Warum sind unsere Brüder mit Kritik an der Wachtturmorganisation (WTG) überfordert oder an ihr nicht interessiert?

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Zunächst zu der Frage „Warum sind viele Brüder mit Kritik an der WTG überfordert?“

Meine Erfahrung ist: Es gibt Verkündiger, die zum Beispiel Bruderinfo oder andere kritische Seiten lesen, wenn man sie auf diese verweist. Bei ihnen überwiegt die Neugier und sie gehen über das Verbot „abtrünniges Gedankengut“ zu meiden, hinweg. Damit wird bestätigt: „Neugier ist stärker als ein Verbot.“
 Das wiederum bedeutet aber, dass man sich auf Unkenntnis nicht berufen kann. Die Ausrede „Ich konnte ja nicht wissen, was so alles im Namen Gottes geschieht“ gilt dann nicht mehr. Die Berufung auf Unkenntnis ist damit also unzulässig.

(Nebenbei bemerkt: Wann nur kann man entscheiden, ob eine bestimmte Information „abtrünniges Gedankengut“ ist oder nicht? Ohne sich zuvor mit der bestimmten Information zu befassten, kann man das nicht entscheiden! Steht nicht geschrieben: „prüft alles …“???

Ein weiterer Grund: Es gibt eine beträchtliche Anzahl an Verkündigern. (Und das, was ich jetzt sage, soll nicht von oben herab gesagt sein, nein, ich meine das wertfrei:) Unter ihnen gibt es einfache Menschen, die intellektuell nicht in der Lage sind, den Inhalt von kritischen Seiten wie Bruderinfo aufzunehmen und zu verstehen. Diese Brüder und Schwestern sind aber auch nicht in der Lage, das Lehrgebäude der WTG zu verstehen und zu durchschauen.

Über die Argumentation zu der Frage der Unsterblichkeit der Seele und Dreieinigkeit oder Höllenlehre sind sie kaum weitergekommen. Deshalb können sie keine Unstimmigkeiten in der WTG Lehre erkennen, schon gar nicht eigenständig, und aufgezeigte Unstimmigkeiten nicht nachvollziehen. Wie schon gesagt, dies soll keine Diskriminierung dieser Menschen sein. Sie sind, wie man so sagt, einfach gestrickt und erwarten, dass man ihnen vorgibt, was sie zu glauben haben.

Den Einwand „Die Wahrheit ist doch nicht so kompliziert zu verstehen, dass sie nur von Gebildeten verstanden werden kann“ möchte ich gleich vorwegnehmen. Nein, die Botschaft Christi ist einfach und leicht verständlich. Nur das, was die Religionen drumherumbauen, und besonders die WTG, ist für viele nicht durchschaubar.

Dennoch kann die unterschiedliche „intellektuelle Kapazität“ nicht als Entschuldigung dafür dienen, man habe nicht bemerkt, dass etwas mit den komplizierten Lehren der Religionen nicht stimmen kann, so nach dem Motto „Ich habe das einfach nicht verstanden“. 
Die Bibel spricht doch ganz klar von den „einfachen Wahrheiten“. Und Jesus sprach zu den einfachen und ungebildeten Menschen – und sie verstanden seine Botschaft. Also: Auch dieser Einwand geht gänzlich ins Leere und kann keinerlei rechtfertigende oder entschuldigende Wirkung entfalten.

Nun zur zweiten Frage: „Warum sind viele nicht daran interessiert, die Wahrheit hinter „der Wahrheit“ zu sehen?

Meine Beobachtung ist: Eine beträchtliche Anzahl unserer Brüder liest Kritik an der WT-Gesellschaft nur flüchtig, weil „Kritik am Sklaven“ bei ihnen verständlicherweise ein Unbehagen auslöst. Dieses Unbehagen werden sie nur los, indem sie sich die Zustände und Fakten schönreden und auf die fadenscheinigen Argumenten der LK eingehen. Passende Erklärungen und Aussagen der LK werden gesucht, natürlich auch gefunden und akzeptiert. Damit ist die Sache dann geklärt, das Unbehagen ist weg, die kognitive Dissonanz aufgelöst und die WT Gesellschaft das Schönste, Beste, Tollste und einzig Wahre, man hat mal wieder den „Beweis“ die Wahrheit zu haben.

