann mit der Versammlung geteilt hatte und einen langen Beifall. Das war üblich, auch für Brüder die weg zogen. Er nicht. Das verstimmte ihn etwas, würdigte man seine aufopferungsvolle Arbeit mit keinem Wort und keiner Geste. Er erhielt gar von einem anderen eine Ansage nach der Zusammenkunft, 'so beginnt der Abfall...'

      Die Wortwendung 'Bruder XXX ist kein Ältester mehr' wurde in der Zusammenkunft auch auf einen anderen Bruder angewandt, der aufgrund von Ehr- und Eigentumsdelikten eine Rüge erhielt und das Amt ihm entzogen wurde. Dem Zuhörer bleibt der Grund verborgen.

      In den Versammlungen herrscht so ein Gruppenzwang, dass man, bricht man dort aus, diese Dinge nur offen ansprechen kann und es dann harte Worte sind. Das ist eben so. Traurig ist, dass die Dinge in den Versammlungen so zusammentreffen, viele Dinge die oft unbiblisch sind. Das macht mich traurig. Das, aus Liebe zu Christus, erzürnt mich.

      Weil man im Ausleben als wahrer Christ sogar daran gehindert wird, christliche Eigenschaften auszubilden. Besser, man notiert reichlich Stunden auf seinem Zettel. Das ist das A und O im Versammlungsleben. Alles andere fällt hinten herunter. So will ich nicht leben! Mir ist ein Fall in Argentinien bekannt geworden, da erhielt eine ältere alleinstehende Schwester einen Termin zum Hirtenbesuch, weil sie keine Stunden mehr abrechnete. Sie widmete ihre Zeit der Nachbarin, die ein schwerer Pflegefall war. Sie lebten viele Jahrzehnte nebeneinander, dass die Frau sich dazu verpflichtet sah, ihr zu helfen. Weil die Schwester ahnte was passiert, bat sie eine weltliche Psychologin (die ich kenne) um Beistand zu diesem Termin. Sie war dort und hörte über Walky-Talky zu, weil sie beim Gespräch den Raum verlassen musste. Die Frauen haben vorab ein Gerät in einem Blumenstock versteckt. Die Ältesten sagten zu ihr, so wurde es mir wieder gegeben weil die Psychologin wusste ich bin auch ein ZJ, was kümmert sie sich um diese fremde Frau, die nicht mit den ZJ verbunden ist und sowieso in Harmargedon stirbt. Die Hilfe ist vergebens. Sie erhielt ein Ultimatum, die Hilfe und Pflege einzustellen und wieder wie bisher Predigtdienst auszuüben, andernfalls werde man sie sanktionieren müssen.

      Sylvia - das ist voll krank.

      Kann man nicht glauben? Oder?

      Ich erhielt Ansagen von div. Ältesten, dass ich in meinem Beruf und meiner Jobwahl kein untadeliger Zeuge Jehovas wäre. Ein Zeuge Jehovas tut so etwas nicht! Ich arbeitete in einer weltlichen Hilfsorganisation ohne Konfession; es gibt auch Diakonische Werke, dort arbeitete ich nicht. Weil ich in meinen Nachtdiensten tagsüber zu einem anderen Buchstudium ging, was am Tage statt fand, erhielt ich Gespräche, ich störe mit meinem eigenen wilden Methoden Jehovas Ordnung und soll nur in mein zugeteiltes Studium gehen! Ich kann das glauben... weil selbst erlebt. RoKo

      1. Matthäus

        Meine lieben Schwestern und Brüder!

        Da mich die Disskussion der letzten Tage traurig stimmt möchte ich mich den Worten von RoKo anschließen. Muss es wirklich sein dass der BI Plattform die ungemein viel positives bewirkt, vielen gestrandeten und geschlagenen ZJ hier eine Anlaufstelle bietet, nahezu in Pauschal und Bogen, zumindest von einigen als schlecht verurteilt wird? Wenn ich auch nicht immer mit allem einig gehe aber die Seite mit mit der Org zu vergleichen ist schlicht und einfach nicht wahr. Alleine wieviele kritische Kommentare frei geschaltet werden, belegt das Gegenteil. Falsche Lehransichten wie z.B. die Dreieinigkeit sollen hingegen abgewiesen werden. Als nächstes kommen welche die die Existenz eines Schöpfers in Frage stellen und die Evolution verteidigen!?

