Bist du auch noch im Käfig so wie ich?

Von Alice Cheshire. 

Dieser Artikel wurde von einer ehemaligen Zeugin Jehovas geschrieben, die sich von der Organisation langsam entfernt hat, ohne gemieden zu werden. Sie hat das Pseudonym Alice Cheshire für diesen Artikel angenommen, um Auswirkungen mit ihren ZJ-Verwandten zu vermeiden und arbeitet als professionelle Trainerin unter einem anderen Namen.

Aufgewachsen in der Welt der Zeugen Jehovas, hatte ich mich, vor allem als Frau, an Grenzen und Schranken gewöhnt, auch daran, dass einem gesagt wird, was NICHT okay ist. Von Freundschaften in der Welt, bis zu höherer Bildung hat man als Zeuge Jehovas auf eine ständig wachsende Verbotsliste zu achten. Und für eine Frau schließt diese Liste noch weitere spezielle Einschränkungen ein:

Es ist verpönt, an sich selbst zu denken oder eine eigene Karriere aufzubauen. Frauen werden dabei von der Organisation, in den Möglichkeiten der eigenen persönlichen Entwicklung, extrem eingeschränkt. Im Idealfall würde die Entscheidung, eine so streng kontrollierte Religion oder Sekte zu verlassen, einen neuen Lebensanfang, ein Leben der freien Wahl und Erfüllung von Träumen bedeuten. Doch allzu oft bleibt unsere Psyche nach so einer Entscheidung weiter in Gefangenschaft, obwohl wir selbst physisch frei sind.

Ich habe mich vor einiger Zeit dazu entschlossen, die Organisation der ZJs zu verlassen, doch muss ich zugeben, dass meine Gedanken noch lange durch die langjährige Gedankenkontrolle beeinflusst wurden.

Nach meinem Weggang habe ich mir eine erfolgreiche Karriere aufgebaut, neue Freundschaften geknüpft und mein Leben mit neuen Erfahrungen gefüllt. Und doch verteidigte ich die Organisation jahrelang gegen Kritik und weigerte mich, aus einer deplatzierten historischen Loyalität heraus, das Wort “Sekte” zu benutzen. Viele Jahre machten mich Schuldgefühle, ein geringes Selbstwertgefühl, der Mangel an Zielsetzung, Führung und ein langsam wachsender Zorn, der sich einmal nach einigen Gläsern Wein in einem Wutausbruch entlud, kaputt.

Es fiel mir schwer, jemandem zu vertrauen, denn tief im Inneren glaubte ich, nicht würdig zu sein, geliebt zu werden. Sicherlich würde jeder, den ich mochte, mich sowieso beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten verlassen und sich einfach auf und davon machen. Ich fand es schwer, etwas Neues auszuprobieren, etwas zu wagen und zu riskieren, denn seit vielen Jahren erlaubte ich mir nicht, einen falschen Schritt zu machen oder weniger als perfekt zu sein, aus Angst, alles zu verlieren.

Und vielleicht war das Allerschlimmste, dass es niemanden in meinem Leben gab, der mich wirklich verstand. Die professionellen Therapeuten, die ich konsultierte, waren hochqualifiziert, aber mir fehlten die Worte, ihnen verständlich zu machen, wie leer oder allein ich mich fühlte und wie sehr sich, nach dem Verlassen der Gemeinschaft, das „Gemiedenwerden”  –  gleichermaßen von Freunden und der Familie – auf mich auswirkte.

Meine lieben neuen Freunde haben sich zwar sehr bemüht, mich zu unterstützen, aber was sollten sie sagen, als ich ihnen erklärte, dass meine Eltern mich lieber sterben lassen würden, als eine Bluttransfusion zuzulassen, um die Interpretation eines alten biblischen Gesetzes nicht zu brechen. Wie sollten meine neuen Freunde auf ein so rückständiges Denken und eine so eklatante Verletzung der elterlichen Liebe und Verantwortung reagieren? Sie konnten diese Situation einfach nicht nachvollziehen.

