Siehst du den Unterschied

Kommentar zum Wachtturm-Studienartikel “Siehst du den Unterschied”

„Ihr werdet . . .  den Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen“ Mal.3:18

Siehst du den Unterschied? Diese Frage, die auch der Titel dieses Wachtturm-Studienartikels ist, ist besorgniserregend. Warum? Die simple Aussage dieses WT- Artikels ist: „Die Weltmenschen sind böse, aber wir sind die Guten und müssen uns vor diesen bösen Menschen in der Welt in Acht nehmen. Jeder Zeuge wird sofort erkennen, was er unterschwellig verstehen soll.

Halt, wird ein Zeuge jetzt einwerfen, so sagt es der Artikel nicht. Stimmt, so deutlich wird es nicht formuliert. Die Formulierungen in den Wachtturm-Artikeln werden geschickt und mit Bedacht gewählt. Wichtig ist, wie das zwischen den Zeilen Gesagte bei der Bruderschaft ankommt und ankommen soll.

Zitat Abs. 1: „Im Folgenden werden die Eigenschaften der Menschen in den letzten Tagen den Eigenschaften der Anbeter Gottes gegenübergestellt. Außerdem geht es um die Frage: Wie können wir uns davor schützen, uns mit negativen Wesenszügen zu infizieren, wenn wir anderen in geistiger Hinsicht helfen?“

Hört sich doch ganz vernünftig an. Sich vor gottlosen Menschen in Acht zu nehmen, wer will dies in Frage stellen? So weit, so gut. Doch an welche Menschen denkst du als Zeuge Jehovas? Welche „gottlosen Menschen“ werden hier mit welchen „gottesfürchtigen Menschen“ verglichen?

Richtig, bei „gottlosen Menschen“ denkst du an die „Weltmenschen“, und „gottesfürchtige Menschen“ sind wir, die Jehovas Zeugen, die haben ja die “Wahrheit”. Diesen „Gottlosen“ in der Welt müssen wir helfen, ein Teil der Organisation Gottes zu werden. Doch vorsichtig, sie könnten uns „infizieren“.

Wie Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind, müssen wir uns vor „Infektionen“ schützen. (Wir könnten uns „mit negativen Wesenszügen infizieren.“)  Wir leben und arbeiten mit diesen Menschen zusammen. Das stellt eine Gefahr für uns dar. (Abs. 1)

Die Autoren dieses WT-Artikels möchten, dass wir jeden näheren Kontakt mit Menschen vermeiden, die in der „bösen Welt“ leben, sie sind unserer nicht würdig, ja, noch mehr, sie sind gefährlich für unseren Glauben.

Warum sollten Christen sich überhaupt mit den Menschen „in der Welt“ vergleichen? Sollten wir uns nicht eher darauf konzentrieren, unsere eigenen christlichen Qualitäten zu verbessern? Ist es wirklich wichtig, auf Unterschiede zu achten?  Sind die Worte aus Mal. 3:18 als Aufforderung zu verstehen, uns mit anderen Menschen zu vergleichen.

Nein, wie so oft wird dieser Vers mal wieder aus dem Kontext gerissen und von der WTG im Sinne ihrer Doktrin in einen falschen Zusammenhang gestellt. Wann sollten wir den Unterschied „zwischen einem Gerechten und einem Bösen“ sehen?

Lesen wir die Verse davor und danach, und wir werden erkennen, dass sich dieser Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Ungerechten erst am Gerichtstag Gottes zeigen wird und nicht schon in unserer Zeit. Zusammengefasst lautet die Aussage aus Maleachi sinngemäß:

Der allmächtige Gott sagt: „An dem Tag, an dem ich mein Urteil spreche, …. Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen zwischen einem Menschen, der mir die Treue hält, und einem Gottlosen. …. Ja, es kommt der Tag, an dem mein Zorn wie ein Feuer im Ofen sein wird. … An dem Tag, an dem ich mein Urteil vollstrecke, werden die Gottlosen zertreten wie Staub unter den Füßen!

