In Übereinstimmung mit Gottes Wort organisiert

Kommentar zum WT – Studienartikel vom Nov. 2016

Zugegeben, wenn Jehova etwas organisieren will, wird er dies in unvergleichlicher Weise tun – er ist Gott und allmächtig. Macht ihn das aber zum “unvergleichlichen Organisator”? Ist das ein Titel, den er auf sich anwendet? Und möchte er, dass wir ihn so nennen? Wenn Jehova für seine organisatorische Tüchtigkeit bekannt sein wollte, hätte er in der Bibel davon gesprochen. Er beschreibt sich in vielerlei Hinsicht in der Heiligen Schrift, aber niemals nennt er sich selbst “den Organisator”.

Stellen wir uns vor, wenn das erste der zehn Gebote so formuliert wäre:  “Ich bin der HERR, dein Organisator, der dich aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat aus dem Hause der Knechtschaft. Du darfst keine anderen Organisatoren außer mir haben.” (Ex 20: 2, 3)

Mit diesem Artikel möchte die WTG uns offensichtlich überzeugen, dass Jehova eine menschliche strukturierte Vereinigung benötigt, um seinen Vorsatz und sein Vorhaben zu verwirklichen.  Die Organisation würde dann das Markenzeichen wahrer Christen sein.

Johannes 13:35 könnte dann in etwa so lauten: Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid – wenn ihr unter euch organisiert seid.”

Die Bibel benutzt das Wort “Organisation” nicht und sie spricht auch nicht von der Notwendigkeit, organisiert zu sein, um in Gottes Gunst zu gelangen, so dass der Autor dieses WT – Artikels eine große Aufgabe vor sich hat, um die Bedeutung eines solchen Konstrukts in Gottes Vorhaben zu belegen.

Grundsätzlich gilt für Menschen: ein Werk organisiert durchzuführen, ist keine schlechte Sache – es ist eine Notwendigkeit. Aber dann stellt sich die Frage, wer ist eigentlich der Organisator? Ist alles, was in diesem Werk getan wird, von Gott angeordnet und organisiert? Unser kritischer Verstand sagt uns auch, dass es unangebracht ist, von einer Organisation Gottes zu sprechen, wenn dies nicht bewiesen worden ist. Für alle, die aus welchen Gründen auch immer, noch das wöchentliche “Bibelstudium anhand des Wachtturms” besuchen, hier einige Überlegungen zum Studienartikel vom Nov. 2016 „In Übereinstimmung mit Gottes Wort organisiert“.”

Dieser Artikel ist ein erneutes Machwerk der JW.Org – Zentrale zu ihrer Lieblingsdoktrin “Organisation”. 

Das Universum – der Beweis eines großen Organisators?

Im Abs. 3 versucht der Autor anhand des Universums zu beweisen, dass Gott ein großer Organisator sei. Zitat Abs. 3:  “Doch schon das Wenige, was wir über Planeten, Sterne und Galaxien wissen, drängt uns anzuerkennen, dass Himmelskörper genial organisiert sind. Planeten unseres Sonnensystems umkreisen die Sonne auf ihrer Umlaufbahn, als würden sie demütig(?) Verkehrsregeln beachten“.”

Mit diesem Verweis auf das “gut organisierte” Weltall und die “gut organisierte” Schöpfung beruft sich die JW.Org auf nichts weniger, als auf den gewaltigen und unfassbaren Kosmos als ihre Daseinsberechtigung: “Seht her – uns MUSS es ja geben; ohne uns KANN Gott ja gar nicht!” Gott als “unvergleichlich guten Organisator” zu bezeichnen verkennt die Tatsache, dass “Organisation” ein Hilfsmittel oder Vehikel ist, dessen sich unvollkommene, begrenzte und beschränkte MENSCHEN bedienen, um ihre täglichen Angelegenheiten zu regeln.