Irgendwann, in einem Sog von Alkohol, Selbstzweifeln und Schuld, haben mich die Folgen der Leugnung schließlich eingeholt. Ich war am Ende. Der Schock, den ein erzwungener Aufenthalt im Krankenhaus verursacht hatte, ließ mich schließlich mein ganzes Leben neu bewerten. Ich erkannte, dass ich weit davon entfernt war, von der Organisation frei zu sein. Ich war immer noch gefangen. Aber es war eine von mir selbst produzierte Gefangenschaft, fabriziert in meinem Kopf.

Ich bin keineswegs allein damit. Menschen, die streng reglementierte Religionen, wie die der Zeugen Jehovas verlassen, leiden wegen vieler der folgenden Aspekte:

▪ Geringes Selbstwertgefühl & ein Gefühl der Wertlosigkeit
▪ Lähmende Schuldgefühle
▪ Fehlende Zielsetzung und Unfähigkeit die Zukunft zu planen
▪ Depression & Selbstmordgedanken
▪ Drogen – und Alkoholmissbrauch
▪ Kontrollierte und missbrauchende Beziehungen
▪ Finanzielle Misswirtschaft

Wenn Du aufhörst, das Leben eines typischen ZJs zu betrachten und den Fokus auf die emotionalen Auswirkungen des Befreiungsaktes richtest, ist es tatsächlich leicht zu erkennen, wie sich so etwas entwickeln kann.

Wenn Du, wie die Zeugen Jehovas im allgemeinen, wirklich glaubst, dass die einzige Lösung für die Probleme der Menschheit in Gottes Eingreifen liegt, wird verständlich, wie sehr Aussteiger mit einer mangelnden Zielorientierung, der Schwierigkeit, irgendeine andere Zukunft zu sehen und mit einem Mangel an Glauben, an ihre eigenen Fähigkeiten, Veränderungen zu bewirken, allein gelassen sind.

Wenn du wirklich glaubst, dass Du, wenn Du den Sklaven kritisierst, gegen Gott sündigst und ein feuriges Ende in Harmagedon auf Dich wartet, wird deutlich, wieviel Angst Abgänger haben müssen, Neues zu wagen, Risiken einzugehen, Fehler zu machen und nicht perfekt zu sein.

Und wenn Du weißt, dass diejenigen, die Dir am Nächsten stehen, Deinen Tod erlauben würden, sich beim ersten Anzeichen einer Sünde von Dir abwenden und die Gedanken und Wünsche von 7 selbsternannten „Vertretern Gottes“ in New York oder jetzt in Warwick, über die Gefühle ihres eigenen Kindes setzen, ist es nur nachvollziehbar, dass daraus geringes Selbstwertgefühl und Gefühle von Wertlosigkeit entstehen können.

Wenn Du noch irgendetwas davon in Dir fühlst, ist dies kein Zeichen von Schwäche. Du reagierst lediglich auf die langjährige Gedankenkontrolle, Indoktrination und das Verbot, den eigenen Gefühlen und Gedanken Priorität zu geben oder Angst und Zweifel äußern zu dürfen.

Denk daran, dass Du trauerst. Du trauerst um den Verlust einer früheren Lebensweise, den Verlust einer Glaubensstruktur, den Verlust eines versprochenen zukünftigen Paradieses und oft trauerst Du wegen dem Verlust von Freunden und Familiengliedern gleichermaßen.

Aber Du KANNST das hinter dir lassen. Egal, in welcher Zeit des Lebens du der Organisation entkommen bist. Du kannst es schaffen, diese negativen Gedanken und die Selbstzweifel abzuschütteln, und du kannst es schaffen, ein neues erfülltes, freudiges Leben zu leben.

Das bringt uns zurück zu mir. Ich saß in einem Krankenhausbett, mit der dämmernden Erkenntnis, dass ich die Organisation niemals wirklich verlassen hatte. Aber in diesem Moment hatte ich die Wahl. Ich könnte in meinem Gefängnis gefangen bleiben und ihnen erlauben, mir noch weitere wertvollere Jahre zu stehlen. Oder ich könnte endlich das tun, was ich glaubte, schon seit geraumer Zeit getan zu haben und mich ein für allemal befreien.