Um sich ihren geistigen Frieden zu bewahren, werden sie als Zeuge Jehovas immer überzeugter. Je mehr man versucht ist, diesen Menschen Beweise zu unterbreiten oder auf Widersprüche in der Lehre und Praxis der WTG hinzuweisen, desto mehr klammern sie sich an die Lehre und Praxis der WT. Selbst Menschen, die man weder als ungebildet noch als naiv bezeichnen würde, und die augenscheinlich ihr persönliches Leben erfolgreich im Griff haben und sich niemals ein X für ein U vormachen ließen, sind diesem Wohlfühldenken erlegen.

Kann aber dieser verständliche Wohlfühlwunsch als Entschuldigung fehlender Eigenverantwortung dienen? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass eine unserer Zeitschriften im Titel auffordert: „ERWACHET!“ Diese Brüder und Schwestern haben es sich offenkundig viel zu gemütlich eingerichtet in ihrer Wohlfühloase.

Und dann ist da noch diese große Gruppe, die immer so tut, als ob sie dem Sklaven dankbar folgt. Nur alles abnicken und nicht negativ auffallen. Der Sklave wird schon wissen, was richtig ist. Ab und zu mal Hilfspionier, besonders dann, wenn der KA zu Besuch kommt, aber in Wirklichkeit seinen persönlichen Aktivitäten und Zielen nachgehen. Es ist ja so einfach, ein scheinbar theokratisches Leben zu führen und sich Anerkennung zu erschleichen oder sein Gewissen zu beruhigen.

Angesichts dessen, was sich diese Gruppe herausnimmt und wie frech sie in der Versammlung und im Privaten über Menschen anderer Religionen reden und denken, ist kaum zu erwarten, dass sie die Anerkennung Jesu erlangen. Vielmehr treffen folgende Worte Jesu auf sie zu: „Ihr ehrt mich mit den Lippen, aber euer Herz ist weit entfernt von mir, hinweg mit euch“.

Wenn diese Gruppe von Brüdern dann auf zaghaften Widerstand stößt, fühlen sie sich in ihrem verblendeten Größenwahn und selbstmitleidig-weinerlichem Opfergehabe „im Namen Jehovas verfolgt“.

Ich möchte betonen, dass es sich nur um einen Teil unserer Brüder handelt. Es gibt auch diejenigen, die ihren Glauben, oder das was sie für ihren Glauben halten, ernst nehmen und sich bis zur Erschöpfung für die WTG verausgaben in der Überzeugung, Dienst für Gott zu tun.

Die wirklich glücklichen Zeugen

Ja, es gibt sie wirklich, die glücklichen Zeugen Jehovas. Es gibt für sie keinen Grund irgendetwas zu ändern, auch wenn es um die Wahrheit hinter der Wahrheit geht. Sich mit inhaltlicher Kritik zu beschäftigen und inhaltliche Kritik anzunehmen und Konsequenzen daraus zu ziehen, setzt voraus, aus inhaltlichen Gründen Zeuge Jehovas zu sein. Die glücklichen Zeugen jedoch werden durch die Skandale innerhalb der Organisation, die es auf vielen Gebieten gibt, nicht berührt. Erst wenn sie selbst betroffen sind und sie durch die Anweisungen der WTG oder durch die Ältesten ihrer Versammlung in eine Lebenskrise geraten, sind sie offen für Kritik und bereit zu hinterfragen. Aber solange sie nicht selbst betroffen sind, haben sie kein Interesse an Kritik, dann ist alles gut und wird alles schöngeredet. Es gibt Menschen, die eine „Wahrheit“ nicht brauchen, wenn sie sich in der Lüge gut fühlen.

