Ich habe WIRKLICH Lust an dem Gesetz Gottes

Wie die leitende Körperschaft die für uns trostreichen Worte des Apostel Paulus aus Römer 7 : 22 ins Gegenteil verkehrt.

Lett Lust.001In seiner 9-minütigen Morgenansprache zum Tagestext befasst sich Bruder Lett mit den Worten des Apostel Paulus aus Römer 7:22: „Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes….“ Er zitiert hier allerdings nur einen Halbsatz. Die Hälfte von dem, was Paulus wirklich sagte, erwähnt er leider nicht. Stattdessen philosophiert er über die zwei Worte „Lust“ und „wirklich“.

Damit liefert Stephen Lett mal wieder ein Beispiel dafür, wie der angebliche „treue und verständige Sklave“ die Worte der Bibel im Sinne seines „Leistungsevangeliums“ verdreht und ins Gegenteil verkehrt. Er gebraucht natürlich die NWÜ, in der Römer 7:22 wie folgt wiedergegeben wird; lasst uns aber den gesamten Text lesen:

Video-Link: https://youtu.be/S4_CauhbZiw

„Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin“

Mit dieser Unterscheidung bringt Paulus zum Ausdruck, dass zwischen dem, was er innerlich, also seinem Geiste nach möchte, und dem, was er seinem Fleische nach tut, eine Diskrepanz besteht. Wie gesagt, Stephen Lett konzentriert sich in seiner Ansprache nur auf den ersten Teil von Römer 7:22:Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz!“ Doch gerade der zweite Teil des Textes drückt aus, was Paulus wirklich sagen wollte: „gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin“.

Wir stellen fest, dass Stephen Lett sich auf zwei Worte konzentriert, um die Aussagen des Paulus in eine Richtung zu lenken, die dem Sklaven wichtig erscheint; „Lust“ und „wirklich“, als ob diese Worte der Schlüssel zum Verständnis dessen sei, was Paulus sagen wollte. Das, was Stephen Lett und damit die leitende Körperschaft uns sagen möchte, ist auf einen einfachen Nenner zu bringen: „Wer wirklich Lust am Gesetz Gottes hat, wird es auch halten“.

Diese platte Botschaft möchte Stephen Lett mit dem Beispiel eines sogenannten „Missetäters“ belegen, der sich vor einem Rechtskomitee der Versammlung der Zeugen Jehovas verantworten muss.

Aber wie gesagt, zu dieser Ansicht kommt man nur, wenn man den Kontext dessen außer Acht lässt, was Paulus wirklich sagen möchte. Das Wort „Lust“ wird von Lett hier zu einem Schlüsselwort in seiner Ansprache hochgespielt, obwohl das griechische Ausgangswort auch mit „Wohlgefallen“ oder „Freude“ übersetzt werden kann. Aber noch bemerkenswerter ist die Tatsache, dass er sich hier auch noch auf ein Wort stürzt, das in diesem Zusammenhang nur in der NWÜ Verwendung findet, das Adjektiv „wirklich“.

Nun ist das Adjektiv „wirklich“ nicht unbedingt fehl am Platz, wenn es im Kontext gesehen wird. Tatsache ist aber, dass es keine Übersetzung gibt, die dieses Adjektiv „wirklich“ verwendet, weil es weder in den Urtexten enthalten ist, noch im Kontext einen Sinn macht. Bei dem, was Paulus sagen wollte, ist es egal, ob er das Gesetz liebt oder „wirklich“ liebt. Er sah sich außer Stande, es zu erfüllen. Das war seine Botschaft.

Von daher ist das Adjektiv „wirklich“ sinnlos, es sei denn, man möchte wie Lett psychischen Druck aufbauen und den Eindruck vermitteln, wer das Gesetz „wirklich“ liebt, wird es auch halten können, und ein Sünder liebt das Gesetz nicht „wirklich“.

Lett Paulus.001Stephen Lett sagt: „Ein Christ, der einer Sünde erlag, hatte zumindest in diesem Fall keine Lust am Gesetz Gottes“. Lieber Bruder Lett, merkst du nicht, dass du hier nicht nur dem widersprichst, was der Apostel Paulus sagen wollte, sondern auch dem, was du einige Minuten vorher gesagt hast?  Du sagtest, Paulus habe „wirklich“ Lust am Gesetz und erklärst, dass jeder, der „wirklich“ Lust am Gesetz hat, dieses auch halten wird. Paulus aber sagte, dass er das Gesetz nicht halten kann, obwohl er Lust am Gesetz hat. Wer sagt hier die Unwahrheit?

