Eine private Antwort auf die Broschüre “Komm zurück zu Jehova”

Broschüre.001Die Broschüre “Komm zurück zu Jehova” beginnt mit einem Brief der „Leitenden Körperschaft“ der Zeugen Jehovas an mich. Ich habe diesen Brief und die folgenden Ausführungen in der Broschüre aufmerksam gelesen. Diese Broschüre wurde mir von einer Glaubensschwester übermittelt, die ich nun schon einige Jahre gut kenne. Ich bin ihr nicht böse. Sie weiß es nicht besser.

Aber zurück zur Broschüre: Sie ist ja an alle gerichtet, die sich von der JW.ORG ganz oder teilweise zurückgezogen haben. Man fühlt sich verpflichtet, nach den verlorenen Schafen zu suchen, und man bittet sie eindringlich, zu Jehova zurückzukehren. Man unterstellt mir, mich von meinem Gott entfernt zu haben. Man unterstellt mir Schuldgefühle, nicht bewältigte Probleme mit anderen, man macht vielleicht Sorgen des Lebens für das Zurückziehen verantwortlich oder Zerwürfnisse und einen Verlust des Glaubens.

Aber das alles trifft auf mich nicht zu! Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich nicht bösartig vom Weg abgewichen bin! Das möchte ich nun erläutern.

“Nach dem Verlorenen werde ich suchen“

Das ist die Überschrift des ersten Kapitels. Es wird ausgeführt, dass Jehova nach verlorenen Schafen sucht, und man bezieht sich auf Hesekiel 34:12: “Gemäß der Fürsorge jemandes, der seine Herde weidet an dem Tag, an dem er kommt, um inmitten seiner Schafe zu sein, die weithin ausgebreitet [zerstreut] worden sind, so werde ich mich meiner Schafe annehmen; und ich will sie aus allen Orten befreien, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und dichten Dunkels.”

An der Tatsache, dass Jesus in Gottes Auftrag seine Schafe sucht, besteht nicht der geringste Zweifel! Das ist für mich eine eigene Erfahrung geworden. Aber sagt mir bitte, ihr lieben Brüder in der Vorstandsetage, wie das auf mich zutreffen soll? Ich bin nie ein verlorenes Schaf gewesen; ich habe meinen Glauben über 50 Jahre mit der Hilfe des Geistes Gottes bewahren können; ich habe meine Glaubensprüfungen und Krisen mit Hilfe Gottes überstanden; ich bin “aus allem siegreich hervorgegangen”. Also: Ich fühle mich nicht als verlorenes Schaf!

Ich möchte aber auf den Hesekieltext zurückkommen: Wie der Zusammenhang ganz deutlich zeigt, waren die menschlichen Hirten schuld daran, dass Schafe zerstreut wurden. Sie haben mit Härte und Habgier über die Herde Gottes geherrscht, so dass die Schafe zerstreut wurden (Hes. 34:2-6).

Wenn es für mich im Leben ein Problem gab, dann war es das Verhalten der führenden Brüder, dann war es ihr Mangel an Wahrhaftigkeit und das Übermaß ihrer Selbstsicherheit. Durch wirkliches Bibellesen und durch die erneuernde Kraft des Geistes Gottes habe ich so manches als falsch erkannt. Aber es waren nicht zuerst die neu gewonnenen Einsichten in die Heilige Schrift, sondern eine verlogene Moral, die mich gezwungen hat, mich zurückzuziehen, denn

“glücklich ist, wer sich nicht selbst ins Gericht bringt durch das, was er billigt” (Röm. 14:22b).

Ich billige eure Aktivitäten in Sektenkartellen, in politischen Organisationen und in dubiosen Bankgeschäften nicht! Das hat zuerst eine Trennung zwischen mir und euch bewirkt! Ich habe mich nicht von meinen Geschwistern abgewandt.

Ihr fragt: “Warum sucht Jehova nach dir und lädt dich ein, zu ihm zurückzukommen?” Diese Frage trifft auf mich nicht zu. Ich fühle mich meinem Gott sehr nahe. Das ist eine Gewissheit, die gerade in den letzten Jahren in mir gewachsen ist. Was sollte ich daran ändern?