Bis zu dem Tag, an dem sie selber betroffen sind, zählen sie sich jedoch zu den „glücklichen Zeugen“, die es sich in ihrem unehrlichen, menschenverachtenden „geistigen Paradies“ bequem eingerichtet haben und völlig hemmungslos und schambefreit ihrem antichristlichen Götzenkult huldigen und anderen Menschen den wirklichen Weg zu Gott verbauen bzw. sie „hindern, die christliche Botschaft tatsächlich zu erfassen“.

Zitat, WT 15.5.2014, Abs. 14: „Erfahrungen zeigen, wie unvernünftig es ist, sich auf menschliche Überlegungen zu verlassen. Sobald ich mich in dieser Hinsicht entschieden hatte, beschloss ich, mit Jehovas treuer Organisation Schritt zu halten. Wie sonst könnte man Jehovas Gunst und seinen Segen erhalten?“

Als Zeuge Jehovas lese und lehre ich: Man kommt nur zu Gott, seinem Segen und in seine Gunst, wenn man mit der Organisation Schritt hält, also alles glaubt, was von der WTG gesagt und geschrieben wird. Das wird im nächsten Absatz aus dem eben zitierten WT sogar wörtlich behauptet: „Wer in Jehovas Gunst stehen und von ihm gesegnet werden möchte, muss seine Organisation unterstützen und Verbesserungen im biblischen Verständnis annehmen.“

Sagte aber nicht Jesus „Ich bin der Weg und die Wahrheit, wer an mich glaubt, kommt zum Leben“?

Aus diesem und anderen Gründen habe ich mich entschlossen, diese Gemeinschaft zu verlassen. Nein, ich habe Gott nicht verlassen, und nein, ich trete das Opfer Jesu nicht mit Füssen durch diesen Entschluss, auch wenn dies von der „Sklavenklasse“ immer so artikuliert wird: „Wer die Organisation verlässt, der verlässt Jehova Gott“.

Für mich habe ich erkannt, dass ich durch meine weitere Zugehörigkeit und Anwesenheit in der WTG zum Ausdruck bringe, dass ich das Prozedere der LK, die sich als „Sklaven“ bezeichnet, und ihrer Aufseher (der Ältesten) anerkenne.
Das kann ich nicht mehr. Ich habe erkannt, dass ich als Zeuge Jehovas all die Jahre ein fehlgeleiteter Anbeter der WTG war, der glaubte, er bete Gott an. So wie auch Katholiken, Protestanten und andere fehlgeleitete Anbeter sind. Ich bin überzeugt davon, dass viele ernsthaft an Gott glauben, dies aber nicht gemäß genauer Erkenntnis tun, wie es Paulus den Juden damals bescheinigte, sondern entsprechend der Doktrin der jeweiligen Sekte oder Kirche.

Es ist dem Satan gelungen, mit Hilfe der Religionen die Welt zu unterwandern, sie zu korrumpieren und umzukrempeln bis dahin, dass jemand denkt, er bringe für Gott „heiligen“ Dienst, wenn er die Vorgaben der jeweiligen Kirchen erfüllt.

Wenn wir bedenken, welche Verwandlung die Wachtturm-Religion durchlebt hat – von Russell dem Gründer, der den Ältesten der Versammlungen die Freiheit ihres Gewissens ließ, über seinen Nachfolger Rutherford, der die Ältesten zu Handlangern einer Organisation machte, bis heute, wo bei der WTG („den Zeugen Jehovas“) mehr und mehr jesuitische Formen erkennbar werden – in Anbetracht dieser Metamorphose fällt es mir um so leichter, dieser Organisation den Rücken zu kehren.

Die von der Organisation eingesetzten Ältesten, die sich in ihrer Position als hoch angesehen fühlen, tragen das Ganze, wobei sie übersehen, dass sie morgen ganz schnell ausgewechselt werden können, wenn sie die vorgegebenen Stundenziele nicht erreichen, obwohl sie es könnten und manchmal auch, obwohl sie es unverschuldet nicht konnten.

