Seelsorge in der WTG?

Es ist manchmal gut, in Erinnerungen „spazieren zu gehen“. Bei so einem Spaziergang fiel mir kürzlich eine Mappe mit Briefen meines verstorbenen Freundes in die Hände. Beim Lesen wurde die Vergangenheit wieder lebendig – und auch der Schmerz.

Mein Freund ist aus Angst und aus Mangel an Liebe gestorben! Das ist nicht so ungewöhnlich, denn das widerfährt immer wieder empfindsamen Menschen, weil wir in einer hündischen Welt leben.

Aber es ist besonders schmerzlich, wenn man denkt, dass es nicht hätte sein müssen.

Er berichtete in seinen Briefen von Zeit zu Zeit immer wieder von gefühllosen Angriffen auf seine menschliche Würde, beklagte die Oberflächlichkeit und die kumpelhafte, aber unehrliche Freundlichkeit der Ältesten. Auf große Worte folgten keine Taten!

Das war 1991. Damals schon überlegte er, ob er nicht seine Koffer packen sollte. Zwei Jahre später geriet er in eine erneute Lebenskrise, die aus seiner psychischen Erkrankung kam: Er spürte die Vorzeichen eines Suizids. In seiner Not schrieb er an einen führenden Ältesten und bat um Hilfe. Auf eine Antwort wartete er vergebens. Der Brief wurde zwar in der Ältestenschaft herumgereicht, aber es blieb bei der Stille!

Dann schrieb er noch einen Brief, aber auch hier speiste man ihn mit einem herzlosen Schweigen ab! Es kam kein Besuch, kein Anruf, kein mitfühlendes Wort und keine menschliche Geste. Ein Jahr später nahm er sich in seiner Verzweiflung, durch entsetzliche Angst in die Ausweglosigkeit getrieben, das Leben. Die einzige mir bekannt gewordene Reaktion darauf war die Behauptung: „Der hat keine Auferstehung!“.

In seinem allerletzten Brief an mich stand: „Ob wir uns je wiedersehen, liegt in Gottes Ermessen. … Es hätte ein schönes Leben werden können.“

Mangel an Liebe

Diese Erfahrung macht auf ein allgemeines Poblem aufmerksam: Es ist ein großer Mangel an Liebe, Mitgefühl und Barmherzigkeit, der mithilft, dass sich Menschen das Leben nehmen. Was ist los in den Versammlungen der Zeugen Jehovas? Mein verstorbener Freund schrieb dazu:

„Natürlich wirst du sagen, ich soll nicht soviel auf Menschen schauen, aber ich kann ohne die Liebe meiner Brüder nicht leben und ich kann nicht akzeptieren, dass nur Brüder anerkannt werden, die eine große Zahl von Predigtdienststunden aufweisen können. Das scheint mir nämlich der Modus der Bewertung bei unserem Herrn Oberstatistiker zu sein. … Wir sind ja auch seelisch für einander verantwortlich und benötigen Mitgefühl.“

Damit hat er schon das Grundübel beim Namen genannt!

Ich will hier nicht den teilnahmslos zusehenden Ältesten die Schuld am Suizid geben! Man kann an einem Herzinfarkt sterben, aber auch an einer Depression. Und manche Psychosen enden einfach im Tod. Wenn Depressionen ein Schmerzreiz der Seele sind, weil das Leben nicht mehr stimmt, dann wäre zu fragen, wie viel es braucht, bis ein Mensch zerbrochen ist und er sich das Leben nimmt.

Am Anfang dieses mit 50 Jahren beendeten Lebens stand eine furchtbare Angsterfahrung des Kindes, die eine dauerhafte Wunde blieb, die nicht heilte, sondern durch „Erziehung“ und später durch lieblose Behandlung immer wieder aufgerissen worden ist. So ähnlich geht es vielen. Das Leben überfordert sie und wenn dann niemand da ist, der sich dem Leidenden menschlich zuneigt, dann ist es schlimm und der Depressive findet aus seinem Teufelskreis nicht heraus. Und am Ende haben viele Menschen daran mitgewirkt, dass hier ein armer Mensch am Leben scheitern musste. Jeder hat seine Kleinigkeit dazu getan, bis  die Last nicht mehr zu tragen war.

Nun ist das ja in der Welt zu oft grausige Wirklichkeit. In den Kirchen gibt es amtlich bestellte Seelsorger, die den Verzweifelten helfen sollen. Aber wie soll es in einer christlichen Gemeinschaft sein? In der Christenversammlung hat jeder die Aufgabe, in dieser Hinsicht tätig zu sein! „Redet bekümmerten Seelen tröstend zu!“ (1. Thes. 5:14) Wir tragen also füreinander Verantwortung! 