“Ängste und Sorgen”

So ist das zweite Kapitel überschrieben. Ihr führt die Sorgen des Lebens und Ängste an, um auf die Gefahr hinzuweisen, die daraus für den Glauben entstehen könnte. Das ist richtig! Aber ich habe weder bei mir noch bei anderen aus meinem Bekanntenkreis das als Ursache für den Rückzug gefunden. Angst allerdings war schon im Spiel. Aber diese Angst ist von euch instrumentalisiert worden, weil ihr “anspornen” wollt, weil es um den “Betrieb” und nicht um die Menschen ging.

Es wird Elia angeführt, der eine Depression hatte. Wohlgemerkt: Eine Depression! Er hat seinen Glauben an Jehova nicht verloren, er hat sich von seinem Gott nicht zurückgezogen. So gesehen, trifft das von euch aufgeworfene Problem nicht einmal auf Elia zu.

Ihr schreibt: Was wäre in deiner Situation ein erreichbares Ziel? Du könntest dir zum Beispiel vornehmen, eine Zusammenkunft zu besuchen.”

Ich besuche noch Zusammenkünfte, wenn es auch weniger wird. Warum wird es weniger? Ich will es offen sagen: Es wird weniger, weil das Programm aus abgespielten Stücken besteht. Es hat großenteils die Kraft und den Geist verloren, den es vielleicht einmal hatte. Ich sehe den Zustand meiner Geschwister und bin schockiert, wie wenig sich vom Programm positiv auf sie auswirkt. Sie sind in der Mehrzahl einfach unerquickt. Sie können die logischen „Bocksprünge“ eurer “theologischen Lehrmeinungen” größtenteils nicht nachvollziehen und suchen manchmal die Schuld dafür bei sich selbst.

Wenn ich eine Zusammenkunft besuche, dann will ich erbaut und in der Liebe gestärkt werden. Dann will ich den Geist spüren, der unter Brüdern üblich ist. Dann will ich nicht leer zu Hause ankommen und mich fragen, warum ich zu einer Zusammenkunft gehe, die nur von Imperativen, Forderungen, Zielen, Ansporn und nochmals Ansporn lebt. Die Dienstzusammenkünfte wirken auf mich wie ein Motivationstraining bei Bankleuten. Warum ist euer Programm so blutleer? Warum erreicht es häufig die Herzen nicht? Warum sehen alle so aus, als ginge sie das nichts an? Warum werden nur Kommentare zugelassen, die man ohnehin schon gedruckt vor sich sieht. Warum … So könnte ich fortfahren!

Lese ich aber die Bibel und bete ich darüber, dann geschehen Momente, wo ich vor Freude weine, wo ich wirkliche Einsichten in meinen Glauben gewinne, wo meine Hoffnung wirklich gestärkt wird, und ich mich frei und von Gott angenommen fühle. Sagt selbst, ob ihr solche Momente kennt. Und dann verlangt ihr von mir, dass ich mich weiter eurer Propaganda unterwerfe?

Ich gerate natürlich in einen Zwiespalt. Auf der einen Seite steht das von euch zu verantwortende blutleere Programm und auf der anderen Seite meine treuen Geschwister. Ihnen zuliebe komme ich noch in die Zusammenkünfte, aber es ist nicht euer Programm, was mich noch zieht. Es ist nicht euer Programm, was mich im Glauben stärkt. Es ist Jesus Christus, der gemäß einer Bemerkung Pauli im Hebräerbrief “der Vervollkommner unseres Glaubens” ist. Hier könntet ihr meinen, dass ich zu hohe Ansprüche hätte oder einfach nur stolz bin. Meine Ansprüche sind nicht höher als die von Paulus, der an die Brüder in Palästina um 61 schrieb:

“Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise.” (Hebr. 5:12).