Auch die Ältesten sind zu Stundenjägern verkommen, wobei manche erkannt haben, dass der Berichtszettel geduldig ist. Im Königsreichssaal tragen sie ihr „Cheese“-Lächeln und zuhause leben sie ihr eigenes Leben, weshalb sie auch privat möglichst wenig Umgang mit anderen haben, um ihre Vorstellungen vom Leben ungestört auszuleben. 
Ich war 45 Jahre selbst ein Teil dieser Riege und habe erfahren, dass man als Einzelner auch mit den besten Absichten und biblischen Argumenten nichts gegen diese Strukturen machen kann.

Meine verbleibende Lebenszeit will ich dort nicht vergeuden. Man hat viel zu wenig privat gelebt, war Pionier, Hilfspionier und erging sich in dieser Vorbildfunktion, was in den oberen Strukturen der Organisation eher als Konkurrenz angesehen und immer wieder sabotiert wurde. Da gab es den KA, der nicht mit dir über deine Zweifel redete, sondern über dich mit den anderen, getreu der Devise: was die Mehrheit sagt, muss richtig und recht sein.

In meiner Naivität hatte ich die Vorstellung, dass ich in meiner Stellung als Ältester bei ehrlichen Menschen etwas bewirken könnte, um mit ihnen den wahren Weg zu Gott, unabhängig von einer Organisation und in Eigenverantwortung mit Christus, zu gehen.

Doch leider musste ich die Erfahrung machen, dass die meisten Brüder den Namen Christi als Konkurrenz zu Jehova sahen: „ Ich diene Jehova“ so die Reaktion einiger, wenn man zu viel über den Christus spricht. Sie wähnen sich doch in der Überzeugung, an Christus zu glauben. Doch ihr erzwungenes Streben nach Leistung widerspricht dem, was sie vorgeben zu glauben.

Die WTG wird über solche Reaktion erfreut sein und sich in ihrer manipulativen Belehrung bestätigt sehen.

Kurzum, der Name Christi, der doch selbst für die Apostel und besonders für Paulus der Mittelpunkt des Glaubens war, wird eher als entzweiender Faktor in der Versammlung empfunden, als fälschlich anstelle von „Jehova“ verwendet, als wolle man die WTG ihre Rolle absprechen. Kritik an der LK, den Sklaven, wird als ein schlimmeres Vergehen eingestuft als die Verleugnung der wahren Bedeutung Christi für unseren Weg zu Gott.

Diese Tatsache veranlasste mich, die oben genannte Frage – „Warum sind viele Brüder mit Kritik an der WTG überfordert oder an ihr nicht interessiert?“ – zu stellen und eine Erklärung zu finden.

Ich denke, dass ich sie gefunden habe!

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ManfredF

Meine Erfahrung ist eher dass ZJ täglich eingetrichtert bekommen dass der Sklave von Gott selbst eingesetzt ist und Jehova quasi die Speise liefert. Alles was der Sklave macht wird so dargestellt als ob es Gott macht. Daher glauben viele, jede Kritik an dem Sklaven ist Kritik an Jehova. Das hält viele sofort zurück. Jehova darf man nicht kriisieren…….. Wer also behauptet, im WT wird gelogen, eine Lehre sei falsch oder die Organisation macht schlimme Dinge der greift Jehova an. Das geht gar nicht. Ebenso Jesus. Wer zu viel von Jesus redet der gibt die Ehre einem Erzengel und nicht Gott.… Weiterlesen »

Tilo

Es gäbe noch viel zu diesem Thema zu sagen. Der Aufsatz von Marvin hat mich angesprochen, weil er nicht so apodiktisch klingt. Ich habe lange in dieser Hinsicht über mich selbst nachgedacht und gefunden, dass Angst, Menschenfurcht und Desinformation zusammen mit einer überhöhten Sicht meiner eigenen Person mit dazu beigetragen haben, dass ich mich habe verführen lassen Ja, ich habe es den Verführern durch meine Naivität und durch meine gute, wenn auch unbegründete Meinung über Menschen, leicht gemacht, mich zu manipulieren! Ich hatte auch den Ekel vor der Welt, die mich auf Menschen hoffen ließ, die es ehrlich meinten. Ja,… Weiterlesen »

