Die Endzeitrede Jesu,

»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.

Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe der große Tag der Offenbarung des Herrn kommt. Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden. Apostelgeschichte 2:17-20

Die letzten Tage 2.001

Christi Prophezeiung über die „letzten Tage“ ist laut Bibelgelehrten “einer der am meisten missverstandenen Passagen der Bibel”. Mit der „Endzeitrede“ sind die Vorhersagen Jesu aus Mat. 24; Mar 13 und Luk. 21 gemeint. Gemäß Evangelienkontext wird in dieser Rede in erster Linie von den “Letzten Tagen DES JÜDISCHEN ZEITALTERS” gesprochen. Andere sehen in dieser Rede eine Beschreibung der Zustände einer Zeitperiode bis zum zweiten Kommen Jesu Christi oder auch beides. Jehovas Zeugen sehen die Erfüllung dieser Ereignisse als Beweis der unsichtbaren Gegenwart Christi seit 1914 im Himmel.

Um diesen nicht immer klar ersichtlichen Kontext der “Endzeitrede” zu verstehen gilt es einige Dinge vorab zu klären. Was ist unter dem Begriff, „die letzten Tage“ oder „der Tag des Herrn“ zu verstehen?

LINK zum Video:  https://www.youtube.com/watch?v=aSaovEhR300

Der herkömmliche Gebrauch des Wortes „Tag oder Tage“ wird in der Bibel auch für bestimmte Zeit-Perioden gebraucht. Der Begriff „dieser Tag” kommt oft in den Propheten und im N.T. vor, wo er z. B. auf den Tag des Messias hinweist. Tatsächliche spricht die Bibel von verschieden Zeitperioden im Zeitenplan Gottes.  Z. B. Die Tage des Gesetzes und der Propheten“, welche sich von der Gesetzgebung bis hin zum Kommen des verheißenen Messias erstrecken. So spricht Paulus davon in Hebräer 1:1 davon, dass Gott am „Ende dieser Tage“ (dem Ende des jüdischen Systems) zu uns geredet hat durch seinen Sohn. Dies leitete den Tag des Messias ein. Aber er wurde verworfen und seine Herrschaft zeitlich hinausgeschoben.

Oder Der Tag der Gnade“, eine Zwischenperiode, in welcher die Christengemeinde herausgerufen wird. Der Herr Jesus bewirkte die Erlösung, fuhr auf zum Himmel, und sandte den Heiligen Geist hernieder. Von dieser Zeit sagt er: „An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch” Johannes 14:20

Auch “der Tag des Messias, wenn er wiederkommt, um zu richten und zu herrschen. „Der Tag ist nahe” Römer 13:12 „Der Tag wird es offenbaren” 1. Kor. 3:13.Er wird auch „der große Tag” genannt. Die Könige des ganzen Erdkreises werden sich „versammeln zu dem Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen” Offb. 16:14. Dieser Tag wird ebenfalls „der Tag Christi” oder „der Tag Jesu Christi” genannt.

Wenn Jehovas Zeugen von den „letzten Tagen“ sprechen dann meinen sie die Zeitperiode ab 1914, die mit Harmagedon, der Schlacht Gottes, ihren Abschluss finden soll. Diese Zeitperiode seit 1914 sei gekennzeichnet durch das Auftreten von Kriegen, Katastrophen und moralischem Verfall unter dem direkten Wirken des Teufels und seiner Dämonen, aber auch durch das weltweite “Predigtwerk” obwohl es keinerlei biblische Grundlage dafür gibt, dieses Ereignis exakt in diesen Zeitrahmen zu legen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch “vom Abschluß (synteléia)des Systems der Dinge (aiōnos)” aus Mat 24:3, was als eine Abschluss-PERIODE/EPOCHE gedeutet wird.

Sämtliche Historiker stimmen darin überein, dass es zu allen Zeiten der Menschheits-geschichte – bis weit zurück in die Antike – “Letzte Tage/Endzeitstimmungen” gegeben hat. Zu allen Zeiten gab es „Endzeitprediger“ die mit ihren Endzeiterwartungen versuchten Menschen für ihre Zwecke und Ziele zu missbrauchen.

Deshalb möchten wir hier diese Endzeitlehre von einigen Endzeitpredigern wie auch Jehovas Zeugen unvoreingenommen untersuchen, ohne dabei selbst Dogmatisch zu sein. Es geht um den Versuch die Worte Jesu richtig einzuordnen und auch mit den übrigen Aussagen bezüglich der „letzten Tage“ oder „Zeit des Endes“ oder „Zeiten der Nationen“ in Einklang zu bringen.

UND ES WIRD GESCHEHEN IN DEN LETZTEN TAGEN

Der Apostel Petrus prophezeite: UND ES WIRD GESCHEHEN IN DEN LETZTEN TAGEN, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werdeApostelgeschichte 2:17

Bei näherer Betrachtung dieser von Petrus aus Joel zitierten Prophezeiung ist zu erkennen, dass die Zeitperiode der „letzten Tage“ also die „letzten Tage“ schon im ersten Jahrhundert begannen! Warum kann das gesagt werden?

Bei der Ausgießung des Geistes zu Pfingsten 33 u.Z. wies Petrus darauf hin dass dieses Ereignis durch Joel vorhergesagt wurde, und damit befanden sich die Apostel schon im Jahre 33 u.Z. am Beginn der „letzten Tagen“ Aber die weiteren Worte der Prophezeiung Joels: „Und ich werde Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und qualmender Rauch; die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt“, hatten sich damals noch nicht erfüllt, obwohl sie mit zu den Zeichen der „letzten Tage „ gehörten..

Aufgrund dieser Tatsache, und noch weiterer, die wir noch anführen werden, kann man schlussfolgern, dass es sich bei den „letzten Tagen“ um eine Zeitperiode handeln muss, die damals im ersten Jahrhundert ihren Anfang (Anfangszeit) nahm und über unsere Gegenwart hinaus noch bis zur wirklichen Wiederkunft Christi andauern wird.