Das ist der Zustand der Herde! Es dominiert der Milchbrei! Er ist eine Folge eures Programms, das sich über die Jahre immer nur wiederholt. Und für alle Probleme habt ihr nur ein Rezept: Matthäus 6:33. Habt ihr das schon einmal ohne Vorurteil gelesen? Da steht nämlich, was ich schon lange tue: “So sucht dann zuerst Gottes Königreich und seine Gerechtigkeit, und alle diese Dinge werden euch hinzugefügt werden.”

Es ist gut, dass ihr diese Stelle erwähnt. Von dieser Suche nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit habe ich mich nie entfernt. Aber in eurem Verständnis beinhaltet der Text ja nur den Ansporn, zu predigen, zu predigen und zu predigen. Das ist euer Rezept gegen Seichtheit im Programm, gegen Zweifel an euch?

Verletzte Gefühle

Das ist das dritte Kapitel. Und ich möchte es gleich deutlich sagen: Ich bin nicht aus der Bahn geworfen worden, weil mich meine Geschwister in der Versammlung enttäuscht oder verletzt hätten. Das zuzulassen würde am Christentum wirklich vorbeigehen. Nein, diese Macht gestatte ich Menschen nicht über mich. Ich habe immer getan, was ihr empfehlt: Lassen wir nichts und niemand einen Keil zwischen uns und Jehova treiben.”

Ich hätte hinter diesen Satz noch ein Ausrufezeichen gesetzt. Und ihr führt auch Jehova als gutes Beispiel an, wenn es darum geht, den Groll zu beherrschen oder ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen. Ich hege keinen Groll! Denn mir ist der Friede Gottes zu kostbar, um ihn durch Ärger und Verbitterung zu stören! Es ist mein tiefer Wunsch, mit allen Menschen Frieden zu halten. Ich will keinem etwas vorwerfen, was sowieso menschlich ist. Aber ich versuche, eine klare und kompromisslose Haltung in Bezug auf Gerechtigkeit und Anständigkeit zu haben. Ich werde Menschen nicht verurteilen, aber schlechte Taten (auch meine eigenen) werde ich nicht gutheißen!

“Schuldgefühle”

So habt ihr das vierte Kapitel überschrieben. Ich habe keine Schuldgefühle, wenn ich auch nicht ohne Schuld bin. Ich falle unter das allgemeine Urteil, und ich stimme mit dem ganzen 1. Johannesbrief überein. Kein einziges Wort möchte ich missen. Ich will mit allem Sein begreifen, was es bedeutet, durch das Opfer Jesu von allen Schuldgefühlen frei geworden zu sein.

Ihr schreibt: Jehova möchte nicht, dass du weiter unter einem schuldbeladenen Gewissen leidest.”

Ihr empfehlt, dass man sich an die dafür geschulten Ältesten wendet, und ihnen die Sünden bekennt. Das einzige, was ich bekennen könnte, wäre die in euren Augen begangene Sünde, selbst recherchiert und nachgedacht zu haben. Gerade das hattet ihr im September 2007 strikt verboten.

Ich war immer davon überzeugt, dass ich nur mit einem guten Gewissen vor Jehova leben kann! Und ich habe mich dementsprechend verhalten. Ich kann mich daher nicht als der “verlorene Sohn” sehen, weil ich meinen Vater im Himmel nie verlassen habe. Ich habe ihm keine Sünden zu bekennen, die ich vielleicht verheimlicht hätte. Ich sagte es schon: Mein Gewissen ist in dieser Hinsicht rein. Und ich weiß es von anderen, die sich nach eurer Meinung von Gott zurückgezogen haben, dass es ihnen ebenso geht.

“Zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückkommen”

Ich kann, soweit es meinen Fall angeht, nicht erkennen, wo ihr bei mir ein Problem seht. Aber so wie ein Staubsaugerverkäufer seine Ware anpreist, so redet ihr Menschen zu, die euch angeblich am Herzen liegen. Ihr wollt sie zurückholen in eine Organisation, die sich durch ihre Früchte als bedenklich erwiesen hat. Aber das wollt ihr nicht wahrhaben, denn ihr behauptet ja, dass es Gottes eigene Organisation sei. Und ihr behauptet, dass ich mich verirrt und diese Organisation verlassen hätte. Aber ich habe Gott nicht verlassen. Ich bin von seinen Wegen nicht abgeirrt. Wo seht ihr das Problem? Ihr seht es hier: Es ist die Organisation, die wie ein Götzenbild dasteht. Davon bin ich allerdings “abgeirrt”. Es war die Einsicht aus der Bibel, dass dieses von Rutherford geschaffene Gebilde eben nicht Gottes Werk ist! Das ist aber für viele Menschen kein Hindernis gewesen, Gott näher zu kommen.