        In Gottes Wort gibt es klare Worte die die eine wie auch andere Seite deutlich ansprechen. Ich zitiere nur ein paar Hinweise, möge jeder der davon betroffen ist, sich PERSÖNLICH angesprochen fühlen!

        Röm. 14

        Einander annehmen
        1 Nehmt auch den ohne Vorbehalte an, dessen Glaube schwach ist ..... Verwirrt ihn nicht noch dadurch, dass ihr über unterschiedliche Ansichten streitet.
        2 So essen die einen guten Gewissens alles, während andere glauben, kein Fleisch essen zu dürfen.
        3 Niemand sollte deswegen auf die verächtlich herabschauen, die bestimmte Speisen meiden. Diese wiederum dürfen niemanden verurteilen, weil er alles isst. Denn Gott hat jeden Einzelnen von ihnen in seine Gemeinschaft aufgenommen.

        4 Du bist nicht der Herr des anderen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn.
        5 Für manche Leute sind bestimmte Tage von besonderer Bedeutung. Für andere wieder sind alle Tage gleich. Jeder soll so leben, dass er mit voller Überzeugung dazu stehen kann.
        6 Wer nämlich bestimmte Tage als heilig achtet, der will damit Gott, den Herrn, ehren. Und wer alles ohne Unterschied isst, der ehrt Gott auch, denn im Gebet dankt er ihm für das Essen. Meidet aber jemand bestimmte Speisen, dann tut er es aus Liebe zu Gott, und auch er dankt Gott im Gebet und erweist ihm dadurch die Ehre.
        7 Niemand von uns lebt für sich selbst, und niemand stirbt für sich selbst.
        ....

        10 Mit welchem Recht verurteilst du also einen anderen Christen? Und warum schaust du auf ihn herab, nur weil er sich anders verhält? Wir werden alle einmal vor Gott stehen, und er wird über uns urteilen.
        11 Denn in der Heiligen Schrift steht: »So wahr ich lebe, spricht der Herr: Vor mir werden alle niederknien, und alle werden bekennen, dass ich der Herr bin!«
        12 Jeder von uns wird also für sich selbst Rechenschaft vor Gott ablegen müssen.

        Füreinander verantwortlich

        13 Deshalb wollen wir uns nicht länger gegenseitig verurteilen. Keiner soll durch sein Verhalten den anderen in seinem Glauben verunsichern oder ihn gar zu Fall bringen.
        Die Quintessenz daraus:
        18 Wer Christus in dieser Weise dient, über den freut sich Gott und den achten die Menschen.
        19 Deshalb wollen wir uns mit allen Kräften darum bemühen, in Frieden miteinander zu leben und einander im Glauben zu stärken.
        Es gäbe noch deutlichere Worte, die verkneife ich mir. Der Vers 19 ist mit Sicherheit das Ziel von BI und sollte unser aller Ziel sein, jeder „Unruhestifter“ ist hier sicher unerwünscht, das Leben ist schwer genug, machen wir es uns nicht noch schwerer.

        Das war mir ein Bedürfnis, liebe Grüsse an ALLE

        Matthäus

         

        1. Edelmuth an Matthäus

          Guten Abend Matthäus

          Du reflektierst möglicherweise auf das, was Zustimmer an Sylvia schreibt.

          Ist es aber nicht so, das viele Autoren, mich eingeschlossen, immer wieder, nicht wegen ungebührlichen Verhaltens, sondern wegen ihrer religiösen Ansichten und ihrer Bereitschaft darüber auch inhaltlich anhand der Bibel zu diskutieren, gelöscht werden. Dir und anderen Lesen fallen da bestimmt viele Namen ein. Das ist wirklich sehr schade, denn wir haben nicht aufgehört zu diskutieren, sondern unsere Diskussion in eine anderes Forum verlegt. Was für BI übrig bleibt, ist das, was ihr übrig lasst, und das ist vielen zu wenig.

