„Warum wir das Abendmahl feiern“

Gedanken zum WT-Artikel (15.1.15)   Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich“ – 1. Kor. 11:24

Von Meleti Vivlon, Beoroean Pickets

Abendmahl.001Ein angemessenerer Titel für den Wachtturm-Studienartikel dieser Woche wäre „Wie wir das Abendmahl des Herrn feiern“. Das „warum“ wird im ersten Absatz des Artikels beantwortet. Danach ist der Artikel darauf ausgerichtet, 8 Millionen Zeugen Jehovas anzuweisen, wie das Abendmahl zu feiern sei. Diese Anweisungen können in einem Satz zusammengefasst werden: Jehovas Zeugen feiern das Abendmahl des Herrn, indem sie das Abendmahl des Herrn beobachten.

Das ist kein Humbug. Der Satz macht absolut Sinn, wenn man die zwei Bedeutungen des Verbs „to observe“ (feiern/beobachten) betrachtet:

  1. beachten, würdigen, teilnehmen (ein Fest, Jubiläum, etc.) durch entsprechende Riten; durchführen, halten, feiern (Feier, Ritus, etc.)
  2. beobachten, etwas bemerken, etwas wahrnehmen, sehen

Jehovas Zeugen sind unterwiesen, am Abendmahl nicht teilzunehmen (im Sinne, eine Zeremonie oder geziemende Riten durchzuführen, z.B. von den Symbolen zu nehmen), sondern einfach nur zu beobachten (im Sinne von beobachten, bemerken, wahrnehmen, sehen).

Kurz gesagt ist das alles, worum es im Artikel geht. Aber ist es auch richtig? Ist es wirklich das, was Jesus möchte, was wir tun sollen, wenn wir am 3. April 2015 zusammenkommen, um uns an seinen Tod zu erinnern?

Warum wir das Abendmahl Feiern

Doch zurück zum „Warum“, damit wir beim Titel des Artikels bleiben. Der Text zum Thema kommt aus 1. Kor. 11:24. Allerdings sind es viel mehr Verse aus diesem Kapitel, auf die man Bezug nimmt und zitiert. Hier sind sie:

20 Wenn ihr also an e i n e m Ort zusammenkommt, ist es nicht möglich, das Abendmahl des Herrn zu essen. 21 Denn wenn ihr [es] eßt, nimmt jeder zuvor sein eigenes Abendessen ein, so daß einer hungrig ist, ein anderer aber ist betrunken. 22 Habt ihr denn nicht Häuser, um [dort] zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht. 23 Denn ich habe das vom Herrn empfangen, was ich euch auch übermittelt habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert werden sollte, ein Brot nahm, 24 und nachdem er Dank gesagt hatte, brach er es und sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der für euch ist. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 25 Ebenso tat er auch in Bezug auf den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes. Tut dies immer wieder, sooft ihr ihn trinkt, zur Erinnerung an mich.“ 26 Denn sooft ihr dieses Brot eßt und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn, bis er gekommen ist. 27 Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in Bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. 28 Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. 30 Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. 32 Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden. 33 Darum, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um [es] zu essen, so wartet aufeinander. 34 Ist jemand hungrig, so esse er zu Hause, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Die übrigen Dinge aber will ich in Ordnung bringen, wenn ich dorthin komme.“ (1. Kor. 11:30-34)

Der Grund, warum Vers 26 in der Farbe Grau abgebildet ist, ist, dass es der einzige Vers im ganzen Artikel ist, auf den nicht Bezug genommen wird. Das ist besonders seltsam, weil es der einzige Vers ist, der die Frage beantwortet, die im Titel des Artikels gestellt wird.

Frage: Warum feiern wir das Abendmahl des Herrn?

Antwort: Um ihn zu verkündigen, bis er gekommen ist.

