Die “McDonaldisierung”

“damit ihr mit allen Heiligen völlig erfassen könnt, welches die Breite und die Länge und Tiefe und Höhe sei, und die alle Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus zu erkennen, damit ihr erfüllt seid mit der ganzen Fülle Gottes.“ Eph. 3:14-19

Das ist ein großes Ziel! Doch wird es im laufenden Betrieb der Versammlungen der Zeugen Jehovas erreicht? Was ist zu beobachten? Es ist eine geistige Blutleere zu beobachten! Aber was führt dazu? Die „McDonaldisierung“ !

Mit diesem Begriff „McDonaldisierung“ charakterisiert man in der Soziologie das momentane Überhandnehmen der langweiligen Gleichschaltung der ganzen Welt. Man könnte auch von Globalisierung auf geistigem Gebiet sprechen, und sie erstreckt sich auch auf das Gebiet der Religion.

Link zum Video Wachtturm-Satire, „Wie lieblich schlafen Brüder“:

https://youtu.be/Ee8eKLh41UU

Unter Religion möchte ich hier die institutionalisierte Religion verstehen, die Kirchen, Religionsgemeinschaften und Organisationen. Sie alle betreiben mehr oder weniger die Gleichschaltung des Denkens und der Glaubensinhalte. Sie alle schaffen Dogmen! Sie alle verbieten mehr oder weniger stark das Denken und den ungehinderten Gebrauch des Gewissens und des Verstandes. „Stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand“ ist die immer wiederkehrende Ermahnung des Sklaven. Damit drängt er sich zwischen Gott und den Menschen. Dazu braucht man die Einebnung der individuellen Freiheiten, den Gleichschritt des Geistes und die Reglementierung des Gewissens.

Eigentlich ist Religion die Bindung des einzelnen Menschen an Gott, in freier und selbst gewählter Verantwortung. So jedenfalls verstehe ich das Christentum der Heiligen Schrift. Es gibt eben nur einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus. Und alles, was sich dazwischendrängen will, was sich als “der einzige Weg zu Gott” versteht oder als die “allein seligmachende Kirche” oder als die “alleinige Organisation Gottes” ist hier fehl am Platz! Alles, was den Platz Jesu Christi einnehmen will, ist vom Widersacher! Nur Jesus Christus ist “der Weg, die Wahrheit und das Leben”!

Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass die Veröffentlichungen der WTG genauso „schmecken“, wie die Fritten und Frikadellen der Fast-Food-Ketten in aller Welt. Es sind einfältig-oberflächliche Gedanken geworden, mit denen der “Haushalt des Glaubens” gefüttert wird. Es ist die ständige Wiederholung des ewig Gleichen, die den Geist ermüdet und einschläfert. Es ist immer mehr Oberfläche statt Tiefe, Höhe und Breite des Glaubens (Epheser 3:14-16). Es ist stattdessen Einheitsbrei im Stil einer bekannten Zeitung, die mit Schlagwörtern und balkendicken Überschriften ihre “Leser” zufriedenstellt. Hier ändern sich im Wesentlichen nur das Datum und ein paar Namen. Der Stil ist immer derselbe und die Themen sind es eigentlich auch.

Kurze, handliche Sätze sollen wie Propaganda wenige “Tatsachen” in den Sinn nageln. Ja, es ist nicht wie Propaganda, es ist Propaganda. Aber ist das so unbedingt neu? Ich denke nicht, denn was kritisierte Paulus im Brief an die hebräischen Christen? Er kritisiert die Tatsache, dass sie geistige Kleinkinder geblieben waren, die noch ihre Milch und ihren Brei benötigten. (Was hätte er zu der Idee gesagt, die Fragen im WT immer mit der Antwort am Anfang eines Absatzes zu verbinden oder die Antwort gleich neben die Frage zu platzieren?) Von christlicher Reife, die sie befähigt hätte, Recht von Unrecht zu unterscheiden, waren sie weit entfernt. (Hebr. 5:11-14) Was war passiert? Man kann das aus den Briefen des Apostels rekonstruieren.

Es gab falsche Lehrer, die mit ihren falschen Lehren die Jünger verführten. Und sie ließen sich verführen, weil sie es einerseits so wollten (2. Tim. 4:3, 4) und weil sie es andererseits nicht verstanden, das eigene Gewissen und die eigene Glaubensüberzeugung zu verteidigen. Sie hatten versäumt, mündige Christen zu werden! Man hatte sie geschickt daran gehindert, denn es gab Männer, die über die Herde herrschen wollten. Und diese Männer konnten keine reifen Christen gebrauchen. Ich habe dies nur erwähnt, um zu zeigen, dass die Probleme nicht neu sind, dass dahinter die Absicht des Widersachers steht, den Glauben zu korrumpieren. Diese Gefahr ist niemals verschwunden!

Es ist schon auffällig, dass in den letzten Jahren verstärkt von Gehorsam gegenüber der Organisation und von Geld die Rede ist. Die Organisation hat einen Stellenwert bekommen, der schon an Götzendienst denken läßt. Man gewinnt den Eindruck, dass nichts mehr ohne die Organisation geht. Sie ist das „Rettungsboot“, der „Mitteilungskanal“, der „Mund Jehovas“ und sein „verlängerter Arm“. (Ich gebrauche hier Ausdrücke, die man von der Bühne hören kann.) Und das wird alles so widerspruchslos hingenommen? Leider ja! Und die Artikel im WT verstärken das noch.

Alles, was Jehova und Jesus Christus für uns tun, wird dieser „glorreichen Organisation“ zugeschrieben! Nicht einmal die Sonne wird ohne sie aufgehen können und das Gras wächst auch nicht mehr ohne sie. Nur sie weiß angeblich, wohin der Weg geht; nur sie weiß, was ich als kämpfender Christ an geistiger Speise benötige! Sie bildet sich doch tatsächlich ein, was ich als Individuum an Hilfe und Belehrung brauche. Und denke ich an den Psalm 139, dann weiß ich, wer allein meine wirklichen Bedürfnisse kennt und denke ich dann noch an Matthäus 11:25-30, dann weiß ich auch, wer meine Bedürfnisse in Wirklichkeit stillt und für mich sorgt. Und was Jesus hier zum Ausdruck bringt, ist so herzergreifend wahr und einfach, dass einem die Anmaßung der leitenden Körperschaft nur noch absurd vorkommt.

Und dabei ist die Bibel eine Schatztruhe, die viele Schätze birgt und die in der Lage ist, in mir, dem Leser, lebendig zu werden. Jeder, der sich diesem Buch ausliefert, wird immer wieder die Erfahrung machen, dass es ewig wahr und doch immer wieder neu ist. Der Text der Bibel legt oft eine Spur, der ich folgen kann. Er weckt immer neue Gedanken und Gefühle und führt mich, weil der Geist Gottes wirkt, zu immer neuen Einsichten. Das ist das Abenteuer des Bibellesens. Hier lodert das Feuer des Geistes, hier wird mein innerer Mensch aufgebaut, hier bin ich mit meinem Vater im Himmel zusammen.

Und warum ist davon in den Publikationen der WTG immer weniger zu bemerken? Warum erscheint vieles so blutleer und kraftlos? Warum erreicht es nicht den inneren Menschen? Warum ist vieles so pragmatisch, regelhaft, hölzern, trocken, steifleinen und fad? Hat Jesus so gelehrt? Er hat bestimmt ganz anders gelehrt, denn seine Zuhörer meinten, er lehre wie einer, der Gewalt hat. Das konnten die Schriftgelehrten nicht, weil sie nicht über den Geist, die machtvolle Hilfe Gottes, verfügten. Sie lehrten schulmeisterlich, sprachen über den Menschen hinweg und verloren sich in „wichtigen Punkten“. Punktesammeln ist auch in vielen Versammlungen an der Tagesordnung.

