Die fixe Idee zum Jahr 1914

Die Wachtturmgesellschaft klammert sich in ihrer Studienausgabe des Wachtturms vom 15.1.2014 weiterhin an die fehlerhafte Lehre zum Jahr 1914

Übersetzt aus dem Englischen von Bruder Klaus D.

https://jwsurvey.org/cedars-blog/the-1914-obsession-watchtower-clings-to-flawed-teaching-in-first-magazine-of-2014

1914-governing-body-150x150Die leitende Körperschaft hält weiterhin an seiner fehlerhaften prophetischen Erklärung über 1914 fest.

Es ist Sonntag, der 28. Juni 1914. Ein Auto nimmt auf einer Straße in Sarajevo, Bosnien eine falsche Abzweigung. Als der Fahrer anhält, nähert sich ein Zuschauer. Er zieht eine Pistole und schießt auf das Paar im Fond, und beide sterben innerhalb von Minuten. Der Attentäter hieß Gavrillo Princip und seine Opfer waren Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie.

Dieser einzelne Vorfall löste eine Kette von Ereignissen aus, die letztlich zu zwei Weltkriegen und einem langen und erbitterten kalten Krieg führen würden. Millionen werden aufgrund von Anarchie, Chaos und Weltkriegen sterben, denn das Pulverfass Europas war durch diesen einfachen Funken gezündet worden.

Aber abgesehen von den weitreichenden Auswirkungen auf die Weltgeschichte und Politik, würden die Ereignisse an jenem verhängnisvollen Tag einer bis dato harmlosen Bibel-Gruppe in Amerika Leben einhauchen. Es wehte ein Windstoß in ihre leblosen Segel, der sie bis in das nächste Jahrhundert treiben würde. Ohne die Ereignisse des Jahres 1914 wäre der Erfolg einer Bibelforscherbewegung gefährdet gewesen.

Angesprochen ist natürlich die Gruppe unter Charles Taze Russell, die sich später, wie wir wissen in “Zeugen Jehovas” umbenannt wurde. Wäre der Beginn des Ersten Weltkrieges nicht auf das Jahr 1914 gefallen, dann würde diese Religionsorganisation heute sehr wahrscheinlich nicht existieren.

Es ist eine Tatsache, dass in diesem Jahr etwas Bedeutendes passieren musste, da die Vorhersagen Russells und seiner Mitarbeiter sonst zu einem Totalausfall ihrer Prognosen führen würde. So wurde das Jahr 1914 in der Zeugenlehre zu einem Grundpfeiler, auf dem das gesamte Lehrgebäude aufgebaut wurde, dem man seit Jahrzehnten, ja eigentlich ein ganzes Jahrhundert folgen sollte.

Wir befinden uns jetzt an der Schwelle des Jahres 2014, und das für Jehovas Zeugen so wichtige Jahr 1914 entschwindet so langsam im Nebel der Geschichte. Ist zu erwarten, dass die Wachtturm-Gesellschaft nun still und leise beginnen wird sich von diesem Jahr zu distanzieren? Genau das Gegenteil ist passiert. Die leitende Körperschaft hat kürzlich eine Überarbeitung ihrer “New World Translation” vorgestellt, in welcher das Jahr 1914 auf den Seiten ihres Anhangs weiterhin als ein Jahr von überragender Bedeutung verankert ist. Vor kurzem wurde gar ein neuer Studienartikel im Wachtturm vom 15. Januar 2014
veröffentlicht, in dem das Jahr 1914 nicht weniger als 18-mal erwähnt wird. Bei der Betrachtung dieses neuesten Artikels wird der Eindruck erweckt, wie dumm einer denn sein müsste, sollte er im Hinblick auf das Jahr 1914 nicht zu denselben Schlussfolgerungen kommen wie die Zeugen Jehovas. Dazu ein Auszug:

 

