Liebesentzug – eine Zuchtmaßnahme Jehovas – oder doch emotionale Erpressung? 

Ich möchte mit euch über ein weiteres Video der Wachtturmgesellschaft sprechen, welches auf dramatische, aber auch perfide Weise verdeutlicht, wie Zeugen-Eltern nach Ansicht der WTG handeln und fühlen sollten, wenn ihre Kinder die Organisation verlassen oder ausgeschlossen werden.

„Bewahre Loyalität mit einem geeintem Herzen“, so lautet der Titel dieses Videos auf JW Broadcasting. https://tv.jw.org/#de/mediaitems/pub-jwbai_201611_1_VIDEO

Diese Produktion zeigt, welche seelischen Konflikte Eltern und auch Kinder bereit sein sollten zu ertragen, wenn sie den Anweisungen der WTG folgen.

Die Botschaft dieses Videomachwerkes der WTG, die den Eltern vermittelt wird, ist einfach: Sollte dein Kind die Organisation verlassen, ist dies Rebellion gegen Gottes eingesetzten Mitteilungskanal. Es sollte deshalb für dich so gut wie gestorben sein. Für Gott ist es so gut wie tot, wenn es nicht wieder in die Organisation Jehovas zurückkehrt.

LINK zum Video: HIER

Und wenn du willst, dass es wieder zu Jehova zurückkehrt, dann vermeide jeglichen Kontakt zu ihm, wenn es volljährig ist. 

Das Video beginnt mit einer Szene, in der ein offensichtlich bedrücktes Ehepaares gezeigt wird, das eine Zusammenkunft besucht. Wie es aussieht, muss dieses Ehepaar von einem schweren Schicksalsschlag getroffen worden sein. Wahrscheinlich, so wird ein Außenstehender denken, ist ein Familienmitglied verstorben?

Doch es liegt ein anderer Grund für ihre Traurigkeit vor: Ihr Sohn hat die Gemeinschaft verlassen. Dieses normale Anliegen, seinen Lebensweg frei zu wählen, wird von der WTG zu einem solch einem Drama hochgespielt?

Die Botschaft dieses Videos ist eindeutig: „Du hast zwar deinen Sohn verloren, er ist so gut wie gestorben, ok, aber denke daran, wir, die Organisation sind immer für dich da, wir stehen zu dir, solange du loyal mit Jehova und seiner Organisation verbunden bleibst.“

An welcher Stelle sagt die Bibel, dass man einen Familienangehörigen ächten muss, wenn er Gott verlässt? Die WTG verwendet an dieser Stelle gerne und oft als Beispiel für „Abtrünnige“ die Rotte Korahs aus dem Alten Testament, die als fragwürdiger Beweis herhalten muss, um diese Haltung biblisch zu begründen.

Der Kern dieses Geschichte ist jedoch nicht auf solche Ereignisse anzuwenden. Hier ging es um Rebellion gegen Mose, dem von Gott eingesetzten Führer der Israeliten. Die WTG versucht nun Personen, die ihr den Rücken kehren, Rebellion gegen die göttliche Führung zu unterstellen. Sie vergisst dabei, dass Mose ein unmittelbar von Gott eingesetzter und legimitierter Führer war. Hier beansprucht die Organisation den gleichen Status, ohne jedoch Beweise der göttlichen Legimitation vorweisen zu können.

Dennoch verlangt sie von ihren Anhängern die Familienbande zu kappen, wenn ein Angehöriger sich von ihr abwendet oder wiederholt eine Sünde begangen hat.

Zitat aus dem WT 15. 12. 1981,3. Studienartikel, Abs 21: Wie das gute Beispiel der Söhne Korahs zeigt, sollten wir vor allem zu Jehova und zu seiner theokratischen Einrichtung loyal sein. Wenn wir für seine Maßstäbe eintreten und die Gemeinschaft mit seinem organisierten Volk dem Umgang mit Ausgeschlossenen vorziehen, dürfen wir davon überzeugt sein, daß er uns beschützen und segnen wird.

Abs 28: Wenn wir gegenüber Gott und der Versammlung loyal bleiben, zieht der Missetäter im Laufe der Zeit vielleicht eine Lehre daraus, indem er bereut und wieder in die Versammlung aufgenommen werden kann.

Auch andere WT Artikel sagen dem Sinn nach aus „Wir sollten vor allem zu Jehova und zu seiner theokratischen Organisation loyal sein, und die „Abtrünnigen“, auch die Familienmitglieder eingeschlossen, ächten. Jehovas Zeugen sollen erkennen, dass sie der Familie nicht den Vorzug vor Gott geben können. Wenn sie Gott und seiner Organisation treu bleibt, ist dies für ihn selbst und für seine Familie, auf lange Sicht gesehen, das Beste. Im Laufe der Zeit kann er vielleicht seine Angehörigen bewegen, den Weg einzuschlagen, der zur Rettung führt.

Dieses Broadcast-Video der WTG zeigt, dass Jehovas Zeugen ihre Praxis des Kontaktverbots mit Ausgeschlossenen weiter verschärfen und damit in Kauf nehmen, dass Familien weiterhin zerrissen werden.

Zeugen Jehovas sollten ihre eigene Literatur, die sie der Öffentlichkeit anbieten, einmal genauer lesen. Vor einigen Jahren konnte man im „Erwachet“ der Juliausgabe 2009 noch lesen:

„Niemand sollte gezwungen werden, Gott auf eine Weise anzubeten, die er für inakzeptabel hält, und gezwungen werden zwischen seiner religiösen Überzeugung und seiner Familie wählen zu müssen“.

Mag ich nicht (12)

76 Kommentare zu “Liebesentzug – eine Zuchtmaßnahme Jehovas – oder doch emotionale Erpressung? 

  1. Mario Enge

    @RoKo

    Hallo RoKo, toll jetzt muss ich auch wieder lachen 🙂 lustige Erinnerung, der Tanz mit der Gardine 🙂 .

    Ich hab mal vor langer Zeit eine Kirche in Sachsen besucht, die dachten wirklich ich bin Schauspieler der beim Krippenspiel mit machen möchte 🙂 Religiöse Menschen können schon lustig sein.

    Meine Pferde, die hatte ich mir angeschafft, weil ich oft meine Selbstbeherrschung verloren hatte und mal schnell ausgerastet bin. Ich war oft bei Bekannten reiten und wusste wie Pferde auf mich wirken. Mein Gedankengang war, wenn ich es schaffe ohne Gewalt ein fähiger Pferdeführer zu werden, dann bin ich auf jeden Fall ein Stück weiter. Dann wollte ich meine Pferde vor einem zum Wohnwagen ausgebauten Pferdehänger spannen und mich auf den Weg nach Nordspanien machen. Unterwegs als fahrender Zimmermann! Aber 2 Wochen nachdem ich meine Pferde hatte, bin ich bei den Zeugen gelandet. Die Reise ging nun nicht nach Spanien sondern geradewegs nach Satanien. War auch eine sehr spannende abenteuerliche Reise auf der ich viel gelernt habe, aber da wollte ich doch gar nicht hin 🙂 Nach Spanien wollte ich ja, weil ich erfahren hatte das da noch die "alte Religion" verbreitet ist. In Satanien bin ich gelandet, weil ich dachte, da wohnt das Volk Gottes.

    Nun wohne ich immer noch in unserem kleinen Dorf im Havelland und bin bei BI gelandet 🙂

    Natürlich reite ich auch sehr gerne. Das kann ich mir vorstellen das es nicht so richtig entspannend für dich war. Das kann schon beängstigend sein. Ich reite fast jeden zweiten Tag und das schon viele Jahre lang. Da ist die Auswirkung dann anders, entspannend, spannend, aufregend, ach ich hör auf, die Liste wäre ja unendlich lang. Ich habe viel über Jesus gelernt durch mein Umgang mit Pferden, hab versucht mit meinen Pferden umzugehen wie Jeus mit seinen Jüngern. Irgendwann war mit der Hilfe Gottes durch die Bibel und meine Pferde diese eklige Aggression weg. Ein Pferd ist der Spiegel seines Menschen und sie zeigen dir gandenlos deine hässlichsten Seiten, es war oft nicht leicht das zu ertragen. Wenn ich heute meine Pferde betrachte sehe ich ein sehr schönes Bild und as macht mich glücklich. Und dieses Glück wollte mir diese Zeugenpaar nicht gönnen?! Haben die nicht in der Bibel gelesen, das Gott Moses 40 Jahre zum Schafe hüten geschickt hat um ein fähiger Anführer zu werden? Wollten die etwa verhindern das ich Fortschritte im Sinne der Bibel mache? Kann ich mir nicht vorstellen, die haben bestimmt wirklich nur gutes im Sinn gehabt. Sie sind ja selbst nur verführte Opfer. Hoffe ich jedenfalls für die.

    Da stimme ich dir zu, wie soll jemand glaubhaft predigen wenn er den Menschen dem er predigt ablehnt. Wir dürfen aber nicht vergessen, wir leben in einer Welt, wo die wahren Helden, Schauspieler sind.

    Das Frauenbild der Zeugen widert mich an. Über mich wird in der Versammlung geredet, sie wollen meiner Mutter die seit ca. 2 Jahren getauft ist, damit ängstigen das ich nun mein Leben verspielt habe. Meine Frau wird nicht erwähnt, die ihr Leben ist egal. Das lässt tief blicken!

    Ich find das schön das du deiner Nachberin eine Freude gemacht hast. Die Zeugen haben damit doch nur ein Problem weil unser himmlischer Vater es auch gut findet. "ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne"(Sprüche 27:10 Schl 2000)

    Gute Nacht, Mario

    1. Meereswoge

      Hallo Mario, nun möchte ich Dir auch noch ein herzlich Willkommen schreiben, auch in Gedanken an Deine mit zurecht enttäuschte Frau und Deine liebe Mama.

      Du lebst in dem schönen Havelland und liebst und hörst auf Pferde. Welch eine wunderschöne Symbiose.

      So wie Dir Tiere, also eine faszinierende Schöpfung beigebracht haben, mit viel Geduld, Kraft und Ausdauer Deinen Charakter zu verändern, hat unser Gott und sein Sohn, Dir ihre Liebe, Treue und Barmherzigkeit gezeigt und dadurch konntest Du die Wahrheit unseres Herrn Jesus erkennen und Dich ihm anschließen. Wie Du merkst, bist Du nicht alleine. Hier gibt es auch richtige Zugpferde, es gibt Rennpferde, denen man nicht so schnell folgen kann, es gibt Stuten mit Fohlen, es gibt sehr zahme und zarte Pferde und die Brauereipferde mit vielen Fässern im Gepäck und gerne folgen auch ihnen so manche lieben Schreiber und Leser🍻

      Du schreibst, ein Pferd ist der Spiegel seines Menschen....Sie haben Dir beigebracht, wie ein geduldiger Pferdeführer sein sollte und bist ihnen dankbar. Nun hält Gott Dir,mir, uns allen,seinen Spiegel vor Augen, sein heiliges Wort. Wenn wir uns der Aufforderung des Schreibers darin vertiefen, in das vollkommene Gesetz der Freiheit, dann werden wir glücklich sein in unserem Tun (Jak. 1:23-25)

      Fühl Dich frei, hier weiter zu schreiben und Danke für Deine Offenheit

      Ein glückliches Traben 🐴 inmitten vieler Gleichgesinnten wünscht Dir. ....Meereswoge

       

      1. Mario Enge

        @Meereswoge

        Hallo Meereswoge, danke für deine Begrüßung.

        Hätte ich nicht 2Wochen, nachdem ich mir meine Pferde geholt hatte, angefangen die Bibel zu studieren, dann wäre es bestimmt nicht gut gegangen mit meinen Pferden. Mir hätte eindeutig der Frieden Gottes gefehlt.

        Die Pferde sind ein wunderbares Hilfsmittel aber ohne den heiligen Geist geht gar nichts. Es gibt genug sogenannte Pferdeflüsterer die eindeutig ein Ding an der Waffel haben. So wie der Teufel damals Eva mit einer Schlange 🐍 auf den falschen Weg geführt hat, schafft er es auch heute noch, Menschen mit Tiere zu verführen.

        Daher gefällt mir der Text aus Jakobus 1:23-27 auch so gut. Früher hab ich oft das, was mir aus dem Spiegel entgegengeblickt hat gehasst und wer weiß wie viele Spiegel zu Bruch gegangen sind. Heute gefällt mir auch nicht alles was ich im Spiegel sehe, aber heut weiß ich, der Spiegel kann nichts dafür. Er kann nur das zeigen, was da rein guckt.

        Solange hier keine Spiegel kaputt geschlagen werden oder mit dicker WT-Tünche überkleckert werden, werd ich hier gerne mit traben oder gemütlich schlendern 🙂

        Gruß, Mario

         

         

         

  2. Mario Enge

    @Wildblume

    Hallo Wildblume, so wie du hier gerade deine Reaktion auf die Puppe beschreibst, ging es mir auch. Ich hab das auf dem Video gesehen, eine Sache, hab mir das Buch auf die Library geladen und da geguckt, heftig, mir wurde heiß und kalt bei soviel dreiste Frechheit. Mir ist sofort eingefallen, das ich mal bei den Zeugen gelernt hatte, das mit Puppen was nicht stimmt! Hab dann etwas gesucht und im Erwachet 06/08 "Viel mehr als nur ein Spielzeug". Dieser Artikel zeigt doch, das die WT-Leute genau über Puppen bescheid wissen. Vor Barbi Puppen warnen, weil die so weiblich aussehen, aber ne Dämonenpuppe ins Paradies setzen. Lustig würde ich ja finden, wenn sich alle Zeugenkinder so eine niedliche Horrorpuppe ins Kinderzimmer holen würden. Nein würde ich nicht, damit ist nicht zu spaßen. Aber der WT-Gott scheint ja eindeutig Spaß an sowas zu haben!

    Bloss, jut, das wir da weg sind!

    Es grüßt dich der ebenso noch immer erschrockene Mario 🙂

  3. Mario Enge

    @Hupsi

    Hallo Hupsi, ja das mit meinem Bruder war ne krasse Sache. Damals konnte ich es mir nicht erklären, heute weiß ich was damals abgegangen ist. Mein Bruder war auch ein Suchender, kam dadurch stark mit Okkultismus zusammen. Das war die eine Ursache. Und er lief ein paar gewaltbereite Vollidioten in die Falle. Mit Springerstiefeltritten am Kopf wurde er fast getötet. Dazu kommen noch halluzinogene Drogen und falsche Freunde. Das alles hat ihn in den Selbstmord getrieben.

    Ich hatte dadurch auch das ein oder andere mal Dämonen in Aktion gesehen, nur konnte ich es mir damals nicht erklären, was da abgeht. Heute sieht das anders aus.

    Meinen Bruder verloren zu haben, macht mich ganz schön fertig, nun ist er ja nicht mehr da. Aber zu wissen das mein Bruder jetzt seine Ruhe hat, das beruhigt mich sehr. Jahrelanger teilweise bewusst erlebter Wahnsinn, das kann auch keiner gebrauchen. Und wenn er wieder aufersteht, braucht er nicht mehr zu befürchten das irgendwelche Idioten ihn zusammentreten.

    Deine Hoffnung hat sich erfüllt, hab ja hier schon ein paar gute Kontakte gefunden 🙂

  4. Mario Enge

    @ Wildblume

    Hallo Wildblume, ja ich hab deine Vorstellung hier mit bekommen und die freudigen Reaktionen dazu haben auch mich dazu bewogen, mich öffentlich zu melden.

    Ja, die Zeugen sind wirklich nett. Meine Frau konnte es nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren und hat den Versammlungsbesuch eingestellt. Hat keinen Zeugen interessiert ob meine Frau da ist oder nicht. Nach Auffassung der WT-Leute, ist sie ja nun in Lebensgefahr gewesen, das Leben meiner Frau scheint für diese Leute nicht so wichtig zu sein. Na besser ist, ist ja schließlich meine Frau, und nicht die Frau des WT-Gottes 🙂

    Du musst nicht erschrecken das dein Bibelwissen nicht so tief ist, darum geht es doch gar nicht! Jesus sagte mal, wenn wir nicht wie die kleinen Kinder werden, usw..

    Unser himmlischer Vater möchte uns nicht verwirren, er bietet uns an unser Vater zu sein. Ich glaube nicht, das er von uns erwartet, Gelehrte zu werden, eher wie belehrte Kinder.

    Es grüßt dich ebenso herzlich

    Mario

  5. Mario Enge

    Hallo, ich möchte mich auch mal vorstellen. Ich war 13 Jahre "Interessierter" bei den WT Leuten. Vor ein paar Monaten bin ich über die Lehre, Jesus gleich Michael gestolpert. Alle meine Versuche, diese Angelegenheit mit den mir bekannten Zeugen zu klären, wurden sofort beendet als ich nicht ihrer Meinung war. Die letzten paar Monate, war ich auf YouTube unterwegs und hab mich mit Zeugen unterhalten, das gleiche Ergebnis, kaum kommt man mit der Bibel, sind se weg. Sie können wohl das Wort Gottes nicht vertragen, ich bin entsetzt und enttäuscht von diesen Jehovianischen Herrenmenschen.

    Nun bin ich hier schon ein paar Monate stiller Mitleser und bin dadurch auf das Glossar gestoßen, sehr aufschlussreich. Danke an die Leute, die sich die Mühe gemacht haben. Ich heiße Mario, bin 50 Jahre alt und Zimmermann! So, nun wisst ihr Bescheid, schön das ihr da seid 🙂

    1. RoKo an Mario

      Lieber Mario, schön dass Du die Kraft zum Entschluss hattest, Dich zu Wort zu melden. Dein erstes Statement? Dann Willkommen hier unter vielen Mitschreibern, jeder mit einem anderen Background und Charakter, aber doch nahezu alle im Glauben, dass Christus sein Leben für uns gab. Wenn Du eine Zeit lang mitliest, so weißt Du bereits wie der eine oder andere denkt und man muss wenig erklären.

      Ich kenne einen Verkündiger, der über 20 Jahre lang studiert hat. Das ist eher die Ausnahme. Es gab mal die Anweisung, man solle 1 Jahr mit einem Interessierten studieren und dann abwägen, wieviel Fortschritte dieser macht. Ist Hopfen und Malz verloren solle man das Studium einstellen. Ich kann mich erinnern, dass diese Zeit dann auf ein halbes Jahr sogar verkürzt wurde. Dann wieder auf das übliche Jahr verlängert. 13 Jahre ist schon ein Ausnahmefall. Wunder mich, dass man Dich so lange da neben her "mitgeschliffen" hat. Bestimmt hast Du da auch schon Gespräche bekommen. Aber wenn Du die Zusammenkünfte mit besucht hast, weiß Du bestimmt von welchen Dingen wir hier reden 🙂 Deine Feststellung, dass ZJ fast die Bibel ablehnen ist für mich bemerkenswert. Soll aber laut Prophezeiung so kommen. Es ist vorhergesagt, dass sich falsche Propheten ihren eigenen Lehren zuwenden die nichts mehr mit dem Evangelium zu tun haben. Dieser Übergang wird vermutlich langsam eintreten, weil sonst zu viele Verkündiger diese Dinge bemerken würden. Blickt man zurück kann man solche Bausteine erkennen. Letzter großer Stein fand ich die Einführung von JW.org. Einige Brüder sagten damals, fehlt nur noch, dass sie dieses Logo an den Saal nageln. Und schwupp, glänzte dann bald jeder Saal damit und ist sodann ein heiß geliebtes Merkmal der Identifizierung eines fast jeden ZJ geworden. Geht mit einem Götzen einher. Wollen ZJ aber nicht hören.

