Mauern, Zäune, Stacheldraht

Mauern, Zäune und Stacheldraht braucht man, um Menschen einzusperren, abzugrenzen und zu isolieren. Die physischen und psychischen Grenzen werden – trotz Globalisierung – durch Ideologien immer enger gezogen. Die Religionen dieser Welt gehen mit. Es gibt viele sogenannte Psychosekten, die ihre Mitglieder regelrecht einsperren, bevormunden, entrechten und versklaven.

Nun ist die Wachtturmgesellschaft ja ein Kind der Neuzeit, wenn man an ihre eigentliche Gründung (nicht durch Russell, sondern durch Rutherford) denkt. Rutherford hat dieser Gesellschaft zwar nicht den Namen gegeben, aber er hat das mit dem „Wachtturm“ wohl falsch aufgefasst. Er hat tatsächlich viele „Wachttürme“ errichtet!

Als gewiefter Rechtsanwalt und Zeitungsleser hat er schnell erkannt, wie man eine Organisation aufzuziehen hat, die autoritär-diktatorisch geleitet werden soll. Er hat begriffen, wie eine Organisation funktionieren muss, in der die christliche Freiheit abgeschafft worden ist. Er hat wie viele andere auch erkannt, dass das Individuum gezwungen werden muss, kein Individuum mehr zu sein, wenn die Organisation alles und der einzelne Mensch nichts mehr sein soll. Nur solche Menschen, die ihrer Individualität und Freiheit beraubt sind, funktionieren im Sinne der Organisation. Dieses Muster erinnert fatal an eine Armee, die auch nach diesen Grundsätzen organisiert ist.

Wir kommen wieder auf die Wachttürme, die Mauern die Zäune und den Stacheldraht zurück. Diese Absperrungen müssen im Bewusstsein der Menschen errichtet werden, weil wir ja in einer offenen Welt leben und man nicht neben Jeden einen Polizisten aufstellen kann, der für Überwachung sorgt. Für die eigene Überwachung hat in der Organisation zuerst jeder selbst zu sorgen; jeder soll sein eigener Polizist sein, der, wenn der bewusste Fall eintritt, alles den Ältesten zur Anzeige bringt.

Ein begleitender Bibeltext gefällig? Hier ist er: „Bekennt also einander offen eure Sünden.“ (Jak. 5:16) Was höre ich? Der Text soll nicht passend sein? Er hat eine andere Bedeutung? Tatsächlich? Aber wer durchschaut das so schnell, wenn er nicht daran gewöhnt ist, den Zusammenhang zu lesen und zu verstehen? Also lautete die Frage für Rutherford und Coll.: Wie hält man Menschen davon ab, die Bibel selbst (sie sagen: „eigenständig“) zu verstehen? Wie hält man sie in geistiger Abhängigkeit, ohne dass sie es merken?

Und er hatte einen Einfall! Man muss nur die  Definitionen ändern, dann ändert sich auch der Sinn eines Bibeltextes. Das kannte er aus seiner Praxis als Rechtsanwalt. Winkeladvokaten legen in ein einzelnes Wort eines Gesetzestextes durch eine falsche Definition einen ganz neuen Sinn in das Gesetz. Dadurch legen sie dann das Gesetz zu ihren Gunsten aus.

Das geht in der Rechtspraxis nicht so einfach, weil man auf der Gegenseite ja auch mitdenkende Richter und Anwälte hat, die u. U. auch mit allen Wassern gewaschen sind. Aber einfache Leute, wie ich und du, sind so naiv, dass sie so viel Durchtriebenheit einem anderen nicht zutrauen, besonders dann, wenn es um Religion geht. Wir gaben Rutherford also einen Vertrauensvorschuss, weil wir uns nicht vorstellen konnten, dass so ein Mann auch ein Betrüger sein könnte.