Nicht wir beurteilen, wer gottlos und wer Gott annehmbar ist, sondern der Schöpfer selbst.

Die Absätze 4 bis 7 geben gute biblische Ratschläge und ermahnen uns, Stolz und hochmütige Augen zu meiden. Doch offenbaren wir nicht gerade dann einen Mangel an Demut und werden aufgeblasen, wenn wir auf die Fehler der anderen schauen und uns mit anderen vergleichen? Ich denke hier an den Pharisäer, der sich erhob und Gott dankte, dass er nicht so wäre wie die übrigen Menschen (Weltmenschen). Der Sünder hingegen senkte demütig die Augen und sagte: „Herr sei mir armen Sünder gnädig“.

Aber nein, der Absatz 4 und 5 spricht nur von Weltmenschen, nicht von Zeugen Jehovas, wenn er sagt:

Nachdem Paulus erwähnt hatte, dass viele sich selbst und das Geld lieben würden, fügte er hinzu, sie würden anmaßend, hochmütig und vor Stolz aufgeblasen sein. Hinter diesen Eigenschaften steckt oft das Gefühl, anderen im Hinblick auf Fähigkeiten, Aussehen, Besitz oder Stellung überlegen zu sein“.

Na toll, wer fühlt sich denn gegenüber den Menschen anderer christlicher Glaubensgemeinschaften überlegen? Weiter wird gesagt: Jehova hasst Stolz und verabscheut „hohe Augen“. Dies ist richtig.  Stolz versperrt den Zugang zu Gott. Diese Eigenschaft ist bezeichnend für den Teufel. Und nun kommt wieder so ein versteckter Hinweis auf Abtrünnige, wenn gesagt wird: „Leider haben sich selbst loyale Diener Jehovas mit Stolz infiziert.“

Unterschwellig wird hier von Personen gesprochen, die den Sklaven und seine Stellung kritisieren und hinterfragen. Solche Personen sind „Abtrünnige“, stolze Menschen, die dem Teufel folgen. In den Augen der Wachtturm-Gesellschaft ist jeder, der ihre religiösen Lehren öffentlich hinterfragt, ein Abtrünniger! Abtrünnige werden in der Wachtturm-Literatur so beschrieben: Sie sind lieblos, stolz und eingebildet. Sie sind rechthaberisch, haben keinen echten Glauben, sind allesamt Lügner und Verleumder und stammten von der bösen Welt Satans ab. Sie schmeicheln sich mit glatten Worten ein und erweckten den Eindruck, vertrauensvoll zu sein.

Also, die Botschaft ist: Wenn es stolze Personen unter Jehovas Volk gibt, dann sind es die Abtrünnigen.

Auch die Absätze 8 bis 11 enthalten wieder guten biblischen Rat, dem man nur zustimmen kann.  Man spricht den Zerfall der zwischenmenschlichen Beziehungen an, die Schwächung der Familienbande durch Ungehorsam der Kinder.

Zitat Abs. 8:Paulus beschrieb die zwischenmenschlichen Beziehungen in den letzten Tagen. ….. Doch Ungehorsam schwächt die wichtigste soziale Einheit der Gesellschaft: die Familie. Das sah man schon im Altertum so. Wenn beispielsweise im antiken Griechenland jemand seine Eltern schlug, verlor er seine Bürgerrechte. Nach dem römischen Gesetz stellte man jemand, der seinen Vater schlug, auf die gleiche Stufe mit einem Mörder. Sowohl die Hebräischen als auch die Christlichen Griechischen Schriften fordern Kinder nachdrücklich dazu auf, ihre Eltern zu ehren“.