      Na mal sehen wie wir diese Dinge weiter beobachten können. LG RoKo

      1. Mario Enge

        @ RoKo

        Hallo RoKo, ja ich schreib das erste mal hier.

        So lange, haben die Zeugen nicht mit mir studiert, nachdem mir die Frau des Zeugenpaares erzählt hat, das sie in Selters ne tolle Fleischerei haben und ich dort meine Pferde schlachten lassen kann, hat erst sie Hausverbot bei mir bekommen und später wollte ich ihren Mann auch nicht mehr in meine Nähe haben. Da haben die gerade mal ein paar Monate mit mir studiert, und irgendwie waren den beiden meine Pferde (2) ein Dorn im Auge, ja heute weiß ich auch warum!

        Meine Frau scheint denen auch nicht gepasst zu haben, da kam mal die Frage, "bist du dir sicher, das sie zur Arbeit fährt?" Frechheit! 🙂

        Nein, ich hab allein studiert und das auch sehr eifrig, war dann irgendwann auch nicht richtig, also das eifrige. Wir wollen doch keine Gelehrten werden, aha "-"

        Gespräche hab ich in der Regel nur bekommen, wenn ich die Initiative ergriffen hatte. Wenn mir irgendwas nicht gepasst hat, hab ich mir gleich einen Ältesten gegriffen und die Sache angesprochen.

        Wie ich schon erwähnte, ich hab Pferde. Ich kenn mich ein bisschen mit Herdenverhalten aus, die Zeugen hatten Angst vor mir, also wenn es darum ging etwas zu klären, ansonsten sind wir gut zurechtgekommen.

        Aber wenn es darum ging eine Krawatte zu tragen oder einen Anzug anzuziehen, da waren se dann ganz eifrig. Meine Bedenken das die Krawatte einen blutigen Ursprung hat, das war dann auf einmal auch nebensächlich. Aber offensichtlichen Blödsinn ausm WT aufzuklären, hm, das war dann doch nicht so ihr Ding. Die Brüder werden schon wissen was sie da schreiben, naja 🙂

        Die Versammlung hab ich 13 Jahre regelmäßig besucht und mich auch ne Zeit lang beteiligt, Kommentare geben. Irgendwann ging mir aber die Selbstverherrlichung der Zeugen so auf die Nerven, das ich mich nicht mehr beteiligen wollte und konnte. Jede Zusammenkunft mindestens ein Kommentar, nur wir sind die besten. Im Wachtturm wurde dann auch immer öfter diese Überheblichkeit gefördert. Ach, schön, endlich brauch ich mir den Quatsch nicht mehr anhören.

        Also, meine Feststellung das die Zeugen die Bibel ablehnen, ich bin entsetzt, 13 Jahre war ich im festen Glauben mit den Bibeltreuesten Menschen zusammen zu sein. Diese Illusion verpuffte als ich die Lehre der Zeugen über Jesus gleich Michael, anzweifelte und ich so dreist war mit der Bibel zu argumentieren. Es ist irre, als wenn die die Texte nicht sehen, Texte die die Lehre der Zeugen nicht stützen oder sogar widerlegen werden einfach ignoriert. Da wird dann einfach behauptet, ich habe keine Erkenntnis!

        Ne Zeit lang hatte ich auch Zweifel, ob das richtig ist, das ich mich von den Zeugen distanziert hatte. Ich hab alle Literatur der Zeugen bei mir rausgeschmissen und gelöscht, und mich nur noch auf die Bibel konzentriert. Da brauch ich ja nichts erzählen, ich bin hier gelandet 🙂 Also, später, erst bin ich bei Jesus gelandet 🙂

        Wir werden weiter beobachten und bestimmt von einander hören 🙂

      2. Hallo, lieber Rokko!

        Du schreibst: "Und schwupp, glänzte dann bald jeder Saal damit und ist sodann ein heiß geliebtes Merkmal der Identifizierung "

        Da muss ich doch widersprechen.  In Glauchau, am Kongress-saal und auch an den Königreichssälen hing nie ein solches Logo (was mich eigentl. verwunderte).  Dafür leuchtete es in "unserer" Vers. die ganze Zeit von der Leinwand (außer, es wurde ein Video gezeigt) - angeblich ein technisches Problem.  Aber es stimmt schon und ist ein "Armutszeugnis", das es an vielen Sälen hängt.  Ob sich an den beiden Kö.-Säalen was geändert hat, weiß ich nicht, war "ewig" nicht dort 😂 - am Kongress-saal Eingang kann man von aussen Keines sehen.

        Wer mal jw.org googelt und "Bilder" eingibt - kann man nur staunen, was das für "Blüten" treibt (auch wenn Vieles Privatinitiative ist).  Mit "ihren" Comic-figuren (Philipp und Sophie) ist es nicht anders - was für ein Theater!

        Und Hallo, Mario!  Schön, das du hier bist!

        LG und allen noch einen gesegneten Abend - Taube

        1. Mario Enge

          @Taube

          Hallo Taube, danke, ebenso 🙂

           

    2. Hupsi

      Willkommen lieber Mario.

      Ich freue mich sehr, dass du beginnst, dich zu äußern und dadurch wahrgenommen werden kannst.

      Ich habe selbst auch als Interessierte angefangen,das ist schon 25 Jahre her.

      Ich habe die warnenden Signale  meiner sozialen Umwelt bewusst ausgeschaltet, die mir eigentlich frühzeitig gezeigt haben, dass da was nicht stimmt.

      Diese Signale waren echt, aber in der Übersetzung meiner Bibellehrerin war es Satan, der mich durch meine Mitmenschen und die Familie blenden will.

      Immer wieder, bei Kritik an der Organisation und dem Bibelstudium, wurde mir gesagt, dass der Grund, warum ich Zweifel vorgelegt bekomme, Satan ist, der mich verwirren möchte.

      Mittlerweile habe ich begriffen, dass alles, was mich von Jesus trennt, genau bei den Zeugen seinen Ursprung hat. Nicht von den einzelnen und  aufrichtigen Verkündigern, sondern durch das System.

      Der Engel des Lichts - das hat plötzlich ganz einen anderen Klang...

      Auf utube mag ich an erster Stelle Rebecca Pearl, John Cedars Channel, Kim and Mikey, natürlich Bruderinfo-aktuell, aber auch Margit Ricarda Rolf, Birgit Kluge,Walters Videoblog, Wahrheitstreu, dann aber auch Jw Opferhilfe, Jw suicides, Oliver Wolschke, Sophie Jones, Wahrheiten jetzt, Detlef Behr usw.

      Bleib aufmerksam und suchend....

      1. Mario Enge

        @ Hupsi

        Hallo Hupsi, danke für dein Willkommen 🙂

        Ja, ich fand es ein bisschen unfair, das ich mich an eure Kommentare erfreut habe und selbst nichts zur Freude beitrage 🙂 Da bin ich 🙂

        So war ich eines Tages auch einfach bei den Zeugen, auf einmal stand der Rastamann im Königreichssaal, hat nur noch der Fotograf gefehlt 😉

        Es begann damit das mein jüngerer Bruder sein Leben beendet hat und ich ihn tot in seinem Schlafsack aufm Dachboden gefunden habe. Ab diesem Moment wollte ich es wirklich, aber mal so richtig wissen, das solls gewesen sein? Mein Bruder hatte Hilfe bei einer Kirche gesucht, rausgeschmissen hat der Pfaffe meinen Bruder. Meine Oma haben se abgezockt. Die Christen (Kirche) waren bei mir unten durch. Ich hab mich durch alle möglichen Götterkulte gewühlt und musste immer feststellen, das alles Quatsch ist, was in der Literatur so steht. Ich hab dann durch Runen Kontakt zur Geisterwelt aufgenommen. Die Zündung geschah schon beim anfertigen dieser Runensteine. Ich möchte es gern etwas abkürzen, nach einem Gebet zum Gott dieser Erde, hat mir dieser geantwortet. Na jeden falls war da ein Typ in meinem Bewusstsein, der behauptet hat, er ist der Gott dieser Erde. Das hatte ich dann meinem Kumpel Klaus* (Name geändert 🙂 ) erzählt. Der sagte mir, das ist nicht Gott der mit mir redet, sondern der Teufel. Er hat mir dann das Paradiesbuch aufgeschwatzt. Nach anfänglicher Ablehnung, hab ich dieses Buch verschlungen und bin so bei den Zeugen gelandet.

        So stand ich eines Tages im Saal, hatte mich im Eingang geirrt, bin durch den Notausgang rein, hab mich durch die Gardine gewurschtelt und stand dann gleich vor der Bühne und alles guckt mich fassungslos an, ..... 🙂  Glauben sie an die Evolutionstheorie?, war die erste Frage 🙂 Wo bin ich da gelandet, hab ich mich gefragt, wie die alle aussehen, meine Güte und die dusseligen Fragen die die stellen. Egal, ich hab mich gar nicht drauf eingelassen und selbst Fragen gestellt. Und war begeistert, die haben mir keine Frage beantwortet, sie haben mir die entsprechende Bibelstelle gezeigt und das fand ich gut!

        Das ist Gottes Volk, davon war ich überzeugt. Das die alle einen Knall haben, hab ich am ersten Tag gemerkt, egal hab ja selbst n Knall 🙂

        Ich glaube, ich hatte schon bevor ich bei den Zeugen war, unbewusst Kontakt zu Satan, daher hatten natürlich die Dämonengeschichten auch bei mir Anklang. Ich glaub auch das diese Geschichten wirklich geschehen sind, aber ich finde es nicht "erbauend" Gläubigen, Horrorgeschichten als geistige Speise zu verabreichen. Damals habe ich das als Warnung verstanden, heut weiß ich, das soll bewusst Angst und Verwirrung erzeugen.

        Ich habe das Paradiesbuch nur gelesen, weil da etwas über Jesus drin stand. Zu dieser Zeit wollte ich unbedingt Jesus kennen lernen. Ich habe den WT-Gott kennen gelernt, und war so fasziniert, das ich Jesus total beiseite geschoben habe, mehr oder weniger schon fast unwichtig.

        Jetzt, seitdem ich ein Abtrünniger vom WT-Gott bin, verstehe ich wie das geschehen konnte und warum. Das ist der beknackte Namenskult. Das empfinde ich als Götzendienst, der Name ist wichtiger als alles andere. "Oh, ist dir aufgefallen, du hast gar nicht Gottes Namen benutzt, das ist doch so wichtig!

        Und da kommt doch in einer Nacht so ein dreister Dämon, fängt an mich zu würgen und mich etwas zu piesacken, ich rufe, jetzt schon gewohnheitsmäßig, den WT-Gott bei seinem Namen an und flehe um Hilfe, da kreischt der olle Dämon als wenn man son komischem Vampir ein Kreuz vor die Birne hält und macht sich ausm Staub und ward nie wieder gesehen. Klar glaubte ich, der WT-Gott ist der wahre Gott. Satan und sein Trupp sind die wahren Führer der WTG, alles Schauspieler diese Dämonen, inzeniert haben sie die nächtliche Show!

        Bei Rebecca hab ich auch schon reingeguckt. Hast du das mit der Annabelle Puppe gesehen? Noch offensichtler geht es meiner Meinung nach nicht. Ne Horrorpuppe im Paradies, alles klar!

        Gute Nacht 🙂

        1. Hupsi

          Hallo und liebe Grüße ...

          Ja die satanische Anabell -Puppe im Lehrerbuch- das ist krass. Rebecca hat das sehr deutlich und inhaltlich stabil erklärt und nachgewiesen.

          Ich habe mir bereits versucht  mir mal vorzustellen, wie du durch den Noteingang in den Saal rein bist... Schon ziemlich extravagant und besonders - ich finde es - bissel lustig ,und auf alle Fälle außergewöhnlich.

          Total kaputt macht mich dass du deinen Bruder tot aufgefunden hast. Oh Mann, das ist was ganz Krasses . Wirklich, das ist bestimmt bis heute kein bisschen erklärbar geworden...

          Ich hatte nie leibliche Geschwister und ich hätte gerne einen großen Bruder gehabt. Egal.

          Und dann noch verlieren . Neee. Das ist nicht so wegzustecken wie man das so denken könnte.

           

          Ich hoffe du findest hier gute Kontakte. Sei frei und willkommen. Hinter jedem Name oder inkognito steht ein lieber Mensch, eine  schwere Geschichte, oft auch eine Familie, ein Aufwachen... Aber die Liebe ist allen geblieben.

          Sei willkommen.

          Liebe Grüße auch an alle anderen Leser und Schreiber.

          Bleibt gesund und stark.

          Herzlichst Hupsi

        2. Wildblume@Hubsi

          Hallo Hubsi, habe das Lehrerbuch von jw.org runtergeladen und nachgeschaut.....Annabelle....normalerweise halte ich solche Sachen für Humbug und an den Haaren herbeigezogen...."schon wieder so ein haltloses Gerücht" ....aber hier lässt mich mein rationales Denken im Stich....so krass....ich kann's immer noch nicht glauben....ich bin fassungslos....

          Wäre ich hier sichtbar, könntest Du mich mit offenstehenden Mund sehen....keine Angst, das bleibt Dir erspart 😉

          Es grüßt Dich

          Die erschrockene Wildblume

    3. Ella

      Lieber Mario, lieber Tierfreund,

      ein herzliches Hallo in dieser schönen bunten Welt.

      Und, so wie auch ich bis vor kurzem stille Mitleserin war, wird wieder deutlich, wie wichtig die Arbeit der Betreiber und Artikelschreiber hier und auf der Schwesterseite ist.

      Genau wie Du, lieber Mario, war ich, wenn auch aus anderen eine ganze Weile Interessierte. Es ist schön, dass Du und Ihr Tierfreunde aufmerksam werden konntet und angefangen habt zu hinterfragen und soweit möglich Konsequenzen daraus zieht.

      Liebe Grüße von

      Ella

       

      1. Mario Enge

        @Ella

        Hallo Ella. Ich bin zufrieden das ich auf diese Seite gestoßen bin, es gibt also noch ähnlich Gesinnte die nicht mehr vom Wachtturm Gott geführt werden  möchten.

        Ich hatte mich ja immer dran gehalten, mich nicht mit Abtrünnigen Veröffentlichungen abzugeben. Ganz zum Anfang, hab ich ein paar Aussteigerberichte gelesen und war danach überzeugt, die Zeugen haben recht, geb dich nicht mit diesen Leuten ab, die haben alle einen Knall. Gut den haben die Zeugen auch, aber die werden von Gott geführt. Das habe ich ganz deutlich gespürt.

        Aber die Früchte, Jesus hat doch gesagt an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Puh, keine guten Früchte! Außen sehen sie ja gut aus, aber innen ...!

        Ich hab mich an die Ältesten gewandt und habe denen gesagt, wenn ich mich mit euch abgebe, verstoße ich gegen die Bibel, ich hab dann schlechten Umgang. Da geben die mir auch noch Recht und sagen, ja, das geht uns genauso, wir geben uns ja auch nicht mit jeden aus der Versammlung ab! Ja dieses Volk, verspürt eindeutig den Segen Gottes!

        Christliche Nächstenliebe? Denkste!

        Überheblichkeit? Ja, ganz viel und immer wieder!

        Ja dieses Volk verspürt eindeutig den "Geist Gottes"! Und lässt sich auch willig von dessen Geist führen!

        Selbst wenn im WT etwas steht, was eindeutig nicht in der Bibel steht, sind die Äußerungen der vom "Geist Gottes" geleiteten Organisation entscheidend! Da gab es Anfang des Jahres ein Artikel im WT wo ein Bibeltext total verwurschtelt wurde, wurde auch hier behandelt. Kann leider den betreffenden WT nicht finden, hab fast alles gelöscht!

        Da gibt es die Angelegenheit mit der biblischen "Nebenfigur" Jesus. Kein Zeuge war bis heute in der Lage, mir anhand der Bibel zu zeigen das Jesus Michael ist. Wie sollten sie auch, auf ihren Jesus mag das ja auch zutreffen. Denn mit dem wahren Jesus Christus haben die Wachtturmmenschen nichts zu tun. Die wehren sich ja aufs äußerste, wenn ich mit Jesus anfange!

        Die Zeugen sind eindeutig das "Volk Gottes", sie haben die wahre Religion. Die Religion der Lüge! Passt auch, so können sie sich den ganzen Tag ohne schlechtes Gewissen selbst was vor machen, sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, oder auch andere Sachen ... Und sie werden immer den Segen ihres Gottes verspüren.

        Hier auf dieser Seite gibt es viel Aufklärung über die Machenschaften des WT-Gottes und viele Antworten auf evtl. aufkommende Fragen. Aber was mir sehr wichtig ist, ich kann mich hier auch mit Leute austauschen, die so wie ich den wahren Gott JHWH anbeten und Jesus als das anerkennen was er ist, der Sohn Gottes!

        Freudige Grüße von Mario

        1. Wildblume@Mario

          Lieber Mario,

          ich habe mich erstmals Anfang November hier gemeldet. Vorher las ich einige Monate einfach still  mit. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich wirklich Kontakt aufnehmen will.... Es war eine große Hürde, hat man uns doch jahrzehntelang quasi mental kontrolliert. Schon lange habe ich erkannt, dass sich die ganze Sache nüchtern von außen betrachtet, ganz anders darstellt. Zu mir sagte mal jemand, wenn andere für mich denken sollen,  kann ich gleich nach Nord-Korea gehen, da wird das dann auch  für mich getan....Recht hat er.... Ich kenne die "Umgangs-Geschichte" in der Versammlung von beiden Seiten. Die Upperclass sozusagen, später der sogenannte "schlechte Umgang", untätig, wenig Versammlungsbesuch usw. Man sagte mal zu mir, ich wäre geistig tot, aber auf die Kids von diesem Ältesten durfte ich schon aufpassen, wenn seine eifrige Frau niemanden zum Babysitten fand um in den Dienst zu gehen....ein andermal kam der Anruf vom VA, was denn los sei, warum wir nicht in der Versammlung waren, da gab es schon Gründe, aber es kam dann der Satz "....ach so...und ich dachte Ihr wärt WIRKLICH krank..." Ist das nicht nett?

          Mit Schrecken musste ich feststellen, dass ich trotz Bibelwissen herzlich wenig gelernt habe in der Versammlung und die Belehrung dort unsäglich seicht ist. Daher kann ich nicht mit so viel tiefem Bibelwissen glänzen, wie meine Geschwister hier, die schon so lange biblisch schürfen.

          Um es auf den Punkt zu bringen: Willkommen hier! Lass weiter von Dir hören.

          Es grüßt ganz herzlich

          die Wildblume

        2. RoKo an Mario

          Hallo lieber Mario,

          ich schreib mal hier weiter...

          Deine Kommentare an uns (Frau Hupsi und meinerseits) waren sehr amüsant formuliert. Ich habe mich flach gelegt vor lachen. Ich kann mir das richtig gut vorstellen, wenn jemand den KRS-Eingang verwechselt und mit Rastalocken durch die Gardine tänzelt. Ein Fremder, den man dort noch nie gesehen hat. Ich denke Du lachst gerne. Dann noch ein Lächeln drauf hat. Vielleicht dachte der eine oder andere in den Reihen zur Vorbereitung des Königreichsaalprogramms, jetzt kommt der verheißene Mann, für alle sichtbar, ja! er ist hier im Saal... JETZT... die Aussagen stimmen.... sie müssen stimmen... Herrlich. Ich habe flach gelegen. Und was die für'n Knall haben... Stimmt auch. Dein Kommentar lockerte die Atmosphäre mal auf. Schön das Du da bist.

