Speise zur rechten Zeit – ein aktuelles Thema – Teil 2

Fortsetzung

Um die drei Thesen nachzuweisen, müsste man einen 32 – seitigen Studien – Wachtturm vollständig analysieren – Satz für Satz auseinander nehmen und auf seinen Sinn – und Wahrheitsgehalt untersuchen. Dazu möchten wir jeden Bibelforscher auffordern, der sich auf die „Wahrheit“ des treuen und verständigen Sklaven und seine „geistige Speise“ verlässt und sich also seit Jahren von dieser ernährt. Eine solche Analyse müsste pro Wachtturm auf mehreren hundert Seiten stattfinden – wir geben eine kleine Kostprobe:

Zitat aus dem Artikel:

“3) Leidet jemand irgendwann an geistiger Unterernährung, wenn er in seiner Sprache keinen Zugang zu allen unseren Veröffentlichungen hat?

Nein. Es sollte uns nicht überraschen, dass einige Diener Jehovas manchmal auf mehr geistige Speise zugreifen können als andere. Warum nicht? Nehmen wir einmal die Apostel. Sie waren besser belehrt als viele andere Jünger im ersten Jahrhundert (Mar. 4:10; 9:35-37). Trotzdem waren die anderen Jünger geistig nicht unterernährt; sie hatten, was sie benötigten (Eph. 4:20-24; 1. Pet. 1:8).

Denken wir auch daran, dass vieles, was Jesus auf der Erde sagte und tat, nicht in den Evangelien steht. Der Apostel Johannes schrieb: „Es gibt tatsächlich noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese jemals bis in alle Einzelheiten aufgeschrieben würden, so könnte — denke ich — selbst die Welt die geschriebenen Buchrollen nicht fassen“ (Joh. 21:25). Die Nachfolger Jesu im ersten Jahrhundert wussten zwar mehr über den vollkommenen Jesus als wir, doch deswegen sind wir nicht benachteiligt. Jehova hat dafür gesorgt, dass wir genug über Jesus wissen, um seinen Fußstapfen nachfolgen zu können (1. Pet. 2:21).” Ende Zitat.

3) Leidet jemand irgendwann an geistiger Unterernährung, wenn er in seiner Sprache keinen Zugang zu allen unseren Veröffentlichungen hat?

Nein. Es sollte uns nicht überraschen, dass einige Diener Jehovas manchmal auf mehr geistige Speise zugreifen können als andere. Warum nicht? Nehmen wir einmal die Apostel. Sie waren besser belehrt als viele andere Jünger im ersten Jahrhundert (Mar. 4:10; 9:35-37). Trotzdem waren die anderen Jünger geistig nicht unterernährt; sie hatten, was sie benötigten (Eph. 4:20-24; 1. Pet. 1:8).”

Die „geistigen Bedürfnisse“, vor 2000 Jahren im alten Juda und im römischen Reich, mit dem 21. Jahrhundert zu vergleichen und Rückschlüsse von damals auf heute zu übertragen, ist fragwürdig – nicht glaubwürdig. Die Bibel sagt nichts konkretes über den Einzelnen in der damaligen Zeit – was wir allerdings wissen ist, dass die Bekehrung, nach den Berichten der Apostelgeschichte, wesentlich einfacher vor sich ging, als Zeugen Jehovas sie heute als erforderlich ansehen.

Doch betrachten wir den angegebenen Bibeltext: Epheser 4:20-24. In der NWÜ steht:

20 Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt, 21 sofern ihr ihn überhaupt gehört habt und durch ihn belehrt worden seid, so wie [die] Wahrheit in Jesus ist, 22 daß ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird; 23 daß ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, 24 und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.”