Der Stacheldraht der WTG

Alle Sonderlehren der Wachtturmgesellschaft beruhen letztlich auf falschen Definitionen! Wer sich da kundig machen möchte, soll einfach im Glossar auf der Hauptseite von bruderinfo-aktuell nachlesen. Und wie ich schon sagte, führen diese falschen Definitionen biblischer Begriffe zu überraschenden neuen Lehren. An einem Beispiel soll das deutlich werden:

Das Reich Gottes ist für Christen das Reich, in dem Gott durch Christus regiert. In diesem Friedensreich wollen Christen einmal leben. Die WTG sagt dagegen: Das Königreich ist eine Regierung aus 144000 himmlischen Herrschern unter Vorsitz von Jesus Christus. Diese Herrscher sind dafür im Neuen Bund aufgenommen worden. Wer nicht Mitherrscher mit Christus ist, ist auch nicht im Neuen Bund! (Darum darf er auch nicht von den Gedächtnismahlsymbolen nehmen.) Wir schlussfolgern aus dieser Gedankenkette, dass wir als normale Christen, weil wir nicht zur Regierung gehören, auch nicht im Neuen Bund sind. Und das bedeutet doch auch, dass unsere Sünden eben nicht vergeben sind! Die Sündenvergebung erhalten wir vielleicht später, wenn die „himmlischen Herrscher“ es wollen.

So kann man fortfahren. Die ganze vertrackte Theologie vom „Überrest“ ruht auf falschen Definitionen. Damit hat man eine sehr hohe Mauer errichtet und noch Stacheldraht gezogen, was uns daran hindern soll, uns dem „Überrest“ als Jünger Jesu gleichwertig zu fühlen. Damit hat sich der „Überrest“ in himmlischen Höhen gehoben und das Fußvolk schaut, wenn es auf ihn sieht, immer noch oben. „Das ist eine Autorität!“, denkt es und bewundert ihn.

Diese Mauer verhindert den direkten Zugang zu Jesus Christus, ja sie verhindert auch den Zugang zu Gott, denn Gott kann nur erkannt werden, wenn Jesus es will und bewirkt. Sie verhindert auch das Gefühl sich als Sohn Gottes und als Christi Bruder zu erfahren. Im Wachtturm-Denken muss sich jeder Christ immer wieder die „Freundschaft zu Gott erarbeiten“. Nichts ist uns geschenkt worden!  Es ist kaum auszudenken, wie weitreichend die Folgen dieser verlogenen Flickenteppich-Theologie sind!

Die Mauer der Propaganda: Das Feindbild der WTG

Will man Menschen daran hindern, die Organisation zu verlassen, dann muss man auch eine Mauer aus Angst bauen. Zuerst muss jeder verteufelt werden, der anders denkt als die Organisation es will. Der „Abtrünnige“ muss im Bewusstsein der „treuen Schafe“ so schlecht gemalt werden, dass jeder wie vor einem Aussätzigen fürchtet.  Jeder Zeuge Jehovas  muss durch geschickte Propaganda dazu gebracht werden, von vornherein alles als Lüge hinzustellen, was „Abtrünnige“ zu sagen haben. Und wer in Sinne der WTG ein Abtrünniger ist, bestimmt nur sie selbst. Und das sind für die WTG alle Unzufriedenen, alle Kritiker, alle die aus ihrem Gewissen heraus Anstoß an ihren Taten nehmen – und es auch sagen. Aber in der Bibel sind Abtrünnige alle, die die gesunde Lehre Christi verlassen haben. Für die WTG liegt die Sache ganz anders, weil sie sogar „Abtrünnigkeit“ neu definiert hat.

Das Feindbild eines Abtrünnigen im Sinne der WTG ist so grauenhaft, dass kein normaler Zeuge es wagt, mit ihm Kontakt zu haben. Ich erinnere nur an die Kongressansprache von Herrn Fiala, der sich süffisant über „Satans Küchenhelfer“ ausließ. Alles dies soll dazu dienen, sich selbst abzuschotten, sich selbst einzusperren und seine Augen und Ohren zu verschließen, damit nicht der geringste Zweifel aufkeimt und man daran denken könnte, die „wunderbare Organisation“ zu verlassen.

