Warum sagt der Sklave nicht: „Wir haben uns geirrt!“?

Autor: Willi Bühler

Willi fragt sich: “Warum kam Harmagedon nicht, wie vorhergesagt?

Das Wort Harmagedon, das für den Berg von Megiddo in Israel und für das Eingreifen Gottes, zugunsten seines Volkes, steht, löste bei den Zeugen Jehovas schon immer höchste Erwartung, bis hin zur Euphorie aus: Endlich im Paradies leben, ohne Krankheit und Tod und das für immer, mit seinen Lieben vereint. Wer möchte das nicht? Doch leider – es kam nicht.

Willi hatte keinen Grund zur Schadenfreude, denn auch er hatte sich, geblendet von der Endzeiteuphorie des Wachtturms, mitreißen lassen. Er hatte daraufhin sein Ingenieurstudium hingeschmissen, weil man in „Gottes Neuer Welt“ sowieso keine Ingenieure mehr benötigen würde.

Nun stellte er Überlegungen darüber an, was schiefgelaufen war. Warum war Harmagedon nicht, wie erwartet, eingetroffen? Wieso hatte die Organisation der Zeugen Jehovas, mit ihren Vorhersagen, so danebengelegen? War das Aufstellen von Endzeitspekulationen vielleicht ein Überbleibsel der Siebenten-Tags-Adventisten? Denn C. T. Russell war eine zeitlang Teilhaber von N. H. Barbour, einem Siebenten-Tags-Adventisten, gewesen, der den „Herald of the Morning“ (Herold des Morgens), eine religiöse Zeitschrift, herausgab. Russell und Barbour hatten festgestellt, dass sie in einer ganzen Reihe von biblischen Lehren übereinstimmten und Russell musste im Nachhinein zugeben, viel von Barbour über Zeiten und Zeitabschnitte gelernt zu haben. Später jedoch zerstritten sie sich, weil Barbour das Loskaufopfer Christi leugnete.

Über Zeiten und Zeitabschnitte zu spekulieren, war bei den Adventisten beinahe schon Selbstzweck. Sie waren schon immer auf „Das zweite Kommen Christi“ fixiert. So erklärt sich auch ihr Name: Das Wort „Advent“ bedeutet Ankunft. Gemeint ist die Ankunft des Herrn Jesus bei seiner Wiederkehr.

Willi wagt jetzt eine Rückblende

in die Vergangenheit der Zeugen Jehovas. Wo lag der Fehler? Gehen wir zurück ins Jahr 1914: Es ist Freitagmorgen, der 2. Oktober. Ort des Geschehens ist der Speisesaal der Wachtturmgesellschaft in Brooklyn, New York. Alle Mitarbeiter warten darauf, dass sich die Türe zum Speisesaal öffnet und der Präsident der Gesellschaft C. T. Russell erscheint. Nach einer Weile betritt er den Raum. Er hält einen Augenblick inne und sagt: „Guten Morgen allerseits!“

Doch  anstatt sofort am Tischende Platz zu nehmen, klatscht er in die Hände und verkündet: „Der Heiden Zeit‘ ist nun zu End‘, der Kön‘ge Tag vorbei.“ (Quelle: Gottes Königreich regiert! Brief der Leitenden Körperschaft 2014, Watchtower, Brooklyn, New York)

Dieses Ereignis liegt nun über einhundert Jahre zurück und es erhebt sich die Frage: Hatte sich Russell geirrt? War er etwa das Opfer seines Wunschdenkens geworden? Und nicht nur er, sondern viele tausende seiner Mitgläubigen mit ihm? Aber Hand aufs Herz: Wie gestaltete sich die Weltlage an jenem 2. Oktober 1914?

Die brutale Realität war: Seit zwei Monaten schon tobte der Erste Weltkrieg. Es war der größte und zerstörerischste Krieg, den die Menschheit bis dahin erlebt hatte. 28 Nationen hatten sich ineinander verbissen und kämpften gegeneinander. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein WELTKRIEG! Jeden Tag starben tausende Soldaten auf den Schlachtfeldern. Noch nie zuvor hatte ein Krieg so viele Tote und Verwundete gefordert.