Der Text soll offenbar beweisen, dass es in Ephesus solche gab, „die den Christus nicht so kennengelernt hatten“ – denen also “geistige Speise” fehlte. Lesen wir nun den gleichen Text – und zwar im Zusammenhang mit den Versen davor, aus der neuen evangelistischen Übersetzung:

Epheser 4: 17 “Ich muss euch nun Folgendes sagen und ermahne euch im Auftrag des Herrn: Ihr dürft nicht mehr so leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen. Ihr Leben und Denken ist von Nichtigkeiten bestimmt 18 und in ihrem Verstand ist es finster, weil sie vom Leben mit Gott ausgeschlossen sind. Das kommt von der Unwissenheit, in der sie befangen sind, und von ihrem verstockten Herzen. 19 So sind sie in ihrem Gewissen abgestumpft und haben sich ungezügelten Lüsten hingegeben, sind unersättlich in sexueller Unmoral und Habgier. 20 Aber ihr habt gelernt, dass so etwas mit Christus nichts zu tun hat. 21 Ihr habt von ihm gehört und auch verstanden, was in Jesus Wirklichkeit ist; 22 dass ihr in Hinsicht auf euer früheres Leben den alten Menschen abgelegt habt. Denn der richtet sich in Verblendung und Begierden zugrunde. 23 Ihr dagegen werdet im Geist und im Denken erneuert, …”

Die Lutherbibel 2017 gibt den Vers 20 genauso wieder wie die NWÜ: „Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt“ – aber dieser Vers bezieht sich auf die vorherige Feststellung, dass man sich von den gottlosen Menschen abgrenzen soll (ab Vers 17 des Kapitel 4).

Das Bibelzitat ist von seinem Sinngehalt her nicht zu verstehen, wenn man nicht mindestens ab Vers 17 des Kapitels liest; liest man es, wie dargestellt, aber ab Vers 20 aus der NWÜ, so belegt es scheinbar die These, wonach nicht alle gleich belehrt waren.

Zur Klarstellung: der angegebene Bibeltext macht für das abgehandelte Thema keinen Sinn. In Epheser 4 ab Vers 17 geht es um „der alte und der neue Mensch“ oder „lebt als neue Menschen“ – wie es in verschiedenen Übersetzungen überschrieben wird. Die Verse haben nichts mit einem unterschiedlichen Grad der Belehrung zu tun.

“Denken wir auch daran, dass vieles, was Jesus auf der Erde sagte und tat, nicht in den Evangelien steht. Der Apostel Johannes schrieb: ‘Es gibt tatsächlich noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese jemals bis in alle Einzelheiten aufgeschrieben würden, so könnte — denke ich — selbst die Welt die geschriebenen Buchrollen nicht fassen.’ (Joh. 21:25).”

Diese Aussage hilft für die Fragestellung, ob es von Bedeutung ist, dass manche mehr und andere weniger erfahren, überhaupt nicht weiter, denn es wird dargestellt, dass es Dinge gibt, die überhaupt niemand weiß – dann aber herrscht ja wieder Gleichbehandlung.

“Die Nachfolger Jesu im ersten Jahrhundert wussten zwar mehr über den vollkommenen Jesus als wir, doch deswegen sind wir nicht benachteiligt.”

Es ist offen, welche „Nachfolger Jesu im ersten Jahrhundert“ gemeint sind, die angeblich mehr über Jesus wussten als wir. Viele hörten nur kurz und glaubten, so dass sie also als Christen getauft wurden. Wir hingegen verfügen über das gesamte Neue Testament – in diversen Übersetzungen unserer Landessprache – und können auch alle lesen. Somit ist keineswegs klar und unbestritten, dass die Nachfolger Jesu des ersten Jahrhunderts über ihn mehr wussten als „wir“ – wer immer auch mit „wir“ gemeint ist.