Gott jedoch ist kein Mensch; ihn als “Organisator” zu bezeichnen, der sich einer Institution bedienen muss, um seinen Willen auszuführen, bedeutet, ihn auf das begrenzt/beschränkte menschliche Niveau zu ziehen. Gott bedarf nichts und niemanden, um seinen Willen zu tun. Ebenfalls gewagt ist es, das Universum als ein Beispiel von Ordnung und Organisation zu gebrauchen.

Es mag auf unser Sonnensystem vielleicht zutreffen, aber im Universum ist nicht immer alles so wunderschön friedlich und graziös, wie es der Artikel behauptet. Astronomen und Kosmologen beobachten, dass es “da draußen” nicht selten ganz gewaltig knallt und kracht, Sterne kollidieren, stürzen in schwarze Löcher, stoßen sog. “Todesschreie” (Pulsarwellen) aus, die durch den ganzen Kosmos hallen – nach “erhabenem/friedlichem, gut geöltem” Kosmos sieht mir das nicht gerade aus.

Befremdend klingt auch die Formulierung: “… die Planeten unseres Sonnensystems „umkreisen die Sonne demütig als würden sie Verkehrsregeln beachten“.” Ein geradezu lächerlicher Vergleich.

Die JW.Org – Argumentation im Abs. 6:  “Das Universum ist wirklich ein Wunderwerk der Organisation”, könnte daher ein vernünftig denkender Mensch in dieser Form als unangebracht empfinden. Das All ist sicherlich ein Wunder, es ist wunderbar, es FUNKTIONIERT ohne Frage auf die ihm eigene Weise; aber es als Ebenbild einer glatt und gut geschmiert dahinflutschenden Organisation zu betrachten, verkennt das tatsächliche Wesen und die Realität des Kosmos – es stellt eine beschönigende Idealisierung und realitätsverzerrende Infantilisierung eines tatsächlichen Sachverhalts dar –  Unbildung sei Dank.

Zitat Abs. 6: „”Es muss Jehova daher am Herzen liegen, dass auch seine Anbeter gut organisiert sind. Deshalb hat Jehova uns die Bibel als Anleitung gegeben. Ein Leben ohne seine Maßstäbe und seine Organisation hätte Unglück und Elend zur Folge.”

Es muss – so der JW.Org – Autor – Jehova am Herzen liegen. Weil da draußen Sterne, Planeten und Kometen auf die ihnen eigene Weise herumsausen, – manchmal auf unschönem Kollisionskurs mit anderen Objekten, muss es dem Schöpfer am Herzen liegen, dass die JW.Org, die anscheinend des Schöpfers einziges Hobby ist, in von Menschen ersonnene “Zonen”, “Zweige”, “Dienstbereiche”, “Versammlungen”, “Dienstgruppen” aufgeteilt und organisiert ist?  Diese wiederum müssen von einer menschlichen “LK”, einem “Zweig – und Landeskomitee” oder “Dienstabteilung”, “Kreisaufsehern”, “Ältesten”, “Dienstgruppen”, straff organisiert werden?

Wenn in unseren WT – Artikeln Formulierungen wie: “etwas müsse so sein”, oder “vermutlich“ war es so” auftauchen, dann können wir das getrost als reine Mutmaßung, bloße Hypothese und Nicht – Wissen, ohne jegliches solides biblisches Fundament abhaken.

Weiter wird orakelt: Deshalb hat Jehova uns die Bibel als Anleitung gegeben.” Hoppla, was soll das denn jetzt: Weil es JHWH am Herzen liegt, dass die JW.Org gut organisiert ist, hat er uns die Bibel gegeben? Die JW.Org – Abstrusitäten kennen keine Grenze. Weshalb Gott den Menschen sein Wort gegeben hat, steht ganz klar in der heiligen Schrift, u.a. in Ps 19,7-11; 119,11.165; Spr 1,1-9; 2.1-17; 3,1-8; 2Tim 3,15-17; Heb 4,12 u. a. Von “Organisation” kann ich hier nichts entdecken.