So also sah die Realität an jenem 2. Oktober aus! Wenn aber, an jenem Tag, wie von Russell verkündet, die Herrschaft jener Könige, die verbissen Krieg gegeneinander führten, zu Ende gewesen wäre, wer führte dann Krieg? Waren es vielleicht die Heinzelmännchen, die aufeinander schossen? Oder überirdische Kräfte, die Kanonen aufeinander abfeuerten? War es gar ein „Krieg der Klingonen?“ Oder hatte Russell sich zu weit aus dem Fenster gelehnt? Hatte er sich hinreißen lassen, etwas anzukündigen, wozu Jehova Gott ihn nicht beauftragt hatte? (Jeremia 14:14) Und das nur, um seinen Gläubigen die Ohren zu kitzeln und um sich gar als Prophet wichtig zu machen?

Die Fakten beweisen eindeutig: Russell hatte Falsches prophezeit! (Jeremia 5:31) Das ist die brutale Wahrheit, die von den Zeugen Jehovas, bis auf den heutigen Tag, geleugnet wird. Russells Aussage,  an jenem 2. Oktober, dass „der Könige Tage zu Ende wären“, war schlichtweg ein schönes Märchen und stimmte nicht! Denn, wenn er recht gehabt hätte, dann hätten die Kanonen augenblicklich verstummen müssen. Die Könige dieser Erde hätten nämlich keine Macht mehr gehabt, auch nur eine einzige Kanonenkugel abzufeuern, denn ihre Zeit wäre ja, nach Russells Worten, ABGELAUFEN, sie wären entmachtet gewesen! C. T. Russell hatte also schlichtweg die Unwahrheit gesagt

Die Könige der Erde waren kampfeslustiger und mordlustiger, als je zuvor und niemand konnte sie stoppen. Von wegen: Ihre Zeit wäre abgelaufen! Das Gegenteil war der Fall. Die Nationen mordeten umfassender und aggressiver, als je zuvor! Und so sollte es noch ganze vier Jahre im großen Stil weitergehen und am Ende ca. 17 Millionen Tote fordern. Fakt ist: Der „Treue und Verständige Sklave“ hatte die Unwahrheit gesagt und diese Lüge auch noch wortgewaltig in die Welt hinausposaunt! Der  Präsident der WTG, C. T. Russell, war nichts anderes, als ein betrogener Betrüger, ein falscher Prophet! Und das Ergebnis? Lauter verunsicherte, frustrierte und enttäuschte Gläubige, die nicht mehr wussten, was sie überhaupt noch glauben sollten.

Auch das Märchen von den „Sieben Zeiten“, aus Daniel Kapitel 4, ist adventistischen Ursprungs: Der babylonische König Nebukadnezar hatte einen beängstigenden Traum: Er sah einen riesigen Baum, der bis zum Himmel reichte. Dieser sollte gefällt werden, aber sein Wurzelstock sollte für „sieben Zeiten“ in der Erde verbleiben und von metallenen Bändern daran gehindert werden,  auszuschlagen.

Die Wahrsager und Magier konnten dem König diesen Traum weder deuten, noch erklären. So bemühte man Daniel. Dieser sagte: „Der Baum bist DU, o König,“ denn dem König mit dem Hochmut sollte eine Lektion erteilt werden. Er sollte gedemütigt werden. Sein Königtum sollte ihm für „sieben Zeiten“ genommen und ihm nach Ablauf dieser Zeit wieder zurückgegeben werden. Und was sollten dieser arrogante König und alle anderen Herrscher dieser Welt daraus lernen?

Daniel bringt es auf den Punkt: „Damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste der Herrscher ist im Königreich der Menschheit und dass er es gibt, wem er will“ (Daniel 4:17).

