DEN GLAUBEN VERDOPPELN

von Meleti Vivlon,  Quelle: Beroean Pickets

Freunde verloren.001Vor kurzem beendete ein Freund eine jahrzehntelange Freundschaft. Diese krasse Entscheidung fiel nicht weil ich eine nicht biblische ZJ Lehre, wie 1914 oder die „überlappende Generation“, angegriffen hätte. Nein, wir waren überhaupt nicht mit Lehrgesprächen beschäftigt. Der Grund warum er die Freundschaft beendete, war, dass ich ihm anhand umfangreicher Referenzen in unseren Publikationen und Zitaten der Bibel zeigte, dass ich das Recht habe, die Lehren der Leitenden Körperschaft danach zu beurteilen, ob sie mit den Schriften übereinstimmen. Seine Gegenargumente enthielten dazu keine einzige Bibelstelle, noch einen Verweis auf unsere Publikationen. Sie beruhten gänzlich auf Emotionen. Ihm gefiel nicht wie sich in ihm meine Überlegungen anfühlten und deshalb wollte er, nach Jahrzehnten der Freundschaft und sinnvollen biblischen Gesprächen, keinen Umgang mehr mit mir haben.

Obwohl dies, die drastischste Reaktion ist, die ich bisher erlebt habe, ist die eigentliche Ursache keinesfalls selten. Die Brüder und Schwestern werden jetzt stark konditioniert zu glauben, dass, irgendeine Lehre der Leitenden Körperschaft zu hinterfragen, gleichbedeutend ist mit Jehova in Frage zu stellen. (Sicherlich, Gott in Frage zu stellen, wäre lächerlich, obwohl selbst Abraham ungestraft davon kam, ohne als anmaßend bezeichnet zu werden. Wäre er heute am Leben, ich bin mir sicher, er würde ausgeschlossen werden, wenn er die Leitende Körperschaft so hinterfragen würde, wie er den Allmächtigen hinterfragte. Zumindest hätten wir in den Archiven der Dienstabteilung eine Akte über ihn. – 1. Mose 18:22-23)

Vom Lesen der Kommentare in diesem Forum und der Einträge auf DiscussTheTruth.com, komme ich zu der Einsicht, dass die Reaktion meines früheren Freundes jetzt weitverbreitet ist. Obwohl es immer Fälle von extremem Fanatismus gab, traten sie vereinzelt auf. Nicht länger. Es vollzieht sich ein Wandel. Brüder haben Angst irgendetwas zu äußern, was man als Hinweis auf Zweifel oder Nichtübereinstimmung, deuten könnte. Die Atmosphäre gleicht mehr einem Polizeistaat als einer verständigen, liebenden Bruderschaft. Für die, die meinen ich wäre melodramatisch, schlage ich ein kleines Experiment vor: Im WT-Studium dieser Woche, (erste Studienartikel im WT vom 15. August 2014, Abs. 12.)  wenn die Frage zu Absatz 12 gestellt wird, stell dir vor, du hebst die Hand und sagst, dass der Artikel das nicht richtig darstellt, dass die Bibel in Richter 4:4,5 klar sagt, das Debora und nicht Barak, der eine Richter Israels jener Tage war. Falls du das tun solltest (Ich empfehle das nicht, sondern schlage nur vor sich das vorzustellen um ein Gefühl für seine eigene Reaktion zu diesem Vorschlag zu bekommen), meinst du, du könntest die Versammlung verlassen ohne von den Ältesten angesprochen zu werden?

Ich glaube, etwas ist 2010 geschehen. Ein kritischer Punkt wurde erreicht. Das ist das Jahr mit dem unser neues Verständnis zu ‚diese Generation‘ herauskam. [[1]] (Matt. 24:34)

Während der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hatten wir über ‚diese Generation‘ ungefähr einmal pro Jahrzehnt ein neues Verständnis, zum Schluss Mitte der 90er Jahre mit der Erklärung, dass Matt 24:34 nicht dazu verwendet werden kann festzustellen wie lange die Zeit des Endes ist. [[2]] Keine dieser Umdeutungen (oder Anpassungen, wie wir sie gern beschönigend nennen) hatte auf die geistige Einstellung unserer Brüder und Schwestern eine wesentliche Auswirkung. Es gab auf den Bezirks- und Kreiskongressen keinen Programmpunkt, der uns ermuntert hätte, dieses letzte Verständnis so anzunehmen, wie mit der Lehre der überlappenden Generationen. Ich denke, das war zum Teil so, weil jede Anpassung zu dem jeweiligen Zeitpunkt, einen biblischen Sinn zu machen erschien, obwohl es sich letztendlich als falsch erwies.

