Einheit und das Gedächtnismahl

„Wie gut und wie lieblich es ist, . . . in Einheit beisammen zu wohnen!“- PS. 133:1

Warum die WTG diesen Text mit dem Gedenken an den Tod Jesu in Verbindung bringt, erschließt sich uns schnell, wenn wir den Artikel einmal genauer betrachten. In diesem Artikel geht es zwar vordergründig um das Gedächtnismahl und das Opfer Jesu, doch tatsächlich wird die Einheit der „Organisation Gottes“ thematisiert.

Schon der erste Absatz zeigt, dass es dem “Sklaven” mal wieder um Zahlen und Superlativen geht, wenn behauptet wird:

“Während sich die Erde einmal um die Achse dreht, kommen nach und nach Millionen zusammen und gedenken des Todes Christi. Kein anderes jährliches Ereignis vereint Menschen rund um den Erdball auf so erstaunliche Weise!“

„An einem Tag kommen Millionen zusammen, um des Todes Christi zu gedenken“. Wirklich? Jeder Insider weiß, wie diese „Höchstzahlen“ von Besuchern zustande kommen. Weniger durch die groß angelegten Einladungsaktionen, als dadurch, dass man untergetauchte und untätige Zeugen Jehovas, wie auch wohlgesonnene Familienmitglieder und Freunde oder langjährige Interessierte dazu motiviert, wenigstens einmal im Jahr im Saal zum Gedächtnismahl zu erscheinen.

Ja, Jesus gebot seinen Nachfolgern seines Todes zu gedenken, so weit so gut. Aber mir ist keine Bibelstelle bekannt, in der Jesus seine Nachfolger auffordert, so viele Menschen wie möglich zu diesem Tag einzuladen, um seines Todes zu gedenken. Überhaupt stellt sich die Frage, wo und wann Jesus die Teilnahme am Gedächtnismahl als eine heilsbringende Handlung bezeichnet, so wie es der WT-Artikel suggeriert. Wenn du das Gedächtnismahl versäumst, sind Jehova und Jesus traurig und dein Eintrag ins Buch des Lebens ist gefährdet.

Jesus kam es in diesem Zusammenhang bestimmt nicht auf Höchstzahlen und Superlativen an.

“Na und?” wird ein Zeuge Jehovas einwenden, es ist doch gut, wenn Menschen wenigstens einmal im Jahr des Todes Christi gedenken. Aber genau dies muss man bezweifeln. Geht es der WTG bei diesen Einladungsaktionen wirklich um den Todestag Jesu oder ist es nicht eher so, dass die WTG den Todestag Jesu instrumentalisiert, um die Einzigartigkeit der Organisation herauszustellen? Schon vor 2000 Jahren sagte Jesus zu seinem Volk, den Juden:

“Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.“ Matt. 15:8

Im letzten Satz des Absatzes wird behauptet:

„Kein anderes jährliches Ereignis vereint Menschen rund um den Erdball auf so erstaunliche Weise!“ Wirklich?

Diese Behauptung entspringt wohl eher dem Wunschdenken der WTG und entbehrt jeder Grundlage. Es ist eine typische Propagandabehauptung der Organisation. Laut Wikipedia ist zumindest die Arbaeen (arabisch: Arbaʿūn ‚vierzig‘) die größte jährliche Gedenkfeier der Welt, das vierzig Tage nach Aschura, dem Fest zum Märtyrertod Imam Husains, eines Enkels des Propheten Mohammed, von den imamitischen Schiiten begangen wird.

An dieser Stelle müssen wir uns auch die Frage stellen: Erzeugt die hochgradig formale Art und Weise, in der die Symbole, Brot und Wein weitergegeben werden, und dass davon so gut wie keiner nimmt, ein Gefühl der Einheit? Wird hier nicht eher ein Gefühl der Trennung erzeugt? Hier wir, die wir von den Symbolen nehmen und da diejenigen, die als „stille Beobachter“, als Nutznießer, dabei sein dürfen. Entspricht die ganze Zeremonie dem Bild der liebevollen Art und Weise, in der Jesus das “Abendmahl des Herrn” eingeführt hat? Bestimmt nicht!