Zuerst sollen wir annehmen,„Jehova will, dass wir gut organisiert sind und als nächstes wird uns gesagt, dass der Grund, warum Gott uns die Bibel gegeben hat, darin besteht, dass wir besser organisiert werden. Soll das bedeuten, dass Jehova unzufrieden mit uns ist, wenn wir den Geboten der Bibel in Bezug auf Moral, Liebe, Glaube und Hoffnung folgen, aber nicht gut organisiert sind? Müssen wir davon ausgehen, dass die Bibel nicht ausreicht? Werden wir unglücklich sein, wenn wir ohne die Hilfe von JW.org leben?

Zitat Abs. 8:Die Israeliten in alter Zeit waren ein Beispiel für gute Organisation. So gab es unter dem mosaischen Gesetz „Frauen, die am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft organisierten Dienst taten…“” (2. Mo. 38:8) Vergleiche hiermit: LUT, SCHL, HFA, EÜ

“Die Frauen vollbrachten organisiert Dienst am Eingang des Zeltes?” Anscheinend fügen die Übersetzer der Neuen Weltübersetzung überall, wo es passend erscheint, den Begriff„”organisiert” ein.

Zum Vergleich aus der ELB – Fußnote: “Der sich zusammenfindenden Frauen, oder die sich … zusammenfanden.”

NEÜ: “Frauen, die sich … zusammenscharten.” Sehr interessant ist dazu die Fußnote: “Das Verb bedeutet eigentlich: Kämpfen gegen, in den Krieg ziehen. Was diese Frauen, die auch in 1. Samuel 2,22 erwähnt werden, wirklich taten, ist unbekannt.”

Sympathischer Lerneffekt nebenbei: wie es scheint sind sind echte Bibelgelehrte, im Gegensatz zu JW.Org – Dogmatikern, zurückhaltend und offen, was das Bekennen ihrer Wissensgrenzen anbelangt. Ob diese Frauen an der Stiftshütte wie ein aufgescheuchter Hühnerschwarm wild durcheinandergackerten oder in einer Schweigeprozession wie die Clonekrieger im Gänsemarsch aufmarschierten: ES LÄSST SICH NICHT FESTSTELLEN, WIR WISSEN ES NICHT, KEINER WEISS ES, auch nicht die JW.Org mit dem blauen Logo.

Nichtsdestotrotz behauptet sie vollmundig zu wissen: DAS WAR ORGANISIERTER DIENST, indem sie sich einer anderen – hier nicht kontextgemäßen – Konnotation des Verbes “zāwā” bedient, um eine hypothetische Verbindung zu organisierten Militärtrupps und im Gleichschritt marschierenden Soldatenkolonnen zu konstruieren. So wird von den Verkündigern verlangt, dieser Sicht blind zu folgen und zu glauben, dass wir organisiert sein müssen, um das Werk zu verrichten. Und alsbald gelangt der Autor zu der unvermeidlichen mantra – artig sich wiederholenden Luftschloss – Konstruktion: “auch ‘die leitende Körperschaft des ersten Jahrhunderts’ war gut organisiert.” 

 Profitierten die ersten Christen von einer„leitenden Körperschaft“? 

Zitat Abs. 9:„Die Christenversammlung des 1. Jahrhunderts war organisiert und profitierte von der Anleitung der leitenden Körperschaft, die anfangs aus Aposteln bestand (Apg. 6:1-6). Später kamen weitere Brüder hinzu (Apg. 15:6).”

Abs 10: “Brüder, die im Auftrag DER LEITENDEN KÖRPERSCHAFT reisten…” ????

Abs. 12 “…DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT im 1. Jahrhundert bevollmächtigte reisende Aufseher (Kreisaufseher), …um Ernennungen vorzunehmen.”

Und wer es jetzt immer noch nicht verstanden hat: “DIE APOSTEL DER URKIRCHE WAREN ‘DIE LEITENDE KÖRPERSCHAFT des 1. JHD’s’ und wir sind es heute, wir haben apostelgleiche Autorität und göttliche Leitung. Gott selbst hat uns eingesetzt!”