Die spezielle Situation bei den Zeugen Jehovas

Die Zeugen Jehovas zitieren gegenüber Außenstehenden gern die Worte Jesu: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ (Joh. 13:35)

Und dann sagen sie, dass es diese „wahre“ Liebe bei ihnen gibt. Sie behaupten, dass es Seelsorge bei ihnen gibt: “Jede Gemeinde oder Versammlung wird von einer Gruppe Ältester seelsorgerisch betreut.” Ob sie dabei den Mund nicht zu voll nehmen? Sie machen der Öffentlichkeit auch klar, dass sie Liebe zu allen Menschen haben, weil sie ihnen ja predigen.

Es stimmt auch, dass zu Beginn der 90er Jahre in einem Brief des Zweigbüros in Deutschland die Ältesten gebeten wurden, auf Menschen mit Suizidzeichen zu achten, aber wie oft kam das vor? Der WTG ist dieses Problem gut bekannt, denn es wird immer wieder einmal thematisiert. Aber man kann Liebe nicht verordnen wie ein Medikament! Sie ist eine Frucht des Geistes Jehowahs und nicht die einer menschlichen Organisation!

Das Problem ist dem ganzen System eigen, denn es ist auf Effizienz angelegt, auf „Erfolg im Predigtdienst“, auf „vollen Einsatz“ in der Firma WTG, auf Fortschritt und noch mal Fortschritt für die Organisation! Bis heute erlebe ich, wie in den Versammlungen die Liebe erfriert. Erstaunlich, dass es derselbe Trend ist wie in der ganzen Welt. Erste Opfer dieser Eiszeit werden auch in der Zukunft die Gefährdeten sein, die ohnehin am Rand stehen und sich verlassen fühlen. Wie viel fehlt ihnen noch, um zu fallen?

Warum?

Ich frage heute noch, warum es so viele Unerquickte, so viele psychisch Kranke, soviel Mutlosigkeit und soviel stures und freudloses Durchhalten gibt? Warum sind so viele von Psychopharmaka abhängig? Warum ist das Feuer des Geistes häufig erloschen? Warum blüht die Liebe so selten auf? Warum fühlt man sich nicht mehr so richtig wohl? Warum ziehen sich immer mehr von den Versammlungen zurück?

Das tun sie doch nicht, weil sie den Glauben an Gott und Christus verloren haben, sondern weil sie frieren und das Gefühl haben, seelisch zu verhungern! Das  Wegbleiben ist ein Symptom für die geistige Windstille, für den Organisationskult, der wenig menschliche Wärme zulässt. In diesem Zusammenhang ist ein durchschnittlicher Ältester schlicht überfordert, wenn man von ihm erwartet, dass er für einen depressiven Menschen aktiv werden soll.

Es fehlt an vielen Stellen: Kaum jemand nimmt sich die Zeit, zuzuhören, ohne Vorwürfe zu machen oder fertige Rezepte zu verteilen nach dem Motto „Sei geistig gesinnt! Studiere mehr! Bete mehr! Predige mehr!“  Es fehlt oft genug auch an Empathie und an Herzen, die Augen haben und einen Blick für die Leidenden haben. Ich muss betonen, dass nicht alle Ältesten so oberflächlich sind. Aber es sind zu viele so, weil sie den Vorschriften und Vorgaben einer Organisation gehorchen, die wirtschaftliche Effizienz und Erfolg will.

Seelsorge unter den Zeugen Jehovas

Das Thema Seelsorge ist rasch zusammengefasst: In den einzelnen Gruppen, denen ein Ältester vorsteht, wird der Predigtdienst organisiert. Es finden von Zeit zu Zeit „gesellige“ Zusammentreffen im privaten Rahmen statt, bei denen die Bibel gelesen wird. Es sind eher „Kameradschaftsabende“, die nahezu folgenlos ablaufen. Menschliche Nähe ist eher selten festzustellen.

Daneben gibt es noch die „Hirtenbesuche“, die von einem Ältesten „vorbereitet“ werden, indem er sich die Schwächen eines Bruder oder einer Schwester im Predigtdienst und im Versammlungsgeschehen aussucht. Darüber doziert er gewöhnlich, nachdem ein einleitendes Lob ausgesprochen worden ist. Er macht dann Vorschläge, wie man sich im Predigtdienst verbessern könnte, wie man bessere Kommentare geben könnte usw. Und dann geht man wieder. Um das Ganze praktisch abzurunden trifft der Älteste dann eine Verabredung zum Predigtdienst oder bietet ein „Buchstudium“ an. Hier wird ein Büchlein der WTG „studiert“, d. h. der Betreffende wird noch einmal, wie vor Beginn seiner Mitgliedschaft indoktriniert, in der Hoffnung, dass er ein besserer Verkündiger wird.