Absatz 2 beginnt mit den Worten:

Wir können uns wohl kaum vorstellen, mit wie viel Freude Jehova und Jesus dieses besondere Ereignis beobachten. Stunde für Stunde strömen Hunderttausende von Menschen zu der Feier, bis überall der Tag zu Ende geht. Wie in der Bibel vorausgesagt wurde, würde „eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen . . . [kann], aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ rufen: „Die Rettung verdanken wir unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“  Offb. 7:9, 10

Doch,  steht die Rettung durch Gott und das Lamm wirklich im Mittelpunkt dieser Feier? Nun gut, die Symbole für den Leib und das Blut Christi, Brot und Wein, stehen schön dekoriert bereit. Dann aber wird eine Ansprache gehalten, in der Zweidrittel der Zeit dafür verwendet werden, zu erklären, was diese Symbole darstellen und warum die Anwesenden nicht von den Symbolen nehmen sollten. Ja, den Anwesenden wird indirekt sogar gedroht. Wer davon nimmt, weil er gemäß der WTG Lehre nicht dazu berechtigt ist, verfällt dem Gericht. (Hier stützen sich Jehovas Zeugen auf eine falsche Auslegung von 1. Kor 11:27, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. (Welcher nun unwürdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des HERRN trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des HERRN.”)

Im Absatz wird dann weiter gemutmaßt:

„ … es macht Jehova und Jesus viel Freude, wenn sie beobachten, wie Stunde für Stunde Menschen zu dieser Feier strömen“.

Aber dann müssen sie beobachten, dass so gut wie niemand von den Symbolen nimmt. Sind Jehova und Jesus darüber glücklich? Oder macht es sie eher traurig, zu sehen, dass so viele das Opfer Jesu offen und demonstrativ ablehnen?

Wo ist hier die erwähnte Einheit zu sehen, wenn die eine Gruppe von den Symbolen nehmen darf, während die große Mehrheit nur als stille Beobachter geladen sind? Jesus sagte: “Ich habe noch andere Schafe, auch diese muss ich bringen und sie werden EINE Herde sein, unter EINEM Hirten.” Die anderen Schafe sind Menschen, die keine Juden waren. Jesus kam zuerst zu seinem Volk, den Juden, um sie vom Fluch des Gesetzes zu befreien, aber er starb auch für alle übrigen Menschen, die anderen Schafe. Alle werden, unter Jesus als Hirten, zu einer Herde werden. Das ist die vereinigende gute Botschaft.

Zahlen, Zahlen, Höchstzahlen!

Dass es der WTG nur um Zahlen geht, zeigt sich am Schluss der Veranstaltung. Kaum ist das Schlussgebet gesprochen, geht es um die Frage: Wie viele Anwesende hatten wir dieses Jahr? Wie viele waren es letztes Jahr, mehr oder weniger? Und im Gespräch mit anderen Versammlungen steht die Frage im Vordergrund: Wie viele Besucher waren es bei euch? So viel zur Spiritualität dieser Veranstaltung. Und auch die folgenden Fragen die wir uns im Vorfeld zu diesem Ereignis stellen sollten, sind kaum geeignet, eine gewisse Spiritualität zu entwickeln.

Worum geht es der WTG also in diesem Artikel wirklich?  Lesen wir weiter,

Abs. 3 Zitat: „Beschäftigen wir uns nun mit vier Fragen: 1. Wie können wir uns als Einzelne auf das Gedächtnismahl vorbereiten und aus der Feier Nutzen ziehen? 2. Wie wirkt sich das Gedächtnismahl auf die Einheit unter Gottes Dienern aus? 3. Wie kann jeder von uns zu dieser Einheit beitragen? 4. Werden wir irgendwann das Gedächtnismahl zum letzten Mal feiern? Falls ja, wann?”

Erstaunlich, dieses Jahr wird nicht einmal eine fehlerhafte Diskussion über die Frage: “Sollen wir oder sollen wir nicht von den Symbolen nehmen?” geführt. Und die Frage, was Jesus Tod für uns bedeutet, wird auch nur so nebenbei behandelt. Nein, der wichtigste Punkt scheint die Einheit des “Volkes Gottes”, der Organisation, zu sein.

In Absatz 4 versucht man dann auch sofort Druck aufzubauen und fragt:

“Warum ist es wichtig, das Gedächtnismahl zu besuchen? …. Jehova und Jesus bemerken jeden, der sich bemüht, bei der wichtigsten Zusammenkunft im Jahr anwesend zu sein. Und bestimmt möchten wir, dass Jehova und Jesus auch uns bei der Feier sehen.”