„Wenn wir diese sechs Punkte beachten, können wir dem Satan widerstehen!“ So etwas hört man, und es zeugt doch nur davon, dass man wenig verstanden hat. Es wird immer mehr Wert auf die eigenen Bemühungen gelegt. „Wenn wir dies und das so machen, dann klappt das auch!“ Kann ja sein, aber wie oft „klappt“ das nicht? Wie viele unter uns haben damit Schiffbruch erlitten? Darüber spricht man nicht. Man spricht auch nicht über die Frage, warum es unter uns so viele Unerquickte gibt und warum sich Jahr für Jahr ca. 120’000 Geschwister „verabschieden“. Wollte man dieser Frage nachgehen, dann stieße man auf ganz einfache Zusammenhänge, die durchaus mit der Art der Belehrung zu tun haben, die wöchentlich auf uns niederrieselt.

Das “geistige Programm” in den Versammlungen kommt mir wie ein altes Provinztheater vor, wo zum 542sten Mal “Charleys Tante” gegeben wird. Die Zuschauer haben ein Abonnement, das sie absitzen. Die Darsteller quälen sich durch das Stück, weil sie alt geworden und in Routine erstarrt sind. Der Zuschauer weiß im Voraus, an welcher Stelle welcher Witz kommt. Es gibt keine Überraschungen mehr. So hören wir Vorträge, die wir schon seit dreißig Jahren immer wieder hören. Wir hören die gleichen Veranschaulichungen und wissen sofort, wie sie verwendet werden sollen. Es ist alles abgespielt und eingestaubt.

Nehme ich irgendeine Zeitschrift zur Hand und blättere sie durch, dann bin ich erstaunt, womit man sich so beschäftigen soll. Zum Beispiel: „Fest an das Königreich glauben“. „Schätze das Vorrecht, mit Jehova zusammen zu arbeiten“ („Unser größtes Vorrecht: für Jehova tätig zu sein“.) Was macht hier mein Verstand, der sich schon jahrzehntelang an diese Slogans erinnern kann? Und dann lese ich und stelle fest, dass es immer noch so abgedroschen ist, wie vor Jahren. Es werden Allgemeinplätze des Glaubens angeboten, man tut so, als wären es die letzten großen Offenbarungen. Ich meine, dass es für mich nur ein Vorrecht gibt: Das Vorrecht, an Jehovah zu glauben!

Philipper 1:29: „… denn euch ist um Christi willen das Vorrecht gegeben worden, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden.“

Alles andere ist dann nur noch Verzierung, Ausschmückung. Denn was nützt mir der Ansporn zur Aktivität, wenn der Glaube fehlt, wenn er nicht gewachsen ist, wenn er nicht gewährt worden ist? Und dass er oft genug fehlt, ist eine bekannte Tatsache. Apropos Verzierungen: Man hat uns mit unendlicher Mühe immer wieder ein materialistisches Paradies als Neue Ordnung verkauft. Gewiss, das Paradies stillt auch die materiellen Bedürfnisse, aber sonst – und in der Hauptsache? Wann spricht man zuerst von den geistigen Voraussetzungen des Paradieses? Viel zu selten! Wichtig scheint doch zu sein, dass die Tomaten recht groß werden.

Wen will man denn damit beeindrucken? Geht es nicht vor allem um dies: „Denn das Königreich Gottes bedeutet nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Freude und Friede mit heiligem Geist.“? (Römer 14:17) In diesem Zusammenhang gewinnt man durchaus den Eindruck, dass materielle Wünsche und Begehrlichkeiten als Lockmittel verwendet werden. Und damit wendet man sich ganz bewusst an eine bestimmte Kundschaft. Es ist die „Kundschaft“, die dem Wettbewerbsgeist verfallen ist, dem äußerlichen Zuschaustellen von Werken, es sind die Anhänger der puritanischen Pflichtmoral, es sind Pharisäer! Es werden Sekundärtugenden gefördert, wie Fleiß, Opferbereitschaft, Pünktlichkeit, Sauberkeit, politisch korrektes Verhalten, amerikanischer Optimismus und Gehorsam ohne Glaubensüberzeugung.

Wie lesen denn viele meiner Glaubensgeschwister die Bibel? Jedenfalls absolvieren sie ein Bibelleseprogramm. Sie lesen jedes Wort. Aber lesen sie auch Gedanken? Erfassen sie Zusammenhänge, denken sie über den Kontext nach? Was machen sie, wenn sie auf etwas stoßen, was ihrer bisherigen Auffassung widerspricht? Manche werden nachschlagen. Wo? In den Veröffentlichungen der WTG! Und da beißt sich die Katze oft in den Schwanz. Erklärungen werden mit Erklärungen erklärt. Und die einfachen Fakten der Bibel? Hat man den Mut sie zu akzeptieren? Zu diesem Mut wurden meine Geschwister nicht erzogen. Man soll ja nicht “der Wahrheit vorauseilen”! Und Wahrheit ist laut Definition immer nur das, was die WTG sagt und schreibt. Kann man der eigentlichen Wahrheit denn vorauseilen? Die Wahrheit ist die Wahrheit; unerschütterlich, ewig und fest. Ich kann mich ihr nur annähern; vorauseilen kann ich ihr nicht. Wie auch? Vorauseilen kann man nur einer Doktrin, denn die ist wechselhaft, wie es die Umstände erfordern, sie wird von Zeit zu Zeit angepasst. Die Wahrheit Gottes aber braucht keine Anpassungen. Unser Verständnis der Bibel entwickelt sich (hoffentlich!) und soll der Wahrheit näherkommen. Mehr als die Wahrheit kann man nicht wissen und deshalb kann man auch nicht der Wahrheit vorauseilen!

Die Welt “geht in Fransen” und wir beschäftigen uns z. B. mit der Rolle der Frau in der Bibel. Und das auffällig oberflächlich! Die Welt steht Kopf und wir reden über Organisation! Die Zeit brennt, und wir “lernen”, wie man am Samstag Bibelstudien einrichtet. Da kommt mir ein Bild in den Sinn: Ein Haus steht in Flammen – und Großmutter steht am Fenster im ersten Stock und kämmt sich in aller Seelenruhe die Haare! Soweit kann man sich von der Realität entfernen!

Ja, wie lesen meine Geschwister die Bibel? Ich will jetzt nicht verallgemeinern, wenn ich sage, dass sie die Bibel eher wie eine Gebrauchsanweisung lesen. Sie “nehmen Erkenntnis auf” und denken vielleicht noch daran, wie sich die Erkenntnis im Predigtdienst verwenden läßt. Und sonst? Ich kann oft genug nicht feststellen, dass sie die Bibel als eine Möglichkeit des Zwiegesprächs mit Jehova verwenden. Wer betet schon bei einem markanten Bibelvers, der sein Herz berührte, der eine ganz persönliche Saite in ihm zum Klingen gebracht hat und der eine nie vorher gekannte Einsicht öffnete? Jeder, der so vorgeht, wird eine erstaunliche Erfahrung machen: Er merkt, dass Jehova zuhört!

Das kann man natürlich nur erfahren, wenn man die Angst vor dem eigenen Denken überwunden hat! Aber “selbständiges oder unabhängiges Denken” ist oft genug verteufelt worden. Genau das fürchten nämlich unsere selbsternannten Führer! (Math. 23:10) Sie haben versucht Angst vor dem eigenen Denken zu erzeugen. Sie gingen von der Behauptung aus, dass nur die Organisation weiß, was wir an geistiger Speise benötigen.

An dieser Stelle mag man sich auch einmal fragen, wer oder was die Organisation ist. Ich habe jedenfalls bis heute keine eindeutige Antwort bekommen, also muss ich annehmen, dass es die leitende Körperschaft ist. Sieben Menschen in New York wissen, was die Brüder und Schwestern in der ganzen Welt brauchen. Überhebt man sich da nicht ein wenig? Aber solche Skrupel kommen wohl nicht auf. Stattdessen wird behauptet, dass nur die Organisation weiß, wohin der Weg geht und welche geistige Nahrung auf diesem Weg nötig ist.

