Kommentar zu L.u.D-Zusammenkunft vom 25.12. bis 31.12.2017

Es ist der Allmächtige selbst, der gemäß der Neuen-Welt-Übersetzung folgende Worte äußert: „Ein Sohn seinerseits ehrt einen Vater und ein Knecht seinen großen Herrn. Wenn ich also ein Vater bin, wo ist die Ehre für mich? Und wenn ich ein großer Herr bin, wo ist die Furcht vor mir“ hat Jehova der Heerscharen zu euch gesprochen, o Priester, die (ihr) meinen Namen verachtet. ,Und ihr habt gesagt: „Auf welche Weise haben wir deinen Namen verachtet?“´“ (Maleachi 1:6).

In der Woche vom 25. bis 31. Dezember 2017 sind Jehovas Zeugen durch ihr „Arbeitsheft“ aufgerufen, Maleachi, Kapitel 1 bis 4 zu lesen.

Wie aus der eingangs zitierten Bibelstelle aus diesem Bibelbuch hervorgeht, erwartet Jehova Gott zu Recht, dass wir ihn ehren.

Beachten wir auch folgendes: Mit dem Bibelbuch Maleachi sind wir beim letzten Bibelbuch der Hebräischen Schriften angekommen. Danach tritt ein etwa 400-jähriges „Schweigen“ ein, bis schließlich Johannes der Täufer erscheint (Mal. 3:1 und Matth. 11:10 sowie Mal. 4:5 und Matth. 11:13, 14; Mark. 9:11-13). Dieser tauft Jesus Christus. Der Bibelbericht sagt: „… und siehe, die Himmel wurden geöffnet, und er sah Gottes Geist wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen. Siehe! Da kam auch eine Stimme aus den Himmeln, welche sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Matth. 3:16, 17).

Einige Zeit später äußert sich der Allmächtige bei der Umgestaltungsszene Jesu erneut: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!“ (Matth. 17:5).

Wir ehren den Allmächtigen, wenn wir seinem Wunsch entsprechen und auf Jesus Christus hören.

Wir müssen auch Folgendes verstehen und anerkennen: Wir leben jetzt nicht mehr im jüdischen Zeitalter, also zur Zeit der Propheten (z. B. Maleachi). Es hat sich etwas verändert. Nun leben wir im christlichen Zeitalter! Nun muss auch Jesus Christus von uns geehrt werden! Dies ist vor allem auch deshalb erforderlich, da ihm von seinem Vater „alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden“ ist (Matth. 28:18).

Jesus selbst sagt: „Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat“ (Joh. 5:22, 23).

So gesehen könnte Jesus Christus zurecht dieselben Worte verwenden, die der Vater in der eingangs zitierten Stelle aus Maleachi 1:6 sprach:

„Ein Sohn seinerseits ehrt einen Vater und ein Knecht seinen großen Herrn. Wenn ich also ein Vater bin, wo ist die Ehre für mich? Und wenn ich ein großer Herr bin, wo ist die Furcht vor mir? …, o Priester, die (ihr) meinen Namen verachtet.“

Jesus Christus ist unser „Ewigvater“ (Jes. 9:6).

Und ohne Zweifel ist er unser Herr, sagt er doch selbst: „Ihr redet mich mit „Lehrer“ und „Herr“ an, und ihr sagt es mit Recht, denn ich bin es“ (Joh. 13:13).

Wir ehren Jesus Christus, …

  • … indem wir seine Lehren achten (vergleiche Luk. 4:15),
  • … indem wir uns mit seinen Prophezeiungen beschäftigen (vergleiche Matth.13:57; Mark. 6:4),
  • … indem wir seine Gebote halten und ihm gehorchen (Joh. 14:15; 15:12; 13:34, 35; Hebr. 5:9),
  • … indem wir seine Lehrmethoden nachahmen (Matth. 13:34; Mark. 4:34),
  • … indem wir ihm als unserem „Herrn“ nicht widersprechen. Ihn als „Herrn“ anzusprechen, ihm aber gleichzeitig mit einem „Aber“ oder „Jedoch“ zu widersprechen, passt nicht zusammen (Apg. 9:13; Joh. 11:39; Luk. 6:46),
  • … indem wir als seine „Freunde“ (er verdient unsere Freundschaft) das tun, was er uns sagt (Joh. 15:14, 15; Luk. 12:4),
  • … indem wir ihn als schon lange gekrönten und amtierenden König anerkennen (Hebr. 2:7, 9),
  • … indem wir ihn nachahmen und seinen Fußstapfen nachfolgen (1. Petr. 2:21; Joh. 21:17, 19),
  • … indem wir uns nicht für Jesus und seine Worte schämen (Luk. 9:26; Mark. 8:38) , sondern …
  • … indem wir seiner Einladung, zu ihm zu kommen, gerne folgen (Matth. 11:28-30; Joh. 6:37, 45),
  • … indem wir andere Menschen zu ihm führen (Joh. 1:42, 46; 4:29, 30, 42; 11:28, 29; Matth. 19:13, 14),
  • … indem wir unsere Mittel für ihn verwenden (Joh. 12:2, 5, 7; Mark. 14:3-11; Luk. 7:36),
  • … indem wir uns praktisch um verfolgte Christen kümmern (Matth. 25:36, 39),
  • … indem wir uns offen zu Jesus bekennen (Joh. 9:22, 35-38; 12:43; Hebr. 4:14; Matth. 10:32, 33; Luk. 12:8, 9; 1. Joh. 4:2, 3; 2. Joh. 7),
  • … indem wir die Botschaft seiner „Ich bin“-Worte verstehen und für uns nutzen (Joh. 6:35; 8:12; Joh. 10:7; 10:11; 11:25; 14:6; 15:1),
  • … indem wir über sein Opfer als geschlachtetes „Lamm“ sprechen (Offb. 5:12, 13),
  • … indem wir „dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht“ (Offb. 14:4),
  • … indem wir beim Abendmahl Brot und Wein nicht an uns vorüberziehen lassen, sondern davon nehmen (1. Kor. 11: 23-26; Joh. 6:53, 54),
  • … indem wir seine Zucht annehmen (Offb. 2:1 – 3:22),
  • … indem wir uns vor einem andersartigen Evangelium, das die „Botschaft über den Christus verdreht“, hüten (Gal. 1:7 – 9; Gal. 3:1),
  • … indem wir die „Leiden des Christus“ mit ihm ertragen (1. Petr. 4:13; 2. Kor. 1:5; Gal. 6:17; Hebr. 11:26),
  • … indem wir ihm für Entwicklungen danken, die nur durch ihn geschehen konnten (Apg. 3:13, 16; 19:13-17),
  • … indem wir stets unseren Blick auf ihn gerichtet halten (Hebr. 12:2, 3; 3:1; 4:14),
  • … indem wir darum bitten, mit dem Jesus verherrlichenden heiligen Geist erfüllt zu werden (Joh. 16:14),
  • … indem wir auf Impulse, die Jesus gibt, hören und entsprechend seinen Anweisungen sofort reagieren (Apg. 16:7).

