Die ungültige Taufe

»Wie bist du in ‚Die Wahrheit‘ gekommen?«

»Ich bin als Zeuge Jehovas groß geworden und erzogen! Also es gab natürlich eine Phase in meinem Leben, in welcher ich nicht wusste, ob ich das so will und ob ich daran glauben kann. Aber ich habe mich dann intensiv mit der Bibel auseinandergesetzt und selbst davon überzeugt, dass die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas die ‚wahre Religion‘ Gottes ist.«

So oder ähnlich wird sich schon fast jeder gegenüber anderen erklärt haben, der bei Zeugen Jehovas aufgewachsen ist, dass er es selbst gewesen sei, der sich für die Organisation entschied. Doch wie ehrlich ist die Aussage: Ich habe mich selbst nach meinen Zweifeln davon überzeugt?

In der Regel sagt diese Argumentation leider nichts weiter, als das alle Zweifel verdrängt und jede authentische Persönlichkeitsentwicklung ins Unbewusste verschoben wurde. Mit Sicherheit gibt es einige Zeugen Jehovas, die sich intensiv in die WTG-Literatur eingelesen haben und sich ein Fundament an Weltanschauung aufbauten, welches auf den Aussagen und Bibelinterpretationen der WTG fußt. Doch eine große Anzahl der eingeborenen Zeugen Jehovas, weiß nicht was sie da eigentlich glauben zu ‚Wissen‘, woher so manch eine der Lehren und Überzeugungen kommt. Selbst wenn sie alles spätestens beim nächsten Besuch darlegen können, spricht bei nur wenigen das Herz und eine ganzheitliche Überzeugung daraus.

Ausschlaggebend für die Frage: Kann es eine ungültige Taufe bei den Zeugen Jehovas geben, war für mich nicht zuletzt die WTG-Aussage im Wachturm Januar 2020 Studienartikel 5 Abs.: 12:

»Zum Beispiel haben einige zunächst von den Symbolen genommen, später aber wieder aufgehört. Andere glauben vielleicht wegen psychischer oder emotionaler Probleme, sie würden mit Christus im Himmel regieren. Wir kennen einfach nicht die genaue Zahl der Gesalbten, die noch auf der Erde sind.«

Warum sollte sich dies nur darauf beziehen, dass sich Menschen fälschlicher Weise dazu berufen fühlen, mit Christus im Himmel zu regieren? Es wäre nur logisch, dass auch jeder ‚kleine‘ Zeuge Jehovas eine angebliche Entscheidung getroffen hat, aus psychologischen oder emotionalen Problemen, die nichts mit eigener Überzeugung, Liebe zu Gott oder Verständnis zu tun hat.

Ich möchte auf einige wenige Dinge eingehen, die verdeutlichen, was durch die Erziehung und Entwicklung geschehen kann und was es umso menschenverachtender macht, dass Menschen als Ausgeschlossene und Abtrünnige bezeichnet werden, weil sie sich später selbst Gedanken machen, was sie in früher Kindheit und Jugend nicht konnten. (Auf Wunsch werde ich auch gern auf weitere Gedanken eingehen.)

Der Fokus liegt bei der Frage also darauf, wie man die Entscheidung von Zeugen-Jehovas-Kindern kritisch betrachten kann und soll jedem, der sich durch seine frühere Wahl wertlos oder entmutigt fühlt, etwas zum Nachdenken geben und für mehr Ruhe im Umgang mit sich selbst anregen. 

Im Wachturm vom 15. Februar 2010 Seite 22, heißt es in der Leserfrage: 

»Die Ältesten sollten bei ihrem Gespräch mit dem Betreffenden seine Taufe nicht infrage stellen und ihn nicht fragen, ob er seine Hingabe und Taufe für gültig hält. Schließlich hat er einen biblischen Vortrag über die Bedeutung dieses Schritts gehört; er hat die Tauffragen vernehmlich mit „Ja“ beantwortet, sich danach umgezogen und im Wasser untertauchen lassen. Demnach ist anzunehmen, dass er sich über den Ernst dessen, was er damit tat, völlig im Klaren war. Die Ältesten sollten mit ihm daher auch wie mit einem Getauften umgehen.«