Das ist nicht länger der Fall. Unsere gegenwärtige Lehre hat überhaupt keine schriftgemäße Grundlage. Selbst von einem weltlichen Standpunkt aus betrachtet, macht es keinen Sinn. Nirgends in der englischen oder griechischen Literatur findet sich die Idee, dass eine einzige Generation sich auf zwei verschiedene, aber sich überlappende Generationen bezieht. Das ist Unsinn und jeder vernünftige Mensch kann das auch sofort erkennen. Und tatsächlich, haben viele von uns das erkannt und darin liegt das Problem. Während die vergangene Lehrmeinung dem menschlichen Irrtum zugeschrieben werden kann – der Mensch versucht nur das Beste, etwas mit Sinn zu füllen –, ist die letzte Erklärung zweifelsohne eine Fabrikation, eine Erfindung und noch nicht einmal besonders kunstvolle. (2. Petrus 1:16)

Im Jahre 2010 konnten viele von uns erkennen, dass die Leitende Körperschaft in der Lage war sich Dinge zusammenzureimen. Die Folgen dieser Erkenntnis war nicht weniger als welterschütternd. Was hatten sie sich noch zusammengereimt? Was war sonst noch falsch?

Leitende Körp..001Nach der Jahreshauptversammlung im Oktober 2012 wurde es nur noch schlimmer. Uns wurde gesagt, der treue und verständige Sklave aus Matthäus 24:45-47 sei die Leitende Körperschaft. Viele begannen das Muster zu erkennen, dass die unbedachte Auslegung von Matthäus 24:34 erklärte, denn sie sollte dazu gebraucht werden, den Gedanken einzuflößen, dass das Ende tatsächlich sehr nahe ist. Uns wird gelehrt, dass wir, wenn das Ende kommt und wir nicht in der Organisation sind, sterben werden. In der Organisation zu bleiben, müssen wir der Leitenden Körperschaft glauben, sie unterstützen und ihr gehorchen. Durch ständige Betonung und Wiederholung wurde dieser Gedanke mit der Wachtturm Ausgabe vom 15. Juli 2013 deutlich gemacht, der diesen neuen erhabenen Status der Leitenden Körperschaft weiter erläuterte. Jesus hat ihn 1919 als seinen treuen und verständigen Sklaven erwählt. Vollständiger und unbedingter Gehorsam zu Menschen wird nun in Gottes Namen gefordert. „Höre, Gehorche und Sei Gesegnet“ ist das Trompetensignal.

Das gegenwärtige Szenario

Jehovas Zeugen sprechen von „in der Wahrheit sein“, wenn sie sich aufeinander beziehen. Nur wir haben die Wahrheit. Zu erfahren, dass einige der meist geschätzten Wahrheiten das Ergebnis menschlicher Erfindung sind, zieht uns den Boden unter unseren selbstsicheren Füßen weg. Unser ganzes Leben haben wir uns selbst auf der göttlich erbauten, lebensrettenden Arche der Organisation, inmitten der aufgewühlten See der Menschheit, segeln sehen. Plötzlich sehen unseren Augen, dass wir uns auf einem alten, undichten Fischtrawler befinden; einer von vielen unterschiedlicher Größen, aber ebenso altersschwach und seeuntüchtig. Bleiben wir an Board? Springen wir vom Boot um auf offener See unser Glück zu versuchen? Besteigen wir ein anders Schiff? Es ist erstaunlich, die erste Frage, die jeder an diesem Punkt stellt, ist, wo sonst könnte ich hingehen?

Am Anfang scheint es so, als wenn wir nur vier Optionen haben:

  • Ins Meer springen und unsere Glauben, unser Leben verwerfen. [[3]]
  • Auf ein anderes Boot springen, einer anderen Kirche beitreten.
  • So tun als ob die Lecks nicht so gravierend sind, alles ignorieren und die Zeit abwarten.
  • So tun als ob die Arche noch genauso stabil ist, wie wir immer glaubten und unseren Glauben verdoppeln und blind alles akzeptieren.