Darüber hinaus sei folgendes festgestellt: Unklar ist, was im Artikel mit „dem vollkommenen Jesus“ gemeint ist. Das Leben und Wirken Jesu auf der Erde wird von vier Evangelienschreibern beschrieben; die Bekehrung im ersten Jahrhundert setzt sich in den Berichten der Apostelgeschichte fort; Petrus und Paulus missionierten und hinterließen Briefe, die ihr Wirken deutlich machen. Aber das Wesen Jesu – in seiner Göttlichkeit, mit seiner Rolle in der Bibel als Gottes Sohn, Erlöser, Mittler, Schöpfersohn und Schöpfer und alles, was sich theologisch um den Sohn Gottes in der Heiligen Schrift abspielt – ist äußerst komplex und die Christen des ersten Jahrhunderts haben sich mit all diesen Aspekten von Jesus Christus, jedenfalls im Moment ihrer Bekehrung, nachweislich nicht befasst.
Die hier aufgestellte These – so unklar sie in ihrer Formulierung ist – kann jedenfalls nicht ohne weiteres als richtig angesehen werden.

“Jehova hat dafür gesorgt, dass wir genug über Jesus wissen, um seinen Fußstapfen nachfolgen zu können (1. Pet. 2:21). ” Ende Zitat

Es erschließt sich nicht, weshalb 1.Petrus 2:21 zitiert wird. Der Vers passt in keiner Weise zu der Fragestellung des WT – Absatzes,  ob jemand „geistig unterernährt” ist, wenn er weniger „geistige Speise“ zur Verfügung hat, als jemand anders. Das Anführen dieser Bibelstelle ist hier völlig sinnfrei.

Ende Analyse

Wir sehen unsere drei aufgestellten Thesen als ständig auf das laufende Literaturangebot anwendbar und beweisbar an. Wir möchten behaupten: „Zeige auf fünf beliebige Verse eines Studienartikels in einem Wachtturm der letzten fünf Jahre – und wir werden die Feststellungen der drei Thesen zur geistigen Speise, am Beispiel dieser fünf beliebigen Verse, umfassend und komplex darstellen können, weil es keine Artikel der WT – Literatur gibt, bei denen diesem Prinzip nicht gefolgt wird.

ABER: keiner merkt’s!

Zuletzt fragen wir uns:

Wie kann es sein, dass Millionen von Zeugen Jehovas sich Woche für Woche diese „geistige Speise“ einverleiben, ohne dass es nur einem auffällt, womit er da gefüttert wird?

Gehen wir einmal von einem Zeugen Jehovas aus, der “in der Wahrheit” groß geworden ist, also von jemandem, der in diese Religion hineingeboren wurde. Seit das Kind aufnahmefähig genug war, haben seine Eltern in gleicher Weise mit ihm die Literatur betrachtet: Absätze gelesen und Fragen gestellt, die mit einem Satz aus dem Text als „richtig“ beantwortet werden konnten. Mit diesen und weiteren Aktivitäten wurden und werden Kinder wöchentlich mit annähernd 20 Stunden beschäftigt: Besuch der Zusammenkünfte und Vorbereitung darauf, Lesung des Tagestextes, Vorbereitung des Wachtturmstudiums, Teilnahme am Predigtdienst. Ist diese Darstellung vom Umfang her unrealistisch?

  • Zusammenkünfte mit Rüstzeiten – Fahrt und Aufenthaltszeiten: 4 +2 + 2 Stunden: 8 Stunden
  • Vorbereitung auf den Wachtturm: 1 Stunde
  • Tagestext täglich: 15 min, 2 Std. wöchentlich
  • Predigtdienst mit Vorbereitung, Rüstzeiten etc. 3 Stunden
  • Bibelstudium mit dem Kind: 1 Stunde
  • Vorbereitung auf dieses Studium durch das Kind: 1 Stunde
  • diverse…

das sind mindestens 16 Stunden

Also: die Beeinflussung von kleinsten Kindern durch die Religion, die grundsätzlich nichts Schlechtes sein muss, beansprucht für KINDER wöchentlich den Umfang von zwei vollen Erwerbstagen oder vier Unterrichtstagen einer Grundschule – oder umgerechnet ein ganzes produktives Wochenende – man kann es darstellen, wie man will: das ist Zeit neben Schule, Hausaufgaben und häuslichen Pflichten, die einem Kind die Kindheit nimmt.