          In der Tat, wer JW.ORG zu recht kritisiert, muss es besser machen.
          ****************
          Ede
          Hallo Ede
          wie viele Kommentare hat den die WTG von dir schon veröffentlicht?
          Ich denke da hast bei BI doch einen weit weit größereren Erfolg zu verzeichnen, oder nicht.
          Also nicht jammern und sich immer beschweren, ehrlich bleiben.
          LG

        2. hei-bea

          Hallo Ede,

          geht es Dir hier wirklich um Diskussionen an sich oder fehlen Dir Deine manchmal "End-

          loskommentare", in denen es um e i n Thema und letztendlich R e c h t h a b e r e i von

          einem von Euch geht?! Das. was Du ausdiskutieren nennst, wrd n i e zu einem korrek-

          ten Ergebnis führen, weil die Bibel für k e i n e n von uns hundertprozentig zu verste-

          hen ist. Und an Deiner privaten Meinung durften wir hier oft genug teilhaben, was für

          mich auch teilweise interessant war, da Du zwischen "Zeugendenke"und freier, ver-

          nünftiger "Bibelauslegung" hin und her schwankst. Aber auf Endlosdiskussionen ge-

          paart mit ellenlangen Kommentaren kann ich sehr gut verzichten. Nichts für ungut!

          Schmoll bitte nicht, ich freue mich auch, mal wieder etwas von Dir zu lesen...Ich

          denke, der "harte" Kern bleibt BI erhalten. Weiter so, ich fühle mich wohl bei Euch

          und finde, die meisten sind bemüht, ihr "Bestes"zu geben und die Vielfalt der Kom-

          mentare, Artikel und Infos macht BI lesens- und liebenswert! In diesem Sinne, dan-

          ke an Euch alle(auch an Dich, Ede) dafür!

          Morgengrüße aus dem halb verregneten, halb verschneiten Harz                    hei-bea

    3. Zustimmer an Sylvia

       

      Liebe Sylvia, mit deiner Beobachtung aus deinem letzten Kommentar-Absatz liegst du leider richtig; allerdings ist es nicht so, dass überhaupt niemand mehr bibeltreue Artikel und Kommentare schreiben wollte oder schreiben würde - sie werden einfach nicht gepostet und wegzensiert. BI verträgt keine konstruktive Kritik mehr. BI hat sich seinem "Feind" in dessen Methoden angepasst und wird ihm leider immer ähnlicher. Unangenehme Inhalt sollen nicht kommuniziert und diskutiert werden, um bestimmte Personengruppen nicht als Leserschaft zu verlieren. Weder kalt noch heiß, "lau" würde Christus sagen. Alle sollen irgendwie noch ein wenig zufriedengestellt sein – man kocht ein lauwarmes Süppchen, wo sich jeder noch irgendwie ein ganz kleines wenig wiederfindet – nichts Ganzes und nichts Halbes. Bibeltreue Christen finden sich durch dieses Portal in letzter Zeit kaum noch vertreten und wandern anderswo ab, schade aber, da dadurch das Niveau deutlich gesunken ist. Es drängt sich mir zudem auch fast schon der Verdacht auf, dass BI mit der technischen Abwicklung des ganzen Systems so stark beansprucht ist, dass das intensive persönliche Bibellesen der Einzelnen zu kurz kommt, denn dann hätte man doch eine feste biblische Position. Die Lösung aus diesem BI-Problem?

       

      Jesaja 50:4 und 5 beachten: „Der Souveräne Herr Jehova selbst hat mir die Zunge der Belehrten gegeben, damit ich dem Müden mit einem Wort zu antworten weiß. Er weckt Morgen für Morgen, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie die Belehrten. Der Souveräne Herr Jehova selbst hat mein Ohr geöffnet, und ich meinerseits war nicht rebellisch.“

       

      Also: Durch tägliches Bibellesen auf Jehova hören, dann wird man auch ein Wort zu sagen haben, dass Müden eine wirkliche Hilfe ist.

       

      (Mal sehen, ob dieser Kommentar gepostet wird?)

       

      1. Schneeflocke@ Zustimmer an Sylivia

        Geschätzter Zustimmer an Sylvia,

        Ganz ehrlich schmerzt mir Dein Kommentar so sehr, dass ich darauf reagieren möchte. Außerdem liebe ich Gerechtigkeit!

        "BI hat sich seinem "Feind" in dessen Methoden angepasst und wird ihm leider immer ähnlicher." - das ist ungerecht und falsch! Welche Kränkung hat dich veranlasst so etwas abschätziges zu schreiben? 

        "Bibeltreue Christen finden sich durch dieses Portal in letzter Zeit kaum noch vertreten und wandern anderswo ab, schade aber, da dadurch das Niveau deutlich gesunken ist." - nichts ist gesunken, im Gegenteil! Die Aufklärung der fatal falschen Lehren der Zeugen Jehovas erreicht mit jedem neuen  Artikel einen neuen Höhepunkt!! 