Habt ihr schon gelesen, was Jesus in der Offenbarung an seine Versammlung schrieb? Ihr wisst doch, dass sich seine Kritik auf diese Tage bezieht. Sagt doch bitte nicht immer wieder, dass sich diese Kritik auf “die anderen” bezieht. Sie gilt auch euch!

Wäre es denn so schwer, die wahren Gründe für den anschwellenden Exodus aus der Organisation zu finden? Lägen wir euch wirklich am Herzen, dann würdet ihr darauf reagieren. Wir verlangen nichts Unrechtes. Wir erwarten Wahrhaftigkeit, Respekt vor dem Gewissen und den Mut, Probleme mit dem Geist Gottes zu lösen. Ich möchte euch noch einmal zitieren:

“Sobald du Jehova wieder dienst, werden auch deine geistigen Bedürfnisse gestillt (Mat. 5:3)”

Ihr werdet schon erkannt haben, dass dies nicht unser Problem ist! Wir haben nicht aufgehört, Gott zu dienen. Allerdings müssten wir uns noch auf den Begriff “Dienst” einigen, denn ich fürchte, dass ihr darunter nur das Verbreiten des Evangeliums versteht. Für mich gehört viel mehr dazu: Das ganze Leben soll gemäß Römer 12:1 ein Dienst für Gott sein.

Ihr habt euch viel Mühe mit der Broschüre gemacht, aber sie trifft weder auf mich noch auf das eigentliche Problem zu. Soll ich euch nun dafür danken, dass ihr so scharf am Ziel vorbei gerannt seid? Ihr wolltet mich auffordern zu JW.ORG zurückzukehren, obwohl der Titel der Broschüre ein anderer ist, nämlich “Komm zurück zu Jehova”. Und bei meinem Vater im Himmel bin ich trotz aller Schwierigkeiten geblieben. Dafür sage ich nur Jehova durch Jesus Christus dank! Ehrlichkeit hätte einen anderen Titel gesetzt: “Komm zur Organisation zurück”.

Ich muss euch noch vorwerfen, dass ihr mein Vertrauen missbraucht habt. Ihr habt mein Vertrauen verspielt, und es nützt nichts, wenn ihr darum bittet, zurückzukommen. Als David zweimal beinahe mit dem Speer an die Wand gespießt worden war, floh er vor Saul. Er kehrte nicht zurück, als Saul ihn unter Tränen darum bat. Ein einmal missbrauchtes Vertrauen kann man so nicht zurückgewinnen. Dazu ist auch kein Anbeter Gottes verpflichtet.

Und so nehme ich an, dass sich eure Broschüre an die wirklich verlorenen Söhne wendet. Aber das ist kein neues Problem. Ich weiß aber, dass Jehova und Jesus nach ihnen suchen. Es kommt da nicht so sehr auf diese Broschüre an.

 

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LuRa

Ein hervorragender Artikel!!! Wir gehen seit ca. 3 Jahren nicht mehr in die Versammlung, betrachten aber die Literatur. Bei der Broschüre hatten wir die gleichen Gedanken. Toll. Dazu noch ein Gedanke. Das es Brüder und Schwestern gibt, die wegen der vielen unlogischen, unbiblischen und menschen verachtenden ( z.B. Kontaktverbot/ zwei Zeugen Regelung) Regeln und Anweisungen nicht mehr kommen, wird einfach nicht erwähnt. Warum auch, es gibt bei der Organisation nur die “Wahrheit”, dass heißt, die “absolute Wahrheit”. So streut man wieder Dummpulver und (fast) keiner merkt es. Ich muss schon sagen, die haben`s drauf! Da können die anderen Religionen und… Weiterlesen »