Ist dem wirklich so? Etwas wiederholen können heißt noch lange nicht, es auch verstanden zu haben. Ein elfjähriger, eine vierzehnjährige oder auch ein siebzehnjähriger, kann sich eine Menge Informationen angeeignet haben oder eingetrichtert bekommen haben. Und nicht jede Handlung in unserem Leben, vollziehen wir in wahrer Bewusstheit aller Folgen oder Hintergründe. Ist das Kind zudem sehr ‚begabt‘, dann lernt es schon früh eine Rolle zu spielen und zu erfüllen, um die Bezugspersonen, sowie die Eltern und deren Erwartungen und Wünsche zu befriedigen. Dies erkannte schon Alice Miller und schrieb dazu: » (…) dieses Bedürfnis der Mutter oder beider Eltern intuitiv, also auch unbewusst zu spüren und zu beantworten, d.h. die ihm unbewusst zugeteilte Funktion zu übernehmen.

  1. Diese Funktion sichert dem Kind die »Liebe«, d.h hier die narzisstische Besetzung durch die Eltern. Es spürt, dass es gebraucht wurde, und das gab seinem Leben die Existenzberechtigung. Diese Fähigkeit wird ausgebaut und perfektioniert (…) « (Alice Miller – Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst, Suhrkamp, 30. Auflage 2016)

Ein Kind kann man sich erziehen. Es steht einem zur Verfügung, die eigenen elterlichen Gefühle und Unzulänglichkeiten zu kompensieren, den eigenen Selbstwert zu stärken, eigene Wünsche und Erwartungen zu erfüllen. Doch Säuglinge und Kinder sind hochsensorisch, lernen und suchen Annahme sowie Liebe. Kinder müssen gesehen, geliebt und begleitet werden. Ebenso verwies Miller darauf, dass Kinder, die lange genug egoistisch waren, von selbst lernen würden zu Geben und Liebe zu schenken. Wer diesen Prozess nicht kennenlernt hat, der wird niemals in den Genuss kommen was es heißt, aus sich heraus und mit vollem Herzen abseits der Normen zu lieben und zu geben. In der Zeugen Jehovas Erziehung spielt dann natürlich vor allem eines eine große Rolle: der gute Ruf der Familie und der Gemeinschaft.

Hier beginnt der Bruch auf höchster und abstrakter Ebene. Denn wahrer Zugang zu eigenen Gefühlen, eigenen Bedürfnissen, wird durch die Normen des höchsten und allsehenden Gottes als falsch und teuflisch abgetan. Von frühester Kindheit an entwickelt das Wesen ein »maskiertes Selbstverständnis« und verschmilzt vollkommen  mit dem nach außen gezeigten. Das Kind, der junge Erwachsene, kennt nichts anderes, als das, was erwartet wird, als das was gesagt wird und was man zu zeigen hat. Mehr als diese vollkommen nach dem Außen hin gerichtete und rein äußerlich geformte Identität kennt dieser Mensch nicht.

Schon mit diesen wenigen Gedanken ist es berechtigt daran zu zweifeln, ob ein bei den Zeugen Jehovas aufgewachsener Mensch, sich bewusst für seine eigene Taufe entschieden hat. In das ‚kleine einsame Kind‘ brennt sich von Beginn an die Frage ein: bin ich es der geliebt wird, jemals geliebt wurde? Oder nur das, was ich vorgebe zu sein?

Liebe ist ein existenzielles Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Wenn der Erwerb dieser ‚emotionalen Nahrung’ aber über das Einhalten von Normen und Dogmen verdient werden muss, sowie abhängig wird von einem guten Bild in der Öffentlichkeit, wie soll dieser Mensch ein Gespür dafür erhalten, was es bedeutet geliebt zu werden? Alles was er kennt ist die Perversion von Liebe. »Erst in der Liebe zu denen, die für uns keinen Zweck erfüllen, beginnt die Liebe sich zu entfalten.« (Erich Fromm – Die Kunst des Liebens, S. 61, Ullstein Taschenbuch, 14. Auflage 2016)

Der in die Gemeinde hineingeborene kennt jedoch nichts, als das Liebe und der Wert seines Wesens nur durch die Erfüllung fremder Zwecke gedeiht. Alles andere ist Verdammnis, enttäuschend, böse und falsch, und seine eigene Identität und Berechtigung geliebt zu werden hängt von seinem Verhalten oder Bekenntnis als Zeuge Jehovas ab.