Und noch etwas: Nur die Organisation hat angeblich den Durchblick und weiß über alles Bescheid, weil sie alle Zusammenhänge kennt. Soviel Bescheidenheit kann nur jemand haben, der wirklich alles durchschaut. (Jeder, der schon einmal irgendetwas an der Lehre angezweifelt hat, wird auch schon den Satz gehört haben: „Ich glaube nur, was der Sklave sagt!“ Und wenn man dann noch fragt: „Wieso?“, dann hört man vielleicht: „Nur der Sklave kennt alle Tatsachen!“) Man muss aber ehrlich zugeben, dass dies nur auf Jehova zutreffen kann. Aber hier kommt dann das Argument ins Spiel, dass Jehova den „Sklaven“ als „Mitteilungskanal“ benutzt. Mit anderen Worten: Jehovas Geist hat alles dem Sklaven mitgeteilt. Und über die vielen Irrtümer der WTG schweigen wir jetzt lieber, denn die müsste man – logischerweise – Gott ankreiden.)

Am besten sollten ja die Ältesten in den Ortsversammlungen wissen, was ein Bruder braucht. Aber diese Männer sind gehalten, das nachzusprechen, was vorgeschrieben ist. Denkt man z. B. an den Königreichsdienst, dann kann man über das Jahr eine immer gleiche Abfolge von Aktivitäten feststellen, die sich treu Jahr für Jahr wiederholt. Manchmal wird eine bestimmte Predigtdienstmethode favorisiert, von der man weiß, dass sie schon vor 10 Jahren nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Einige Zeit später eine andere Methode, die irgendeinen Monat zum größten aller Monaten werden lassen soll. Und wenn das Jahr für Jahr so weitergeht, dann wird man müde, sich das anzuhören. Es gab eine Zeit, in der die Ältesten als Lehrer so ziemlich frei waren und selbst Vorträge erarbeiteten. Das ist aber in den 80iger Jahren abgeschafft worden.

Warum aber verhält sich die WTG so? Vielleicht deshalb, weil man Dogmen und liebgewordene Vorstellungen nicht aufgeben will. Und warum will man sie nicht aufgeben? Weil man Angst hat, die Herrschaft über Menschen zu verlieren! Um Dogmen zu befestigen (und die Lehre vom „Treuen und verständigen Sklaven“ ist so ein Dogma!) muss man es immer und immer wieder in den Sinn nageln. Man muss es sooft wiederholen, bis auch der letzte Zeuge Jehovas es verinnerlicht hat. Alles, was man veröffentlicht, muss sich diesem Ziel unterordnen. Immer wieder muss deutlich gesagt werden, dass es ohne den „Sklaven“ nicht geht, dass man an ihn nicht vorbeikommt.

Ein kleines Beispiel: Im Brief an die Hebräer spricht Paulus von der Bedeutung der Sabbatruhe für Christen. Es sagt ganz klar, dass ein Christ in die Ruhe Gottes eingeht, wenn er davon abläßt, sich einzubilden durch gute Werke allein das Ziel seines Glaubens zu erreichen; das haben die Juden vergeblich versucht, indem sie sich einbildeten, durch Gesetzeswerke gerettet zu werden. Ein Christ überläßt seine Rettung der Gnade Gottes, indem er glaubt und darauf vertraut, dass Jehova ist und dass er denen, die ihm vertrauen, ein Belohner wird (Hebr. 11:6). Ein Christ vertraut der Wirksamkeit des Opfers Jesu, wenn er an seine Rettung denkt. Soweit die Bibel. Aber die WTG sieht das anders! Hier ein Zitat:

Wachtturm 15. 07.11: „Erinnern wir uns daran, wofür Jehova den siebten Tag — seinen Ruhetag — reserviert hat: um alles, was er mit der Erde vorhat, vollständig und auf herrliche Weise zu verwirklichen. Wir können in Jehovas Ruhe eingehen, indem wir gehorsam daran mitarbeiten, seinen Vorsatz so umzusetzen, wie er es uns durch seine Organisation mitteilt.

(Es geht bei diesem Gedanken nicht darum, eine Führung in Frage zu stellen, sondern es geht um die anmaßende Rolle, die sie zu spielen versucht!)

Und meine Glaubensgeschwister “studieren”! Was studieren sie? Sie betreiben das fleißige Anstreichen von Gedanken, die ein anderer gedacht hat. Und das ist allgemein so apodiktisch, dass kein Widerspruch entsteht, dass kein eigener Gedanke aufkeimt. Ist man tatsächlich so anspruchslos? Oder nennt man das Bescheidenheit? Hat denn niemand bemerkt, dass er selbst ein Mensch mit spezifischen und mit eigenen Bedürfnissen ist?

Der Alltag fordert unseren Kampf um unsern eigenen Glauben, um unser eigenes Vertrauen, gegen unsere eigene Angst und gegen erwachende Zweifel. Und da soll der Brei, der Milchbrei helfen? Paulus hatte eine andere Auffassung von geistiger Speise! (Hebr. 5:11-14) Aber die Allgemeinheit scheint es seicht haben zu wollen. Alles scheint dem amerikanischen Mantra zu gehorchen: „Simplify your mind!“

In den paulinischen Briefen ist mitunter die Rede von Geist und Kraft, mit der Paulus seine schriftlichen und mündlichen Reden hielt:

Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott ist, damit wir die Dinge erkennen, die Gott uns geschenkt hat, die wir auch verkündigen, nicht in Worten menschlicher Weisheit, sondern in Worten, die durch den Geist gelehrt werden, indem wir Geistiges mit Geistigem verbinden.“ (1. Kor. 2:12, 13)

Und genau das war auch das Bemühen der anderen Apostel; so ahmten sie ihren Meister nach. Was man aber zu häufig in der Literaur der WTG liest, ist die Sprache von Funktionären. Im Wortschatz und im Ausdruck – hier sprechen Funktionäre, die einen bestimmten Zweck erreichen wollen: Sie wollen zuerst zur Tätigkeit anspornen. Und dazu benutzen sie die gleiche Methode, wie wir sie von den Jesuiten her kennen. Am Schluss hat der Leser das Gefühl, dass sein eigener Verstand durch „schlaue Theologie“ gefesselt worden ist. Er hat seine Freiheit verloren und hat einen schlechten Geschmack im Hals.

Es ist ein markanter Satz, wenn Paulus schrieb:

“Denn wir können nichts gegen die Wahrheit tun, sondern nur für die Wahrheit.” (2. Kor. 13:8)

Dahin müssen wir zurück, wenn wir nicht Menschen sein wollen, welche die Wahrheit zu fürchten haben.

Das eigenen Denken

Und nun noch eine kurze Bemerkung zum eigenen Denken: Es sollte mit Vernunft zu tun haben, denn Jesus Christus stellte die Unvernunft auf eine Stufe mit Mord und Hurerei (Mark.7:22).
Nun ist der menschliche Verstand ein scharfes Werkzeug, das sich sogar an der Wahrheit versündigen kann, wenn er sich von allen Leitsternen befreit. Die Leitsterne eines Christen sind die einfachen Wahrheiten der Bibel, sein Gewissen und die Führung durch den Geist Gottes. Solange die eigene Vernunft nicht von Gottesfurcht und Liebe geleitet wird, kann sie ein Verderben bringendes Werkzeug sein.

Die Geschichte der Philosophie mag eine Warnung sein; gewöhnlich endete jede Philosophie, die ohne Leitsterne betrieben wurde, in Sophistik. Und dann kann alles gleich wahr oder falsch sein. Die zu beobachtende moralische Beliebigkeit unserer Zeit ist eine Folge dieses Denkens ohne Voraussetzungen, ohne Leitsterne. Wir haben es immer wieder erlebt, wie fruchtlos Diskussionen sind, die nur dazu dienen sollen, die eigene Person in den Vordergrund zu stellen oder zu zeigen, dass man zu allem etwas zu sagen hat oder allem widersprechen will.