Was ich hier geschildert habe, ist kein Sonderfall, sondern die Normalität, wenn auch nicht in allen Versammlungen der Zeugen Jehovas. Auch wenn es einzelne Älteste gibt, die sich ihrer Geschwister wirklich und herzlich annehmen, bleibt ein Riesendefizit! Ich habe es eher selten erlebt, dass bei wirklichen Problemen des Lebens geholfen worden ist, indem man menschliche Nähe bewies, Wärme, Mitgefühl und Barmherzigkeit zeigte.

Was ich immer wieder sah, war das Anlegen einer Liste für Hirtenbesuche! Aber immer wieder stellte es sich heraus, dass sie nicht „abgearbeitet“ wurde. So stehen die Betroffenen mit den wahren Problemen des Lebens gewöhnlich allein in der Kälte und frieren. Da geht es ihnen wie dem überfallenen Mann aus dem Gleichnis Jesu: Der Priester und der Levit gingen sehenden Augen auf der anderen Straßenseite vorüber.

Die Voraussetzungen für gute Hirtenarbeit oder Seelsorge

Man kann einem Menschen nur dann wirklich helfen, wenn man ihn liebt! Dazu gehört es, ihn als einzelnen und besonderen Menschen willkommen zu heißen. Dazu gehören Liebe, Freundschaft, Mitgefühl (Empathie) und das Zulassen von menschlicher Nähe. Es gehört auch die Einsicht dazu, dass wir alle füreinander verantwortlich sind! Diese Verantwortung wird uns niemals abgenommen! Aber statt für Menschen fühlt man sich tatsächlich eher für die Organisation verantwortlich und dafür, dass in ihr alles gut funktioniert!

So kann die Verantwortung für den einzelnen wertvollen Menschen auf ein Götzenbild übertragen werden. Dieses Götzenbild duldet „keine anderen Götter neben sich“. Die Menschen in der Organisation dienen als Mittel zum Zweck. Und wo eine christliche Gemeinschaft den Einzelnen zum Erwachsenen heranbilden sollte (Eph. 4:14; Hebr. 5:14), wird das geistige Erwachsenwerden, das in einer gesunden Ich-Stärke besteht, mit großem Misstrauen betrachtet.

Und die Folgen haben wir vor uns: Geistig unmündige Menschen, die in Abhängigkeit zur Organisation gehalten werden. Es wird ihnen eingetrichtert, dass sie nicht ohne die Organisation sinnvoll leben können! Man behauptet, dass sie nur in der Organisation gerettet werden können! Sie sollen blind und taub der Führung durch die Organisation folgen! Das ist Götzendienst, und Götzendienst ist ein Verbrechen am Menschen!

Und es ist uns klar, dass nur wahrhaftige Christen in der Lage sind, Menschen in seelischer Not beizustehen. Denn die Voraussetzungen für ein gutes und liebevolles Klima unter christlichen Geschwistern werden durch den heiligen Geist geweckt und gefördert. Erst wenn das Feuer des Geistes Gottes im Herzen brennt, entsteht Seelsorge.

Wenn das so ist, dann sollte es in einer Versammlung von Christen nicht zu einer geistigen Eiszeit kommen, denn die Wirkung des heiligen Geistes kann nicht ausbleiben, wenn man sie zulässt. Lässt man sie aber nicht zu, weil ein „theokratisches Gesetz“ den Geist aussperrt und das Wohl der Organisation ganz oben steht, dann kann man nur noch erfrieren – oder gehen. Denn in so einer Eiszeit gedeihen nur noch „Eisblumen“ wie Heuchelei, Misstrauen, Doppelmoral, Konkurrenzgeist, Funktionärswesen, Druck und Lieblosigkeit. Dann wachsen auch Psychosen gut und psychosomatische Krankheiten auch.

Es kann nicht im Sinne Jesu sein, dass in einer Gemeinschaft einige sich ‚wie die Axt im Wald’ verhalten und andere sich dann um die Schäden kümmern, die aus Mangel an Respekt und durch Lieblosigkeit entstanden sind. Es kann nicht Jesu Absicht sein, dass Menschen zu „Randfiguren“ abgestempelt werden, weil sie nicht in das Bild passen, das die Organisation von einem „eifrigen Zeugen Jehovas“ malt. Es kann nicht sein, dass sie vollends hinausgedrängt werden und wie verlorene Schafe werden. 

