Haben Abtrünnige immer böse Motive?

Wo immer in Zusammenkünften oder Publikationen der Zeugen Jehovas vor Gegnern und Abtrünnigen gewarnt wird, werden diesen gewöhnlich niedere Motive unterstellt. Sie würden angeblich in bösartiger Weise Lügen und Halbwahrheiten über Jehovas Organisation verbreiten, nur um möglichst viele ihrer ehemaligen Brüder mit in die Vernichtung reißen zu können. Ihr Verhalten diene Satan dem Teufel, der ja bekanntlich ›umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, jemand zu verschlingen‹ (1. Petrus 5:8).

In der Literatur der Organisation nehmen Begriffe wie „Abtrünniger“ und „Abtrünnigkeit“ einen immer größeren Platz ein. Und das folgende Zitat soll zeigen, wie man das ganze Thema betrachtet:

„Sie [die Abtrünnigen] mögen auch vorgeben, Gott zu dienen, lehnen aber seine Vertreter, seine sichtbare Organisation ab, und beginnen, ihre ehemaligen Mitverbundenen zu „schlagen“ und deren Werk zu behindern. (Jud. 8, 11; 4. Mo. 16:19-21; Mat. 24:45-51) … Wer sich willentlich von der Christenversammlung lossagt, wird dadurch zu einem Teil des “Antichristen“ (1. Joh. 2:18, 19). Wie damals den abtrünnigen Israeliten, so wird auch den von der Christenversammlung Abgefallenen die Vernichtung vorhergesagt (2. Petr. 2:1; Hebr. 6:4-8).“

„Ganz gleich, ob die Ursache dafür auf dem intellektuellen, sittlichen oder religiösen Gebiet liegt, so handelt es sich dabei stets um eine Auflehnung gegen Gott und eine Verwerfung seines Wortes der Wahrheit (2. Thess. 2:3, 4).“  (Zitiert aus Einsichten über die Heilige Schrift 1990, Band I, Seite 23)

Halten wir fest, was hier dreist behauptet wird: Wer die Vertreter Christi, (die sichtbare Organisation und ihre Leitende Körperschaft) ablehnt oder kritisiert, wird dadurch zu einem Teil des “Antichristen“.

Dieses Zitat fasst alles zusammen, was in der Wachtturm-Literatur weiter ausgeführt wird. Was hier nicht steht, ist die Tatsache, dass alle, die aus Gewissensgründen die Organisation verlassen, mit den gleichen Maßnahmen bestraft werden, mit denen man tatsächliche Antichristen behandeln sollte!

Auf der offiziellen Website jw.org wird die Frage beantwortet: „Darf ein Zeuge Jehovas seine Religionsgemeinschaft verlassen?“ Die Antwort lautet natürlich: „Ja“. Das, von der WTG vorgeschriebene Verhalten der Mitglieder, gegenüber solchen „Abtrünnigen“, wird nicht beschrieben, denn dann hätte man zu fürchten, wegen religiöser Intoleranz und Verletzung der Menschenrechte ins Gerede zu kommen. Davor fürchtet sich die WTG.

Auf diese Weise wird jeder Zeuge Jehovas regelmäßig gegen sämtliche Kritik an Lehre und Verhalten der Wachtturm-Gesellschaft immunisiert. Wer will vom Weg des Lebens in die Vernichtung gerissen werden? Wer will schon als Abtrünniger behandelt werden? Daher bloß nicht mit Kritik auseinandersetzen oder sich mit Fehlern der Wachtturm-Gesellschaft befassen! Da es »Jehovas Organisation« ist, KANN es nach Meinung des Zeugen Jehovas gar keinen Grund zur Kritik geben. Alle vorgetragenen Kritikpunkte MÜSSEN seinem Empfinden nach unbegründet sein. Die Kritiker MÜSSEN daher niedere Beweggründe haben oder von Satan verblendet worden sein, wenn sie nicht einfach uninformiert sind.

War Jesus Christus ein Abtrünniger?

Im Sinne der Bedeutung des Begriffs „abtrünnig“, wie er im allgemeinen verstanden wird, sicherlich: Nein! Synonyme für Abtrünnigkeit sind:  abgefallen, flatterhaft, ketzerisch, verräterisch oder wortbrüchig. Und dennoch wurde er von der geistigen Führung seiner Zeit – den Pharisäern –  mit diesen Synonymen bedacht.  In ihren Augen war er ein Ketzer und Übertreter des Gesetzes Gottes. Sie sahen sich als die Bewahrer eben dieses Gesetzes und Kritik an ihrer Lehre und Handlungen wurde als Abtrünnigkeit gebrandmarkt.