Radikal gesagt: kann der Mensch nur das Wahre in sich verdrängen, dann kompensiert er seine Zweifel womöglich dadurch, sich verfrüht und unter (bestimmten) emotionalen ‚Trancezuständen‘ für die Taufe zu entscheiden.

Die Emotionale Erpressung beginnt nicht zwingend erst dann, wenn sich jemand gegen die WTG, die Erziehung entscheidet, wenn er austritt oder droht ausgeschlossen zu werden. Das Verhältnis der Kinder zu den Eltern und zur Versammlung ist stets asymmetrisch, sie sind also ausgeliefert, und müssen möglichst den Ansprüchen genügen. Von Geburt an lernt das Kind, dass bei Zuwiderhandlung Strafe und Liebesentzug die Folgen sind. Auch die Rechtfertigung, dass dies alles gut gemeint sei, ist oft nur die Untergrabung des freien Willens des Kindes und kann schwer vergiftet sein, sowie die Selbstbezogenheit mancher Eltern offenbart.

Dazu Gedanken von Werner Bartens:

»Klar: Die, von denen man besonders geliebt werden möchte, weil man sie selbst so sehr liebt, will man am wenigsten enttäuschen. Für sie würde man alles tun. Insofern ist es besonders perfide und gemein, wenn jene Menschen, oft sind es die Eltern oder der Partner, mehr Gefühle, mehr Aufmerksamkeit, mehr Zuwendung einfordern, als man zu geben in der Lage ist – und im Gegenzug mal eben die Grundpfeiler der Beziehung in Frage stellen, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.« (Werner Bartens, Emotionale Gewalt, Seite 25, Rowohlt 2. Auflage 2018)

Muss all das immer direkt ausgesprochen und kommuniziert werden? Leider nicht. Das schlechte Gewissen wird dabei oft durch kleine, spitze Bemerkungen nebenher übermittelt. Gefühle, werden über ‚die Bande‘ manipuliert. ›Wir würden uns so freuen,…‹, ›Du enttäuschst alle die dich lieben…‹

Wenn ich lebenslang vor einen Spiegel gestellt werde, vor dem sich eine rötliche Scheibe befindet, werde ich immer sagen, dass ich eine rote Hautfarbe habe. Ich muss die Welt und mich Selbst auch ohne jene rötliche Scheibe betrachten dürfen. Ohne Furcht muss ich auch andere Farben davor wählen und betrachten dürfen, muss mich selbst überzeugen können, in welchem Spiegel ich mich und die Welt betrachte. Vor allem aber, welcher Spiegel und welche Scheibe eventuell für mich einen Sinn ergibt, mit welcher ich ein zufriedenes und erfüllendes Leben führen kann.

Genau dies ist bei den Zeugen Jehovas nicht der Fall, weshalb ich es anzweifle, wie wahrhaftig sich die ‚Mehrheit‘ für die Taufe in die Organisation entschieden haben. Und ich weiß, dass diese Entscheidung auch bei mir, nicht aufgrund von Verständnis und Glauben kam, sondern durch ein restriktives und starres Weltbild. Kritikunfähig herangewachsen, innerlich leer und ein Wesen mit perfekter Maske vor dem Gesicht. Doch diese Maske und ich waren eins. Und zusätzlich hätte ich mich von der Glorifizierung der eigenen Eltern und dem Umfeld in welchem ich groß wurde loslösen müssen. Emotionen und das Gefühl angenommen, geliebt und geschätzt zu werden, spielten nahezu ausschließlich die Rolle, weshalb ich mich zu der Taufe bereit erklärte. Wohlgemerkt, das ich erst Jahre später, die Wirklichkeit erkennen vermag.

