Warum habe ich mich verirrt?

Warum habe ich mich verirrt?

Wer die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas verlassen hat, weiß auch, dass es mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Jeder muss damit rechnen völlig ausgegrenzt zu werden. Von einem Tag auf den anderen ist er für die Zurückbleibenden tatsächlich gestorben! Weder ein Gruß, noch Gemeinschaft dürfen sein! So sind die Vorschriften in dieser Religionsgemeinschaft. Damit folgt sie dem unbiblischen Beispiel vieler ähnlicher Gemeinschaften, die es auch nicht vertragen, wenn jemand anderer Meinung ist, seinem Gewissen gehorcht oder Anstoss  an unchristlichen Verhaltensweisen der Führung nimmt.

Wenn man das überstanden hat, kommt oft die Frage, der man anfangs ausgewichen ist: „Warum hat Gott zugelassen, dass ich mich den Zeugen Jehovas angeschlossen habe?“

Dieselbe Frage kann man auch dann stellen, wenn man sich einer anderen Gemeinschaft angeschlossen hätte! Wer bewusst bei den Zeugen Jehovas ausgestiegen ist, hat es nicht aufgrund einer Laune getan. Er hat nachgedacht, seine Zweifel mit der Bibel aufgelöst und sich überzeugt, dass es heute kaum eine christliche Gemeinschaft gibt, die besser wäre. In einer anderen Gemeinschaft hätte er vermutlich auch dort Widersprüche zur Bibel festgestellt. Eines Tages hätte er auch hier erkennen müssen, dass die Wahrheit des Christus oder die Gerechtigkeit Gottes nicht das Zentrum des Glaubenslebens bilden. Er hätte feststellen müssen, dass wieder Menschen über Menschen in Glaubens- und Gewissensdingen herrschen. Und dann? Dann wäre es ihm wie Paulus ergangen, der bei den Pharisäern aufgewachsen war und später feststellen musste, dass er falsch gelebt hatte. Aber er bedauerte es nicht, auch wenn er das Vergangene wie einen Haufen Dreck betrachtete. Und er gab Gott nicht die Schuld dafür.

Ich habe mich der oben erwähnten Frage ganz bewusst gestellt, weil sie einen Vorwurf an Gott ausdrückt und die eigene Rolle vergisst. Ich kann es gut verstehen, wenn vorwurfsvolle Fragen bei Menschen auftauchen, die von Jugend an ihre Lebensplanung von der Organisation der Zeugen Jehovas abhängig gemacht haben und plötzlich vor dem Scherbenhaufen ihres sicher geglaubten Lebens stehen.  Plötzlich ist fast alles Asche, Rauch und Enttäuschung. Das ist für meine Vorstellung schlimmer als der Verlust von Gemeinschaft mit Menschen in der Organisation. Wenn ich jetzt kritisch den Blick auf mich richte, dann soll das nicht gedankenlos verallgemeinert werden. Es geht hier um mein eigenes Verhalten. Aber ich kann mir vorstellen, dass es anderen ebenso ging.

Glauben kann man nur allein!

Im Verlauf meiner Überlegungen ist mir eine Tatsache immer deutlicher geworden: Glauben kann man nur allein! Glaube ist niemals zwingend an eine Religionsgemeinschaft gebunden, die sich als Vermittler versteht und behauptet, dass man nur in ihr gerettet werden kann. Nach meiner Erfahrung ist es doch so, dass es überall Menschen gibt, die irgendwie zu Gott und Jesus finden, die also glauben dürfen. Und die Bibel sagt nichts anderes. Erst kommt die Gnade des Glaubens als Geschenk Gottes und danach – vielleicht – die Gemeinschaft. Die Gemeinschaft kann, muss aber nicht, eine Hilfe auf diesem Weg sein.

Diese persönliche Gotteserfahrung muss selbst gewonnen werden! Man kann sie sich nicht lesend und  „studierend“ aneignen. Man kann sie auch nicht vermitteln. Die Gotteserfahrung ist ein rein persönliches Erleben, das überall und jederzeit stattfinden kann.

Wenn ich an mich denke, dann habe ich diese Gotteserfahrung gemacht – auch bei den Zeugen Jehovas!  Das konnte die Organisation nicht verhindern. Aber sie hat etwas anderes verhindert: Ich habe Jesus Christus kaum wahrgenommen. Das muss ich etwas erläutern.

Die Taufe – ohne den Namen Jesu anzurufen?