Catherine

Genialer Beitrag!
Ich wünsch mir manchmal auch so gekonnt in Worten meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Andre

Hallo BI,
ein ganz toller Artikel !! Und so logisch, einfühlsam geschrieben. Bin gespannt, ob ich auch so ein Heftchen
Anonym im Briefkasten finde werde.
LG
Andre

Horst

Einfühlsamer, logischer und konsequenter Kommentar.
Meine pragmatische Schlussfolgerung:
Die Broschüre ist ein JW.Org-Instrument zur Wiederherstellung von Mitgliederzahlen.
Geschaffen von Statistik-Hardlinern und Marketing-Experten wie in der Lebensmittel-, Möbel-,
Elektronik- und Autobranche.
Echtes menschliches Interesse finde ich bei Ex-Geschwistern, die mich nach wie vor grüßen und auch mit mir sprechen.
Der Tenor der Broschüre bewegt sich jedoch zwischen Angstmache und dem Einreden von Schuldgefühlen.
Diese Autoren haben Jesu Worten niemals richtig zugehört…..

Omma

Danke für diesen guten Artikel!!! Ja, auch uns ist es so ergangen, dass wir Tränen der Rührung beim Lesen der Bibel vergossen haben. Wir fragten uns dann, ob das auch beim Lesen des WT geschehen ist, NEIN, mussten wir feststellen. Wir hatten auch während unserer ganzen Zugehörigkeit in der WTO schwere Depressionen. Jetzt, nachdem wir die JW.ORG. verlassen haben, verspüren wir einen wunderbaren Frieden und auch die Depressionen sind verschwunden. Johannes 14:27 (NGÜ) 27 Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Lasst euch durch nichts ´in… Weiterlesen »

O.W.Schade

BALSAM FÜR DIE SEELE! Lieber Artikelschreiber, der Artikel ist wirklich Balsam für die Seele. Die Unterscheidung zwischen Jehova und der Organisation ist nicht nur Gold wert, sondern eben auch heilsam für die geschundene und mit Füssen getretene Zeugen-Seele. Oder wie es O83 so bemerkenswert auf den Punkt gebracht hat: Glauben=Ja und Religion=Nein! “Der Glaube, der auf Autorität beruht ist kein Glaube. Die Bedeutung der Autorität ist das Maß für den Verfall der Religion, das Maß dafür, wie sehr der Geist bereits aus ihr entwichen ist” (R. W .Emerson) Die eigentliche Wahrheit kann von JW.ORG nicht länger vertuscht werden: Der Geist… Weiterlesen »

Micha

Liebe Glaubensgenossen Dieser Artikel trifft genau ins Schwarze. Vielen Dank lieber Autor, vielen Dank Bruderinfo! Mit dieser Publikation kommt der Wolf wieder mal im Schafspelz daher. Auf den Seiten 4 und 5 hätte es sich geradezu angeboten, den vortrefflichen Hirten, Jesus Christus, zu erwähnen (Joh. 10:11), aber nichts dergleichen. Die Überschrift zu Kapitel 2 lautet……ÄNGSTE UND SORGEN-Druck von allen Seiten…… Anmerkung von mir: Der starke Druck, den die WTG auf die Gläubigen ausübt wird natürlich verschwiegen. Zum Bild auf Seite 7 gehört die Frage……Erwartet Jehova mehr von uns, als wir tun können?…… Meine Antwort: Jehova nicht, sehr wohl aber die… Weiterlesen »

Tommy

An den Schreiber:
trifft natuerlich und ist sehr bissig.
Walk it how you talk it.
Tommy