Merkwürdig ist nur, dass wir weder in der Apostelgeschichte, noch in den Briefen der Apostel, auch nur ansatzweise etwas davon lesen, dass diese Männer sich als eine Art„leitende Körperschaft ausgegeben hätten. Dem “Sklaven” scheint das“ egal zu sein. Er setzt darauf, dass stetige Wiederholung es die Anhänger schon glauben machen wird.

Aber auch tausendfaches Wiederholen einer Falschaussage macht dieselbe keinen Nanomillimeter wahrer! Eine Lüge bleibt eine Lüge. Es gab KEINE “leitetende Körperschaft des 1. Jhd’s.”– Christus war und ist das Haupt des Leibes. “„Gott hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gesetzt, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.Eph 1:22,23 Schlachter

Das Haupt lenkt alle Glieder des Leibes alleine und direkt – ohne ein Zwischenhaupt. Der Heilige Geist und nicht die Apostel, bestimmte anlässlich des sog. Apostelkonzils, betreffs der Frage der Beschneidung, die Richtung. Apg 15,28; vgl. Joh 16,13

Das ist wie bei Öl und Wasser: –Es lässt sich nicht mischen. Rein Menschliches mit Göttlichen zu verquicken, gelingt nicht. Die englische Bezeichnung für die LK lässt tief blicken: ein “Governing Body” (Regierender Leib) -– da stellen sich einem die Haare zu Berge. Wer regiert wirklich innerhalb der wahren Christenversammlung?

Nochmals zu Abs. 10 und 12:„Männer, die zur leitenden Körperschaft gehörten oder eng mit ihr verbunden waren, wurden von Gott inspiriert, Briefe zu schreiben“.”

Mit der Behauptung, dass die Männer der leitenden Körperschaft des 1.Jahrhunderts, von Gott inspirierte Briefe verfasst haben, vermittelt man unterschwellig den Gedanken, die Briefe der heutigen LK könnten genauso inspiriert sein. Tatsache ist jedoch, dass selbst die Briefe des Apostel Paulus in großen Teilen auf Grund seiner eigenen Aussage nicht als inspiriert oder gottgehaucht zu sehen sind. (Dazu in einem späteren Artikel mehr)

Zitat Abs. 10: „Brüder, die im Auftrag der leitenden Körperschaft reisten, überbrachten „Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren“. Hielten sich die Versammlungen daran, „wurden . . . [sie] tatsächlich im Glauben weiterhin befestigt und nahmen von Tag zu Tag an Zahl zu“. Was können wir, die wir zur Organisation Gottes gehören, heute aus diesem Bibelbericht lernen?”

Ja, was sollen wir daraus lernen? Mit Berufung auf Apg. 16: 4,5 möchte der Sklave uns glauben machen, dass die heutige LK die Befugnis hat, Briefe und Anweisungen an die Versammlungen zu verschicken, Anweisungen die, wenn sie befolgt werden, die Versammlungen im Glauben befestigen und sie an Zahl weiter zunehmen lassen.

Das neue Jahrbuch 2017 offenbart uns aber, dass es mit dem Wachstum irgendwie nicht so läuft. Doch dazu in einem späteren Artikel mehr. Die wichtigere Frage ist, ob die Apostel als leitende Körperschaft damals die Befugnis besaßen, reisende Aufseher – also befähigte Männer – irgendwo hin zu senden. Der angeführte Text aus Apg. 16:4,5 zeigt lediglich, dass Paulus gemeinsam mit Timotheus durch die Städte reiste, und dabei auch die von den Aposteln und älteren Männern beschlossenen Entscheidungen überbrachten. Hier ist aber keine Rede davon, dass sie von einer LK beauftragt wurden.

Als aufmerksamer Bibelleser stellt man fest, dass die anschließenden Verse sogar genau das Gegenteil vermitteln. Die Apostel entschieden völlig autonom, wo und wie sie ihren Auftrag durchführen wollten – ohne Anweisung aus Jerusalem. Diese,ihre Entscheidungen wurden durch den Geist Christi gelenkt.