Wenn also ein Kind, von seinem zweiten bis zu seinem 14. Lebensjahr, mindestens in dieser Weise beansprucht wird und danach noch mehr: hat es dann Lust, auf drei Seiten Text 30 Bibelstellen aufzuschlagen und auf ihren Sinngehalt zu überprüfen?

Sind die erwachsenen Zeugen Jehovas dazu bereit, wenn sie, statt 20 Stunden wöchentlich,als Älteste oder Pioniere 40 Stunden wöchentlich mit „theokratischen Aktivitäten“ zubringen?

Die systematische zeitliche Überforderung, verbunden mit der Einfachheit das Pensum als Frage – Antwortspiel zu absolvieren, hindern jeden daran, einen Satz mit dem anderen zu vergleichen, sich zu fragen, ob die Gesetze der Logik offensichtlich missachtet werden oder ob Bibelstellen, welche angegeben werden, überhaupt einen Sinn in diesem Zusammenhang machen.

Bei Neubekehrten ist es das gleiche Prinzip: der Anforderungsdruck insbesondere in Bezug auf den Zeiteinsatz steigt innerhalb kürzester Zeit so rapide an, dass keine Möglichkeit besteht, kritisch zu hinterfragen was, wie, auf einem Tablet zum Sofortkonsum per Frage – Antwort – Spiel dargereicht wird.

Wir ermuntern alle Brüder und Schwestern, die es geschafft haben, diesen Artikel bis hierher zu lesen, nach dem Motto: weniger ist mehr, den nächsten Wachtturm – Studien – Artikel daraufhin zu untersuchen, ob die hier aufgestellten Behauptungen richtig sind.

Die Vorgehensweise könnte dabei wie folgt aussehen.

Lies jeden einzelnen Satz und frage Dich bitte:

Ist dieser Satz eine These, die hier unbehandelt und ohne Hinterfragen in den Raum gestellt wird? Dann ist es keine Belehrung, sondern eine zunächst unbewiesene Behauptung, die beleuchtet werden müsste. Stimme ich dieser These dann ohne weiteres zu?

Sind Sätze, die Schlussfolgerungen darstellen, wirklich aus den vorherigen Ausführungen bewiesen, oder wurden Zirkelschlüsse gezogen? Beweist eine These die andere, obwohl beide Thesen für sich genommen jeweils unbewiesen oder jedenfalls im Artikel nicht erschlossen werden?

Lies jeden Bibeltext und frage Dich:

  • Wird die Aussage im Text durch den Bibeltext tatsächlich gestützt? Ergibt der Bibeltext, ohne den vorherigen und nachherigen Bibeltext Sinn – und zwar dann den Sinn, der im WT – Artikel behauptet wird?
  • Oder anders gesagt: wir bitten Dich und empfehlen Dir, beim Lesen der Artikel aktiv logisch zu denken und die angegebenen Bibelverse im Kontext zum Artikel nachzulesen, um zu prüfen, ob diese den Artikel tatsächlich stützen.

Wir haben Dir einen kleinen Einblick in die Nährwert – Analyse der sogenannten geistigen Speise der Nahrungsfabrik Warwick gegeben.

Es liegt an jedem einzelnen selbst, zu hinterfragen, ob er den Darstellungen dieses Artikels – vielleicht auch nur teilweise – zustimmen muss.

Sollte es aber so sein, dass man seinen Geist jahre – oder jahrzehntelang ausschließlich mit Informationen füttert, die lediglich Scheininformationen sind und parallel zulässt, dass andere Informationsquellen tabu sind, weil diese weltlich, satanisch, gefährlich seien, so ist klar, dass man einer geistigen Mangelernährung ausgesetzt ist.