Bei meiner Taufe durch die Zeugen Jehovas vor über fünfzig Jahren gab es noch das alte Taufgelöbnis. Es lautete so:

„Hast du deine Sünden bereut, und bist du umgekehrt, da du erkannt hast, daß du vor Jehova Gott als verurteilter Sünder dastehst, der der Rettung bedarf, und hast du vor ihm anerkannt, daß diese Rettung von ihm, dem Vater, kommt, und zwar durch seinen Sohn Jesus Christus?

Hast du dich aufgrund dieses Glaubens an Gott und an seine Rettungsvorkehrung Gott rückhaltlos hingegeben, um fortan seinen Willen zu tun, wie er ihn dir durch Jesus Christus und durch die Bibel unter der erleuchtenden Kraft des heiligen Geistes offenbart?“

Immerhin: Es gab noch den christlichen Bezug auf Gott, Jesus und den heiligen Geist. Da ist noch keine Organisation, die sich an die Stelle von Jesus drängt.

Das neue Taufgelöbnis schränkt die Rolle Jesu radikal ein, wenn gesagt wird:

 „Hast du auf der Grundlage des Opfers Jesu Christi deine Sünden bereut und dich Jehova hingegeben, um seinen Willen zu tun?

Bist du dir darüber im Klaren, dass du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?“

Hier wird Jesu Bedeutung  schon heruntergespielt auf „Grundlage des Opfers“. Dafür wird die „vom Geist geleitete Organisation“ mit ins Boot  genommen. Was hat sie hier zu suchen? Aber was ist daran falsch? Die ausdrückliche Anweisung Jesus lautet doch so:

„Und tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch gesagt habe.“  (Mat 28:19)

Bei den im NT erwähnten Taufen ging es immer um Jesus Christus, denn wenn in seinem Namen getauft werden muss, dann ist das keine leere Formel, sondern die Anweisung, dass ein neuer Jünger sich mit Jesus verbindet, seine Autorität und sein Opfer anerkennt: Apg. 2:38, 10:43, 48; 22:16. Hier geht es immer um das Bekenntnis zu Christus!  Die Getauften riefen den Namen Jesu an:

„Also, was zögerst du noch? Steh auf und lass dich taufen! Und rufe dabei den Namen des Herrn an! Dann wirst du von deinen Sünden reingewaschen werden.“  (Apg. 22:16)

Ich kann mich nicht erinnern, bei meiner  Taufe Jesus angerufen zu haben; ich bin auch nicht dazu aufgerufen worden.

Als Paulus das erste Mal in Ephesus war, traf er auf 12 Männer, die er zunächst für Jünger des Herrn hielt. Als er fragte, ob sie schon den heiligen Geist bekommen hätten, sagte sie: „Wir haben noch nicht einmal gehört, dass der heilige Geist schon gekommen ist.“ Danach fragte Paulus sie nach ihrer Taufe und erfährt, dass sie nur die Taufe des Johannes bekommen hätten! Paulus klärt sie über die wichtige Rolle Jesu auf.

„Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen von Jesus, dem Herrn, taufen. Und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte,  kam der Heilige Geist auf sie.“  (Apg. 19:1-7)

Immer wieder stieß ich beim Lesen der Bibel auf die unausweichliche Tatsache, dass ich an Jesus nicht vorbei kam. Ich muss „auf/in seinen Namen getauft“ sein, damit ich mit ihm verbunden bin:

„Ihr seid jetzt nämlich alle Kinder Gottes – weil ihr durch den Glauben mit Christus Jesus verbunden seid. Denn ihr alle,  die ihr getauft worden seid und dadurch zu Christus gehört, habt Christus angezogen (d. h. ein neues Leben in Verbindung mit Jesus begonnen).  (Gal. 3:26, 27)

Das wird bei den Taufen der Zeugen Jehovas nicht beachtet! Ich lernte mit der Zeit, wie wichtig er für mich ist: Er ist im Auftrag Gottes mein Mittler, mein Fürsprecher, mein König, mein Richter, mein Retter, mein Führer, mein Hirt und mein Bruder im Himmel!  Ich musste mich bei ihm entschuldigen, weil ich ihn nur als Anhängsel oder im Sprachgebrauch der WTG als „Rettungsvorkehrung“ wahrgenommen hatte.