Die Mauer der Angst

Der durchschnittliche Zeuge Jehovas hat viele Ängste. Ich möchte  ein paar aufzählen. Da ist zunächst die Angst vor dem eigenen Denken, vor der eigenen Meinung, vor der Meinung der anderen und sogar die Angst vor Gott. Es ist die Angst, nicht genug fürs „Königreich“ getan zu haben, es ist die Angst eines Tages doch als Christ zu versagen, es ist die Angst vor den Funktionären. (Man denke nur daran, mit welcher Furcht viele einem „Hirtenbesuch“ entgegensahen.)

Und bei manchen ist es auch die Furcht vor Harmagedon, die sie zum Abarbeiten irgendwelcher Listen zwingt. Aber die größte Furcht ist es, die Organisation zu verlassen! „Wer sie verlässt, hat das ewige Leben verwirkt!“ – so ist man durch Propaganda beeinflusst worden. Und hinter dieser Mauer der Angst hält man dann geduldig und ohne zu klagen aus. Die Propaganda sagt unverblümt, dass derjenige, der die Organisation verlässt, Jehova verlassen hat! Und da die meisten Zeugen kaum mündige Christen werden, lassen sie sich das alles bieten. Und die Bibel würde ihnen die Augen des Herzens öffnen, wenn sie nicht Angst davor hätten, sie „eigenständig“ zu lesen. „Wohin sollen wir denn gehen?“, ist eine Frage, die ich immer wieder hören muss. Wie armselig das alles ist! Da kommt man nicht auf die Idee, eine kleine Schlussfolgerung aus dem Gespräch zwischen Jesus und Petrus (Joh. 6:68) zu ziehen oder an die Worte Jesu aus Math. 11:28-30 zu denken.

Der Zaun um die Bibel

Warum sind die meisten Zeugen so schwach in ihrer wirklichen Bibelkenntnis sind? Das mag daran liegen, dass auch um die Bibel ein Zaun errichtet worden ist. Zuerst einmal ist der Durchschnittszeuge davon überzeugt, dass nur die Leitende Körperschaft die Bibel richtig auslegen kann. Das ist dann der Zaun um die Bibel.  Und das Bibellesen geschieht nach einem Programm, und selten aus einem privaten Bedürfnis heraus. In der Zusammenkunft wird auf Bibelhöhepunkte verwiesen, die in der Regel Erklärungen der WTG sind. Ein Zeuge Jehovas bekommt nichts anderes zu hören.

Auch zu Hause liest er nur die „bibelerklärenden Schriften“ der WTG. Das fängt schon mit dem Tagestext an, der in der Regel den Bibeltext als Aufhänger benutzt, um die Meinung der WTG zu kolportieren. Die Schriften der WTG nehmen ihm jedes Nachdenken und Reflektieren ab, denn sie sind so gehalten, dass alle aufgeführten Fragen im Text ihre einfache Antwort finden. Und die streicht man mit dem Farbstift an. Und wenn er dann noch mit Videos bearbeitet wird, ist sein Sinn schon von den verführerischen Bildern so voll, dass er keine Lust mehr auf Fragen hat. Dann kann er sich einbilden, was G. Lösch so schön formulierte, dass alle in einem „wunderschönen geistigen Paradies“ (so bezeichnet er das geistige Gefängnis!) ist, weil er in der Organisation sein geistiges Zuhause gefunden hat. Sind da noch irgendwelche Fragen?