Das hört sich ja gut an, wer will dem widersprechen? Doch wie sieht dieses Problem in Verbindung mit dem von der WTG verordneten Kontaktverbot für Familienmitglieder aus?Werden hier nicht auch massiv zwischenmenschliche Beziehungen zerstört, wenn ein Kind seine Eltern meiden muss, weil diese die Organisation verlassen haben, oder weil ihnen die Gemeinschaft wegen einer Verletzung biblischer Gebote entzogen wurde?

Sind solche Handlungen gegen Eltern nicht schlimmer als ein Schlag ins Gesicht? Vor diesem Hintergrund erscheint mir der Rat aus Abs. 9 mehr als unehrlich, wenn dazu aufgefordert wird, gut von den Eltern zu reden.

Zitat Abs. 9: …. „Sprechen junge Leute gut über ihre Eltern, hilft das anderen Kindern und Jugendlichen, die eigenen Eltern in einem guten Licht zu sehen. Natürlich kann es Kindern schwerfallen, gern zu gehorchen, wenn die Eltern ihnen keine natürliche Zuneigung zeigen. Spürt ein Kind jedoch die tiefe Liebe der Eltern, dann will es sie glücklich machen — selbst dann, wenn es einmal versucht ist, nicht zu gehorchen. ….“

Statt das von ihnen selbst verordnete Kontaktverbot als eine Ursache der Zerstörung natürlicher Familienverbindungen zu sehen, führt man den angeblichen Trend des Ungehorsams als Ursache des Problems der Zerstörung zwischenmenschlicher Beziehungen an. Dem Ziel des Artikels folgend, sieht man natürlich alle von Paulus angesprochenen schlechten Eigenschaften bei den Menschen in der bösen Welt.

Zitat Abs. 10: „Paulus zählt noch weitere Eigenschaften auf und unterstreicht damit die mangelnde Liebe unter Menschen. Die Menschen wären außerdem nicht loyal. Sie wären für keine Übereinkunft zugänglich, … . Sie wären Lästerer und Verräter und würden abfällig und herablassend über Menschen und sogar Gott reden. Und es gäbe Verleumder — Personen, die Gerüchte in Umlauf bringen, um den guten Ruf von jemandem zu zerstören“.

Weiter wird in dem Artikel behauptet, im Gegensatz zu diesen Menschen in der Welt, denen es an Liebe mangelt, würden Anbeter Jehovas ihre Mitmenschen aufrichtig lieben. Als Beweis führt man den Predigtdienst an. Jesus habe ja gesagt, dass die Nächstenliebe ein Kennzeichen wahrer Christen sein würde. Jehovas Zeugen würden sogar die eigenen Feinde lieben. Und obwohl Jesus viele hassten, gab er sein Leben für die Menschheit.

Jesu Liebe spiegelt die Liebe seines Vaters vollkommen wider, und genau so würden Jehovas Zeugen überall auf der Welt christliche Liebe zum Ausdruck bringen. Ausgenommen sogenannte „Abtrünnige“, die die Organisation verlassen haben. Diese scheinen schlimmer zu sein als die Feinde, die Jesus hassten, weil sie den „treuen Sklaven“ ablehnen. Lasst uns diese Behauptungen von Absatz 11 noch etwas näher beleuchten. Die Liebe ist das Zeichen wahrer Christen, richtig, und eine solche christliche Liebe würde sogar auf die Feinde ausgedehnt werden, auch richtig. (Matthäus 5: 43-44).

Doch findet man dieses Zeichen wahrer Christen nur unter Jehovas Zeugen? Im Laufe der Jahre habe ich viele Versammlungen der Zeugen Jehovas kennengelernt.  Nur wenige waren glücklich, die meisten hatten mit Problemen der einen oder anderen Art zu tun, einschließlich Cliquenbildung, Klatsch, Verleumdung und Machtmissbrauch durch die Ältesten.