Gemeinschaft mit Jesus – beim Gedächtnismahl

Warum habe ich Jesus so lange nicht gesehen? Warum ließ ich mich von ihm fernhalten? Das lag einfach daran, dass ich vertrauensselig und naiv das glaubte, was man mir eingeredet hatte. Einige “Grundlehren” der Bibel wurden ja gut erklärt. Und weil das leicht einzusehen war, glaubte ich, dass auch der Rest stimmen müsste. Welch ein Irrtum! Man hatte mich von Christus getrennt. Das begann schon bei der Taufe und setzte sich fort bis zum Gedächtnismahl, bei dem ich glaubte, kein Recht zu haben, das Brot und den Wein zu nehmen. Ich ließ mich von Jesu Gemeinschaft ausschließen, die doch lebenswichtig für uns ist:

 „Der Kelch des Segens, für den wir Gott loben, bedeutet er nicht Gemeinschaft mit dem Blut des Christus? Das Brot, das wir brechen, bedeutet es nicht Gemeinschaft mit dem Leib des Christus? Es ist ein einziges Brot. So sind wir als viele Menschen ein einziger Leib, denn wir alle haben Anteil an dem einen Brot.“  (1. Kor. 10:16, 17)

Und was hatte Jesus über sich selbst gesagt, als er vom „wahren Brot“ sprach?

„Ich versichere euch mit allem Nachdruck: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, könnt ihr das ewige Leben nicht in euch haben. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn an jenem letzten Tag von den Toten auferwecken.“  (Joh. 6:53, 54)

Man hatte mir durch hochtrabenden Unsinn den Christus gestohlen! Man hatte ihn geschickt vor meinen Augen verborgen und an seine Stelle die Organisation gerückt.

Der unbekannte Christus

Als ich das NT unter dem Aspekt „Jesus Christus in seiner wahren Bedeutung“ durchlas, stieß ich auf viele Passagen, die ich vorher so nicht wahrgenommen hatte. Da war zum Beispiel Kol. 3:1-17. Beim Lesen denke ich heute, dass Jesus den Zeugen Jehovas unbekannt ist. Allein die Verse 10, 11 geben schon zu denken:

„ … und seid neue Menschen geworden, die ständig erneuert werden und so immer mehr dem Bild entsprechen, das der Schöpfer schon in euch sieht.  Dann kommt es nicht mehr darauf an, ob ihr Juden oder Griechen, beschnitten der unbeschnitten, ob euer Volk zivilisiert oder primitiv ist, ob ihr Sklaven oder freie Bürger seid;entscheidend ist allein, ob Christus in uns lebt und alles wirkt.“

Das Anrufen des Herrn Jesus

„Nirgendwo in der Bibel steht, dass jemand zu Jesus gebetet hätte!“ So fasste ein Kreisaufseher die Lehre der WTG zu diesem Thema zusammen. Aber der gute Mann irrte gewaltig! Allein schon das Gebet des Stephanus widerspricht ihm. Hat Stephanus den Herrn Jesus nicht angerufen, als er sagte: „Herr Jesus! Nimm meinen Geist auf!“? (Apg. 7:59) Das war keine Ausnahme, denn wir lesen, dass die Jünger und die Apostel mit Jesus über das Gebet Kontakt hatten; sie sprachen direkt zu ihm. Es war also bei den frühen Christen üblich zu Jesus zu sprechen.

Das war keine Anbetung, wie sie nur Gott gebührt, aber es war Bitten und Danksagen, Respekt, Verehrung und Anerkennen seiner Mittlerolle. Mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit riefen sie ihren Herrn und Bruder im Himmel an.

Was hat die WTG daran auszusetzen? Biblisch läßt sich ihr Verbot, Jesus anzurufen, nicht begründen. Hat sie andere Motive? Ich denke schon und führe es darauf zurück, dass sie zum Antichristus tendiert. Und der will möglichst alle Menschen von Jesus trennen oder verhindern, dass sie zu ihm kommen.

Bei mir hatte man Erfolg, denn ich sah Jesus als Mitwirkenden bei den Engeln. Er wurde zwar als König gesehen (allerdings erst seit 1914), der einmal als Richter kommen sollte, aber als wirkliches Haupt der Christengemeinde  und als unser Bruder (Eph. 2:18, 19) galt er in der Praxis kaum, sondern nur in der Theorie! Man sagte zwar „Herr, Herr“, tat aber nicht genau, was er sagte (Mat. 7:21-23). Und das hatte Folgen, wie man sich denken kann.