Es gibt eine fünfte Option, aber sie ist den Meisten anfangs nicht offensichtlich, deshalb kommen wir später darauf zurück.

Die erste Option würde bedeuten, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Wir möchten Christus und unserem Vater, Jehova näher kommen; nicht sie verlassen.

Ich weiß von einem Missionar, der die zweite Option wählte und nun die Welt bereist, Glaubensheilungen bewirkt und über Gott predigt.

Für wahrheitsliebende Christen, fallen die Optionen eins und zwei vom Tisch.

Die dritte Option scheint verlockend zu sein, aber sie ist einfach nicht tragfähig. Kognitive Dissonanz schaltet sich ein, beraubt uns der Freude und Ruhe, und zwingt uns irgendwann eine andere Option zu wählen. Trotzdem, die meisten von uns beginnen damit, bevor sie etwas anderes tun.

4. Option – Aggressive Ignoranz

So kommen wir also zur 4. Option, die für eine bedeutende Anzahl von Brüdern und Schwestern als ein gangbarer Weg erscheint. Wir können diese Option als „Aggressive Ignoranz“ bezeichnen, denn es ist keine vernünftige Wahl. Genau genommen ist es überhaupt keine bewusste Entscheidung, da es keiner ehrlichen Selbstprüfung, die auf der Liebe zur Wahrheit beruht, standhält. Es ist eine emotionale Entscheidung, die aus Furcht getroffen wird und deshalb feige ist.

„Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen… betrifft, ihr Teil wird in dem See sein …“ (Offb. 21:8)

„Draußen sind die Hunde … und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.“ Offb. 22:15)

Durch aggressive Ignoranz,[[4]] versuchen diese Gläubigen den inneren Konflikt, der der dritten Option inhärent ist, dadurch zu lösen, dass sie ihren Glauben verdoppeln, und alles Mögliche ja alles was die Leitende Körperschaft sagt, akzeptieren, so als wären die Worte von Gott selbst gesprochen. Dadurch geben sie ihr Gewissen an Menschen ab. Dies ist die gleiche Denkweise, die es einem Soldaten auf dem Schlachtfeld erlaubt, seinen Nächsten zu töten. Es ist die gleiche Mentalität, die es der Menschenmenge erlaubte, Stephanus zu steinigen. Die gleiche Geisteshaltung machte die Juden am Tod des Christus schuldig. (Apg. 7:58,59; 2:36-38)

Eine Sache, die ein Mensch über alle Dinge pflegt ist sein oder ihr Selbstverständnis. Nicht wie er wirklich ist, sondern wie er sich selbst sieht und sich vorstellt, wie die Welt ihn sieht. (Bis zu einem gewissen Grad erliegen wir alle dieser Selbsttäuschung, um unsere geistige Gesundheit zu erhalten.) Als Zeugen Jehovas, ist unser Selbstverständnis mit dem gesamten Lehrgebäude verknüpft. Wir sind diejenigen, die überleben werden, während die Welt vernichtet wird. Wir sind besser als alle anderen, denn wir haben die Wahrheit und Gott segnet uns. Es spielt keine Rolle wie die Welt uns sieht, ihre Meinung ist nicht entscheidend. Jehova liebt uns, weil wir die Wahrheit haben und das ist alles worauf es ankommt.

All das bricht zusammen, wenn wir nicht die Wahrheit haben.

Glauben verdoppeln

Karten.001„Verdoppeln“ ist ein Spielerbegriff, und Glücksspiel hat sehr viel mit der Einstellung zu tun, die diese Brüder und Schwestern einnehmen. In Black Jack mag ein Spieler sich entscheiden „zu verdoppeln“, indem er seinen Wetteinsatz, unter der Bedingung nur noch eine Karte zu ziehen, verdoppelt. Im Wesentlichen wird er aufgrund einer zu ziehenden Karte, das Doppelte gewinnen oder das Doppelte verlieren.