Problematisch wird dies besonders, weil die „Nahrungsproduzenten“ aus Warwick auch gleichzeitig die „Ärzte“ sind, die uns gute geistige Gesundheit aufgrund des Konsums ihrer „geistigen Ernährung“ bescheinigen, obwohl wir in Wirklichkeit geistig auf dem Zahnfleisch kriechen.

Jehovas Zeugen legen großen Wert darauf, dass ihre Mitglieder sich nicht aus dritten Quellen informieren und die Information aus der Bibel stellt sich bei näherer Betrachtung als eine Scheininformation*  heraus, die dazu noch aus einer recht fragwürdigen Übersetzung stammt.

(* es handelt sich um nur scheinbar biblisch richtige Auszüge, Zitate, Informationen, weil vielfach nur Fragmente eines Absatzes oder Texte, ohne Berücksichtigung des Kontextes zitiert werden, um einen Beleg zu liefern, welcher aber durch die angegebene Bibelstelle gar nicht belegt werden kann. Wie oben dargestellt und beispielhaft bewiesen, ist dies nicht die Ausnahme, sondern die Regel)

Der Rat dieses Artikel ist: denke beim Lesen der WT- Literatur bitte nach und hinterfrage die Logik der Argumente. Prüfe die angegebenen Bibelstellen – aber beachte den Kontext, weil immer nur Auszüge zum Lesen empfohlen werden, die ohne den Kontext sinnentstellend sind.

Logisch denken und die Bibel sprechen lassen: das sind Empfehlungen, die eigentlich direkt von Jehovas Zeugen kommen könnten.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Ähnliche Artikel

20
Hinterlasse einen Kommentar

8 Kommentar Themen
12 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
9 Kommentatoren

  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
Zartbesaitet

Lieber Artikelschreiber, eine großartige wie auch wahre Abhandlung – aber es wird sicher noch eine Zeitlang dauern, bis wir solch profunde Informationen unseren in der ORG gefangenen Angehörigen vermitteln werden können. Aber es ist eine Hilfe, sie vielleicht in Form von kleinen Hinweisen – also “Samenkörnern” der Freiheit – zu verpacken. Was uns besonders berührte war der Umstand, dass wir für uns selbst auch diese Stundenrechnung wie in deinem Artikel aufgestellt hatten. Ich als Ältester war auf gut 25 Stunden gekommen, meine Frau auf in etwa 20 Stunden (das “mehr” bei mir, weil ich z.B. Hirtenbesuche und das Kümmern um… Weiterlesen »

Fox

Guten Tag Bruder Bert, bei der Frage um den Text “Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt“ – aber dieser Vers bezieht sich auf die vorherige Feststellung, dass man sich von den gottlosen Menschen abgrenzen soll hab ich das Problem einer ausreichenden oder einer mangelhaften Ernährung noch nie verstanden. Wenn da steht, dass diese Christen den Christus so nicht kennengelernt haben, dann haben sie ihn auf jeden Fall kennengelernt, ob so oder anders ist dann eine sekundäre Frage. Das sagt dann über den Gehalt einer Lehre mal absolut gar nichts aus und deshalb ist der Kontext wirklich wichtig. Der andere… Weiterlesen »

Ulla

Guten Abend,

also ich dachte bei der Bibelstelle “ihr habt den Christus nicht SO kennengelernt”, dass es womöglich bedeutet: Ihr habt ihn nicht persönlich kennengelernt wie die Brüder vor uns, die Zeitgenossen Jesu waren. Alle, die von Jesu Wirken erst NACH seiner Auferstehung erfuhren, lernten ihn “anders” kennen.

Jesus sagte jedoch: “Glücklich, die NICHT sehen und DOCH glauben!”

Er sandte seinen Nachfolgern den versprochenen heiligen Geist, damit sie den Sohn Gottes zwar “anders”, aber wie Petrus erkennen und ihm folgen konnten.