Sagte Paulus nicht: das Gute, das ich wünsche, tue ich nicht, sondern das Schlechte, das ich nicht wünsche, das treibe ich. Wenn ich nun das, was ich nicht wünsche, tue, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Ich finde also in meinem Fall dieses Gesetz: dass, wenn ich das Rechte zu tun wünsche, das Schlechte bei mir vorhanden ist, obwohl ich (wirklich) Lust an dem Gesetz Gottes habe gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin?

Beachte bitte, dass er hier von seinem inneren Menschen spricht. Innerlich ist er überzeugt vom Wert des Gesetzes. Er liebt das Gesetz, aber dennoch vermag er es nicht umzusetzen.

Nun zu deiner rhetorischen Frage: „Wie können wir zeigen, dass wir Lust am Gesetz Gottes haben?“

Wer Lust am Gesetz, sprich dem Wort Gottes, hat, wird sich gerne damit befassen, weil er es liebt. Dem ist nicht zu widersprechen. Aber selbst wenn er, wie du sagst, „Tag und Nacht darin liest“, wird er dem Gesetz Gottes nicht genügen. Das gehört auch zur Wahrheit, die uns Paulus vor Augen führen wollte. Warum wird dieser wichtige Gesichtspunkt in deiner Ansprache nicht thematisiert, ist dies doch gerade der Kern der guten Botschaft über den Christus? Weil dieser Gesichtspunkt dem Leistungsevangelium des „Sklaven“ zuwiderläuft.

Dann kommt Stephen Lett auf einen anderen Punkt zu sprechen, indem er sagt: „Die Bibel enthält das große Denken unseres Schöpfers in gedruckter Form.“

Die Behauptung, dass die Bibel das große Denken unseres Schöpfers in gedruckter Form enthält, ist doch wohl etwas weit her geholt, da die Bibel uns nur einen Bruchteil dessen vermittelt, was Gott wirklich ausmacht. Das, was uns die Bibel über Gott heute vermittelt, ist seine unaussprechliche Gerechtigkeit, aber auch seine Barmherzigkeit.

Sie offenbart uns den einzigen Weg, den wir gehen können, um seiner Gerechtigkeit zu genügen, durch Jesus Christus, und nicht durch eigene Leistungen. Das, lieber Bruder Lett, wäre die Botschaft, die du uns als „Stellvertreter“ oder als „Mitteilungskanal Christi“ vermitteln solltest. Und genau das ist es, was Paulus uns auch sagen wollte, wenn er fragt: Wer wird mich jemals aus dieser Gefangenschaft befreien? Gott sei Dank! Durch unseren Herrn Jesus Christus bin ich bereits befreit“.

Du zitierst Römer 11:33, um auf die Größe und das unerforschliche Wesen Gottes zu verweisen. Nun, auch diese Verse aus dem Römerbrief stehen in einem größeren Zusammenhang, den wir hier kurz aufzeigen möchten. Ja, die Wege Gottes sind für uns unerforschlich. Wir werden Gott niemals erfassen können, nicht durch das Lesen der Bibel heute, noch in 1000 Jahren, noch in alle Ewigkeit.

Paulus spricht im Kontext von einem Geheimnis, das er nicht verhehlen möchte; dass die Verstockung, die einem Teil Israels widerfahren ist, einmal enden wird, und zwar dann, wenn die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; und so wird ganz Israel gerettet werden, durch den Erlöser, der aus Zion kommt. Er wird alle Gottlosigkeit von Jakob abwenden.

Paulus offenbart uns dieses Geheimnis, wenn er sagt: „Noch sind sie (die Juden) zwar Feinde der Guten Botschaft um der Heiden willen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. Denn wie ihr (die Heidenchristen) zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres (der Juden) Ungehorsams, so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.“

Diese für menschliche Maßstäbe so unbegreifliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes ist der Hintergrund der von Stephen Lett angeführten Aussage des Paulus: Wie groß ist doch Gott! Wie unendlich seine Weisheit, wie tief seine Gedanken! Wie unbegreiflich für uns seine Entscheidungen und seine Pläne! (Auch in Verbindung mit seiner Barmherzigkeit Israel gegenüber.)