Letztere nutzten häufig ihre Plattform, um Tiraden gegen Gemeindemitglieder, die sich gegen sie erhoben hatten, einzuleiten. Ich habe diese „christliche Liebe“ auf breiter Basis nicht gesehen, um behaupten zu können, dass die Organisation als Ganzes die wahre christliche Gemeinde ist. Zugegeben, dies ist meine persönliche Wahrnehmung. Vielleicht ist deine Erfahrung eine andere. Aber ich bin überzeugt, dass in anderen christlichen Gemeinden genau so viel und genau so wenig wahre Liebe zu finden ist, wie unter Jehovas Zeugen. Ich sehe da keinen Unterschied.

Lieben Jehovas Zeugen ihre Feinde?

Frage dich, handelt es sich um einen Akt christlicher Liebe, einen Teenager zu stigmatisieren, weil er die Versammlungen nicht mehr besucht? – Stichwort schlechter Umgang? Wie ist der Umgang mit demjenigen, der die Lehren der Organisation in Frage stellt, zu bewerten? Diese Menschen als “geistlich krank” oder “Abtrünnige” zu bezeichnen, obwohl  sie weder Jesus noch Jehova verlassen haben, ist wohl schwer mit dem Gebot der Feindesliebe zu vereinbaren.

Im Absatz 13 wird wieder einmal eine nicht überprüfbare Erfahrung zum Besten gegeben.

Zitat: „… . Ein Mann in Thailand beispielsweise war von der Liebe unter den Brüdern auf einem regionalen Kongress berührt. Als er wieder zu Hause war, bat er darum, zweimal pro Woche die Bibel zu studieren. Er gab allen Verwandten Zeugnis und nur sechs Monate nach dem Kongress hielt er seine erste Bibellesung im Königreichssaal.“

In den Augen der Zeugen eine tolle Erfahrung. Nun, es stimmt zwar, dass die Atmosphäre bei großen Kongressen berauschend ist, aber Personen, die ähnliche Veranstaltungen anderer Konfessionen besuchen, werden dasselbe sagen können. Die WTG vergleicht in diesem Zusammenhang gerne ihre Kongresse mit Fußball- oder Rockveranstaltungen. Diese fröhliche und liebevolle Stimmung ist nicht das, von dem Jesus sprach. Jesus selbst sagte: „Wenn ihr diejenigen liebt, die euch lieben, welche Belohnung werden sie haben?

Liebe unter Gleichgesinnten ist nichts Besonderes. Es hat nichts mit wahrer christlicher Liebe zu tun. Jesus stellte dazu die Frage:

 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben«  und deinen Feind hassen.  Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,… Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner?  Und wenn ihr nur eure Brüdern grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? (Matthäus 5:46, 47)

Nur die Brüder in unseren Versammlungen zu lieben, wenn sie genau so denken wie wir, ist nicht außergewöhnlich, obwohl uns dieser Artikel das glauben lassen will. Wir müssen unsere Feinde lieben, wie der Vater es tut. (Matthäus 5: 43-48)

Selbst wenn Brüder uns beleidigen oder alle möglichen schlechten Dinge über uns sagen, sollten wir sie lieben. Stattdessen werden wir von unserer „leitenden Körperschaft“ aufgefordert, sie zu hassen, siehe The Watchtower, 1. Okt. 1952, Seite 599: „Wir müssen [den Ausgeschlossenen] im wahrsten Sinne hassen, das heißt, ihm mit äußerster Abneigung begegnen, ihn als abstoßend, ekelhaft, schmutzig, verachtungswürdig ansehen.“ Oder, Wt, 1. Oktober 1993, S. 19, Abs. 15: Wenn sie solche Schlechtigkeit wählen, …., dann muss ein Christ sie als solche hassen“.

Die Absätze 17, 18 bringen die Botschaft dieses Artikels dann endgültig auf den Punkt, wenn gesagt wird, Zitat: „Der Unterschied zwischen denen, die Gott dienen, und denen, die ihm nicht dienen, wird immer deutlicher“. (Gemeint ist, der Unterschied zwischen Jehovas Zeugen und den Menschen in der Welt wird angeblich immer deutlicher.)