          Irgendwie wir hier jeder verarztet. Ein Mitschreiber dem eben alles unter den Füßen zusammenbricht wie auch ein Neuer mit viel Elan.

          Leider schreibt unsere Bea nicht mehr mit. Sie hat/te auch Pferde auf ihrem Hof und hinterließ hier bei BI immer die aktuelle Wetterlage ihrer Region in ihrem Gruß. So wusste man immer was für Wetter ist. Heute ist schwerer Sturm, zumindest bei uns. Ich weiß nur wie Pferde aussehen, ne Menge Arbeit machen und bin auch schon mal auf einer dunkelgrauen Schimmel-Stute geritten, im Schlepptau meiner Arbeitskollegin. Sie nahm das andere störrischere Pferd, vom Farbton ein Fuchs. So sind wir da ihren Waldweg entlang getrabbelt. Mal 2 km hin und wieder zurück. Aber so richtig entspannt war es für mich nicht. Einfach nur hoch und ungewohnt und huu-ahh, blos nicht herunter fallen... Dann nehme ich lieber die anderen Tiere auf dem Bauernhof.

          Auf den Spruch der ZJ zu Deiner Frau hätte ich nur keck geantwortet, tja ihr wisst nicht wo sie arbeitet... und die Augen weit aufgemacht und so leicht mit dem Kopf genickt. Die Gegenüber wären wohl sprachlos von dieser Reaktion gewesen. Aber das weiß man erst hinterher. So zu kontern muss man auch lernen. Klappt aber bei ZJ aber perfekt, weil sie eine große Phantasie haben was diese Dinge betrifft. Man muss sie schier verblüffen und die Freiheiten ihrer Gedanken zulassen und für die eigene Antwort ausnutzen. Dann hat man den Lacher auf seiner Seite. Denn der Spruch geht so: "Was ich selbst würd' machen tu' - genau das trau ich auch dem andern zu..."

          Wenn sie also solche Gedanken hegen, scheint mit ihnen etwas nicht in Ordnung zu sein und nicht mit einem selbst, was sie aber damit suggerieren wollen oder? Denn was sollen solche dummen Fragen? Und sie projizieren ihre dreckigen Gedanken in den anderen Menschen, denen sie predigen wollen... Da läuft doch gehörig was falsch oder? Sehr viele Komitees laufen so ab. Eigentlich wissen sie nix, sie ahnen nur, klagen aber an und wollen mit der Reaktion des Betroffenen einen Beweis führen. Ein Drecksvolk wirklich. In meinen letzten Jahren und Monaten im Versammlungsleben habe ich recht freche Antworten gegeben und nur damit Ruhe vor noch mehr Konfrontationen gehabt. Weil mir das Getue auch auf den Senkel ging. Ich weiß genau was Du meinst. Kleidung ist für ZJ mehr als alles andere... Allein an Kleidung wollen sie soooo viel fest machen. Und Frauen erregen bei ihnen oft Anstoß. Weil es ihr Image und Verhaltenskodex so suggeriert. Weil sie vielleicht durchaus gern mehr würden, aber nicht dürfen. Wenn sie nicht dürfen, dann andere auch nicht. Wer doch, ist Böse. Deshalb die Gedanken. Ich kann der Bäckersfrau im Verkaufs-Dirndl genau so Zeugnis geben wie einer Chefin im Hosenanzug eines Mio schweren Unternehmens oder einer Frau mit Rouge, kurzem Lederrock und hohen Schuhen. Na und? Der Blick in die Augen ist immer gleich freundlich. Nur muss man da hin schauen... Einfach nur, weil ich den Mensch sehe und nicht das Objekt Frau wie ZJ es tun. Das ist für mich und auch meiner besseren Hälfte Lebenseinstellung. So geht's doch los. Ich muss doch nicht predigen, wenn ich diese Leute sowieso hasse. Oder?

          Eine Episode: Gestern traf ich bei uns im Vielfamilienhaus eine Mieterin. Sie fragte mich, ob der Nikolaus von uns sei? Wir haben nämlich jeden Hausmitbewohner, die für uns immer mal ein Postpaket annehmen so ein paar kleine Merci Schokoriegel in einer kleinen Tüte mit Schleifchen mit einem Smilie in den Briefkasten gesteckt. Als kleines Danke für ihre Gefälligkeit wenn wir außer Haus sind. Wir finden das nett von ihnen, so ein Danke. So wurde ich nun von ihr zur Rede gestellt. Ich sagte darauf etwas verschmitzt, ja wir hatten auch den Nikolaus da, bei uns war er auch, komisch, gibt's den doch? und habe dabei geschmunzelt. Ihre Antwort: Nein sie weiß, das es von uns käme, bei ihr hinterließ noch nie der Nikolaus irgendetwas...

          Das können aber ZJ nicht. So eine kleine Sache können, wollen und verwehren sie sich, weil alles böse um sie herum ist, falsch und verdorben. So lernen sie es ja im WT. Derweilen sind sie selbst der Bremsklotz.

           

          Ja ich freue mich wieder von Dir zu lesen. LG RoKo

           

        3. Ella

          Lieber Mario,

          na, da freue ich mich doch mal mit Dir und Deiner Frau.

          Für diejenigen, die noch unter der Indoktrination stehen, ist es schwer, solange sie aus den unterschiedlichsten Gründen nicht den Schritt zurücktreten und sich entgegen der Anweisungen außerhalb der Org informieren.

          Ich kenne sehr viele liebe und hilfsbereite Menschen dort, und für Diese haben mein vollstes Mitgefühl. Die Verdrehung ist so perfekt, dass sie es noch nicht bemerkt haben oder Angst haben.

          Aber wie schön, dass Ihr Euch von der WTG abwenden konntet und die wunderbare Befreiung erleben könnt.

          Dann macht Euch noch einen schönen lustigen Abend.

          Lieben Gruß

          Ella

  6. Tierfreund

    Liebe Freunde,

    zunächst vielen, vielen Dank für die herzliche Aufnahme. Besondern Dank auch an M.N für den sehr umfangreichen und tiefgründigen Beitrag auf meine Frage. Das war erste Klasse! So etwas sucht man im ewig gleichen WT-Kauderwelsch leider vergeblich. Das hat schon eine andere Qualität!

    Die wenigsten ZJ gehen überhaupt in die Tiefe. Doch genau das ist notwendig um ein festes Fundament für den Glauben zu legen, so wie das schon Christus lehrte.

    Ich habe die vielen guten Gedanken und Überlegungen sehr geschätzt und fühle mich gut aufgehoben. Wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich weiter prüfen - es gibt ja so viel!!!! Das ist wie eine Entdeckungsreise, spannend und jede Meile führt definitiv näher zu Gott und Christus. Wahnsinn, wenn ich bedenke, dass Jahrzehnte vergeudet wurden.

    Aber es ist so wie RoKo treffend formulierte: Biblische Bestandteile aussortieren, säubern und damit neu bauen! Darauf freue ich mich!

    Euch einen schönen Abend und liebe Grüße!

    Tierfreund

    1. M.N.

      Sie wurden nicht vergeudet, lieber Tierfreund - sie waren und sind ein notwendiger Teil Deines ganz persönlichen Entwicklungsganges auf dem Weg zum wahren Gott und Vater Jesu Christi, sie haben Dich dahin gebracht, wo Du derzeit bist. Sie sind wie Stufen einer Treppe. Will ich auf Stufe 10 gelangen, dann muss ich auch über Stufen 2, 3 ... egal ob sie mir im Rückblick gefallen oder nicht.

      Das erinnert mich an Hermann Hesses "Stufengedicht":

      https://www.lyrikline.org/de/gedichte/stufen-5494

      Aber auch dies hier ist nicht schlecht:

      https://www.poetryfoundation.org/poems/51642/invictus

      Letzeres war mir persönlich eine große Bereicherung auf dem Weg zur Freiheit bzw. ist es immer noch.

      P.S.:

      In meinen vorigen Ausführungen vergaß ich zu erwähnen, dass das, was wir hier tun, ein "Versammeln im Namen Christi", ein "Versammeltwerden auf Christus hin" ist - so denke ich. Ergo sind wir dem Gebot aus Heb 10,25 gegenüber gehorsam - wir "geben unser Zusammenkommen nicht auf", ganz ohne WTG, ohne JW.Org, ohne "Wachtturm" oder "Versammlungs-Bibelstudium" ... ist das nicht toll?

      1. Störtebeker

         

        Lieber Tierfreund, lieber M.N.,

        zu: „Wahnsinn, wenn ich bedenke, dass Jahrzehnte vergeudet wurden.“,

        und deiner Antwort M.N. : „Sie wurden nicht vergeudet, lieber Tierfreund - sie waren und sind ein notwendiger Teil Deines ganz persönlichen Entwicklungsganges auf dem Weg zum wahren Gott und Vater Jesu Christi, sie haben Dich dahin gebracht, wo Du derzeit bist. Sie sind wie Stufen einer Treppe. Will ich auf Stufe 10 gelangen, dann muss ich auch über Stufen 2, 3 ... egal ob sie mir im Rückblick gefallen oder nicht.“,

        kann ich nur sagen: „Genau so, und kein bisschen anders sehe ich die Entwicklung meines persönlichen Lebensweges auch!“

        Auch Hermann Hesses "Stufengedicht" hat mir gut gefallen! In meiner „Sturm und Drang Zeit“ war ich ein Hesse alles Leser.

        Später, bei den Zeugens war so etwas ja verboten.

        Ich bin so dankbar dafür, dass es euch alle gibt!

         

        Euer Störti

         

         

         

  7. Noomi

     

     
    Doch von mir lieber M.N. bekommst du einen Applaus! DANKE für deine
    Mühe!

    Auch ich habe mir diese Frage schon sehr oft gestellt und bin auch nicht zu
    einer befriedigenden Antwort gekommen. Aber deinem Erklärungsversuch kann ich
    nur zustimmen. Habe in mir abgespeichert.
    Bei dieser Frage nahm ich mir oft die 7 Versammlungen in der Offenbarung zur
    Hilfe. Sie sagen mir, dass es in keiner, ausser Philedelphia perfekt zu und her
    geht. Doch in jeder Gemeinde, hat es welche, die sich auf das Ausharren in
    Bezug auf das Bekennen zu Jesus auszeichnen und sie werden den entsprechenden
    Lohn bekommen.
     

     
    Fazit: Wenn es Brüder und Schwestern gibt, die noch mit
    einer Versammlung oder Gemeinde verbunden sind oder sein wollen, wäre es eine
    vornehme Pflicht sich wie die Apostel zu Christus zu bekennen und dies immer
    wieder in Antworten, Ansprachen oder wie auch immer, einzubringen.
     

     
    Vielleicht ist es ja nur ein Tropfen auf einen heissen Sein
    – aber steter Tropfen höhlt den Stein.
     
    LG Noomi
     

     

  8. Tierfreund

    Guten Abend,

    vor gut einem halben Jahr bin ich als KdÄ und einige Monate später auch als Ältester zurückgetreten. Dies hat mir Zeit gegeben mir die Lehren von Jehovas Zeugen genauer anzusehen. Ich bin nun gerade dabei, verschiedene Lehren auf ihren biblischen Gehalt abzuklopfen, dies schriftlich festzuhalten  und bin - euch wird es nicht wundern - zu verstörenden Erkenntnissen gekommen. Von Kindheit alles gelernt und gemacht und jetzt ist der Boden völlig weg. Auch meine Frau beginnt nachzudenken …

    Da meiner Frau und mir es nach wie vor sehr wichtig ist, was die Bibel sagt, habe ich eine Frage, die vielleicht jemand fundiert beantworten kann. Im NT wird von Gemeinden oder Versammlungen gesprochen, Älteste und Diakone haben darin verantwortliche Stellungen inne. Der Begriff "Versammlung" kann im biblischen Sinne natürlich weiter gesehen werden als die klassische "Zeugen"-Versammlung. Doch auch wenn ich eine "Versammlung" als eine Hausgemeinde sehe ("zwei oder drei in meinem Namen …") wie passt dann die Einrichtung von Ältesten in diese Sichtweise? Müssen sich Christen nicht in Gemeinden versammeln, in denen Älteste fungieren? Oder habe ich etwas übersehen?

    Früher habe ich Seiten wie bruderinfo etc. in Vorträgen pauschal - natürlich ohne sie beim Namen zu nennen- als "abtrünnig" gebrandmarkt. Mittlerweile sehe ich das ganz anders und bin dankbar für die Erkenntnisgewinne, die ich hier finde.

    Viele Grüße

    Tierfreund

     

     

    1. Horst

      Guten Abend, Tierfreund,

      mein eigenes Wissen ist begrenzt, zur Beantwortung Deiner und ähnlicher Fragen kann ich jedoch, wie auch öfters von unserem äusserst belesenen Kommentator M.N. erwähnt, das "Glossar" auf dieser Seite empfehlen. In diesem Fall z.B. unter "Älteste" und den entsprechenden Querverweisen auf "Versammlung", "Christenversammlung" sowie auf die relevanten Bibelstellen.

      Möge es Dir hilfreich sein !

      Freundlichen Gruss

      Horst

    2. M.N.

      Lieber Tierfreund,

      ♥lich willkommen; Dein Alias ist klasse. Auch bei mir gibt es Wuffies und Kitties; früher waren es Meerschweinchen, Schildkröten, Hamster, Frettchen, Wellensittiche ...

      Du stellt eine sehr gute Frage, über die auch ich immer wieder stolpere - will sagen, mit meiner Angetrauten "ins Gehege" komme (gutartig natürlich), und ihr bis dato keine befriedigende Erklärung liefern konnte.

      Ich kann betreffs dieses Themas nur für mich selbst sprechen und meinen momentanen Wissensstand und mein derzeitiges Verständnis äußern. Hier kommt's:

      Grundsätzlich gilt Mat 18,20 "Wo zwei oder drei versammelt sind (synēgménoi, von synágō, versammeln -> Synagoge) in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte."

      D. h.: Wenn zwei Leutchen (z. B. ich und meine Liebste) über göttlich/biblisch/christliche Dinge reden (und das geschieht pausenlos und auf hohem Level, mit hoher Intensität), dann sind sie "in Christi Namen versammelt" (denn es geht ja um Christus-relevante Dinge), und dann ist das eine "christliche Zusammenkunft". Brauchen wir hierfür die "lenkend/führende Oberaufsicht" von Episkopoi, Presbytern,  Diakonen, Apologeten ... die "Aufsicht" seitens einer "Kirchenhierarchie"? Müssen diese 2 Leutchen über von einer obersten Kirchenleitung herausgegebenes "Studienmaterial", "Arbeitshefte", "Richtlinien" etc. für ihr tête-à-tête-"Zusammenkommen" verfügen, um dieses "anweisungsgemäß" durchführen zu können? Die Antwort hierauf erübrigt sich.

      Nun etwas zur geschichtlichen Entwicklung der Enklesia alias "Der Leib Christi". Wie uns allen bekannt, gründete Jesus Christus dieselbe; er war "Der (Grund-) Fels" (Mat 16,16.18; 1Kor 10,4), das Fundament (1Kor 3,11), der "Grundeckstein" (Eph 2,20) der Enklesia. Laut Offb 21,14 bilden die 12 Apostel Christi 12 "sekundäre Grundlagen". Bestätigt wird dies in Eph 2,20, wo sich Paulus an die zu dieser Zeit bereits sowohl aus Juden als auch aus "Heiden"-Christen gebildeten Enklesia richtet: "Aufgebaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, indem Jesus Christus selbst Eckstein ist ..." Laut diversen Bibelkommentatoren bezieht sich "Propheten" hier auch auf die 12 Apostel, so z. B. Dr. Cochlovius:

      "Die Apostel waren gleichzeitig Propheten, denn sie haben im Auftrag und in der Vollmacht des auferstandenen und erhöhten Herrn das Evangelium verbindlich und abschließend verkündigt."

      Die nachfolgenden Eph-Verse reden sodann vom "Wachstum", also der Entwicklung der Enklesia/des "Leibes Christi":

      "... in welchem der ganze Bau, wohl zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in welchem auch ihr mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geiste."

      Siehe auch Eph 4,15.16: "...heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, aus welchem der ganze Leib, wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamkeit in dem Maße jedes einzelnen Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe."

      Und Kol 2,19: "Festhaltend das Haupt, aus welchem der ganze Leib, durch die Gelenke und Bande Darreichung empfangend und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst."

      Der Ursprung der Enklesia war naturgemäß rein jüdisch (die in Joh 10,1-10 aufgeführte "erste Schafherde" bzw. die in Röm 11,16.24 erklärte "Heilige Wurzel" des "Edlen Ölbaums"), dehnte sich dann aber ab der Bekehrung des Kornelius in 36 A.D. auf die "Anderen Schafe" (Joh 10,16), die "Zweige des wilden Ölbaums" (Röm 11,17-24) der "Heiden"-Christen aus.

      Beginnend mit Pfingsten 33 A.D. begann dieses "Wachstum des Leibes Christi" (erst 3000 getauft, Apg 2,41; später 5000, Apg 4,4). Historisch betrachtet, fand diese anfängliche Ausdehnung vor dem Hintergrund der massiven jüdischen, später der röm. Opposition gegen alles Christliche statt. Die damals im röm. Reich gegründeten Gemeinden (Enklesias), die "örtliche Manifestationen" des "transzendentalen" Leibes Christi waren, bedurften einer "sicht- und greifbaren" Kirchen-"Organisation" in der Form von Episkopoi, Presbyteroi, Diakonoi (1Tim 3); all der in Eph 4,11 aufgelisteten urkirchlichen "Funktionen": "Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten, Lehrer", damit sie in dieser Anfangsphase der Ausbreitung des Christentums entgegen den massiven äußeren Widerständen wachsen und gedeihen konnte. Vor allem aus jüdischer Sicht (die Juden blickten - im Gegensatz zu diesen verachteten Christen, die einem "einfachen Zimmermann" hinterherliefen - auf eine über 1500-jährige Geschichte als "auserwähltes Volk" zurück) musste die Frage beantwortet werden: Ist die jüdische Nation immer noch "das Gelbe vom Ei"? Hier liefert Heb 2,3.4 einen interessanten Anhaltspunkt in puncto "Wundergaben des Geistes", die es zu dieser Zeit aufgrund der physischen Präsenz der Apostel noch gab und durch deren Handauflegung weitervermittelt werden konnten:

      "Eine so große Errettung ... welche den Anfang ihrer Verkündigung durch den Herrn empfangen hat und uns von denen bestätigt worden ist, die es gehört haben, indem Gott außerdem mitzeugt, sowohl durch Zeichen als durch Wunder und mancherlei Wunderwerke und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen."

      Man bemerke: Nachdem Jesus mit der "Verkündigung der Rettung" begann, und sodann andere, die es hörten, diese Verkündigung "bestätigten" (das dürften erst die Apostel, sodann die speziell berufenen Evangelisten wie Philippus, Paulus, Silas u. a. gewesen sein), "(be)zeugte"  Gott selbst "mit", oder "beglaubigte", diese Verkündigung "durch Zeichen, Wunder, Wunderwerke und Austeilungen des Heiligen Geistes." Warum wohl? Weil das bloße gesprochene Wort noch nicht reichte (da hätte ja jeder kommen können und von sich behaupten "Wir sind jetzt das Volk Gottes" - es gab ja damals Pseudochristusse in Hülle und Fülle) und es "DIE BIBEL" zu dieser Zeit noch nicht gab. Durch die zu dieser Zeit noch existierenden Wundergaben wurde seitens Gottes der unwiderlegbare Beweis geliefert, dass Christi Prophezeiung aus Mat 21,43 in Erfüllung gegangen war: "Das Reich Gottes wird von euch (den Juden) weggenommen und einer Nation (der christlichen Enklesia/dem Leib Christi) gegeben werden, welche dessen Früchte bringen wird."