Hebert Schröder

Danke für den guten Artikel! Generell gefällt mir die Seite sehr gut; immer verlässliche und hochaktuelle Infos, prägnant aufbereitet und gut verständlich. Als (Lk-kritischer) Ältester kenne ich viele Geschichten, die die meisten normalen Brüder und Schwestern nie zuhören bekommen. Besser so ! Die Organisation ist leider nicht so rein wie Ich und andere einmal am Anfang gedacht haben. Die Hauptschuld trägt die Lk und dass wird vielen unserer Brüdern und Schwestern immer mehr bewusst, was ich auch hier vor Ort mitbekomme. Die neuen Entwicklungen (z.B keine neue Bücher mehr auf den Kongressen), die Verehrung von der internetseite JW Org, die… Weiterlesen »

ManfredF

Ich will euch nur mal zwei Beispiele nennen warum man als ZJ wirklich abstumpfen muss um dass alles zu ertragen und zwar anhand der NWÜ. Diese Scheinbibel ist in einer völlig unmöglichen Sprache geschrieben, also Deutsch ist was anderes und man muss bei vielen Versen eigentlich extrem lange überlegen was steht da eigentlich geschrieben und was bedeutet das. Ich will euch das mal zeigen. Aufgrund meiner Aktivität komme ich im Moment nicht darum herum, die NWÜ mehr oder weniger Wort für Wort zu lesen und bei manchen Texten bekomme ich wirklich nur Hörner. Also hier Beispiel 1 aus 1. Johannes… Weiterlesen »

O.W.Schön@Autor

“DIE LIEBE WIRD ERKALTEN…” Lieber Autor, die Liebe der meisten Zeugen Jehovas zur Wahrheit erlischt. Danke für Deine klaren Worte betreffs der zunehmenden Kritik-Unfähigkeit der Bruderschaft. Wahrheit spielt bei jw.org keine Rolle mehr und diese Haltung wird jetzt in den Köpfen der Zeugen fest verankert, ver-bunkert und auf ewig zementiert! An der Stelle möchte ich George Orwell zitieren, der vielleicht die jw.org schon vorausahnte: “Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.” JW.ORG und ihr teurer und unverständlicher Sklave hassen und verleumden jeden, der die Wahrheit ausspricht. Ein Meer an… Weiterlesen »

Fanny

Fanny Ob intelligent oder nicht intelligent.Arm oder reich.Jeder Mensch kann getäuscht werden.Bevor Zeugen Jehovas getauft werden müssen sie erst ein Studium anhand der Literatur des Sklaven absolvieren. Dieses Studium dauert ein halbes Bis ein Jahr je nach dem. Der Studierende wendet Viel Zeit darauf und hat das Gefühl oder die Überzeugung über die Bibel Erkenntnis zu haben.Viele Bibelstellen können zügig aufgeschlagen und zum Teil auswendig zitiert werden.Jeder Studierende wird dazu aufgefordert ein persönliches Verhältnis zu Jehova aufzubauen.( nicht zu Jesus) Nach dieser ganzen Prozedur,sag ich mal die ich mir selbst erarbeitet habe möchte ich doch nicht von außen kritisiert werden!… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, vielen Dank an den Autor für den Artikel – die bislang 14 Kommentare habe ich mir auch durchgelesen. Ich stimme weitgehend zu, meine aber, dass die Gedankengänge insgesamt an der Problematik völlig vorbeigehen. Als Prämisse möchte ich benennen, dass WIR nicht mehr im Mittelalter leben; außerdem möchte ich für die aufgeklärte westliche Welt sprechen und nicht für irgendwelche religiös geprägten Diktaturen, in denen man geköpft wird, wenn man konvertiert und wo man zu Tode gepeitscht wird, wenn man Gott lästert. Also: ich spreche als jemand, der die freie westliche Welt der Neuzeit kennt und befürwortet. Ausgangsfrage: warum sind… Weiterlesen »