Die Zeugen Jehovas interpretieren den riesigen Baum, der „sieben Zeiten“ leblos daliegen würde, als etwas Größeres. Sie deuten den Baum als die Herrschaft Gottes. Gott würde demnach „sieben Zeiten“ auf seine Herrschaft verzichten. Die Zeitspanne würde 2520 Jahre betragen. Nach Ablauf dieser Zeit nähme aber Gott seine Herrschaft erneut an sich und würde der Menschenherrschaft auf dieser Erde ein Ende setzen. Die besagten „sieben Zeiten“ hätten im Jahre 607 v. u. Z. begonnen und würden im Jahre 1914 enden. Und darauf bezog sich auch Russells Ankündigung: „Der Könige Tage sei nun zu Ende!“

Der Prophet Daniel hingegen sagt aber nicht, dass der Baum Gottes Souveränität darstellen würde,  er sagt: „Der Baum bist DU, o König“. (Daniel 4:17) Gemeint ist Nebukadnezars Herrschaft und nicht die Herrschaft Gottes! Hier wird etwas in die Bibel hineingelesen, was nicht darin zu finden ist. Übrigens findet man das Märchen von den „Sieben Zeiten“ noch bei anderen Religionen, denn es eignet sich gut, um rechnerisch Endzeiterwartungen und Weltuntergangszenarien zu konstruieren. Die Adventisten und die Zeugen Jehovas sind damit nicht die einzigen.

Der zweite Präsident der Wachtturmgesellschaft, J. F. Rutherford, stand aber C. T. Russell, im Verbreiten von Irrtümern, in nichts nach. Im Gegenteil: Er setzte noch einen drauf, indem er für das Jahr 1925 – elf Jahre nach der Pleite von 1914 – auf der ganzen Welt, per Radio und durch Millionen von verbreiteten Traktaten, die sensationelle Botschaft verkünden ließ:

MILLIONEN JETZT LEBENDER WERDEN NIEMALS STERBEN!“ 

Wow! Was für eine gewagte Botschaft! Noch nie zuvor hatte ein Mensch sich erdreistet, Derartiges lautstark in die Welt zu tragen! Und Millionen Menschen, weltweit, sprangen euphorisch auf diese Botschaft an. Denn sie war einmalig! Leider stellte es sich am Ende aber heraus, dass J. F. Rutherford mit dieser Botschaft Millionen damals lebender Menschen, zwar nicht ins Paradies auf Erden, dafür aber in den April geschickt hatte: „April, April – es war nicht so gemeint!“

Aber was trieb Rutherford zu solch einer haarsträubenden Falschaussage? Ganz einfach: Er addierte spekulativ eine Anzahl Jubeljahre aus dem Alten Testament, gemäß 3. Mose 25, zu einer entsprechenden Zeitspanne zusammen und gelangte somit zu der erhofften Wiederkunft Christi im Jahr 1925. Und das Ergebnis war: Millionen damals lebende gutgläubige Menschen erlebten eine Riesenpleite! Aber die war real – nicht spekulativ!

Hatte auch er eine Botschaft verkündet, ohne von Gott dazu beauftragt worden zu sein? Rufen wir uns erneut ins Gedächtnis: Die Bibel sagt, dass der Prophet, der im Namen Jehovas etwas ankündigt und es trifft nicht ein, dass Gott diesen Propheten nicht beauftragt hat, in seinem Namen zu reden! Dieser Prophet hat aus Vermessenheit gehandelt! (5. Mose 18:22) War somit J. F. Rutherford ein weiterer Möchtegern-Prophet, der der Bibel vorauseilte?

Der Richter, später auf seine Lügenprophetie angesprochen, sagte lediglich: „Ich habe mich lächerlich gemacht.“ Mehr hatte er zu seinem Irrtum nicht zu sagen! Vermutlich hätte er von seinem Gott folgendes zu hören bekommen:

„Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch“ . (Jeremia 14:14) 

Welch eine Zurechtweisung!

Vier Jahre nach diesem Fehlschlag, im Jahr 1929, stellte J. F. Rutherford die Behauptung auf: Christen dürften den Obrigkeitlichen Gewalten, laut Römer 13, gar nicht untertan sein! Und wie kam er zu dieser neuen Erkenntnis? Da er Rechtsanwalt, zeitweise auch Staatsanwalt und Richter gewesen war, hatte er die Gesetze der verschiedenen Länder analysiert und miteinander verglichen. Er fand heraus, dass sich die Reglementierungen zum Teil widersprachen und dass es Gesetze gab, die das verboten, was Gott gebot und umgekehrt.

