„Wohin sollen wir gehen?“

In den Gesprächen, in denen ich auf das Verhalten der WTG anspielte, tauchte mitunter die Frage auf: „Und wohin sollen wir gehen? Das ist doch die Wahrheit!“ Und dann merkte ich, wie fest diese Menschen in ihrem Denken gefangen waren, denn sie kamen nicht auf den Gedanken, dieselbe Antwort zu geben, die Petrus gab, weil er keine andere Adresse hatte, als die von Jesus Christus. Er sagte ja: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast doch die Worte des ewigen Lebens!“. (Joh. 6:68)

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Mag ich nicht (17)

Erwacht, um den Tag zu sehen

Nun bin ich aufgewacht. Der lange Traum ist ausgeträumt, vorbei, aber nicht vergessen. Er hat mich lange beschäftigt, denn er war ein Teil meines Lebens geworden. Jetzt habe ich dieses vom Traum bestimmte Leben beendet, ohne mein Christsein aufzugeben.

Um welchen Traum geht es? Es geht um den Traum von der „einzig wahren Religion“. Er begann für mich, als ich noch jung, unerfahren und arglos war. Da hatte ich mich den Zeugen Jehovas angeschlossen, aus Überzeugung und mit Aufrichtigkeit.

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Mag ich nicht (27)

Der Wert des eigenen Gewissens in der Wachtturm-Organisation

„Nein! Das ist keine Gewissensfrage!“ Mit diesen scharfen Worten wollte man einen Bruder dazu zwingen, die Verkündigerdienstkarte der Organisation zu unterschreiben. Wochenlang redete man auf ihn ein. Ein regelrechtes Mobbing war die Folge seiner Weigerung. Eines Tages sah ich mich gezwungen, mich für diesen Bruder einzusetzen. Ich schrieb einen langen Brief an das Zweigkomitee nach Selters und verteidigte die Gewissensfreiheit meines Bruders. Der Präsident des deutschen Zweiges sagte zwar nach Monaten, dass es sich um eine Gewissensfrage handele (!), aber man nahm die Einschränkungen nicht zurück, die man dem Bruder auferlegt hatte! So war er gezwungen, das Bethel zu verlassen.

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Mag ich nicht (119)

Ein Plädoyer für Michal

“Michal” ein warnendes Beispiel für schlechte Ehefrauen?

Wenn man den Eintrag im Buch Einsichten über die heilige Schrift unter dem Stichwort „Michal“ liest, ist man vielleicht befremdet. Denn dort liest man, dass sie wegen einer Respektlosigkeit gegenüber David von ihm bestraft wurde und vermutlich deshalb kinderlos starb. In verschiedenen WT-Artikeln wird der Ton dann schon deutlicher, denn hier wird Michal durchweg als warnendes schlechtes Beispiel für Ehefrauen hingestellt, die es am nötigen Respekt gegenüber ihren Männern fehlen lassen. Ein Zitat mag genügen, um dieses negative Bild Michals in der Wachtturm-Literatur zu belegen:

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Mag ich nicht (66)

Die WTG und ihr gestörtes Verhältnis zur Kritik

Kann berechtigte Kritik böse sein?              Eine schwierige Mission

                                                                        König David hatte schwer gesündigt. Im Rausch verbotener sexueller Begierde nahm er sich die Frau eines anderen Mannes und ließ den Mann im Krieg töten. Und er dachte sich nichts dabei, bis der Prophet Nathan zu ihm kommen musste. Nathan wusste, zu wem er ging! Ein König, der vor einem Mord nicht zurückgeschreckt war, konnte leicht einen zweiten Mord befehlen. Nathan ging trotzdem und versuchte, die Botschaft Gottes zu überbringen. Mit einem Gleichnis machte er das Problem Davids deutlich und sagte zum König: „Du hast Urija, den Hethiter, mit dem Schwert erschlagen, und dann hast du dir seine Frau genommen!“ Ob Nathan wusste, wie David darauf reagieren würde?

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Mag ich nicht (92)