      Entwicklungsgeschichtlich betrachtet, reden wir hier also von der ANFANGS- oder der "KINDHEITS"-PHASE der Enklesia/des "Leibes Christi"; auf die Enklesia trifft das zu, was laut 1Kor 13,11.12 auch auf jeden einzelnen Christen zutrifft: "Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind ...wir sehen jetzt durch einen Spiegel, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise ..." So wie sie damals, in der Phase ihrer "schmerzhaften Geburt", der "stützenden Hilfsmittel" - der "göttlichen Beglaubigungen" - an "Zeichen, Wundern, Wunderwerken, Geistesgaben" bedurfte, um überleben und heranwachsen zu können, genauso benötigte sie ZU DIESER ZEIT jener "sicht- und greifbaren Präsenz" an "Kirchen-Oberhäuptern": Apostel, Presbyter usw.

      Es versteht sich von selbst, dass das "Wachstum des Leibes Christi" am Ende des ersten Jahrhunderts nicht aufhören, oder abgeschlossen sein sollte. Gemäß der Offb-Vision vom Brechen der sieben Siegel der beidseitig beschriebenen Buchrolle sollte es "Bald" (Offb 1,1) zu einer regelrechten "Zusammenballung" an schriftlich niedergelegter göttlicher Offenbarung kommen, was sich durch das "Gerinnen in schriftlicher Form" der bis zum Ende des ersten Jahrhunderts teils schriftlich vorliegender (AT), teils noch nicht kodifizierter inspirierter göttlicher Äußerungen (Evangelien, Briefe, teils nur mündlich vorhanden uva.) im heutigen Bibelkanon realisierte. Gemäß dem muratorischen Fragment war dieser Prozeß vor Ablauf des 2. Jahrhunderts (also recht "bald") so gut wie abgeschlossen. Gleichzeitig heißt es in Offb 14,6.7, dass "das ewige Evangelium" unter der Leitung hoher geistiger Wesen weltweit verbreitet werden sollte, was sich durch die unaufhaltsame, "wundersame", weil menschlich nicht erklärbare weltweite Verbreitung der Bibel realisierte (mit dieser seit Jahrhunderten erfolgenden "Verkündigung" hat die WTG nicht das Geringste zu tun).

      Und das bringt uns in die Jetztzeit. Wir benötigen nicht die physische Präsenz eines Petrus, eines Paulus, ja noch nicht mal die Jesu Christi, denn IN DER BIBEL HABEN WIR IHRE WORTE. Wir müssen nicht warten, bis Jesus vors Mikrophon tritt, um unsere Fragen betreffs christlichem Leben zu beantworten, oder bis ein Paulus zu uns kommt, um uns das korrekte Verhalten des Christen gegenüber dem Staat zu erklären - WIR HABEN DIE BIBEL, DAS GESAMTE, FÜR UNS DERZEIT VERBINDLICHE WORT GOTTES, die Worte Christi, Pauli, Petri ... - alles, was wir derzeit brauchen. Deshalb scheint mir (und ich äußere dies - wie gesagt - mit großer Vorsicht, da es sich hierbei nur um mein persönliches, derzeitiges Verständnis handelt, doch ich habe noch kein besseres entdecken können und bin dankbar für jeden Input): Die Enklesia des "Leibes Christi" ist ihrer "urchristlichen Entstehungsphase" entwachsen und bedarf aufgrund der alles überwaltenden Oberaufsicht und Leitung Jesu Christi sowie seiner vollkommenen Wahrnehmungsfähigkeit - seiner "sieben Hörner" und "sieben Augen" - (Offb 5,6) in Synergie mit "sola schriptura" keiner "sicht- und greifbaren, menschlichen Gemeindeleiter" mehr. Christus war, ist und bleibt der "oberste Hirte" (archi-poímēn, Erz-Hirte) aller Glieder seines Leibes, der "einen Herde", der "sieben Enklesias" (Offb 2 und 3), also der allumfassenden Gesamtheit seines weltweiten "Leibes". Vermittels des Wirkens des Parakletos, der auch als der "Geist Jesu Christi" bezeichnet wird (Apg 16,7), der jeden einzelnen Christen "alles lehrt" (Joh 14,26; 1Joh 2,27), hat der Christ alles, was er braucht, um von Jesus Christus als "Der Weg" zum Vater geführt zu werden. So wie die besondere Gunststellung des "Alten Israel" i. V. mit dem Inkrafttreten des "Neuen Bundes" auf die christliche Enklesia übertragen und dadurch "weiterentwickelt" wurde, so gingen die urchristlichen, lokalen Orts-Enklesias in Jerusalem, Antiochia, Ephesus, Rom ... mit ihren Ortspresbyterien und -episkopen in der "höheren Wirklichkeit" des weltweiten, nicht mehr durch Orts- und Raumgrenzen definierten "Leibes Christi" auf. Jetzt gilt nur noch: Es gibt "viele Glieder" des "Leibes", aber nur ein "Haupt" und ein "Oberhirte", welches/welcher Christus ist.

      In 2Thess 2,1 steht etwas sehr Interessantes betreffs "Zusammenkommen/sich versammeln" - Großschreibung hinzugefügt: "Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und UNSERES VERSAMMELTWERDENS ZU IHM HIN (hēmōn episynagōgēs ep' autòn) ..." - aha: Man bemerke wiederum die Verwendung des mit "Synagoge" verwandten "synágō", diesmal mit der Präposition "epí" (auf, bis, hinzu ...) erweitert. Man könnte die großgeschriebene Wendung auch mit "unser Versammeltwerden HINSICHTLICH [Christus], AUF IHN GERICHTET" o. ä. wiedergeben. Noch interessanter ist, dass in dem "berühmten" Heb 10,25 "unser Zusammenkommen" ebenfalls der Begriff "episynagōgēs" verwendet wird, der im Lichte des identischen Begriffes aus 2Thess 2,1 durchaus in gleichem Sinne aufgefasst werden kann: "Unser Versammeltwerden auf Christus zu", und nicht "ein sich Versammeln in einem Gemeindesaal".

      Und hier sind wir wieder "ganz am Anfang", bei Mat 18,20 "Wo zwei oder drei versammelt sind..." angelangt. So, wie Nachfolger Jesu keines Kirchengebäudes, keiner Gemeindehalle, keines "Königreichssaales" bedürfen, um IN GEMEINSCHAFT MIT ihrem Herrn versammelt zu sein, so ist auch jegliche sicht- und greifbare menschliche Kirchenhierarchie an "Aposteln, Lehrern, Hirten ..." obsolet geworden. Christus ist unser Hirte, der Heilige Geist unser Lehrer, die Bibel unser "Lehrbuch" ...

      So sehe ich das im Moment. Zumindest meine liebe Frau konnte ich hiermit bis dato nicht überzeugen, also erwarte ich auch hier keinen rauschenden Beifall 😉

      Gruß,
      M.N.

      1. Lieber M.N.,

        bei der Fülle guter Artikel aus deiner Feder (oder: PC-Tasten), ist dieser heutige einfach nur - "Spitze", ich könnte  wie weiland Rosenthal gleich einen Hüpfer machen!👍

        Was die enklesias der Neuzeit anbelangt, muss realitätsbezogen festgestellt werden, dass die ab Reformation zwar mit vielen verborgenen Wahrheiten die Christenwelt bereicherte, aber gleichzeitig das Sektentum verbreitete. Ein evangelischer Pastor bekannte mir einmal, dass Luther unbeabsichtigt das Sektendenken (ich w e i s s  es ganz genau!) einführte.

        Auch die "berühmte" Stelle für ZJ, Hebr. 10,25, hatte mir vor Jahren schon der ehem. Zweigaufseher Walter Voigt so erklärte, wie du es heute schriftlich kundgetan hast: "Unser Versammeltwerden auf Christus zu". Er hatte eine Übersetzung die schrieb "Versammeltwerden auf ihn hin". Damals war ich noch so stark auf "Versammlung" in einem Saal verhaftet, dass ich das (noch) nicht akzeptieren konnte und ging zu den Mennoniten. Dort merkte ich bald, dass ähnliche Strukturen herrschten, wie ich sie schon gut kannte.

        Übrigens ein Streitpunkt brachte mich und einen anderen Bruder von dort weg: die Bedeutung des Begriffs "Inspiration", wobei ich den Fokus auf die ersten Verse des Lukasevangeliums lenkte.

        Hüstel~~~wenn d u mal wieder Zeit und Lust hättest..... 👨‍⚖️👨‍🎓 

        1. M.N.

          Lieber Gerd,

          der Begriff "Inspiration" lässt sich ja aufgrund seiner "lateinischen Offensichtlichkeit" zunächst recht einfach definieren:

          In + spiritus (Geist), also "da ist Geist drin". Gemeint ist natürlich "Heiliger Geist", nicht Weingeist udgl.

          Genauer: θεόπνευστος theópneustos, "gottgehaucht", von theós, "Gott", und pnéō, "blasen, (aus)atmen".

          https://biblehub.com/greek/2315.htm

          Wie hier erklärt, geben manche "von Gott ausgeatmet" als Bedeutung an.

          Soweit hierzu.

          Nun ist mir nicht klar, was genau Du betreffs des Zusammenbringens des "Inspirations"-Begriffes mit den Eingangsversen des Lukas-EV im Sinn hast. Könntest Du dies erhellen?

          Vielen Dank, und Gruß,
          M.N.

        2. Störtebeker

           

          s

        3. Störtebeker

           

          Störti @ Gerd

           

          Lieber Gerd,

           

          auf die angeführten Anmerkungen von Herrn „Dr. phil., Dr. theol. Christian Weis“, möchte ich nicht näher eingehen. Es ist mir zu mühsam und sie sind für mich, was mein biblisches Verständnis betrifft auch überhaupt kein Problem. Ich lese und studiere die Bibel seit ca. 40 Jahren und die angeblichen, von den Herren Prof., Dr., Dr. u.s.w. aufgezeigten Widersprüche sind ja seit langem hinlänglich bekannt.

          Ich glaube wenn man die Bibel mit einem aufrichtigen Herzen liest lösen sich diese Kleinigkeiten von selber auf. Die synoptischen Evangelien ergänzen sich, und das Johannesevangelium sowie die Briefe des Paulus, die Offenbarung u.s.w. sind eine Erweiterung des bis dahin Bekannten. Das ist zumindest mein biblisches Verständnis.

          Nun aber der Grund weshalb ich jetzt hier überhaupt schreibe! 1.Mos. 49:8-12 (Elb.):

          "8 Juda, du, dich werden deine Brüder preisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich niederbeugen die Söhne deines Vaters.

          9 Juda ist ein junger Löwe; vom Raub, mein Sohn, bist du hochgekommen. Er kauert, er lagert sich wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufreizen?

          10 Nicht weicht das Zepter von Juda noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen weg, bis dass der Schilo kommt, dem gehört der Gehorsam der Völker.

          11 An den Weinstock bindet er sein Eselsfüllen, an die Edelrebe das Junge seiner Eselin; er wäscht im Wein sein Kleid und im Blut der Trauben sein Gewand;

          12 die Augen sind dunkel von Wein und weiß die Zähne von Milch.“

          Das wurde von Jakob über Juda prophezeit!

          Wie kommt es, dass vor David, an dem sich diese Prophezeiung zunächst mal erfüllte (später natürlich an Jesus Christus), zuerst Saul zum König gemacht wurde? 1. Sam. 10:20-24 (Elb.):

          "20 Und Samuel ließ alle Stämme Israels herantreten. Da wurde der Stamm Benjamin durchs Los getroffen.

          21 Und er ließ den Stamm Benjamin nach seinen Sippen herantreten. Da wurde die Sippe Matri getroffen; da wurde Saul, der Sohn des Kisch, getroffen. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden.

          22 Und sie befragten noch einmal den HERRN: Ist der Mann schon hierhergekommen? Aber der HERR antwortete: Siehe, er hat sich bei dem Tross versteckt.

          23 Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er sich mitten unter das Volk stellte, da war er einen Kopf größer als alles Volk.

          24 Und Samuel sagte zu dem ganzen Volk: Habt ihr gesehen, wen der HERR erwählt hat? Denn keiner ist ihm gleich im ganzen Volk. Da jauchzte das ganze Volk, und sie riefen: Es lebe der König!“

          Ja lieber Gerd, das ist für mich eine der wenigen Fragen die sich mir stellen, und die ich bisher für mich nicht beantworten kann. Der zukünftige König sollte aus dem Stamm Juda kommen! Wieso wurde dann aber zunächst Saul, aus dem Stamm Benjamin zum König gesalbt?

          Vielleicht kannst du oder M.N. oder jemand anders hier, mir eine Antwort auf diese Frage geben?
          Für eine kurze Antwort (short an to the Point) wäre ich dankbar.

          In brüderlicher Verbundenheit

          Euer Störti

          P.S. Dir lieber Boas und deinen Mitkämpfern alles Liebe und Gute für die kommende Zeit. Ich weis, dass dich solche Fragen, wie oben, auch interessieren. Aber ich denke du solltest jetzt erst einmal zur Ruhe kommen. Auch ich bete für Euch.

           

           

        4. RoKo an Störti

          Lieber Störti,

          über diese Frage bin ich vor ca. 15 Jahren gestolpert (eigentlich ging es damals um die Frage zum Geburtstag). Und eine Kein-ZJ-Christin hat mir mit relativ einfachen Aussagen das so erklärt und ich hab's verstanden und fand es gut.

          Dem Volk damals war ein "Anführer" zu wenig. Wie JHWH sein auserwähltes Volk erwählt hat und sie aus der Hand Pharao befreite, war Moses ihr Führer, später Josua (jetzt hab ich eine Bildungslücke wer dann nachrückte), dann Jephthas als Anführer gegen die Ammoniter. Die anderen Völkerschaften ringsherum hatten aber einen König. Das Volk wollte nun auch einen König und bat Samuel darum. Man beachte all diese Situationen einmal im ganz anderen Kontext. Der Vater in den Himmeln stellte seinen Sohn in der Bibel als Messias vor. Nicht als König. Das Volk wollte aber einen König. Deshalb sind diese Worte heute verewigt. Himmliches Königreich, ein Königreich das nie zugrunde gerichtet werden wird, König der Juden. All diese Wortwendungen entstammen, weil dem Volk mit all den Siegen die sie errungen, ein "Anführer" zu gering und zu wenig erschien. Vielleicht hießen die Dinge heute anders? Denn Jesus sagte, sein (König)reich ist kein Teil dieser Welt! Also auch nicht mit weltlichen Reichen, Ordnung, wenn man so will Rechtsprechung vergleichbar. Es ist eben "himmlisch".

          Jetzt aber passierte folgendes. Saul wurde König. In den Königreichen regiert die Monarchie. Wiki sagt dazu: Staatsform mit einem durch seine Herkunft legitimierten Herrscher an der Spitze

          Auch heute gibt es diese noch. Hier eine Weltkarte mit den verschiedenen Regierungsformen https://de.wikipedia.org/wiki/Konstitutionelle_Monarchie

          Bei der Monarchie wird die Macht den Erben im Nachlass vererbt. So war es bei den Völkern um die damaligen Juden ringsherum gleich. Meiner Meinung nach sollte das aber bei Gottes Vorsatz nicht zwingend sein. Lediglich um die Voraussage des Samens zum Messias zu erfüllen. Kann man das so sagen? Bei Gott hat die Abstammung geringere Wertung. Die erste Vererbung der Herrschaft von Vater an den Sohn war David an Salomo. Weitere müsste ich nachlesen, weiß ich jetzt nicht mal aus dem Kopf. Die Liberalität zur Abstammung wurde sodann deutlich, wie auch Nichtjuden den Glauben annehmen konnten. Bei Gott zählt die Einstellung der Menschen, ob sie ihn als Schöpfer anerkennen oder nicht. Er liebt alle Menschen, er will das alle zur Reue gelangen. Wird aber wohl nie passieren.

          König David wurde durch Heirat Michals zum Schweigersohn, nicht durch Abstammung. Denn Saul hatte Söhne: 1.Sam 16:49 Die Söhne Sauls waren Jonatan, Jischwi und Malkischua. Die ältere seiner beiden Töchter hieß Merab, die jüngere Michal. 

          Das "Problem" war aber, dass David beim Volk beliebter war als Sauls eigene männliche Nachkommen. Deshalb ersann er auch den sehr seltsamen Brautpreis, 100 Vorhäute von getöteten Philistern. Er hoffe, das David dabei umkommt, um der Ehe mit Michal vorzubeugen. David brachte die doppelte Anzahl des Brautpreises. So ging der Königsstuhl dann an David.

          Störti entschuldige bitte wenn ich noch nicht voll da bin in der Frühe. Ich hoffe ich schreib nix falsches. So ungefähr wollte ich aber den Kern meiner Überlegung treffen. JHWH kann immer sein Ziel erwirken. Sein Wort wird nicht ergebnislos zu ihm zurückkehren. Das ist die Lehre darin. 🙂 Ich wäre gespannt, was M.N. und andere Mitschreiber erklären.

          Wenn man in die Versammlungen blickt, hat dort meist auch ein oder mehrere Familienclans das Sagen. Und wie P_C gestern in einem YT Kommentar schrieb, werden Ausschlüsse bei ZJ, durchgeführt von Rechtskomitees mit Ältesten an der Spitze, abstammend aus Clanfamilien... auch gern dafür verwendet, um "alte Rechnungen" zu begleichen... Ich musste schmunzeln, weil das wohl gut beschrieben ist. LG RoKo

           

      2. Barbara

        Guten Tag M. N.

        Danke für Deinen guten Kommentar! Das stimmt auch mit 1. Johannes überein. Wenn wir die Salbung haben, also wiedergeboren sind, wissen wir alles, was wir benötigen, um bis zur Vereinigung mit unserem Herrn ausharren zu können. 2:27 "Und die Salbung bleibt in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern wie euch seine Salbung über alles lehrt, so ist es wahr und keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm."

        So haben wir die Schrift, um uns immer wieder zu korrigieren um uns zu reinigen, genau wie er rein ist (1. Joh. 3:3)

        Liebe Grüsse

        Babs

        1. Danke, lieber M.N.,

          ich gehe gleich in medias res und zitiere aus Luk. 1, hebe hervor auf was ich mich bezog:

          1 Dieweil ja viele es unternommen haben, eine Erzählung von den Dingen, die unter uns völlig geglaubt werden, zu verfassen, 2 so wie es uns die überliefert haben, welche von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, 3 hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Reihe nach zu schreiben...

          Ähnlich drückte sich Lukas in seinem Reisebericht, der sog. Apostelgeschichte aus.

          Ich vermute einen Unterschied zwischen "genau gefolgt" und "inspiriert". Da kommt es eben darauf an, was man unter "inspiriert" versteht. Die JW.org meint im "Einsichtenbuch" it-1 pp. 1202-1207 Inspiration:

          Gesteuert von „der Hand Jehovas“. 

