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Daran werden alle erkennen…..Liebe !

(@christian3)
Neuer Gast

Hallo ihr Lieben!

 

Als neues Mitglied hier , möchte ich gerne einen Thread eröffnen mit einem Thema, was mich seid gut 4 Jahren beschäftigt. 
Ich hoffe ihr versteht mich, und bin  auch auf eure Gedankengänge, Erfahrungen und Beobachtungen gespannt.

Und zwar geht es um die brüderliche Liebe. Wir kennen ja die bekannten Worte in Johannes 13:35 , dort heißt es: Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt.“

 

Wurden wir nicht immer gelehrt , das wir die einzig wahren Christen sind? Nur „Wir“ haben echte Liebe untereinander. Mmmhhh, wie ich Kind und Jugendlicher war, habe ich so empfunden. Habe mich geborgen, verstanden und geliebt gefühlt. Nun, seid vielen Jahren diene ich in einer gewissen Position, ihr wisst schon was ich damit meine.

Mit den Jahren beobachtete ich immer mehr die Versammlung. In unserer sind starke Gruppenbildungen zu beobachten. Die der reichen und schönen, dann gibt es den Club der Pioniere und zwei große Familienclan. 

Ich weiß nicht wie ihr das seht, oder beobachtet habt. Aber meine Empfindung ist, das man nur geliebt oder akzeptiert wird, so lange man ein Prima Stundenzettel vorlegt, fleißig beim Putzen mit hilft. Lässt man sich nicht in eine Schablone pressen, ist man raus und man lässt es auch ordentlich spüren. 

Meine aktuelle Situation ist diese, das ich mich um kranke Familienmitglieder kümmern muss. Zumal nehme ich nur via Zoom an den Zusammenkünften teil. Meine Aufgaben kann ich somit nicht nachkommen. Selbst der KA hat mich auf dem Schirm. Er redeten von  „Entlastung“, heißt aber nix anderes wie „Absägen“. 

Worauf möchte ich hinaus. Sehe ich die Dinge verkehrt? Hat sich vieles in der Orga verändert?
Sind nur noch Zahlen wichtig?

Und eine ganz entscheidende Frage die ich mir stelle, ist: Worauf baut die vermeintliche echte Liebe wirklich?

Liebe Grüße 

 

Christian 😀 

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 1. Juni 2022 19:57
Schlagwörter für Thema
Selberdenker
(@selberdenker)

Lieber Christian,

die Situationen sind sicher von Versammlung zu Versammlung unterschiedlich, so wie auch bei den 7 Versammlungen in der Offenbarung des Johannes.

Als ich Zeuge Jehovas wurde, ja da verspürte ich auch das "Love-bombing". Aber trotzdem meine ich, meinen viele es ehrlich und ernst mit ihrer Freundlichkeit und Liebe. Nicht weil es ihnen ständig eingetrichtert wird. Einige waren sicher auch schon bevor sie Zeugen Jehovas wurden, liebevolle und freundliche Menschen und diese Freundlichkeit hat dann oft auch dazu geführt, daß sie die Zeugen nicht abwiesen, so wie ich.... Ich dachte, kannst denen ja ruhig mal zuhören, die andern werden ihnen sicher meistens die Tür vor der Nase zuknallen.

Nur daß diese natürliche Freundlichkeit und Liebe unterdrückt wird, wenn man es plötzlich vermeintlich mit einem renitenten "Bruder" zu tun hat. Dann ist die normale und natürliche Freundlichkeit wie weggeblasen und weicht allenfalls einer steifen Förmlichkeit "Guten Tag und guten Weg".