Nach einiger Zeit der Suche fand ich eine Therapeutin, die vor mir bereits Menschen geholfen hatte, streng reglementierten Religionen und Kulten zu entkommen. Als ich ihr von dem Ausmaß der Gehirnwäsche, der eingeflößten Angst und der Ausgrenzung erzählte, nickte sie nur, anstatt mich ungläubig anzusehen und bat mich, weiterzuerzählen.

Mit der Zeit konnte ich die wirkliche Wahrheit erkennen. Ich besaß etwas, das nicht viele Menschen bekommen. Eine zweite Chance. Anstatt bei dem zu verweilen, was man mir genommen hatte (eine normale Kindheit, Jahre der Unabhängigkeit und die bedingungslose Liebe meiner Familie), begann ich die Möglichkeit zu erkennen, aus all diesen Erfahrungen etwas Neues zu schaffen. Wie?

Laufen lernen

Der erste Schritt besteht darin, sich professionelle Hilfe bei einem Therapeuten oder einem Coach zu suchen, jemanden, der wirklich den emotionalen Aufruhr, der beim Verlassen einer streng kontrollierten Religion aufkommt, versteht. Noch besser (wenn auch nicht entscheidend) ist, wenn diese Person eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Kosten können vermieden werden, wenn Du Dir eine Gesprächs-Therapie durch Deinen Arzt vermitteln lässt. Über Online-Foren kannst Du mit Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, in Kontakt treten. Die Erleichterung, mit jemandem zu sprechen, der es einfach versteht, ist nicht zu unterschätzen.

Irgendwann sollte im Heilungsprozess viel Vergebung folgen und das stellt somit den schwierigsten Teil der Entwicklung dar, weil die Mehrheit der Menschen, denen Du vergeben musst, Dir weiterhin die Schuld gibt für das, was passiert ist. Du kannst das, was sie tun nicht ändern. Du kannst nicht ändern, wie sie denken, aber Du kannst es ändern, wie Du darauf reagierst.

Vergib Deinen Freunden und Deiner Familie, vergib der Organisation und vor allem – vergib Dir selbst! Akzeptiere, dass Du die beste Entscheidung getroffen hast, die Du mit den Informationen, die Dir zur Verfügung standen, fällen konntest. Wichtig ist, dass alles in DEINEM persönlichen Zeitplan geschieht, also lass Dir die Zeit, die Du brauchst, denn Heilung passiert nur, wenn Deine Gefühle es zulassen.

(Wenn es Dir völlig unmöglich ist, der Organisation zu vergeben, dann wird Dein Therapeut oder Trainer Dir mit bewährten Methoden helfen, langsam den Zorn loszulassen und Frieden mit der Vergangenheit zu schließen, Schritt für Schritt.)

Mit der Zeit magst Du Dich vielleicht dafür entscheiden, anderen, die noch in dieser Situation gefangen sind, aktiv helfen zu wollen, vielleicht indem Du die Verantwortung der Organisation in den Medien bekanntmachst oder in dem Du, wie ich es gewählt habe, Einzelpersonen im Rahmen einer fachlichen Kompetenz hilfst. Das Wichtigste ist, Entscheidungen zu treffen, die auf DEINEN EIGENEN Beweggründen basieren und zu lernen, Dir selbst wieder zu vertrauen.

Der spannendste Teil dieses Prozesses ist die Zukunft. Denk daran: die Zukunft ist jetzt Deine eigene, und Du hast die Möglichkeit, sie nach Deinen eigenen Wünschen zu gestalten. Du hast es in Deiner Hand – mach was daraus!