Versuchen wir also der Wahrheit und unserem Glauben zu dienen mit Liebe, ungeheucheltem Glauben und innerer Aufrichtigkeit. Wir haben es leider auch immer wieder erlebt, dass die Führer der WTG sich rigoros über die klaren Vorgaben der Bibel hinwegsetzten. Auch ihnen muss man den fehlenden Respekt vor dem Wort unseres Gottes bescheinigen! Auch sie versuchten ohne die erwähnten Leisterne zu navigieren. Und wohin kann die Reise noch gehen? Man darf jeder geistigen Titanic einen Eisberg wünschen.

Da war doch noch etwas! Ja, der schöne Text aus Epheser 3:14-19.

„Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, …, auf dass er euch gebe, nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit an dem inneren Menschen mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist, dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, indem ihr in Liebe verwurzelt und gegründet seid, damit ihr mit allen Heiligen völlig erfassen könnt, welches die Breite und die Länge und Tiefe und Höhe sei, und die alle Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus zu erkennen, damit ihr erfüllt seid mit der ganzen Fülle Gottes.“

Wie schaffen wir es, diesen Text in unserem Leben mit Leben zu erfüllen? Wer nicht darauf warten will und kann, bis die WTG ihr Verfahren ändert, ist gut beraten, wenn er selbst die Initiative ergreift und selbst denkt. Dann wird er rasch merken, dass man durchaus Wonne an Jehova haben kann! Und diese Wonne, diese Freude, ist jeder Schwester und jedem Bruder zu wünschen.

Mag ich nicht (79)

34 Kommentare zu “Die “McDonaldisierung”

  1. Petrus111

    Liebe Freunde,

    ich möchte zu diesem Artikel 2 Gedanken benennen, die ich an anderer Stelle bereits benannt habe:

    1) Die öffentlichen Vorträge - es soll wohl so an die 200 Manuskripte/Leitfäden geben, haben immer den gleichen Aufbau: a) die Welt ist schlecht b) Halte Dich aus allem heraus und sei fleißig bei der WTG/JW.org c) Kümmere Dich sonst um nichts - Gott macht bald alles besser.

    Beobachte es - höre Dir gern weiterhin jeden Sonntag den Vortrag an - und suche nach Substanz. Du findest immer das Gleiche.

    2) Die JZ betonen die Versorgung von "Gottes Volk" mit "geistiger Speise zur rechten Zeit" als liebevolles Bemühen um die Herde...
    Das der Umfang der Dauerberieselung von ehemals 2 x 2 x 32 Seiten x 12 Monate /WT + EW) auf heute 2 x 6 x 16 + 12 x 32 Seiten zusammengeschrumpft ist und somit nur noch ein Drittel beträgt, ist bekannt.

    Beachte jedoch, dass etwa ein Drittel der Zeitschriften aus Bildern besteht - und die Ränder immer breiter geworden sind.

    Der Output beträgt also ca. eine Seite pro Kalendertag.

    Die WT- Studienausgaben sind ca. 7 Monate vor der Betrachtung in der Versammlung online verfügbar.

    Einmal angenommen, das die Skripterstellung mit Korrektur, Übersetzung und Drucklegung ca. 5 Monate dauert, so wird ein WT-Artikel EIN JAHR vor der Betrachtung  in der Versammlung erdacht.

    Die Artikel sind WELTWEIT die Gleichen - ob für Arm oder Reich, egal für welche Kultur.

    Speise zur rechten Zeit?

    Ziehe selbst Deine Schlüsse.

    beste Grüße

    Petrus111

    1. Janus

      Hallo Petrus,

      aktuell 194 Vorträge. Links dazu sind seit Kurzem wieder online.

      http://avoidjw.org/oeffentliche-reden/

      Ich wünsche allen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.

      Es grüßt

      Janus

  2. O.W.Schön@liebende Eltern

    SCHLAUES MARKETING ANSTATT WAHRHEIT!

    Liebe Eltern, die ihr Eure Kinder liebt!

    Ein gelegentlicher Familienausflug bei McDonalds kann ein echter Spaß sein und es schmeckt der ganzen Familie. Ein täglicher Ausflug in das Schnellrestaurant dagegen kann die Gesundheit von Kindern ernsthaft schädigen.

    Die Intensität bestimmt also den Grad der Gefährdung und nicht das Ereignis an sich. Somit darf man die positive Selbstdarstellung des Weltkonzerns nur am Gelegentlichen messen, nicht an der Regelmäßigkeit!

    So gesund und so liebevoll für Kinder:

    https://www.mcdonalds.de/familien/happy-meal

    Genauso liebe Eltern, verhält es sich mit der "Geistigen Speise" des Weltkonzerns JW.Org. Zu einer Art Online-Schnellrestaurant für Gläubige mutiert und degeneriert, setzt es den Kindern von Zeugen Jehovas geistige Nährstoffe vor, die bei täglichem Verzehr krank machen und zu geistigem Verfall, sozialer Kälte und zum Abfall von Jesus Christus führen.

    Die Intensität entscheidet, inwieweit eure Kinder geistig erkranken und im Glauben an Jesus Christus Schiffbruch erleiden. Erspart ihnen das von der JW.Org angedachte Schicksal! JW.Org ist es nicht wert!!!

    Eine Bitte an alle Eltern

    O.W.S.

     

     

    1. O.W.Schön@JW.Org-Gläubige

      McDonaldisierung von aufrichtig Gläubigen

      Liebe JW.Org-Gläubige,

      in dem unten eingefügten Link findet ihr "das Happy Meal der Zeugen Jehovas" nach einem Regional-Kongress. Was an den 01:55 Minuten-Video ist so falsch, dass es mir einer Erwähnung wert ist?

      Happy Meal der ZJ:

      https://www.youtube.com/watch?v=H69HG4oXDBY

      Noch vor 30 Jahren wären wir für dieses "unzüchtige und respektlose" Verhalten ausgeschlossen worden! Noch vor 20 Jahren hätte jeder der Tanzenden Brüder mit sofortiger Wirkung sein Dienstamt verloren! Noch vor 10 Jahren wäre ein solches "schamloses Verhalten" auf einem "Heiligen Anlass" undenkbar und unfassbar frevelhaft gewesen!

      Die verlogene Doppelmoral der JW.Org ist es, die mich so stört und die das Leben unzähliger freudiger Menschen für immer zerstört hat. Was noch vor kurzem aus religiösen Gründen strikt verboten war ist nun aus Marketing-technischen Gründen alles erlaubt. Mit Wahrheit hat beides nichts zu tun!

      Gruß

      O.W.S.

       

       

  3. Hallo Jens,

    wenn du wirklich über den Tellerrand hinausblicken willst, hier die Adresse:  worthaus.org Und zwar die Vorträge von Prof. Siegfried Zimmer. Ein Urschwabe aus Tübingen. Es gibt auch ein Buch von ihm: "Schadet die Bibelwissenschaft dem christlichen Glauben".

    Aber glaube mir, bei der Beschäftigung mit Zimmer tauchst du in eine andere theologische Welt ein.  Du verlässt sozusagen die glaubensmäßige Kindergartenwelt der Zeugen und anderer fundamentalisitscher Gruppen.

    Wiilst du das wagen?

    1. Jens

      Hallo Heinz, danke für den Link.Ich schau mir die Seite und Artikel an.Die aktuelle ZJ Literatur ist ja schnell verdaut;) Das Jakobusbuch der WTG verwende ich noch zum kesen,, sowie das alte Lexikon Hilfe zum Verständnis der Bibel.Viele Grüße Jens

  4. Jens

    Hallo Heinz, die Themen würden mich sehr interessieren. Kann man sich die Themen /Abhandlungen des Professors erhalten, respektive downloaden? Herzlichst Jens

     

  5. Es ist stattdessen Einheitsbrei im Stil einer bekannten Zeitung, die mit Schlagwörtern und balkendicken Überschriften ihre “Leser” zufriedenstellt. Hier ändern sich im Wesentlichen nur das Datum und ein paar Namen. Der Stil ist immer derselbe und die Themen sind es eigentlich auch.