Der Mensch und erst recht der Christ möchte um seiner selbst willen respektiert und geliebt werden! Erst das ist Bruderschaft, wenn man sich gegenseitig Mut macht, liebt und Barmherzigkeit pflegt! Bruderschaft bedeutet, dass man sich gegenseitig willkommen heißt und annimmt! Das sind alles Wirkungen des heiligen Geistes. Aber dafür bietet die Organisation wenig Raum. In ihr wird man geliebt, wenn man ein „vorbildlicher Verkündiger“ ist.

Bist du etwas anderes, dann hast du Pech gehabt! Dann kannst du sehen, wie du zurecht kommst. Um „Randfiguren“ braucht man sich wohl nicht zu kümmern. (Der Begriff stammt aus dem Brief eines Kreisaufsehers an das Zweigbüro und er wurde in der Antwort an ihn nicht korrigiert, sondern noch verstärkt!). Und es gibt ja viele „Randfiguren“, wenn ich an die Schwachen, Alten, Vereinsamten und Kranken denke, die man in der Regel mit ihren Sorgen allzu oft allein lässt.

Wie anders ist die Aussage der Bibel!

Ich möchte den Gegensatz zwischen dem Betrieb der WTG und dem Christentum verdeutlichen. Dazu braucht man nur zwei Bibelstellen:

„Denkt nicht höher von euch, als es angemessen ist, und seid besonnen! … Genauso sind wir alle in Verbindung mit Christus ein Leib und einzeln genommen Glieder, die voneinander abhängig sind. …

Wenn jemand die Gabe der Seelsorge (oder: Gabe der Ermutigung) hat, dann soll er sie ausüben. …

Liebe muss echt sein, ohne Heuchelei! Verabscheut das Böse, haltet am Guten fest. Seid einander in herzlicher geschwisterlicher Liebe zugetan. Übertrefft euch in gegenseitigem Respekt! Werdet im Fleiß nicht nachlässig, lasst den Geist in euch brennen und dienst so dem Herrn! Freut euch, weil ihr Hoffnung habt, bleibt standhaft in Bedrängnis, seid treu im Gebet!

Nehmt Anteil an den Nöten der Gläubigen und helft ihnen. Bemüht euch um Gastfreundschaft! Segnet eure Verfolger, wünscht ihnen Gutes und verflucht sie nicht! Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen! Seid miteinander auf das gleiche Ziel bedacht! Strebt nicht hoch hinaus, sondern lasst euch auch von geringen Dingen in Anspruch nehmen! Haltet euch nicht selbst für klug! …

Vergeltet niemand Böses mit Bösem! … Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit dem Guten!“

(aus Römer 12)

„Gilt bei euch so etwas wie eine Ermutigung, Christus zu folgen? Gilt ein tröstender Zuspruch, der aus der Liebe kommt, eine Gemeinschaft durch den heiligen Geist, ein herzliches Erbarmen? Dann macht doch meine Freude vollkommen, indem ihr in derselben Einstellung und Liebe von ganzem Herzen zusammensteht und nichts aus Streitsucht oder Ehrgeiz tut!

Seid vielmehr bescheiden und achtet andere höher als euch selbst! Denkt nicht nur an euer eigenes Wohl, sondern auch an das der anderen. Eure Einstellung soll der von Christus gleichen.“  (Phil. 2:1-5)

 

Und mehr wäre nicht zu sagen. Das ist so klar und eingängig, dass man nicht darüber diskutieren muss. Wir sind als Menschen dazu geschaffen, genauso zu handeln! Und nur das entspricht der Absicht Jehowahs. Um das zur Tat werden zu lassen, braucht man keine psychologische Ausbildung zum Seelsorger. Man braucht nur Augen, Augen des Herzens, die wirklich sehen können und dann den Geist Gottes, um zu handeln. Und daran kann es einem Christen eigentlich nicht fehlen!

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Furiel

Danke Tilo, wichtige Gedanken, die mich selber gerade sehr “quälen”. Aber davon bin ich überzeugt,  dass das die eigentliche Arbeit eines Christen ist, diese Einstellung Christi immer mehr an den Tag zu legen. Und nicht immer und überall alles besser zu wissen als die Anderen …

Man

Ist schon irgendwie verrückt.

Ich habe auch mal versucht mit einigen Brüdern darüber zu sprechen was wir da eigentlich machen.

Ende vom Lied?

Am Wochenende liebevolle Ermahnung durch zwei von der Ältestenschaft ernannten Hirten!

Schaun wa ma.

Jesus sagte ja wer Stellung für ihn bezieht bekommt Prügel.

So läuft das in der Heiligen Mutter Kirche “J W. Org”

Na denn………….