Träume große Träume – stell Dir das fantastischste Leben vor. Denk über all die Dinge nach, die Du schon damals, als Du noch in der Organisation warst, immer machen wolltest und die Dir nicht möglich waren, weil Du durch das mosaische Gesetz in den Versammlungen und dem Dienst gefesselt warst. Es öffnen sich völlig neue Horizonte:  Reisen, Beruf, Bildung und neue Hobbys. Wenn Du magst, such Dir Freunde mit unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen und Lebenswegen, Hauptsache sie tun Dir gut. Schaffe Dir neue Erlebnisse jeden Tag – die Welt ist jetzt Dein Abenteuerspielplatz!

Was möchtest Du sein und tun? Was möchtest Du bewirken? Was willst Du Dir selbst schaffen? Setze Dich aber nicht unter Druck, entscheide selbst was Dir guttut. Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben.

Du kannst die Jahre der Indoktrination in Motivation verwandeln, die Dich vorwärtstreibt. Und Du musst das nicht alles allein machen, wenn Du es nicht willst. Es gibt viel Unterstützung da draußen – durch Coaching, Therapie oder einfach dadurch, Dich online mit Menschen zu verbinden, die verstehen und die an Dich glauben.

Nach so vielen Jahren in der Organisation, in denen mir gesagt wurde, was zu tun ist und wie ich leben sollte, hätte ich ehrlich gesagt, nie gedacht, wirklich einmal frei sein zu können. Aber die Erkenntnis kam wie ein Schlag ins Gesicht. Die Organisation hatte schon so viele Jahre meines Lebens gestohlen. Ich würde es ihnen nicht erlauben, mir noch mehr zu nehmen. Wie ist das mit dir? – Alice Cheshire

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In den Versammlungen der Zeugen Jehovas herrscht ein labiles “Wohlfühlklima”, das durch eine unausgesprochene Prämisse notdürftig “stabil” gehalten wird. Diese Prämisse lautet: “Angst schafft Frieden.” Das ist für den Zeugen Jehovas subtil spürbar. In Wirklichkeit handelt es sich somit um einen “kalten Krieg”, der geführt wird. Dieser “kalte Krieg” verhindert weitestgehend, dass in den Versammlungen der Zeugen Jehovas der “heiße Krieg” ausbricht. Durch Angst werden die Mitglieder einer Versammlung dazu gebracht zu schweigen – ein “Scheinfriede” herrscht. Eine Parallele zu Johannes 7:13: “… keiner hatte den Mut, frei und offen seine Meinung über ihn zu sagen. Alle fürchteten sich vor… Weiterlesen »

Silver

Ich sage es immer wieder, die angebotenen Themen von BI sind qualitativ sehr wertvoll. Die Erfahrung von dieser Frau, die sich ihr Leben zurück erobert hat, ist ergreifend. Sie beschreibt alle Höhen und Tiefen, die ein Ausstieg aus dem WTS-Gefängnis, mit ihren unsichtbaren Mauern, bedeutet. Jeden Gedanken, den sie ausspricht und jede Empfindung, die sie beschreibt, ist wie aus meinem Leben gegriffen. Ich werde nun versuchen ihre Ratschläge zu beherzigen und meine Verbitterung konstruktiv verarbeiten. Es ist wahr, man muss diese Sekte erst verlassen, um wieder ein menschliches Wesen zu werden.

Reni

Ganz ehrlich….ohne die Gefühle und Situationen von der hier geäußerten weiblichen Person in Zweifel zu ziehen !!!……
Menschen in anderen Familien, Religionen und Lebensumständen erleben ähnliches!!!!! Nur mit anderen Parametern!!!!!…anderen PARAMETERN!!
Es sind nicht immer die Lehren der ZJ Schuld!!!
Das Leben ist nirgendwo ein Ponyhof.
Wer das hofft zu finden, glaubt an Illusionen.

Jurek

Und hat das irgendwas noch mit Christentum / Christ-sein zu tun, außer immer nur sich selber in den Mittelpunkt zu setzen?
Weltlich betrachtet, wie auch psychologisch.., mag das alles gut sein. Christlich betrachtet, ist das bedauernswerte Situation, aus der diese seelisch belastete Person, welche nie Christ war und damit verstanden hat was das alles beinhaltet, welche hier andere motiviert zur Unabhängigkeit, am besten von allen anderen – auch GOTT.
Ist das hier also aus welcher Perspektive aus für wen gut? Denn für christlichen Weg ist das schädlich!