Was meint ihr dazu?

Liebe Abendgrüße

Ulla

 

Lichtspender

Im “Brotkasten” findet sich wieder ein neues Video: Einführung für Lukas. Bei Minute 00:23 sieht man rechts im Bild Jesus am Pfahl. Angenagelt ist er mit nur einem Nagel durch die gekreuzten Handgelenke hindurch. Ist es nicht sehr unwahrscheinlich, dass dies in der Praxis durch die römischen Soldaten tatsächlich so ablief? Kreuz hin oder her – das ist jetzt nicht die Frage. Aber 2 Nägel wären doch viel einfacher und logischer, weil der Einschlagvorgang nicht so wackelig wäre. Interessanterweise liest man ja auch in der Bibel gemäß Johannes 20:25: “Infolgedessen sagten die anderen Jünger zu ihm: „Wir haben den Herrn… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Horst,

auch wenn die Genfer Bibel “Ihr habt aber BEI Christus etwas anderes kennengelernt” das so ausdrückt wie die anderen Übersetzungen, die ich vorher zur Hand nahm, widerspricht es sich nicht…

Wenn ich durch die Zeit reisen könnte, würde ich gerne “BEI” Christus persönlich in die Schule gegangen sein, lieber noch als alles danach…

Wie wunderbar muss es gewesen sein, dem Sohn Gottes auf Erden persönlich zu begegnen.

Und wie noch wunderbarer! wird es sein, wenn er wiederkommt und die “Begegnung mit dem Herrn in der Luft” stattfindet!

Sei lieb gegrüßt

Ulla

Lichtspender

Die Veralberung durch den „verständigen Sklaven“ geht weiter. In dem Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“, das als 2. Buch mit Studierenden durchgenommen wird, heißt es auf Seite 89, Absatz 10: „Auch wir müssen heute auf der Hut sein, dass wir uns nicht durch die falsche Religion verunreinigen lassen (1. Korinther 10:21). Hier ist wirklich Vorsicht geboten, weil alles um uns herum von ihr durchsetzt ist. Zahllose Traditionen, Sitten und Bräuche wurzeln in falschen religiösen Lehren wie dem Glauben, dass nach dem Tod irgendetwas von uns weiterlebt (Prediger 9:5, 6, 10). Echte Christen möchten mit Bräuchen, die auf falsche Glaubensansichten… Weiterlesen »

noomi an Edelmuth

Lieber Edelmuth Keiner der 12 Gesandten (Apostel) hat eine himmlische Auferstehung…sagt wer??? Vom himmlischen Zion steht in Offenbarung 21:14 „Die Stadtmauer war erbaut auf zwölf Grundsteinen, und auf diesen standen die zwölf Namen der zwölf Gesandten des Lammes.“     Dann tut mir aber Paulus sehr leid, er sehnte sich doch so sehr beim Messias zu sein…. Philipper 1: 23 „Ich stecke in einem Dilemma: Mein Wunsch ist, fortzugehen und beim Messias zu sein – das ist weit besser -, doch euretwegen ist es wichtiger, dass ich im Leib bleibe“. Ja, wir stecken doch alle mehr oder weniger in einem… Weiterlesen »

Lichtspender

Da hatten wir es wieder! Das falsche Verständnis vom kombinierten „Zeichen“ der letzten Tage, das Jesus angeblich gegeben haben soll. Im schwarzen Buch „Gottes Königreich regiert!“ wird auf Seite 95 im Abs. 19 auszugsweise gesagt: „Drittens freuen wir uns, weil sich durch unsere Arbeit eine Prophezeiung erfüllt. Denken wir an Jesu Antwort auf die Frage seiner Apostel: „Was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ Als ein Merkmal dieses Zeichens führte er ein globales Predigtwerk an. …“ Da es immer wieder falsch gesagt wird, fällt es den Brüdern und Schwestern sicher auch nicht auf.… Weiterlesen »