Ist ein Abtrünniger immer ein Antichrist?

Das Wort „Ketzer“ oder „Abtrünniger“ lässt in unserem Sinn schreckliche Bilder auftauchen. Wir sehen Inquisitionsgerichte, brennende Scheiterhaufen und Glaubenskriege. Wir denken an grausame Verhöre und Kirchenbann, und bringen das alles mit Unduldsamkeit, Ignoranz, Menschenverachtung und äußerster Grausamkeit in Verbindung. Unser Blick geht in die Vergangenheit – und wir sind froh, dass diese finsteren Zeiten vorbei sind. Wir freuen uns über das Menschenrecht der Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

Heute kann in der westlichen Welt niemand mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden, aber es gibt feinere Methoden, um die Mitglieder auf Linie zu halten, um die Meinungs- und Gewissensfreiheit zu unterdrücken. Eine Religionsgemeinschaft bietet sich dafür geradezu als Fallstudie an: Es ist die Wachtturm-Gesellschaft, die Organisation der Zeugen Jehovas.

Was will die WTG unter „Abtrünnigkeit“ verstehen?

In der Literatur dieser Organisation nehmen Begriffe wie Abtrünniger und Abtrünnigkeit einen immer größeren Platz ein. Und das folgende Zitat soll zeigen, wie man das ganze Thema betrachtet:

„Sie [die Abtrünnigen] mögen auch vorgeben, Gott zu dienen, lehnen aber seine Vertreter, seine sichtbare Organisation ab, und beginnen, ihre ehemaligen Mitverbundenen zu „schlagen“ und deren Werk zu behindern. (Jud. 8, 11; 4. Mo. 16:19-21; Mat. 24:45-51) … Wer sich willentlich von der Christenversammlung lossagt, wird dadurch zu einem Teil des “Antichristen“ (1. Joh. 2:18, 19). Wie damals den abtrünnigen Israeliten, so wird auch den von der Christenversammlung Abgefallenen die Vernichtung vorhergesagt (2. Petr. 2:1; Hebr. 6:4-8).

„Ganz gleich, ob die Ursache dafür auf dem intellektuellen, sittlichen oder religiös Gebiet liegt, so handelt es sich dabei stets um eine Auflehnung gegen Gott und eine Verwerfung seines Wortes der Wahrheit (2. Thess. 2:3, 4).“  (Zitiert aus Einsichten über die Heilige Schrift 1990, Band I, Seite 23)

Dieses Zitat fasst alles zusammen, was in der Wachtturm-Literatur weiter ausgeführt wird. Was hier nicht steht, ist die Tatsache, dass alle, die aus Gewissensgründen die Organisation verlassen, mit den gleichen Maßnahmen bestraft werden, mit denen man tatsächliche Antichristen behandeln sollte! Auf der offiziellen Website jw.org werden Fragen beantwortet. Eine lautet, ob ein Zeuge Jehovas seine Religionsgemeinschaft verlassen kann. Die Antwort lautet natürlich „Ja“. Und dann wird nichts mehr gesagt. Das von der WTG vorgeschriebene Verhalten der Mitglieder gegenüber solchen „Abtrünnigen“ wird nicht beschrieben, denn dann hätte man zu fürchten, wegen religiöser Intoleranz und Verletzung der Menschenrechte ins Gerede zu kommen. Davor fürchtet sich die WTG.

In den Augen der Wachtturm-Gesellschaft ist jeder, der ihre religiöse Lehre infrage stellt und das öffentlich macht, ein Abtrünniger! Abtrünnige werden in der Wachtturm-Literatur so beschrieben: Sie wären lieblos, stolz und eingebildet. Sie seien rechthaberisch, hätten keinen echten Glauben, wären allesamt Lügner und Verleumder und stammten von der bösen Welt Satans. Sie würden sich mit glatten Worten einschmeicheln und erweckten den Eindruck vertrauensvoll zu sein.