Einfach gesagt: die „letzten Tagen“ beziehen sich nicht nur auf eine Zeitspanne im 1. Jahrhundert und auch nicht auf eine kurze Zeitspanne in unserer heutigen, z. B. ab 1914 , sondern sind eher eine ununterbrochene durchgehende Zeitperiode etwa von der Zeit der Himmelfahrt Jesu bis zur Zeit seiner zweiten Wiederkunft, dem Tag des Herrn!

Diese Schlussfolgerung wird auch von der sogenannten Endzeitrede Jesu gestützt, wenn man sie nur aufmerksam liest.

Die Endzeitrede Jesu

Sie ist in den synoptischen Evangelien Matthäus 24, Lukas 21 und Markus 13 aufgezeichnet. Diese Endzeitreden in den einzelnen drei Evangelien müssen in der Summe ihrer Aussagen alle miteinander betrachtet werden, da sie sich gegenseitig ergänzen. Es handelt sich weniger um ein zeitliches- und chronologisches Aneinanderreihen  von Ereignissen, sondern um Antworten Jesu auf verschiedene Fragen der Jünger.

Zur Vorgeschichte dieser Rede. Es war Dienstag vor Karfreitag. Den ganzen Tag hielt sich Jesus im Tempel auf. Es war ein unruhiger Tag, denn es gab aufreibende Auseinandersetzungen mit den verschiedenen Gruppen des Judentums. Diese Auseinandersetzungen werden in Matthäus Kapitel 21 bis zum Ende des Kapitels 23 beschrieben. Auch in Markus und Lukas wird dieser Tag so beschrieben, ein Indiz dafür, dass er sehr bedeutsam war.

An diesem Tag wurde deutlich, dass die führende Schicht des Judentums – allen voran die Schriftgelehrten und Pharisäer – Jesus Christus als Messias ablehnte. Am Ende dieses aufregenden Tages ging Jesus mit seinen Jüngern auf den Ölberg. Von hier aus hatte man einen überwältigenden Blick auf die gesamte Tempelanlage – und hier kündigte Jesus erstmals die Zerstörung dieses prächtigen Tempels an. jesus-und-pharisc3a4er

Diese Ankündigung muss für die Jünger ein ungeheurer Schock gewesen sein, betrachteten sie doch den Tempel immer noch als Mittelpunkt der Anbetung ihres Gottes. Diese Ankündigung findet sich in allen 3 Evangelien und dieses Ereignis wird das Ende des jüdischen Systems bedeuten, da von da an auch keine Priesterschaft mehr exitierte. Daraufhin stellten die Jünger unter dem Eindruck der Ankündigung der zunächst schwer zu fassenden Zerstörung des Tempels ihrem Herrn 4 Fragen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zunächst alle 3 Evangelien aufmerksam durchzulesen, da nicht jede dieser Fragen in jedem Evangelium auftaucht!
Auf diese vier Fragen gibt Jesus Christus Antworten, die wir jetzt näher untersuchen möchten. Wir werden in diesem Zusammenhang auch eine klare Antwort auf die spannende Frage finden: Befinden wir uns heute in der „Endzeit“ sprich Endphase der „letzten Tage“, und – wenn ja – seit wann, und an welcher Stelle dieser gesamten Zeitspanne stehen wir heute?

Wenn wir Antworten auf diese Fragen suchen, dann werden wir feststellen, dass es sich eigentlich um 2 Themenkomplexe handelt, zu welchen die Jünger jeweils 2 Fragen stellten.

Der erste Themenkomplex

zielte auf die Zerstörung des Tempels ab. Dazu stellten die Jünger 2 Fragen:

1. Wann wird die Zerstörung des Tempels stattfinden? und
2. was wird das Zeichen der bevorstehenden Zerstörung des Tempels sein?

Besonders deutlich wird diese Fragestellung in Lukas 21:7

„ Es wird die Zeit kommen, in der von allem, was ihr seht, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, darauf hin fragten sie ihn: Meister, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das geschehen wird?“

Der zweite Themenkomplex

zielte auf die zweite Wiederkunft Christi und dem „Zeichen der Endzeit“ ab.

3. Was ist das Zeichen deiner (bevorstehenden) Wiederkunft?
4. Was ist das Zeichen der „Endzeit?“

Matth. 24:3 Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?  (Schlachter oder Neues Leben) „oder »Wann wird all das geschehen? Und wird es vorher ein Zeichen geben, das deine Wiederkehr und das Ende der Welt ankündigt?« (Neues Leben)

Auf der Frage der Jünger: »Wann wird all das geschehen? zeigte Jesus Christus eine Reihe von unerfreulichen Welt-Ereignissen an, aber diese müssen erst geschehen. Auf die zweite Frage der Jünger: Und wird es vorher ein Zeichen geben, das deine Wiederkehr und das Ende der Welt ankündigt? gab Jesus keine eindeutigen Zeichen, außer dass er darauf verwies, dass die Ereignisse immer schlimmer werden wie die Geburtswehen einer Schwangeren.

Halten wir hier zunächst fest das Jesus nicht vom Ende der Welt spricht sondern vom Ende einer bestimmten Zeitperiode (äon) und zweitens die Jünger fragten nicht nach Zeichen seiner Gegenwart, was ja unnötig wäre, denn wenn er schon da ist werden keine Zeichen benötigt, sondern sie wollten wissen woran sie seine „bevorstehende Wiederkunft“ erkennen werden, Zeichen die seine Wiederkunft ankündigen.

Die ersten beiden Fragen beziehen sich also auf den Tempel. Sie befassen sich aus der Sicht der Fragesteller mit Ereignissen in ihrer unmittelbaren Zukunft die sich noch zu ihren Lebzeiten in ihrer Generation erfüllen würden.