Der mich "in die Wahrheit" brachte war ein tüchtiger Mann, der es im Geschäftswesen zu etwas gebracht hatte und sogar Prokura hatte, also die Firma vertreten konnte. Der war zwar auch freundlich, aber wie es mir im Nachhinein erscheint, eher förmliche, anerzogene Freundlichkeit, wie sie auch im Geschäftsleben üblich ist, solange man ein Kunde mit Aussicht auf Gewinn ist. Da ging alles nur über "Müssen wir mal einen Termin machen" und Zücken seines Terminkalenders. Der hat mich nie spontan besucht. Aber andere hatten diese natürliche Freundlichkeit noch und besuchten mich auch schon mal spontan, wenn sie gerade in der Nähe waren. Diese Brüder weiß ich heute noch zu schätzen. Aber sie sind  nicht mehr. Der eine ist weggegangen, hatte Eheprobleme und hat sich auch an 1975 gestört und der andere ist verstorben. Die andern ach so netten Brüder haben sich die 2 Jahre Corona nicht bei mir blicken lassen und ein  Telefonanruf war ich auch nicht wert. Meine Frau, die der Orga nach wie vor blind folgt, meint, ich könne ja auch mal anrufen. Nur, die sind doch offensichtlich froh, daß sie nix mehr mit mir zu tun haben, diesem lästigen Querulanten und ich werde mich denen doch nicht aufdrängen.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Juni 2022 12:56
(@ottonio)

“Sind nur noch Zahlen wichtig ... hat sich etwas geändert?“

Nun, nein!

Das war schon immer so, aber jetzt hast du die rosarote Brille abgenommen, und siehst die Org wie sie wirklich ist und schon immer war.

 

Weise nicht den Spötter zurecht, damit er dich nicht haßt; weise den Weisen zurecht, und er wird dich lieben! (Sprüche 9:8).
Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich wirst; antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich nicht für weise hält. (Sprüche 26:4-5).

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Juni 2022 16:59
Iris
 Iris
(@iris)

Lieber Christian ,

das hast du schon richtig gesehen . Schon in den letzten Jahren , bevor wir die Versammlung verlassen haben , das war 2017 , hatte sich aus unserer Sicht schon einiges stark verändert gehabt .

Nach fast 40 Jahren kann man das schon erkennen . 

Ich weiß nicht mehr genau wann es war , als der ,,Königreichdienst“ unter einem anderen Namen kam . Von da an dürfte nur noch vorgegebenes Material behandelt werden . Auch im Predigdienst gab es Übungen, nach dessen Schema vorgegangen werden sollte . Dann kamen die elektronischen Medien . Jeder sollte ein eigenes Tablet haben , mit dem wir auch im Dienst Videos und anderes den Menschen zeigen sollten .

Und wie du sagtest , es bildeten sich Grüppchen , mit denen man mithalten mußte , sonst war man auch in der Versammlung ziemlich einsam . Nur wer viel Zeit investierte , war etwas und dürfte auch mitreden . Das ging so weit , daß eine Sopi , mir nur ungeduldig zuhörte , da ich nur wenig Zeit im Dienst verbrachte . Wegen meines Mannes , der sehr viel Zeit im Dienst war , war ich sozusagen geduldet .

In den letzten Monaten vor unserer ,,Kündigung“ fing es an mit dem Verkauf der Gebäude und der Zusammenlegung der Versammlungen . Wir mußten auch weit zum Kongress fahren , obwohl näher gelegene noch viel Platz zur Verfügung hatten . Da habe ich gestreikt . Ich wurde rebellisch und wollte nicht mehr ,, gehorsam“ sein . Als dann noch die Kindesmißbräuche bekannt wurden , war es uns Zuviel .

Ich könnte noch viele biblische Verdrehungen anführen , die mir auch aufgefallen wahren , aber vielleicht mußten wir diesen Umweg über die ORG gehen , um zu unserem Herrn Jesus Christus zu finden .

Liebe Grüße

Iris

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Juni 2022 17:43
RoKo gefällt das
RoKo
 RoKo
(@roko)

@Christian3 Was Du mit eigenen Worten beschreibst, könnte aalglatt meine Ex-Versammlung sein... Identisch gleich. Mit einem Unterschied, diese Wahrnehmung passierte bei mir ab 1998 und spitzte sich in 4-5 Jahren zu und wurde für mich unerträglich. Ich war oft aufmüpfig, daher nicht geeignet für ein Amt. Ich ahnte nur, es stimmt was nicht. Ich sah auch die Liebe, konnte meine Gedanken aber nicht in Worte fassen. Dann fand ich BI, eigentlich weil ich nur eine Wortwahl gesucht habe und in google eingab und was ich da so las fand ich die Worte nach diesen ich ringte. 