Was fällt dir noch ein?

Die Auflistung ist nicht vollständig, sie ließe sich sicher noch fortsetzen.

Frage: Hätte man denn nicht in einer 2-stündigen sogenannt „christlichen“ Zusammenkunft z. B. 20 Minuten für dieses Thema reservieren können, zumal es sich doch vom Bibelleseprogramm her anbietet, oder 10 Minuten oder wenigstens 7 Minuten oder aber 3 Minuten? (vgl. 1. Mose 18:28-32). Aber nein, Jesus Christus wurde nicht 1 Sekunde lang geehrt. Das muss einem doch zu denken geben! „Ihr entehrt mich“ sagt Jesus in Johannes 8:49.

Ehren wir also Jesus Christus!

Jesus klopft an deine Tür – ehre ihn, indem du ihn nicht endlos warten lässt! (Offb. 3:20)

Wie wird unsere Belohnung aussehen, wenn wir uns ihm öffnen und ihn ehren?

Jesus antwortet in Johannes 12:26: „Will jemand mir dienen, so folge er mir nach, und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn jemand mir dient, wird der Vater ihn ehren.“

Und in Johannes 14:21-23 fügt Jesus hinzu: „Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen. … und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Eine größere Belohnung gibt es nicht!

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Anna

Liebe Schwestern und Brüder,

danke an BI, die Kategorie finde ich gut. Diejenigen unter uns, die noch die Leben- und Dienstzusammenkunft besuchen werden hier viel nützliches und nachdenkenswertes entnehmen können.

Ich finde auch eine größere Belohnung als bei Jesus zu wohnen gibt es nicht. Ich habe heute einen wunderschönen Winterspaziergang in der Sonne gemacht. Das war auch glaubensstärkend.

Herzliche Grüße Anna

Petrus111

Liebe Freunde,

Gott hat sich den Menschen durch seinen Sohn offenbart. Jesus sollte im Leben eines Christen eine wichtige Rolle spielen.

Warum spielen JZ die Rolle Jesu herunter (bis auf nahe NULL), die Rolle das allmächtigen Gottes aber so hoch?

Nicht, um den Menschen den allmächtigen Gott nahezubringen, sondern um etwas hervorzuheben, was so auch nicht hervorgehoben sollte: einen Geist des Alten Testaments, der Strafe, Rache, harte Konsequenz betont. Das ist erforderlich für eine Pseudo-Theologie – nämlich für ein Leistungsevangelium. Nicht Rettung durch Glauben an Jesus Christus aufgrund der Gnade Gottes, sondern durch Arbeit für die Org.

beste Grüße

Petrus111

Bekenner

Liebe Geschwister! Aufmerksamen Lesern von Maleachi 1 bis 4 dürfte der Stoff ziemlich zu denken geben, ob ihre Anbetungsweise Gottes wirklich der von JeHoWaH gewünschten entspricht oder nur gedankenlos und oberflächlich betrieben wird. In den Versammlungen hat sich geistige Trägheit und Dumpfheit sowohl unter den Verkündigern als auch den Leitern breitgemacht. Ihre “Anbetung” ist zur Routine geworden. Nur wenige aus beiden Gruppen nehmen Gottes Wort ernst. Das geistliche Klima und die Gleichgültigkeit ähneln der in den Tagen Maleachis. Die wahre Achtung und Liebe Gottes fehlt mehr und mehr. Hier ist dringend Reue, ja Umkehr vonnöten. Von Seiten der Leitenden Körperschaft… Weiterlesen »

Martin

Keine Notizen mehr….

schon gehört, Jehovas Zeugen dürfen keine Notizen mehr in irgend einer Form machen oder Namen von Interessierten Personen weitergeben. Was wird das wohl für Folgen haben???

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BI bringt demnächst eine Stellungnahme dazu.

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