Dieses durch und durch negative Bild wird auf alle übertragen, welche die Sonderlehren der WTG anzweifeln und damit ihre Führer, die sich tatsächlich als Gottes Vertreter ausgeben! Es wird immer wieder behauptet, dass derjenige, der die Sonderlehren anzweifelt oder Kritik am „Sklaven“ (so nennt sich die Leitende Körperschaft) übt, von Gott abgefallen sei! Mit seiner Kritik würde er sich ganz klar auf die Seite des Antichristen stellen!  Wenn das kein gutes schematisiertes Feindbild ist, was ist es dann? Es erinnert tatsächlich an Ketzerpredigten aus dem Mittelalter, wenn fanatische Priester die Ketzer als leibhaftige Teufel darstellten und die Massen dazu aufreizten, dem Ketzer jedes Mitgefühl zu versagen. Und wie gern sah man dann dem langsamen Sterben des Ketzers zu! Aber wir können auch an die Hasspredigten islamistischer Prediger denken, die dazu aufrufen die „Ungläubigen“ (das sind Nicht-Muslime) im heiligen Krieg zu vernichten.

Es lohnt sich, einen kurzen Blick auf  1. Joh. 2: 18, 19 zu werfen:

„Kinder, die letzte Stunde ist da. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommen wird. Und inzwischen sind viele solche Christusfeinde aufgetreten. Daran erkennen wir, dass die letzte Stunde angebrochen ist. Diese Christusfeinde waren früher mit uns zusammen, aber sie gehörten nicht wirklich zu uns. Hätten sie zu uns gehört, wären sie bei uns geblieben. Doch sie haben sich von uns getrennt, damit  jedem klar würde, dass sie nicht zu uns gehören.“

Im 2. Joh. 7-11 warnt der Apostel noch einmal ausdrücklich vor Menschen, die Christus und sein Opfer leugnen und betont, dass, wer die ‚Lehre vom menschgewordenen Christus leugnet’ keine Gemeinschaft mit Gott haben kann. Solchen Menschen sollte man nicht einmal ‚einen Gruß entbieten’. Es ist also klar, wer mit dem Wort „Antichrist“ gemeint ist.

Ist jeder, der sich von der Christenversammlung zurückzieht, deshalb schon ein Antichrist? Im NT werden einige genannt, die das getan haben. Ein Beispiel ist Demas, vom dem Paulus im 2. Brief an Timotheus schreibt:

„Demas hat mich verlassen. … ihm war diese Welt lieber.“ Und nichts weiter! War Demas deshalb schon ein Antichrist, weil er Paulus verlassen hatte, denn er ging ja „in die Welt“ zurück? 

Alles, was die Bibel zum Thema „Antichrist“ sagt, bezieht sich auf Menschen, die sich radikal von Gott abwenden, gegen ihn kämpfen und die Göttlichkeit des Sohnes leugnen. Es handelt sich im Sprachgebrauch um Christusfeinde, nicht um normale Sünder. Antichristen sind damit auch Abtrünnige, aber nicht jeder Abtrünnige ist ein Antichrist!

Die Bibel überlässt das Gericht über Antichristen allein Gott. Die Jünger Jesus werden nur dazu aufgefordert, ihre eigene Glaubensüberzeugung immer wieder mit der Hilfe des Wortes Gottes zu prüfen und zu festigen. Antichristen sollten niemals in ihrer Mitte geduldet werden, weil es keine Gemeinschaft zwischen Licht und Finsternis geben kann.

„Abtrünnigkeit“ aber ist – ganz neutral gesehen – nicht das Abwenden von irgendeiner Religionsorganisation und deren Verhaltensweise. Im Neuen Testamant wird der Begriff „Abtrünnigkeit“ für die Abkehr von Gott gebraucht (siehe das Beispiel von Paulus). Die WTG scheint aber keinen Unterschied zu machen. Für sie ist ein „Abtrünniger“ gleichbedeutend mit „Antichrist“. Sonst würde sie  1. Johannes 2 Vers 18 und 19 nicht auf Menschen anwenden, welche die WTG verlassen.