Anna

Lieber Autor, liebe Schwestern und Brüder, vielen Dank für die vortreffliche Analyse dieser Broschüre. Ja es ist „Brei“ den man in den Zusammenkünften vorgesetzt bekommt. Du scheinst schon lange ein Zeuge Jehovas zu sein. Ich persönlich denke nicht, dass es früher eine bessere Belehrung gab. Ich für meinen Teil habe es nicht bemerkt oder wollte es nicht merken. Ich meine auch, dass die Organisation nie den Segen Jehovas hatte. Vielleicht ist es dir ja möglich ein paar konkrete Beispiele zu geben was früher besser war bzw. worin du für die Organisation einen Segen siehst. Wohlgemerkt ich meine nicht den Segen… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben, der Artikel bringt es gut auf den Punkt. Auch in dieser Broschüre – beginnend beim Titel – gibt es reichlich JW.ORG-“Lingo”, der dechiffriert werden muß: “Komm zurück zu Jehova” – aufgrund der Gleichsetzung der JW.ORG mit Jehova bedeutet dies “Komm zurück zur JW.ORG” – “Unterordne dich aufs Neue unserem Diktat” – “Werde wieder unser demütig/gehorsamer Befehlsempfänger”. Allein dieser Titel verrät die egozentrisch/megalomane Geisteshaltung, die diese Organisation von eigenen Gnaden wie ein Pesthauch durchweht: Zur JW.ORG kommen ist für diese Leute gleichbedeutend mit “zu Gott kommen”. Sodann die Festlegung, daß jeder, der die JW.ORG verläßt, damit auch automatisch Gott… Weiterlesen »

Gerd

Es ist mir förmlich ein Bedürfnis, nicht nur den Autor des Artikels zu dessen Inhalt zu loben, sondern auch die Kommentatoren (männlich und weiblich, versteht sich) danach. Es wurde immer angenommen, wer sich in eine Sekte fischen ließ, dem mangelt es bestimmt an entsprechendem IQ, oder volkstümlich gesprochen, an Gehirnschmalz. Wer aber den Artikel droben und die Beiträge danach in einem Zug durchliest, begegnet Leuten mit literarischem Talent, die sich nicht nur in gehobenem Deutsch artikulieren können, sondern auch zwischen dem Genitiv und Dativ zu unterscheiden wissen! Wenn uns auch höhere Ausbildung untersagt wurde, geistig Unterbelichtete seid ihr nicht, im… Weiterlesen »

Micha

Lieber Autor Zitat aus Deinem Kommentar:…… “Natürlich sind die Verhältnisse in unserer Gesellschaft ein idealer Nährboden für psychische Erkrankungen, aber wenn dann noch in der Versammlung zusätzliche Lasten aufgeladen werden, dann wird es richtig schlimm.”………Ich möchte etwas zu Deinem Passus “zusätzliche Lasten” hinzufügen. Vor Jahren kam in unserer Buchstudiengruppe eine kontroverse Diskussion darüber auf. Ein paar Brüder beschwerten sich ganz, ganz vorsichtig über die zunehmende Vereinnahmung durch Zusammenkünfte aller Art und zogen den Nutzen einer solch überzogenen Studierwut in Zweifel. Der Studienleiter argumentierte dem sinngemäß entgegen:….. Die Welt nimmt unsere Brüder und Schwestern immer mehr in Beschlag. Dem müsse entgegengewirkt… Weiterlesen »

Johannes

Lieber Gerd. Auch mir fällt da eine Frage ein die mir jemand gestellt hat: Warum gehen Armeisen nicht in die Kirchen? Sie gehen nicht weil sie ja In sekten sind. Ein guter Vergleich von ferngesteuert sein. Du bist nichts. Dein Volk ist alles. Zitat Adolf Hitlers. Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert, dass die Mächtigen das Fürchten lehrt. Wo die Teufel Lügen sähen, liegt es an uns zu widerstehen, heut und hier.