    Wenn ich an die 70er Jahre zurückdenke, dann war das damals schon der Fall. Das "Schreibkomittee" brachte nichts anderes zustande als Verbote, Gebote, Ermahnungen, Empfehlungen. Ich kann mich nach dem Ableben von Fred Franz an keine fundierte biblische Ausarbeitung erinnern. Bei Franz waren das zwar auch eigenartige windige Konstruktionen aber sie stellten doch gewisse Ansprüche an den Intellekt.

    Meine Tochte hatet in ihrem Studium auf das Lehramt auch das Fach Theologie. Ihr Professor stellt verschiedene Themen im Internet zur Verfügung. Hier eine kleine Auswahl, wie eine Bibelarbeit auch aussehen kann:

    1. Die Sünderin in Simons Haus. Eine Begegnung, die alles veränderte.

    2. Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

    3. Das Gleichnis vom Unkraut usw.

    4. Jesus und sein Verhältnis zu den Kindern

    5. Jesus und seine Gegner

    6. Gottes Liebe und Gottes Gericht: Wie passt das zusammen?

    7. Warum das fundamentalistische Bibelverständnis nicht überzeugen kann

    8. Das Verständnis der Moderne als ein Schlüssel zum angemessenen Verständnis von biblischen Texten

    9. Ein Beispiel zur Arbeitsweise der modernen Bibelwissenschaft

    10. Die Seligpreisungen Teil 1

    11. dito Teil 2

    Das ist eine kleine Auswahl aus ca. 60 Vorträgen, die ich auf CD gebrannt habe. Man kann einige davon immer wieder hören und Neues entdecken.

    Das hat jedenfalls eine völlig andere Qualität und ist überhaupt nicht vergleichbar mit dem Einheitsbrei der "Wahrheitsbesitzer" von Warwick.

  6. M.N.

    Der Inhalt von WTG-"Belehrung" (= "Entleerung; "Lehren" oder "Leeren"?) kreist in seiner Grundsubstanz immer wieder um einige wenige, in WTG-Denken zentrale Punkte (vgl. auch "Gottes Wille" sowie "Täter des Wortes werden"), die i. d. R. durch biblische Eisegese (s. o.) "theologisch" untermauert werden:

    □ Erhöhung der Predigtdienststundenleistung und des Einsatzes für die Organisation ("Ganzherzig" sein; "Mehr tun"; "Opferbereit sein"; "Sich einsetzen"; "Sich verausgaben"; "Vermehrter Dienst" etc.);

    □ Die absolute Priorität der WTG und ihrer Interessen im Leben jedes einzelnen Zeugen Jehovas ("Das Königreich an die erste Stelle setzen"; "Sich der wichtigeren Dinge vergewissern" u. a.);

    □ Absoluter Gehorsam gegenüber der WTG sowie totale, widerspruchslose Unterordnung unter die WTG-Organisation und ihre Vertreter ("Anweisungen befolgen"; "Geradeso tun"). Vgl. "Leitung durch ein Haupt"; "Unterordnung"; "Unterwürfig";

    □ Die unmittelbare Nähe des göttlichen Strafgerichts, nun schon seit über 130 Jahren ("Harmagedon kommt BALD, IST GREIFBAR NAHE, STEHT UNMITTELBAR BEVOR, es bleibt NICHT MEHR VIEL ZEIT, …);

    □ Warnungen gegen die böse, schlechte Welt des Teufels ("Falsche Religion"; Habgier und Materialismus; "Unmoral");

    □ Warnungen gegen "Höhere Bildung" und dagegen, sich "zu viel" der "Weltlichen Arbeit" zu widmen;

    □ Warnungen vor den Folgen von "Ungehorsam" gegenüber den "Anweisungen" der WTG und ihres obersten gesetzgebenden Zentralkomitees;

    □ Selbstbeweihräucherung der WTG und Lobpreis ihrer eigenen "Verdienste".

    Getarnt als "Bibelstudium" durch das pausenlose Anführen und Bezugnehmen auf "beweisende" oder "untermauernde", doch meistens aus dem Kontext gerissene, gemäß der "Rösselsprungmethode" miteinander verknüpfte und/oder falsch interpretierte Bibelstellen, um eine pseudobiblische Scheinlegitimation für ihre Edikte zu schaffen, ist diese "Belehrung" im Grunde nichts weiter als gleichförmig/repetitive Indoktrination betreffs Gehorsam gegenüber WTG-Verlagsdirektiven, "Haus-zu-Haus"-Präsentationstraining zur Verbreitung ihrer Produkte (Dogmen, Publikationen) und pausenloser Anreiz zu immerwährender Leistungssteigerung im Einsatz für die WTG.

    Angesichts des repetitiven, immer wieder die gleichen "ollen Kamellen" wiederkäuenden Charakters von anlässlich WTG-vorgeschriebener Zusammenkünfte und Kongresse an die WTG-Befehlsempfängerherde verabreichter WTG-"Belehrung" wurde folgender treffender Kommentar in den Raum gestellt: "Wieso müssen wir im Buchstudium immer wieder lernen, wer Jesus Christus ist, wo die Toten sind und was Gottes Königreich ist? Man geht ja auch nicht jahrzehntelang in die erste Schulklasse. Jesus hat seine Jünger auch nicht ständig darüber belehrt, daß Jehova der wahre Gott ist."

    (Gestohlen aus dem Glossar, Eintrag "Belehrung".)

  7. Ulla

    Hallo ihr Lieben alle,

    auch ich möchte mich herzlich bedanken für die Arbeit, die hier die BI Betreiber und Kommentarschreiber das ganze Jahr über geleistet haben! Es waren soviele gute Impulse, liebevolle Ermunterungen darunter, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann!

    Manch ein Schreiberling mag sich gar nicht bewußt darüber sein, dass auch nur EIN gutes, EIN bestimmtes Wort das Herz wieder aufrichten kann und die Seele stärken!

    Für das kommende neue Jahr 2018 wünsche ich mir für alle, dass die guten und heilsamen Worte aus der heiligen Schrift weiterhin hervorgehoben und hier niedergeschrieben werden können/dürfen!

    Lasst uns vor allem nicht schläfrig werden, sondern auf DAS Ereignis hin zu achten, das alles Elend beseitigen wird, wie wir auch in Titus 2:13 lesen:

    "Denn wir warten darauf, dass sich unsere Hoffnung bald erfüllt: dass unser großer Gott und Retter Jesus Christus in seiner ganzen Herrlichkeit erscheinen wird."   (Hoffnung für alle)

    Und bleiben wir aktiv, was unsere Mitmenschen angeht, Titus 3:14 "Alle, die sich zu Jesus Christus bekennen, müssen lernen, überall da zu helfen, wo es nötig ist."

    Gott und unsere Nächsten zu lieben, es aktiv zu zeigen, Christus öffentlich zu bekennen, das bleibe.

    Liebe Grüße an alle stillen und aktiven Mitleser und -schreiber

    ein Servusli aus Nürnberg

    Ulla

  8. turtle an alle

    Auszug aus dem neuesten Studier—Wt April 2018, Leserfragen:

    „Warum ist es nicht erlaubt, Publikationen von Jehovas Zeugen auf privaten Websites oder auf Social-Media-Plattformen zu veröffentlichen?

    ...

    Andere auf jw.org hinzuweisen, trägt dazu bei, die „gute Botschaft“ bekannt zu machen (Mat. 24:14). Unsere digitalen Hilfsmittel für den Predigtdienst werden ständig verbessert. Damit möglichst viele Zugang dazu haben, gestatten die Nut- zungsbedingungen, digitale Veröffentlichungen oder einen Link zu jw.org per E-Mail zu verschicken. Wenn wir interessierte Menschen auf unsere offizielle Website aufmerksam machen, führen wir sie zur einzig richtigen Quelle für geistige Speise: zum „treuen und verständigen Sklaven“.“

    Wow, ohne Zugang zu jworg kein ewiges Leben?