Noch einmal, wie es der Kontext von Maleachi zeigt, wird dieser Unterschied erst am Gerichtstag deutlich, nicht schon jetzt.

Zitat: .… Es ist weise, dem von Gott inspirierten Rat zu folgen und uns von Menschen abzuwenden, die in 2. Timotheus 3:2-5 beschrieben werden.

(Geschickt formuliert, dem kann keiner widersprechen. Aber ein Zeuge liest aus diesem Satz genau das, was er lesen soll, nämlich: der inspirierte Rat der Bibel lautet: „Halte dich von „Weltmenschen“ fern, sie sind böse, weil sie Jehova nicht dienen“.)

Doch indem man einräumt, „natürlich können wir ihnen nicht völlig aus dem Weg gehen — vielleicht leben oder arbeiten wir mit ihnen zusammen oder gehen mit ihnen zur Schule. Aber wir können vermeiden, dass ihr Denken und ihr Charakter auf uns abfärben“, wird offen gesagt, wer gemeint ist, die Arbeitskollegen und Schulfreunde. 

Absatz 18: Wir wollen auch anderen helfen, Jehova näherzukommen. Suchen wir Gelegenheiten, Zeugnis zu geben. Bitten wir Jehova um Hilfe, im richtigen Moment das Richtige zu sagen. Lassen wir andere wissen, dass wir Zeugen Jehovas sind. Wenn wir das tun, ehrt unser gutes Verhalten Gott, und nicht uns selbst.

Welche Arroganz! „Lassen wir andere wissen, dass wir Zeugen Jehovas sind“, dann werden sie den Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen. Die Botschaft, die übermittelt wird, ist: „Halte dich fern von diesen Weltmenschen “. Mit anderen Worten, wir werden aufgefordert, die Menschheit in zwei Gruppen einzuteilen; Weltmenschen und Zeugen Jehovas. Gute Menschen werden wir nur innerhalb der Versammlung finden. Und wenn es doch einmal Probleme mit einem Bruder gibt, dann nur auf Grund von Unvollkommenheiten. Die Weltmenschen sind aber von Grund auf böse. Eine ähnliche Grundeinstellung finden wir unter allen fundamentalistischen Religionsgruppen.

Ultraorthodoxe Juden werden ihre Augen von einem Nichtjuden abwenden. Zigeuner haben ihren eigenen Begriff für Nicht-Roma-Zigeuner: “Gorgas”. Die Botschaft von diesen und ähnlichen Gruppen ist: “Habe nichts mit denen zu tun, die nicht von unserer Art sind”.

Ist die Organisation anders, welches Beispiel gab Jesus? Er verbrachte Zeit mit Steuereintreibern und Sündern. Er versuchte, ihnen zu helfen und hat sie nicht gemieden (Matthäus 11: 18-19). Alle Religionen verweisen auf solche Beispiele. Doch denken wir daran, es ist die Bibel, die das Leben der Menschen zum Besseren verändert, keine Religionsorganisation, so sehr sie es auch von sich behauptet.

Abs. 17: “Wir, die wir Gott dienen, müssen aufpassen, dass wir nicht von den ungerechten Einstellungen anderer beeinflusst werden“.

Wenn wir den Rat von Paulus aus 2. Timotheus 3: 2-5 befolgen wollen, dann werden wir uns von denen abwenden,  auf die die beschriebenen Eigenschaften zutreffen. Dies könnten auch Zeugen Jehovas sein, aber nicht pauschal die sogenannten Weltmenschen.

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Zitat eines Ältesten

Es gibt nichts, was es bei Zeugen nicht gibt.

Das war schon vor 20 Jahren.

Peter

Manchmal wundert man sich schon darüber, dass es im Fitnessstudio mehr Mitgefühl und Nächstenliebe gibt, als in der eigenen Versammlung.

M.N.