Abtrünnige sind nach ihrer Meinung alle, die von ihrer Doktrin abweichen. Sie fragt nie danach, ob ein Kritiker von der Bibel abweicht. Sie fragt nie danach, ob der Kritiker  Gott verlassen hat. Um die reine Aussage der Schrift geht es nicht; es geht nur um die Doktrin. Wenn man also nicht glaubt, dass Christus erst 1914 auf seinen Thron kam und man das auch vertritt, dann ist man ein „Abtrünniger“! Wer daran Anstoß nimmt, dass Kinderschänder durch die Anweisungen der WTG beschützt werden, ist ein „Abtrünniger“.

„Wer sich willentlich von der Christenversammlung lossagt, wird zu einem Teil des “Antichristen.“

Mit Christenversammlung meint man die Organisation und den „treuen und verständigen Sklaven“. Mit dieser Gleichsetzung der  Organisation mit der Christenversammlung fängt schon die Verfälschung der biblischen Aussage an. Aber ein Mensch, der die WTG kritisiert, hat nicht Gott verlassen! Er hat eher seinem Gewissen und dem Wort Gottes gehorcht.  Wer berechtigt die WTG dazu, so verallgemeinernd zu schreiben? Wer berechtigt sie dazu, willkürlich jeden als Antichristen zu brandmarken, der ihre Ansichten und bösen Praktiken verurteilt?

Als die Apostel vor dem Sanhedrin standen, verbot man ihnen, über Jesus zu sprechen. Es  fehlte nicht viel, und man hätte sie gleich zu Beginn als „Abtrünnige“ umgebracht (Apg. 5:32, 33).  Als Stephanus mit Juden über den Christus diskutierte und seinen Gesprächspartnern die Argumente ausgingen, schleppte man diesen „Abtrünnigen“ vor den Sanhedrin. Er wurde gesteinigt, und seine Mörder bildeten sich ein, Gott einen guten Dienst erwiesen zu haben.  Als Paulus sich vom Judentum abwandte, wurde er als „Abtrünniger“ bezeichnet und man forderte seinen Tod. Mehrmals musste er  fliehen, um nicht ermordet zu werden. Und so ging es weiter.

Warum lassen sich ca. 8 Millionen Zeugen Jehovas darauf ein, jeden zu hassen, der von der WTG als „Abtrünniger“ bezeichnet wird? Warum lehnen sie die eigene Prüfung ab? Warum befragen sie nicht ihr eigenes Gewissen? Warum hat man Angst vor einer öffentlichen Anhörung des Beschuldigten? Warum gibt es so viel Geheimniskrämerei in dieser Sache? Warum  gehorcht man blind den Anweisungen von oben?

Ich kann zwei Ursachen erkennen: Zuerst glauben die meisten, dass das Verständnis der WTG zu diesem Thema (und anderen) tatsächlich der Wahrheit entspräche. Es gibt ja viele unter ihnen, die deutlich sagen, dass sie nur das glauben, was der „Sklave“ sagt.

Und zweitens ist es die Angst, selbst ausgeschlossen zu werden, wenn sie mit den „Abtrünnigen“ sympathisieren sollten.  Es ist nicht die Liebe zu Gott und der Wahrheit seines Wortes, sondern die nackte Angst, die das Verhalten bestimmt.

Die Wirkung der Angst ist so groß, dass sie allen, die in der Versammlung vielleicht kritisieren wollten, den Mund verschließt. „Wer die Organisation verlässt, hat Jehova verlassen!“. Das bedeutet auch, die schlimmen Folgen so einer Entscheidung auf sich zu nehmen. Und das kann eine radikale Trennung von Angehörigen sein, denn schon der Kontakt mit „Abtrünnigen“ führt zwangsläufig zum eigenen Ausschluss. Ein Gemeinschaftsentzug ist bei den Zeugen Jehovas innerhalb ihrer Gemeinschaft der soziale Tod, denn sie haben im allgemeinen keine andere Gemeinschaft.

Sie sind Erpressern in die Hände gefallen! Ja, sie werden durch Angst erpresst und wagen es nicht, sich dagegen aufzulehnen oder diese Organisation zu verlassen. Diese Angst wirkt so  stark, dass sich die Mitglieder der Organisation nicht wagen, irgendeinen Kontakt mit den „Abtrünnigen“ aufrecht zu halten, ja nicht einmal das Telefonat der Eltern mit ihrem ausgeschlossenen Kind ist erlaubt! Und man behauptet doch tatsächlich, dass man Gott nur treu sein könne, wenn man diese Anweisung befolgt!