          Die Bibelschreiber kamen daher unter Jehovas „Hand“ oder leitende und kontrollierende Macht. ( 2Ki 3:15, 16; Eze 3:14,  22 ) So wie Jehovas "Hand" seine Diener veranlassen kann, zu bestimmten Zeiten zu sprechen oder zu schweigen ( Eze 3: 4, 26, 27; 33:22 ), so es könnte zum Schreiben anregen oder als einschränkende Kraft wirken; Es könnte den Schriftsteller auffordern, sich mit bestimmten Angelegenheiten zu befassen oder ihn daran hindern, anderes Material einzubeziehen. Das Endprodukt wäre in jedem Fall das, was Jehova wollte.

          Ähnlich das "Bibellexikon" (bibelkommentare.de):

          Der Heilige Geist lehrte Paulus, welche Worte er benutzen sollte. Die Gesamtheit der Schriften bildet das Wort Gottes. Sowohl im Alten wie im Neuen Testament lesen wir von „den Worten Gottes" (1. Chr 25,5; Esra 9,4; Ps 107,11; Joh 3,34; 8,47; Off 17,17). Sein Wort muss weder ergänzt noch darf davon etwas weg genommen werden (5. Mo 4,2; 13,1; Off 22,18.19).

          Diktierte Gott seine Botschaft?

          So will ich meine Frage einmal stehen lassen...

        2. Lieber Störti, lieber Roko,

          zwar ist meine Frage bezüglich der "Qualität" des Begriffes "Inspiration" etwas ins Hintertreffen geraten, aber eure Fragen treffen den eigentlichen Punkt. Wie weit haben die Männer Gottes ihre Erlebnisse, Gedankenkombinationen und auch direkte Sätze Gottes, in das sog. "Wort Gottes" eingebracht?

          Die Pauschalierungen in den Freikirchen bis hin zu JW.org, jeden Satz der Bibel wie das Ergebnis aus einem Diktaphon zu klassifizieren, erweist sich oft als Bärendienst und dient nicht der Glaubenserbauung. Nicht die geschilderten Ereignisse sind Unwahrheit, sondern die subjektive Interpretation einer Wahrnehmung. Ähnlich die Darstellung eines Unfalls den wir persönlich erlebten und dann die Schilderung darüber in der Zeitung lesen. Nicht das Ereignis ist falsch, sondern oftmals wie es ein Reporter übermittelt bekam und dann zu Papier brachte. Auf einige Widersprüche hat der DDr. Weis hingewiesen, nicht um die Bibel schlecht zu machen, sondern wie die ZJ mit dem Begriff "Vollinspiration" umgehen.

          Nun noch schnell mein "Senf" zu eurer Diskussion. Auslöser, zuerst den Saul zum König zu machen, war wie schon erwähnt wurde, das Volk, das ähnlich den aktuellen "Gelbwesten" in Frankreich, unbedingt einen König  wollten, wie ihn die Nachbarn schon hatten, Schlüsselverse sind die in 1Sam. 8:

          5 ...Nun setze einen König über uns ein, daß er uns richte, gleich allen Nationen. 6 Und das Wort war übel in den Augen Samuels, als sie sprachen: Gib uns einen König, daß er uns richte! Und Samuel betete zu Jahwe. 7 Und Jahwe sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, daß ich nicht König über sie sein soll.

          Ich verfolge mit Interesse -( ͡° ͜ʖ ͡°)╯ weiter eure Diskussion!

        3. RoKo an Gerd & Störti

          Lieber Gerd. Ist es eine Diskussion? hm. Störti nannte eine Frage, ich eine Antwort, Störti sagte ungenügend, so noch einmal. Für mich selbst sind diese Erörterungen zum Verständnis der Bibel wenn andere Kommentargeber etwas hinterlassen ebenso hilfreich, mich im Wort Gottes weiter zu festigen. Oftmals sprechen sie etwas an, was mir bis dato unbekannt war. Oder bekannt, aber längst wieder in Vergessenheit geriet. Unser Gehirn "löscht" Wissen auch, wenn wir es nicht gebrauchen. Deshalb sehe ich den Bibelvers, fortgesetzt Erkenntnis in sich aufzunehmen in etwa so. Und ich finde das auch gut so. Wie findest Du das? Wie findet Ihr das?

          Nun aber zu Diskussionen. Meines Erachtens ist das schon etwas anderes. Wenn nämlich einer schreibt, ich sehe das anders. Sieh mal hier, so und so... Auch Diskussionen können förderlich sein. Bestimmt. Wenn Sie ein Merkmal nicht überschreiten, nämlich den anderen seine Meinung zubilligen, auch wenn man eine andere Ansicht vertritt. Ist hier im Fall nicht der Fall. Aber gab es schon. Auch auf BI. Und dass kann dazu führen, dass hitzige Debatten entstehen. Eben Streit. Und das ist dann nicht mehr im Sinn des Schöpfers. Wollte ich mal sagen, weil Gerd das jetzt ansprach. Es gibt einige Leute die so gern kommunizieren. Ich glaube M.N. war es, er nannte es dann so, wer unter Gottes Geist lebt, hat es nicht nötig zu streiten. Und so sollte es auch sein.

          Lieber Gerd, ich habe in Störtis Antwort auch einen Baustein erkannt der mir galt, weil er in der Antwort, vom Stil und Inhalt etwas aufgriff, was psychologisch ein Wortwechsel ausmacht. Und er nannte mir ein Fragment in meiner Antwort, wo ich (hätte ich mal besser nachgedacht) eine andere Wortwahl bevorzugen sollen. Nämlich das Fragment "15 Jahre". War doof von mir. Entschuldigung. Ich hätte besser undefiniert "vor einiger Zeit" notieren sollen, wäre besser für meine Antwort gewesen. Sie sollte auch nicht den Inhalt übermitteln, es wäre eine alte Sache, "eine alte Kamelle" oder so. Wie ich es noch einmal las, könnte man das aber so interpretieren. ("An was Du jetzt nur denkst, da bin ich schon lange drüber weg...." So in der Art.) So sollte es gar nicht heißen. Das Ei habe ich mir selbst gelegt. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Es war lediglich so, ungefähr im Jahr 2002, 2003, war ich im Kontakt mir anderen Menschen und habe viel Wissen dazu erlangte und viele Dinge aus den Lehren der WTG auf den Kopf gestellte und endlich verstanden. Deshalb denke ich gern an diese Zeit zurück. So kristallisierte sich diese Wortwendung zusammen. Mehr sollte es nicht heißen. Ich habe einfach die falschen Worte gewählt. War noch früh am morgen. Sorry Störti. War ein falscher Zungenschlag. War wie ich nun in der Nachanalyse feststelle, etwas unüberlegt von mir. Ich will mich bessern. Störti hat aber gleich die Retourkutsche bedient. War auch gut so, mir den Snobismus zu reflektieren. So will ich nicht sein.

          Ich warte ebenso auf die "alten Hasen" wie sie das sehen. LG RoKo

      3. M.N.

        Addendum:

        Einer der Punkte, der meiner Frau betreffs meines o. a. Verständnisses im Magen liegt ist folgender:

        Wenn wir keinerlei "Kirchenorganisation" in Form von "Ältesten", Diakonen, "Aufsehern" etc. mehr bedürfen - weshalb steht so viel davon im NT? Weshalb all diese Spezifikationen wie z. B. jene in 1Tim 3 "Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet ... Der Aufseher (epískopos) nun muss [so und so] sein ...". Weshalb "Gedenkt eurer Führer (Verbalform von hēgemōn, wovon sich unser 'Hegemonie' ableitet) ... Gehorcht und fügt euch euren Führern..." laut Heb 13,7.17? Weshalb all diese Anweisungen an jene "Führer" wie "Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat ..." (Apg 20,28), wenn all dies für uns heute nicht mehr relevant sein soll?

        Meine Antwort:

        Im AT steht sehr viel über Tieropfer. Müssen wir deshalb heute Tieropfer darbringen? In der Torah (namentlich in Lev Kap 11) gibt es ausgeklügelte Speisevorschriften (koshere v. nichtkoshere Speisen). Gilt das alles für uns heute noch? Die Propheten wetterten gegen Assyrien, Moab, Edom, Babylon ... sind diese Prophezeiungen für uns heute relevant, oder all die ans alte Israel ob ihrer Abirrungen vom Gesetzesbund gerichteten Verurteilungen und Untergangsvorhersagen?

        Die Antwort auf all jene und ähnliche Fragen ist ganz klar "Nein". Weshalb also stehen all diese "nicht relevanten" Dinge trotzdem in dem Buch, welches wir als "sola scriptura", als Richtschnur und als Grundlage unseres Glaubens und unserer Hoffnung betrachten? Weshalb all dieser "Ballast"? Der Autor der Bibel - Gott - muss sich ja wohl etwas dabei gedacht haben, als er all diese Details mit in den für Christen gedachten Kanon inspirierter Schriften mit einschließen ließ.

        Auch hier gelten Röm 15,4 "Alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben" sowie 1Kor 10,6 "Diese Dinge aber sind als Vorbilder (týpoi, Typen, im Gegesatz zu antítypoi, Gegenbilder) für uns geschehen...".

        Somit stehen also all diese "nicht für uns relevanten" Dinge  -"nicht relevant" in dem Sinne, dass wir sie heute befolgen müssten - als für uns notwendiges "Hintergrundwissen" in der Bibel, damit wir die Vorgehens- und Verfahrensweise unseres Gottes in der Vergangenheit verstehen und wie er die Grundlage für die Erlösung der Menschen schuf und weiterentwickelte. Laut dem Hebräerbrief wiesen Stiftshütte, Tempel, Priestertum, Tieropfer etc. auf künftige, "größere" Dinge i. V. mit dem Priestertumsdienst Jesu Christi hin. Die Bundesgesetze betreffs Speisen, das Verbot der Eheschließung mit nichtjüdischen Menschen uva. bereitete das Umfeld für das Auftreten und Wirken des Messias. All das ist geschehen, und es bildet eine Grundlage für unsere christliche Zuversicht. In ähnlicher Weise betrachte ich all die Spezifika betreffs der urchristlichen Gemeinde - die Episkopoi-, Presbyteroi-, Diakonoi- etc. "Hierarchie-Ebenen" als eine weitere "Entwicklungsstufe" auf dem Weg der Erlösung der Menschheit, beginnend vom Fall in Eden bis hin zum "Punkt Omega" des völligen  Einsseins jedes erlösten Menschen mit Gott und Christus (Joh 17,22-24; nein, ich bin kein Anhänger der Lehren Teilhard de Chardins) im himmlischen "Neuen Jerusalem" (in welcher Form auch immer sich sich realisieren wird soll hier jetzt unberücksichtigt bleiben, denn ich weiß, dass es hierzu recht unterschiedliche Meinungen gibt). Somit bilden all diese Auskünfte betreffs der "Kirchenorganisation" des 1. Jhdts. für uns notwendige Informationen zwecks Bildung unseres Glaubensgebäudes, sie erklären das Handeln und Vorgehen Gottes i. V. mit seinem Volk zu einer bestimmten Zeit, und das WESENTLICHE, die ESSENZ davon (wie auch bereits in prächristlicher Zeit betreffs des "alten Israel") ist die: Gott hat alles in der Hand; er übt vollkommene Kontrolle aus; er tut zu jeder Zeit genau das, was notwendig und richtig ist, um seinen Erlösungsplan zu entfalten und zum Abschluss zu bringen. Was ist das WESENTLICHE, die ESSENZ der "Ältesten-, Diakon-, Hirtenvorkehrung" des 1. Jhdts.? Es ist: Gott behütet, schützt und leitet sein Volk - zu JEDER ZEit, in WELCHER FORM und auf WELCHE WEISE auch immer gerade notwendig. Im "alten Israel" waren es Propheten, Könige, die Torah und andere Unterweisungen und Vorkehrungen, die es damals gegeben haben mag. Später waren es besagte Presbyter, Episkopen etc. Heute sind es der Parakletos, "sola scriptura", und - natürlich - unser "Oberhirte" Jesus Christus, das "Haupt des Leibes". Womit ich nochmals auf Heb 13,7.17 zurückkomme: "Gehorcht und fügt euch euren Führern." Wir können mit Fug und Recht Gott den Vater, und den auferstandenen Christus als "unsere FÜHRER" betrachten, denen es zu gehorchen gilt. In Heb 12,2 wird Jesus als "archēgós" bezeichnet. "archēgós" wird in der LXX verschiedentlich zur Wiedergabe hebr. politisch/militärischer Titel verwendet. Manche alten dt. Ü sagen "Herzog unseres Glaubens" (weil ein "Herzog" der war, der VOR den anderen HER ZOG, so wie Christus es betreffs seiner Enklesia tat und immer noch tut). Also ist Christus in der Tat ein "(An-) Führer".

        Auf all dies weise ich meine Frau hin. Wie gesagt: Sie ist heftig am Verdauen, es arbeitet in ihr, aber zu einer Überzeugung ist sie in dieser Angelegenheit bis dato noch nicht gekommen. "The (JW.Org-) force is strong with her ...". Da ist viel "de-programming" vonnöten.

        Gruß,
        M.N.

        1. Bei Durchsicht meines 7-Uhr-Beitrages, wurde mir klar, dass etliche Mitleser sich fragen werden w a s ich mit meiner "Inspiration"-Anfrage eigentlich wollte, daher als Erläuterung, auch für M.N. -

          Addendum
          Nun zitiere ich das Buch eines österreichischen Autors, dem es kein Anliegen war die Bibel zu verunglimpfen. Es ist Dr. phil., Dr. theol. Christian Weis, der die theologische Auffassung der Zeugen Jehovas unter die Lupe nahm. Im Buch "Zeugen Jehovas; Zeugen Gottes?" schreibt er folgend

          a) Geschichtliche Genauigkeit?

          b) Es ist sicher richtig, daß die Bibel grundsätzlich geschichtliche Ereignisse bezeugen will und daß ihre Angaben oft von der Geschichtswissenschaft bestätigt werden. Sie sind aber keineswegs so absolut verlässlich, wie die Zeugen Jehovas annehmen. Am einfachsten läßt sich das aufzeigen, wenn man sich widersprüchliche Angaben der Bibel zum gleichen Geschehen vor Augen führt. Solche Angaben können nicht zugleich zutreffen. Manchmal finden sich solche Widersprüche sogar in ein und demselben biblischen Buch, was darauf schließen läßt, daß hinter ihnen unterschiedliche, nicht übereinstimmende Überlieferungen stehen. Einige Widersprüche werden im folgenden aufgezählt:

          Der Schwiegervater des Mose hat drei verschiedene Namen: Raguel (Ex 2.18; Num 10,29), Jitro (Ex 3,1; 4,18; 18,1) bzw. Hobab (Ri 4, l 1). Die Überlieferung darüber, wie Saul König von Israel wurde, ist voller Unstimmigkeiten. Nach l Sam 8,7ff ist Gott gegen das Königtum, nach 1 Sam 9,16 schenkt Gott Saul seinem Volk aus Barmherzigkeit als Fürsten (vgl. Dtn 17,14-20). Nach l Sam 9, 1 10, 16 wird Saul von Samuel als der gotterwählte König erkannt und durch Salbung eingesetzt; nach l Sam 10, 17-27 wird er - letztlich gegen Gottes Willen - durch das Los bestimmt. Solche Beispiele aus dem Alten Testament ließen sich endlos fortsetzen. Wenn man die Überlieferung genauer untersucht, zeigt sich, daß die hinter den Erzählungen stehenden Geschehnisse sehr oft nur in ungefähren Umrissen rekonstruiert werden können.

          Ähnlich ist es auch mit den Angaben der Evangelien. Die Stammbäume Jesu nach Mt 1, 1-17 und Lk 3,23-38 stimmen nicht überein und können nicht beide historisch richtig sein. Der von den Zeugen Jehovas angebotene Ausweg, das Lukasevangelium bringe die Abstammungslinie Marias (vgl. Ist die Bibel 87f), widerspricht dem Wortlaut des Textes (vgl. Lk 3,23). Nach Lk 2,39 kehren die Eltern nach der Darstellung Jesu im Tempel, die gemäß dem Gesetz 40 Tage nach seiner Geburt stattfand, nach Nazareth zurück; nach Mt 2, 13-23 flieht die heilige Familie nach der Ankunft der Sterndeuter von Bethlehem nach Ägypten und geht erst dann nach Nazareth. Nach Mt 8,28-34 heilt Jesus zwei Besessene, nach Mk 5,1-20 ist es nur einer. Ähnlich ist es bei der Erzählung von einer Blindenheilung: Nach Mt 20,29-34 geht es um zwei Blinde, die Parallelstelle Mk 10,46-52 erzählt nur von einem. Die Zeugen Jehovas behaupten, daß Matthäus hier bloß "ausführlicher" berichte (vgl. Ist die Bibel 85), eine unmögliche Ausflucht. Nach Mt 26, 17. Mk 14,12 und Lk 22,7 feiert Jesus mit den Jüngern das Paschamahl und wird am Tag danach gekreuzigt. Nach Jo 18,28 stirbt er am Paschatag und das letzte Mahl mit den Jüngern war kein Paschamahl. Besonders zahlreich sind die Widersprüche in den Auferstehungserzählungen. Nach Mt 28,2.5 und Mk 16,5 erscheint den Frauen am Grab ein Engel, nach Lk 24,4 sind es zwei. Nach Mt 28,7 und Mk 16,7 sollen die Frauen die Jünger veranlassen, nach Galiläa zu gehen, um Jesus dort zu sehen; nach Lk 24,5-7 entfällt die Sendung nach Galiläa. Dementsprechend erscheint Jesus den Jüngern nach Lk 24,36 noch am Auferstehungstag in Jerusalem und wird auch von dort sofort nachher in den Himmel aufgenommen (vgl. Lk 24,5-53); nach Mt 28, 16-20 aber erscheint Jesus den Jüngern erst in Galiläa. Vom Matthäusevangelium und auch vom Lukasevangelium weicht die Apostelgeschichte des Lukas ab, in der es heißt, Jesus sei den Jüngern nach seiner Auferstehung durch 40 Tage erschienen (vgl. Apg 1,3) und dann erst in den Himmel zurückgekehrt.

          In der Überlieferung der Evangelien finden sich auch noch tiefergehende Unterschiede, die man freilich nicht auf den ersten Blick erkennt. Als Beispiel sei angeführt: Das Bild Jesu, das uns das Johannesevangelium zeichnet, weicht im ganzen stark ab von der Darstellung, die wir in den drei anderen Evangelien vorfinden. Jesus spricht hier mit ganz anderen Worten und über ganz andere Themen. Während bei Matthäus, Markus und Lukas die Botschaft vom anbrechenden Gottesreich im Mittelpunkt steht, wobei sich Jesus vor allem der Gleichnisrede bedient, bringt das Johannesevangelium in erster Linie Jesu Selbstzeugnis über sein Kommen als Offenbarer Gottes. Zitatende
          Einige der genannten Widersprüche sind nicht zutreffend, fühlt euch frei sie zu benennen.
          Es zeigen die Abweichungen aber, dass die von der WTG beschworene Vollinspiration nicht haltbar ist. Für mich vielleicht doch das 17. Kapitel des Johannesevangeliums, denn man kann kaum annehmen, dass Johannes das Gebet Jesu mit-stenographierte. Übrigens, auch Paulus unterscheidet genau, wenn er von Dingen schreibt die er "von oben" übermittelt bekam und wann er selbst den Rat erteilt (1Kor 7 z.B.) Lese ich in seinem Römerbrief Kapitel 8, dann kommt gewissermaßen "der Himmel" in mein Herz. Dieses Kapitel wird einem ZJ nicht viel geben, es ist ja angeblich nicht für ihn geschrieben...