Sie erkannten nicht, dass sie die eigentlichen Abtrünnigen waren, diejenigen die das Gesetz Gottes missbrauchten und entstellten. Und indem sie den Sohn Gottes verwarfen und sich auf den Stuhl Moses setzten, stellten sie sich gegen Jehova Gott. Zu diesen sagte Jesus:

„Warum versteht ihr denn nicht, was ich sage? Weil ihr unfähig seid, mein Wort aufzunehmen. Ihr seid Kinder des Teufels, der ist euer Vater, und ihr wollt nur ausführen, wonach ihm der Sinn steht.“ (Johannes 6:44)

War Jesus ein Abtrünniger, weil er so zu den Pharisäern sprach? In ihren Augen schon und in ihren Augen verdiente er den Tod. Wir sehen also: Nur, weil man jemanden als „abtrünnig“ bezeichnet, muss  er noch lange kein Abtrünniger sein. Die ausschlaggebende Frage ist, von was und wem man sich trennt?

Ex-Zeugen Jehovas werden von ihren ehemaligen „Mitbrüdern“ Boshaftigkeit und schlechte Beweggründe als Grund für ihre Kritik unterstellt. Und sollten solche Ex-Zeugen auch noch aktiv gegen die WTG vorgehen, um die Unehrlichkeit dieser Organisation bloßzustellen, handeln diese, nach Einschätzung ihrer ehemaligen Brüder, absichtlich böse, um der Organisation und den Zeugen Jehovas zu schaden.

Doch ist dies wirklich so? Inzwischen habe ich etliche Ex-Zeugen kennengelernt, die sich um Aufklärung der Öffentlichkeit und um Hilfestellung für zweifelnde Zeugen Jehovas bemühen. Ich habe auch einige der ›schlimmen‹ Bücher gelesen, die ich 20 Jahre lang nicht mal angefasst hätte. Und was kann ich euch sagen? Der typische ZJ-Aussteiger, der heute über die Wachtturm-Gesellschaft informiert, hat ganz andere Motive. Ihn hat sein Gewissen getrieben, die Zeugen Jehovas zu verlassen und er möchte anderen helfen, ebenfalls zu erkennen, welche Irrtümer ihm in Lehre und Handeln der Wachtturm-Gesellschaft aufgefallen sind.

Von diesen Aussteigergruppen liest und hört man in den Publikationen und Zusammenkünften der Zeugen natürlich so gut wie nichts. Lieber verbreitet man das Märchen vom gewissenlosen und bösen Abtrünnigen. Doch lassen wir einige von ihnen selbst zu Wort kommen, zum Beispiel Raymond Franz, ehemaliges Mitglied der Leitenden Körperschaft:

Ein letzter Grund, der sich aus den beiden vorhergehenden ergibt, hat mit meinem Gewissen zu tun. Die Frage die sich mir stellt ist: Wie verhält man sich, wenn man die Beweise dafür sich auftürmen sieht, dass anderen Menschen zu Unrecht schwerster Schaden zugefügt wird? Welche Verpflichtung hat jeder von uns, vor Gott und vor dem Mitmenschen, wenn er mit ansehen muss, wie Menschen über Dinge in Unkenntnis gehalten werden, die für sie von allergrößter Bedeutung sind? Diese Fragen bewegten mich sehr …“

„ … Viele andere, aus den Reihen der Zeugen Jehovas, die über all das, was ich hier vortrage, nichts wußten, sahen sich ebenso am Scheideweg angelangt und haben ihre Entscheidung einfach auf der Basis dessen gefällt, was sie in der Bibel lasen. Andere ringen zur Zeit noch mit ihrem Gewissen und haben ihre Entscheidung noch nicht treffen können; sie empfinden eine diffuse Angst oder gar Schuld. Es ist mein Wunsch, daß gerade ihnen dieses Buch eine Hilfe sein möge. Ihnen ist es verpflichtet. Mögen sie es verwenden, wozu ihr Gewissen sie treibt, während sie sich der Leitung des Geistes Gottes und seines Wortes unterstellen.“ (Raymond Franz, »Der Gewissenskonflikt«, S. 15, S. 44)

Oder Günther Pape: „Nicht niedere Haß- oder Rachegefühle haben mich zum Schreiben bewogen, und ich verliere mich nicht in den kleinlichen, allzu menschlichen Klatsch, der in fast allen Versammlungen der Zeugen Jehovas in Umlauf ist. Ich greife niemand auf Grund seiner persönlichen Fehler und Schwächen an. Auch kann man jeden Menschen verleumden. Wer zur Verleumdung greift, zeigt die Schwäche seiner Position und seine Unaufrichtigkeit.