Konzentrieren wir uns auf den Vers 24, der sagt, dass wir zum Gedenken feiern. Du kannst gedenken, ohne irgendetwas zu tun, aber du kannst nichts verkünden, ohne etwas zu tun. Gedenken passt sehr gut zu einer stillen Menge, zu passiven Beobachtern. Für eine Organisation jedoch, die Predigen und Verkündigen auf das höchste Podest stellt, muss es dem unbedarften Betrachter merkwürdig erscheinen, dass wir die Gelegenheit versäumen, dies zum zentralen Mittelpunkt des Gedächtnismahls zu machen.

Trotzdem ist es überhaupt nicht verwunderlich. Wenn wir den Vers 26 betrachten, dann müssen wir uns einigen unbequemen Fragen stellen. Selbst Vers 24 wirft Fragen auf, wenn wir alles lesen und nicht nur den Wortlaut „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ Wie ihr sehen könnt, erscheint dieser Wortlaut zweimal, einmal im Vers 23 und wieder in Vers 24. Jedes Mal, wenn Jesus die Symbole reicht, sagt er das. Während seine Apostel das Brot aßen und Wein tranken, sagte Jesus „Tut dies immer wieder…“. Dann im Vers 26 verdeutlicht Paulus den Zweck. Das Essen des Brotes und das Trinken des Weins kommt einer öffentlichen Verkündigung gleich, dass der Herr vor seiner öffentlichen Erscheinung bei seiner Wiederkunft lebt.

Tut dies! Tut dies! Hier steht nichts von einer Gruppe, die abseits steht und schweigend beobachtet und sich von jeder Form der Teilnahme zurückhält.

Warum also widerspricht der Artikel diesem Gedanken?

Worauf deuten die Beweise?

Laut der Leitenden Körperschaft benötigen Christen irgendeinen klaren Beweis, dass sie teilnehmen sollten. Abgesehen davon werden sie nur aufgefordert, dabei zu sein und zu beobachten.

Sind wir Gott und seinem Sohn nicht sehr dankbar dafür? Dann werden wir bei der Feier zum Gedenken an Jesu Tod bestimmt anwesend sein und so dem Gebot folgen: ‚Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.‘“ – Abs. 5

„Kein Diener Jehovas und treuer Nachfolger Jesu würde von den Symbolen nehmen, wenn er oder sie in Wirklichkeit keinen eindeutigen Beweis hat, gesalbt zu sein. So jemand würde sonst Jesu Opfer respektlos behandeln.“ Abs. 13

Was wäre der Beweis? Wo ist die Anweisung an Christen, was sie tun müssen, wenn sie diesen Beweis nicht haben?

Es gibt noch eine viele ernstere Frage zu betrachten. Jesus gab seinen Jüngern das Gebot: „Tut dies immer wieder.“ Er sagte nichts davon als stiller Beobachter dabei zu sein. Er sprach vom Teilnehmen am Brot und Wein. Also, wenn wir nicht teilnehmen, sind wir Jesus ungehorsam. Ungehorsam gegenüber unserem Herrn ist das Todesurteil. Um auf der sicheren Seite zu sein, brauchen wir tatsächlich ein Verbot, nicht wahr? Wir brauchen etwas, das wirklich von unserem Herrn ist und uns anweist nicht teilzunehmen, wenn wir bestimmte Kriterien nicht erfüllen oder wenn wir zu einer anderen Klasse von Christen gehören. Wo finden wir eine solche Anweisung? Es wird sicher nicht ausreichen wenn wir am Gerichtstag sagen: „Herr, ich hab dir nicht gehorcht, weil diese Männer mir sagten, es nicht zu tun.“ Die Ausrede „Ich habe nur Befehle befolgt“ wird uns nicht helfen.

Also nochmals, welch „eindeutigen Beweis“ gibt uns die Leitende Körperschaft?