Ingolf Mann

Am Sonntag habe ich mir die Vorträge im Original von den Vertretern der LK angehört und angesehen, und zwar auf Broadcast. Interessant war, was Morris als Ursache für die Rückzug vieler unserer Brüder sagte https://tv.jw.org/#de/mediaitems/StudioTalks/pub-jwb_201707_2_VIDEO (9:04min): “Manchmal hört man, dass sie die beiden Bücher (Gottes liebe, Was lehrt die Bibel) nicht zu Ende studierten”. Als wenn dies Ersatz dafür ist, dass man die Liebe, dass Kennzeichen wahrer Christen, nicht findet.  (Vielleicht sollte Morris mal auf BI recherchieren, wie viele die Lieblosigkeit satt haben) Das dies die Meinung der WTG ist, habe ich am eignen Leib verspürt. Als ich sagte, im… Weiterlesen »

Jesu kleiner Bruder

Lieber aufrichtiger Noch-Zeuge Jehovas, es war Jesus Christus, der in Bezug auf die Schriftgelehrten und Pharisäer seiner Tage sagte: “Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut; aber nach ihren Werken tut nicht …” (Matth. 23:3, Schlachter). – Auch euch wurde gesagt, dass ihr euch in der Woche vom 4. bis 10. Dezember 2017 bitte an das angeordnete Bibelleseprogramm der Z.J. halten möget. Auf dem Programm steht u.a. das Bibelbuch Haggai. Hier sollet ihr wirklich tun, was sie euch sagen, denn am Bibellesen ist nichts Verkehrtes. Betet zuvor um den heiligen Geist Gottes, so… Weiterlesen »

Lawmen

Der Artikel von Tilo hat es auf den Punkt gebracht. So habe ich die Versammlung, mit der ich damals verbunden war, auch erlebt, genauso! Das schlimmer an dem Zeugen-Dasein ist ja die traurige Tatsache, dass man sich keinen Ausgleich schaffen kann, denn das würde ja bedeuten, dass man dann mit den bösen bösen Weltlichen Gemeinschaft hat. Das was die Ältesten praktizieren, sind Werke nach dem Motto: laber laber laber, aber keine Liebe aus dem Herzen heraus. Sie haben es ja auch nicht anders gelernt. Auch predigen sie nicht das, was Jesus gepredigt hat, und gem. Galater 1 : 8 ist… Weiterlesen »

Noomi

 

Möchte ein Gedicht einfügen, das wie ich denke zum Thema von Tilo passt.
LIEBE BRINGT EIS ZUM SCHMELZEN
 
Unter den kalten Winden des rauen Alltages geht
viel Wärme verloren, stockt und gefriert
der Fluss von Zuneigung und Sympathie. 
 
Wo sich Liebe einnistet, sich breit macht
und ansteckt, dort bricht das Eis.
Dort flüchtet die Kälte und feiert Wärme
und Erwärmen vornehme Siege 
 

 
Ansonsten schliesse ich mich dem an, was Furiel meint: Nämlich, dass es die eigentliche Arbeit eines Christen ist, die Einstellung Christi immer mehr an den Tag zu legen. Und das immer und überall und jeden Tag, auch hier im BI !!!
Noomi
 

Westworld

In die Freikirche (FeG) in die ich öfters gehe, gibt es ausgebildete Seelsorger, die nach dem Gottesdienst für Gespräche und beten etc.. zur Verfügung stehen.. Diese stehen nach dem Schlussgebet auf und können angesprochen werden, wenn jemand ein Problem hat oder Hilfe und Zuspruch braucht. Solch eine Einrichtung findet man bei den ZJ nicht. “Schwere” Sünden anzusprechen, würde ja bei den ZJ eh ein Rechtskomittee zur Folge haben… Solch ein Tribunal gibt es bei der FeG nicht, im Gegenteil… !

 

Grey Goose

Die spirituelle Entwicklung  des Menschen und dessen Suche nach Wahrheit kann nur dann erfolgreich verlaufen, wenn sie frei von Angst geschieht. Deshalb sind Religionen, die mit Ängsten arbeiten, für die aufrichtige Wahrheitssuche ungeeignet.