Die Angst, zu Erkennen das alles, an was wir in unserem Leben geglaubt, auf was wir gehofft und von dem wir geträumt haben, gefährdet ist, veranlasst viele ihre eigenen Denkprozesse einzustellen. Dadurch dass alles, was die Leitende Körperschaft als Evangelium lehrt, akzeptiert wird, suchen sie den Konflikt zu lösen und ihre Träume, Hoffnungen, sogar ihr Selbstwertgefühl zu retten. Dies ist eine sehr brüchige Geisteshaltung. Sie ist nicht aus Gold und Silber, sondern aus dünnem Glass gemacht. (1. Kor. 32:12) Sie wird jedweden Zweifel nicht dulden; daher muss jeder emporkommende Zweifel, selbst ein geringfügiger, sofort unterbunden werden. Vernünftiges Denken aufgrund von gesunden schriftgemäßen Überlegungen, muss, koste es was es wolle, vermieden werden.

Ein Argument, dass du nicht hörst, tangiert dich nicht. Durch eine Tatsache, die du nicht kennst, kannst du nicht überzeugt werden. Sich selbst vor Wahrheiten zu schützen, die deine Weltsicht zerschlagen, schaffen und erzwingt ein Klima, in dem jeder vernünftiger Dialog verweigert wird. Das ist es, was uns heute in der Organisation begegnet.

Eine Lektion aus dem ersten Jahrhundert

Nichts von dem ist neu. Als die Apostel anfingen zu predigen, gab es einen Zwischenfall in dem sie einen 40jährigen Mann heilten, der von Geburt an gelähmt und sehr bekannt war. Die Führer des Sanhedrins anerkannten, dass das „ein beachtenswertes Zeichen“ war – eins dass sie nicht verleugnen konnten. Trotzdem, die Auswirkung war untragbar. Dieses Zeichen bedeutete, dass Gott hinter den Aposteln steht. Es bedeutete, dass die Priester ihre geschätzte führende Rolle aufgeben und den Aposteln folgen müssten. Das war sicher keine Option für sie, deshalb ignorierten sie die Beweise und versuchten die Apostel mit Drohungen und Gewalt zum Schweigen zu bringen.

Die gleiche Taktik wird jetzt benutzt um eine wachsende Zahl ernsthafter Christen unter Jehovas Zeugen zum Schweigen zu bringen.

Die fünfte Option

Nachdem mühevollen Ringen mit der dritten Option, sind einige von uns zu der Erkenntnis gekommen, dass es beim Glauben nicht darum geht zu einer Organisation zu gehören. Wir erkannten, dass ein Verhältnis zu Jesus und Jehova keine Unterwerfung unter eine menschliche Autoritätsstruktur fordert. Ganz im Gegenteil, eine solche Struktur behindert in Wirklichkeit   unsere Anbetung. Wenn wir in unserem Verständnis, wie wir ein familiäres Verhältnis mit Gott haben können, Fortschritte machen, ist es doch nur natürlich unsere neu gefundene Erkenntnis mit anderen zu teilen. Und das führt uns zu jener Art von Unterdrückung, die den Aposteln in ihren Tagen von Seiten der Führer der Juden, begegneten.

Wie werden wir damit umgehen? Obwohl die Ältesten nicht die Macht haben, jene die die Wahrheit sagen, auszupeitschen oder einzusperren, können sie solche doch einschüchtern, bedrohen und sogar ausschließen. Ausschluss bedeutet, dass der Jünger Jesu von der Familie und allen Freunden gemieden und allein gelassen wird. Er mag sogar gezwungen sein auszuziehen und wirtschaftlichen Schaden zu nehmen – wie es bei vielen der Fall war.

Wie können wir, während wir die suchen „die seufzen und jammern“, mit ihnen die wunderbare Hoffnung teilen, die sich uns eröffnet hat, nämlich die Möglichkeit Kinder Gottes zu sein? (Hesekiel 9:11; Joh. 1:12)

Das werden wir in einem nächsten Artikel untersuchen.