Im Absatz 14 heißt es: „Wer sich daher absolut sicher ist, dass er zum neuen Bund gehört, nimmt zu Recht von den Symbolen.“ Von etwas absolut sicher zu sein ist kein Beweis. Millionen sind sich absolut sicher, dass es keinen Gott gibt. Weitere Millionen sind sich absolut sicher, dass sich der Mensch von einem einzelligen Organismus entwickelt hat.

Wie können Wir es Wissen?

Woher wussten die Apostel, dass sie Glieder des neuen Bundes sind? War es, weil sie irgendeine mysteriöse Offenbarung hatten, in die nur sie eingeweiht waren? Ganz und gar nicht. Sie wussten es, weil es ihnen jemand mit absolut einwandfreien Referenzen, dem sie vertrauten, ausdrücklich so sagte. Jesus sagte: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes.“ (1. Kor. 11:25) Da gab es kein wundersames Selbsterkennen.

Woher wussten die Israeliten, dass sie im Gesetzesbund waren? Wiederrum waren es vertrauenswürdige Leute, die sie unterrichteten, und ihre Worte wurden in den heiligen Schriften bestätigt. Es gab kein wundersames Selbsterkennen.

Wie hat irgendein Diener Jehovas gewusst, dass er in einem der Bünde und/oder Übereinkommen Gottes war, das er mit ihnen machte? Es wurde ihnen aus, wie sie glaubten, „absolut zuverlässigen“ Quellen berichtet:

Ich glaubte, ich sei nicht im neuen Bund, sondern sei einer von den „anderen Schafen“ (wie das Jehovas Zeugen bezeichnen) mit einer irdischen Hoffnung, weil meine Eltern – zwei Menschen, denen ich vorbehaltlos vertraute, – es mir so sagten. Sie wiederum glaubten, weil ihre Bibelunterweiser – wieder Menschen, denen sie vorbehaltlos vertrauten, – es ihnen so sagten. Und die wiederum glaubten, weil jemand, der in der geistigen Nahrungs-Kette höher stand, sie so unterwiesen hatte. Dieses Vertrauen hat zum Nachlassen unserer Wachsamkeit geführt. Wir haben nicht in den heiligen Schriften nachgeprüft, ob das auch so ist. (1. Joh. 4:1)

Es ist Zeit aufzuhören, nicht inspirierten Menschen zu vertrauen, und zu beginnen, das, was uns gesagt wird, im Licht der Schrift nachzuprüfen.

Absatz 15 sagt weiter: „Wer von den Symbolen nimmt, weiß auch, dass er in den Königreichsbund aufgenommen worden ist. (Lies Lukas 12:32.)“ Wie wissen sie das? Lukas 12:32 gibt ja nicht die Antwort, es sei denn, wir möchten einen Zirkelschluss als gültigen Beweis akzeptieren.

Dreh- und Angelpunkt der Lehre?

Also was ist unser eindeutige Beweis dafür, dass wir in dem Neuen Bund, oder eben nicht in dem Neuen Bund sind?

„Gottes Geist bezeugt mit ihrem Geist, dass sie ohne Zweifel Jehovas gesalbte Söhne sind.“ – Abs. 16, Zitat von Röm. 8:16

Das ist es! Das ist die einzige jemals benutzte Schriftstelle, um die Lehre, dass die Gesalbten auf wundersame Weise aus einer größeren Gruppe von Christen herausgerufen werden, zu stützen. Es ist der Dreh- und Angelpunkt der Lehre aller Zeugen Jehovas und das, was wir immer geglaubt haben.

Sagen wir es klar und deutlich: Die Leitende Körperschaft stützt deine – DEINE – Hoffnung auf Errettung auf ihre Auslegung, wie genau Gottes Geist „bezeugt“. Gestützt auf dieser Auslegung sagen sie dir, dass du einem direkten Gebot Jesu teilzunehmen nicht zu gehorchen brauchst. Tatsächlich sagen sie dir sogar, teilzunehmen wäre gegenüber dem Sohn respektlos und damit eine Sünde.