Folgendes wird es unter Zeugen Jehovas kaum geben:

»Gelingt es den Eltern aber, angemessen zu reagieren, nämlich sich auf Veränderungen einzustellen und auch ihre Zuschreibungen dementsprechend zu verändern, lernen Kinder, dass es in der Familie Raum für Veränderungen und Entwicklungen gibt. So können sie sich frei entfalten und neue Facetten ihrer Persönlichkeit ausprobieren, ohne mit Unverständnis oder gar Sanktionen rechnen zu müssen.« (Sandra Konrad – Das bleibt in der Familie, S. 32,33, Piper 6. Auflage 2017)

Nein, die gefühlten und geglaubten Absichten der Familie oder der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas, bei denen ein Kind heranwächst sind nicht grundlegend schlecht. Sie sind oft von einer Überzeugung geprägt das Richtige zu tun. Leider ist gut gemeint noch lange nicht gut gemacht.

Die WTG Aussagen sollten stark überdacht werden, gerade wenn es um Menschen geht, die sich in jungen Jahren taufen lassen. Ihre Taufe und Überzeugung ist rational anzuzweifeln. Dass sie später erst verstehen, was die Lehre der Zeugen Jehovas wirklich ist und beinhaltet liegt deutlich vor Augen. Es ist dadurch nicht verwunderlich, warum so viele weiterhin ein falsches Leben führen und jeden Widerspruch verdrängen. Gleichsam wird es leichter nachvollziehbar, dass viele durch Zweifel in Depressionen geraten oder dann psychisch kapitulieren, wenn sie für sich andere Erkenntnisse des Lebens gewinnen oder ihre persönliche Spiritualität entdecken.

Ich kann erst dann eine Entscheidung treffen, wenn ich tatsächlich alles kenne und wirklich einsehen kann. Und genau dieser Prozess, auch der Prozess eigene Erfahrungen zu sammeln, geht der Zeugen Jehovas Erziehung beinahe gänzlich ab. Die Lehren der WTG und somit auch die Konsequenzen der Zeugen Jehovas zum Beispiel bei Fehlverhalten wiedergeben zu können, heißt nicht, dass man sich dessen wirklich bewusst ist, ja, das man es auch nur annähernd wirklich verstanden hat.

Später kann man sich auch nur noch so im Leben halten, indem man sich immer und immer wieder einschärft, was einem vorgesagt wird. Man muss sich immer tiefer betäuben um nicht zu verzweifeln. Dies hat also nichts mit einer echten Überzeugung zu tun.

Wie man durch sein Leben schreitet beschreibt Herbert Renz-Polster folgendermaßen:

»Dieser Tanz beginnt in der Kindheit. Hier werden Kinder in eine Kultur des Vertrauens, oder aber eine Kultur der Kontrolle »eingebürgert«.« (Herbert Renz-Polster – Erziehung prägt Gesinnung, Seite 101, Kösel-Verlang 2019)

Ist also der Mensch, der in eine hierarchische Organisation hineingeboren wird, wirklich zufrieden und erfüllt, weil er später selbst erkennt, dass es ohne autoritäre Leitung von außen nicht funktioniert? Oder ist er in diese Kultur »eingebürgert« worden? Die Zeugen Jehovas weisen eindeutig eine Erziehung zur Abhängigkeit auf. Eine Erziehung, die lebenslängliche Hilflosigkeit gegenüber sich selbst und eigenen Bedürfnissen erzeugt, deren Rettung und Erlösung nur durch die menschliche Hierarchie der Zeugen Jehovas und zukünftig durch die Macht Gottes befriedigt wird.

Dazu noch einmal ein Zitat von Herrn Renz-Polster:

»Wer Unsicherheitsgefühle und Ängste bedient, braucht keine plausiblen Sachargumente zu liefern, um Wähler zu überzeugen.« (Seite 106, ebd.)