Man sollte diese Argumentation der WTG auf sie anwenden!

Als ich mir die verschiedenen Aussagen der WTG zu „Abtrünnigkeit“ durchgelesen hatte, kam mir der Gedanke, die biblischen Argumente einmal auf die WTG selbst anzuwenden. Ich greife ein Zitat aus dem Wachtturm 15. 3. 1986, Seite 14 heraus:

„Paulus warnte: „Seht zu, dass nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus“ (Kolosser 2:8). Wie der Apostel auch andeutete, verführen Abtrünnige „durch glatte Worte und schmeichelhafte Reden . . . das Herz der Arglosen“ (Römer 16:17, 18; vergleiche 2. Korinther 11:13-15). Der Umstand, dass sich einige von dieser Art Propaganda fortziehen ließen, bedeutet aber nicht, dass wir ihnen folgen müssten. Dennoch sollten wir ständig auf der Hut sein.“

Das ist im Prinzip  richtig, wenn man Abtrünnigen mit der Bibel entgegentritt. Aber das geschieht eigentlich nicht. Im Zitat ist von menschlichen Überlieferungen die Rede, und ich frage, ob die WTG etwa keine solche Überlieferungen kennt?  Auch sie hält an menschlichen Überlieferungen fest. Ist z. B. die Sache mit „1914“ eine göttliche Überlieferung oder nicht?

Ist die Behauptung, dass nur die „Gesalbten“ Kinder Gottes und Brüder Christi sind eine menschliche Überlieferung oder nicht? Ja! Ist die Behauptung, dass Jesus erst 1914 auf seinen Königsthron kam eine menschliche Überlieferung? Ja! Und ich könnte noch weiter fortfahren: Es wäre immer wieder die Frage, ob es sich um menschliche Ideen handelt oder um Gottes Wort. Die Analyse fällt jedenfalls schlimm genug aus, so dass man sich fragen muss: Wer ist eigentlich derjenige, der „das Herz der Arglosen durch glatte und schmeichelhafte Reden verführt“?

„Denn diese Leute sind falsche Apostel, unehrliche Arbeiter, die sich freilich als Apostel von Christus ausgeben. Aber das ist kein Wunder. Auch der Satan tarnt sich ja als Engel des Lichts. Es ist daher nichts Besonderes, wenn auch seine Diener mit der Maske von Dienern der Gerechtigkeit auftreten.“ (2. Korinther 11 Vers 13 u.14)

Und es ist auch nichts Besonderes, wenn die WTG berechtigte Kritik mit dem Ausdruck „Abtrünnigkeit“ abzuwehren versucht und sie jedem mit Gemeinschaftsentzug droht, der sich dieser Kritik anschließt, weil er Glauben hat und ein gutes Gewissen behalten will.

[Gesamt:41    Durchschnitt: 5/5]

Ähnliche Artikel

neueste älteste
Benachrichtige mich bei
Birgit

Wir machen das anders.Wir lieben alle Menschen.Es tut gut,jedesmal.
Uns wurde die Liebe in unser Herz gepflanzt.
Wahre Liebe hat keine Regeln oder Grenzen.
Nur damit zeigen wir Jesu Widersacher,das wir das können.
Liebe deinen nächsten wie dich selbst….schlimmer…Liebe deine Feinde.
Wir werden ihm eine Antwort geben
Wem?Satan
Ich stehe zu Jesus Christus,unser König Bitte komm

M.N.