Die Antwort auf die Frage, warum wir das Gedächtnismahl besuchen sollten, lautet also: Ihr werden von oben beobachtet. Jehova und Jesus sehen, ob du es unter allen Umständen möglich machst, anwesend zu sein. Zitat weiter:

“Wenn wir durch unsere Taten zeigen, dass uns Zusammenkünfte viel bedeuten, ist das für Jehova ein Grund mehr, unseren Namen in seinem „Gedenkbuch“, dem „Buch des Lebens“, zu bewahren.”

Wie sehr doch diese Botschaft der Organisation der Botschaft Jesu widerspricht. In Johannes 4:23-24 sagt Jesus: “Wahre Anbeter werden den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten”. Nicht der Besuch einer formalen Zusammenkunft ist ausschlaggebend, um im Buch des Lebens vermerkt zu sein. Und in 2. Tim 3:3 warnt Paulus vor einer Form der Anbetung: „ … sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie“.

Wer sich einbildet, durch den formellen Besuch zweier Versammlungen pro Woche und einer Gedenkfeier im Jahr, ins Gedenkbuch Gottes zu gelangen, der täuscht sein eigenes Herz, diese Form der Anbetung ist nutzlos. Absatz 5 schlägt vor:

“Planen wir doch in den Tagen vor dem Gedächtnismahl Zeit ein, um zu beten und intensiv über unser Verhältnis zu Jehova nachzudenken. (Lies 2. Korinther 13:5.)”

Wir stimmen dieser Aussage sicherlich voll und ganz zu. Dies gilt aber nicht nur für die Tage vor dem Gedächtnismahl. Wenn dies bei uns der Fall sein sollte, dann handelt es sich um eine Form der Anbetung, um ein Ritual. Aber der aufmerksame Leser bemerkt hier ein eklatantes Versäumnis. 2. Kor. 13:5 ermahnt uns, unseren Glauben an Christus zu prüfen, unsere persönliche Beziehung zu Jesus Christus, unserem Erretter und unserem Mittler.

Prüft euch! Stellt selbst fest, ob euer Glaube noch lebendig ist! Oder ist bei euch nichts mehr davon zu merken, dass Jesus Christus unter euch lebt? Dann allerdings hättet ihr diese Prüfung nicht bestanden“. 2.Kor 13:5 Hfa

Stattdessen fordert uns die WTG mit 2. Kor.13:5 auf, zu prüfen, wie es um unseren Glauben zur Organisation steht. Zitat Abs. 6:

„Fragen wir uns: „Glaube ich wirklich, dass ich zu der einzigen Organisation gehöre, durch die Jehova seinen Willen ausführt? Gebe ich beim Predigen und Lehren der guten Botschaft vom Königreich mein Bestes? Spricht aus meinen Taten die Überzeugung, dass wir in den letzten Tagen leben und die Herrschaft des Teufels bald endet? Vertraue ich Jehova und Jesus noch genauso wie zu der Zeit, als ich mich Jehova hingegeben habe?“ (Mat. 24:14; 2. Tim. 3:1; Heb. 3:14). Wenn wir über diese Fragen nachdenken, können wir erkennen, wo wir stehen.”

Erstaunlich, wie der Artikel hier unseren Sinn verblendet und Falsches und Richtiges vermischt. Um einzuordnen, wie es um unseren Glauben bestellt ist, sollen wir unser Verhältnis zur Organisation überprüfen? Und natürlich auch unser Einsatz im Predigtdienst, Stichwort „unser Bestes geben“, soll eine Rolle für unsere Rettung spielen, so wie auch unsere Überzeugung, in den letzten Tagen zu leben und die Erfüllung eines fragwürdigen Hingabegelübdes.

Wenn sich doch unsere lieben Brüder und Schwestern nur die Zeit nehmen würden, um sorgfältig zu prüfen, was diese Aussagen wirklich beinhalten. Traurigerweise werden die meisten Zeugen diese Zeilen lesen und reflexartig antworten: “Natürlich glaube ich das”, ohne sich zu fragen: Wie und wann zeigte Jehova deutlich, dass er unsere Organisation als die einzige anerkannt hatte, die seinen Willen erfüllte? Es gibt keine Beweise dafür, außer die, welche die Organisation selbst anführt. Es gibt keinen Beleg dafür, dass sich Gott heute überhaupt irgendeine bestimmte Organisation erwählt hat.