Also kam er zu dem Schluss: Christen müssten sich diesen Obrigkeiten nicht unterordnen! Die Obrigkeiten, denen Christen zu gehorchen hätten, müssten daher Jehova Gott und sein Sohn Jesus Christus sein, da diese keine widersprüchlichen Gesetze erlassen würden und denen könnten Christen auch mit ruhigem Gewissen folgen. Die von Paulus angeführten Obrigkeiten müssten daher Jehova Gott und sein Sohn Jesus sein. Aber stimmt das?

Lesen wir selber:

„Jede Seele unterwerfe sich den Obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Obrigkeit, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet“. (Römer 13:1, Elberfelder Bibel, 53. Auflage,  1971)

Frage: Wenn also die Obrigkeiten Gott und sein Sohn sind, wer ist dann der Gott, der ihnen ihre Stellung zuordnet? Gibt es eine Macht, die noch über Jehova Gott und seinem Sohn steht? Der Lügenprophet hätte nur die Geistlichkeit der Christenheit zu fragen brauchen, die wusste es besser!

Und warum ist der Rechtsgelehrte J. F. Rutherford nicht selber darüber gestolpert? Jeder denkende Mensch hätte dies aus dem Text klar erkennen können. Warum hat sein Gott ihn dies nicht verstehen lassen? Lag es an seiner Paranoia, seinem grenzenlosem Narzissmus oder gar an  Sensationslust, als er bei den Gläubigen mit dem Argument: „Ihr braucht den Gesetzen eures Landes, die von unvollkommenen Menschen gemacht wurden, gar nicht zu gehorchen!“ punkten wollte?

Erst 33 Jahre später, im Jahr 1962, 20 Jahre nach Rutherfords Tod, wurde der Irrtum zugegeben und korrigiert. Und was ist mit den vielen Gläubigen geschehen, die ausgeschlossen wurden, weil sie dieser falschen Lehre nicht gefolgt waren? Hat der „Sklave“ sich je bei ihnen entschuldigt? Denn der „Sklave“ hatte doch eindeutig gelogen!

Noch ein Beispiel: 

Vor einiger Zeit hielt ein Kreisaufseher in einer Versammlung, anlässlich einer Dienstwoche, den Hauptvortrag mit dem Thema: „Ist die heutige Zeit verkürzt?“ Seine Beweisführung stützte sich auf 1. Korinther 7:29-31. Dort sagt der Apostel Paulus folgendes: „Übrigens sage ich dies Brüder, die verbleibende Zeit ist verkürzt. Denn die Szene dieser Welt wechselt.“ Der Kreisaufseher betonte, dass das Ende dieses gegenwärtigen Systems daher sehr nahe sein muss. Die Beweise, die er anführte waren: Kriege, Erdbeben, Hungersnöte und das weltweite Predigen der Guten Botschaft.

Und da war sie wieder: Die subtile Erweckung von Endzeiterwartungen! 

Aber wieso konnte Paulus sagen, dass die verbleibende Zeit verkürzt wäre? Sehen wir uns an, zu welcher Zeit diese Worte gesprochen wurden: Er verkündete dies um das Jahr 55 u. Z. Aber erst im Jahre 70 u. Z. sollte Jerusalem durch die Römer zerstört werden und die Nation der Juden würde zu bestehen aufhören. Also verblieben bis dahin tatsächlich lediglich nur noch 15 Jahre, in denen die jüdische Nation bestand. Die Lebenszeit des jüdischen Volkes wäre somit auf 15 Jahre „verkürzt“. Die Szene der Welt sollte im Jahre 70 u. Z. tatsächlich wechseln. Es geschah genau so, wie Paulus es angekündigt hatte. Dieses Ereignis hat sich im ersten Jahrhundert u. Z. tatsächlich erfüllt. Paulus hatte somit recht behalten.

Die Wachtturmgesellschaft aber transportiert dieses geschichtliche Ereignis, das sich bereits im ersten Jahrhundert erfüllt hat, erneut in die Zukunft, lediglich, um damit ihre Endzeitspekulationen zu stützen! Wenn das keiner Geschichtsverfälschung gleichkommt! Dennoch halten die Zeugen, nach wie vor,  an dieser Lüge fest.