    1. Janus@turtle

      Hallo trtle,

      der Unsinn geht ja weiter:

      Sämtliche Inhalte unserer Websites sind urheberrechtlich geschützt. Abtrünnige und andere Gegner verwenden unser Material, um Zeugen Jehovas und andere anzulocken. Auf den entsprechenden Seiten sind Gedanken eingeflochten, die Zweifel wecken sollen (Ps. 26:4; Spr. 22:5). Manchmal wurden Inhalte aus unseren Veröffentlichungen oder das jw.org-Logo zu Werbezwecken verwendet — in Apps oder auf Produkten, die zum Verkauf angeboten wurden. Das Urheberrecht und der Markenschutz bieten uns eine Rechtsgrundlage, um gegen diesen Missbrauch vorzugehen (Spr. 27:12). Würden wir es anderen — selbst Brüdern — aber erlauben, unsere digitalen Inhalte für andere Websites zu verwenden  oder das jw.org-Logo zu Werbezwecken zu gebrauchen, verwirken wir das Recht, gegen Gegner oder Gewerbetreibende vorzugehen.

      ...

      Unsere Veröffentlichungen von anderen Websites herunterzuladen kann gefährlich sein. Die Verantwortung geistige Speise auszuteilen hat Jehova ausschließlich dem „treuen und verständigen Sklaven“ übertragen (Mat. 24:45). Dieser Sklave verwendet dafür nur die offiziellen Websites: www.jw.org, tv.jw.org, und wol.jw.org. Und wir haben nur drei offizielle Apps: JW Language®, JW Library®, und JW Library Sign Language®. Wir können darauf vertrauen, dass diese Seiten und Apps frei von Werbung und Verunreinigungen durch Satans Welt sind. Wird die geistige Speise durch andere Kanäle zur Verfügung gestellt, kann man sich nicht sicher sein, dass sie unverfälscht ist (Ps. 18:26; 19:8).

      ...

      Internetseiten, auf denen man Kommentare schreiben kann, geben Abtrünnigen und anderen Kritikern außerdem die Möglichkeit, Zweifel an Jehovas Organisation zu säen. Einige Brüder haben sich auf Online-Diskussionen eingelassen und so zusätzlich ein schlechtes Licht auf Jehovas Namen geworfen. Onlineforen bieten nicht den richtigen Rahmen, um „mit Milde die ungünstig Gesinnten“ zu unterweisen (2. Tim. 2:23-25;1. Tim. 6:3-5). Es wurden auch schon gefälschte Social-Media-Accounts oder Websites im Namen der Organisation, der leitenden Körperschaft oder einzelner Brüder der leitenden Körperschaft erstellt. Fakt ist: Kein Mitglied der leitenden Körperschaft unterhält eine private Website oder ein Benutzerkonto in einem sozialen Netzwerk.

      Und es wird in dem WT auch wieder wirre Werbung für die LK gemacht.

      Es grüßt
      Janus

      1. Edelmuth an Janus

        Guten Morgen Janus

        Wer ist der Autor des Wachtturms und anderer bibelerklärender Schriften der Organisation der Zeugen Jehovas? Nach ihrem Bekunden ist es Jehova, der sie allein mittels seines Heiligen Geistes zum Verfassen dieser Artikel als Einzige befähigt haben soll. Hat Jehova ihnen auch alle Rechte auf seine Werke schriftlich übertragen, damit die Organisation sie vermarkten kann? Oder wäre Jehovas Absicht eine andere?

         (Matthäus 10:8) . . .Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.

        Die Einforderung des Copyrights ist somit das Eingeständnis, dass nicht Jehova so sondern Mitglieder der Organisation die Autoren ihrer literarischen Werke sind, auch wenn sie als Autoren nicht genannt werden und vermutlich ihre Rechte an ihren Werken auch nicht der Organisation explizit übertragen haben. Ferner ist die Einforderung des Copyrights ein Hinweis darauf, dass es der Gesellschaft lediglich um die Vermarktung ihrer Literatur und nicht um die Verbreitung des Wortes Gottes geht, denn darin könnte sie mehr Unterstützung bekommen, wenn sie auf ihr Copyright verzichten würde.

        Das Hauproblem, das sie mit der Einforderung ihres Copyrights zu verhindern glaubt, ist die Diskussion über die Widersprüchlichkeit ihrer Lehren im Lichte der Bibel, die sich negativ auf ihre Glaubwürdigkeit und die Spendenbereitschaft ihrer Gläubigen auswirkt.

        Sie hat bereits durch Rationalisierung und Einsparungen sowie durch Verkäufe ihrer Immobilien massiv gegen Mindereinnahmen durch Spenden zu kämpfen

        Ede
        ????

        1. Janus@Edelmuth

          Hallo Ede,

          dem kann man nur zustimmen.

          Es grüßt

          Janus

    2. Ein Denker

      "Sämtliche Inhalte unserer Websites sind urheberrechtlich geschützt. Abtrünnige und andere Gegner verwenden unser Material, um Zeugen Jehovas und andere anzulocken......"https://www.reddit.com/r/exzj/comments/7msp4i/studienwt_418_s_30_copyrights/

       
      Neben der spannenden Einleitung:
      "Haben sie Zeit über Gottes einzig genehmigte Website zu sprechen?"
      Es immer wieder erstaunlich, welche Angst sie vor Apostaten haben. Wie vermögen sie es nur, Zweifel zu sähen wenn sie die Literatur kommentieren? Warum sollen ZJ nicht öffentlich argumentieren, wenn es doch die biblische Wahrheit ist?
      Eigentlich ist der Artikel ein Kompliment für das, was Aktivisten online leisten.
      Ein Denker.

      1. Janus@Ein Denker

        Nur um Missverständnisse zu vermeiden. Ich kenne "EinDenker" von Reddit. Dieser Beitrag ist eine Kopie eines Beitrages auf Reddit, der es hier gepostet hat, ist jedoch nicht der "EinDenker" von Reddit.

        Es grüßt

        Janus

        1. hei-bea

          Hallo Janus,

          habe gehört, Du schreibst unter "Denker" bei reddit Kommentare. ........ Meine Frage an Dich: Könnte " Ein

          Denker" Dir eventuell namentlich in "die Quere" gekommen sein?! Ich wäre, genau wie

          Du, an Aufklärung interessiert...Danke im Voraus dafür.

          Liebe Grüße an alle aus dem regnerischen Harzgebirge                  hei-bea

        2. Janus@hei-bea

          Hallo hei-bea,

          ich kann deiner Aussage nicht ganz folgen.

          Auf r/exzj wurde von "EinDenker" ein Kommentar verfasst. Dieser wurde unter dem gleichen Namen hier geteilt, stammt aber eben nicht von dem Benutzer auf r/exzj.

          Ich wollte nur Missverständnisse ausschließen, damit beide Nutzer nicht für die gleiche Personen gehalten werden. Wer hier unter welchem Namen schreibt, ist mir absolut egal. Wenn jedoch der Benutzername eines anderen Netzwerkes genutzt wird und dazu ein Kommentar ohne Anmerkungen aus eben diesem Netzwerk kopiert&gepostet wird - dann sollte man schon darauf hinweisen - da es offensichtlich den Eindruck erwecken soll, dass es sich um die gleiche Person handelt. Schließlich bleibt offen, was weitere Posts äußern.

          Es grüßt

          Janus

          P.S.: Unter welchen Pseudonymen ich in den verschiedensten Netzwerken agiere, betrachte ich als unerheblich. Solche Fragen lasse ich prinzipiell unkommentiert, und es ist doch immer schön zu hören, was andere "gehört haben." Erinnert mich bisschen an die Versammlung. 😉

    3. Alpha

      Die Wachtturmorganisation hat aber mehr als 3 offizielle Websites.

      Z.B.:

      www.jehovaszeugen.de; hier steht was geschrieben von geistigen Ämtern und so ...

      www.jwgift.org

       

      Lg Alpha

      1. Chnöpfli

        Und wem gehört dieser youtube-Kanal? Alle Zusammenkünfte von jeder Woche aktuell zum Schauen. Mit Werbung im Voraus:

        https://www.youtube.com/channel/UCfN2EV0YZ-gI5k4gwq0n1ow

        Auch die "wahre Quelle"?