Absatz 18 umgeschrieben: Wir wollen auch anderen helfen, der JW.Org und ihrem obersten menschlichen Leitungskomitee näherzukommen. Suchen wir Gelegenheiten, JW.Org-Verlagspropaganda zu verbreiten. Bitten wir die JW.Org und ihre approbierten Hierarchiefunktionäre und Leistungsträger um Hilfe, im richtigen Moment das Richtige zu sagen. Lassen wir andere wissen, selbst wenn sie es nicht die Bohne interessiert, dass wir Befehlsempfänger der JW.Org sind. Wenn wir das tun, nützt unser gutes Verhalten der JW.Org und ihren 8 Oberbossen und nicht uns selbst.

RoKo

Danke Bruder. The Watchtower, 1. Okt. 1952, Seite 599: „Wir müssen [den Ausgeschlossenen] im wahrsten Sinne hassen, das heißt, ihm mit äußerster Abneigung begegnen, ihn als abstoßend, ekelhaft, schmutzig, verachtungswürdig ansehen.“ Oder, WT, 1. Oktober 1993, S. 19, Abs. 15:„Wenn sie solche Schlechtigkeit wählen, …., dann muss ein Christ sie als solche hassen“. Eine faszinierende Wortwendung die mir bislang als Text unbekant war. Infolge Handlungen aber nicht, das pflegen Zeugen Jehovas regelmäßig in aller Härte wie dieses Video zeigt und eine Versammlung einem Teenager applaudiert, weil sie ihre Schwester meidet und Hass bekundet. https://www.youtube.com/watch?v=WdK6fEskKXc Speise vom t.u.v.Sklave, zitiert aus dem JW-Broadcasting… Weiterlesen »

Ömmelchen

@ Bruder : Sehr gute Bloßstellung dieses heuchlerischen und verlogenen Artikels. Sorgfältig ausgearbeitet und die Beweisführung treffsicher auf den Punkt gebracht. Danke für deine Mühe. @ RoKo :   Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Liebe gegenüber den eigenen Leuten ist normal. Auch eine gewisse Liebe Fremden gegenüber, z.B. in Form von Spenden oder ehrenamtlicher Arbeit ist lobenswert, aber letztlich nichts übermäßig besonderes. Aber Liebe bzw. liebevolles Handeln gegen feindlich gesinnte Menschen, das ist etwas, was man schlecht aus sich selbst heraus hervorbringen kann; so wie die anderen Formen der Liebe. Diese Liebe kommt von Gott. Nur wer erfüllt ist von… Weiterlesen »

Ulla

“Reden ist Silber, Schreiben ist Gold!”. Das war mein Motto all die Jahre des Schreibens, um stabil zu bleiben. Ich möchte hier eines meiner Gedichte aus meinem ersten Büchlein “Seelenflüge” reinstellen, das sehr gut zu dem Thema “Siehst du den Unterschied?” paßt: ZEBRA-Religion (nur schwarz oder weiß) Manche Leute / reißen mir das Herz heraus / dafür / dass ich nicht mehr / glauben mag / an einen schlachtenden Gott / und sieben Milliarden Tote / Sie sagen / es wär Gottes Wille / Denn sie wärn die Guten / alle andern wärn schlecht / ZEBRA-Religion / nur schwarz oder… Weiterlesen »

Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ >pit

“Bruder” kommentierte zum JW.org-Artikel das: Die Autoren dieses WT-Artikels möchten, dass wir jeden näheren Kontakt mit Menschen vermeiden, die in der „bösen Welt“ leben, sie sind unserer nicht würdig, ja, noch mehr, sie sind gefährlich für unseren Glauben. Da erhebt sich überhaupt die Frage, ist denn jeder Mensch für das Reich Gottes geeignet, passend, willig, würdig…? Bringt denn jeder Mensch die rechten Voraussetzungen mit, oder müssen wir nur clever vorgehen, die 5 – 8-Minutenpredigt in der Zusammenkunft gut eingelernt haben, auch in der Lage sein “Einwände zu überwinden”? Ich erinnere mich an die Schwester die mit mir das HB-studium durchführte:… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, das ist mal wieder so ein Artikel, da könnte ich mich richtig aufregen! Ich zitiere das Zitat aus Absatz 1: Wie können wir uns davor schützen, uns mit negativen Wesenszügen zu infizieren, wenn wir anderen in geistiger Hinsicht helfen?“ Allein die Wortwahl! “Infizieren” heißt: die anderen sind krank, ich könnte mich anstecken – sie sind eine Gefahr für mich! Wenn wir es mal klar nehmen, dann ist das die Rhetorik von autoritären Regimen, die andere Menschen als “ansteckend” diskriminiert. Fakt ist: es gibt weltweit 200.000.000 verfolgte Christen – und die wenigsten davon sind JZ. Fakt ist: JZ scheren… Weiterlesen »

stoertebeker

Störti an Alle Hallo ihr Lieben,   was ist denn los mit Euch. Hat hier keiner mehr Speed im Köcher? Nix Kommentare? Oder spinnt mein Rechner? Ich habe ja auch keine Lust mich zu jedem aufgewärmten Quark zu äußern, aber ich vermisse Euch! (nicht alle).   Sollte ich vielleicht mal wieder einen Kommentar schreiben über die 40.000 verschiedenen Denominationen der Christenheit? Oder über die Moslems, Hindus, Buddhisten oder andere die Steine, Berge, Ratten, Rinder, die hl. Mutter Gottes (Himmelskönigin), anbeten, oder die mir erzählen: man muss die Bibel auch „esoterisch lesen“ (Matth. 11:24,25), alle diese haben das gleiche Bedürfnis. Aber… Weiterlesen »

Ulla

Hallo Störti,

ich mußte herzhaft über deinen Kommentar lachen, dachte ebenfalls: “häää?…keiner schreibt mehr? Ist was mit meinem Rechner ned in Ordnung….oder sind die alle wegen des Wetters nur noch draußen, Sonne tanken?….hat die Registrierungssache manchen Angst gemacht?…..Ist der Admin krank oder verhindert?…..”

Ist doch ein gutes Zeichen, wenn wir uns fehlen. Sind ja ne Art Schicksalsgemeinschaft …   ; )

Damit du dir nicht gar so verloren vorkommst, schicke ich dir besonders schöne Frühlingsgrüße aus dem Frankenland!

Servusli

Ulla

 

Lena

Hallo, Möchte mich auch einmal zu Wort melden. Auch ich finde diesen Artikel von Bruder sehr gut dargelegt. Ganz tief aus in mir hatte ich beim Studium des WT-Artikels, dass Gefühl hier liegt etwas falsch, obwohl die Gedanken auf den ersten Blick logisch erscheinen. Die Bibelstellen passen anscheinend, aber mein Gefühl sagt, da stimmt was nicht. Nur kann ich es nicht so gut in Worte fassen und mit Bibelstellen untermauern wie die Brüder von Bruderinfo oder andere hier auf dieser Seite, z.B. Anna oder Tilo, oder Bert. ?Im Grundtenor ist der hier angesprochene Wachtturmartikel „siehst du den Unterschied“ nichts anderes,… Weiterlesen »

Ungelogen

Bei mir sah man den Unterschied anscheinend nicht…oder wollte ihn nicht sehen, denn vor einigen Jahren wurde ich von einer sehr jungen alleinstehenden Interessierten der sexuellen Belästigung angeklagt. Die Ältesten glaubten ihr sofort und ich wurde mehrmals auf ziemlich aggressive Weise von 2 Ältesten besucht, um es endlich zuzugeben. Ich will nicht weiter darauf eingehen, aber es kam letztendlich soweit, dass die Sache, die dermassen eskalierte, vor Gericht kam und die Anklägerin eine Glaubensschwester von mir an ihrer Seite hatte, um sie emotional gegen ihren Glaubensbruder zu unterstützen. Zudem hat einer der Ältesten sich an meinem Anwalt gewand, um ihm… Weiterlesen »