Weil wir(Jehovas Zeugen) fortlaufend Gottes Wort studieren, ist es für uns offensichtlich, dass sich biblische Prophezeiungen vor unseren Augen erfüllen — ganz im Gegensatz zur breiten Masse. Die meisten sind völlig mit ihren Alltagssorgen oder Zukunftsplänen beschäftigt. Daher entgeht ihnen trotz der eindeutigen Beweislage, dass Christus seit 1914 regiert und demnächst als Gottes Urteilsvollstrecker auftreten wird. Falls du Gott schon seit Jahrzehnten dienst, wäre es dennoch gut, dich einmal zu fragen: Bin ich mir der Bedeutung unserer Zeit immer noch so bewusst wie vor Jahren? Berühren mich die Zeichen der Zeit heute noch genauso? Worauf konzentriert sich deine Aufmerksamkeit? Zitat Ende W 15.1.2014, S.28

 

Die Bibelforscher wiesen jahrzehntelang darauf hin, dass 1914 ein besonderes Jahr sein würde. Damals waren viele optimistisch. Ein Historiker schrieb: “Die Welt von 1914 war voller Hoffnung und Erwartung.” Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in jenem Jahr erwies sich allerdings die biblische Prophetie wieder als wahr. Und mit den nachfolgenden Hungersnöten, Erdbeben und Seuchen erfüllten sich weitere biblische Voraussagen, die eindeutig bewiesen: Jesus Christus war 1914 König des Königreiches Gottes geworden und hatte im Himmel die Herrschaft angetreten. Dadurch, dass Jehova seinen Sohn als messianischen König einsetzte, war er selbst in einem neuen Sinn König geworden. W15.1.2014, S.13, Absatz 3

Bevor wir mit dem eigentlichen Thema fortfahren, sei noch darauf hingewiesen, dass in diesem Absatz vermutlich neues Licht enthalten ist: Jehova ist im gewissen Sinn der eigentliche wahre König geworden, wobei Jesus nur eine untergeordnete Rolle als Statist spielt.

Diese lächerliche und zugleich starrköpfige Weigerung, endlich vom Dogma zum Jahr 1914 abzulassen, durchdringt die gesamte Zeitschrift. Mit voll Stolz wird darauf verwiesen, dass die Bibelforscher Jahrzehnte im Voraus auf 1914 als einem bedeutenden Jahr hingewiesen hätten.

Bedeutend in welcher Hinsicht? Was genau hatten Russell und seine Kollegen für dieses Jahr denn erwartet? Um das herauszufinden, wollen wir einige Aussagen von Russell in seinem zweiten Band der Schriftstudien der Heiligen Schrift untersuchen, die er im Jahre 1906 veröffentlicht hatte. Wir werden bei einer ehrlichen Prüfung feststellen, dass der Wachtturm hier eine völlig überzogene und irreführende Darstellung zu den Erwartungen Russels für das Jahr 1914 zeichnet.

Wir zitieren Band 2 der Schriftstudien aus dem Jahre 1906, Seite 101: “Seid nicht überrascht, wenn wir in einem späteren Kapitel Beweise dafür liefern, dass die Aufrichtung des Königreiches bereits begonnen hat. Die Prophetie zeigt, dass das Königreich seine Macht bereits 1878 u. Z. angetreten hat, und der Krieg des großen Tages Gottes 1914 mit der kompletten Übernahme der bestehenden irdischen Regierungen enden wird.

Wie aus dem Zitat hervorgeht, erwartete Russell mit dem Jahr 1914 nicht den Anfang, sondern das Ende von Harmagedon. Er behauptet weiter, Christus habe bereits im Jahr 1878 begonnen unsichtbar im Himmel zu herrschen.

Wurden diese Vorhersagen als Anregungen verbreitet nach dem Motto “du kannst es glauben oder auch nicht”? Stufte denn Russell die bevorstehende Schlacht von Harmagedon damals als “nicht ganz sicher” ein? Nein, Russel betrachtete sie als eine von der Bibel eindeutig gesicherte Erwartung.

Doch man beachte, wie der Wachtturm die Erwartungen vor dem Jahre 1914 im Abschnitt 6 beschreibt:

Die Gesalbten waren zwar nicht ganz sicher, was genau geschehen würde, doch wussten sie nach wie vor, dass das Jahr 1914 einen Wendepunkt bezüglich der göttlichen Herrschaft mit sich bringen würde. Sobald sie erkannten, wie sich die biblischen Prophezeiungen erfüllten, machten sie mutig bekannt, dass Gottes Herrschaft begonnen hatte.