Johannes 14:6 als Alibizitat

Und nachdem man hier verschiedene Wege und Erfordernisse platziert hat, stellt man im Abs. 6 die Frage nach dem einzigen Weg zu ewigen Leben und zitiert Johannes 14:6 und Jesu Worte: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich.”

Wenn Jesus sagt: „Ich bin der Weg zum Vater … “, warum sollte ich mich dann fragen, ob ich eine Organisation als den Weg zu Gott akzeptiere?

Für mich ist es nichts anderes, als ein Alibizitat der WTG, wenn sie hier Johannes 14:6 zitiert und Jesus als den einzigen Weg zu Gott proklamiert, in Wirklichkeit aber sich selbst als Organisation immer wieder in den Mittelpunkt stellt. Wie bereits erwähnt, schon vor 2000 Jahren sagte Jesus: „Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir“  Mat. 15:8

Ist die Suggestivfrage: “Zeigen meine Handlungen, dass ich wirklich glaube, dass dies die letzten Tage sind und dass das Ende der Herrschaft Satans nahe ist?” für meinen Glauben und mein Verhältnis zu Gott eigentlich nicht irrelevant. Jesus sagte deutlich in Mrk.13:32 Niemand kennt den Tag oder die Stunde”. Dennoch können wir durch unsere Taten zeigen, dass wir wahre Christen sind, unabhängig davon, wo wir in Gottes Zeitplan stehen.

Der Artikel kommt dann auf die Bedeutung der Symbole zu sprechen, die während der Feier, unter Berufung auf 1. Korinther 11: 23-25 ​​verwendet werden. 

Abs. 11: “Denken wir intensiv über die Bedeutung der Gedächtnismahlsymbole nach — vor und besonders während der Feier (1. Kor. 11:23-25). Das ungesäuerte Brot steht für den sündenlosen Leib, den Jesus opferte. Der Rotwein steht für sein vergossenes Blut. Doch es ist mehr nötig, als nur die Bedeutung der Symbole zu verstehen. Das Loskaufsopfer Christi erinnert an die zwei größten Taten der Liebe: Jehova gab seinen Sohn zu unseren Gunsten und Jesus starb bereitwillig für uns. Wenn wir über ihre Liebe nachdenken, möchten wir diese Liebe erwidern. Und die Liebe zu Jehova verbindet uns mit unseren Brüdern und stärkt das Band der Einheit.”

In dem Artikel wird nicht erwähnt, dass Jesus sagte: “Tut das immer wieder in Erinnerung an mich.” Er sagte nicht: “Nur die Gesalbten sollten das tun und von den Symbolen nehmen, die große Menge soll nur stiller Beobachter sein und dabei an die Taten der Liebe Gottes denken.” Jesus sprach, in Verbindung mit den anderen Schafen, nie von „stillen Beobachtern“ oder “Nutznießern” seines Opfers.

Auf diese nicht biblische Handlung wollen wir aber nicht weiter eingehen. Vielmehr stellen wir uns noch einmal die Frage, welche Ziele die WTG mit diesem Artikel verfolgt.

Augenscheinlich instrumentalisiert sie ungeniert den Opfertod Jesu, um im Interesse ihrer Ziele Druck aufzubauen. Nicht nur die gleich zu Anfang gestellten Fragen, wie: „Glaubst du wirklich, zu der einzigen Organisation Gottes zu gehören?” oder „Gebe ich beim Predigen und Lehren mein Bestes?” “Spricht aus meinen Taten die Überzeugung, dass wir in den letzten Tagen leben”, u.s.w. zeigen, dass hier  Druck aufgebaut werden soll. Es geht  um Zahlen und Höchstleistungen, für die Ziele der WTG.

Auch der Abs. 15 verschärft noch einmal den Druck und die Angst, wenn feststellt wird:

Irgendwann wird das Gedächtnismahl zum letzten Mal gefeiert werden. Woher wissen wir das? Paulus schrieb unter göttlicher Inspiration an gesalbte Christen in Korinth, dass sie durch die jährliche Abendmahlsfeier „immer wieder den Tod des Herrn [verkündigen], bis er gekommen ist“” (1. Kor. 11:26).