Lasst uns hier einige Überlegungen anstellen. Die Leitende Körperschaft behauptet der treue und verständige Sklave zu sein. Sie müssten deshalb der Inbegriff von Treue und Einsicht (Weisheit) sein. Spiegeln ihre Lehren dies wider? Das ist wichtig, weil unsere Hoffnung auf Errettung auf ihrer ungewöhnlichen Auslegung von Römer 8:16 gründet. Um das zu beantworten, wollen wir nur ein Beispiel aus ihrer Erfolgsbilanz untersuchen, den weniger wichtigen Punkt ob die Bewohner von Sodom und Gomorrha in der Auferstehung wiederkommen. Ihr Standpunkt hat sich insgesamt sieben Mal geändert! (WT Juli 1879, Seite 8, ursprüngliche WT Position: Ja. Unter dem vorgeblichen TuvS: WT 1. Juni 1952, Seite 338, Nein; WT 1. Aug. 1965, Seite 479, Ja; WT 1. Juni 1988, Seite 31, Nein; pe erste Ausgabe, Seite 179, Ja; pe spätere Ausgabe, Seite 179, Nein; Einsichten II, Seite 985, Ja; re Seite 273, Nein; alle Angaben beziehen sich auf die englischen Ausgaben.)

Bist du bereit, deine Hoffnung auf Errettung an dieser eigenartigen menschlichen Auslegung von Röm. 8:16 festzumachen?

Unterstützt der Begleittext vom Römer 8 diese Sichtweise?

„Denn die, die mit dem Fleisch in Übereinstimmung sind, richten ihren Sinn auf die Dinge des Fleisches, die aber mit dem Geist in Übereinstimmung sind, auf die Dinge des Geistes. 6 Denn das Sinnen des Fleisches bedeutet Tod, das Sinnen des Geistes aber bedeutet Leben und Frieden;“ (Röm. 8:5,6)

Nur von zwei Gruppen wird gesprochen, nicht von dreien. Eine Gruppe stirbt, die andere lebt in Frieden. Laut Vers 14 sind die Söhne Gottes die zweite Gruppe.

„Ihr dagegen seid nicht in Übereinstimmung mit dem Fleisch, sondern mit dem Geist, wenn Gottes Geist wirklich in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, so gehört dieser ihm nicht an. 10 Ist aber Christus in Gemeinschaft mit euch, so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber ist Leben der Gerechtigkeit wegen.“ (Röm. 8:9,10)

Entweder ist Gottes Geist in dir, oder er ist es nicht. Entweder ist der Geist Christi in dir und du gehörst zu ihm, oder er ist es nicht und du gehörst zur Welt. Nochmal, im Römerbrief ist keine dritte bestätigte Gruppe vorgesehen.

„Denn alle, die durch Gottes Geist geleitet werden, diese sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Sklaverei empfangen, der wiederum Furcht erweckt, sondern ihr habt einen Geist der Annahme an Sohnes statt empfangen, durch welchen Geist wir ausrufen: „Ạbba, Vater!“ 16 Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind.“ (Röm. 8:14-16)

Die Gruppe mit dem Geist sind Söhne Gottes. Die Gruppe ohne den Geist gehört zur Welt, dem Fleisch. Nirgends wird eine dritte Gruppe erwähnt, die den Geist hat, aber nicht seine Söhne sind, sondern nur seine Freunde. Wenn wir seinen Geist haben, sind wir seine Kinder. Wenn wir seinen Geist nicht haben, sind wir tot.

Wir lehren, dass Gott irgendwie bestimmten Einzelnen bewusst macht, dass sie seine Söhne sind. Da wir jedem Kind, das als Zeuge Jehovas aufwächst, und jedem neuen Studenten, den wir auf unserem Weg finden, lehren, dass sie nicht zu dieser Gruppe gehören, bewahrheitet sich die Lehre selbst. Es ist wie bei einem Sektenführer, der sagt, er spräche mit Gott; wir müssen es glauben und weil wir Gottes Stimme nicht hören, wissen wir, dass Gott nicht zu uns spricht. Aber es gibt auch keine Möglichkeit zu beweisen, dass der Sektenführer Gott hört. Trotz allem, wenn wir es akzeptieren, dass er über uns bestimmt, müssen wir akzeptieren und glauben, dass Gott zu ihm spricht.