        Wer tief im Inneren mit dieser Religion verwurzelt war oder ist und wer nach Erlösung, Liebe, Gunst und nach WAHRHEIT dürstet und sucht, der ist aufgefordert SELBST die Bibel in die Hand zu nehmen und die persönlichen Schätze darin zu finden. Und DAS ist die wahre Zusicherung unseres Schöpfers:
         »Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet!
         
        8 Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet."
        Und warum Christus und die Bibel und keine eigenen BI-AKTUELL - Lehren??

        Das ist die Antwort:
        " 28 Als Jesus dies alles gesagt hatte, waren die Zuhörer von seinen Worten tief beeindruckt.
         
        29 Denn Jesus lehrte sie mit einer Vollmacht, die Gott ihm verliehen hatte – ganz anders als ihre Schriftgelehrten"

        Diese Erfahrung macht jeder selbst, dessen Herz bereit dafür ist und Bi macht uneigennützig nicht nur auf Missstände in der org aufmerksam, sondern verweist einzig und allein auf unsern Herrn Jesus Christus als Retter, Führer, Fürst, Hirte, Leiter, Mittler und Hüter unser aller Seelen.
        Welch ein Segen!!

        Schneeflocke
        ????

      2. RoKo24

        Ich möchte -Zustimmer- einen Bibeltext anführen. Eph 4: 1 Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2  mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3  euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4  Da ist e i n Leib und e i n Geist, so wie ihr in der e i n e n Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5  e i n Herr, e i n Glaube, e i n e Taufe; 6  e i n Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

        Mit diesem Blick kann ein Christ selbst eigene vortreffliche Früchte herausbilden. Denn wir wissen, Bäume mit fauer Frucht werden umgehauen und im Feuer verbrannt...

        Und ich bin froh, glücklich und stolz, so herzliche Beiträge wie stellvertretend von unserem -Schneeflöckchen-, die es auch nicht leicht hat ihre Umstände im Leben zu meistern, zu lesen. Sie und viele andere als Bruder und Schwester zu wissen, sie als geistige Geschwister zu haben. Diese Geschwister zusammenzubringen damit wir uns kontaktieren und austauschen können ist (so möchte ich sagen) bestimmt der Sinn der Plattform BI. Infos und Gedankenaustausch
        von Zeugen für Zeugen.
        Und infolge sind schon viele neue Freundschaften entstanden, die einem Christen stärken und helfen, die schwere Zeit des Endes zu bestehen. Wie weit vorgerückt wir leben wissen wir nicht, nur, dass man mit der heutigen Zeit schwer fertig wird und vieler Ermunterungen bedarf. Ausharren hat eine andere Bedeutung, wenn man die Unterschiede der biblisch propagierten Wahrheit und der Wirklichkeit verstanden hat und aus eigenen Reihen Missgunst, List, Abneigung und viele weitere Dinge erfährt, die von sich vorgeben und aussagen, die einzig wahre Bruderschaft zu sein. Sie entpuppen sich sodann als alles andere. Mit allen bösen Eigenschaften, die man als Wesenszüge des Widersachers klassifiziert. Danke BI.

        LG RoKo

  8. Zartbesaitet

    Lieber Bruder,

    danke für deine treffende Analyse dieses WT-Artikels.

    Ich möchte aus sehr persönlichen Erfahrungen heraus auf einen Aspekt eingehen, der in diesem Artikel wieder ganz besonders meine langen Jahre in der ORG (darunter gut zwei-einhalb Jahrzehnte als Ältester) massiv beeinflusst hat. Dazu möchte ich aus Raymond Franz Buch "Auf der Suche nach der christlichen Freiheit", Kap. 16, Seite 541 zitieren, um die Verbindung herzustellen. Hier liest man auszugsweise:

    "Es ist eine traurige Tatsache, dass unter dem ständigen Druck...diejenigen Zeugen am meisten leiden, die am empfindsamsten und gewissenhaftesten sind."