Die bis jetzt 18 “Mag ich nicht” belegen, welch heißes Eisen dieses Thema doch ist und welchen Unwillen (Unwohlsein) die 100% genauen Darlegungen des Artikels offensichtlich bei JW.Org-treuen Mitlesern (einschließlich jener vom Steinfels) hervorruft. Betreffs dieses Thema verwechseln die ungelehrten JW.Org-Apologeten und selbsternannten Dogmatiker Äpfel mit Birnen und schütten das Kind mit dem Badewasser aus. Keine Ahnung von “Kontext beachten”  und “der Leser wende Unterscheidungsvermögen an”. Da wird einfach mit brachialer Gewalt, mit Kettensäge, Brecheisen und Haubitze an das Wort Gottes herangegangen und gröbster Unfug damit getrieben. Wie der Historiker James Penton in seinem Werk “Apokalypse delayed” ausführt, geht der… Weiterlesen »

Horst

Liebe Leser, ergänzend zum vorliegenden, zutreffenden  Artikel über “Abtrünnige” empfehle ich die ebenso zutreffenden Ausführungen dazu im “Glossar” (Lieber M.N., zum wiederholten Mal Danke..), mit den entsprechenden Schriftverweisen. Dieses zentrale Thema ist offensichtlich das einzige und wichtigste Thema, welches die WTG noch verbreitet. Alles andere ist in der Zeugen-Jehovas-Lehre nebensächlich geworden. Es geht nur noch darum, den Anweisungen einer fiktiven “Organisation” Folge zu leisten. Die Meinung dieser Organisation in Frage zu stellen, bedeutet vom Glauben an Gott und Jesus Christus “abzufallen” – jeder einigermassen normal denkende Mensch auf dieser Erde muss doch den Unsinn dieser Aussage erkennen. Deshalb befürworte ich… Weiterlesen »

Omma@Tilo

Lieber Tilo, ich hätte dir am Liebsten mindestens drei “Daumen hoch” gegeben.  Es geht mir, wie M.N., auch ich kann die 19 “Mag ich nicht” nicht verstehen, denn du hast die Wahrheit gesagt. Für uns ist die Aussage Jesu ein Trost: Matthäus 10:24+25   (Hoffnung für alle) 24 Ein Schüler steht nicht über seinem Lehrer, und ein Diener hat es nicht besser als sein Herr. 25 Sie können zufrieden sein, wenn es ihnen genauso geht wie ihrem Lehrer oder ihrem Herrn. Wenn man aber den Herrn des Hauses schon einen ›Teufel‹ genannt hat, was werden sie erst zu seinen Angehörigen sagen?« Wie häufig… Weiterlesen »

Mowani

Die WTG-Definition von “Abtrünnigkeit” ist eine fast perfekt funktionierende Immunisierung der eigenen Lehre und Führung gegen Kritik. Das einzige was dieses System durchdringen kann ist “Liebe zur Wahrheit” (2. Thes 2:10). Aber auch hier wird schlau umgedeutet: “Die Wahrheit” der WTG ist nicht was Paulus in seinem Brief meint, es ist das Lehrgebäude einer machtorientierten Organisation.

Es geht wie immer um Deutungshoheit, die Definition von Begriffen. Es lohnt sich den entsprechenden Eintrag in Wikipedia zu lesen. Es liest sich wie eine Beschreibung der WTG: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutungshoheit

Ulla

Liebe Omma, lieber Tilo, ja, es ist WAHRHEIT gesprochen worden! Es würde auch mir als Mama von vier Kindern, die allesamt noch im Tower gefangen sind, nichts nützen, würde ich heute mit einem Plakat vor dem Königreichssaal stehen mit der Aufschrift: * Ich glaube an JHWH, den Allmächtigen Gott * Ich glaube, dass Jesus Christus sein einzig gezeugter Sohn ist, der alles erschaffen hat * Christus verließ seine himmlische Stellung und kam als Mensch auf die Erde, um stellvertretend für seinen Vater zu lehren, die Menschen zu seinem Vater hinzuziehen, auf dass sie ewiges Leben haben können * Christus gab… Weiterlesen »

Nordlicht

Steh auf Männchen “Kostenlose Publikationen” will ich dir geben  (30 Jahre Lang) will als Gegenleistung nur dein kleines Leben,kleines Leben,kleines Leben. Verzichte doch auf Liebe- Leben -Lachen,wozu brauchst du diese Sachen? Ich lehre dich wie dir das Lachen vergeht und trotz flauer Rente mit der                WTG weitergeht. Kommt ihr Kindlein ” ALLE” ins neue Licht-glaubt den Lügnern draußen nicht. VERZICHT – VERZICHT – VERZICHT. JA – gehts noch !! Hör nicht zu wenn diese Geister rufen-sollen sie doch andere besuchen . HE DU DA wach auf !! mach die Ohren auf und höre… Weiterlesen »