Ich bin bemüht, sachlich und ohne jede Polemik meine persönlichen Erfahrungen und Studienergebnisse darzulegen, um zu zeigen, wie die Zeugen Jehovas zu Unrecht im Namen Jehovas einer übermächtigen Organisation dienen, die sie vollkommen in Bann geschlagen hat. Mit diesem Buche möchte ich mahnen und warnen, möchte helfen, die Wahrheit über Jehovas Zeugen zu verbreiten. (Günther Pape, »Ich war Zeuge Jehovas«, 14. Auflage, Pattloch 1989, Vorwort)

Oder Eckhard von Süsskind:

„Was hat mich bewogen, mich von der WTG abzukehren? Dies hat seinen Grund nicht darin, dass menschliches Fehlverhalten, persönliche Lebensprobleme oder Unstimmigkeiten mit irgendwelchen Funktionären der WTG mir die Freude und Bereitschaft zum Weitermachen genommen hätten – auch wenn manche dementsprechende Gerüchte verbreitet werden. Es hat sehr wesentlich seinen Grund in der Tatsache, dass ich Zugang zu Materialien fand, die mir das wahre Gesicht der »Organisation« zeigten. Dieses Buch ist nur ein schwacher Ausdruck dieser für mich sensationellen Entdeckung.

Tatsachen kann man verdrängen und verleugnen, aber man kann sie nicht widerlegen. Mancher mag meinen, dieses Buch stelle einen (böswilligen) Angriff auf die WTG dar. Das widerspricht aber meinem Anliegen. Allein das Bemühen um Wahrheit und um eventuelle Hilfeleistung für andere, die der WTG in allen ihren Aussagen blind vertrauen, waren der Grund, aus dem ich dies verfasst habe. Wo um Wahrheit gerungen und für sie gekämpft wird, wird immer auch gegen Lüge und Irrtum angegangen werden müssen.“ (Eckhard von Süsskind, »Zeugen Jehovas: Anspruch und Wirklichkeit der Wachtturm-Gesellschaft«,  S. 116)

Die drei hier zitierten ehemaligen Zeugen Jehovas haben auch nach Verlassen der Wachtturm-Organisation ihren Glauben an Gott, Jesus Christus und die Bibel nicht aufgegeben, sondern als bekennende Christen sind sie davon überzeugt, Gott nun ohne die Bevormundung durch die Wachtturm-Gesellschaft besser dienen zu können. Im biblischen Sinne lässt sich daher der Vorwurf der Abtrünnigkeit, gegenüber solchen Menschen, wohl kaum begründen.

Ja, es gibt sie auch, die ehemalige Zeugen, die sich ganz von einem Glauben an Gott gelöst oder sich ein nichtchristliches Weltbild zu eigen gemacht haben. Hier würde der Vorwurf der Abtrünnigkeit aus neutestamentarischer Sicht schon eher passen. Aber aus Sicht der Zeugen sind alle Ehemaligen, die nun die »Organisation« kritisieren, gleich abtrünnig – egal was sie nun glauben und warum sie gegangen sind. Mit solchen Personen muss, laut Wachtturm-Gesellschaft, daher jeder Kontakt vermieden werden und ihre Schriften darf man als ZJ natürlich auch nicht lesen. Schon dies zeigt, dass die Bibelauslegung der WTG hauptsächlich den eigenen Interessen dient.

Was ist also dran an der Geschichte vom »bösen Abtrünnigen«? Nicht viel. Zwar kommt es durchaus vor, dass jemand nach dem Ausstieg eine gewisse »Hass-Phase« durchlebt, in der er zornig darauf ist, viele Jahre seines Lebens an eine Illusion verschwendet zu haben. Je nach Naturell und je nach Ablauf des Ausstiegs fällt diese Phase unterschiedlich intensiv aus.

Der eine hält es vielleicht für eigene Dummheit, sich in der Ideologie einer Endzeitsekte verstrickt zu haben. Ein anderer ist vielleicht davon überzeugt, von den »Sektenhäuptlingen« absichtlich angelogen geworden zu sein. Demnach ist der Zorn auf sich selbst oder auf andere eine durchaus menschliche Reaktion.

Aber diejenigen, die fundierte Aufklärungsarbeit und Hilfestellung für Ausstiegswillige leisten, sind meist längst über diese Hass-Phase hinweg. Ihr Motiv ist ziemlich klar zu erkennen: Anderen ausstiegswilligen Menschen bei ihren Schritten in ein selbstbestimmtes und freies Leben zu helfen und durch Information der Öffentlichkeit andere vor dem Einstieg in solche Gruppen zu bewahren. So etwas macht man nicht aus Bosheit, sondern aus Nächstenliebe und Mitgefühl. Das könnt Ihr mir glauben – oder doch lieber dem Märchen vom bösen Abtrünnigen Glauben schenken. Ganz wie Ihr wollt.

 

 

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Aber eben nicht in Form von Angst, sondern in einer natürlichen Art von Demut, weil ich sein riesiges Schöpfungswerk in meinem kleinen begrenzten Menschengehirn nur einen Hauch von begreife.

Und so teile ich Eure Freude darüber.

Ich wünsche Euch noch einen schönen friedvollen Abend.

Ganz lieben Gruß von

Ella

 

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