    Dazu das Zitat über "Daniel" aus dem Artikel:

    Abs. 9, Zitat: …. Daniel beispielsweise beging eine schwere Sünde, zögerte aber über Monate, mit den Ältesten zu sprechen. Er gibt zu: ich hatte ständig Angst, alles könnte auffliegen und ich müsste für mein Verhalten geradestehen. Immer wenn ich zu Jehova betete, hatte ich das Gefühl, ich müsste mich zuerst für das entschuldigen, was ich getan hatte.“ Irgendwann sprach Daniel mit den Ältesten. Im Rückblick sagt er: Aber danach war ich erleichtert — es war, als hätte mich jemand von einer riesigen Last befreit. Jetzt fühle ich mich wieder völlig frei, zu Jehova zu beten.“ Daniel hat heute ein reines Gewissen und wurde kürzlich zum Dienstamtgehilfen ernannt.

    Nicht jeder ist "Zartbesaitet" wie meine Frau und ich, daher fühlen einige sicher nicht so wie wir, wenn wir solche Dinge lesen.  Mir selbst kam bei diesen Worten wieder ein Kreiskongress aus Anfang der 80iger Jahre in den Sinn, wo ja zuvor besonders ausführlich WT-Studienartikel über Verfehlungen, Rechtskomitee, Zurechtweisungen und Gemeinschaftsentzug abgehandelt wurden. Auf diesem Kreiskongress gab der KA (er war übrigens kurz darauf selbst einige Jahre ausgeschlossen!) in einer Ansprache folgende Geschichte zum Besten - ich zitiere meine Erinnerungen: "Es gab in einer Versammlungen über Jahre hinweg einen Bruder, der immer wieder niedergeschlagen war und auch unter "Depressionen" litt (damals ein Unwort). Und immer wieder "stürzte er ab", wollte sich das Leben nehmen usw. Da luden ihn Älteste zu einem Gespräch vor und im Laufe des Gespräches bohrte einer der Ältesten folgendermaßen nach: "Lieber Bruder, immer nur Depressionen und Niedergeschlagenheit - das muss doch seinen Grund haben. Hast du uns vielleicht etwas zu sagen?...Und daraufhin nahm der Betroffene allen Mut zusammen und erzählte von "geheimen Sünden", die er über Jahre getan hatte, darunter auch "Hurerei" mit einer Schwester, in die er sich verliebt hatte. Und der Bruder erzählte alles , wurde liebevoll zurechtgewiesen und hatte danach keine Depressionen mehr und ist heute ein eifriger Bruder..." Der KA wollte also damit auch "ermuntern", den Ältesten gegenüber seine Lasten abzuladen...

    Ich war zu dieser Zeit Pionier und Dienstamtgehilfe, wurde später Ältester, war aber damals schon immer sehr empfindsam und feinfühlig. Und bei jeder Ältestenbesprechung, z.B. mit dem KA, kamen die Hinweise auf Verfehlungen, auf die "Reinheit" ("Haltet euch rein, die ihr die Geräte Jehovas tragt"), bei allen Ältestenschulungen - auch Pionierschule gurgelte mein Magen und Darm bei solchen Themen, weil ich speziell bei solchen Themen sehr gelitten hatte (Klammer auf zum besseren Verständnis: Als Grundschulkind, wenn der Klassenlehrer - der sehr streng war - einen anderen Schüler manchmal scharf zurechtwies - begann ich zu weinen...).

    Das eher schöne an dieser Situation in der Pionierschule: meine deutlich hörbaren Probleme in der Unterrichtszeit in der Pionierschule - wo es manchmal bei Themen im Arbeitsbuch sehr leise war - führten dazu, dass eine junge mitfühlende Schwester auf mich aufmerksam wurde...wir haben im darauffolgenden Jahr geheiratet..

    Aber dann kamen in den Folgejahren ja immer wieder Sätze wie dieses Zitat aus dem Artikel. Diese setzten mir immer wieder stark zu, weil ich als Ältester jedes mal fürchtete, wann der nächste Rechtsfall im Komitee - wo ich dabei sein sollte - behandelt werden sollte. Ich fühlte mit dem "Übeltäter" stets stark mit - und gleichzeitig führten ständige Hinweise in den Artikeln auf solche Situationen dazu, dass ich mich irgendwie ständig schuldig fühlte, ein schlechtes Gewissen erzeugten, obwohl ich nicht mal wußte, was ich getan haben sollte. Ich glaubte daher als Ältester ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr daran, Harmagedon zu überleben, wegen meiner ständigen Schuldgefühle, aber ich wollte zumindest anderen helfen, dass sie es in die neue Welt schafften.