Apg. 16:7-10: “„Außerdem zogen sie durch Phrỵgien und das Land Galạtien, weil ihnen vom heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in dem [Bezirk] Asien zu reden. Als sie ferner nach Mỵsien hinabkamen, bemühten sie sich, nach Bithỵnien zu gelangen, aber der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu. Da zogen sie an Mỵsien vorbei und kamen nach Trọas hinab.  ….. Sobald er nun die Vision gehabt hatte, suchten wir nach Mazedọnien zu gelangen, da wir folgerten, dass Gott uns gerufen habe, um ihnen die gute Botschaft zu verkündigen.”

Aus dem Bericht der Apostelgeschichte wird deutlich, dass die Apostel hier keine Bevollmächtigung und auch keine Aufträge ausstellten und erteilten. Wieder ist aber zu erkennen, wie JW.Org Bibeltexte vergewaltigt, um sie ihren eigenzweckdienlichen Zielen anzupassen.

Abs. 11, auszugsweise: Wie sollten sich Mitglieder von Zweig- oder Landeskomitees, Kreisaufseher oder Versammlungsälteste verhalten, wenn sie von Gottes Organisation Anweisungen bekommen? „gehorchen . . . unterwürfig sein“  keine Kritik … loyal und bereitwillig sein” – eines  der JW.Org – Lieblingsthemen.

Ihre eigenen Bedürfnisse servieren sie als “Speise zur rechten Zeit.”

Abs. 13: „Wir müssen den biblisch fundierten Rat der Ältesten befolgen. Diese loyalen Hirten der Organisation Gottes lassen sich von den „gesunden Worten“ aus der Bibel leiten“” (1. Tim. 6:3).

“Wir müssen den biblischen Rat der Ältesten befolgen“?” Kein Problem, solange dieser wirklich biblisch fundiert ist. Tatsache ist aber, dass sich der angebliche biblisch fundierte Rat, als loyale Umsetzung der Anweisungen des Sklaven erweist.

“Hirten der Organisation Gottes lassen sich von dem gesunden Wort aus der Bibel leiten. SO, WIE SIE VOM TREUEN UND VERSTÄNDIGEN SKLAVEN DARGELEGT WERDEN.”–

Zitat weiter Abs. 13: “„Heute halten Älteste vielleicht einen warnenden Vortrag, wenn jemand in einem Verhalten verharrt, das die Versammlung negativ beeinflusst, wie die feste Bekanntschaft mit einem Ungläubigen. … Stellst du dann den geselligen Umgang mit dem Betreffenden ein?”

Wieder eines der Lieblingsthemen des Sklaven. Wir sind die wahren Gläubigen, wir sind vorbildlich, nur wir sind BESSER als alle anderen. Bist Du kein Zeuge – dann bist Du ein Ungläubiger. Welch grenzenlose Anmaßung! Im Absatz 14 erscheint ein weiterer Dauerbrenner in der JW.Org-Theologie, der BANNFLUCH! EXKOMMUNIKATION! GEMEINSCHAFTSENTZUG. “„Wird heute ein reueloser Sünder ausgeschlossen, sollten wir hinter der Entscheidung der Ältesten stehen “.”

Ein reueloser Sünder ist jeder, der sich einen Partner oder Freund in der „bösen Welt“ sucht oder gewisse Lehren der Organisation offen hinterfragt. Kurzum, ein reueloser Sünder ist jeder, den die Organisation als solchen bezeichnet.

Abs.17: “Gottes Liebe beruht nicht auf Sentimentalität…”. Hier blitzt nun so etwas wie das wahre Wesen der JW.Org auf, soll heißen: “Persönliche Gefühle und Empfindungen sind unwichtig und haben in unserer Gottesanbetung keine Rolle zu spielen!” Eiseskälte, Härte, Strenge sind das Gebot der Stunde. Außerdem soll uns wohl ein Gottesbild vermittelt werden, dass in erster Linie das Richten und Beurteilen verkörpert und nicht die Liebe. Was soll dieser Satz überhaupt aussagen? Dass Mitgefühl und Verständnis zu Sentimentalitäten gehören?