Aesculap

Gut geschrieben Artikel ‼️ Ich sehe die WTG und Organisation nichts anders als diejenige welche sich auf der Richterstuhl beziehungsweise Thron gesetzt haben um zu uhrteilen und richten. Sie haben Christus einfach von sein Thron gestoßen und haben dar selber Platz genommen. Dar sind soviele Parallelen mit was Christus als böse Sklave beschrieben hat❗️ Subtile verdrehen der Wahrheit und mehr der Inquisitoren Ähneln und immer mehr der Katholischen Kirche von der vergangenen Jahrhunderte ähneln. der viele Däumchen ???? runter zeigen wie verblendet und blind vielen  noch sind. Der Soziale Tot welche sie ihre Nachfolger auferlegen ähnelt sehr wohl das was… Weiterlesen »

RoKo

Der Blog von Bruder Tilo bringt auf den Punkt, was einen wirklichen echten Christen von einem Möchtegernchristen unterscheidet. Was lehrte uns unser große König Jesus Christus? Bereitwilliges Vergeben. Weil wir selbst der Vergebung bedürfen, so wollen wir auch anderen vergeben. Mehr noch, so wie wir messen, andere messen, werden wir gemessen werden. Bist Du lieber Leser bereit, dass jemand diese Messschnur an Dir anlegt? Der Lehren und Regeln sind viele, darum machte Jesus auch einen Kahlschlag durch die mosaischen Gesetze. Sie inhaltlich noch heute ihren Sinn haben, weil falsch ist das ja nicht. Aber als Regelwerk, als Gesetz sind sie… Weiterlesen »

Kilian

  RoKo24 stellt folgende Frage: Was, wenn Jesus Christus heute in einer Versammlung zu Besuch wäre, wenn der Programmpunkt örtliche Bedürfnisse abgehandelt wird?    Ich war mal gerade auf der Webseite der JW und habe in den Arbeitsheften diesen Programmpunkt gesucht und nicht gefunden. Gibt es den überhaupt noch?     Ich kann mich erinnern, wie die Themen dafür in unserer Versammlung damals gesucht wurden. 3 Minuten Besprechung, jeder sollte schnell was vorbringen und, oh Wunder, es war immer der Predigtdienst dabei.     Aber um die Bedürfnisse der Versammlung zu kennen, hätte erfordert, sich mit den einzelnen zu beschäftigen… Weiterlesen »

zartbesaitet

Die hier Schreibenden und Lesenden sind zu einem großem Teil aus dem (Alb-)Traumkonstrukt jw.org aufgewacht und beginnen – oft noch wie ein eben Aufgewachter – nach Orientierung zu suchen. Und als “Aufgewachter” hast du nicht sofort ein neues Bild vor dir, dass sich von dem in deinem Schlaf massiv unterscheidet. Die Manipulation war zu groß und vor allem dein Glaube und Vertrauen waren erschüttert. Deine Welt in einem so genannten “geistigen Paradies”, die viele Jahre oder Jahrzehnte dein ganzes Leben geprägt hatte. Und wir wollen uns in die Situation versetzen, als wir – meine Frau und ich – erstmals zuerst bruderinfo.de entdeckten… Weiterlesen »

ManfredF

Es scheinen hier inzwischen eine Menge aktiver Zeugen Jehovas mitzulesen und jeden Artikel dann mit Daumen runter zu bewerten. Anders ist es nicht nachvollziehbar dass so gute Artikel so viele Daumen runter bekommen. Wer hier einen Artikel mit Daumen runter bewerten sollte sich mal die Frage stellen, ob Gott später im Gericht vielleicht auch Daumen runter zeigt wenn man sich als Zeuge Jehovas outet und weiter auf dem Standpunkt stehen bleibt, wir haben ja nur der Organisation vertraut…… anstatt selbst zu denken. Aufwachen – also selbst anfangen zu denken. Dazu sind all diese Artikel da. Nur wer all das was… Weiterlesen »

Wahrheit

Was für ein Artikel!!!