Natürlich wird das Gedächtnismahl irgendwann nicht mehr gefeiert werden. Aber müssen wir uns heute Gedanken darüber machen, wann dies sein wird und ob das Gedächtnismahl 2018 vielleicht das letzte sein könnte.

Ja, die typische WTG Masche, schnell noch mal das Gedächtnismahl besuchen, wer weiß, vielleicht kommt Harmagedon schon dieses Jahr und ich war nicht beim Gedächtnismahl. Viele Brüder werden sich durch solche plumpen Mutmaßungen wieder einmal ängstigen lassen und eiligst zur Feier erscheinen, man weiß ja nie.

Die letzte Frage zu Abs. 16 offenbart, worauf es der WTG ankommt: Warum bist du entschlossen, dieses Jahr das Gedächtnismahl zu besuchen“?

Die Antwort eines Christen wäre eigentlich einfach: “Um den Tod Jesu zu bezeugen und seines Todes zu gedenken.” Doch findest du die Antwort in diesem letzten Absatz? Nein!

Die Antwort im Abs. 16 lautet:

“Nehmen wir uns fest vor, das Gedächtnismahl am 31. März 2018 zu besuchen und daraus Nutzen zu ziehen. Bitten wir Jehova, uns zu helfen, weiter zur Einheit unter seinem Volk beizutragen. (Lies Psalm 133:1.) Irgendwann werden wir das letzte Gedächtnismahl feiern. Bis dahin möchten wir unbedingt jedes Abendmahl besuchen und die kostbare Einheit schätzen, die an diesem Abend herrscht.”

Jehovas Zeugen werden also aufgefordert, das Gedächtnismahl zu besuchen, um die Einheit der Organisation Jehovas zu festigen. Doch mit der Einheit scheint es im Argen zu liegen, wenn sie sich genötigt sieht, sogar das Gedächtnismahl zum Gedenken an das Opfer Jesu zu benutzen. Und eine Einheit, die nur der Stärkung und dem Erhalt der Macht dient, ist genauso wertlos, wie eine Einheit auf Kosten der Wahrheit und der Liebe.

Ja, der Apostel Paulus ermahnte die Christen in Korinth auch zur Einheit, wenn er schrieb:

“Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, bei dem Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einerlei Rede führet und nicht Spaltungen unter euch seien, dass ihr vielmehr zusammenhaltet in demselben Sinne,…” 1. Korinther 1:10

Als der Apostel Paulus an die Korinther schrieb und sie aufforderte, “eines Sinnes und einer Meinung” zu sein, da bat er sie nicht, wie der Textzusammenhang zeigt, um völlige Uniformität, im Verständnis jedes einzelnen Punktes der Schrift. Sie sollten vielmehr in Auffassung und Einstellung eins seien und trennende Handlungen, die sie in Gruppen aufsplitterte, beiseitelegen.

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Grübler

Liebes Team von BI!

Stecke gerade in einer Diskussion mit einem Aktiven.

Könnt ihr mir zeigen,  wo ich etwas zu der Frage finde,  warum Gott so viel Leid und Böses zulässt?

Liebe Grüße

Birgit

Ihr Lieben,
Echte Einheit durfte ich letzten Sonntag erleben.ALLE standen auf und begaben sich zu den Symbolen..eigenständig…niemand musste rumlaufen und diese hinhalten.Nachdem ALLE davon genommen hatten,hielten sich ALLE an den Händen und es wurde ein Gebet gesprochen.
DAS IST EINHEIT!!
Warum gibt es soviel Böses und Leid in der Welt?…Weil sie Jesus nicht kennen.

Birgit

Peter

Weiß jemand, ob das Gedächtnismahl im größten Staat der Erde heuer normal abgehalten wird oder „Business as usual“?

M.N.