Denn: “Wer könnte jemals Gottes Absichten erkennen? Wer könnte ihn beraten?” “Wer hätte Gott jemals etwas gegeben, das er nun von ihm zurückfordern könnte?” „Denn alles kommt von ihm, alles lebt durch ihn, alles vollendet sich in ihm. Ihm sei Lob und Ehre für immer und ewig! Amen“

Erstaunlich ist auch die Bezugnahme von Stephen Lett auf das „Offenbarungsbuch“, das nun wirklich keine Rolle mehr im Glaubensleben eines Zeugen spielt, um zu zeigen, dass es auch während der 1000 Jahre Königreichsherrschaft mit dem Studieren weitergeht.

Zitat: „Zweifellos werden weiterhin unzählige Bibelstudien durchgeführt, um den Sinn Jehovas zu erfassen. Dieser fortlaufende Lernprozess wird unserem Leben Sinn und Befriedigung geben.“

Ist das Erfassen der Größe und Herrlichkeit Gottes durch ein Studium der Bibel und der Buchrollen wirklich möglich? Besteht unser Sinn des Lebens darin zu forschen, um Gott zu begreifen? Es gibt keinen biblischen Beleg dafür, dass die Menschen in alle Ewigkeit studieren werden. Deshalb muss das alte „Offenbarungsbuch“ als Beleg herhalten.

Da sagt uns doch die Bibel etwas ganz anderes. Sie spricht von einer Zeit, in der Gott einen neuen Bund mit „seinem Volk“ schließen wird, indem er sein Gesetz in das Herz seines Volkes legen wird, so dass ihr ganzes Denken und Handeln von diesem Gesetz bestimmt sein wird.

Damit wären wir wieder bei dem Ausgangspunkt unserer Widerlegung. Nicht durch das tägliche Lesen des Gesetzes oder durch ein lebenslanges Studieren werden wir dem Gesetz genügen, sondern nur durch Gottes Wirken in unserem Herzen. Damit soll nicht gesagt werden, dass das tägliche Lesen und sich Befassen mit dem Wort Gottes heute keinen Wert hat.

Aber die Prophezeiung sagt: „Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Und niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht seinem Bruder mehr zu sagen: ‘Erkenne doch den Herrn!’ Denn alle – vom Kleinsten bis zum Größten – werden erkennen, wer Gott ist. Jeremia 31:33

Wie anders klingt doch diese Verheißung! Ganz anders als das, was uns der „Sklave“ im „Offenbarungsbuch“ sagt. Dieses von der WTG geforderte ewige Studieren hat schon heute kaum einen Wert, wenn es um unser Verhältnis zu Gott geht. Es wird auch in den 1000 Jahren Königreichsherrschaft keinen Wert haben, auch nicht für die Auferstandenen. Wo steht das in der Bibel, dass sie auch noch während der 1000 Jahre studiert werden muss? Nirgends, deshalb muss das „Offenbarungsbuch“ als Beweis herhalten.

Noch ein Wort zu deiner Frage, ob das ewige Leben langweilig sein wird.

Ist Langeweile in der Ewigkeit dann das zentrale Problem der Menschheit? Ja, die Schöpfung ist vielfältig und großartig, aber um eventuell aufkommende Langeweile zu bekämpfen, werde ich bestimmt keine Zebrastreifen zählen und vergleichen und auch keine Schneeflocken.

Ich weiß, Bruder Lett, so hast du es nicht gemeint. Du wolltest auf die Vielfalt der Schöpfung verweisen, und es wird immer Menschen geben, die sich mit der Schöpfung befassen und sie verstehen wollen. Aber wenn du schon die Vielfalt der Schöpfung ansprichst, dann frage dich, warum lässt der „Sklave“ diese individuelle Vielfalt nicht in den Versammlungen oder unter dem gesamten Volk der Zeugen zu? Warum muss alles reglementiert und vorgeschrieben werden? Warum ist die Gleichschaltung im Denken und Handeln bis in die privatesten Angelegenheiten wichtiger als individuelle Vielfalt?

In einem eurer Videos auf JW-Broadcast präsentiert ihr z. B. die Vielfalt der Musik aus anderen Kulturen. Nun, privat dürfen unsere Brüder mit ihren traditionellen Instrumenten Musik machen. Doch in den Versammlungen wird die individuelle Musik verboten, obwohl es eine Tatsache ist, dass gerade diese Individualität das Leben bereichert. Stattdessen dürfen sich die Brüder an der von euch produzierten Musik aus der Konserve erfreuen. So viel zum Thema „Vielfalt der Schöpfung“ und „Langeweile“.

Wenn du schon das Thema „Langeweile“ ansprichst, die „Langeweile“ in den Zusammenkünften ist schon sprichwörtlich und ist alles andere als ein Motivator, um Lust am Gesetz Gottes zu entwickeln. Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten Änderungen auf diesem Gebiet diesen Zustand verändern. Aber es ist zu erwarten, dass der „geistige Einheitsbrei“ nur in anderer Verpackung serviert wird.