Es wird von uns erwartet, dass wir diese Auslegung als eine Glaubensangelegenheit annehmen – und doch ist es eigentlich nur Glauben an Menschen. Jehovas Zeugen hören auf Menschen, gehorchen Menschen, und trotzdem erwarten sie, gesegnet zu werden. Es gibt einen Menschen, von dem uns gesagt wird, auf ihn zu hören und ihm zu gehorchen. Das zu tun, bringt uns aber in Widerspruch zur Anweisung der Leitenden Körperschaft. Auf der anderen Seite, Jesus zu gehorchen bringt Segen. (Apg. 3:23; Matth. 17:5)

Was Dort Nicht Zu finden Ist?

Es gibt noch mehr eindeutige Beweise, dass die Auslegung der Leitenden Körperschaft falsch ist. Man findet sie in dem, was fehlt. Wenn wir akzeptieren, dass es eine zweite Klasse von Christen gibt, wo ist der Beweis? Wenn nur 144.000 in den Himmel kommen und acht Millionen auf der Erde verbleiben, wo ist dann die Vorkehrung Jesu für die 99,9%, die keine Kinder Gottes sind? Wo spricht er von einer Gruppe, die Gottes Freunde sind, nicht seine Söhne? Wo wird eine Gruppe erwähnt, die nicht in den Neuen Bund aufgenommen wird? Wo wird uns von einer Gruppe von Christen berichtet, die Jesus nicht als Mittler haben? Wo gibt er dieser Gruppe Anweisungen, wie sie sein Gedächtnismahl feiern können, so dass sie sicher sind, ihn nicht respektlos zu behandeln, wenn sie sich von der Teilnahme fern halten?

Als zum Festakt der Anbetung des goldenen Standbildes aufgerufen wurde, erschienen Schadrach, Meschach und Abednego und waren anwesend. Sie beobachteten die Feier. Sie wurden nur in den glühenden Feuerofen geworfen, weil sie sich weigerten, durch Handlungen teilzunehmen. Wenn ein ungerechter menschlicher König die Anwesenheit ohne Teilnahme als Affront betrachtet, wieviel mehr wird es dann ein gerechter König, der zur Teilnahme an einer gerechten Feier aufruft, so sehen? (Dan. 3:1-30)

Wem gehören Wir?

Lied 62 im neuen Liederbuch beginnt so:

Wem möchtest du gehörn?
Ja wer soll dein Gott denn sein?
Dein Herrn und dein König der nur ist, dem du von Herzen treu auch bist.
So wähle einen aus, kannst beiden gefallen nicht;
denn Liebe wenn rein, geteilt kann nicht sein, auf einen daher verzicht.

Jesus gab dir ein eindeutiges Gebot:

„und nachdem er Dank gesagt hatte, brach er [das Brot] und sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der für euch ist. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 25 Ebenso tat er auch in Bezug auf den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes. Tut dies immer wieder, sooft ihr ihn trinkt, zur Erinnerung an mich.““ (1. Kor. 11:24,25)

Die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas hat dir eine klare Anweisung gegeben: Kein Diener Jehovas und treuer Nachfolger Jesu würde von den Symbolen nehmen, wenn er oder sie in Wirklichkeit keinen eindeutigen Beweis hat, gesalbt zu sein. So jemand würde sonst Jesu Opfer respektlos behandeln.“ Abs. 13

 Jetzt lautet die Frage: Zu wem gehörst DU?

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Refugio

Danke lieber Verfasser dieser Richtigstellung zum Thema Abendmahlfeier.