        1. Omma@Chnöpfli

          Ach, mein liebes Chnöpfli,

          schön wieder von dir zu lesen. Ich habe so viel Gutes von dir gehört, wie sehr du dir Mühe gibst, mit deinen Kindern, und welche Früchte es auch schon zeigt.

          Du bist in keiner leichten Situation, und bist doch so tapfer, mach weiter so, wir haben dich sehr, sehr lieb, und beten für dich.

          Ich habe vor einigen Tagen eine Mail aus der Schweiz bekommen, und musste herzhaft lachen. Ich glaube du weißt von wem die Mail kam. (?)

          Mich hatte folgender Ausdruck erheitert: "Bibelversli-Hüpfen", als Beschreibung, was die WTG macht, sie sucht sich die Verse aus der Bibel, die sie brauchen kann, um ihre Lehren zusammenzustricken. Alle, die der WTG glauben, hüpfen sozusagen, von Grashalm zu Grashalm mit.  😉

          So, mein liebes Chnöpfli, komm gut ins Jahr 2018.

          Alles Gute, eine liebe Umarmung, und ganz viel Gesundheit, wünschen dir von ganzem Herzen, verbunden mit herzlichen Grüßen  Omma  und  Oppa

        2. Chnöpfli

          Liebste Omma und Oppa!!

          Ich danke Euch von Herzen für die lieben Worte!

          Ich werde mich ganz bald wieder persönlich bei Euch melden.

          Ja, dieses Jahr war sehr schwierig, und ich hoffe immer noch, das 2018 bringt Gutes mit sich. Deine Texte aus Sprüche haben mich vor ein paar Tagen sehr berührt. Wie hiess es doch immer? "Vor Menschen zu zittern, ist was eine Schlinge legt..." Jeder weiss, wie wir diesen Bibeltext immer zu verstehen hatten.

          Für mich hat er eine ganz neue Bedeutung erhalten. Und die ist in der "Hoffnung für alle" sehr gut geschrieben. Wir sind in Abhängigkeit, wenn wir das Urteil von Menschen fürchten. Doch Vertrauen in den Herrn bringt Gelassenheit.

          Diese Abhängigkeit muss weichen, damit wir uns in die Hände unseres Herrn fallen lassen können.

          Auch für Euch alles Gute, wir hören voneinander!

          Liebste Grüsse vom Chnöpfli

    4. Nick

      Hallo an alle

      Die einzige Quelle.

      Ohne den treuen und verständigen Sklave.

      Früher hatte man noch dazu geschrieben, dass Jesus ihnen die Befugnis gegeben hat die tiefen Wahrheiten zu verstehen. Jetzt wird das weggelassen.

      Seltsam, oder? Ist das Euch auch schon aufgefallen?Lg Nick

       

  9. Paul.Z21

    Die zunehmende Verflachung, Simplifizierung und Repetitionsindoktrination in den Publikationen der WTG  fällt selbst organisationstreuen Zeugen schon länger auf und ließ sich auch als "Trumpisierung" umschreiben mit den abgewandelten Maximen 'Make the Governing Body great again!" und "The Watchtower Society first!"

    1. Omma@Man

      Hallo Man,

      kommst du aus Norddeutschland? Habe dich schon auf der Kontaktseite gesucht.

      Ganz liebe Grüße aus Norddeutschland (wo man Platt schnackt)

      von der Omma

  10. Johannes Wittop

    Die Echowochen bei McDonalds!

    Gibt es ganze 52 Wochen im Jahr. Ihr geht zu McDonalds und holt Euch eine Happy Mülltüte. Habe ich Happy Mülltüte geschrieben? Ja! Die nehmt Ihr mit nach draußen, Da macht Ihr die Tüte auf, schaut in die Tüte rein und sagt zu Euch selber lautstark und verwundert: Hey! Wo ist denn das Essen hier. Das Essen hier. Das Essen hier??? Die Echowochen auch  bei JWOrg. Viel Verpackung. Wenig brauchbare, gesunde Nahrung. Den Betrug erkennen und dann laut aufschreien. Ich liebe es. Danke an Euch Bruderinfo.      Johannes

  11. Martin@Alle

    Liebe Bruder,
    danke für diesen treffenden Vergleich.
    „McDonaldisierung“ ist eine passende Beschreibung der geistigen Speise, die wir in unseren Versammlungen in den letzten Jahren vom Sklaven geboten bekommen.
     
    So ein Burger, wie auf dem Bild auch zu sehen, super bild, beschreibt es sehr treffend.
     
    Für einen Burger braucht man 2 Brötchenhälften, einen Fleischklops, etwas Käse und Salat und dann noch eine leckere Soße so wie Ketchup oder Mayo. Fertig ist der leckere Burger. Ich muss gestehen, ab und zu genehmige ich mir auch mal einen.
     
    Was benötigt der Sklave für einen WT-Artikel oder sonstige geistige Darbietungen?
     
    Ein einfaches Thema, wie Liebe, Gehorsam, Einigkeit, Loyalität u.s.w.
     
    Dazwischen wird ein geistiger Fleischklops gepackt, also biblische Vorbilder die es gilt nachzuahmen, wie Mose, David oder auch unbekannte biblische Personen. Hauptsache man kann sie irgendwie mit dem Thema in Verbindung bringen.
     
    Das ganze garniert mit etwas Salat und Zwiebeln, sprich Erfahrungen und Beispiele von Brüdern aus Nirgendwo, als neuzeitliche Vorbilder.
    Da ganze noch etwas schmackhaft gemacht mit Mayo oder Ketchup, also Bibeltexten aus dem Kontext gerissen, und fertig ist der geistige Burger.
     
    Immer die gleichen Zutaten, immer der gewohnte Geschmack.
    Du weißt was dich erwartet, wenn du eine Burgerbude aufsuchst. Und so weist du auch genau was dich erwartet, wenn du eine Zusammenkunft besuchst oder einen WT Artikel „studierst“.
     
    Wenn du den letzten Absatz gelesen hast fragst du dich, warum man nicht gleich sagt worum es geht. Beispiel letzten Sonntag: „Wagen und Krone beschützen dich“ Abs. 19 (? von mir hinzugefügt)
     
    Alles, was in den heutigen letzten Tagen für die wahre Anbetung erreicht worden ist, beweist deutlich den Segen Jehovas und die Führung Christi. (???)  
     
    Wir gehören zu einer stabilen und sicheren Organisation, die ewig bestehen wird. (???)
     
    Was sich Jehova in Bezug auf die wahre Anbetung vorgenommen hat, „wird geschehen“. Höre „auf die Stimme Jehovas“ und schätze deinen Platz in seinem Volk. So bleibst du unter dem Schutz unseres Königs und Hohen Priesters und der himmlischen Wagenlenker. Wenn du die wahre Anbetung bestmöglich unterstützt, beschützt dich Jehova der Heerscharen — in der verbleibenden Zeit des heutigen Weltsystems und in alle Ewigkeit!

    Das war es was der Sklave uns mal wieder sagen wollte. Egal welches Thema besprochen wird, es kommt immer dasselbe raus.

    Liebe Grüße an alle Aufgewachten

    Martin

  12. Anna

    Lieber Autor, liebe Schwestern und Brüder,

    vielen Dank für deine Analyse. Beim WT-Studium gibt es ja auch immer die Wiederholungsfragen. Diese könnte jeder schon am Anfang beantworten und man spart eine Stunde 🙂

    Und am Ende der Leben- und Dienstzusammenkunft dürfen die Verkündiger eine 3minütige Zusammenfassung ertragen. Als ob bei allen krankheitsbedingt das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr funktioniert.

    Ich bin ja mal gespannt, wie das nun mit dem neuen Jesus-Buch wird. Bisher ist vorgesehen in jeder Zusammenkunft nur 1 Kapitel zu behandeln. Dies läuft ab wie folgt:

    Das Kapitel wird gelesen, dauert max. 5 Minuten. Dann werden die 3 Fragen gestellt. Ein Ältester meinte kürzlich, es sei sehr schwierig dann zusätzliche Fragen vorzubereiten, damit die 30 Minuten ausgefüllt sind.  An sich ja eine guter Ansatz hier Raum für eigene Gedanken zu lassen. Wobei mich die Erfahrung lehrt, dass dies nicht möglich sein wird. Das Buch hat 139 Kapitel und - wenn die Regelung beibehalten wird - reicht der "Studienstoff" für über 2,5 Jahre.