“Sie waren nicht ganz sicher, was passieren würde? Diese Behauptung ist gelinde gesagt eine bewusste Verdrehung der tatsächlichen Aussagen, wenn nicht eine glatte Lüge. Es ist einfach unmöglich, die lang gehegten Erwartungen Russels für das Jahr 1914 mit dieser bewusst verdrehten Darlegung aus dem zitierten Wachtturmabschnitt gleichzusetzen. Betrachten wir zwei weitere seiner Zitate aus der Zeit vor 1914, und achten wir auf die Überzeugung, mit der er diese Aussagen vorgetragen hatte.

“Das Datum für das Ende dieser “Schlacht” markiert die Bibel definitiv mit dem Oktober 1914. Es ist bereits im Gange, was im Oktober 1874 begann. – Watchtower, 15. Jan. 1892, S.1355

“Wir sehen keinen Grund für eine Änderung der Zeitangaben – noch könnten wir sie ändern, auch wenn wir es wollten. Sie sind, so glauben wir, Gottes Daten, nicht unsere. Behalten wir jedoch im Sinn, dass das Ende des Jahres 1914 nicht der Zeitpunkt für den Beginn, sondern für das Ende der Zeit der Bedrängnis ist.” – Watchtower, 15. Juli 1894, S. 1677

Mit der Behauptung, dass Russell und seine Mitarbeiter sich nicht “ganz sicher” gewesen wären, was im Jahr 1914 geschehen sollte, gibt der Wachtturm hier seine ganz spezielle eigene Darstellung der Geschichte wieder, die mit den Tatsachen nur noch wenig gemein hat. Und das nicht zum ersten Mal. Die Publikationen von damals zeigen, dass Russell von seinen Erwartungen für das Jahr 1914 absolut überzeugt war – obwohl sie sich als falsch herausstellten. Er starb im Jahre 1916, noch bevor er selbst erkennen konnte, wie falsch er mit seiner Vorhersage lag.

Das Festhalten am Plan

Wie kommt es, dass all diese Tatschen von der leitenden Körperschaft offensichtlich “vergessen”, um nicht zu sagen verdreht wurden, und was veranlasst die leitende Körperschaft des Jahres 2013 an diesen falschen Vorhersagen wider besseres Wissen weiter festzuhalten?

Da der hundertste Jahrestag des 4. und 5. Oktober 1914 immer näher rückt, gibt es nur diese zwei Möglichkeiten: Entweder sie verabschieden sich langsam von ihrem unhaltbaren Dogma, bei dem sie wie gewöhnlich “neues Licht” auf den Beginn der himmlischen Herrschaft Christi fallen lassen – oder sie beharren weiter stur darauf und hoffen, dass diese leidige Angelegenheit irgendwann unbemerkt im Dunkel einer fernen Vergangenheit verschwindet, wenn man sie nur nicht mehr erwähnt.

Die Tatsache, dass die leitende Körperschaft den letztgenannten Pfad eingeschlagen hat, zeigt nur, dass sie entweder ihrer Phantasie beraubt oder von ihrer eigenen Zeugen-Erziehung völlig verblendet ist – womöglich auch beides.

Doch gebe ich mir Mühe, für die leitende Körperschaft in dieser Situation eine gewisse Sympathie aufzubringen. Wenn sie mit eindeutigen Beweisen konfrontiert werden, die zeigen, dass ihr bisheriges Verständnis falsch war, sollten sie sich demütig dafür entschuldigen und zwar nicht nur für ihren Irrtum, sondern auch dafür, wie rücksichtslos sie jeden bestraft haben, der mit ihrer engstirnigen Auslegung der Bibel nicht einig ging.

Stattdessen sind sie nun dabei ihre eigene Geschichte neu zu schreiben und zu verfälschen, indem sie sich mit allem Nachdruck an eine Chronologie heften, die nicht nur längst veraltet sondern auch nachweislich falsch ist.