Jesus schützt uns durch die Verbundenheit zu ihm

Seine gern zitierten Worte „Ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich“,  sollen ja seine Rolle als fürsorglichen Hirten ausdrücken. Hätte Jesus mich dann nicht davor bewahren können, mich den Zeugen Jehovas anzuschließen? Ich wollte doch immer „sein Schaf“ sein. Diese Frage hat sich nun für mich erledigt, weil ich heute weiß, dass ich nicht in seinem Namen getauft worden bin, dass ich keine Gemeinschaft beim Gedächtnismahl mit ihm hatte, und dass ich ihn nie angerufen habe. Wie muss er empfunden haben? Was muss er gedacht haben, wenn ich immer nur „Jehova, Jehova, Jehova“ sagte und als Floskel anfügte „Im Namen Jesu. Amen!“ ?

Wollte ich denn nicht wissen, dass sich vor Jesus Christus auch meine Knie beugen sollten, ja beugen müssen? Habe ich sein Klopfen überhört, als er vor meiner Tür stand? (Offb. 3:20) Es muss wohl so gewesen sein, dass ich beim lauten Donnern des Propaganda-Wasserfalls der WTG sein Klopfen nicht gehört habe. Aber Jesus hat nicht aufgegeben und immer wieder an meine Tür geklopft. Dafür bin ich ihm zutiefst dankbar! Nur wenn Jesus mein Herr ist und ich mit ihm verbunden bin, wird er mich vor Verführungen schützen!

„Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene [Jesus Christus] wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht.“  (1. Joh. 5:18)

Diesen Schutz hätte ich z. T. schon dadurch gehabt, wenn ich auf seine Warnungen gehört hätte! Zu oft warnten er und seine Apostel vor Betrügern und falschen Christussen, die mit hochtrabendem Unsinn Menschen verführen. Aber ich habe die Warnungen nicht auf mich bezogen, denn ich meinte ja „in der Wahrheit“ zu sein.  Ich muss jetzt feststellen, dass mein Herz blind war, weil ich mich in einer ähnlichen Lage befunden hatte, in der die Juden in der Zeit des Paulus waren. Paulus beschreibt ihre Blindheit so:

„Doch bis heute sind sie wie mit Blindheit geschlagen. Ihre Einstellung hat sich verhärtet, denn wenn die Schriften des Alten Testaments vorgelesen werden, liegt für sie eine Decke darüber, die nur durch die Verbindung mit Christus weggenommen werden kann. Ja, bis heute liegt diese Decke auf ihrem Herzen, aber sobald Israel sich dem Herrn zuwendet, wird die Decke weggenommen.  (2. Kor. 3:14-16)

Die WTG hatte es gut verstanden, mich vom Christus fernzuhalten: Nach ihrer Lehre war Christus „in erster Linie“ nur für die „144’000“ gestorben, nur für sie war er der Mittler, nur für sie war er der Bruder, nur sie waren Miterben, nur sie standen im Neuen Bund. Damit war ich aus der Hausgemeinschaft Gottes hinausgeworfen worden!

Jedenfalls ist mir deutlich geworden, dass ich die Voraussetzungen für den vertrauten Umgang mit Jesus nicht erfüllt hatte. Aber ich wurde trotzdem nicht allein gelassen! Gott sorgte dafür, dass ich auf den richtigen Weg kam! Jesus sah wohl ein verirrtes Schaf in mir und brachte mich heim. Wenn es auch ein Umweg über die Zeugen Jehovas war, schließlich kam ich ans Ziel.

Und wenn ich heute die Frage nach dem Warum stelle, dann weiß ich, dass das Streben nach einem guten Gewissen und nach Wahrhaftigkeit von Gott und seinem Sohn nicht übersehen wird. Wir gehen auf vielen Wegen durch Staub, Irrtum und Mühsal. Aber wir reifen unter Jesu Augen an den Schwierigkeiten auf dem Weg. Und wir kommen unserem Ziel näher, wenn wir es mit bereitwilligem Herzen und innerer Wahrhaftigkeit wollen. Unser Leben gleicht einer Pilgerreise, die oft durch das „Tränental“ führt. Unterwegs sind wir nicht allein. Gott macht unseren schwierigen Weg zum Segen, wie es im Psalm 84 angedeutet wird:

„Wie glücklich sind die Menschen, die einen sicheren Platz bei dir finden. Sie gehen schon in Gedanken auf Pilgerreise zu deinem Haus. Und müssen sie durch ein Tränental ziehen, wird es zum Quellort für sie, und der Herbstregen hüllt es in Segen. Mit jedem Schritt wächst ihre Kraft, bis sie vor Gott in Zion erscheinen.“  (Ps. 84:5-7)

 

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Ich bin sehr gerührt über diesen Artikel, und meine Augen sind mit Tränen gefüllt!
Immer wieder hatte und habe ich mich gefragt, wie soll ich beten!
Hier wurde mir erklärt, das ich auch Jesus anbeten darf!
Sehr gerne würde auch ich das Brot und den Wein mit anderen teilen und zu mir nehmen, doch ich weiss nicht wo!
Ich lese schon sehr lange hier auf BI mit und möchte mich ganz herzlich für die sehr guten und glaubensstärkenden Beiträge bedanken!