ZJ denken so, sie die Einzigsten seien, weil sie meist nichts anderes kennen... 

Darum unterschreibe ich Ottonios Sichtweise dahingehend, es hat sich nichts geändert. Ist schon immer so. Die Rettung aus Gnade, die Hauptlehre, das eigentliche Evangelium haben ZJ ganz und gar nicht verstanden, darum finden sie nicht in die Liebe. 

https://www.bibleserver.com/de/verse/1.Petrus4%2C8 in verschiedenen Übersetzungen

Du bist daher auf einen wie ich finde guten Weg und stehst vor sehr sehr vielen Entdeckungen. 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 2. Juni 2022 17:44
Selberdenker
(@selberdenker)

Ich komme mal auf eine allgemeine Betrachtung des Themas "Daran sollen euch alle als meine Jǘnger erkennen, daß ihr Liebe unter euch habt".

Und zwar der Hinweis "..unter euch..." Wer ist "euch"? Ist es nur eine einzelne Christengemeinschaft, in diesem Fall die ZJ, die alle anderen nicht als Christen anerkennen wollen? Daran sieht man m.E. auch, wie verkehrt es ist, auf diese Weise eine "Sekte", also eine Sektion, die sich von allen anderen versucht abzugrenzen, zu bilden.

Wie ganz anders handelte Christus, als die Jünger mal sagten, da wären welche, die auch den Christus und das Evangelium verkündeten, obwohl sie (organisatorisch) nicht mit ihnen verbunden waren. Jesus wies darauf hin, daß auch diese zu Recht und mit seinem Einverständnis handeln und die Jünger sich nicht daran stoßen sollten, daß sie "organisatoriisch" nicht mit ihnen gegangen waren.

Das Christentum war von Anfang an nicht so homogen, wie es die ZJ darstellen.

https://www.bibelwerk.ch/d/m68553

Und auch an der "Inspektion" der 7 Versammlungen in der Offenbarung erkennt man das. In der Regel Lob und Tadel gleichermaßen. Und so sollten wir als ZJ- wenn wir denn noch dazugehören - meiner Meinung nach auch die anderen Christen, soweit sie deutlich sichtbar ihr Christsein ernst nehmen, betrachten. Lob und Tadel.. Wahrheit und Irrtum gibt es überall, solange die grundlegenden Dinge beachtet werden. Grundlegende Dinge: Siehe Apg 6:1, oder "Apostolisches Glaubensbekenntnis" oder "Vaterunser". Und nicht nur bei Zeugen Jehovas findet man Liebe!

Wer bin ich, daß ich dem "General-Inspekteur" der Christenversammlung vorgreife und vorab ein Urteil über meine Mitchristen fälle? Was natürlich nicht ausschließt, daß ich einzelne Lehrpunkte auch mal kritisch betrachte und wo jemand oder eine Christenversammlung m.E. verkehrt liegt, auch darauf hinweise, was nach meiner Meinung falsch ist.

Als ich noch Kind war habe ich und meine Geschwister auch die Liebe von katholischen Christen erfahren! Es waren einfache katholische Bauernfamilien, die wussten, was praktisches Christentum ist und während unsere allein erziehende Mutter im Krankenhaus war, für uns 3 Kinder sorgten. Oder die katholische Ärztin. Sie war für ihr Mitgefühl bekannt. Mitfühlend ging sie mit meiner Mutter um,, die aufgrund des Erlebten - Krieg und Trennung von ihrem Mann - mitfühlend die depressive Stimmung und damit ihr ständiges "Jammern" ertrug, während andere sie kalt abwiesen "...nun hab dich mal nicht so...". Und diese Ärztin machte es klammheimlich, aber es wurde irgendwie bekannt, daß sie zu Weihnachten Pakete besonders bei den armen Flüchtlingen ablegte. Sie wollte selbst dafür nicht im Mittelpunkt stehen, einfach nur von christlicher Nächstenliebe und Barmherzigkeit angetrieben.

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 5. Juni 2022 13:19
Iris und Ottonio gefällt das
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