Der letzte Absatz offenbart dann wie immer die Quintessenz des ganzen Artikels: Predigen, Predigen, Predigen. Laufen und rennen von Tür zu Tür – das einzige Anliegen der Organisation.

“„Was war das Ergebnis? Im Predigtwerk wurde viel erreicht. Paulus sagte sogar, die gute Botschaft sei „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden“ (Kol. 1:23). Weil sich auch heute viele aus Gottes vereinter Organisation beim Predigen eifrig einsetzen, wird überall bekannt gemacht, welche wunderbaren Dinge Gott vorhat.”

 

 

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Horst

Lieber Bruder, wie immer habe ich Deine pragmatische Betrachtung mit größtem Interesse gelesen und kann darin nur Wahrheiten finden. Den immer wiederholten Versuch der LK-Selbstlegitimation mit immer wieder denselben Unwahrheiten, und die Drohgebärden gegenüber ihren Untertanen. Das erwähnte “Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2017” gibt noch schöne Beispiele für die “Organisation”: Der Berichtszettel für 2017 wird als Vordruck mitgeliefert. Rund 213 Millionen Dollar für “Vollzeitdiener” sind wohlorganisiert ausgegeben worden. (Bei rund 8,1 Millionen Mitgliedern und einer angenommen  Spende von nur 10,- Euro pro Monat steht dem eine organisierte Spendeneinnahme von rund 1 Milliarde Euro gegenüber), und knapp 2 Milliarden organisierter Predigdienststunden mit über… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, wenn es um Begriffe geht, dann google ich immer gern zuerst die Definition. Organisation ist ein “Werkzeug”. Organisator wird in Wikipedia wie folgt definiert: “Organisatoren sind im Regelfall extravertierte, kontaktfreudige Menschen, die über einen gewissen Einfluss und die Gabe verfügen müssen, sachliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend zu nützen. Ferner ist ausreichendes Verständnis für die unterschiedlichsten Interessen der Beteiligten und Organisationstalent erforderlich.” Gott ist jedoch nicht der, der Zusammenhänge erkennt; Gott ist derjenige, der der Schöpfer jeglicher Zusammenhänge (also: JEGLICHER Zusammenhänge) ist. Gott hat die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung erschaffen. Das  Organisation – als Werkzeug… Weiterlesen »

StillesWasser

Hallo Bruder, danke für den guten Kommentar zum WT-Artikel “In Übereinstimmung mit Gottes Wort organisiert”. Ich hab mir das richtig gut bildlich vorstellen können, wie zwei demütge Riesensterne in Lichtgeschwindigkeit aufeinander zurasen und mit unvorstellbarer Vernichtungskraft aufeinanderprallen, sich selbst und sämtliche Himmelsköper in der “näheren” Umgebung zerstören, und Millionen kleiner Gesteinsbombem in die endlosen Weiten des Universums schleudern. Angesichts dieser Zerstörungskraft und des unvorstellbar großen Potentials, nicht wieder gutzumachenden Schaden anzurichten, habe ich mir so gedacht: Irgendwie doch ein passender Vergleich für diese Organisation. Tatsache ist: Ich werde es wahrscheinlich nie schaffen so demütig wie – naja, sagen wir mal… Weiterlesen »

Wahrheit

Lieber Bruder erstmals Herzlichen Glückwunsch für deinen Artikel!!! Der erst wieder auf den PUNKT GEBRACHT,es ist die ORG die uns leitet und zu denn Wassern des EWIGEN LEBENS führt. Wo ist denn der große Wachstum?  Wo sind die INTERRESIERTEN die die VERSAMMLUNG REGELMÄSSIG BESUCHEN??? Wenn ich alleine nur unsere Versammlung betrachte haben vier ALLGEMEINE PIONIERE !!! Wo sind denn IHRE HEIMBIBELSTUDIEN ??? Warum besuchen die nicht REGELMÄSSIG UNSERE ZUSAMMENKÜNFTE? So viele GEPREDIGTE STUNDEN !!! So viele SPRACHEN an die 800 auf der Jw.org SEITE ??? Wo ist denn nun die große Mehrung bei nur 250000 neuen ZJ  davon sind alleine… Weiterlesen »