Liebe Grüsse an Euch alle. Der Johannes

Dan

Lieber BI, dein Artikel hat mich sehr berührt – die Art der Aufarbeitung und die daraus zu ziehenden Schlüsse kamen mir sehr bekannt vor. Auch ich hatte kurz nach dem BZK im Juli eine solche Broschüre in meinem Briefkasten. Beim Lesen kamen mir zu nahezu allen aufgeführten Punkten die gleichen Gedanken wie dir. Spätestens bei Punkt 2 (Ängste und Sorgen) angekommen, war mir klar in welche Richtung es gehen sollte – mal wieder um das Thema Schuld! Habe ich dem Druck nicht standhalten können, oder besser gesagt, sollte ich geistig zu schwach gewesen sein? Ich nahm eine Selbstprüfung vor und… Weiterlesen »

Fox

Guten Morgen Bruder Autor, guten Morgen an alle, vielen Dank für deine Ausführungen, für deine offenen Worte, für den Blick in dein Herz. Würde mir die Frage vorgelegt, ob ich mich aus Kummer und Gram über die Geschehnisse zurückgezogen hätte – ja, ein ganz klares Ja! Und kein Mensch kann nachvollziehen, wie sehr ich diesen Jehova dafür gehasst habe, denn ich habe als stets strebende Zeugin Jehovas ebenfalls diesem Denkprozess unterstanden, die Organisation mit Jehova gleichzusetzen. Ich war 14 als viele meiner Klassenkameradinnen wie ich für unseren Bio-Lehrer schwärmten. Was für ein Lehrer! Es waren keinerlei sexuelle Phantasien dahinter, nein,… Weiterlesen »

Ordnungszahl 83 (kristallin)

Ich habe mir die hier geposteten Kommentare, bzw. die darin enthaltenen traurigen Geschichten durchgelesen, und möchte mich nach langem Ringen doch dazu äußern. “Ringen” deswegen, weil ich so gesehen nichts produktives dabeisteuern kann, aber Eure Offenheit, (Fox, Enidan, Matthäus, und autor [um einige zu nennen]) gehört trotzdem gewürdigt und gedankt. Die wachtturmschleimverklebten Augen sehen nicht klar. Verschwommene Farben und der daraus resultierende Versuch, vielleicht ja doch Formen zu erkennen, ja vielleicht sogar notfalls zu erdenken, verzerren die Realität in eine Scheinwelt. Blindheit ist die Folge. Aber nicht eine, die die Augen betrifft, sondern eine, die die Gefühle betrifft. Wenn Wissen… Weiterlesen »

Bird an Alle

Guten Abend,

mir ist seit einiger Zeit schon diese Broschüre aufgefallen. Es heißt doch, komm zurück zu Jehova.
Warum ist am Titlebild aber Christus als Hirte zu sehen?

Lg
Bird

Argentum an O83

Lieber O 83, danke für Deinen lieben Kommentar. “Über das Schreiben erobere ich mir meine Souveränität zurück, kalibriere mein Wertesystem, ersetze die Vergangenheit durch etwas, was mir die Zukunft ebnet. Deswegen neige ich auch zu diesen Albernheiten (Wachtturmkäfer etc.), den Wortspielen und dem Sarkasmus. Wenn man sich über etwas lustig macht, erniedrigt und entwertet man es. Ich wurde mein ganzes bisheriges Leben von pseudoreligiösem Gedankengut unterjocht, mein Hirn wurde mit Exegese-Müll (607, Gesalben-Übermenschen, Volk Gottes) gefüllt und mein Herz mit falschen Gefühlen (Dankbarkeit, Loyalität, Devotion im Gewand von Demut) vollgepropft” Bei mir waren es ” nur ” 10 Jahre (… Weiterlesen »

Argentum an O83

Lieber O83, es ist immer wieder sehr erfreulich, von Dir zu lesen, einerseits durch Deine besondere Form mit Sprache umzugehen andererseits bringst Du mich doch dazu, in unbekannten Gefilden zu Stöbern! Durch den Hinweis auf die Verfechter der flachen Erde, bin auf einigen äußerst interessanten Seiten gelandet, die ich bisher (aus zugegebenermaßen schnöden) Ignoranz heraus immer als ” Firlefanz” abgetan, aber jetzt mit großem Interesse gelesen habe. Es geht um die Theorie des Innenweltkosmos. Und anscheinend ( soweit mein bescheidenes physikalischens Verständnis es erfaßt) ist diese Theorie auch noch nicht widerlegt. Ein sehr interessanter Ansatz. Werde wohl eine Zeitlang damit… Weiterlesen »