          Ich frage euch, lässt sich durch die Abweichungen in der Bibel ableiten, dass Gauner am Werke waren, die heute noch in ihren Gräbern genüsslich darüber lachen, welche "Eier" sie uns gelegt haben?

          Fazit für mich: Ich war sowohl in meiner ZJ-Zeit und bis heute davon überzeugt, dass Gottes Geist dafür sorgte, dass Gottes gesamte Botschaft der Wahrheit entspricht!

          Mittagsgrüße!
          Gerd

    3. Boas

      Lieber Tierfreund,

      als erstes entbiete ich Dir einen Gruß. Wer ist ein älterer Mann? Hebräer 13:17 (NWÜ) sagt:

      17 Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

      Aber wie erkennt man einen echten älteren Mann (Frau)? Hebräer 13:7 (NWÜ)

      7 Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und während ihr den Ausgang [ihres] Wandels genau betrachtet, ahmt [ihren] Glauben nach.

      "Ältere" sind DIENER der Gemeinde. Und die Gemeinde, also die, die sie näher kennen, legt für sich selbst fest, nachdem sie deren WANDEL GENAU betrachtet haben, ob sie ihrem GLAUBEN nachfolgen wollen. Nicht dem Menschen folgen, sondern seinem Glauben nachahmen.

      Diener, ganz unten, und doch so wichtig für Hilfestellungen für Einzelne. Paulus ging nicht von sich aus nach Jerusalem (Apo. 15). Für ihn war die Sache bereits ganz klar (Gal. 2). Die Gemeinde in Antiochia bat ihn darum die Sache mit der Beschneidung zu klären. Und er machte sich auf den langen Weg. Kein Herr, sondern ein Diener. Nicht von Oben eingesetzt. Sondern von Unten. Von Unten als älterer Mann (Frau) erkannt und respektiert. Denn der einzige Herr eines Christen ist Jesus und nicht ein Ältester oder Apostel. Du kennst den Bibeltext 1. Kor.

      Die Gemeinde, ganz egal ob vor Ort oder heute online, wählt sich die Personen aus, die sie in ihrem Glauben unterstützen könnten. Mehr nicht. Eine Hilfe. Ein Dienst. Ein Diener. Personen die sie auf die Schulter nehmen und ein wenig tragen, wie es ihre Kräfte vermögen. Also gar nichts kompliziertes.

      Natürlich ist es so, wenn jemand als Ältester von der Gemeinde erkannt wird, dass dies auch eine gewisse Verantwortung mit sich bringt. Man kann da auch großen Mist bauen. Und Christen in die Irre führen. Nicht Viele sollten Lehrer sein...

      Ich hoffe Dir ein wenig bei Deinen Überlegungen geholfen zu haben.

      Friede sei mit Dir und Deiner Frau
      Boas

    4. Zartbesaitet

      Lieber Tierfreund,

      ziemlich genau 2 Jahre zuvor habe ich die gleichen Schritte wie du gesetzt, habe alle Ämter niedergelegt und bin gemeinsam mit meiner Frau in einen rasanten „Aufwachprozess“ eingetreten. Haben die Bibel durchforstet und gelesen und den Eindruck bekommen in mehr als 40 Jahren als ZJ nie die Bibel gelesen zu haben.

      Zu deiner Frage über die „Versammlungen“ und „Dienstämter“ hat Raymond Franz eine sehr genaue Abhandlung in seinem Buch „Auf der Suche nach der christlichen Freiheit“ nieder geschrieben. Er handelt mit dem Hintergrund zu den Recherchen zum Buch „Hilfe zum Verständnis der Bibel“ welches er ja als ehemaliges Glied der „Leitenden Körperschaft“ geschrieben hat im Kapitel 10 seines Buches unter dem Thema „ Hirten der Herde“ diese Gedanken sehr genau mit biblischem und historischem Hintergrund auf und vermittelt dadurch Wissen und eine Sichtweise, die helfen, eine neue ungefärbte Sichtweise zu entwickeln. Sein Schlusskapitel „Eine Versammlung freier Menschen“ legt besonders zum Stichwort „Versammlung“ einiges drauf.

      Was uns an diesem Buch besonders gefiel ist die Tatsache, dass er es in liebevollem Stil - frei von Polemik oder Groll - geschrieben hatte. Ganz so wie es ein anderer aufgewachter langjähriger Bruder mit ähnlicher Vergangenheit wie wir beide kürzlich erst ausdrückte: „Nimmt man unseren in der ORG verbliebenen Geschwistern das blaue Etikett (jw.org) weg, dann sind das lauter liebenswerte Menschen“.

      Ich sende dir das Buch - falls du es nicht schon hast - gerne als pdf zu! Wir können, falls du möchtest auch gerne in Kontakt treten. Wir sind aus familiären Gründen noch immer nicht rausgegangen (3 Söhne mit Dienstämtern, zu denen wir - obwohl 2 Jahre untätig und nicht mehr in einer Versammlung gewesen - sehr liebevolle Beziehungen pflegen!) und haben es momentan nicht vor zu tun. Unser König Jesus wird uns diesbezüglich seinen Weg der Liebe weisen.

      Wenn du uns unter „liebesweg4@gmail.com“ schreibst bekommst du gerne das Buch und wenn es euch hilft auch gerne einen Austausch über unsere Wege.  Kurz vorweg: wir haben einen Glauben wie niemals zuvor und sind sehr glücklich.

      Erst heute verstehen wir Johannes 8:32 mit den Worten Jesu: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen!“

      wir grüßen dich und deine Frau in christlicher Liebe!

      p.s: kann sein, dass ich nicht immer sofort antworte wegen momentan intensiver beruflicher Auslandsreisen. Aber innerhalb einiger Tage müsste es klappen - falls du schreiben möchtest!

      1. Tierfreund

        Lieber Zartbesaitet,

        ich komme gerne auf dein Angebot zurück und werde mich demnächst bei dir melden!

        Alles Gute!

        Tierfreund

    5. RoKo an Tierfreund

      Hallo Tierfreund,

      ich las Deinen Namen bislang nicht und begrüße Dich darum herzlich. Ich bin auch ein großer Tierfreund wie viele andere Leser und Mitschreiber hier ebenso. Einige haben Katzen, Hunde, Pferde, Nager, ein Aquarium oder wie ich pflege intensiv Wildbienen und paar der aufgezählten Tiere. Es gibt noch eine ganze Reihe mehr Geschöpfe. Und wenn es mir meine gesundheitlichen Umstände erlauben helfe bei Arbeitseinsätzen im örtlichen Tierheim. Und es tut gut, es ist ein tiefes Gefühl, geholfen zu haben. Somit teilen wir schon mal eine Lebenseinstellung. Mir kommt der Spruch in den Sinn: Das mir der Hund viel lieber sei, sagst du oh Mensch sei Sünde? Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

      Diese Erkenntnis reifte in mir und bewahrheitete sich. Auch ich hatte menschliche "Freunde" in der Versammlung und vielen anderen Versammlungen. Ich kannte in meiner aktiven Zeit ca. 40 Versammlungen und von den dort 4000 Verkündigern ungefähr 1000. So ungefähr. Also Menschen die man besser kennt, nicht nur mal gesehen hat. Ist schon viel. Ein Kreisaufseher kennt aber mehr und viel mehr. Und wie es zu Differenzen kam, entpuppten sich die meisten als wenig stabile Freunde. Kein Wort dabei von "Ermahnung" oder "Zurechtweisung" oder "Rechtskomitee". Einfach eine Situation darstellend, in welcher ich aufgrund meiner eigenen Bibelkenntnis und Interpretation was Glauben für mich ist sagte, so geht das doch nicht was der Wachturm da schreibt... Ist das die göttliche Belehrung der LK? Da leben sie aber weit weg der Realität. Und schwupp erkennt man seine "Freunde". Also Menschen zum Pferde stehlen sind das mit Verlaub nicht, um die Pointe zu schaffen.

      Und deshalb ging ich viele Jahre meinen eigenen Weg wie ich meinte, er christlich ist. Zum Ärgernis meiner Ältesten, kannst Du Dir bestimmt vorstellen.

      Lieber Tierfreund. Die Frage die Du aufwirfst habe ich erst kürzlich mit Zeugen Jehovas diskutiert. Ich möchte sie beantworten wie ich sie verstehe.

      Du kennst die Schriftstelle, der Mann sei das Haupt der Frau, so wie Christus das Haupt der Versammlung ist. Wo bitte findest Du dieses Fragment innerhalb der Christenversammlung der Zeugen Jehovas? Ihr Haupt ist die Leitende Körperschaft. Unzählige Male nennen diese Männer, sie stehen mit Jehova direkt im Kontakt. Er leitet sie an. Wo ist Christus?

      Ich finde, der Schöpfer hat seinen Sohn Jesus Christus eingesetzt. Es war die erste Prophezeiung in 1.Mo 3:15 die sich fortlaufend wie ein roter Faden durch die Bibel bis in Off. hindurchzieht. Das Erkennen dieses Leitfadens ließ mich damals nach meinem HB zu einem Zeuge Jehovas werden. Bis ich dann nur paar Jahre später erkannte, irgendwie stimmt das aber nicht. Bei den Zeugen Jehovas läuft das irgendwie anderes, eher so wie Paulus im Galaterbrief schrieb, ihr wendet euch doch wohl nicht anderen Botschaften zu? Ihr redet um euch einander die Ohren zu kitzeln und nichts sinnvolles kommt dabei heraus... Und viele Inhalte der alten Briefe an die Versammlungen mehr.

      Ich weiß nicht wie lange Du bereits mitliest. Deshalb hier mal ein Link zu einer Predigt den einmal unser Boas gepostet hat. Viele Mitleser konnten das Video aber nicht abspielen, deshalb downloadete ich sie und habe sie hier rein gestellt. Teil 1) https://vimeo.com/289333515  Teil 2) https://vimeo.com/297621855

      Würde ein Vortragsredner diesen Inhalt im Königreichssaal genau so abhalten, dauert es nicht lange und man schuppst ihn von der Bühne. Weil der Inhalt zwar biblisch ist, aber nicht im Geiste, der Lehre und Billigung der LK. Alles schon vorgekommen, hier ein Mitschnitt wie das im K-Saal  bei ZJ abläuft. Nach 2 Minuten Einleitung beginnt der Vortrag des englischsprachigen Bruders mit deutschen Untertitel: https://youtu.be/6S2GLHp2i6Q der nach 15 Minuten unterbrochen wird, weil die Hirten die Verkündiger und deren Ohren vor wirklich biblischen Lehren beschützen müssen. Die Ältesten der ZJ sind von JW.org drauf trainiert, nur Lehrmeinungen der WTG zuzulassen. Im Glossar benannt, die Hirten werden zum verlängertem Arm von JW.org.

      Deshalb mag Dein Einwand oder Deine Frage durchaus seine Berechtigung haben. Gemäß der Bibel muss es schon eine Versammlung, eine Ordnung und Älteste geben. Sicher. Doch aufgepasst, jetzt trifft eine Prophezeiung ein, die sich meiner persönlichen Ansicht nach an den Zeugen Jehovas erfüllt. Hes 34, 7-16. Eigentlich das ganze Kapitel, aber die Verse 7-17. Kannst Du in der NWÜ nachlesen oder hier klicken: https://www.bibleserver.com/text/ELB.NeÜ/Hesekiel34.7-16

      ZJ verwendeten gerne mal die Elberfelder Bibel. Die Neue evangelistische Übersetzung nennt auch Gottes Eigennahmen, somit diese beiden Übersetzungen einmal parallel als Vergleich.

      Der Inhalt dieses Kapitels 34 nennt, dass JHWH (durch seinen Sohn Christus) seine Schafe aus der Hand der Ältesten entreißt und sie selbst auf frischen grünen Wiesen weidet, pflegt und umsorgt und das gesprengte und gebrochene Schaf verbindet und zurück bringt. Nicht in die Hände der hier benannten Hirten, sondern in seine Herde. In eine Herde die Christus selbst anführt. Ein wie von Dir benannter Älteste hat hier gemäß dem Wortlaut kein Zutun mehr.

      Der Grund sind wie in Glossar benannt, die Dinge wie die WTG die Gegebenheiten mit der Ältestenschaft handhabt.

      Deshalb achte ich Deinen Rücktritt, warum Du auch immer ihn favorisiert hast. Du findest hier auf BI einige Ex-Älteste und soviel wie ich weiß auch einen ehemaligen VA bzw. KdÄ. Bitte entschuldige das große Chaos was in Deinem Kopf derzeit anzutreffen ist. Das hat insofern die LK durch die jahrelangen Lehren/Leeren verursacht. Lasse uns die biblischen Bestandteile aussortieren, diese Bausteine säuberlich putzen und neu stapeln. Viele Mitschreiber werden Dir dabei helfen.

      Mat schrieb, werdet wie die Kinder... https://www.bibleserver.com/text/EU.NeÜ/Matthäus18.1-5 Auf Größe kommt es nicht an. Ich bete für Dich und Deine Frau, dass ihr die falschen Aussagen von der eigentlichen Wahrheit unterscheiden könnt und die geistige Befreiung erleben und genießen könnt. In einem Jahr ziehen wir mal Resümee. Liebe Grüße RoKo

       

    6. Tommy

      Nur nebenbei lieber Tierfreund,

      Gratulation.

      Nun, frueher haben sich, wie ich meine, Christen schon zwangslaeufig zusammengefunden, da man zum Teil verfolgt wurde, zum Teil eben durch die Gleichgesinntheit Erbauung suchte etc. Widersprecht mir bitte liebe Schwestern und Brueder falls ich da......In diesen Versammlungen wurden dann Älteste gewaehlt, von dieser Versammlung, die den Anforderungen, gemaess Jesu Worten und denen Pauli entsprachen. "...der Grösste unter Euch soll der Diener aller sein....", solche zum Besipielt. Man hat dann gemerkt, das in der damaligen Zeit auch noch andere Dinge innerhalb der Gemeinden im Argen lagen, die materielle Versorgung von Menschen z. B. und hat dann Leute bestimmt sich vorrangug auch darum zu kümmern. Denke das macht auch heute nochSinn. Die grossen Kirchen haben das organisiert in Verbänden und Vereinen, Diakonien, weil eben in dieser Grösse keine anderen Moeglichkeiten gesehen wurden. Richtig und gut ist das, wie ich meine, immer noch.

      Bin aber sicher, dass hier noch einige Antworten kommen werden und freue mich vor allem, dass Ihr angefangen habt mitzudenken.

      Tommy

  9. Wie sinnlos es ist, durch emotionale Erpressung und Liebesentzug die (Leih)Arbeiter im 'Weinberg des Herrn' einzuschränken, zu begrenzen - das erkennt man an folgender Betrachtung>
    Welche „unausforschlichen“ Wege Gott geht, um sein Wort unter die Menschen zu verbreiten erkennen wir:
    Am Beispiel aus der Tierwelt - wie dort die nützlichen ‚Samen‘ von „Leiharbeitern“ verbreitet werden.
    Sofort erkennen wir auch da „die Wege Gottes“. Vielfach beschädigen die Tiere die Samen gar nicht, sondern helfen einfach bei der Verbreitung und Aufkeimung. Als Lohn werden die Tiere mit dem äußeren ‚Fruchtfleisch‘ belohnt, oder ihr Samen-Versteck finden sie nicht wieder, was den Samen keimen lässt.
    Selbst Insekten helfen bei der Bestäubung und Entstehung von Samen somit zur ‚Verbreitung‘ und erhalten einen ‚Lohn‘ in Form von Nektar.
    Betrachtet man die riesige Verbreitung der Bibel in vielen Sprachen, dann haben auch gewisse „Leiharbeiter“ Gottes dabei geholfen und ihren erwünschten Lohn dafür bekommen.
    Jesus sagte dazu: Ihr habt euren (Wunsch-)Lohn dahin.
    Für die wenigen Gläubigen, die auf dem rechten schmalen Weg des ewigen Lebens sind, wäre diese Arbeit nie allein zu schaffen gewesen.
     

  10. Schneeflocke@Störti und co

    Glücklich und etwas (naja, sehr... 😁😉🍷🍷) struselig fällt die Schneeflocke ins Haiabettchen und bedankt sich sehr bei dem überaus mega (echt, wirklich!!!!! ) gutem Gastgeber Störti.

    Ich hab dich und euch sooooooo lieb! Schön dass ihr da seid ❤️

    Sweet dreams und bis morgen in alter frische. 😴😍💗

    Euer Nessilein

    1. Erinnerung:

      Vor gefühlten 80 Jahren, mitten im Dezember... Ein neuer "K-dienst" hatte einen Artikel über Silvester, mit Hinweis dass man am 31. 12. nicht den Jahresausklang feiern dürfe, denn da würde ein ZJ dem Papst Sylvester (der mit y) huldigen, also babylonisch-heidnisch, o.s.ä.

      Wir Pärchens (Teens + Twens) hatten aber schon vereinbart gehabt, dass wir am 31. bei den K. das Jahr  ausklingen lassen. Fatal war auch, dass der 31. gerade auf einen Donnerstag fiel und da war "Dienstversammlung", wie das damals hieß. Abblasen wollten wir das Treffen nicht, wir mussten nur schlau sein. So vereinbarten wir jungen Leute, nach der Zusammenkunft verabschieden wir uns alle, um keinen Verdacht zu erregen, gehen in verschiedene Richtung und danach gehts zu den K.'s. Mein Versammlungsdiener (da gabs noch keine Aufseher) machte mit, der war mein Schwager. Um ca. 22 Uhr trafen wir uns dann in der Wohnung, konnten uns aber ein schadenfreudiges Grinsen nicht verhehlen. Es wurde auch fest getanzt und billiger Sekt getrunken, die Tanzbewegung und dieser Sprudel hatte Wirkung, mir wurde ziemlich schlecht bis ins neue Jahr hinein.

      Meine gedankliche Reaktion: das ist sicher die Strafe Jehovas~~~~~ ٩(͡๏̯͡๏)۶ 

      Übrigens, was macht ihr zu Silvester (der Tag mit i), feiert ihr Befreiten nun etwa gar den Papst Sylvester (mit y)?

      Ja? Oh ihr Bösen, schleeecht soll euch werden 😇😀😅🤣

      1. Oliver

        Ich begehe Weihnachten als Fest der Liebe untereinander mit Freude. Diese Stimmung ist unbezahlbar wundervoll und mit keinem Ersatz-Weihnachten der ZJ zu vergleichen. Und auch den Jahreswechsel Feier ich mit Raclette o.ä. und Raketen mit viel Spaß im Kreise bester Freunde. Und "Dinner dir one" im TV. Was sollte daran schlecht sein? An nicht vielen anderen Tagen im Jahr wird so gern gelacht, gefreut,geredet und geschlemmt. Klasse. Nichts schlimmes.ausser man sucht es zwingend😁

  11. Petrus111

    Liebe Freunde,

    jeder, der - wie auch immer - die JZ verlassen konnte - ob nun durch eigenen Entschluss oder durch Gemeinschaftsentzug oder durch die Feststellung des "Verlassens der Gemeinschaft", stellt eine große Gefahr für die Gemeinschaft dar. Warum ist das so?

    Wenn man freie Gedanken oder liberale Handlungen innerhalb der Gemeinschaft dulden würde, dann würde sich die Disziplin der Arbeitsbienen bald im Nichts auflösen. Davon aber lebt die WTG. Sie ernährt sich von den treuen loyalen Arbeitsbienen.