Ein immer wiederkehrendes Muster

Somit kann man ein immer wiederkehrendes Muster erkennen. Man versucht, Gläubige, durch das Wecken spektakulärer Zukunftserwartungen, die aber nie eintreffen werden, an sich zu binden. So kitzelt der „Sklave“ die Ohren seiner Gläubigen bis auf den heutigen Tag. Nur entspricht das eher dem Gebaren eines „treulosen“, als einem „treuen“ Sklaven“. Falls ein Zeuge Jehovas alle diese Irrtümer öffentlich zugeben würde, riskierte er es, ausgeschlossen zu werden. Ist demnach das, was der „Treue und Verständige Sklave“ in großem Stil verbreitet, ein Dogma und muss widerspruchslos geglaubt werden? Ist infrage stellen verboten – und Hinterfragen sowieso?

Neulich wurde in einem Vortrag warnend darauf hingewiesen, dass man sich vor Menschen in Acht nehmen sollte, die die Aussagen des „Sklaven“ anzweifeln. Zur Untermauerung seines Arguments, führte der Redner dann die Begebenheit im Paradies an, als die Schlange Eva mit der Frage köderte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben … ?“ (1. Mose 3:1)

Eva antwortete, dass es ihnen nur verboten war, von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, zu essen. Diese Anweisung hatte sie von Adam erhalten und dieser wiederum von Gott. Die Schlange stellte somit nicht Adams, sondern Gottes Anweisung infrage. Was aber Gott dem Menschen gebietet, darf niemand infrage stellen, denn Gott ist absolut, er kann sich nicht irren. Bei dem Vergleich stellt sich die Frage: Wie verhält es sich mit dem, was der „Sklave“ verfügt?

Im Übrigen grenzt der Absolutheitsanspruch, bez. der einzig wahrheitsgemäßen Auslegung der Bibel, an größte Vermessenheit. Gott hat der WTG dafür kein Patent erteilt, auch wenn sie das von sich behaupten!

Die Katholiken glauben an ihre „Allein-selig-machende katholische Kirche“ und an die Unfehlbarkeit ihres Papstes. Zumindest ein Teil von ihnen vertraut fest darauf. Aber die Zeugen Jehovas glauben, nach wie vor, uneingeschränkt an die Unfehlbarkeit ihres „Treuen und Verständigen Sklaven“ und an die „Allein-selig-machende Wachtturm-Gesellschaft“, die ihre Mitglieder, seit über 100 Jahren, mit Endzeitmärchen, erfundenen Weltuntergangsszenarien und mit dem Anspruch, dass alles, was im Wachtturm steht, wahr ist, bei der Stange hält. Hinterfragen verboten!

Tatsächlich besteht der schwierigste Satz, den ein Mensch auszusprechen vermag, aus den vier Worten: „Ich habe mich geirrt!“ Und warum fällt es demnach den meisten Menschen – vor allem den Zeugen Jehovas – so schwer, zu diesem Satz zu stehen? Ganz einfach – weil sich jeder für UNFEHLBAR hält!

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Ulla

Hallo Willi,

ja, frei nach dem Motto “Willi wills wissen!“ hast du uns hier eine ernüchternde Zusammenfassung zu 148 Jahren “Märchenstunde in der WTG/JW.Org.-Geschichte“ geschrieben!

Man spürt, dass jetzt auch vor allem ältere Semester noch aufwachen dürfen, von Christus aus dem religiösen Kasperltheater rausgezogen werden!

Ich bete dafür, dass diese GNADENZEIT noch anhält und das noch viele schaffen! Jesus kennt seine Schafe, keines wird verloren gehen!“

Gottes Segen für dich, lieber Willi. Ich freue mich darauf, noch mehr von dir zu lesen hier auf BI.

Servusli

Deine Schwester (im Herrn Jesus Christus)

ULLA

Lennard

Es sind immer wieder dieselben Themen, die hier „recycelt“ werden. Damit kommt man kaum weiter. Edward Dunlap sagte einmal in einem Gespräch mit Ray Franz: „Ich glaube, alles was man tun kann, ist zu versuchen, ein christliches Leben zu führen und denen zu helfen, die man in seinem Alltag erreichen kann. Alles andere liegt in Gottes Hand.“

Dominikus KLEIN

Netter Artikel…

ABER wie schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe:

“MAN WIRD NIE BETROGEN, MAN BETRÜGT SICH SELBST!!!”