Der Treibstoff der Entwicklung ist auch das Bedürfnis nach emotionaler Sicherheit. Doch diese entsteht durch den Kontext bedeutsamer Beziehungen. Es handelt sich um Menschen, die den Kindern Schutz geben oder Schutz verweigern, die dem Kind einen Wert oder Unwert zuschreiben und jene, die dem Kind zu dessen Selbst-Wirksamkeit ermutigen oder seine Ohnmacht (gegenüber dem Leben, sich selbst, anderen Menschen, Gott) vermitteln. Diese nicht erfüllten oder fehlgeleiteten ‚Entwicklungsbedürfnisse‘, führen dazu, dass sich diese Kinder auch als Erwachsene in autoritäre Abhängigkeit begeben ‚müssen‘.

Die WTG-Frage oder Weltanschauung, dass der Mensch also nur in einer solchen Konstellation und Unterwerfung zufrieden, gar glücklich wird, ist vollkommen scheinheilig. Denn würden sich mehr Menschen für eine aufgeklärte Entwicklungsbegleitung der Kinder einsetzen, umso mehr verschwände der autoritäre Klassenkampf, das elitäre Besser-Fühlen und diffamieren anderer Gruppierungen, sowie die Hilflosigkeit mit sich selbst und dem Leben.

Abschließend lasse ich dazu noch einmal Herbert Renz-Polster zu Wort kommen:

»Es ist die fehlende sichernde Selbsterfahrung. Das Problem ist das Entwicklungsvakuum, in dem sich innere Stärke und echte, auf Selbstsicherheit beruhende Autonomie nicht ausbilden können.« (S. 111, ebd.)

Und:

»Tatsächlich hat der beschleunigte globalisierte Wettbewerb einen neuen, beschleunigten Phänotyp von Kindheit hervorgebracht: kontrollierte, »entmutterte«, in weiten Teilen in eine pädagogische Planwirtschaft eingegliederte Kindheiten (…), sie nach ihrer Eignung in der modernen Wettbewerbskette benoten und an das nächste Glied der Bildungskette weiterreichen.« (Seite 150, ebd.)

Ob nun auf dem Wirtschaftsmarkt der Welt, oder dem ‚WTG-Ziele-Markt‘ und ihrem Berichtszettel: Wo liegt der Unterschied? Wenn die Ältesten nicht in die Herzen schauen können, so wird doch letztlich jede Entscheidung eines Ausschlusses, einer Ernennung oder gar der Taufe vollkommen hinfällig.

Laut WTG irren sich die Meisten derer,

die jährlich von den Symbolen nehmen. Sie sind eigentlich nur psychisch oder emotional krank, was auf Grundlage der mystischen/geheimnisvollen Erkenntnis über ihre Berufung so oder so nicht nachvollziehbar ist. Umso logischer ist es dann, das tausende Zeugen Jehovas, auf Grundlage von emotionalem Missbrauch und fehlgeleiteten Entwicklungsbedürfnissen, ihren WTG-Vertrag durch die Taufe besiegelten, anstatt durch Glauben oder Überzeugung.

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www.Christusbekenner.de
24 Tage zuvor

“Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll” (1. Korinther 8:2). Diese Worte Pauli wurden natürlich in einem ganz anderen Zusammenhang als der Taufe geäußert und passen dennoch vom Grundsatz hierher. Ja, viele von uns (nicht alle!) waren “überzeugt” und meinten “erkannt” zu haben, bei Jehovas Zeugen sei die Wahrheit. (Wohl viele andere sind aus anderen Gründen Zeugen Jehovas geworden, z.B. liebe Menschen, nette Gesellschaft: auch hier ist die Legitimität ihrer Taufe umso mehr fraglich). Vor der Taufe studieren gewöhnlich Interessierte nur die Wachtturm-Publikationen. Die Heilige Schrift wird in der Regel vor… Weiterlesen »

prope
24 Tage zuvor

Ich hatten mich damals Mitte der 80er, schon bewusst für die Taufe entschieden. Auch wenn in die “Wahrheit” hineingeboren, wollte ich es vieles anders machen als das Beispiel dass meine Eltern abgaben. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Heuchelei und dieses Pharisäertum das ich bei meinen Eltern und anderen in der Versammlung beobachten konnte, wirklich gottgefällig sein konnte. Nein, ich wollte es besser machen. Jung verheiratet und voller Tatendrang, versucht ich mich so in die Versammlung einzubringen wie ich dachte dass es Gott wohlgefällig sein müsste. Ob dem tatsächlich so war, wusste man eigentlich selbst nicht, denn man orientierte… Weiterlesen »