Wäre die Lehre von 1914 ein heiß geliebtes Haustier wie etwa ein Hund, der vor langer Zeit gestorben ist, so könnte man die leitende Körperschaft mit einem leicht gestörten Hundebesitzer vergleichen, der sein totes Tier zu einem Präparator bringt, um ihn möglichst lebend aussehen zu lassen; dann bringt ihn sein Herrchen nach Hause und gibt sich der Vorstellung hin, er lebe noch.

So könnte man ihre
Beschäftigung mit diesem Jahr 1914 veranschaulichen. Zeugen, die sich selbst als loyal betrachten, müssen natürlich dieselbe irrationale Hingabe an dieses Jahr und seine konstruierte Bedeutung zeigen.

 

Als Beispiel diene der Artikel “100 Jahre Königreichreichsregierung – was bedeutet das für uns?” Mit diesem Artikel versucht man bei den Zeugen in Verbindung mit der 1914er-Lehre einen besonderen Stolz zu erzeugen. Betrachten Sie einmal die Zeitleiste auf den Seiten 14 und 15.

Man hat diese Grafik übersichtlich gestaltet, um die Zeugen mit den Leistungen der Organisation seit 1914 zu beeindrucken – und zweifellos werden viele beeindruckt sein. Aber man sollte die Übersicht objektiv prüfen, denn dann kann man einige Zusammenhänge deutlicher erkennen. Fragen wir uns zum Beispiel, wenn dies wirklich Gottes Organisation ist, die seit 1919 unter der Führung Christi steht…

Warum dauerte es ganze 8 Jahre, bis der Haus-zu-Haus-Dienst organisiert wurde?

Warum dauerte es ganze 19 Jahre, bis Dienstamtgehilfen theokratisch ernannt wurden?

Warum dauerte es volle 53 Jahre, bis für die Versammlungen eine Ältestenschaft als Aufsichts- und Führungsorgan eingesetzt wurde?

Es gibt einfach keine biblische Rechtfertigung oder Begründung dafür, warum es so lange dauern sollte, bis von Jesus Christus solch unzureichende Maßnahmen eingeführt wurden. Zum Beispiel benötigte Christus keine Jahre, um seine Jünger für die Verkündigung der guten Botschaft in Israel zu organisieren, wie das aus Matthäus Kapitel 10 hervorgeht. Doch sollte Jesus aus irgendeinem unerfindlichen Grund ganze 8 Jahre dazu benötigt haben, um die angeblich von ihm erwählte Organisation zum Predigen und Jünger Machen zu organisieren.

Mich verwirrte der Teil der Zeitleiste, wo gezeigt wird, dass “die leitende Körperschaft 1976 in sechs Komitees organisiert” werden musste. Aus welchem Grund denn?

So wie wir die leitende Körperschaft heute kennen, ist sie in Wirklichkeit erst im Jahr 1971 entstanden. In diesem Jahr wurde beschlossen, dass sich die geistigen Führer der Zeugen Jehovas von den Direktoren der Wachtturm-Gesellschaft deutlich unterscheiden sollten.

In den fünf Jahren bis 1976 konnte man nicht nur beobachten, wie sich die sechs Komitees bildeten, sondern auch, wie die Macht des Präsidenten unter starkem Protest des damaligen Präsidenten Knorr deutlich beschnitten wurde. Nachzulesen in dem Buch von Raymund Franz “Der Gewissenskonflikt”.

So erhielt die “leitende Körperschaft” schließlich die Macht und Anerkennung, die sie heute genießt. Die erste echte “leitende Körperschaft” in den 1970er Jahren stand demnach bis 1976 unter der Kontrolle von Präsident Knorr.

Die Zeitleiste in dieser neuesten Wachtturmausgabe soll bei den Zeugen den Eindruck erwecken, dass es schon immer eine leitende Körperschaft gab, die sie führte und anleitete. Aber das entspricht einfach nicht den Tatsachen. Weder Charles Taze Russell noch Joseph Rutherford standen jemals einer “leitenden Körperschaft” vor, bei welcher ihre persönlichen Ansichten oder Wünsche von mehrheitlichen Ansichten hätten verdrängt werden können. Bei einer objektiven Analyse der Geschichte der Wachtturm-Gesellschaft kann das nicht belegt werden.