ULLA

Kann man nur noch hoffen, dass Alice hier nicht stehen bleibt! Sie hat viel geschafft, Abstand gewonnen, ist sich selber näher gekommen, wagt es nun, eigene Träume zuzulassen. Nicht aufhören, liebe Alice: denn das BESTE kann noch kommen: Lerne Christus besser kennen, ihn lieben, dann wird auch der Vater dich lieben. Sich zu stabilisieren und sich selbst zu lieben, soll dann im Idealfall die Nächstenliebe möglich machen. Es ist nicht nur wichtig, aus den Käfigen Babylons zu fliehen, viel wichtiger ist es danach, das LEBEN (Christus) zu ergreifen . Joh. 14:6 Aus seiner Hand kann uns gar nix und niemand… Weiterlesen »

Wildblume

Eine bewegende Geschichte. Die Autorin lässt ihr persönliches Glaubensleben außen vor. Sie zeigt die nackte psychologische Seite. Ob sie jetzt mit dem Christus geht, oder ob sie den Glauben gänzlich verloren hat, will sie uns nicht sagen. Zu ihrer Entschuldigung muss ich anmerken, dass dies in ihren Augen wohl wieder eine Bevormundung des Lesers darstellt. So sehe ich das, muss aber nicht unbedingt stimmen…. Wichtig ist, was WIR tun. Persönlich habe ich das Gefühl, ich habe vom Vater den Christus “an die Hand bekommen”, so wie jemand die Hände zweier Menschen ineinanderlegt. Anders kann ich das nicht beschreiben. Ob es… Weiterlesen »

Sarah

Guten Tag Lennard Der Bericht von Alice ist schon ziemlich drastisch und aufwühlend dargestellt. Ihr Fall ist sicher nicht als «typischer» Ausstieg zu bezeichnen. Wir Menschen sind verschieden. Dies ist auch bei den ZJ der Fall. Tausende verlassen jedes Jahr die Versammlungen. Bei weitem landen da nicht alle beim Psychiater, können keine Entscheidungen mehr treffen, haben krankhafte Selbstzweifel oder enden gar im Suizid. Dass diese schlimmen Lebenskrisen allein auf den Umstand zurück zu führen sind, dass Alice einmal ein Mitglied der ZJ war, ist doch zu einfach und möchte ich bezweifeln. Alice ist eher ein Beispiel für das fatale Denken… Weiterlesen »

Sliva

Danke dass du deines Erlebnis mit uns getauscht hast. Ich bin davon tief berührt, und merke selber dassich auch nicht frei bin. Es ist ein gewaltvolles Zerreissen in mir, eine tiefe Traurigkeit und das immerwieder Zurückkehren von Suizidgedanken.

Sliva

..Das Selbstwertgefühl ist so etwas, dass kommt und geht aber nie weilt. Was mir noch bleibt ist Leinen tiefen Glauben an YHWH und JESUS. Ich glaube, dass sie mehrmals schon eingeschritten sind, als ich nicht mehr weiter wollte. Wie geht es weiter? Ich weiß es nicht. Ich bin einfach nie mehr die Versammlung gegangen und das war’s. Vertrauen kann ich auf eine feste und liebgewonnene christliche schwester, die ich auf BI kennengelernthabe. Also lebe ich und versuche mit Christus Tag für Tag das
Beste on mir zu geben.
Danke Fur deinen Bericht Alice.