Refugio

Matthäus

Danke für die deutlichen Worte!

Zu diesem Gedanken der LK, möchte ich nur einen Gedanken anbringen wie UNSINNIG ja verwerflich ihre Erklärung ist – zuvor das Zitat der LK:

„Kein Diener Jehovas und treuer Nachfolger Jesu würde von den Symbolen nehmen, wenn er oder sie in Wirklichkeit keinen eindeutigen Beweis hat, gesalbt zu sein. So jemand würde sonst Jesu Opfer respektlos behandeln.“ – Abs. 13

Also haben die Apostel als sie das erste Mal mit Jesus dieses Abendmahl feierten,
IHN respektlos behandelt. Auch die Apostel wurden erst 50 Tage nach Jesu Auferstehung mit Hl. Geist gesalbt.

LG. Matthäus

Matti

Hallo lieber Matthäus!

Interessant wie viele noch immer der Meinung sind die Worte Jesu aus Johannes 6 haben nichts mit dem Abendmahl zu tun. Die Worte Jesu könnten nicht klarer sein!
Im Buch “Was lehrt die Bibel wirklich?” werden die Aussagen aus Johannes 6 nicht einmal erwähnt.

die Verse 53-54 “Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag”

Mfg

Bird an Lep

Guten Abend,

das ist ein sehr guter Artikel. Man muss sich langsam aber sicher damit abfinden, das die LK bewusst die Brüder irre führt.
Was anderes kann es sich in anbetracht der Dinge die sie treiben wohl gar nicht mehr sein.

Wohl dem der dies erkennt!
LG
Bird

STefan

Vielen Dank für die Ausführungen, vor allem auch für den Verweis an Johannes 6. Das hilft mir sehr fürs Verständnis. Danke.
STefan

Bernhard

Eure Hinweise und Kommentare sind berechtigt. Habt Ihr mit einer christlichen Gemeinschaft das Abendmahl gefeiert, das Brot gebrochen und vom Wein getrunken, den Tod unseres Heilandes verkündigt (da noch nicht gekommen), oder ward Ihr am 3.4.15 nur “anwesend”, dagesessen und die Symbole dann vorsichtig dem Nachbarn übergeben?
Bernhard

Matthäus

Zum WT-Artikel (15.1.15) „TUT dies immer wieder zur Erinnerung an mich“ – 1. Kor. 11:24, möchte ich noch etwas anmerken! …interessant hier steht zwar TUT dies, dann wird aber jeder “normale ZJ” aufgefordert, es doch nicht zu TUN. Das kommt mir so vor, ein Mensch der ein besonderes Problem hat zu einem Fach-Arzt geht, er untersucht ihn, seine Blutwerte sind besorgniserregend, er stellt einen Virus fest der nur schleunigst mittels eines speziellem Antibiotikum besiegt werden kann. Er schickt ihn umgehend in ein Krankenhaus und stellt ihm auch gleich das Rezept aus mit was er behandelt werden soll. Der junge unerfahrene… Weiterlesen »

Klaus Karl

Ich denke dieser LK,ist darauf bedacht das es keine wirkliche Gleichheit gibt,sonst würden ja alle,von ihrem Gleicheitsrecht gebrauch machen und man könnte dann auch niemanden mehr damit einschüchtern mehr arbeit für die Verlagsgesellschaft zu leisten,denn dann käme die Frage ;was erlaubst Du Dir ,mir Vorschriften zu machen.Ob das den Verdienst der Verlagsgesellschaft erhöhen würde ist fraglich und überhaupt,wer hat diesen Unsinnigen Satz geschrieben; “„Kein Diener Jehovas und treuer Nachfolger Jesu würde von den Symbolen nehmen, wenn er oder sie in Wirklichkeit keinen eindeutigen Beweis hat, gesalbt zu sein. So jemand würde sonst Jesu Opfer respektlos behandeln.“ Jesus war es nicht… Weiterlesen »