Wir wollen aber hier nicht zu sehr vom Thema abkommen. Man kann sich genauere Informationen aus den folgenden Quellen holen, die sehr zu empfehlen sind, wenn man sich noch mehr Aufschluss über die leitende Körperschaft verschaffen möchte.

Wikipedia-Artikel über die Geschichte des Verwaltungsrats unter

https://en.wikipedia.org/wiki/Governing_Body_of_Jehovah%27s_Witnesses#History

15. Dezember 1971 Wachtturm-Artikel “Ein Verwaltungsrat anders als eine rechtliche Körperschaft ” (siehe Watchtower Library)

JWsurvey Artikel “Die leitende Körperschaft erklärt”

Und so weiter…

Wie man die nächste Generation betrügen will!

Je mehr man die leitende Körperschaft beobachtet, desto weniger ist man überrascht über ihre offenkundige Unfähigkeit wichtige, unaufschiebbare Veränderungen vorzunehmen – entweder die Lehre oder ihre Maßnahmen betreffend.

Es handelt sich hier um eine Gruppe von Männern, die für Jahrzehnte unter dem Bann der Organisation standen, bevor sie in ihre aktuellen Positionen aufsteigen konnten. Sie wurden wegen ihrer unerschütterlichen Treue zur Organisation und aus Gründen zur Beibehaltung des jeweiligen Zustandes gewählt. Damit sind sie auf die Fortführung der Wachtturmlehre ihres Präsidenten Knorr aus den 1950er Jahren programmiert, anstatt eine längst überfällige Reformation anzustreben. Wir erkennen das nicht zuletzt auch an ihrer Abneigung gegen Bärte und an ihrem Beharren, besonders bei Schwestern, sich konservativ zu kleiden.

Des Weiteren ist die Eitelkeit dieser acht Männer aus der leitenden Körperschaft einfach unerträglich. Jeder, der zu sagen wagt, “könnte es sein, dass wir etwas falsch verstanden haben” wird als Abtrünniger gebrandmarkt und auf die denkbar schlimmste Art bestraft, indem er von der Zeugen-Familie abgeschnitten wird.

Ebenso beunruhigend ist die Art und Weise, wie die leitende Körperschaft gierig das Ziel verfolgt, bereits die junge Generation von Zeugen Jehovas in sadistischer Weise für ihre organisatorische Maschinerie zu rekrutieren, wie dies bereits in einem früheren Artikel dargelegt wurde. Ein weiterer Beweis für diese Vorgehensweise ist im Wachtturm vom 15. Januar 2014 auf Seite 23 zu lesen.

Der Artikel “Jehova dienen, bevor die beschwerlichen Tage kommen” ist auf die ältere Generation der Zeugen abgestellt. Sie werden mit Worten wie diesen an ihre Möglichkeiten erinnert, wie sie ihr Alter und ihre Erfahrung für einen guten Zweck zur Verfügung stellen können:

“Könntest du jüngere Diener Gottes zu dir nach Hause einladen, um euch gegenseitig zu erbauen? Könntest du sie bitten dich in den Predigtdienst zu begleiten, damit sie sehen, welche Freude du im Dienst für Jehova hast?”

Die Wachtturmorganisation will ältere Zeugen dazu missbrauchen, die nächste Generation zur Wiederholung ihrer Fehler zu verleiten.

Mit anderen Worten: “Ja, ihr habt eure Karriere-Aussichten weggeworfen und Jahrzehnte eures Lebens an unsere falschen Vorhersagen und Versprechungen verschwendet.” Die Aufforderung an die ältere Generation lautet jetzt: “Mache dich nützlich, indem du die nächste Generation ermunterst die gleichen Fehler zu machen.”

Wer die Wachtturm-Ausgabe vom 15. Januar 2014 erhalten hat, sollte sie gut an einem Ort aufbewahren, wo sie schnell zur Hand ist. Warum? Weil uns die leitende Körperschaft wahrscheinlich Jahrzehnte später erzählen könnte, sie habe nie gesagt “völlig sicher” gewesen zu sein, dass das Jahr 1914 den Beginn der Herrschaft Christi markiere. Es könnte dann durchaus nützlich sein diese Ausgabe schnell parat zu haben.