Leo

 Hallo BI,

möchte mich dem Kommentar von Störtebeker anschließen.

ich zitiere hier seinen Kommentar:„Wenn jetzt oder auch in Zukunft wieder irgendwelche Beurteilungen, Beschimpfungen und Verunglimpfungen auftauchen, dann denkt bitte an das „wahre Gesicht“. Spr. 16:18,19.“

Warum werden immer wieder Kommentar freigeschaltet die anderen schlechte Beweggründe unterstellen, Beurteilen und verunklimpfen?

LG

Leo

Ömmelchen

Am krassesten finde ich ja Absatz 13. Eingebettet in den hypothetischen Fall eines Vortrags eines Ältesten kommt hier eine weitere Verschärfung des Ächtungssystem daher. Jetzt sollen also auch schon Menschen gemieden – also quasi ausgeschlossen – werden, wenn sie “eine feste Bekanntschaft mit einem Ungläubigen” haben. Also auch, wenn man demjenigen keine Sünde vorwerfen kann. Hallo ? Verlorenem Schaf hinterher rennen ? Jemanden versuchen, mit Milde zurechtzubringen, bevor er eine Sünde begeht (Galater 6:1) ? Nein. Verurteilen. Brandmarken. Ausgrenzen. Nix Liebe.     Und von wegen Vortrag EINES Ältesten. Wenn dem denn so wäre, dass so ein Mist nur den… Weiterlesen »

Hupsi

Genau. Wo sind im Jahrbuch die Ausgaben für anerkannte Opfer in Missbrauchsfällen? In welchem Wachtturm habe ich überlesen, dass wir in die UNO als nichtstaatliche Organisation ein bzw. 2001 wieder ausgetreten sind? Warum sind wir in der Börse seit 2024 nur noch registriert? Und was hatten wir vorher dort zu suchen? Mann eh, ich bin erst seit kurzem bereit, mich – sagen wir mal ” umfassender ” zu belesen. Ist Wahnsinn, wenn man WIRKLICH “ERWACHT”, wo man (also ich) in 24 Jahren eigentlich tatsächlich hingeraten ist… Und ich dachte es sei die “Wahrheit”. Aber die Leute, von denen ich belehrt… Weiterlesen »

Hupsi

Sorry, Druckfehler

seit 2014 statt 2024 🙂

Ömmelchen @ Omma, Mia & Micha

Ihr lieben, lieben Mitschafe ! Ich danke euch für eure lieben Antworten. Das kam genau zur richtigen Zeit. Ich hatte wirklich einen schlimmen Abend und ihr habt mir so gut getan. Vielen vielen Dank dafür.

Rüdiger

  „Was Du gelobst, bezahle!“….       Beim Lesen dieses Studienartikels im Wachturm vom April 2017 lief es mir wieder einmal kalt den Rücken runter. Ich beziehe mich besonders auf Abs. 19 des Artikels:   „19 Gegenwärtig gehören etwa 67 000 Personen zum weltweiten Orden der Sondervollzeitdiener der Zeugen Jehovas. Einige von ihnen sind im Bethel, andere setzen sich auf Baustellen oder im Kreisdienst ein. Wieder andere sind Unterweiser, Sonderpioniere, Missionare, Kongressaal- oder Bibelschuldiener. Sie alle legen ein Gehorsams- und Armutsgelübde ab. Damit erklären sie sich bereit, alle Zuteilungen zu erfüllen, die ihnen zur Förderung der Königreichsinteressen übertragen werden, sowie… Weiterlesen »