Bella

Angst spielt sicher eine große Rolle, warum sich viele nicht mit Kritik befassen wollen. Neben den von Tschango benannten Ängsten spielen sicher auch die Angst vor Veränderung und die Angst vor den Konsequenzen eine große Rolle. Denn wenn man sich eingestehen müsste, dass man jahre- oder gar jahrzehntelang einer falschen Religions-ORG und damit auch einem falschen Glauben angehört hat, stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem “Und was nun?” Die meisten Menschen haben Angst vor einer ungewissen Zukunft und die ORG zu verlassen, bedeutet, sein komplettes soziales Umfeld zu verlieren und dieses Experiment wollen viele nicht wagen. Aber auch der… Weiterlesen »

Westworld

Zu meiner aktiven Zeit gab es hin und wieder “kritische Töne” von dem einen oder anderen Bruder und Schwester hinsichtlich einer Lehre oder neues Licht, die die LK vertritt.. Oft habe ich aber den Satz gehört, ” Wie auch immer, wir sind auf jeden Fall in der Wahrheit” und viele denken, dass es die WTG schon richtet, denn sie sind ja immerhin Gottes einziger Kanal nach deren Auffassung. Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen wenn ich mal Kritik geübt habe, da es ja immer heißt, wer die LK kritisiert, der kritisiert Gott und Jesus.. Und davor hatte ich z.b immer… Weiterlesen »

M.N.

Als Randbemerkung zu diesem Thema “Kritik an der JW.Org” verweise ich …

– auf das, was aktuell in der Türkei unter dem unsäglichen Herrn E. abgeht und wie er mit “Kritikern” verfährt;
– aufs Glossar, Eintrag “Kritik; kritisches Denken”.

Nur soviel: Es war schon immer ein Kennzeichen totalitärer Systeme, “Kritik” zu ahnden bzw. im Keim zu ersticken. Da befindet sich die JW.Org aka WTG in allerbester Gesellschaft.

Schneeflocke

Hey Ihr Lieben, danke für den schönen Artikel, er umschreibt viele Umstände der Kritik-Unfähigkeit der einzelnen Zeugen. Ich möchte aber noch kurz auf einen Gedanken aufmerksam machen: Ich bin hineingeboren in die “Wahrheit”. Es war DIE WAHRHEIT für mich und meine Eltern (meine Mutter ist auch schon von Kind dabei gewesen, mein Daddy als junger Mann dabei, sehr jung Ältester usw…). Mein komplettes URVERTRAUEN besteht aus “DER WAHRHEIT”, so wie ich sie gelehrt bekommen habe. Und zwar natürlich nur das Schöne, Positive, denn die Kritik hat keiner gesehen, auch keiner meiner Eltern. Sie haben mich im besten Wissen und Gewissen… Weiterlesen »

Horst

Lieber Autor, ich gehe mit Deiner Kritik an den Brüdern nicht ganz konform. Eher schliesse ich mich den Ausführungen von Petrus 111 und Herbert Schröder an. Meine allergrößte Hochachtung gilt den Ältesten, die wie ich (allerdings kein Ältester gewesen), aus Überzeugung versucht haben, in unseren Ansprachen und Vorträgen den geliebten Geschwistern etwas zu vermitteln. Wir haben sie damit schon oft überfordert, weil wir dem Lehrgebäude der WTG folgten. Umso mehr sind die Brüder und Schwestern heute vollkommen überfordert mit dieser Doktrin. Sie können ihr verständlicherweise gar nicht mehr folgen und flüchten sich ebenso verständlicherweise in das Dogma “wir sind in… Weiterlesen »