Die beiden Fragen des zweiten Fragenkomplexes befassen sich mit Ereignissen, die zwar unmittelbar also noch in ihrer Zeit ihren Anfang nahmen, (die Anfangszeit) und bis in die ferne Zukunft , der 2. Wiederkunft Christi, auftreten würden.

Es verhält sich also auf keinen Fall etwa so, dass die Worte Jesu eine Art doppelte Erfüllung erfahren würden, wie es unter anderem die Wachtturmorganisation lehrt, sondern es handelt sich um zwei nach Thematik und Zeit getrennte Vorhersagen. Eine davon sollte sich für die Jünger in naher Zukunft erfüllen, die andere im Verlauf einer längeren Zeitperiode.

Die „Anfangszeit“ und die „Endzeit“ der letzten Tage oder Zeitperiode!

Jede Zeitperiode hat logischer Weise einen Abfang, sprich eine Anfangszeit. Aber irgendwann neigt sie sich dem Ende zu, sprich Endzeit. Warum können wir von einer „Anfangszeit“ der letzten Tage sprechen? Nun, die Zeit des ersten Kommens Jesu vor 2000 Jahren wird im neuen Testament auch als ein „Anfang“ gesehen.

Im 1. Johannesbrief 1:1-4 lesen wir: Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens –und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist -, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei“.

Dieses „was von Anfang war“ bezieht sich nicht nur auf den Anfang von Christus, seinem vormenschlichen Dasein sondern auch auf das was die Menschen und besonders die Jünger mit Christus erlebt haben. Das, was die Jünger und Apostel in Verbindung mit Jesus erlebt und gesehen haben, kann als „der Anfang einer weiteren Zeitepoche“ gesehen werden. Mit dem Kommen Jesu ging eine lange Zeit des Wartens auf den Messias zu Ende. Mit seinem ersten Kommen als Mensch auf Erden begann etwas Neues, es war „der Anfang einer neuen Zeit“.

Die alte Ära ging zu Ende, deshalb spricht Paulus im Hebräerbrief, Hebräer 1: 1-4 : Nachdem Gott vielfältig zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er jetzt am Ende dieser Tage (am Ende des jüdischen Systems) zu uns geredet durch seinen Sohn, …

Paulus weist also darauf hin, dass Gott am „ENDE dieser Tage“, – dem Ende des jüdischen Systems-, …. Jesus Christus auf den Plan treten lässt. Neben bei bemerkt gab es also schon vor 2000 Jahren ein „Ende der Tage“, es war das Ende des langen Wartens auf den Messias. Danach begann die „Anfangszeit“ der letzten Tage, auf das Warten der 2. Wiederkunft Christi.

Die „Zeitperiode der letzten Tagen“, ist aber nicht zu verwechseln mit der „Endzeit der letzten Tagen“, die unmittelbar vor dem zweiten Kommen des Messias beginnt. Die „letzten Tage„ werden gerne auf die unmittelbare Zeit vor dem Kommen Christi reduziert, etwa auf 1914 als Beginn der letzten Tage.

Die „Endzeit“ steht für das Ende der „Zeitperiode der letzten Tagen“, der langen Wartezeit auf das zweite Kommen des Messias. Dazwischen sollte es eine lange Zeit des Wartens auf das 2. Kommen Jesu geben. Die Bibel spricht über den Messias in zwei völlig unterschiedlichen Eigenschaften und Missionen. Das erste Mal in Gestalt des leidenden und sich selbst opfernden Messias, auf den mehr als 300 Prophezeiungen verweisen, und das zweite Mal in seiner Eigenschaft als der herrschende Messias, König und Richter anlässlich seines zweiten Kommens beim Abschluss der Endzeit.

Die Fragen 1 und 2 beziehen sich also auf die „Anfangszeit der letzten Tage,“ und die Fragen 3 und 4 auf die Endzeit der letzten Tage.

Nach den revidierten Erkenntnissen der Wachtturmgesellschaft ist Jesus Christus 1914 unsichtbar wiedergekommen und hat als König zu herrschen begonnen. Danach werde er noch einmal wiederkommen, um als Richter zu fungieren. Diese Behauptung lässt sich aber mit der Endzeitrede Jesu nicht belegen

Die „letzten Tage“

Wie schon gesagt ist diese lange Zeitspanne der „letzten Tage“ ungefähr mit ihrem Beginn bei der Himmelfahrt bis zum Ende, dem zweiten Kommen Jesu, gekennzeichnet durch schlimme Ereignisse. Für die gesamte Interimsphase, also die Zeit zwischen Beginn und Ende warnt Jesus seine Jünger unter anderem auch vor falschen Christussen oder Messiassen. Dies gilt aber auch für all die vielen Zeichen die Jesus noch erwähnte, und die uns zeigen das wir in der „Zeitperiode der letzten Tagen“, leben.

Matthäus 24:4 Jesus sagte weiter: aber, ihr werdet von Kriegen und Kriegsnachrichten hören“. Die Erfüllung dieser Worte Jesu sieht die WTG ausnahmslos auf das Jahr 1914.

Vor diesem allen aber…

Bei unserer biblischen Betrachtung müssen wir in Verbindung der Worte jesu wie sie in Lukas Kapitel 21 aufgezeigt sind jedoch auch das zunächst unbedeutend scheinende Wörtchen „aber“ achten, denn durch dieses Wort wird die allgemeine Warnung vor falschen Christussen sprachlich abgesetzt. Demnach bezieht sich die Warnung vor falschen Christussen auf die gesamte Wartezeit, von der Anfangszeit bis zur Endzeit der letzten Tage. Sowohl die ersten Christen als auch wir heute haben auf falsche Christusse zu achten den zu jeder Zeit gab es sogenannte „falsche Christusse“.

Mit Vers 6 beginnt Jesus die Frage zu beantworten, was das Zeichen oder die Zeichen der „Zeitperiode der letzten Tagen“, sind, wenn er sagt: aber ihr werdet von Kriegen und Kriegsnachrichten hören“.