    Wir haben Söhne, zwei davon Älteste, und beide sind sehr feinfühlig und gewissenhaft. Besonders an unserem ältesten Sohn, der im Charakter mir sehr ähnlich ist, sehen wir die seelischen Verschleißerscheinungen, die der "Sklave" bereits bei ihm hinterlassen hat. Wir hoffen natürlich, dass alle aufwachen, müssen es aber in die Hände unseres Königs Jesus Christus legen...

    Diese Schilderung sollte nur zeigen, dass Raymond Franz mit seiner Aussage voll ins Schwarze getroffen hat. Und dass diese Methodik, den meist niemals im Umgang mit Menschen ausreichend befähigten Ältesten hier solche Verantwortung aufzuladen einen schweren Schaden an der Psyche von feinfühligen Menschen hervorruft!

    Leider müssen wir mit ansehen, wie viele Menschen die ORG seelisch zugrunde richtet. Ich hatte hier ja schon einmal erwähnt, dass in jener Versammlung, mit der wir bis vor 2 Jahren verbunden waren ein beträchtlicher Anteil der Brüder und Schwestern Antidepressiva nimmt und einige auch schon deswegen in Krankenhäusern behandelt wurden, es Suizidversuche gab; in der eigenen Verwandtschaft haben wir sogar solche Fälle. Wir hoffen alle so sehr, dass unsere beiden Höchsten noch vielen "Zartbesaiteten" aus dieser bedrückenden Umgebung heraushelfen, bevor sie völlig zugrunde gerichtet sind.7
    ????

    1. Horst

      Lieber "Zartbesaitet",

      erlaube mir ein paar Bemerkungen zu Deinem offenen Bericht. - Mit Deiner Menschlichkeit, Deinem Mitgefühl und Deinem Gerechtigkeitssinn hattest Du bei Jehovas Zeugen tatsächlich keine Zukunft.

      Ich habe in meiner ganzen ZJ-Zugehörigkeit nur "lässliche" Vergehen erlebt, die auf dem kleinen Dienstweg zu erledigen gewesen wären und keine "Komittee -Verhandlungen" erfordert hätten. Wenn ich heute einen Film über die Inquisition des Mittelalters ansehe, erkenne ich selbst in der schlechtesten Synchronisation die Parallelen zur ZJ-Doktrin.

      Allerdings hatten wir einen "Vorsitzführenden Aufseher", der angebliche Vergehen richtiggehend konstruiert hat - er fühlte sich bereits als quasi - Fürst oder Bezirksverwalter für die Zeit nach Harmageddon. Er förderte das Denunziantentum und die Kleingeistigkeit, ruinierte ganze Familien und Existenzen.

      Ich hätte eine gute "Karriere" unter seiner Führung einschlagen können. Ich tat es nicht, und selbst wenn ich mich heute oftmals als Sünder fühle, der sich der Vergebung seines Herrn nicht sicher ist - es ist mir erspart geblieben, als Handlanger dieses Systems meine lieben Brüder zu knechten und über deren Gefühle und Beweggründe zu urteilen, ja sie wegen "nichts" zu drangsalieren. Darüber bin ich sehr froh.

      Quäle Dich bitte nicht, im Gegenteil, solch liebevolle Menschen wie Dich wird unser Herr noch brauchen ....
      ????

      1. RoKo

        So einen Mensch wie Horst beschreibt kenne ich auch...

        Galgenhumor: Der 'Witz' ist, diese Männer werden gar gefördert.

        Jesus machte uns vor, was Liebe bedeutet. Liebe deckt eine Menge von Sünden zu. Die Liebe versagt nie. Und er tadelte oft die damalig Schriftgelehrten für ihre harte Haltung.

        Wir lesen in der Schrift: Die Sanfmütigen werden die Erde besitzen. Bei all dem Groll den ich manchmal hege ist mir diese Zusicherung immer ein tiefer Atemzug wert. Dafür lebe ich. Nur dafür. Und ich nehme mir vor, leider viel zu wenig, am Vergeben der Fehler anderer zu arbeiten und sie nicht in die Waagschale zu legen. Gelingt mir leider nicht immer.

        LG RoKo

         

  9. Toller Artikel!

    An Nada , dein Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen!

    1. Alexander Kirsch

      WTG=Vatikan Edition 2

  10. Nada

    Der Artikel spricht mir aus dem Herzen.

    Bei der katholischen Kirche wird  von zj die beichte an gepangert..  mit den Hinweis, dass nur Gott zu vergeben vermag.