Petrus111

Liebe Freunde, ich habe den Artikel mit Interesse gelesen – und auch die Kommentare, die sich tlw. mit der “Sinnfrage” befassen. JZ erklären ihren Mitgliedern, dass ein Menschenleben nur Sinn macht, wenn man “Gott dient”. Sie erklären ihren Mitgliedern sodann, dass Gottesdienst bedeutet, die Org zu unterstützen. Und da kann man sich dann austoben – bezahlt wird mit Anerkennung und Aufstieg in der Hierarchie… für Schwestern: Pionier – und ggf. Ehefrau eines Ältesten/Pioniers/…Auf diese Weise veranlasst die Org ihre Mitglieder, ihr zu dienen. Meine Auffassung dazu ist: eine Kirche/Gemeinde/Organisation sollte ihren Mitgliedern dienen – und nicht umgekehrt. Gottesdienst ist aber… Weiterlesen »

Passionsblume

Liebe Alice

Ich find’s super, dass Du das erkannt hast und auch anderen hilfst!
Viele können das offenbar nicht verstehen und wissen nicht, was Depressionen sind…

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute auf Deinem weiteren Weg!

Ganz liebe Grüsse

Passionsblume

Tierfreundin

Liebe Alice, liebe Brüder und Schwestern, ich finde es sehr mutig von Dir, Alice, Deine Erfahrungen und Deinen Weg zu beschreiben. Ich kann mir vorstellen, dass sicher einige Ähnliches durchleben – unter Umständen mehr oder weniger krass. Meiner Meinung nach ist nicht an allem die WTG schuld. Wie Du auch selbst schreibst, warst ja Du selbst diejenige, die den gedanklichen Käfig nicht verlassen hatte. Wie man klar kommt, nachdem man ausgetreten ist, hängt sicher von vielen verschiedenen Faktoren ab – Persönlichkeit, persönliches Umfeld, eigene (nicht nur religiöse) Glaubenssätze. Ich denke, dass der Weg, den Du ab Krankenhaus beschreibst, wirklich einen… Weiterlesen »

Wildblume

🌸 Ich kann Markus’ Kommentar nicht finden

Nachdenker

Hallo Markus,

In einem deiner letzten Kommentare hast du ja geschrieben das du in deiner Arbeit auch Nahtoderlebnisse hattest. Das interessiert mich auch aus aktuellem Grund sehr und ich würde gerne mal Kontakt zu dir aufnehmen, wenn du magst. Hab gerade gesehen das du ja auch gar nicht so weit weg von uns (Plz:55469)daheim bist.
BI wird dir sicher meine Mailadresse geben. Hab mich auch gerade für die Karte eintragen lassen.
Grüße
Nachdenker

richard_22

Hallo Allice, du sprichst mir aus der Seele. Endlich mal ein Kommentar, nicht untermauert mit Bibeltexten und so weiter. Ähnlich wie dir ging es auch mir. Ich habe die Organisatin vor ca. 45 Jahren verlassen. Da war ich noch jung, so um die zwanzig. Heute bin ich 65 Jahre alt. War auch in die Org. hinein geboren. Hatte mein leben lang Zweifel, auch als Kind. Hab mich dann verliebt in ein Mädel aus “der Welt” als ich zwanzig war. Nach 10 Jahren haben wir geheiratet. Heute bin ich 65 Jahre alt, und meine liebe Frau und ich sind 45 Jahre… Weiterlesen »

O.W.Schön@Alle Wahrheitssucher

EINE KULTISCHE PERSÖNLICHKEIT JW.Org und Scientology sind sich viel näher als die meisten Zeugen Jehovas erahnen. Wie wird aus einer gesunden Identität eine kultische Identität und wie wird aus einer wahren Persönlichkeit eine kultische Persönlichkeit? JW.Org – Meister der hypnotischen Techniken: http://aawa.co/blog/watchtower-scientology-masters-at-hypnotic-techniques/ “Es gibt keinen Raum für unabhängiges Denken. Sie entfernen den unabhängigen Gedanken der Person und ersetzen ihn durch das Denken des Kults und schließlich durch die Identität des Kults. Das gesamte JW-Studienprogramm ist darauf ausgerichtet, das „wahre Selbst“ zu unterdrücken und durch das „kultische Selbst“ zu ersetzen. Und Wachtturm tut dies bei jedem seiner Treffen. Sogar der „öffentliche… Weiterlesen »

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