Doch im Vers 12 von Lukas 21 geschieht etwas Bemerkenswertes aber etwas was wir unbedingt beachten müssen, und zwar nur in Lukas, wo Jesus in der Zeit zurückschreitet. Warum? Er sagt: Vor diesem allen aber, wird man Hand an euch legen um meines Namens willen, es wird sich aber als ein Zeugnis für euch ausschlagen“.

Oder die Hoffnung für alle: Bevor das alles geschieht, wird man euch verfolgen. …

Sinngemäß sagt Jesus also hier in Lukas, bevor all diese Zeichen, die ich euch hier genannt habe, geschehen werden, wird man euch zunächst verfolgen und Hand an euch legen. Was Jesus nun in den folgenden Versen sagt, hat sich buchstäblich bereits in der Zeit des 1. Jh. nach Christus, also nach dem Tod und der Auferstehung Jesu und der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 u.Z. erfüllt. Das was er hier sagt ist ein Teil der Antwort auf die Frage: „Wann wird der Tempel zerstört“?

Noch vor der Zerstörung des Tempels wird eine jüdische Verfolgung der Christen stattfinden. Sie werden vor Synagogen gestellt und als Abtrünnige vom Judentum verurteilt werden. „Man wird euch an Könige und Stadthalter ausliefern und in Gefängnisse werfen“. Von der Zeit der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten 33 u. Z. an waren die Jünger zu mutigen Zeugen Christi geworden.

Die Apostelgeschichte zeigt uns dann, wie sich diese Worte Jesu an seinen Jüngern und Aposteln erfüllt haben und wie sie verfolgt und verhaftet wurden. Jesus sagte, „man wird euch vor Könige und Landpfleger führen.“ Ist dies geschehen?

Die Apostelgeschichte spricht davon, wie Paulus und andere Apostel und Jünger vor Landpfleger, z.B. Felix, und auch Könige – etwa König Agrippa – geschleppt und angeklagt wurden. Als Paulus vor König Agrippa eine flammende Rede hielt, verstand er, dass Christen dem Staat nicht gefährlich werden konnten, mehr noch: „fast wäre er selbst ein Christ geworden“ sagte Agrippa. siehe Apostelg. 26: 28. König Agrippa wollte Paulus freilassen, doch der hatte sich schon auf den Kaiser berufen, worauf Agrippa nicht mehr verhindern konnte, dass Paulus vor den römischen Kaiser zitiert wurde.

Die Vorhersagen Jesu, die wir ab Lukas 21:12 lesen hat sich buchstäblich erfüllt. Im Vers 20 von Lukas 21 offenbart Jesus nun ein Zeichen für die unmittelbar bevorstehende Zerstörung Jerusalems, wenn er sagt: „Wenn ihr aber Jerusalem von Heerlagern umzingelt seht, … dann erkennt, dass die Verwüstung nahe ist“.

Wir kommen jetzt zum Jahr 68. Auf Grund der extremen Unruhen in Judäa haben die Römer fast ein Drittel ihrer Legionen nach Judäa verlegt, schlugen die Aufständischen in der Folge immer weiter zurück und standen nun vor der Hauptstadt Jerusalem, um sie zu umzingeln. Jetzt erkannten die Christen die besondere Zeit zur Flucht. Doch die Stadt war umzingelt, wie sollten sie da fliehen?

Plötzlich beendete der römische Heerführer die Belagerung aus unerfindlichen Gründen und zieht seine Truppen ab; er geht nach Rom zurück und will Kaiser werden. Damit war für die Christen aus Judäa und Jerusalem endlich die Gelegenheit für ihre Flucht in die Berge des Westjordanlandes und über den Jordan nach Pella gekommen. Dort regierte ja König Agrippa der II. Er nahm sie alle als friedliebende Bürger und Christen auf, da er noch von der Rede des Apostels Paulus her wusste, dass von diesen Menschen keine Gefahr ausging. Im Jahre 70 nach Christus sandte dann der neue Kaiser seinen Sohn Titus als General nach Jerusalem, um die Stadt samt dem Tempel zu zerstören und den Krieg gegen die Juden zu beenden.

Zum Passahfest waren die Juden aus allen umliegenden Ländern nach Jerusalem gereist, und so war die Stadt mit rund 2,7 Millionen Menschen völlig überfüllt. In einem Krieg von 140 Tagen wird Jerusalem dem Erdboden gleichgemacht und der Tempel geschleift. 1Million Juden kamen ums Leben und 90.000 wurden gefangen und in alle Welt zerstreut. Lukas 21:22-24

 Wenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe gekommen ist! Dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen, und die, die in seiner Mitte4 sind, daraus fortgehen, und die, die auf dem Land sind, nicht dort hineingehen. Denn dies sind Tage der Rache, dass alles erfüllt werde, was geschrieben steht. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn große Not wird auf der Erde sein und Zorn gegen dieses Volk. Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden.

Und (Danach, nach dem die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden) es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.

Die Wiederherstellung Jerusalems!

Der erste Teil der Vorhersagen Jesu hat sich buchstäblich erfüllt. Die Juden wurden über alle Länder zerstreut, und Jerusalem ist bis heute ständig in der Hand nichtjüdischer Mächte. Dieser Zustand sollte solange andauern, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein würden. Da Jerusalem immer noch in der Hand heidnischer Nationen ist, dauern auch „die Zeiten der Nationen“ an, und damit auch „die Zeitspanne der letzten Tage“. Von daher ist es sicherlich logisch anzunehmen, dass sich auch die Vorhersagen der Wiederherstellung der Juden am Ende der Tage buchstäblich erfüllen werden?

In den folgenden Versen ab Lukas 21:25 spricht Jesus dann wieder von „der Endzeit der letzten Tage“, die seinem zweiten Kommen vorausgeht wenn er sagt: „denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit“. 