ManfredF

Man muss immer bedenken, dass die WTG und auch die ZJ mit zweierlei Maß messen. Zum Beispiel fordern sie Interessierte auf, zu prüfen ob ihre Religion die Wahrheit lehrt. Ist der Interessierte aber erst mal ZJ dann wäre es eine Todsünde zu prüfen ob das was die WTG lehrt die Wahrheit ist. Sie schreiben in ihren Büchern, zum Beispiel im Buch “Komm, folge mir nach” auf Seite 40: “Wenn wir zum Beispiel falsche religiose Lehren aufdecken — die vielen Lügen uber Gott, seine Vorsatze und sein Wort —, bringen wir Licht in eine durch Satans Propaganda verfinsterte Welt – und… Weiterlesen »

de facto

Guten Morgen

Schaut Euch mal den Wachtturm Studienausgabe November 16 an.Seite 30.

Zitat
ENDLICH BEFREIT!
14 In Maleachi 3:1-3 (lies) wird die Zeit von 1914 bis in die erste Hälfte des Jahres 1919 beschrieben, in der die gesalbten „Söhne Levis“ eine Läuterungsphase erleben würden.
Zitatende.

Die Wahrheit von heute ist die Lüge von morgen.

ManfredF

Ich habe mich immer gefragt wieso dieser ganze Papierkram mit Predigdienstberichte usw. Jetzt habe ich die Antwort. Gefunden im Buch “Organisiert Jehovas Willen zu tun”… Manche fragen sich, warum es noötig ist, einen Bericht ab-zugeben, wenn Jehova doch weiß, was wir in seinem Dienst tun. Naturlich sieht Jehova, was wir tun, und er sieht auch, ob wir unseren Dienst von ganzem Herzen verrichten oder nur pro for-ma. Denken wir jedoch an Folgendes: Jehova ließ aufzeichnen, wie viele Tage Noah in der Arche verbrachte und wie viele Jah-re die Israeliten durch die Wildnis zogen. Gott fuhrte Buch da-rüber, wie viele treu… Weiterlesen »

Edelmuth

Wie macht der Sklave sein Wort zum Wort Gottes? Der Sklave stellt ein These auf, die biblisch nicht belegt ist, sonst würde er die Bibelstellen sprechen lassen oder zu mindest darauf verweisen. In Maleachi 3:1-3 wird die Zeit von 1914 bis in die erste Hälfte des Jahres 1919 beschrieben, in der die gesalbten „Söhne Levis“ eine Läuterungsphase erleben würden. Damals kam Jehova, „der wahre Herr“, begleitet von Jesus Christus, dem „Boten des Bundes“, zum geistigen Tempel, um die dort Dienenden zu inspizieren. Nachdem sie die nötige Korrektur erhalten hatten, war Jehovas gereinigtes Volk geeignet, eine weitere Dienstzuteilung anzunehmen. 1919 wurde… Weiterlesen »

Fox

Guten Abend Marvin, deine Frage ist sicher nicht schwarz-weiß oder mit einer eindeutigen Antwort erledigt. So vielschichtig die Ängste der Zeugen sind, so verschieden sind die Gründe, ihrer Organisationsführung nicht zu widersprechen. Zum einen sind viele Zeugen in die Organisation gekommen, nachdem sie persönlich negative Erfahrungen oder große Schicksalsschläge erlebt haben. Zeitzeugn zweier Weltkriege mit unvorstellbaren Gräueltaten haben Viele mit Recht an der menschlichen Gesellschaft zweifeln lassen. Und wir wissen, je größer die Katastrophe, das persönliche Leid, umso größer der Bedarf nach einem persönlichen Schutzraum. Andere wurden in eine Zeugen-Familie hineingeboren. Bevor sie den ersten Schritt tun konnten, hatten sie… Weiterlesen »