 

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Matthäus

Ein wirklich tolles Video!

Meinen Dank und Respekt vor dieser Belehrung, ohne Polemik und doch wird deutlich aufgezeigt wie UNverständi,g von Treue will ich gar nicht mehr reden, diese Männer sind. Sie glauben wirklich ihre Worte kämen “vom Himmel” in Wahrheit sind es ärmliche Zeugnisse ihres UNVerstand.

LG Matthäus

kritikus

Studierwut Es gibt ja Menschen, die allezeit lernen, und doch zu keiner Erkenntnis Gottes kommen. Es gibt Menschen, die viele Teile der Bibel auswendig hersagen können und doch Gott nicht kennen. Die Juden hatten ihre Schriftgelehrten unter den Pharisäern. Und doch: Sie kannten Gott nicht! An Kopferkenntnis kann es nicht gelegen haben. Nein, Jesus lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gerechtigkeit Gottes und auf Gottesfurcht. Beide Dinge sind Voraussetzung für das Erkennen Gottes. Im ersten Psalm wir ein Mensch beschrieben, der Lust hatte am Gesetz oder am Wort Gottes. Er las darin. Was mag in ihm passiert sein, während er las?… Weiterlesen »

Martin & Paul Z21 @ all

Liebe Freunde der Wahrheit! Wir haben heute zur Verteidigung der Lehre von der Glaubensgerechtigkeit und wider die Irrlehre von der Gesetzes-, Werk- und Leistungsgerechtigkeit die nachfolgende Resolution, die wir hiermit allgemein zugänglich und verfügbar machen, verfasst und an die LK per einfachem Brief übermittelt:From: Peter Paul James Kingdomstreet 19/14 33-70 Jerusalem-Israel@FRG To: The governing body of Jehovas Witnesses Watchtower Bible and Tract Society of Pennsylvania 1245 Columbia Heights Brooklyn, New York 11021, USA Resolution Nr. 1 vom 30.10.2015 Die Hausknechte Jesu an den sogenannten treuen und verständigen Sklaven! Wir möchten Euch hiermit folgende Fragen vorlegen und beantworten: 1. Wer ist… Weiterlesen »

stoertebeker

Was ist los? Ich habe eben den Artikel über Selters gelesen, und jetzt ist er weg. Der Artikel hat mich sehr berührt. Ich war ein Betroffener. Ich war so loyal zur Organisation ( Pionierdienst, Betheldienst, Sonderdienst, Anwärter für Missionardienst u.s.w.), dass sie mich in eine Schlangengrube hätten werfen können. Ich kenne viele die damals ihr ganzes Leben für diese ORG in die Waagschale geworfen haben. Und jetzt werden diese Menschen mit einem Fußtritt, und einem “wir schätzen deinen treuen Dienst, und Jehova wird auch weiterhin im allgemeinen Pionierdienst für dich sorgen”, auf die Straße gesetzt. Das ist der beste Arbeitgeber… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, zuerst “Danke” an den/die Verfasser obigen Artikels. Sodann betreffs der Stichworte “Ewiges Studieren in der ‘NeuenWelt’ ” sowie “Langeweile”. Die JW.ORG-Visionen vom “Leben in der ‘Neuen Welt’ ” kann ich nur noch als erschrecklich/grausig/gruselig bezeichnen. Ewiges Malochen unter JW.ORG-Diktatur? Ewiges Funktionieren gemäß JW.ORG-Direktiven? Unendliches JW.ORG-Direktivenstudium, ewiges allwöchentliches JW.ORG-Zusammenkunftsbesuchen, …? Da erscheint mir die Lehre von der ewigen Reinkarnation noch anziehender als eine solch dröge/trostlose Zukunftsaussicht, für immer und ewig unter JW.ORG-Knute malochen zu müssen. Alptraum – schrecklich! Will das, MÖCHTE das irgendjemand hier wirklich allen Ernstes? Für mich zumindest stellt das eine Horrorvision dar. Mir sei erlaubt, hier… Weiterlesen »