Also, ab Vers 12 hat uns Jesus in die Anfangszeit zurückgeführt, doch ab Vers 25 spricht er wieder von „der Endzeit der letzten Tage“. Zum Abschluss der „Endzeit der letzten Tage“ wird Jesus wiederkommen. Doch davor wird sich etwas ereignen, was durch die Propheten der alten Zeit vorhergesagt wurde mit den Worten: „am Ende dieser Tage oder „dieser Zeitperiode“ wird das jüdische Volk zurückkehren in ihr Land, so wie es in Hesekiel 38:8 vorhergesagt wurde.

„Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am „Ende der Zeiten“ sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist es herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen sicher“. Hesekiel. 38:8          

An der Erfüllung dieser Vorhersage ist zu erkennen, dass wir in der „Endzeit der letzten Tagen “ oder am „Ende der Tage“ leben. Seit 1882 ist dieser Prozess buchstäblich zu beobachten und er hält bis heute an. Die Rückführung der Juden in ihr Land erfüllt sich buchstäblich, obwohl die heilige Stadt Jerusalem derzeit immer noch durch die Nationen zertreten wird.

Der Begriff Alija (hebräisch עלייה, wörtlich „Aufstieg“; Plural Alijot) stammt aus der Bibel und bezeichnet die Rückkehr von Juden als Einzelnen oder Gruppen in das Gelobte Land. Teilnehmer einer Alija heißen hebräisch Olim (Singular: fem. Olah, mask. Oleh).

Seit dem 19. Jahrhundert bezeichnet der Begriff damalige und spätere Einwanderungswellen von meist europäischen Juden in die Region Palästina, seit 1948 in den dort gegründeten Staat Israel.

Während des 19. Jahrhunderts fand die Einwanderung tausender Juden aus orientalischen Ländern wie der Türkei, Nordafrika, Irak, Persien, Buchara, Kurdistan, Afghanistan, dem Kaukasus und dem Jemen statt, welche die Ankunft des Messias für das jüdische Jahr 5.600 (=1840) erwarteten. 1840 waren Juden die größte Bevölkerungsgruppe in Jerusalem.

Für alle, die jetzt angesichts der unchristlichen Handlungen der Juden als Nation bei dem Gedanken innerlich aufschreien, dass Gott selbst es ist, der sein Volk zurückführt, sollten daran denken, dass sich auch das jüdische Volk noch unter der Decke der Finsternis befindet und getrennt von Christus lebt. Aber das ist ein anderes Thema. Fakt ist, das sich mit der Rückkehr der Juden eine Vorhersage der Bibel erfüllt, die mit den letzten Tagen in direktem Zusammenhang steht. Seit dem Jahr 1882 bis in die Neuzeit erfüllen sich die Worte der Propheten z.B. Hesekiel. 36 : 20-24

„Und ich zerstreute sie unter die Heiden und versprengte sie in die Länder und richtete sie nach ihrem Wandel und Tun. So kamen sie zu den Heiden; aber wohin sie kamen, entheiligten sie meinen heiligen Namen, ….Da tat es mir Leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entheiligte unter den Heiden, wohin sie auch kamen.

22 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entheiligt habt unter den Heiden, wohin ihr auch gekommen seid. …. Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen, und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; ….Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. …. und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun“ Hesekiel. 36 : 20-24 Luther

Während sich der Prozess der Heimkehr von 3 Millionen Juden aus 5 Kontinenten und mehr als 140 Ländern vollzieht, erfüllen sich die Prophezeiung sowohl von den Propheten als auch von Jesus Christus buchstäblich vor unseren Augen, bis Jesus Christus als König und Richter wiederkommen wird. Suchen wir nicht nach irgendwelchen symbolischen oder unsichtbaren Erfüllungen, wenn wir die buchstäblichen Ereignisse vor unseren Augen haben.

Die „Endzeit des jüdischen Systems“ begann mit der Geburt des Messias und endete definitiven mit dem Untergang des jüdischen Systems im Jahre 70 nach Christus, wobei sich die „Endzeit des jüdischen Systems“ und die „Anfangszeit der letzten Tage“, oder der „Zeiten der Nationen“ überschnitten haben. Deshalb können wir die „Endzeit des jüdischen Systems“ und „Anfangszeit der letzten Tage“ zeitlich nicht 100%ig abgrenzen.

 Die „letzten Tage“ = Zeitperiode der Heidenzeiten

Die lange Zwischenzeit der sogenannten „letzten Tage“ mit der weiter fortbestehenden jüdischen Zerstreuung, verläuft parallel mit den „Zeiten der Heiden“ oder Nationen. Wenden wir uns nun den Zeichen der Endzeitrede Jesu auf dem Ölberg zu mit Blick auf die „letzten Tage“ oder „Zeitperiode“ der Heidenzeiten.

Wie schon erwähnt stellten die Jünger hierzu sinngemäß diese beiden Fragen: „Was ist das Zeichen dafür, dass wir in den „letzten Tagen“ leben, und was sind die Zeichen, die auf deine bevorstehende Wiederkunft hindeuten?“ »Sag uns, wann wird das geschehen? Und woran können wir erkennen, dass das Ende von allem bevorsteht?« Markus 13:4

Hier sollten wir aber sehen, das wie in der Frage so wie auch in der Antwort (Verse 5-36) zwischen der Zerstörung Jerusalems und dem Ende der Zeitperiode der letzten Tage nicht scharf unterschieden wird.

Dennoch kann man sagen, das Jesus als Zeichen der „letzten Tage“ mehr als 20 unterscheidbare Zeichen, die er als „Geburtswehen“ bezeichnete, genannt werden. Dies ist wichtig zu beachten. In Matthäus 24 spricht Jesus von einigen Endzeitzeichen und fährt dann fort im Vers 8: „alles dieses aber ist erst der Anfang der Geburtswehen.“ Geburtswehen verlaufen typischer Weise in kürzer werdenden Perioden. Es ist ja nicht so, dass das Kind nach der ersten Geburtswehe zur Weltkommt, sondern die Wehen steigern sich an Intensität und Häufigkeit bis zur Geburt.