Gruß Domi

 

freel

Ich hoffe, dass ich nicht zu sehr nerve oder wenn das hier nicht hin gehört dann entschuldige ich mich tausend mal dafür. Es ist komplett Off Topic aber die Frage brennt mir seit Wochen unter den Nägeln und ich weiß nicht wo ich sie sonst stellen kann. Ich frage mich warum das Kontakt Verbot der Zj so falsch ist (außer dass die ZJ keine Christen sind usw) Warum es falsch sein sollte jemand Abtrünniges wie in der Bibel steht zu meiden.

Wer möchte kann mir auch gerne eine Mail schreiben an pferde1900@aol.com

Paul.Z21

Die aufgeworfene Frage lässt sich leicht beantworten: weil irren menschlich ist. Das sind aber keine Menschen, sondern selbsternannte Führer, die als weise, treu und heilig gelten möchten. Es wäre ein zu großes Eingeständis das so zuzugeben. Da sagt man lieber “Die Brüder hatten falsche Erwartungen!” so als ob nicht der Sklave das Problem ist, sondern diejenigen, die ihm treudoof gefolgt sind! “Selber schuld, dass ihr denen vertraut und gehorcht habt!” Oder im Falle eines Ausschlusses: “Selber Schuld, wenn Du zur Tauffrage Nr. 2 JA gesagt hast! Hättest Du das nicht gemacht, müsstest Du jetzt nicht geächtet werden!” Alle sind schuld,… Weiterlesen »

Noomi

 
Hallo Roko – das war ein emotionales Statement an Domenikus zu Gunsten für den Glauben an Gott! Glauben ist nicht nur Zuversicht, sondern Gewissheit, weil in Gott Gewissheit ist. Diese Gewissheit ist durch die Natur bezeugt. Das hast du wunderbar beschrieben!
 
Wer das nicht anerkennen will, muss einen Grund dafür haben.
 
A.E. Wilder Smith, sagt in seinem Buch: Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution. (sinngemäss, habe das Buch leider nicht mehr)
 
Der Grund dafür ist, er will unabhängig sein und niemand Rechenschaft ablegen oder verantwortlich sein für sein Denken, Handeln und Tun. Dann muss er sich auch niemanden zu Dank verpflichtet fühlen.
LG Noomi

 
 
 

Boas

Die Antwort, auf die Frage die Willi stellte, “Warum sagt der Sklave nicht: Wir haben uns geirrt?” ist
Hochmut und Stolz!

Ist immer das selbe. Wie war das noch mal: “Die DDR kostet uns (BRD) keinen Pfenig.” Soli. Hat dieser vielfach geehrte und verstorbene deutsche Politiker jemals zugegeben, dass er sich geirrt hat? Bei jedem die gleichen Wortspiele… Einfach den Fehler als Verbeserung verkaufen. Das eigene Versagen als grandiose Meisterleistung hinstellen.

LG Boas

Django

Ehrlich gesagt, lieber Mario, wer sich das überhebliche, provokante und untergriffige Atheisten-Geplapper eines Dominikus Klein antun  möchte ist auf einem Arheisten Portal besser aufgehoben. .

RoKo

Hallo Mario,

die Heilige Schrift gibt hierauf die Antwort:  1. Thes 2: 1-4 , Gal 1:10 i.v.m. Mat 10:32,33

Übrigens – durchaus möglich und ich begegne einmal dem Sohnemann, beruflich versteht sich. Was würde er mir dann über den Papa berichten?

LG RoKo

 

Opa Klaus

Ich bin Jg.1934 und war von 1951-1978 vereinnahmt von der WTG.  Zur Frage, wohin sollen wir Aussteiger gehen? Ist meine Antwort: 40 Jahre bin ich nun DIREKT zu Gott und Jesus gegangen und NIE wieder zu Menschen mit ihren Ideologien und Kulten. DAS ist für mich die von Jesus empfohlene schmale Gratwanderung, die zum ewigen Leben führt. Ich habe mir bei Gott und seinen Wahrheiten in der Bibel Rückenstärkung und helles Licht geholt und mich dann aber nicht verkrochen in einen Kokon, sondern sofort nach meinem Ausstieg Öffentlichkeitsarbeit mit Flyern und danach Online mit tausenden Beiträgen und sehr viel Lesen… Weiterlesen »