Petrus111

Liebe Freude, ich kann ehrlich sagen, dass ich in 30 Jahren JZ-Zugehörigkeit gute Freunde hatte, die mir auch praktisch geholfen haben und die ein Ohr für alle meine Sorgen hatten. Ob diese Menschen deshalb so waren, weil sie JZ waren, das weiß ich nicht – aber es gab solche Menschen in der Versammlung. In den letzten Jahren vor meinem Verlassen der Org wurde es schlechter – aber nicht so, dass ich sagen würde, die Versammlung sei völlig lieblos gewesen. Also ich habe mit diesen Menschen durchaus viele positive Erfahrungen gemacht. Heute halten sich alle aus meinem früheren engen Freundes –… Weiterlesen »

Schneeflocke@Tilo

Lieber Tilo, Du sprichst mit dem Thema Suizid einen sehr sensiblen Bereich an. Dein Bericht hat mich betroffen gemacht. Auch Deine eigenen schmerzvollen Erinnerungen. Du scheinst ja auch einen liebevollen Kontakt zu ihm gehabt zu haben. Man kann ein- und dieselbe Situation von vielen Standpunkten aus sehen und keine muss falsch sein. Viele der kühlen Älteste sind selbst Opfer der Anweisungen des Sklaven. Viele haben selbst nicht die wahre Gnade und Barmherzigkeit erkennen können, da sie durch die jw.org Lehren irregeführt, verblendet und selbst verführt wurden. Viele sind heutzutage schon selbst hineingeboren worden, einige haben noch die Härte des Krieges… Weiterlesen »

Horst

Danke Tilo. Du hast soviele zutreffende Gedanken ausgedrückt, in Anbetracht dieser ist so vieles andere unnütze Korintenkackerei, Wortklauberei und Rechthaberei, was hier z.T. diskutiert wird. Was ist das alles wert im Vergleich zu einem Menschenleben … “Seelsorge” gibt es nicht bei den Zeugen Jehovas.  “Hirtenarbeit” auch nicht. Das in Wort, Bild und Lehre vermittelte Bild des Standard-Christen bezeichnet einen gefühllosen Sekten-Roboter, eingefügt in eine Scheinwelt, geprägt durch zusammenhanglose Schlagworte. Diese kinderbuchmässig gezeichneten Glückskinder gibt es in der Realität selbst bei Jehovas Zeugen nicht. Der Rest ist einfach Dummheit. Depressionen sind Erkrankungen des Stoffwechsels im Gehirn. Wie soll ein Postenstreber mit… Weiterlesen »

Jesu kleiner Bruder

An alle aufrichtigen Noch-Zeugen Jehovas! In dem Portal Bruderinfo-aktuell werden fortlaufend Miss-Stände in der Organisation der Z.J. aufgedeckt, beleuchtet und Licht ins Dunkel gebracht. In mittelalterlichen Gemälden wird der Prophet Zephanja gerne als ein Mann mit einer Lampe von Künstlern dargestellt. Das rührt wohl aus den Worten aus Zephanja 1:12 (NW): “Und es soll geschehen zu jener Zeit, dass ich Jerusalem sorgfältig mit Leuchten durchsuchen werde.” Liebe Noch-Zeugen Jehovas, in der Woche vom 4. bis 10. Dezember 2017 seid ihr aufgefordert, im Rahmen eures angeordneten Bibelleseprogramms u.a. das Bibelbuch Zephanja zu lesen. Bittet um die Hilfe des heiligen Geistes, so… Weiterlesen »

Paul.Z21

Liebe Leidgenossen und Aufgewachte! Wir alle sind in dem Religionsunternehmen JW.ORG durch die Hölle gegangen, jetzt aber heilfroh, diesem totalitären Zwangssystem, der wohl raffiniertesten, boshaftesten und weltweit agierenden Psychoterrororganisation, die das Medienzeitalter jemals hervorgebracht hat, entkommen zu sein. Diese neu gewonnene Freiheit ist vor allem eine innerer Freiheit, die uns befähigt, selbstbewusst und mit wachem Geist selbstverantwortlich und selbstbestimmt, Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Es ist diese Selbständigkeit und Mündigkeit, die die Organisation ständig zu unterhöhlen und zu untergraben sucht und in der Aussage gipfelt: Allein bist Du nichts, aber in der Organisation bist Du was! Das ist eine der… Weiterlesen »

Aesculap

Hervorragend…., fantastisch geschrieben‼️ Der Verfasser dieses Artikel trifft der Nägel genau auf dem Kopf‼️
 
Das Artikel beschreibt ein Bruderschaft und Organisation mit sehr viele Parallelen und Ähnlichkeiten als der „Organisation“ wie diese zur Zeit Jahuscha (Jesus) funktioniert hat. Welche zu der Tot Jahuscha (Jesus) und viele andere geführt hat…… ???? ???? ???? ????