Die Zeichen, die sich in der „Anfangszeit der letzten Tage“ des 1. Jahrhunderts u. Z. erfüllten, waren punktuelle, zeitdiskrete Ereignisse, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in Erfüllung gehen sollten.

Aber bei den mit Geburtswehen zu vergleichenden Zeichen der „letzten Tage“ haben wir es mit Ereignissen zu tun, die sich in immer kürzer werdenden Abständen wiederholen und dabei in ihrer Intensität zunehmen. Um im Bild zu bleiben, können wir heute in den gegenwartsnahen Anzeichen eine Zunahme bis hin zu den Presswehen der großen Drangsal erkennen.

Jesus vergleicht also die gegenwärtige „Zeipriode der letzten Tage“ – das ist die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen Jesu – mit der Zeit einer Schwangerschaft. Jesus erwähnt zu Beginn zunächst nur diese 5 Wehen und bezeichnet sie als den „Anfang der Wehen“:

1. Massenkriege, 2. Revolutionen, 3. Hungersnöte, 4. Seuchen, 5. Erdbeben

Bevor wir uns mit den einzelnen Zeichen näher befassen möchten wir daran denken, das Jesus sagte: „und Jerusalem wird von den Nationen zertreten werden und bleiben bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden“.Das bedeute, solange Jerusalem noch nicht wiederhergestellt ist sind auch die „letzten Tage“ oder „Zeiten der Nationen“ noch nicht zu Ende.

Wir haben ja aus dem alten Testament schon erfahren, dass das erste und grundlegende Zeichen für das Ende der „Zeitperiode der letzten Tage“ die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Palästina sein wird. 1882 begann diese Rückkehr. Wegen der Verfolgung durch Zar Alexander den 3. strömten in gewissen zeitlichen Abständen Tausende von Juden in ihr einstiges Mutterland.

Matthäus 24:6 – Ihr werdet von Kriegen und Kriegsberichten hören, Erdbeben, Hunger und Seuchen, -Erschreckt nicht, denn dieses muss geschehen.“ Die ganze Zeitperiode hindurch gab es diese Ereignisse bis in unsere Zeit hinein. Der erste Weltkrieg entwickelte sich in wenigen Jahren zu einen unvergleichlichen Massenvernichtungskrieg. Es folgte der 2. Weltkrieg, der in seinen Ausmaßen noch schlimmer war. Alle 5 Kontinente waren beteiligt. Es folgten Hunger und Seuchen. So wie Geburtswehen an Stärke immer mehr zu nehmen, so werden auch die Ereignisse immer Dramatischer, die uns verdeutlicht, dass die Schlussphase oder „Endzeit der letzten Tage“ angebrochen ist.

Jesus sagte in Lukas 21: 9: „Erschreckt nicht, denn dies muss zuvor geschehen, aber das Ende ist nicht sogleich.“ Gemäß der Aussage Jesu wird die „Endzeit der letzten Tage“ mit seinem zweiten Kommen abgeschlossen sein.

Ein weiteres Merkmal, das Jesus preisgibt und oft übersehen wird, bezieht sich auf das Ausbrechen von Revolutionen oder Unruhen. Luk 21:9 – „wenn ihr aber von Empörungen ( griech. akatatsasial) hört, so erschreckt nicht, denn das Ende ist nicht sogleich.“

Auf welche Revolutionen können wir heute zurückblicken? 1905 die Russische Revolution – 1917 die Revolution in China – 1911 die Kulturrevolution in China – 1966 die Islamische Revolution, und schauen wir in den Nahen Osten, so folgt heute vor unseren Augen Revolution auf Revolution. Ein Staat nach dem anderen versinkt im Chaos, und Israel liegt inmitten dieses Hexenkessels. Es gab noch nie so viele Revolutionen und Aufstände in so kurzer Zeit und das weltweit wie heute.

Sicherlich gab es auch schon vor der Rückkehr der Juden Kriege und Revolutionen – der 30-jährige Krieg etwa oder die Französische Revolution – auch sie sind als Zeichen der letzten Tage zu erkennen, doch die Wehen nahmen in den vergangen 2000 Jahren an Heftigkeit und Häufigkeit immer mehr zu, und heute beobachten wir besonders im Nahen Osten mit Sorge die Entstehung eines Unruheherds nach dem anderen.

Jesus sprach auch vom Einsetzen einer großen Welle der Christenverfolgung. Man muss hier sorgfältig die zeitlichen Angaben der Bibel beachten, denn nach diesen Zeichen, sagt Jesus: „und dann werden sie die Hände an euch legen.“ Man achte auf das „dann“ als Hinweis auf ein zeitliches Folgeereignis.

„Man wird euch in Drangsalen überliefern und töten, und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden, um meines Namens willen“. Wichtig für Jehovas Zeugen, Christen werden nicht wegen des Namens Jehovas verfolgt sonder wegen des Namens Christi. Allein die Bezeichnung „Christ“ wird in großen Teilen der Welt dazu führen, dass Christus-Bekenner verfolgt und getötet werden.

Die größte Anzahl christlicher Märtyrer ist im 20. Jahrhundert zu beklagen. Man mag es nicht glauben, aber 45,5 Millionen Menschen starben allein wegen ihres christlichen Glaubens. Nach der russischen Revolution im Jahre 1917 haben die Kommunisten ab 1920 beschlossen, das Christentum auszurotten; das war der ideologische Plan, wobei Millionen von Menschen einfach wegen ihres Glaubens weggerafft wurden. Diese systematische Ausrottungsaktion stellte sogar die Christenverfolgung im römischen Reich in den Schatten.

Wir müssen aber auch die Christenverfolgung in der Islamischen Welt erwähnen. Durch die Kommunisten und Islamisten sind in unserer Zeit so viele Christen umgekommen, wie nie zuvor in der Geschichte des Christentums. Heute sind 200 Millionen Christen in 25 Ländern von Misshandlungen, Gefängnis oder Tod bedroht mit zunehmender Tendenz.