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KVAPIL

ICH BIN SEIT 30 JAHREN EIN ZEUGE JEHOVAS UND DERZEIT ABGRUNDTIEF ENTÄUSCHT !! MEINE “FRAU” HATTE MICH VERLASSEN ,UND DAS OBWOHL SIE SELBST EINE SOG. SCHWESTER IST !! IST WEGGEZOGEN,WOLLTE ABER NICHT DASS ICH MIT IHR WEITER LEBE ! NACH MEHR ALS DREIJÄHRIGEN TRENNUNG HABE ICH ENDLICH MICH SCHEIDEN LASSEN-WAS IN DER WIRKLICHKEIT NUR DIE BEHÖRDLICHER VERARBEITUND DER IN DER WAHRHEIT VOM IHR VOLZOGENER SCHEIDUNG IST !!! DAS PROBLEM IST,WIE DIE ÄLTESTEN BEHAUPTEN DASS ICH JETZT BIS ANS ENDE MEINES LEBENS ALLEINE BLEIBEN SOLL !! OBWOHL ICH NICHTS VERSCHULDET HABE .DAS IST IN MEINEN AUGEN DER LETZTE VERRAT ,DEN ICH… Weiterlesen »

Papillon

Das kann ich gut verstehen. Erst kümmern sie sich gar nicht aber wenn es darum geht Bürden aufzuladen sind sie direkt zur Stelle. Hast du keine Beweise das sie dich betrügt? Wenn du nicht hier offen reden willst, schreib mir ruhig. magda.papillon@t-online.de

waytodawn

Lieber Bruder Henry, willkommen auf diesen Seiten, nimm dir Zeit und lies dir alles in Ruhe durch. Ich selbst besitze ebenfalls eine Playstation 3 – verwende sie aber nicht zum surfen, Videos auf YouTube kann man damit aber ansehen. Soviel ich weiß sind die Videos auf Bruderinfo nur eine Verlinkung von YouTube Videos. Zu deinem Anliegen… wiederhole ich meinen Rat zu Beginn: Nimm dir Zeit! Viele Brüder und Schwestern haben Jahrzehntelange Mühen in das Predigtwerk und allen anderen “geistgesinnten” Tätigkeiten gesetzt – Saalbau, Dienstämter übernehmen etc… und es wurde allen immer weisgemacht, dass dies die Werke sind, die belohnt werden… Weiterlesen »

PINEHAS

Hallo Bruderinfo1,

Henry hat doch aber geschrieben, dass er nur mit der PS 3 Spielekonsole schreiben kann. Hast du eine Ahnung was das bedeutet ?
VL PINEHAS

Bird an alle

Liebe Geschwister,

es passt hier nicht ganz zum Thema aber ich brauche eure Hilfe.
Ich meine es hat hier mal jemand zwei Bibeltexte gepostet die Belegen das Jerusalem 587 zerstört wurde. Es ging irgendwie um Josua.

Wenn jemand diese Information hat bitte ich sie zu Posten.

Lieben Dank
Bird

M.N.

Ihr Lieben, obgleich dieser Thread schon etwas älter ist, möchte auch mich meine Beobachtungen hinzufügen, da das Thema anscheinend wieder aufkommt: Stichwort “Beiseiteschieben von Jesus Christus”: Man schaue sich nur mal die bisher veröffentlichten neuen “Königreichslieder” an, von denen zumindest eines explizit zum von der WTG eigenmächtig verkündeten “100. Jahrestag der ‘Geburt des messianischen Königreiches’ ” herausgegeben wurde, um festzustellen, welch geringe Rolle Jesus Christus in WTG-“Verkündigung” spielt bzw. wie auffällig er dort fehlt: 136: Gepriesen wird ausschließlich “Jehova Gott”; das generische “Christus” taucht je einmal in beiden Strophen so “beiläufig” auf, sowie “Sohn” einmal in Strophe 1; der Name… Weiterlesen »

M.N.

Lieber HENRY KVAPIL,

so ganz nebenbei und unter uns, und selbst auf die Gefahr, daß mir jetzt einige dies übelnehmen:

Nur 12 cm? Das ist ja nicht gerade gigantisch. Sie scheint nicht sehr anspruchsvoll zu sein.