    Und selber? Nur wenn man den ältesten bekennt, erlangt man Vergebung, weil Gott das angeblich so eingerichtet hat.

    Bei der katholischen Kirche wird von ZJ angeprangert, dass sich der Papst als alleiniger Vertreter Gottes sieht.

    Und selbst? Ich glaube, jeder der hier mit liest kennt die Selbsteinschätzung des Sklaven. Nur wer dem Sklaven gehorcht, erlangt leben.

    Bei der katholischen Kirche wird angeprangert, dass sie ihren gläubigen mit der Hölle drohen, um sie gefügig zu halten.

    und selber? Sie drohen mit harmagedon.. Wo ist da der unterschied?

    Im Artikel wird auf Jakobus 5:14 hingewiesen, und dass die nwü dort Jehovas eingesetzt hat.. Einfach mal so..

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf Apostelgeschichte 11: 26 hinweisen. Es heißt dort, dass Jesu Nachfolger durch"göttliche Vorsehung" Christen genannt wurden.

    Dieses ist, meines Wissens, der einzige Text in der Bibel, der zeigt, wie GOTT der Schöpfer möchte, dass die an seinen Sohn glaubenden genannt werden sollen.

    CHRISTEN!!! Sonst nichts.

    Der Name zeugen Jehovas ist somit ausschließlich menschlicher Phantasie entsprungen und eine Respektlosigkeit gegen den willen unserer beiden Höchsten.

    Ein schönes gesegnetes Wochenende euch allen.

    Nada

     

  11. lusan

    Ich Danke allen Brüdern für diesen tollen Artikel.

    Behaltet dieses Niveau bei.

  12. Markus

    Hallo Matthäus

    Mit Deiner Aussage triffst Du direkt ins schwarze.

    Kontrolle überall und über alle Verkündiger ausgeführt von den Ältesten,das was petrus  geschrieben hat triffzt auch zu,das hamsterradprinzip

    Und alle Verkündiger  wehren sich nicht dagegen,da sie Angst haben vor der konrolle.

    Um das ganze etwas aufzulösen und etwas zu erweitern ist folgende Sache geplant.

    Die AFD Deutschland wird eine komplette Überprüfung der Organisation der Zeugen Jehovas in Deutschland durchführen  zwar nicht im religösen Bereich,denn jeder kann glauben an das was er will

    Wenn er an den Osterhasen glauben will,dann soll er an den Osterhasen glauben,also die Glaubensfreiheit wird hier nicht verletzt.

    Es geht um die Machenschaften der Organisation im  finanzellen Bereichzb

    #Enteignungen der Königreichsääle ,deren Verkauf,Spendenaufkommen usw,

    Da jeden Monat etliche Millionen von Euro aus Deutschland unkonntrolliert  herausfließen zur Muttergesellschaft nach Amerika.

    Da wird vermutlich demnächst dann ein Riegel vorgeschoben

    Ferner geht es auch darum,das nicht jede Glaubensgemeinschaft oder Sekte die Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen bekommt um solche Transaktionen wie es die JW .Org  mommentan vollzieht,durchzuführen und vom Staat auch noch rechtliche Unterstützung erhält.

    Damit muss mal Schluss sein.

    Hier in Deutschland leben schon sehr viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze,es gibt Rentner die noch keine 500 Euro Rente im Monat haben und Grundsicherung beantragen müssen um überleben zu können und hier werden Gelder im Millionenbereich einfach rausgeschmissen und nimmersatten Sektenführer in den Rachen geworfen,wovon unser Land in dem wir leben nichts mehr davon hat.

    Schluss damit.

    Andere Glaubensgemeinschaften werden nach und nach auch noch überprüft.

    Wenn dann noch gesagt wird   die zeugen Jehovas sollen der Welt die ja baaaaaald nicht mehr sein wird,dann stellt sich die Frage WARUM die ganzen Gelder und Spenden,Geld kann man nicht essen aber horten

    Das haltet Euch Alle die Ihr hier mitlest vor Augen

    1. Edelmuth an Markus

      Guten Abend Markus

      ...hier werden Gelder im Millionenbereich einfach rausgeschmissen und nimmersatten Sektenführer in den Rachen geworfen, wovon unser Land in dem wir leben nichts mehr davon hat.