Als Folge dieser Verfolgungswelle beobachten wir auch einen zunehmenden Abfall vom christlichen Glauben. Damit erfüllt sich eine weitere Vorhersage Jesu für die Zeit des Endes. Der massive Druck führte dazu, dass gerade in den kommunistischen Ländern viele ihren christlichen Glauben gegen eine atheistische Haltung eintauschten.

Matthäus 24:10: – „dann werden viele abfallen, und einander überliefern und hassen“. Sie werden sich nicht mehr als Christen bekennen sondern denunzieren und verraten.“ So millionenfach geschehen in den Kommunistischen Ländern, wo Christen ihre Mitchristen an die Kommunistischen Geheimdienste auslieferten. Selbst innerhalb der Familien gab es diese Art von Verrat. Mark. 13:12 “Bruder wird den Bruder, Vater das Kind, usw. verraten.“

Während im Osten Europas viele Christen dem Druck der Verfolgung nicht standhielten und ihren Glauben aufgaben, konnte man im Westen Europas beobachten, wie Millionen von Christen ihren Glauben freiwillig aufgaben, eine Art freiwilliger Abfall. Dazu beigetragen hat auch die sogenannte liberale Theologie, die fast alle christlichen Grundlagen und moralischen Werte in Frage stellt. Z.B. „die Bibel ist nicht inspiriert, Jesus ist nicht auferstanden, es gibt keinen Schöpfer, Darwin’sche Evolutionstheorie oder das infrage stellen Christlicher Werte u.s.w. Das Abendland wendet sich von der christlichen Botschaft und ihren moralischen Werten zusehends ab.

Paulus sagte hier vorher: „Der Tag der Wiederkunft kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme.“ 2.Thessalonicher. 2:3

Es werden viele falsche Propheten aufstehen, sagte Jesus zu seinen Jüngern, und tatsächlich, schon die Apostel hatten es nach dem Tod ihres Herrn sehr rasch mit falschen Propheten zu tun. Doch Jesus greift dieses Problem ein zweites Mal im Vers 23-26 von Matthäus Kapitel 24 auf, und wir sehen, dass diese falschen Propheten und falschen Christusse über einen längeren Zeitraum immer wieder auftreten werden, wenn sie sagen: „hier ist Christus“, „Christus ist schon da, er hat sich versteckt oder er ist unsichtbar“ oder „er ist in der Wüste“ und viele werden verführt werden.

Besonders aber in der Endzeit der „letzten Tage“ gibt es gehäuft Bewegungen, welche vorhersagten, wann Christus kommen würde bzw. dass „Christus schon da sei“. Die unsichtbare Wiederkunft wurde besonders ab dem 20. Jahrhundert vom Westen Amerikas aus proklamiert.

Sie haben sich allesamt als falsche Propheten erwiesen. Jesus sagte auch, „und es werden viele verführt.“ Rund 600 Millionen Menschen hören auf diese falschen Propheten, folgen ihnen und fallen auf die Zeichen und Wunder dieser Endzeitprediger herein.

Und diese gute Botschaft wird gepredigt werden bevor das Ende kommt!

Ein wichtiges Zeichen der Endzeit, von dem Jehovas Zeugen der Meinung sind, dass sie es durch ihre Art der Verkündigung erfüllen, finden wir in Matthäus 24:14. Diesen Vers kann jeder Zeuge im Schlaf aufsagen.  Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Nationen, und dann wird das Ende kommen.“

Diesen Auftrag haben die Jünger unter dem Geist Gottes tatsächlich erfüllt. Paulus konnte sagen: „von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin. Kol. 1:23,24

Warum kann man sagen, dass die Worte Jesu aus Matthäus 24:14 kein direktes „Endzeitzeichen“ sind, deren Erfüllung sich erst in unseren Tagen endgültig zeigen würde?

Nun, die folgenden Verse beziehen sich auf Ereignisse vor der Zerstörung des Tempels, denn es weiter heißt, dann sollen die, die in Judäa wohnen in die Berge fliehen. Demnach ist auch die Verkündigung der guten Botschaft ein Ereignis, das schon vor der Zerstörung Jerusalems zu erwarten ist. Lesen wir Matthäus 24:14 im Zusammenhang nach der Guten Nachricht

Aber die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten, wird in der ganzen Welt verkündet werden. Alle Völker sollen sie hören. Danach erst kommt das Ende (der jüdischen Nation)

Vers 15 »Im Buch des Propheten Daniel ist die Rede von einem ›entsetzlichen Scheusal‹ – wer das liest, überlege sich, was es bedeutet! Wenn ihr das ›entsetzliche Scheusal‹ im Heiligtum stehen seht, dann sollen die Bewohner Judäas in die Berge fliehen. …Bittet Gott, dass ihr nicht im Winter oder an einem Sabbat fliehen müsst. Denn was dann geschieht, wird furchtbarer sein als alles, was jemals seit Beginn der Welt geschehen ist oder in Zukunft noch geschehen wird.Wenn Gott diese Schreckenszeit nicht abkürzen würde, dann würde kein Mensch gerettet werden. Er wird sie aber denen zuliebe abkürzen, die er erwählt hat.

Jesus spricht hier also eindeutig von den Ereignissen, die der Zerstörung Jerusalems und der Vernichtung der jüdischen Nation unmittelbar vorausgehen werden. Somit ist der Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gab, die Verkündigung der guten Botschaft, ein Ereignis, welches schon abgeschlossen wurde.

Dennoch hat sich die Botschaft nach den Tagen der Apostel auf unterschiedliche Art und Weise weiter verbreitet und das während der gesamten Zeitperiode der „letzten Tage“. Jesus spricht von allen Nationen, griechisch „Ethnos“, die mit der Botschaft erreicht werden. „Ethnos“ bedeutet eine größte soziale Einheit. Jesus spricht nicht davon, dass alle Menschen in allen Nationen von der Botschaft erreicht werden sondern nur von „Ethnos“, also nur von allen Nationen.