Wildblume

Hallo Tilo,
ich bin verwirrt…..hast Du Dich nochmals taufen lassen, oder nicht….oder hast Du den Namen Jesu angerufen, um die damalige Taufe gültig zu machen?
Ich bin 1978 getauft worden, ist denn meine Taufe ungültig? 🤔😬😢
die irritierte Wildblume 🌼🌼🌼

Django

Ein Freund, der weit weg wohnt, macht mir ein großzügiges Geld-Geschenk und befreit mich damit aus einer schlimmen Notlage. Als Zeuge Jehovas darf ich mich nicht mit einem Seufzer der Erleichterung gedanklich bei ihm bedanken wie etwa: “Danke lieber Freund, du hast mir aus der Misere geholfen …”, denn das wäre ja “Anbetung” und “Götzendienst”. Als Zeuge Jehovas darf ich auch nicht zum Telefon greifen und ihn “anrufen” um ihm gegenüber meine Gefühle der Dankbarkeit telefonisch zu äußern, das wäre ebenfalls wieder “Anbetung” und “Götzendienst”. Am besten wäre es als Zeuge Jehovas wohl die ganze Angelegenheit totzuschweigen und das Geld… Weiterlesen »

ATHALJA

Auch ich hatte mich 1970 einst unter dem „Alten Hingabegelöbnis“ taufen lassen. Hier kommt 2 Mal Jesus Christus vor: „…Rettung… kommt durch Jesus Christus.“ und „… Der Wille Gottes wurde mir durch Jesus Christus geoffenbart.“ Bei dem „Neuen Hingabegelöbnis“ wird Jesus a) lediglich als Opfergrundlage gewertet und b) durch die „Organisation Gottes“ radikalst ersetzt. Mein Hingabegelöbnis (das „Alte Hingabegelöbnis“) galt damals ausschliesslich JHWH. Unter Gebet habe ich 2005 für mich persönlich dieses Hingabegelöbnis mit einem neuen Wortlaut, bzw. Versprechen, ersetzt. Von nun an galt für mich Joh. 14:6: »Ich bin der Weg«, antwortete Jesus »Ich bin die Wahrheit, und ich… Weiterlesen »

Peter

Einer der besten Artikel, die je auf Bruderinfo aktuell veröffentlicht wurden.
Herzlichen Dank dafür! Jesus segne Dich, mein Bruder!

Sarah

Wieso ist es unklar zu wem wir als Christen beten sollen? Jesus lehrte seine Jünger wie sie beten sollten und zu wem. Dieses Gebetsmuster ist für alle Christen in Matth. Kap. 6 dokumentiert. Jesus erklärt deutlich, dass wir unsere Gebete an unseren Vater in den Himmeln richten sollen. Wer zweifelt und unsicher darüber ist, sollte diese wichtigen Passagen in der Bergpredigt wieder einmal lesen.
Viele Grüsse Sarah

Sarah

Betreffend Taufe möchte ich Folgendes bemerken: In der ganzen Christengeschichte gab es die verschiedensten Taufbekenntnisse und Rituale. Alle christl. Gruppierungen und Religionen hatten immer ihre eigenen Versionen. Auch unter den frühen Christen herrschte darüber keine Einigkeit sondern grosse Vielfalt. Es hat sich kein eigentliches “wahres” oder richtiges Bekenntnis herauskristallisiert. Es wurde uns keines in der Bibel überliefert ausser die letzten Worte Jesu an seine Apostel vor seiner Himmelfahrt. Mit diesen Worten formulierte Jesus seinen Auftrag aber kein Bekenntnis. Die Taufe symbolisiert somit den Neuanfang eines Lebens, dass sich der Autorität Gottes und seines Sohnes sowie der Wirkung des Hl. Geistes… Weiterlesen »

Matthew

“Die WTG hatte es gut verstanden, mich vom Christus fernzuhalten: Nach ihrer Lehre war Christus „in erster Linie“ nur für die „144’000“ gestorben, nur für sie war er der Mittler, nur für sie war er der Bruder, nur sie waren Miterben, nur sie standen im Neuen Bund. Damit war ich aus der Hausgemeinschaft Gottes hinausgeworfen worden!” Ich kann vielem hier gesagtem zustimmen… allerdings – u.a. eine Sache finde ich etwas schade: Dass die Möglichkeit für Christen, auf der Erde zu leben so völlig ausgeschlossen und als unbiblisch (untragbar) dargestellt wird, als wenn das Leben auf der Erde eine Strafe und… Weiterlesen »

Heinz G.