    Da das so ist, muss man solche Elemente zügig entfernen.

    Gleichzeitig gilt es aber auch, Informationen von außen zu verhindern. Wurde jemand exkommuniziert oder hat die Gemeinschaft verlassen, dann hat er aber freien Zugang zu Informationen von außen. Es gilt dringend, alle Kommunikationswege zwischen solchen Menschen in die Org abzuschneiden, weil sonst Informationen von außen in die Gemeinschaft eindringen könnten.

    Dies ist um so mehr der Fall, wenn es sich um Familienangehörige handelt. Man muss bedenken, dass vielfach große Familienclans auch einzelne Versammlungen dominieren: eine Vielzahl von Personen aus einer Familie - verwandt oder verschwägert, machen ein Drittel oder die Hälfte einer Versammlung aus. Wenn man nun in einem solchen "Netzwerk" jemanden dulden würde, der aus der Unfreiheit der Org gekommen ist und inzwischen gelernt hat, in einer pluralistischen Welt zurechtzukommen - der weiß, dass es nicht nur eine Wahrheit, sondern viele wahre Aspekte zu ein und derselben Sache gibt - das wäre eine Katastrophe für die Org.

    Es geht bei der Handhabung des Gemeinschaftsentzugs um soziale Erpressung - mit dem Hauptzweck, Informationskanäle nicht entstehen zu lassen.

    Innerhalb der Org sind sich alle einig: was draußen ist, ist unwahr, satanisch, weltlich, böse.

    Wenn nun jemand bei JZ war - nun dort nicht mehr ist - und gesund und munter weiter lebt, nicht drogensüchtig wird oder Selbstmord begeht, nicht an Aids stirbt, weiterhin privat und beruflich erfolgreich ist, nicht in Depressionen verfällt: und alle JZ können das sehen: das wäre ein fatales Vorbild, wird doch jedem, der bei JZ aussteigt, der baldige persönliche Untergang vorausgesagt.

    Kurios bei dem Video der WTG ist: die Mutter des Jungen überwindet ihre Trauer um den verlorenen Sohn, indem sie fleißig von Haus zu Haus geht, um Menschen von ihrer Religion abtrünnig zu machen. Was wäre denn, wenn alle, die so auf sie hören und "zu Jehova kommen", danach von ihren Angehörigen und Freunden genau so geächtet werden wie jemand, der JZ verlässt?

    Müsste sie nicht in ihrem "Predigtwerk" den Menschen erst mal erklären, dass es religiös konsequent wäre, dass man sodann seinen Freundeskreis und die Familie verliert, weil die denjenigen ächten werden? Nein, das braucht sie natürlich nicht zu tun, weil Menschen, die sich zu JZ bekehren, ohnehin ihren Freundeskreis und ihre Familie weitgehend aufgeben und diese Menschen ihrerseits nur noch als potentiell zu Bekehrende betrachten - und ansonsten als Teil von Satans Welt, der leider bald vernichtet wird.

    beste Grüße

    Petrus111

  12. Ella

    Lieber Bruder, liebe Mitleser,

    hab vielen Dank für die Darstellung dieses sehr effektiven und schmerzhaften Druckmittels, gerade durch nahestehende Menschen und Familienangehörige, eine Stelle, an der jeder Einzelne am empfindlichsten ist.

    Und ich habe mich gefragt, was sich in mir bei der Betrachtung des Artikels, dem eigenen Erleben im privaten Bereich und der Befreiung der Nachwehen aus dieser Nichtliebe , regt.

    Es ist neben Mitgefühl für all den unnötigen Schmerz, die Verzweifllung und vieles mehr an negativen Gefühlen, Trotz. Wieso?

    Ich kann sagen, dass ich Liebe leben kann...Dass ich die negativen Dinge ablegen konnte..dass ich keinen Groll auf den Verursacher hege, sondern Mitgefühl für sein Unvermögen und dass, was ihm angetan wurde...dass ich mich unschätzbar reich fühle und unvoreingenommen die lieben kann, die noch drin sind, die verblendet meinen, sie täten das, was Gott von ihnen erwartet...dass ich bereit bin jeden liebevoll aufzurichten, der am Boden liegt und Zweifel hat, sanft zuhöre, tröste und mir seinen Zorn anhöre, andere Blickwinkel aufzeige...dass ich mich still von jenen abwende, ohne ein weiteres Wort, die am Bösen festhalten und Zwietracht sähen, dass ich mich für die Liebe und Freude aktiv entscheide und verbreite, auch für mich selbst...

    Lieber Opa Klaus, ich reduziere mich nicht auf reines Guttun als Christsein, zu vielschichtig ist meine Wahrnehmung und mein Sein, aber die Liebe zu unserem Schöpfer und seinem Sohn durchdringt alles, prägt mein Denken und es zieht ein solches Handeln in Ausgewogenheit nach sich...

    Und bei allem Verständnis für die viel geäußerte Wut in einigen Kommentaren, möchte ich bewusst nicht daran teilhaben, denn es könnte den ein oder anderen bei solchen Verallgemeinerungen treffen, dem ich damit Unrecht tue und das möchte ich nicht. Tatsächlich kenne ich doch die Beweggründe eines jeden Einzelnen in der Org. nicht.

    Auf jeden Fall möchte ich noch allen hier ein bewusst Liebe fühlendes und verbreitendes Wochenende wünschen, frei von Groll und Hass, den Blick auf Gottes Herrlichkeit gerichtet, sich in seine Liebe kuscheln und mit dem offenen aufmerksamen Blick für alle Opfer von Nichtliebe, dass wir keinen übersehen mögen..

    Liebe Grüße von

    Ella

     

     

    1. Stachelbeere

      Liebe Ella,

      Du hast mir mit deinen Gedanken aus dem Herzen geschrieben. So viel Liebe, Mitgefühl und Verständnis sprechen aus deinen Worten. Danke dir vielmals dafür.

      Ich hege auch keinen Groll, keinen Zorn in mir und möchte mit aller Kraft gegen Verbitterung ankämpfen, machen diese Eigenschaften die Liebe und Freiheit unseres Herrn Jesus doch wieder zunichte!

      Manchmal habe ich so ein Ohnmachtsgefühl, eine Art Hilflosigkeit, das man den vielen lieben Brüdern nicht helfen kann. Das sie das Offensichtliche nicht sehen, nicht begreifen können oder wollen. Man muss mit ansehen wie viele zum Teil doch leiden oder einfach ohne nachzudenken biblisch falsch handeln. Sich selbst und auch andere geiseln, ohne das Gott oder Jesus das verlangt.

      Aber man kommt an die Allermeisten nicht heran, weil sofort abgeblockt wird, auch wenn man nur ganz sanft versucht einige "kritische" Gedanken oder Probleme anzusprechen. So muss ich lernen ganz viel Geduld zu haben und unseren beiden Höchsten völllig zu vertrauen, dass sie zur richtigen Zeit ihre Schafe zu sich ziehen, denn es geht bei ihnen kein Einziges verloren!!!

      Liebe Ella, fühl dich mal ganz innig umarmt und allen hier ein friedliches, entspanntes Wochenende.

      Stachelbeere

       

      1. RoKo

        Liebe Stachelbeere, ja, wir können oder müssen uns immer wieder im Glauben und im Vertrauen vor Augen halten, dieses Werk ist kein Menschenwerk. Ich finde darin die Beruhigung. Gott gebraucht seinen Sohn und die vielen Engel und seinen heiligen Geist. Und er gebraucht auch uns Menschen und auch viele "Weltmenschen" um sein Werk zu verrichten. Aber das Werk hängt nicht an uns allein.

        Mir kommt das Video in den Sinn, wo ein Bruder in Amerika auch aus dem richtigen Gedanken heraus als Gastredner seinen letzten Vortrag vor einer Versammlung hält und diese Dinge benennt. Und schwupp, drehen sie ihm das Mikrophon ab und verweisen ihn der Bühne. Sie wollen es nicht hören. Weiß nicht ob ich es schon mal geschickt habe. https://www.youtube.com/watch?v=6S2GLHp2i6Q  Krass.

        Die Zwickauer ESV Lok Fussballfans haben einen Slogan: Immer schön lok-er bleiben. Ist kein Orthographiefehler. LG RoKo

      2. Ella

        Liebe Stachelbeere,

        ja, eine Riesenlernaufgabe in Geduld und Vertrauen...so wie RoKo es, glaube ich, sagt..manchmal möchte man durchschütteln..

        Ich umarme Dich auch herzlich und wünsche Dir auch ein schönes, friedliches Wochenende.

        Ella

  13. Stephan

    Dann verweisen die Zeugens..  das doch selbst Jesus sagte er wäre gekommen um Kinder von den Eltern zu trennen oder andersherum. Wer größere Zuneigung .... Man kann eben mit der Schrift so gut wie alles belegen, entkräften oder bekräftigen. Es funktioniert bestens. Je nachdem wieviel Priorität ich den verschiedenen testen bei bemessen. Das belegen alleine die hunderte von verschiedenen christlichen Gruppierungen.

     

    1. Iris

      Lieber Stephan ,

      die ZJ sagen zwar , daß Jesus gekommen sei , um Kinder und Eltern oder umgekehrt zu trennen , und so ist es auch . Doch wie heißt es in Matt 10:37 ,, WerVater oder Mutter mehr liebt als mich ! der ist meiner nicht wert ; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich ! , der ist meiner nicht wert .(Schlachter )

      Haben ZJ größere Zuneigung zu Jesus ? JWOrg hat ihn beiseite geschoben und sich an seine Stelle gesetzt . In erster Linie haben ZJ Zuneigung zu JWOrg und zu Jehova !  Jesus spielt in ihrem Leben nur eine Nebenrolle .Darum sind sie auch wie Jesus selbst sagt , seiner nicht würdig .

      Aus diesem Grund , weil wir das erkannt haben , haben wir uns von Ihnen getrennt , weil unsere Liebe zu Jesus immer größer wurde . Daß sie uns deshalb verachten , sogar die eigenen Kinder , hat sehr weh getan . Wo wir doch jetzt erst Christen geworden sind .

      Unsere Kinder lieben wir immer noch , trotz allem und hoffen , daß sie eines Tages zur Besinnung kommen und so wie wir , auf die Stimme Jesu hören .

      Liebe Grüße

      Iris

      1. RoKo

        Selbiges Gespräch hatte ich vor genau einer Woche mit aktiven ZJ. Sie verstehen das nur nicht, kann man sich den Mund fusslig reden. Wir sprachen 1 Stunde. Sie haben eine Mauer vor sich. Die Mauer heißt Org. Als Aufgewachter kann man es ihnen nicht übel nehmen, weil man die Wortwahl von JW.org und die Verblendung genau kennt. Leider hat JW.org so eine magische Kraft, dass sie ihr nachrennen in der Meinung, dort Leben zu finden. Die Worte 'Vater der Lüge' und was das alles beinhaltet versteht man so besser den je. Und ich habe ihnen noch einmal Mat 10:32,33 nahe gelegt und das Wort bekennen definiert. Sich zu Jehova zu bekennen ist etwas anderes, eine andere gute Botschaft. Insbesondere wenn man aussagt Jehovas Organisation. Dieser Gott hat die Bibel schreiben lassen, und seinen Sohn dafür eingesetzt. Wer sich zu ihm bekennen will, nur über seinen Sohn. Schauen sie mit großen aufgerissenen Augen zurück und verstehen nicht wovon man spricht. Als ob man ausländisch quatscht. Und ich bin dann ja so und frage sie, versteht ihr mich? Oder spreche ich eine andere Sprache? Könnte man sie durchschütteln. LG RoKo

        1. Lieber RoKo,  Du schreibst:
          "Leider hat JW.org so eine magische Kraft, dass sie ihr nachrennen in der Meinung, dort Leben zu finden."
          Genau darüber habe ich mir in 40 Jahren viele Gedanken gemacht. Mein Resultat:
          Solches verhalten, solche magische Kraft kann ich mir nur als eine Art "SUCHT" erklären, die typisch den Verstand und die Vernunft aushebelt. Aber was soll solche "Sucht" sein?
          Adam & Eva waren die Ersten, die durch Satans Lug+Trug+Hirngespinste+Illusionen in einen "Wahn", in Gier, in falsche Hoffnungen gefangen, begehrlich, süchtig wurden. Dies Gefahr ist der Menschheit nie richtig bewusst geworden. Jede Generation hat die nächste zu dieser 'Sucht' erzogen, konditioniert, vererbt und kaum einer ist aufgewacht.
          Lieber RoKo und liebe Brüder & Schwestern, es hat viel Mühe gekostet, dahinter zu kommen.
          Also bitte verwerft meine ungewöhnlichen Gedanken nicht sofort. Stellt mir statt dessen lieber Fragen.

        2. Petrus111

          An Opa Klaus Prüter (es fehlte der Antwortbutton - daher an einen nächsten Beitrag rangeheftet):

          Wenn man sich Gedanken macht, wie es angehen kann, dass Leute 40 Jahre lang in der Org waren, bevor sie aufgewacht sind, dann meine ich, dass das wenig mit "einem suchtähnlichen Verhalten" zu tun hat.

          Wer in die Gemeinschaft hineingeboren wird und nach seiner Jugend dabei bleibt, der hat kaum Chancen, noch rauszukommen. Wer als Erwachsener bekehrt wird, hat zuallermeist ein Defizit, das JZ bei ihm bedienen. Heißt: so jemand ist aus irgendwelchen Gründen ein Außenseiter oder anderweitig gestört.

          Ich möchte behaupten: von denen, die sich auf diesem Forum bewegen, sind die Meisten:

          - als Kinder/Jugendliche in die Gemeinschaft gekommen - haben ihr Leben darin verbracht und waren in aller Aufrichtigkeit dabei - bis sie es irgendwie geschafft haben, die Lehren zu hinterfragen

          oder

          - als Erwachsene mit JZ in Berührung gekommen - lange Jahre als "Interessierte" dabei - schon ziemlich tief drin, aber nicht getauft - und dann wieder ausgestiegen, bevor es zu spät war.

          An dieser Stelle möchte ich - weil es gerade passt - noch was sagen:

          Der "normale" JZ ist ja kein schlimmer Mensch. JZ sind ehrlich, fleißig, aufrichtig, freundlich, achtsam. Das Problem sind nicht die einzelnen JZ, sondern das System der Org und das, was sie mit den Leuten anstellen. Wer gern unfrei sein möchte, gegängelt werden möchte, keine Orientierung hat und sich Fremdbestimmung wünscht, der ist bei JZ optimal aufgehoben.

          Nur wehe demjenigen, der sich das wünschte, bekommen hat und nun nicht mehr wünscht: der hat ein Problem.

          beste Grüße

          Petrus111

        3. RoKo an Opa Prüter

          Lieber Opa Klaus Prüter,

          denke da ähnlich. Ich nannte es kürzlich auch Gier, nur wenige Wochen her. Ich vermute dahinter den Drang, das "künftige" Leben (wie immer es aus sieht) unbedingt haben zu wollen, koste es was es wolle... Weißt Du so von der Herangehensweise. Das ist das Wertvollste, das muss man haben. Und dieser Drang ist für mich materialistisch bzw. dem gleichzusetzen. Und jetzt kommt noch etwas dazu. Mit jedem Besuch einer neuen Zusammenkunft wird dieser Wunsch* mehr geschürt und gefestigt. Jeder Vortrag ist so aufgebaut... Derweilen ist es doch dem Gläubigen ohnehin in Aussicht gestellt, der seine Emotion zügeln kann. Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung gemäß Gal 5:22 führen dazu. Nach meinem Kenntnisstand bedarf es nicht mehr. Der Glaube an Jesu Loskaufsopfer genügt. Und aus diesem Glauben entspringt innere Ruhe, Besonnenheit, Genügsamkeit und dann damit automatisch verbunden auch entsprechende Werke. Einfach aus Zuneigung und einem fröhlichem Herzenszustand heraus. Nicht weil man etwas machen muss. Ein völlig anderes Level.

          Der Drang, die Gier zum Leben in der neuen Welt, dieses Leben haben zu wollen geht parallel einher mit der Warnung 1. Tim 6:9,10
          9 Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang versenken. 
          10 Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. 

          Ich denke, bei den ZJ will keiner reich werden mit übermäßig viel Geld, was man so als materialistisch beschreibt. Geldliebe haben sie im allgemeinen nicht. Ein paar wenige vielleicht, auch Ansehen und Macht. Aber, sie haben als Großteil einen sehr starken Drang entwickelt, das Leben zu erhaschen, und das ist bei ihnen die "Wurzel alles Bösen, sie sind damit vom Vertrauen in den Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt." Sie hören ständig von der Bühne, so wie du lebst sieht es schlecht aus... du musst mehr tun, mehr Dienststunden, mehr Opfer, mehr Vorrechte nachjagen, mehr mehr mehr... Als wäre Gott käuflich. Und wenn sie Jahre und Jahrzehnte solch Opfer gebracht haben, erwarten sie förmlich die Rettung. Deshalb hegen sie vielleicht den Gedanken, jetzt zurück? Jetzt aufgeben? Nie.

          Wer steckt dahinter? Ich habe oben ein * eingefügt. Der innige Wunsch zum ewigen Leben wird meiner Beobachtung extrem überbetont und kann nur teuflichen Ursprungs sein. Und weil dieser Wunsch bei einem ZJ so extrem ausgeprägt ist, ist heute alles schlecht. Das Leben so grausam, die Welt so böse, das Leid so groß, die Gesundheit so arg und man hofft und erwartet jeden Tag Harmagedon, weil dann alles besser wird. Und die paar wenige, die da cool an die Sache herangehen, nicht diesem Hulk nachjagen, die ausgeglichen leben, sind die, die sie als lau bezeichnen, die Randfiguren. Was nur 3 Stunden Predigtdienst? Im ganzen Monat mit 720 Stunden? Ist dir das künftige Leben nicht mehr wert? Geh hin- nächsten Monat besser machen! Und sie traben los und kommen aus diesem Teufelskreis nicht heraus.

          Kann man so sagen oder? LG RoKo

    2. Lieber Stephan, notwendige "Trennlinien" findet man überall im Zusammenleben und in der Natur.  Ohne solche gäbe es Stillstand und Chaos. Leider zieht der Mensch und Organisationen auch falsche, schädliche Trennlinien mit gefälschter Berufung auf die Bibel. Bibelkenner lassen sich von Fälschungen  aber nicht hinters Licht führen. Ja, ja, die Bibel ist ganz schön DICK und man muss schon sehr großes Interesse an Gott, dem Schöpfer haben, um sich Bibelkenntnisse "anzutun". Einige Scheiber hier tun sich das tatsächlich an und ihr Bild von den Aussagen der Bibel wird immer klarer. Dann 'trennen' sie sich von vielen althergebrachten Ideologien, Falschinterpretationen und Organisationen/Gemeinschaften. Aber in das Extrem der JW.ORG fallen sie deshalb nicht. Da gibt es auch noch die Gegenseite, die 'trennt' sich ganz alleine selbst von den zwei Höchsten und von denen, die Liebe zu unseren zwei Höchsten haben. 
      Dazu Lk 22,31 Der Herr aber sprach: Simon, Simon! Siehe, der Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen.   Da meinen doch einige, ausgerechnet der Satan würde die 'Schlechten' entfernen!  Au weia!