      Das kann man so nicht sagen. Die Herren in Warwick legen größten Wert darauf, dass jeder Cent zuverlässig dort ankommt und, damit sie das Geld gewinnbringend anlegen können.

      Wenn das verhindert wird kann der Staat im Gegenzug das so freigewordene Geld abgreifen, denn für die zu kleinen Renten sind nicht die Zeugen Jehovas zuständig, sondern die deutsche Regierung, die ihre Bürger ausplündert.

      Wie ich sehe, macht die Regierung genauso weiter wie bisher, und wir haben damals über die kleinen DDR-Renten geschimpft. Dabei waren sie uns Jahre voraus.

      Ede

  13. Iingolf Mann

    Es ist vielleicht interessant, auf welcher Grundlage das Buch "Hütet die ganze Herde" basiert, wenn es um die Einberufung eines Rechtskommitees geht. Tatsächlich gibt es KEIN Muster aus dem christlichen Schriften, auf das diese Einrichtung besteht. Es ist eine Erfindung von Menschen. Natürlich werden mir jetzt die Zeugen, die Älteste sind,widersprechen. Es gibt biblische Grundlagen. Nur wie verhält es sich damit? Von dort nehme dich eine Schriftstelle, die kombiniere ich mit einer anderen Schriftstelle und zum Schluss noch eine dritte und vierte und fünfte .... und zehnte. Jedenfalls so viele dass der Älteste nicht immer die Zeit findet diese nachzulesen. Und wenn er das schafft keine Zeit bleibt, den Kontext zu prüfen. Muss er auch nicht. Sagt die Bibel nichts zu einem Fall greifen wir auf die Publikationen der WTG zurück, egal ob sie über das Verbot über das Geschriebene hinauszugehen verstoßen oder nicht.

    1. Edelmuth an Ingolf

      Hallo Ingolf

      Das Hütebuch steht im Widerspruch zur Bibel.

      Es steht geschrieben, dass die Brüder im Falle eines reuelosen Sünders vor die Versammlung gehen sollen. Jedes Gemeindemitglied soll die Folgen einer reuelosen Sünde erkennen, und sie sollen Zeuge davon werden, dass das Komitee liebevoll und gerecht geurteilt hat.

      Stattdessen tagt das Komitee im Geheimen und niemand darf zusehen, damit niemand Zeuge wird. Ton- oder/und Bildaufzeichnungen sind nicht zugelassen

      Ein Buch, das den Umgang mit betroffenen Brüder im Falle einer Sünde festlegt, von dem die Brüder aber keine Kenntnis haben dürfen, soll die Ältesten unberechenbar machen und ihnen Macht über den Sünder verleihen.

      (1. Johannes 2:1) . . .Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten.

      Ist Jehovas Gericht ungerecht? Nein, aber ER möchte, dass die Liebe zu Gunsten des Sünders überströmen möge, auch dann, wenn es in anderer Leute Augen ungerecht wäre, so ist es bei Gott doch gerecht.

      Wo haben wir als Beschuldigte vor dem Rechtskomitee einen Helfer oder Beistand? Derartiges ist nicht zugelassen, Richter und Ankläger sind in einer Person und befangen.

      Ede

      1. Iingolf Mann

        hallo ede

        genau dass wolle ich mit meinen kommentar sagen alles unbiblisch weil man sich die bibelstellen zurechtbastelt

        gruß ingo

  14. Matthäus

    Ja den Ältesten geht es nur um Kontrolle, aber man schreckt nicht davor zurück klare Hinweise der Schrift zu verbiegen!

    Ein ähnliches Beispiel finden wir hier:

    1. Tim. 5
    19 Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an ohne zwei oder drei Zeugen.
    20 Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten.
    21 Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst.
     
    22 Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein!

    Der Zusammenhang lässt nur eine Anordnung die Älteste betrifft zu.
    Die WTG missbraucht diese Aussage um Sünder öffentlich zurecht zu weisen, in der HfA steht als Überschrift: „Die Ältesten der Gemeinde“ und in der Fußnote steht dann noch dabei, in Verbindung vor den anderen zurechtweisen wahrscheinlich vor allen Ältesten.

    Und so wird auch der Gemeinschaftsentzug missbräuchlich, mit Härte umgesetzt. Man denke nur an die Belehrung unsers Herrn mit dem verlorenen Sohn - Echte Barmherzigkeit ist unerwünscht.

    LG Mattäus
    ????

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