Ich kann zu ALLEN NUR ZUSTIMMEN!

Ja! Die ORG , ist ein Götze der ANGEBETET WERDEN MÖCHTE , UND AUCH WIRD!!!

Ich Danke , Euch denn Ihr spricht mir aus denn HERZEN!!!

 

pit

Meine liebe Omma.

Wie hast du denn den gefunden. Der ist schon 3 Wochen alt und die Suchfunktion für die Komms unter dem Namen find ich nicht mehr. Ich würde sie mir gerne auflisten lassen.

Gruss an deinen Mann.

Friede pit

Passionsblume

Sehr gut gesagt!

Bezüglich des Schutzes von Kinderschändern sollte man auch Römer 14:22 im Sinn behalten:”Du hast Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Glückselig, wer sich sebst nicht verurteilt in dem, was er gutheisst!”

Grüsse aus Spanien

Babs

Birgit

Durch Spott zur Freiheit als Abtrünniger Sei nicht der Nagel, der über die anderen hinausragt, denn dieser erhält den ersten Schlag.”) Es ist ein Gefängnis, das die Verbindung zwischen Intellekt und Bewusstsein kappt und das die Menschheit in einer sich tagtäglich vollziehenden Hörigkeit gegenüber einem System hält, das zu eben diesem Zweck von einigen wenigen Personen erschaffen wurde und instrumentalisiert wird. Dieses Gefängnis besteht in der Angst davor, was andere Leute denken könnten. Die meisten Menschen führen nicht das Leben, das sie eigentlich führen möchten, und sprechen auch nicht ihre eigenen, unver- fälschten Wahrheiten aus. Sie fürchten sich davor, wie… Weiterlesen »

Hupsi

Ihr Lieben, ich freue mich über diese vielen wertvollen Kommentare und den Zugang zu einer Sichtweise, die das Wort  “abtr,ünnig” entkriminalisiert. Nicht, weil es so dargestellt wird, sondern weil es so ist. Vielen Dank lieber ROKO. über die vielen Bibelstellen, die das Prüfen ans Herz legen. Die habe ich mir gesondert abgespeichert für meine Gespräche mit denen, die noch ihr eigenes Gehirn im Einsatz haben, sozusagen als Denkanstöße. Lieber MN. ich freue mich jedes Mal über Deine deutlichen und bildhaft kräftigen Formulierungen zum Thema. Und die Daumen nach unten? Ja – Selters liest mit, denn sie reagieren ja – in Kongressen,… Weiterlesen »

Taube

Hallo, ihr lieben Geschwister im Glauben! Haben von einem lieben Bruder (der uns beim “Aufwachen” und “Rausschmiss” sehr geholfen hat) eine Kopie der Antwort zur “Leserfrage” im WT 15.01.53 erhalten. Zwischendurch war der Umgang mit Ausgeschlossenen immer wieder mal etwas lockerer. In den letzten Jahren wird es wieder sehr “streng” gehalten. Wir merken – wie Viele hier auch – die Auswirkungen mit voller Wucht! Aber ein Zurück gibt es nicht, wäre wohl auch garnicht möglich, da man wohl meint, wir hätten gegen den heiligen Geist gesündigt (Wir haben aber “nur” gegen die “ORG.” “gesündigt”! Ist die ORG. der heilige Geist?… Weiterlesen »

Boas

In der NWÜ findet sich das Wort Abtrünnig /e /keit nur zwischen dem Bibelbuch Hiob bis Hosea und wird m. W. 22-mal in der NWÜ benutzt. Im NT findet sich das Wort in der NWÜ überhaupt nicht. Wenn ich an das Wort Abtrünnig denke, dann kommt es gedanklich für mich von dem Wort “abtrennen”. Abtrennen von JHWH. Abtrennen von Gerechtigkeit. Abtrennen von Wahrheit. Abtrennen von den Gesetzen Gottes. Abgetrennen von den guten Wegen eines Herzens. Auch ein guter Mensch ist abtrünnig oder abgetrennt von den Pfaden des Bösen. Auch so kann man dieses Wort benutzen. Doch in der Bibel wird… Weiterlesen »

Scroll to Top