Meereswoge
24 Tage zuvor

Danke, für diesen Artikel, in dem sich eine grosse Anzahl ehrlicher ZJ wiederfinden wird. Auch in den Worten, selbst sich überzeugt zu haben…..die meisten ja doch anhand der WTG Literatur. Dort steht ja alles drin, was wir brauchen….und schwupps, schon hat man sich selbst überzeugt. Dazu kommt noch die Aussage in 2.Tim 3:14: “Du aber bleibe bei dem, was du gelernt und wovon DU dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast….” Ja, es waren unsere Eltern, die uns lieben und oft Vorbilder im Zeugenleben sind, die wollen, dass wir auch den Zeugenweg gehen, in der Wahrheit… Weiterlesen »

richard_22
24 Tage zuvor

Die ungültige Taufe, dieser Beitrag spricht mir aus der Seele. Viele Jahre waren meine Eltern, ich sag einmal Sympathisanten. Wir be4suchten die Zusammenkünfte und ich wurde “in der Wahrheit” groß. Ich glaube, ich war damals so um die 12 Jahre alt, ließen meine Eltern als auch ich uns taufen. Was dieser Schritt bedeutete war mir absolut nicht klar. Ich weiß auch noch als ich am Abend meiner Taufe zu meiner Mutter sagte: “Hoffentlich ist das jetzt auch die richtige Religion.” Das resultierte daraus, dass ich insgeheim meine Schulkollegen bewunderte, die doch ein wesentlich freizügigeres Leben führten als ich! Das ging… Weiterlesen »

Anastasia
23 Tage zuvor

Mann könnte auch folgenden Text verfassen, der das Ganze auch statutmäßig untermauert, denn das mit dem vernehmbaren JA stimmt so nicht ganz. Betreff: Inkenntnissetzung über schwerwiegende Umstände in Verbindung mit Hingabe und Taufe, in welche die Ältestenschaft keinen Einblick hatte AN DIE ÄLTESTENSCHAFT DER VERSAMMLUNG XY   Liebe Älteste, aus gegebenem Anlass lasse ich euch dieses Schreiben zukommen. Grund dafür ist das in mir fortbestehende betrübte Gewissen, welches mich nach langer Zeit der innerlichen Beschäftigung dazu bewegt, einen Sachverhalt anzusprechen, der meine Taufe betrifft. Wiederaufgelebt wurde er durch eine Betrachtung der Satzung der Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Deutschland. Nach dieser… Weiterlesen »

Horst
23 Tage zuvor

” Umso logischer ist es dann, das tausende Zeugen Jehovas, auf Grundlage von emotionalem Missbrauch und fehlgeleiteten Entwicklungsbedürfnissen, ihren WTG-Vertrag durch die Taufe besiegelten, anstatt durch Glauben oder Überzeugung.” – dieser Schlussatz des Artikels sagt m.E. alles.Die fehlgeleitete Entwicklung in der Kindheit kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Mit meinem Austritt war der WTG-Vertrag dann gelöst.

M.N.
21 Tage zuvor

Ihr Lieben, das fundamentale Problem mit der WTG-“Taufe” besteht darin, dass sie nicht christlich ist, denn die echt biblisch/christliche Taufe hat Jesus Christus als Zentrum, siehe Apg … – 2,38: “Ein jeder von euch werde getauft auf/in den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden.” – 10,48: “[Petrus] befahl, daß sie getauft würden im Namen Jesu Christi.” – 19,5: “Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen…” – 22,16 (Pauli Bericht betreffs seiner eigenen Taufe): “Stehe auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst.” Dementsprechend wird Jesus Christus… Weiterlesen »

Last edited 21 Tage zuvor by M.N.
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