Fox

Guten Morgen lieber Wahrheit, du fragst “Warum heißt man es bei Menschen die einen anderen Glauben angehören für gut, wenn sie auf Irrtümer von unbiblischen Glaubensansichten stoßen und diese verkünden, während man in den eigenen Reihen solche Menschen degradiert, oftmals durch eine Exkommunikation? ” Die Organisationsführung beansprucht Menschen, die sie als Vorbilder hinstellt, als Gläubige auf ihrer Linie, die armen konnten nur nichts dafür, dass sie vor Rutherfords Zeit gelebt hatten. Und das ist für mich verlogen im Quadrat, denn das heißt nichts anderes, als Russel selbst lehrte, dass es nicht um eine bestimmte Religionsorganisation geht in der Frage des… Weiterlesen »

Fox

Guten Morgen tomaso,

eine wunderbare Antwort der ich mich gern anschließe. Das ist eine sehr schöne Gabe von dir.

Liebe Grüße
Fox

ManfredF

Das größte Problem bei Bruderinfo ist eigentlich, dass man allgemeine Themen immer bei irgendwelchen Artikeln posten muss. Wie hier auch: Es gibt ein wie ich finde sehr informatives Video zur NWÜ speziell zum Thema der Name Gottes im NT. https://www.youtube.com/watch?v=0dSYVCC1UhE Kann ich sehr empfehlen ich habe dass mit Interesse verfolgt obwohl ich die Grundlagen kannte. Vielleicht kann man einfach ein paar Artikel aufmachen für sachgerechte Kommentare: Beispiel Diskussion über die NWÜ Diskussion über den WT Diskussion über die Lehren Diskussion über die Webseiten jw.org Diskussion über die Missbrauchsfälle Diskussion über Erfahrungen usw. Wenn diese Artikel noch gut verlinkt an einer… Weiterlesen »

ManfredF

Die WTG sagt ja nicht erst seit gestern dass man nur ihr gehorchen muss. Schon im Königreichsdienst Sep. 2002 stand folgendes drin: 5 Gottes Mitteilungskanal: Denken wir daran, dass unser himmlischer Vater „den treuen und verständigen Sklaven“ als Kanal eingesetzt hat. Dieser „Sklave“ ist dafür verantwortlich, festzulegen, welche Informationen dem Haushalt des Glaubens zugänglich gemacht werden sowie die ‘rechte Zeit’ dafür. Die geistige Speise ist ausschließlich durch die theokratische Organisation erhältlich. Zuverlässige Informationen sollten wir stets von Gottes Kanal erwarten, nicht von Personen, die im Internet vernetzt sind (Mat. 24:45). Und ich bin sicher auch in älteren Schriften wurde dass… Weiterlesen »

ManfredF

Die lieben Kleinen
Luise geht mit Mama spazieren. Über die Strasse, durch den Park bis sie zur Kirche kommen. “Was ist das für ein großes Haus?” fragt Luise. “Das ist ein Gotteshaus” sagt die Mama. “Ja ist denn der liebe Gott nicht im Himmel?” “Freilich”
Luise schweigt eine Weile dann nickt sie. “Ich verstehe. Im Himmel da hat der liebe Gott seine Wohnung. Und hier hat er dann wohl sein Geschäft”..

Aus “Das Goldene Zeitalter” 15. August 1931 von der WTG.

Man hatte also schon damals große Pläne mit der Organisation.

ManfredF

Also ich gebe es fast auf mit eingefleischten ZJ zu diskutieren. Das ist wie ich in einem Video gesehen habe. Dort sagt der Sprecher, die haben ein Computerprogramm. Dsa springt an, wann jemand sie belehren will. Dann schaltet das Gehirn ab. Weil in dem Programm steht. Du hast die Wahrheit und bist der Bibellehrer, die anderen müssen belehrt werden. Du weisst schon alles”……. Ich habe mehrmals Links von deutschen Tageszeitungen gepostet von den Kindesmissbrauchsfällen in den USA und deutlich gemacht, dass die Leitung die Täter schützt weil sie sich weigert Unterlagen rauszugeben. Das einzige was kommt, alle sind unvollkommen und… Weiterlesen »