😀

turtle

Auf tv.jworg ist ein neues Video “The Kingdom – 100 Years and counting”. Man sieht die Szene, wie Russel im Oktober 1914 in den Speisesaal kommt und das Ende der Zeiten der Nationen ankündigt. Als Hintergrundmusik läuft: Glory, glory, hallelujah, “The Battle Hymn of the Republic”. Auszug aus Wikipedia: “The Battle Hymn of the Republic („Die Schlachthymne der Republik“) ist ein amerikanisches patriotisches Lied.” Die deutsche Übersetzung des Liedtextes ist aiuch auf Wikipedia nachzulesen. Bedeutsam finde ich diesen Teil des Liedes: “In der Schönheit der Lilien Christ geboren Dir und mir, —— Wir, verklärt von seinem Glanze, sammeln uns um… Weiterlesen »

turtle

Aus dem neuesten WT September 2015:

“Was glauben Jehovas Zeugen”

“Als Christen glauben wir, dass Jesus, „der Sohn Gottes“ *, auf die Erde kam und der Messias wurde (Johannes 1:34, 41; 4:25, 26). Nach seinem Tod wurde er auferweckt und ist jetzt im Himmel (1. Korinther 15:3, 4). Dort wurde er später König vom Reich Gottes (Offenbarung 11:15).”

Interessant die Zeitangabe “später” – nicht 1914. Ist das jetzt nur für “Weltmenschen” oder flackert da “neues Licht”?
LG, turtle

O.W. Schade

Liebe “Stille Mitleser” von BI-Aktuell! Wie kann es sein, dass eine gut informierte Person die zentrale Lehre von 1914 in genau 3 Minuten und 25 Sekunden zum völligen Einsturz bringen kann? Weil sich die Person mit der schlichten Wahrheit auseinander gesetzt hat und Fakten sprechen lässt. Im völligen Gegensatz zur Leitenden Körperschaft muss sie sich selbst nichts beweisen, muss an keiner Illusion festhalten und ist auch nicht in ihrer eigenen Ideologie gefangen. Und wie der BI-Artikel feststellt, befindet sie sich auch nicht auf Kollisionskurs mit der Wahrheit. Doch hört es Euch selbst an und denkt nach…im Stillen und für Euch… Weiterlesen »

O.W.Schade@Matthäus

DIE UNSTERBLICHE LÜGE VON 1914… Lieber Matthäus, JW.ORG lebt scheinbar von der ständigen Lüge und ignoriert weiterhin alle Tatsachen über das Jahr 1914. Meiner Meinung nach ein unbelehrbarer Kult, der trotz besseren Wissens an den falschen Lehren von Russell festhält. Ein Tool auf JW.ORG BROADCASTING erklärt hilfreich die Lüge über 1914. Per Bilder und Bildchen auf Comic-Niveau werden Jehovas Zeugen weiterhin rücksichtslos hinters Licht geführt. Reue, Einsicht und Bedauern über eine der “Größten Lügen des 20. Jahrhundert”: Fehlanzeige!!! Ein irreführendes Tool zu 1914, statt handfeste geschichtliche und biblische Beweise. Beweisführung auf dem Niveau eines 3-5 jährigen Kindes. Warum tun sich… Weiterlesen »

logofilus

Hallo, ich bin Winfried, ein “angezählter” Zeuge Jehovas: Man hat mich “bezeichnet” gehalten, weil ich es wagte, zu hinterfragen, woher denn bitte die Autorität der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas kommt. Die Autorität ist dieselbe wie diejenige des Papstes in Glaubensfragen. Aber eigentlich wollte ich etwas zu 1914 sagen: 1.Wie kommt man darauf, den Traum des Nebukadnezar auf das Messianische Königreich anzuwenden? Soll etwa dieser heidnische König nun das Messianische Königreich darstellen? 2.Wieviel Hakenschläge sind eigentlich nötig, um aus den Sieben Zeiten 2520 Jahre zu machen? 3.Die Wissenschaft bestätigt überhaupt nicht, dass Jerusalem 607 v.u.Z zerstört wurde. Dann würde die… Weiterlesen »

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