Fußnoten:

[1] Tatsächlich enthielt der WT vom 15.2.2008 den ersten Hinweis auf unser neues Verständnis. Während der Studienartikel den Gedanken einführte, dass die Generation sich nicht auf die böse Generation bezog, die in den letzten Tagen lebt, sondern auf die Nachfolger Jesu, wurde der umstrittene Punkt in einer Bemerkung am Seitenrand gemacht. Daher ist es lange weithin unbemerkt geblieben. Es scheint, der Kasten auf Seite 24, diente nur einem Test der Leitenden Körperschaft. Dort liest man: „Die Zeit, in der „diese Generation“ existiert, scheint dem Zeitraum zu entsprechen, über den sich die erste Vision im Bibelbuch Offenbarung erstreckt (Offb. 1:10 bis 3:22). Dieser Abschnitt des Tages des Herrn dauert von 1914 bis der letzte treue Gesalbte gestorben und auferweckt worden ist.“

[2] W95 1.11. Seite 17, Absatz 6 – Eine Zeit um wach zu bleiben

[3] Wir fordern andere immer dazu auf, ihre falsche Religion und Lehren für „die Wahrheit“ zu verlassen. Aber wenn der Schuh am anderen Fuß steckt, dann drückt er uns und tut uns weh.

[4] ‚konstruktive Blindheit‘ ist ein anderer Ausdruck für diese Mentalität

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waytodawn

Glauben verdoppeln… unter dieser Überschrift sind Punkte enthalten, die eigentlich 1:1 unter die Überschrift “Aggressive Ignoranz” gepasst hätten. Das “Verdoppeln” oder “Double Up” beim Poker ist ja bereits das Ergebnis eines “All Ins”. Der Spieler legt quasi alle seine Chips in diesen Spielzug rein… mit etwas Glück kann der Gewinner des All In dann seine Chips verdoppeln. Bei den Zeugen Jehovas ist der wirkliche Nutzen, wenn sie “alles geben” auch nur Glücksache… oder man redet sich das schön. Mein Onkel erklärte mir, ich solle Jehova mal auf die Probe stellen und sehen, ob er mich nicht segnet… damit wollte er… Weiterlesen »

SabineKönig

Ehrlich gesagt:
Mich hat das “All In” krank gemacht.
Erst in der Seele,dann auch am Körper.
Ich muss heute erst wieder sehr mühevoll lernen,was ich mir eigentlich zumuten kann und wo meine Grenzen sind.Wie ein Kind muss ich ausloten,was mir gut tut und was nicht.
Natürlich bin ich selbst schuld,daß ich mich derart selbst “verleugnet”hab,wie wir es ja sollten….
aber die,die mich dazu gedrängt haben sind mitschuld.Manchmal fällt es mir schwer,nicht verbittert zu werden.Geht es anderen hier auch so??

Glückliche Zeugin

Hallo Sabine, Ehrlich gesagt: Ich kann nicht verstehen das dich die Wahrheit krank gemacht haben soll. Du warst doch einmal überzeugt die Wahrheit gefunden zu haben. Jetzt sagst du, dass du ausloten musst was dir gut tut. Hattest du das nicht schon einmal gemacht? Umsonst warnt uns der Sklave doch nicht sich vor Abtrünnigen Gedankengut zu hüten. Wohin das führt erlebst du jetzt, Verunsicherung und Zweifel. Zu dem Artikel kann ich nur sagen, er entspricht in großen Teilen nicht der Wahrheit. Das die Atmosphäre in der Organisation Jehovas der eines Polizeistaates entspricht und nicht einer verständigen, liebenden Bruderschaft habe ich… Weiterlesen »

turtle

Hallo Glückliche Zeugin, kannst Du mir erklären, warum die Wachtturmgesellschaft 10 Jahre lang ein NGO Mitglied der UNO war, sie an Hedgefondseminaren teilnimmt, auf ihrer Homepage behauptet, so wie sich Familien gegenüber ihren ausgeschlossenen Familienmitgliedern verhalten, die Familie selbst entscheidet, im Wachtturm steht, dass Jesus während der großen Drangsal kommt, in der Bibel aber steht, dass er nach der Drangsal kommt? Ich war jahrzehntelang in der sog. „Wahrheit“ und habe diese Religionsgemeinschaft vor kurzem verlassen. Der Grund: Die „liebevolle“ Behandlung, wenn man Fragen hat – Redeverbot unter Androhung von Konsequenzen – hat mich schwer erschüttert. Eine Religionsgemeinschaft, die stolz auf… Weiterlesen »

Samariter

Hallo,

Welcher wt ist im Haupttext gemeint? Finde keinen Abschnitt 12 über Richter…

MfG