Man schaue sich auch einmal die Menschenmassen anlässlich katholischer oder ev. Kirchentage an, oder gar bei Messen unter freiem Himmel anlässlich von Papstbesuchen in Lateinamerika an – über eine Million kommen da AUF EINMAL zusammen, siehe z. B. hier: https://amerika21.de/2015/07/124205/papstbesuch-lateinamerika https://www.dw.com/de/riesen-messe-zum-abschluss-des-papst-besuches-in-peru/a-42248137 https://www.youtube.com/watch?v=7EdiS39ZTL8 Zu welchem WTG-Kongress kamen jemals mehr als eine Million ZJ zusammen? Wo, wann … ich hör nix. Der größte mir bekannte ZJ-Kongress war der 1958er im NY Yankee Stadium & Polo Grounds, das waren gerade mal eine Viertel Million. Auch hier wieder gilt: ZJ – weitet Euren Blick; entfernt die WTG-Scheuklappen und schaut über den Euch verordneten WTG-Tellerrand… Weiterlesen »

Schneeflocke

“Reicht allein der Glaube an Jesus, um gerettet zu werden?”  Eine wunderbare und direkte Frage, welche genauso gerade auf der Internetseite jw.orgs gestellt wird. Ich bin nun sehr gespannt, spontan fällt mir gleich der  Text aus Johannes 3 ein, und ich bin fast sicher, dass dieser ja nun nachfolgend als Antwort genannt werden müsste. 16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die… Weiterlesen »

Grübler

Grübler@Ede

Danke dir für deine Gedanken.

Richtig, der Wachtturm hilft mir nicht weiter.

Aber ist es nicht so, dass die Leute,  die sich bewusst gegen einen liebenden Gott entschieden haben,  sich diese Frage (warum lässt er es zu ) gar nicht stellen?

Ist es nicht so, dass viele Menschen angesichts des Elends auf der Welt zu Atheisten geworden sind, weil sie an einen liebenden Gott nicht glauben können?

Und diejenigen,  die noch an Gott glauben und ihm auch gehorchen wollen, DIE verstehen es nicht, dass sie darunter leiden müssen.

Ist halt schwer,  dass jemandem zu vermitteln.

Schönes Wochenende!

erwachter Sünder

  Die WTG bezeichnet sich als christlich, nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.   Die WTG-Lehre negiert grundsätzliche biblische Lehren, indem sie den biblischen Wahrheiten ihre Lehren hinzufügt.   Für ZJ ist die höchste Autorität in den Entscheidungen und Dogmen der LK zu finden. Dies zeigt sich in der offiziellen Lehre der WTG.     Wir danken dem Herrn, unserem Gott JHWH, dass wir von der Schrift her sicher sein können, dass seine Gnade eine vollkommen freie Gabe ist, “durch die er uns in dem Geliebten begnadigt hat.” Die Errettung bedeutet weder, dass wir in irgendeine Institution oder… Weiterlesen »

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ

“Dein Glaube hat dich gerettet.” Diese Aussage soll eine Rechtfertigung sein, um gerettet zu werden? Also Glaube alleine? Wie ist es das bei einem Ehepaar, bei dem ein Teil zum anderen sagt “ich liebe dich”? – Es bleibt allein bei dieser Aussage, denn die reicht ja für die Liebe! Es wurde schliesslich gesagt “Ich liebe dich”. Punkt! Reicht das wirklich??? In der Ehe/Beziehung sind doch sicherlich erkennbare Zeichen, sprich Beweise, notwendig, die die Liebe “beweisen”. Oder gibst du dich einfach damit zufrieden, wenn dein Partner es mit der Benennung “ich liebe dich” belässt? Wenn dir das reicht, ist’s recht; den… Weiterlesen »

ProJesus

Ich wünsche alle meinen Brüdern und Schwestern im Herrn ein gesegnetes und würdiges Abendmahl unseres Herrn Jesus Christus.

FredBocüs

Version 2016 : hab dies mal einfach so hingeschrieben (vielleicht zu langatmig für Kommentare) Zwei Hoffnungen und das Abendmahl Das Jahr 1935 war ein markanter Meilenstein in der Geschichte der Bibelforscher, die sich seit 1931 nun Zeugen Jehovas nannten. Das ‚neue Licht‘ teilte die Anbeter Jehovas in zwei Klassen: 144000 erwählte Menschen die in den Himmel kommen und den Rest der Geretteten, die für ewig auf einer paradiesischen Erde leben sollen. Weiter wirkte sich diese neue Erkenntnis auf die Feier des Gedächtnismales (Herrenmahl) aus. Lassen wir Auszüge aus den Veröffentlichungen der Wachtturm Gesellschaft (WTG) sprechen : kr Kap. 2 Vor… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

Lieber erwachter Sünder

Zu 100% gehe ich mit Dir einig mit Deinem Kommentar.