    In Ermangelung von weiteren Büchern muß es wohl auch sehr lange halten 🙂

    Meine Brüder sind geistig träge, plappern nach was die Organisation ihnen vorgibt in der Meinung, dies käme direkt vom Schöpfer. Lieber @Autor, danke dafür, dass du an  Markus 7:22 erinnerst:
    Hoffnung für alle:
    22 Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Betrügerei, ausschweifendes Leben, Neid, Verleumdung, Überheblichkeit und Unvernunft.
    23 All dieses Böse kommt von innen heraus und macht die Menschen vor Gott unrein.«

    Weil uns ja der Schöpfer einen Verstand gegeben hat um diesen zu benutzen. Sonst hätte er Microchips in unsere Gehirne eingebaut um uns gefügig zu machen. So analog dem Film "Die Frauen von Stepford".
    Was dann weiterhin Verhinderung des klaren Denkens beiträgt sind die Lieder. Auf jw.org gibt es inzwischen eine Rubrik "Neue Lieder". Manipulation vom Feinsten.

    Herzliche Grüße Anna aus Wind und Schneeregen

     

  13. Matthäus

    Ich erinnere mich an meine aktive Zeit wo ich nicht selten frustrierte Stimmen hörte ob jene von der älteren Witwe oder dem Vater der zu kämpfen hatte dass er für seine Familie sorgen konnte, die entmutigt die ZK verließen. Auch selbst hatte ich immer wieder Frust und eine depressive Stimmung weil man einfach der ständigen „Ermunterung“ mehr zu tun, nicht nachkommen konnte,

    Wie zutreffend deshalb dieser Rat:
    24 Bewahrt also in eurem Herzen die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt. Wenn das, was ihr von Anfang an gehört habt, in eurem Herzen bleibt, dann werdet auch ihr stets mit dem Sohn und dem Vater verbunden bleiben. 

    25 Und das ist es auch, was Christus uns versprochen hat: ewiges Leben.
    26 So viel über die Leute, die euch irreführen wollen.
     
    27 Ihr aber habt von Christus den Heiligen Geist empfangen. Solange dieser Geist in euch bleibt, habt ihr keinen anderen Lehrer nötig. Denn er belehrt euch über alles. Was er sagt, ist wahr und keine Lüge. Tut darum, was der Geist euch lehrt: Bleibt mit Christus vereint!

    1. Omma@Matthäus

      Lieber Matthäus,

      wie Recht du hast, mit deiner Beschreibung aus deiner aktiven Zeugenzeit! Auch dein Bibeltext aus 1. Johannes 2 ist wirklich zutreffend!  Den Vers 27 haben wir uns in der Übersetzung "Hoffnung für alle" ganz dick mit einem großen Ausrufezeichen gekennzeichnet.

      Zurzeit lesen wir die Sprüche, und da haben wir auch einige Schmankerl gefunden:

      Sprüche 30:11-15   (Hoffnung für alle)
      11 Was müssen das für Leute sein, die ihren Vater verfluchen und ihre Mutter missachten!
      12 Was müssen das für Leute sein, die sich selbst für untadelig halten und doch besudelt sind mit ihrer Schuld!
      13 Was müssen das für Leute sein, die hochmütig und überheblich auf andere herabschauen!
      14 Was müssen das für Leute sein, die alle Armen und Hilflosen rücksichtslos ausbeuten und von der Erde vertilgen!
      15 Manche Leute sind wie Blutegel: »Gib her, gib her!«, fordern sie und saugen andere damit aus. .......

      Mann könnte auch sagen: "Gib mehr, gib mehr!", fordern sie und beuten andere damit aus. ....

      Für manche ist es sehr schwer, sich aus diesen Fängen, oder diesem Gefängnis zu befreien, obwohl auch sie sehr leiden.

      Sprüche 29:25-27   (Hoffnung für alle)

      25 Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit; wer dem HERRN vertraut, ist gelassen und sicher.
      26 Viele suchen die Gunst eines Herrschers, doch der HERR allein verschafft jedem Recht!
      27 Wer Gott liebt, verabscheut den Übeltäter. Wer Gott missachtet, verabscheut den Aufrichtigen.

      Ja, Viele haben berechtigte Angst vor der unmenschlichen Ächtung der eigenen Familie und der sogenannten "Freunde", und geraten so in die Abhängigkeit dieses teuflischen Systems, in dem die Aufrichtigen verabscheut werden und nicht die Übeltäter.

      Wer es schafft sich aus ihren Fängen zu befreien und Schutz bei unseren Beiden Höchsten sucht, wird das erleben, was der Vers 25 sagt:  "wer dem HERRN vertraut, ist gelassen und sicher."

      Ja, diesen wunderbaren Frieden, den Jesus uns zugesagt hat, wünschen wir dir, lieber Matthäus, deiner lieben Frau und alle hier, für das nächste Jahr (2018), bleibt oder werdet gesund, das wünschen euch von Herzen

      eure Omma und euer Oppa

      1. Matthäus

        Vielen Dank liebe Omma für deine guten Wünsche, auch ich oder besser wir wünschen euch beiden alles Gute und vor alem auch Gesundheit für das Jahr 2018. Vielleicht klappt es ja doch noch einmal dass wir uns sehen, eventuell auch beim großen BI Treffen im Herbst, Details dazu werden sicher noch folgen.

        Zu Deinen Bibelzitaten ist mir noch dieses Bibelwort aus den Psalmen eingefallen – der 73.

        7 In ihren feisten Gesichtern spiegelt sich die Bosheit ihres Herzens wider.
        8 Mit Verachtung schauen sie auf andere herab und verhöhnen sie, mit zynischen Worten setzen sie jeden unter Druck.
        9 Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig.
        10 Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, gierig saugt es ihre Worte auf wie frisches Wasser.

        Setzen wir weiter alles daran dass noch vielen geholfen wird die Irreführung durch Menschen zu erkennen, BI leistet einen hervorragenden Teil dazu.

        Liebe Grüsse Matthäus

  14. Lieber Bruder , wieder ein Toller Artikel!

    Ja!!! Es ist immer wieder , die gleiche Lethargie, die gleichen Vorträge, die gleichen Darbietungen!

    Eine Gähnende , Leere herrscht in den Versammlungen!

    Besonders,  die Deutschen Versammlungen sind von Aussterben bedroht!

    Kein Wunder, sucht zu erst die Interessen der Organisation, nimmt eine Einfache Tätigkeit auf um EUCH , ÜBER WASSER ZU HALTEN!!!

    Ich sehe , Es an meiner Heimatversammlung die größte mit 80 Verkündigern!!!

    Insgesamt sind , drei Deutsch Sprachhige Versammlungen zugegen.

    Aber nur in meiner haben , wir in der Leben und Dienstschule eine Anwesenheit von maximal 55 VERKÜNDIGER!

    Am Sonntag, sind es zwischen 60 und 70 MAXIMAL und davon sind mindestens 10 Verkündiger als Besucher von Ausserhalb DA!!!

    In Denn anderen Sieht es noch viel Schlimmer aus!!!

    Auch da Sind es Offiziell , 80 VERKÜNDIGER!!!

    Aber in der Leben Schule sind es meistens maximal 50 davon viele , Ältere und Greise!

    Und auch , da sehen wir immer wieder die GLEICHEN MONOTONEN KOMMENTARE!

    Da ich ja ich Schichtbetrieb , Arbeite bin ich SO GUT WIE FAST NIE DA!!!

    Und jedesmal , FREUE ich mich das mir dieser EINHEITS BREI ERSPART BLEIBT !

    Es gibt kein Aufrichtiges Interesse an den MENSCHEN , nur immer " DU KANNST MEHR TUN !!!

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