Paul Z21

An die Feinde der biblischen Chronologie! Der Evangelist und Schreiber der Apostelgeschichte Lukas war bekanntlich Arzt und Christ; konnte also auf eine für damalige Verhältnisse wissenschaftliche Ausbildung zurückgreifen und war dennoch gläubig. In seinem Evangelium hat er anhand der ihm zur Verfügung stehenden Urkunden und Dokumente eine Genealogie (einen Stammbaum) der menschlichen Vorfahren Jesu bis zurück zu Adam erstellt (Lk 3,23-38). Ist dieser Stammbaum etwa durch die historische Wissenschaft, die behauptet es gab schon viele Jahrtausende vor 4026 vuZ Menschen, überholt oder nur noch eine Allegorie oder Metapher? Gilt hier nur noch der sensus allegoricus? Ist der offensichtlich hier zur… Weiterlesen »

Ron West

Hallo Martin Z21, ich habe Deinen Kommentar an Julia gelesen dort schreibst Du: “Bemerkenswert finde ich, dass mich hier dieselbe Feindseligkeit entgegenschlägt wie sie Jonsson in seinem Buch beschreibt. Bevor wir uns weiter streiten sollten wir eher überlegen wie wir einen an Stelle des Christus herrschenden und selbstherrlichen Sklaven effektiv in seine Schranken verweisen und verängstigte Schafe aus der neuzeitlichen babylonischen Gefangenschaft befreien können! Darum geht es doch, oder?” Ich kann verstehen das Du dieses Gefühl der Feindseligkeit hast. Doch wie sagt ein Sprichwort: “Wie man in einen Wald hineinschreit, so kommt es auch wieder heraus.” Den zweiten Teil Deiner… Weiterlesen »

Martin & Paul /21

Liebe Leser und Kommentarschreiber! Falls ich mit meinen Äußerungen jemand beleidigt oder zu Nahe getreten sein sollte, entschuldige ich mich hiermit in aller Form. Ich habe das Motto der Beröer “erforschen, informieren und richtigstellen…” manchmal wohl etwas zu übereifrig auf mich persönlich angewandt. Wir alle sollten nicht erwarten, dass hier alle einer Meinung sind, sonst wären wir nicht hier, sondern woanders… Die Frage ist nur: wie soll man mit Meinungsverschiedenheiten umgehen? Respektvoll schweigen? Die Meinung des andern, mit der eigenen Meinung, von der man ja überzeugt ist, platt machen? Ich meine jedenfalls, dass man auch die Auffassung und Meinung noch… Weiterlesen »

Martin & Paul Z21

vielen Dank für die klarstellenden Hinweis zu Stephen Lett. So sind sie halt, die 7 Spitzbuben. Ein wenig Rosinenpickexegese dort, ein wenig Wortwäsche im Sinne der “Wahrheit” hier, etwas Sklavenlobhudelei an anderer Stelle. Mit wem soll ich diese 7 Spitzbuben vergleichen? Sie gleichen Petrijüngern, die das Wort des Herrn vom „Menschenfischen, um Menschen lebendig zu fangen“ falsch verstanden haben. Sie ködern die Menschen mit vermeintlicher Wahrheit und locken sie mit der Aussicht auf das ewige Leben im Paradies. Sind sie am Haken werden sie niemals von der Leine genommen, sondern müssen zeitlebens der Rute und Rolle ihres Anglers folgen. Ist… Weiterlesen »

Pusteblume

Hallo an alle,

was natürlich nicht sein darf, ist es, sich auf “Kleinigkeiten” zu konzentrieren. Aber die Richtigstellung von Brd. Letts’ Aussage sehe ich ebenso. Sonst würde es keinen Sinn machen, dass Paulus schreibt, dass er das tut, was er nicht will, etc (siehe oben).

Für mich steht fest, das Paulus ein Mensch wie du in ich war. Er hat sein Leben nicht gerade als Christ begangen, sich dann aber geändert. Aber auch er war trotzdem noch unvollkommen und hat Fehler gemacht. Das gibt er ja selbst auch zu. …..

Matti

Interessant wie sich die Methodik, sich auf einzelne Wörter zu konzentrieren und dabei gekonnt Kontext auszulassen, wie ein roter Faden durch die Argumentationsketten der WTG und ZJ-Apolegeten zieht. Erst letztens las ich einen Artikel eines Apolegeten, der sich auf Matthäus 24:45 und den treuen und verständigen Sklaven bezog. Wenn ich hier sage: ” der sich auf Matthäus 24:45″ bezog, meine ich es wortwörtlich. Der gesamte Artikel bezog sich lediglich auf diesen Vers und machte die darin enthaltene Frage zum wichtigsten Teil der Abhandlung(obwohl der Kontext guten Aufschluss über den Sinn des Textes gibt). Kontext ist, meiner Meinung nach, der Schlüssel… Weiterlesen »