Iris

Lieber Tilo , vielen Dank , für deinen zu Herzen gehenden Bericht . Du hast ja so recht , man kann Menschen nur dann wirklich helfen , wenn man sie aufrichtig liebt . Die Organisation der ZJ hat jedoch dadurch , daß sie ihre eigenen theokratischen Gesetze geschaffen hat , die Liebe durch Erfolg ersetzt . Nur diejenigen werden geliebt und gehätschelt , die vorbildliche Verkündiger sind .Diejenigen , die durch Krankheit oder Alter und anderen Umständen nicht so können , werden nur pflichtmäßig mal gefragt , wie es ihnen geht . Hat man die Möglichkeit , mal zu erzählen… Weiterlesen »

Tilo

Tilo an Schneeflocke: Normal 0 21 Liebe Schneeflocke,   als ich heute Morgen deinen Kommentar meiner Frau vorlas, sagte sie: „Siehst du, so gefühlvoll schreiben Frauen!“ Die Geschichte von Paderewski und dem kleinen Jungen hat uns ebenso gefallen wie dir.    Ich möchte noch etwas zum Thema „Verantwortung“ gerade rücken: Natürlich trägt jeder seine eigene Last. Trotzdem sind wir füreinander verantwortlich, weil wir helfen können und müssen, dass unser Nebenmann seine Last auch tragen kann. Diese Verantwortlichkeit ist – wie du geschrieben hast – begrenzt. Sie ist begrenzt, weil wir oft ohnmächtige Menschen sind.    Da du kleine Geschichten liebst,… Weiterlesen »

Anna

Lieber Tilo, liebe Schwestern und Brüder, danke für deinen Bericht. Diese Zeilen deines Freundes zu lesen machen mich betroffen. Möglicherweise habe ja auch ich, ohne es zu wollen, in meiner “eifrigen” Zeit versäumt Trost zu spenden. Wie einige schon kommentiert haben liegt es ja meist nicht an Böswilligkeit sondern an Mangel an Zeit. Versammlungsbesuch, Treffpunktbesuche und Predigen, Vorbereitung (auch auf die Aufgaben), Familienstudium, Saalreinigung… Hinzu kommt, dass die Brüder sich nicht für geeignet halten Mitgefühl zu zeigen und hoffen ein anderer übernimmt dies.  Und eigentlich bräuchten sie selber Mitgefühl und vermissen Trost. Darüberhinaus gibt es ja auch für die normalen… Weiterlesen »

stoertebeker

Lieber Tilo.

hab alles gelesen, stimmt leider alles. Guter Artikel!

Liebe Grüße Störti

Lichtspender

Liebe BI-Gemeinde, was wir von der WTG erwarten, müssen wir natürlich hier auch selber vorleben und besser machen. Gelingen wird uns das natürlich nicht immer – ich nehme mich da gar nicht aus. In dem obigen Artikel hieß es sehr richtig: “Es kann nicht im Sinne Jesu sein, dass in einer Gemeinschaft einige sich ‚wie die Axt im Wald’ verhalten und andere sich dann um die Schäden kümmern, die aus Mangel an Respekt und durch Lieblosigkeit entstanden sind. Es kann nicht Jesu Absicht sein, dass Menschen zu „Randfiguren“ abgestempelt werden, weil sie nicht in das Bild passen”. In den vergangen… Weiterlesen »

Wahrheit

Lieber Tilo , vielen Dank für deinen Artikel!

Es beschreibt, denn IST ZUSTAND, in denn Versammlungen!

Es Interessierte , nur OB DU IMMER REGELMÄßIG DA BIST UND DEIN DIENSBERICHT!

Der MENSCH, INTERESSIERT NIEMANDEN!

So GEFÜHLLOS, ist es in der SOGENANNTEN WAHRHEIT!

Aber ich Bitte darum , an ALLE das nicht ALLE AUFHÖREN KÖNNEN, ZEUGEN JEHOVAS ZU SEIN!!!

Es gibt viele Gründe, WARUM man denn ANSCHEIN noch WAHRT!!!

Für alle die Wie ICH NOCH DRIN , SIND wünsche ich MIR , RESPEKT , VERSTÄNDNIS UND GEDULD!!!

Familiäre PROBLEME , könnten zu Tage kommen WIR IHR ALLE SELBER WISST!

AUFGEWACHT , BIN ICH SCHON LANGE SEIT ÜBER 10.JAHREN!!!