      1. Wildblume@alle

        Hallo, ihr Lieben

        Ich lese mich gerade hier und auf Bruderinfo-de. ein und fühle mich manchmal gelinde gesagt, überfordert. Es versetzt mich bei einigen Punkten sogar in richtige Angst, weil ich nicht mehr weiß was unten und oben ist und was mein himmlischer Vater von mir will. Ich habe begonnen, die Bibel ohne Org Brille zu lesen, nicht die NWÜ, eher die Neue Genfer oder die Schlachter2000. Richtig Angst (ja ich weiß....) macht mir Eure Ansicht über das Einnehmen der Abendmahlsymbole und das Anbeten Jesu Christi. Bitte begründet mir dies jetzt nicht. Es ist so, dass mir das Abendmahl so heilig ist,  und wichtig,  dass ich es niemals versäumt habe, auch wenn ich selten in der Versammlung war. Und was das Gebet betrifft, ich bin mir nicht sicher....Den Zorn des himmlischen Vaters kann man wohl so oder andersherum hervorrufen.... Wie habt Ihr diese Unsicherheiten gemeistert. Will ich gerade zu viel und bin ich zu ungeduldig? Die Furcht, ihm nicht wohlgefällig zu sein ist schrecklich für mich....der Arm der Org.  ist lang....

        Es grüßt die vollkommen verunsicherte

        Wildblume

        1. Petrus111

          Liebe Wildblume,

          Du solltest nicht verunsichert sein. Was schert Dich die Auffassung von anderen Menschen? Mach Dir selbst ein Bild - Gott ist bei Dir. Du liest die Bibel  - also Gottes Wort. Gott spricht zu Dir. Gott ist für Dich da - Du bist sein Geschöpf. Er ist für Dich da, nicht Du für ihn. Du machst nichts falsch, auch wenn Du irrst. Gott vergibt, denn er weiß, dass alle Menschen irren. Niemand hat die alleinige und allumfassende Wahrheit.

          Zum Thema Abendmahl: die Vorgehensweise der JZ fusst auf der Annahme, dass nur die 144.000 die Symbole nehmen dürfen - alle anderen müssen zusehen. ABER: sie müssen auch zusehen - sie dürfen nicht fernbleiben.
          Frage Dich folgendes:

          es waren die ersten Christen... sie feierten das Abendmahl - und zwar können wir der Bibel keinesfalls entnehmen, dass sie dies nur ein mal im Jahr taten. Sie begingen das Abendmahl ständig miteinander. Wäre es anders, so würde dies in der Bibel sicher genauer dargestellt - eben dieser neue "christliche Feiertag". Ist aber nicht so - das Abendmahl als christliches Ritual - zum Gedenken an die Erlösung durch Jesus Christus - ist zu Recht Teil einer jeden christlichen Liturgie.

          Nun nimm die Lehre von den 2 Klassen - eine himmlische und eine irdische. Und nimm die letzten 2000 Jahre. Ab wann haben Christen zu Unrecht die Symbole beim Abendmahl genommen - ab wann waren die ersten Christen nicht mehr zu den 144.000 gehörend? Diese Zahl war auch im alten römischen Weltreich schnell erreicht... und ab diesem Zeitpunkt haben die allermeisten Menschen - 2000 Jahre lang - das Abendmahl falsch gefeiert?!?!

          Aha - und JZ haben dann im 20. Jahrhundert entdeckt, dass einige wenige von ihnen zu den 144.000 gehören - und die restlichen aber nicht... - und wie war es denn von 100 nach Christi bis 1900 nach Christi? Wie viele Menschen gehörten denn in diesen 1800 Jahren zu den Richtern, die mit Christus regieren werden?!

          Die Theologie der JZ ist blanker Unsinn - vergiss das bitte.

          Das Abendmahl - mit dem Essen von Brot und Wein - ist ein christliches Ritual für alle Christen, die das im Rahmen der Anbetung jederzeit tun sollen, können und dürfen. Wer es nur ein mal im Jahr tun will: bitte schön - nicht falsch - aber auch nicht richtiger als die, die es öfter tun.

          Die Lehre von den 2 Klassen - und von den buchstäblichen "144.000" ist ebenfalls theologischer Unsinn.

          Zum Thema: Anbetung; Gott Vater ("Jehova"), Gott Sohn und dem Heiligen Geist:

          Gott offenbart sich jedem Menschen anders - aber Gott hat sich durch seinen Sohn auf jeden Fall offenbart und er hat seinem Sohn alles übergeben.

          Auch da macht man nichts falsch - wenn man aufrichtig glaubt.

          Hier meine Frage: warum nennen sich Christen "Christen" und warum nennen sich "Jehovas Zeugen" so - und wer liegt wohl in seiner Gottvorstellung richtiger?

          JZ behaupten, Christen zu sein und machen Christus ständig klein und die Org machen sie groß.

          Nochmal: sei nicht nervös, hab keine Angst - JZ sind eine theologische Randerscheinung mit vielen Sonderlehren. Nur, wer drinsteckt, hat ein echtes Problem. Wer einmal draußen ist, hat vielleicht eine Menge sonstiger Probleme, aber JZ sind wirklich kein Problem, völlig unbedeutend - und ihre Lehren sollten einem keine Angst mehr machen.

          beste Grüße

          Petrus111

        2. Ella

          Liebe Wildblume,

          Dein momentaner ängstlicher Zustand ist doch nachvollziehbar. Es tut sich gerade der Boden unter Deinen Füßen auf. Dir wurde über lange Zeit die Wahrnehmung verdreht, also ist es normal, dass Du nicht mehr weißt, was Du denken oder glauben darfst.

          Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du Angst, etwas Wichtiges falsch zu machen und deshalb nicht in der Liebe unseres Schöpfers zu sein.

          Mein ganz persönlicher erster Ansatz war mich zu fragen, ob ich, wie mir von vielerlei Menschen vermittelt wurde, etwas für die Liebe meines Schöpfers tun muss oder er mich ersteinmal so liebt, wie ich bin, mit allen Schwächen, allem Nichtwissen und allen Ängsten, die in mir sind.

          Auch habe ich mir bei seiner Größe, Intelligenz, Wissen, Herrlichkeit gesagt, dass er vermutlich mehr über mich weiss, als ich selbst und er mich trotzdem liebt, ja er ist Liebe, eine Energie, die die Größte im Universum ist.

          Er sieht Deine Angst, Deine Verwirrheit, Deine Sorge, Ihm nicht zu gefallen, Deine Zweifel, Deine Wut, Deine Schuldgefühle...und alles hat seine Berechtigung, denn es ist ja ersteinmal in Dir.

          Nächtelang, viele Wochen, die ich nicht schlafen konnte, habe ich ihm alles vorgetragen, was in mir ist, so ehrlich, wie ich es selbst sehen konnte. Und auch wenn ich zwischendurch etwas Frieden und Erleichterung gefunden habe, dauerte es Monate, bis ich das neue Wissen des Kopfes, zum erstenmal in mir fühlen konnte, ein ganz kleines Flackern.Bei Dir mag es sich ganz anders verhalten .Du machst einen Entzug durch, entgiftest Dich, das braucht Zeit. Mit jedem falschen Denken über Dich, welches Du loslassen kannst, schaffst Du Raum für diese Liebe.

          Bibellesen und Bewusstseinsarbeit gehen Hand in Hand.

          Und Jesus sagt, zeigt, wie es geht, aber in Deinem Tempo.

          Wie mutig, dass Du Dich diesem neuen Weg stellst. Lass Dich kurz halten, bis die Angst etwas weicht und lass Dir sagen, dass es sich lohnt, weiterzugehen, Dein Gepäck wird leichter werden und Du wirst Dich erfrischter fühlen können, lebensfroher.

          Ich wünsche Dir von Herzen eine ruhige und erholsame Nacht.

          Meine ungelenke Ausdrucksweise mögest Du mir nachsehen.

          Ganz lieben Gruß

          Ella

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

        3. Omma@Wildblume

          Liebe Wildblume,

          oh, wie gut ich deine Gefühle kenne!!!  Bevor ich näher auf meine Gefühle eingehe, möchte ich dir einige Bibeltexte zeigen, Jesus hatte seine Jünger auf viele Dinge hingewiesen, denn bald würde er nicht mehr bei ihnen sein.  Dann sagte er aber ......

          Johannes 16:12   (Hoffnung für alle)
          12 Ich hätte euch noch viel mehr zu sagen, doch jetzt würde es euch überfordern.

          Ja, viele Dinge verstanden sie einfach noch nicht.  Wenn du die Evangelien liest, wirst du erkennen, was ihnen alles noch rätselhaft blieb, dennoch hatte Jesus viel Geduld mit ihnen, machte ihnen aber auch Mut ....

          Johannes 14:26+27   (NGÜ)

          26Der Helfer, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles ´Weitere` lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
          27Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Lasst euch durch nichts ´in eurem Glauben` erschüttern, und lasst euch nicht entmutigen!

          Ja, liebe Wildblume, so möchte auch ich dir ans Herz legen: Überfordere dich nicht!

          Du schreibst: "Ich habe begonnen, die Bibel ohne Org Brille zu lesen, nicht die NWÜ, eher die Neue Genfer oder die Schlachter2000."  Dafür möchte ich dich von Herzen loben!!!  Du hast den richtigen Weg eingeschlagen, mach weiter so.  Bitte auch immer wieder um den Heiligen Geist, und lasse dich von unseren Beiden Höchsten an die Hand nehmen, dann gehe Schritt für Schritt mit ihnen.  🙂

          Ich weiß jetzt nicht, ob es dich tröstet, aber manche Dinge begreife ich bis jetzt noch nicht, da habe ich einfach einen "Knoten" im Gehirn.  Dann denke ich an ....

          1. Korinther 13:12   (Schlachter 2000)

          12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

          Ich möchte dir anbieten, mir zu schreiben, dann kann ich noch offener reden, meine Mailadresse ist      wegsucher51@web.de     Vielleicht können wir auch mal telefonieren???  Wenn du mir schreibst, kann ich dir auch meine Telefonnummer geben.

          Ich würde mich riesig freuen, wenn ich von dir hören oder lesen könnte.

          Ganz liebe Grüße senden dir die Omma und ihr Oppa

           

        4. Boas

          Meine kleine Wildblume,

          was ich vergaß zu schreiben, wir sind bereits mehrere Jahrzehnte aufgewacht. Erwachet. Haben Jahrzehnte lang eigenständig die Bibel untersucht ohne die bibelklärenden Schriften der WTG. So einen Weg kann man nicht innerhalb weniger Stunden bewältigen. Das ist ganz normal. Deine Reaktion ist ganz normal.

          Und wenn Du willst, nimmt Dich bestimmt hier jemand liebevoll bei der Hand und erklärt Dir, was Du momentan noch nicht verstehen kannst. Und alleine Du wirst entscheiden, welche Erklärung für Dich mehr Sinn macht. Hier wird niemand zu etwas gezwungen. Es ist ein schlendern Hand in Hand, Arm in Arm. Sanft und ohne Zeitdruck.

          Das ist der Unterschied zwischen ZJ und uns. Wir üben keinen Druck aus. Und ob Du momentan noch Fehler machst? Die mache ich auch!!! Ob ich alles verstehe? NEIN!!! Hat mich Jehova oder Jesus deswegen verworfen? Das spüre ich ganz anders. Wenn ich oder Du perfekt wärst, so bräuchten wir das Loskaufsopfer Jesu nicht.

          Schlaf gut heute Nacht. Bei mir wird die Nacht bestimmt 4 - 5 Mal Unterbrochen sein. Aber Du, Träume von der wunderbaren Liebe, die Vater und Sohn dir geschenkt haben. Wie sehr sie Dich lieben. Trotz all Deinen Fehlern und Unwissenheit. Fühle Dich geborgen und beschützt. Ich bete heute für Dein Seelenfrieden. Und das werden bestimmt auch viele Andere hier tun.

          So wie ich die Gebete Vieler hier für mich spüre, die mir Kraft geben, so wirst auch Du die Gebete für Dich spüren können. Denn das Gebet eines Gläubigen hat große Kraft...

        5. Iris

          Liebe Wildblume ,

          wir sind durch unsere Tochter und ihrem Mann aufmerksam gemacht worden , daß verschiedene biblische Lehren bei den ZJ falsch sind . Unsere Tochter hat glücklicherweise nicht lockergelassen und uns immer mit Schriftstellen ,, gefüttert ", so daß ich mich damit beschäftigen mußte . Ich kann dich gut verstehen , mit diesen Gefühlen der Verunsicherung haben wir auch kämpfen müssen . Anfangs waren auch wir unsicher , ob das , was wir vorhaben , nämlich JWOrg zu verlassen , richtig ist . Wenn man vierzig Jahre fest überzeugt ist , daß man die einzig richtige Religion hat , fällt man buchstäblich aus allen Wolken , wenn dann Dinge ans Licht kommen , die unvereinbar sind mit einem christlichen Leben .

          Der Kindesmißbrauch hat mich am meisten geschockt . Ich dachte , so etwas gibt es doch nicht bei uns ! Wir sind doch alle gründlich anhand der Bibel belehrt worden ! So etwas macht doch kein wahrer Christ ! Dann haben wir angefangen in verschiedenen Übersetzungen zu forschen , weil wir uns selbst beweisen wollten , daß der Weg , den wir gehen , richtig ist . Leider kannten wir zu der Zeit BI noch nicht . Bestimmt hätte uns das auch geholfen .

          Eine große Hilfe war uns das Buch von Raymund Franz ,, Der Gewissenskonflikt " . Er war bis 1980 Mitglied der leitenden Körperschaft . Mein Mann hatte beim Lesen immer zum Vergleich die NWÜ dabei , um nachzuprüfen , daß es stimmt , was Br. Franz schreibt . Und es stimmte alles was er sagte . Mein Mann hat das Buch , wie man so sagt , verschlungen , so spannend war es und hat mir immer wieder ganz begeistert verschiedene Passagen vorgelesen .

          Später haben wir uns hier auf BI austauschen können und haben viele liebe Kommentare und Ermunterungen von allen Lieben hier erhalten . Seitdem ist es das Erste was ich morgens mache , Kommentare lesen und sich freuen , wenn wieder ein verlorenes Schaf hierher gefunden hat , so wie du .

          Ich wünsche dir noch Herzensfrieden und Ruhe . Du bist auf den richtigen Weg und brauchst keine Angst mehr haben . Was kann dir ein Mensch antun ,wenn du auf Gott vertraust ?

          Liebe Grüße

          Iris

           

  14. Horst

    Zum Video der WTG:

    Die Machwerke der seelischen Grausamkeiten werden immer perfider. Seit sich die 1975-Hysterie als ein unerfülltes Endzeit-Druckmittel erwiesen hat, konzentriert sich die "Bibelforschung" dieser Religionsgemeinschaft nur noch auf "emotionale Erpressung", wie es der "Bruder"-Artikel beschreibt. Leider kann man nur als "Ehemaliger" und nicht als Aussenstehender ermessen, wie schlimm, wie exzentrisch, wie grausam und wie unmenschlich die Mitglieder unter der Tünche angeblichen "Christentums" und der Verhöhnung des Gottesbegriffes geknechtet und verhöhnt werden. Das Christentum reduziert auf die tödliche Verachtung von Menschen, die sich von der willkürlichen, selbstverherrlichenden Eigenlegitimation von 7 Männern als "Sprachrohr Gottes" und deren inzwischen jahrhundertealten Lügenverbreitung abwenden, und das auf die schlimmste Art: Unter Blutsverwandten , also Kindern. Eltern, Grosseltern, Enkel.

    Keine andere Religion der Welt bringt diese unvorstellbare Menschenverachtung zustande.

  15. Treuer Zeuge

    Hallo Bi warum wird mein Nickname Treuer Zeuge hier missbraucht?

    1. Benkenobi

      Musst du doch selbst wissen warum du ihn hier missbraucht!

  16. Lusan

    Warum verklagt niemand die WTG wegen Körperverletzung. Die Unversehrtheit wird im Grundgesetz jedem Bürger zugesichert wird.

    1. Sergio Calabrese

      Nur ‚körperlich‘ wird zugesichert. Und da haben die Zeugen sich ja etwas gewandelt.  Zum Beispiel ist die „Rute der Zucht“  mittlerweile ja eine gewaltfreie Erziehung... und Ungläubige töten soll man auch nicht - gab allen Ernstes sogar einen Artikel darüber 🙂

      1. lusan

        Artikel 1 GG Deutschland

         

        (1) 1Die Würde des Menschen ist unantastbar. 2Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

        1. Bernhard Schüler

          @ lusan

          Das was im Grundgesetz steht, steht, mit anderen Worten auch in der Bibel. Wer sich am Grundgesetz orientiert, verhält sich also christlich.

          Nur zwischen Gesetz und praktischer Anwendung besteht eine große Diskrepanz.

          Liebe Grüße von Bernhard

      2. Fox

        Guten Abend Sergio Calabrese,

        früher gab es einen eigenständigen Strafparagraphen der "Seelische Grausamkeit" hieß. Wegen der teils sehr gravierenden Folgen und der Vereinfachung des Strafrechts wurde er in der "Körperverletzung" integriert. Dazu heißt es im §223 StGB: "Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

        Dennoch wird eine Strafverfolgungsbehörde in einem solchen Fall nicht aktiv, wenn es um einen Gemeinschaftsentzug geht, es sei denn, Minderjährige würden dadurch betroffen sein. Da Minderjährige nicht antragsberechtigt sind (Körperverletzung ist ein Antragsdelikt) wird die Polizei das Jugendamt einschalten. Ob dann eine Fremdunterbringung vorgenommen wird und ob diese tatsächlich gewünscht würde ist eine ganz andere Sache, denn die seit dem 6. Monat des Heranwachsens im Mutterleib ist ein Kind hörfähig und hat somit seit diesem Zeitpunkt den verqueren Mist ureigenster Zeugengesetze mitbekommen. Was natürlich auch bei jungen Menschen mit Angst- und Schuldgefühlen einher geht.

        Von mündigen Erwachsenen darf erwartet werden, dass sie im Interesse und der Verantwortung für ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit agieren und somit froh sind, wenn eine Religion, mit deren Ziele man nicht mehr übereinstimmt, die Konsequenzen zieht. Der Staat darf auch bei religiöser Selbstverletzung nicht strafverfolgend eingreifen. Bei Gefahr für Leib und Leben wird der Betreffende einer Klinik zugeführt. Der Staat hat die freie Religionsausübung gewährt und damit Art. 1 und 4 ausdrücklich genügt.  Also: Art. 1 GG bleibt unberührt von der Ausübung der Religion, bzw. erfüllt sich durch den Gemeinschaftsentzug, denn der Betreffende hat eingewilligt, sich diesen Regeln zu unterwerfen und war sich deren Bedeutung bewusst. Damit greift auch § 228 StGB nicht mehr. Soweit zu den juristischen Fakten einen Gemeinschaftsentzug betreffend. Es ist kein strafbewehrter Verstoß, da es unter Religionsrecht fällt.

  17.  
    Die JW.ORG geht mit ihrer Gemeinschaftsentzugspraxis zu weit über die Bibel hinaus.
     
    Bereits IN Eden hat Gott wohl eine Feindschaft, Trennung  zwischen zwei Fronten angekündigt.
    Jesus hat solche Feindschaft, Trennung weiterhin bestätigt.
     
    In Offb. wird mit der Mauer des Neuen Jerusalems die Lösung solcher Trennung angezeigt.
    Die Lösung, das Verfahren seitens der JW.ORG weicht davon erheblich ab mit einer Initiation.   
    Bibelkenner werden sofort diesen Unterschied erkennen. So darf ich mir ein längeres Referat ersparen.

    1. Horst

      Prima Opa Klaus. Ich meine das Ersparen eines längeren Referates....

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