„Warum hat Gott zugelassen, dass ich mich den Zeugen Jehovas angeschlossen habe?“ Wer solche Fragen stellt, den frage ich immer: Warum hat Gott zugelassen, dass Hitler mit seinen engsten Kumpanen 10 Minuten früher als sonst üblich, das Hofbräuhaus in München verlies. Dort fand regelmäßig jährlich sein Treffen mit alten Gesinnungsgenossen statt. Wäre er wie üblich geblieben, hätte die Stprengladung des Schwaben Georg Elser’s ihn in die Luft gejagt und 60 Millionen Menschen wären am Leben geblieben einschließlich 6 Millionen vergaster Juden. Elser hatte mehrere Jahre den Sprengstoffanschlag vorbereitet und aus einem Steinbruch, in dem er arbeitete, genügend Sprengstoff auf die… Weiterlesen »

ATHALJA

Lieber Logofilus, schön wieder von Dir zu „hören“. Du hast einen Auftrag an mich gerichtet der so lautete: „Bitte zeige mir eine Stelle im NT, wo “JHWH” vorkommt. ES GIBT KEINE!“ Es stimmt, wenn Du sagst, dass der Name JHWH (oder Jehova oder Jahwe) im NT nicht vorkommt. Bedeutet das aber, dass er nicht dort hingehört? Mein Argument dazu ist folgendes: Paulus hat bekanntlich mehrere Zitate aus dem AT in seinen Briefen genannt. Ein Beispiel hierfür ist da 1. Kor. 1:31. Wenn hier von Paulus auf Jer. 9:22,23 Bezug genommen wird, dann ist es für mich logisch, dass er den… Weiterlesen »

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Liebe Freunde, ich möchte auch einen kurzen persönlichen Kommentar abgeben: ich bin “in der Wahrheit erzogen worden” – in einer 8-köpfigen Patchworkfamilie (meine Mutter starb früh; mein Vater heiratete wieder – eine Frau, die mit 3 Kindern in diese neue Familie kam). Meine Kindheit war durchaus unerfreulich- auch wegen der früheren Interpretation von Sprüche 22:15. Noch nicht volljährig, verließ ich mein Elternhaus, schloss mich aber an meinem neuen Wohnort der dortigen Versammlung an. Ich wurde gut aufgenommen, vermutlich, weil man “Exoten” wie mich dort spannend und unterhaltsam fand. Aber es ging mir nicht schlecht. Mit 19 Jahren ließ ich mich… Weiterlesen »

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Parker

Hallo Bruderinfo, Ich fühle mich wie der verlorene Sohn, nur mit einem Unterschied. Ich habe niemanden wo ich zurück kann. Seid gut 5 Jahren bin ich untätig. Warum: ich habe gesehen wie mit Menschen die sozial eingestellt sind umgegangen wird. Die die Anforderungen der WTG für Sie belastend waren…trotz allem versuchten sie mit ihrer Unvollkommenheit und Lebensumstände alles recht zu machen und letztendlich sich selber oder ausgeschlossen wurden. Alls ich eine Sünde begann und diese zu tiefst beim Gremium bereute …. entkam mir der Ausschluss… nichts desto trotz musste ich selbst erfahren das das anvertraute gegen mich verwendet wurde. Ich… Weiterlesen »

Beatrix

Danke für deine Worte in der für mich schweren Zeit . Ich bin kein getaufter Zeuge aber lebe den Glauben schon über 40 Jahre. Schon als Kind wurde ich von meiner UrOma, Oma und Tanten zu den Versammlungen mitgenommen was sich sehr auf mein späteres leben ausgeübt hat. Ich hatte immer Harmagedon seine Auswirkungen und die glücklichen Menschen die das überstanden haben vor Augen Da meine Eltern den Glauben nicht teilten hatte ich ein fast weltliches leben geführt aber immer mit Einen schlechten Gewissen, mit dem Wissen das Ende nicht zu überleben. Meine Gebete zu jehova wurden immer inbrünstiger und… Weiterlesen »