Wie Du so treffend sagst: UdH=Unverlierbarkeit des Heils ist tatsächlich die schlimmste Irrlehre die es gibt.

Danke für die richtigen Bibelstellen, vor allem Hebräer 10:26-31

Kein Zeuge, noch ex-Zeuge will das gar nicht wahr haben, geschweige hören.

Danke für Deinen besten Kommentar

Sylvia

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Horst

Lieber Horst, Deine Fragen sind doch bestimmt überflüssig, nicht wahr? Wer die Hl. Schrift gewissenhaft untersucht, kann fündig werden. Dennoch beantworte ich dir deine Fragen: “welchen TATKRÄFTIGEN Glauben, der nicht ein blosses Bekenntnis war, hat dann die Frau gehabt ? Durch welche “TATEN” hat sich ihr Glaube als “LEBENDIG” erwiesen ??  Welche “TATKRAFT” am Glauben der Frau hat Jesus denn  so anerkannt, dass er sie “durch ihren Glauben als geheilt” ansah ?” Für die Antwort füge ich zunächst folgendes ein: Die Hure, welche die Kundschafter verbarg, die Josua ausgesandt hatte, um das Land zu erkunden. Sie hatte von den Wundern des Gottes… Weiterlesen »

Lehabim

Hallo an Alle!

mich würde mal interessieren, wie Ihr das so macht: ich nehme mal an, dass von Euch keiner zum ZJ Abendmahl geht!? Also, wie macht das jeder von Euch so an diesem Tag mit dem Gedenken bzw.Feiern des  Abendmahls? Ich fühle mich da immer ein bisschen verloren, weil ich eigentlich keinen hab, mit dem ich das teilen kann.

Bitte Teil mir Eure Erfahrungen mit.

Es grüßt Euch Lehabim

nichtwichtig

Hallo zusammen, ich war gestern beim Gedächtnismahl. In einem “fremden” Königreichsaal. Nätürlich habe ich auch von Brot und Wein genommen, nachdem ich Eingangs verschiedene Gespräche geführt habe – als Interressierter.Ich erklärte, dass es keinen Unterschied gibt zwischen “gesalbt” und “Heiligen Geist”. Gibt es auch nicht und kann es auch nicht geben. Eben so, dass die Bundtheorie und Abzweigung Himmel oder irdische Hoffnung nichts mit dem Abendmahlgebot zu tun hat und in dieser Form gar nicht existiert. Außerdem, dass beim Passahfest das “ganze Volk” vom Opferfleisch aß, und nicht nur eine bestimmte Gruppe bzw die Priester wie bei andern Opfern. Und,… Weiterlesen »

ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Boas

Lieber, geschätzter Bruder Boas, in deiner Illustration habe ich nichts widersprüchliches entdecken können, was meine Ansicht/Einstellung dazu, auch nur im geringsten provozieren würde. Ich bedanke mich für diese Form der Illustration bei Dir hierfür. Einen kleinen Epilog möchtest Du mir bitte gestatten, ja? Eine bemerkenswerte Begebenheit aus Luk. 8:40 – 48 ist der Anlass. Du kennst sie, aber ich führe sie trotzdem vor. Als Jesus ans andere Ufer zurückkam, empfing ihn eine große Menschenmenge; alle hatten auf ihn gewartet. 41 Da kam ein Mann namens Jairus, der Vorsteher der Synagoge. Er warf sich Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein… Weiterlesen »

Kilian

  Wir waren gestern in der Versammlung. Da gab doch eine Schwester tatsächlich folgende Antwort:     Als Jesus all die Kranken heilte, gab er eine Vorschau auf künftiges. Ihr Glaube hat sie gesund gemacht.     Da fragte ich mich, ob sie eigentlich weiß, was sie da gesagt hat. Tatsächlich hat Jesus von den Geheilten keine Werke im Voraus gewollt. Keine Stunden im Predigtdienst, damit sie sich die Heilung verdienten. Kein Spendenaufruf. Einfach nur der Glaube.     Was die Werke des Glauben betrifft, denke ich das das etwas mit unserer Anbetung zu tun hat. Und wie die aussehen… Weiterlesen »