 

Noomi

DANKE lieber Lichtspender
Das war einfach mal nötig zu sagen. Auch ich wollte aufhören hier zu lesen.
Ansonsten schliesse ich mich dem an, was Furiel neulich schrieb: Nämlich, dass es die eigentliche Arbeit eines Christen ist, die Einstellung Christi immer mehr an den Tag zu legen. Und das immer und überall und jeden Tag, auch hier im BI !!!
Noomi

Kopfüber

Also vielleicht würde das ja auch helfen, dass sich nix in ne „unchristliche Richtung“ entwickelt, wenn sich hier nicht alle in kryptisch nebulösen Andeutungen in gegenseitiger Meisterschaft übertreffen wollten. Und statt dessen offen angesprochen was anscheinend als „diplomatische Faupax“ oder gar „Skandal“ empfunden wird. Ich konnte nämlich in keinem einzigen Kommentar der letzten Tage irgendeine „Respektlosigkeit“ oder sprachliche Entgleisung feststellen. Also ich möchte mal mit gutem Beispiel vorangehen was ich meine: Ich finde zum Beispiel zum Beispiel die hartnäckige Penetranz des Pseodonyms  „Edelmuth“, was ja bekanntermaßen Autragsschreiber von JW.ORG ist, als unflätig, respektlos und aufdringlich. Vielleicht sollte man bei den… Weiterlesen »

Edelmuth

Guten Abend Norbert Weiter gilt es zu bedenken, es gibt einige die anscheinend bewusst ihren Standpunkt immer wieder beharrlich vertreten, obwohl sie gemerkt haben müssten, dass er von einigen nicht geteilt wird und mit ihrer Beharrlichkeit Art provozieren. Findest du, dass sie ihre Meinung ändern müssten, weil sie der Allgemeinheit nicht gefällt? Wenn ein Forum wie BI so eine Plattform des freien Gedankenaustauschs bietet, dann sollte man sich nicht beschweren, wenn es mal etwas zu kontrovers hergeht. Man kann ja diejenigen die uns nicht liegen einfach ignorieren. Beiträge zu löschen geht da gar nicht, insbesondere wenn nur die Beiträge gelöscht… Weiterlesen »

Sliva

Lieber Tilo,

Danke für dieser Artikel, der mir direkt aus dem Herz spricht.

Ich bin nämlich auch bald soweit wie deinen Freund und macht die selben Erfahrungen.

Auch meine Verzweiflung bleibt ungeachtet. Auch mein Brief wurde so behandelt.

Es war schon soweit, dass ich einem Ältesten meine Verzweiflung offenbarte und ihm meinen Wunsch auszutreten ankündigte. Die Antwort:

“Wenn es dein Wunsch ist, ich halte dich nicht zurück. Mach was du willst”.

Liebe herrscht!

Ulla

Liebe SLIVA (oder doch Silvia?),

was dein Kopf jetzt schon weiß, damit kommt die Seele nicht nach. Die Seele braucht mehr Zeit als der Geist eines Menschen.

Gib dir Zeit und wenn du kannst, bete offen und frei wie ein Kind zu Gott. Der Vater hat uns den heiligen Geist versprochen, wenn wir darum bitten. Viele hier auf BI haben es ausprobiert und Kraft erhalten!

Finde heraus, was dir gut tut…

Nichts und niemand kann uns von der Liebe Gottes trennen.

Liebe Abendgrüße

Ulla

 

 

Ulla

Liebe Omma,

ich wünsche dir von Herzen gute Besserung! Novo Virus = Nogo Virus !   ; )

Wie schön, dass wir hin und wieder telefonieren können…

Du merkst ja, du wirst hier auf BI gebraucht, deine herzlichen Kommentare und tiefen Überlegungen, deine Art, “Brücken” zu bauen, das möge uns allen hier doch erhalten bleiben!

Liebe Grüße an den Oppa!

Eure Ulla

Sliva

Lieber Tilo, Markus, Bird, Kopfüber, Meereswoge, liebe Ulla,Dorkas und alle ,

Vielen Dank für eure liebevolle Mitteilungen. Es hat mich tief berührt. Ich bemühe mich weiter zu kämpfen. Im Moment mag ich nichts mehr dazu schreiben. Ich habe euch alle sehr lieb. Ihr ahnt nicht, was ihre Mitteilungen alles Gutes in mir bewirken.

Jéhovah schütze und segnet euch.

heiopei

Leider kann ich auch bestätigen das die liebe in der Versammlung nicht zu finden war. Der hammer ist, das keine grüße mehr von der Bühne bestellt werden, so wie es früher aber gemacht wurde. Auch nicht mehr: bruder sowieso ist im krankenhaus unf freut sich über besuch.  Das wurde früher schon mal gemeldet.  Alles vorbei .ABER,  wennes dan  um Leistung geht,  heißt es von dr Bühne:  bruder sowieso und schwester sowieso und bruder derundder und Schwester dieunddie führen im monat April den hilfspionier durch.     Und alle anwesenden klatschen dann dafür.  Das finde ich so ein Armutszeugnis.  Einfach nur… Weiterlesen »