Argentum an O83

Lieber Bismut, das Zitat ist aus dem Film ” Indiskretion” ( mit Cary Grant). Ich liebe diese alten Filme, besonders in der Winterzeit. Ist kein aufregender Film, aber mit feinem Humor und schön altmodisch! Winterzeit ist auch Zeit für Süßigkeiten, also her damit! Mein Favorit sind Zartbitterlebkuchen, aber Dominosteine sind auch sehr Lecker. Weihnachten ist nicht sehr biblisch, aber die Nebenwirkungen können sich schon sehen lassen. 🙂 Die Bemerkungen von Barnabas und Dir über die Apokryphen haben mich schon neugierig gemacht. Besonders Deine Beschreibung dazu in 60 Sekunden! ( so gesehen muß man sich schon Fragen, ob manches nicht schlicht… Weiterlesen »

erwachter Sünder an alle "Apokryphen-Leser"

Liebe Glaubensgeschwister, mein Kommentar ist besonders an die „Apokryphen-Leser“ gerichtet. M.E. sollte man die Apokryphen nur mit Vorsicht lesen, vielleicht ist es vernünftiger diese nicht zu lesen ( ich lese sie nicht mehr, nachdem ich unbiblische Lehren entdeckte ). Zum Thema Apokryphen möchte ich Euch nun einiges bedenkenswertes mitteilen. Auszugsweise aus: „Was nicht in der Bibel steht – Apokryphe Evangelien des Neuen Testaments“ von der Deutschen Bibelgesellschaft Zitat: „Bei den Apokryphen des Neuen Testaments handelt es sich um Texte, die nie allgemein in der Kirche Verwendung fanden – Evangelien und Geschichten, die unter dem Namen eines Apostels überliefert werden, aber… Weiterlesen »

erwachter Sünder an O83 und alle

Liebe BI-Gemeinde, noch eine Ergänzung zu den Apokryphen. Die Apokryphen enthalten märchenhafte Aussagen, die den “kanonischen” Schriften nicht nur widersprechen, sondern sogar in sich selbst widersprüchlich sind. In den beiden Makkabäer-Büchern beispielsweise wird an drei verschiedenen Stellen der Tod von Antiochus Epiphanes angesprochen und dreimal kommt er auf unterschiedliche Weise zu Tode. Möchte noch einen weiteren Gedanken erwähnen. Wenn unser allmächtiger Gott Jahweh gewollt hätte, dass wir die Apokryphen lesen, studieren, hätte Er dann nicht dafür gesorgt, dass diese in allen Bibeln (zumindest in den meisten Bibeln) vorhanden wären?? Unser barmherziger Gott hat uns aus dem Gefängnis der WTO und… Weiterlesen »

Argentum an O83

Lieber Bismut, was Du alles weißt (Euripides, Phainomena…)! ( Wo ist der Smilie mit der Schamesröte?) Ich freue mich, ich lern so gern dazu. Danke! 🙂 Ja der liebe Paulus, ich habe erst richtig Frieden mit ihm geschlossen, nachdem ich hier auf BI einen Artikel gelesen habe, indem sehr informativ über den 1. Timotheus Brief und seine vermeintliche Frauenfeindlichkeit geschrieben wird. Dieses Hintergrundwissen hilft sehr, das Bild von Paulus geradezurücken! Die WT- Literaten haben aus seinen Ratschlägen ja auch gleich Gesetze gemacht. Siehe: “nur im Herrn heiraten.” Auch diesbezüglich muß das Licht wieder heller geworden sein. Sogar ich kann mich… Weiterlesen »

Klaus Karl@Ordnungszahl 83 (kristallin)

Hallo Ordnungszahl 83 (kristallin),
Danke für die Antwort.Vielleich ziehlen die 7 ja darauf hin,nur denke ich reicht ihre Denkfähikeit nicht soweit.Wie ich schon schrieb niemand ist ganz unnütz nicht mal die 7,sie können noch als abschreckendes Beispiel und zur Belustigung dienen.Sprotten die sich als Wahle aufspielen.
LG
Klaus