Die Bibel, das Buch der guten Botschaft

Wo finden wir diese gute Botschaft? Nur in der Bibel. Die Bibelverbreitung nahm seit dem 18. Jahrhundert rasant zu. Um 1800 gab es die Bibel in 70 Sprachen, 1830 bereits in 130 und 2011 wurde die Bibel gar in 2500 Sprachen verbreitet. Sicherlich hat auch die WTG hier ihren Beitrag geleistet, doch im Vergleich zu den anderen Missionswerken ist ihr Beitrag geradezu bescheiden. Das Missionswerk Gospel Recordings hat die „biblische Botschaft“ über Radio und Internet in 5900 Sprachen und Dialekten verbreitet.

Welche Schlussfolgerung können wir aus dieser bisherigen Betrachtung der Endzeitrede Jesu ziehen?

Einfach gesagt, die „letzten Tage“ von denen Jesus auf Grund der Fragen seiner Jünger sprach, begannen sehr wahrscheinlich schon vor rund 2000 Jahren mit dem Tod und der Auferstehung Jesu und seiner Himmelfahrt. Von dieser Zeit an befindet er sich zur Rechten Gottes, wartend, bis er die Feinde des Reiches Gottes unterwerfen wird. Dies geschieht anlässlich seiner zweiten Gegenwart. Einige Zeichen, die Jesus erwähnte, haben die Jünger noch selbst erlebt. Dass auch wir noch in den „letzten Tagen“ leben, ist an den vielen Zeichen zu erkennen, die Jesus weiter erwähnte und die zum Ende hin wie Wehen einer Schwangeren immer stärker in Erscheinung treten.

Deshalb leben wir heute in der „Endzeit“ der letzten Tage, die mit der sichtbaren Wiederkunft Jesu, der Großen Drangsal und im Anschluss daran mit dem Antritt seiner Königreichsherrschaft auf Erden enden wird.

Die letzten Tage haben mit der sichtbaren Erscheinung Jesu als Mensch vor den Augen seines Volkes begonnen und werden in der Endzeit der letzten Tage mit der zweiten „sichtbaren“ Wiederkunft Jesu als König für alle Völker enden.

Mag ich nicht (6)

4 Kommentare zu “Die Endzeitrede Jesu,

  1. Biggi

    Danke.Du hast in allem Recht.Für mich steht es fest das Jesus König ist, und zwar nach seiner Himmelfahrt.Durch seine Auferstehung hat er den Tod besiegt und damit wurde er nach der Himmelfahrt zum König.

  2. NEU

    Lieber Autor,
    ja, das Video und Dein Aufsatz haben mich sehr nachdenklich gemacht. Du hast Dir viel Mühe gemacht.
    Solche Videos haben die Freikirchen und Adventisten schon vor Dir ins Netz gestellt und sie bringen uns dem Ende nicht näher.
    In dem Video hab ich übrigens ein mir bekanntes und liebes Kreisaufseher-Ehepaar gesehen. (Min 24:00, Thema: Falsche Propheten)
    Grüße

    1. Bruder

      Hallo Neu,
      danke für deine anerkennenden Worte zu meinem Artikel und schön auch das er dich nachdenklich gemacht hat. Er sollte ja auch nur zum Nachdenken dienen.
      Ich verstehe nur nicht ganz was du mit deinem Hinweis meinst, das solche Videos und Artikel auch von Freikirchen und Adventisten ins Netz gestellt wurden.
      Liebe
      Grüße Autor

  3. Florian

    Hallo lieber Autor,
    danke für deinen Versuch die Endzeitrede Jesu einmal etwas näher zu untersuchen und zu erklären. Ich muss gestehen, ich hatte etwas Mühe deinen Gedanken zu folgen.
    Doch nach dem ich den Artikel ein zweites mal gelesen hatte kann ich sagen, sie sind nachvollziehbar. Eigentlich ist es doch nicht so schwer zu verstehen was Jesus sagte.
    Die Annahme, das die „letzten Tage“ von denen Jesus sprach schon mit dem Tod und der Auferstehung Jesu und seiner Himmelfahrt begannen erklärt vieles, was uns heute als widersprüchlich erscheinen mag. Und die Lehre der WTG, das Jesus schon im Himmel als König regiert wird hier wieder einmal als falsch überführt.
    Ja, die Jünger Jesu haben einige Zeichen noch selbst erlebt, und damit ist die Generationsfrage eigentlich schon geklärt. Die Generation der Jünger Jesu ist nicht vergangen bis sich die Vorhersagen Jesu bezüglich Jerusalems erfüllt haben. Wichtig ist für uns zu erkennen, das Jesus wie du es gut herausgestellt hast, auf zwei Themen antwortete, einmal was seine zweite Wiederkunft anbelangt und dann zur Frage der Zerstörung des Tempel, diese Themen aber nicht Chronologisch abhandelte.
    Wir leben nun in der Endzeit der „letzten Tagen“ was an den vielen Zeichen zu erkennen ist und die Jesus weiter erwähnte und die zum Ende hin wie Wehen einer Schwangeren immer stärker werden. Die Jünger lebten in der Anfangszeit der letzten Tage, ein Gedanke, der mir auch noch nicht so klar war.
    Besonders dein letzter Satz: „Die letzten Tage haben mit der sichtbaren Erscheinung Jesu als Mensch vor den Augen seines Volkes begonnen und werden in der Endzeit der letzten Tage mit der zweiten „sichtbaren“ Wiederkunft Jesu als König für alle Völker enden“ bring die Thematik auf den Punkt.
    Danke an Bruderinfo für diese wertvollen Gesichtspunkte, auch wenn man nicht immer alles 1zu1 übernehmen möchte.
    Florian

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