Ungelogen

Vielleicht noch einige Ergänzungen: Ich bin verheiratet und meine Frau stand von Anfang an immer voll hinter mir. Denn sie wusste eher wie ich, was für ein hinterhäliges Luder  die sogenannte Interessierte ist! In der Versammlung steckten die Leute in meiner Gegenwart die Köpfe zusammen. Im günstigsten Falle waren einige Leute aus der Versammlung neutral, aber niemals wollte mich persönlich jemand darüber hören. Ich konnte mich somit niemals verteidigen. Wie hiess es vor vielen Jahren mal im Königreichsdienst? Wenn Aussenstehende über Brüder herziehen, sind wir immer auf der Seite unserer Brüder, solange es nicht bewiesen ist, dass er schuldig ist.… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, passend zu diesem Thread einige Anmerkungen zum WT-“Studienartikel” “Woran ist ein Geistesmensch zu erkennen?” Vorab als Erinnerung: “Geistig/Geistigkeit/Geistiggesinntsein” etc. hat in JW.Org-Denke nichts – aber auch GAR nichts – mit “Geistvoll/Spirituell/Spiritualität” gemäß der ÜBLICHEN Bedeutung dieses Begriffes zu tun. Wo immer diese Begriffe in WTG-Verlagsprodukten auftauchen, dann handelt es sich hierbei um bloße Worthülsen, die als “JW.Org-zentrisch; JW.Org-orientiert; JW.Org-ausgerichtet” etc. dekodiert werden müssen. In diesem Licht bedeutet eine Wendung wie “Sich auf geistige Dinge zu konzentrieren führt heute schon zu Frieden mit Gott” im Klartext: “Sich auf die JW.Org zu konzentrieren führt dazu, in JW.Org-Kreisen anerkannt zu sein.”… Weiterlesen »

Max@Ungelogen

Hallo Ungelogen,   Ja, es gibt schon Älteste in unseren Reihen. Nach Anerkennung hecheln, wenn der Kreisaufseher die Versammlungen besucht, und dies auf Kosten kranker Brüder und Schwestern. Eine Erfahrung. Ich habe in meiner Zeit als Ältester Dinge erlebt und Typen kennengelernt, das glaubt man nicht.   Ein Ältester erzählte im Kreise seiner Mitältesten und vor dem Kreisaufseher stolz, wie er es geschafft hat mit seiner Frau eine alleinstehende und mit einer schweren Krankheit kämpfende Schwester zum Predigtdienst zu bewegen „wir haben sie mitgenommen, und sie hat auch etwas gesagt“.   Tatsächlich ist dieser Älteste ein Typ, der sich so… Weiterlesen »

Freigeist

Die Beweislast, dass es sich bei JW org um Betrüger,um ein Schneeballsystem, handelt,ist erdrückend. Doch wie im richtigen Leben leugnet auch hier der Angeklagte bis zum Schluß.

Nachdenker

Nachdenker an Alle,   sorry Omma das ich deinen Antwortbutton mißbraucht habe. Habe die Tage viele eurer Kommentare zum Thema Liebe insgesamt und in der Versammlung usw. gelesen und möchte nun auch 2 Erfahrungen meinerseits beisteuern. Zuerst einmal zum besseren Verständnis Folgendes:   Meine Frau und ich waren noch nie angepasste ZJ oder haben alle Anrodnungen so einfach geschluckt. Wir hatten immer unsere eigene Meinung und haben diese auch vertreten, was uns für viele immer suspekt machte und so gehörten wir auch nie zum inneren Zirkel einer Versammlung, weil das ja nie vorbildlich war. Zudem nahmen wir uns auch alle Freiheiten,… Weiterlesen »