Mauern und Zäune verhindern freies Bibellesen und Gedankenaustausch

Die Zeugen Jehovas diskutieren gern, habe ich vernommen. Ach ja, an den Haustüren mag das noch manchmal stimmen. Aber dort verteidigen sie auch nur die WTG-Doktrin. Die Bibel steht da schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. An ihre Stelle ist die mediale Beeinflussung mit  Smartphon und Tablett getreten. Unter sich diskutieren sie schon lange nicht mehr, denn die Lehre des „Sklaven“ kann nicht mehr diskutiert werden, weil angeblich alles geklärt ist. Und dabei kommt der Verdacht auf, dass es innerhalb der WTG so und nicht anders sein muss, weil die persönliche Bibelerkenntnis wirklich zum Erkennen der Wahrheit führt. Und das muss verhindert werden, weil sonst unbequeme Fragen auftauchen, Menschen wach werden und – gehen. So wird also durch einen Zaun, der um alle errichtet wurde, der Gedankenaustausch eingeschläfert. Es ist bekannt, dass Rutherford gegen „geselliges Beisammensein“ unter Brüdern war. Warum wohl?

Spitzeldienste als Mauer des Misstrauens

Ich habe es wie viele andere auch erlebt, dass man überwacht wird. Es wird einem nachgeschnüffelt, man fängt jede Äußerung auf, die verdächtig scheint. Man achtet auf den anderen, angeblich weil man an seinem Wohlergehen interessiert ist. Meine Erfahrung verlief anders. Man schwärzte mich regelrecht bei den Ältesten an, weil es Sätze gab, an denen die „Rechtgläubigen“ Anstoß nahmen. Und dann finden „Gespräche“ statt, die sich immer um die Frage drehen: „Vertraust du dem treuen und verständigen Sklaven?“ Das zeigt, in welch engen Kreisen sich das Denken vieler Zeugen bewegt. Die Organisation ist eine heilige Kuh, die man nicht anfassen darf. Aber diese Art von Überwachung macht das Leben schwer, denn man erwartet eigentlich Vertrauen und Wohlwollen von seiten seiner Geschwister, man möchte willkommen geheißen sein. So spürt man auch hier eine Mauer, die uns von den anderen trennt.

Mauern und Zäune trennen christliche Geschwister

Es ist doch auffällig, wenn reisende Aufseher auf die Frage nach Freundschaften nur den Kopf schütteln und sagen, dass dazu keine Zeit war. Ja, auch die straffe Einteilung deiner und meiner Zeit durch die Organisation hat uns an guten Freunden verarmen lassen. Wir hatten (ich rede in der Vergangenheitsform, weil ich mich vom Betrieb getrennt habe) viele nette Bekannte, die gewohnheitsmäßig nach dem Befinden fragten, ohne es eigentlich wissen zu wollen. Wir haben viel unverbindliche Freundlichkeit erlebt, wie sie halt so üblich ist. Aber das Band von Herz zu Herz gab es eher selten. Ist das auch eine Folge des Mauerbaus durch die WTG? Ich vermute es.

Ich sehe also, dass die Wirkungen psychischen Mauern und Zäune der WTG bei der großen Masse erfolgreich sind, wenn es darum geht, sie von jedem Gedanken der Kritik abzuhalten. Aber warum gibt es dann in steigender Zahl Aussteiger? Das liegt einfach daran, dass es eine stärkere Kraft gibt, die alle Mauern, Zäune und den Stacheldraht überwindet. Es ist der Geist Gottes, der die Augen des Herzens öffnet und uns sehen lässt.

Eine Mauer um die Lüge

Psychologen haben herausgefunden, dass eine Lüge immer glaubwürdiger wird, je öfter man sie wiederholt. Das ist das Grundgesetz der teuflischen Propaganda. Und noch etwas hat die Psychologen überrascht: Eine offene Bloßstellung von Lügen kann bei der breiten Masse dazu führen, dass sich die Lügen im Bewusstsein sogar noch verfestigen.

Jedes Dementi wird von der Masse als Bestätigung für den Wahrheitsanspruch einer von ihr geglaubten Lüge gesehen. Im Sinn dieser Menschen mag sich folgender Prozess abspielen: „Es liegt ja auf der Hand, dass die Gegner so was behaupten müssen. Sie können ja gar nicht zugeben, dass die Organisation  Recht hat. Deshalb müssen sie lügen!“ Jedes Offenlegen einer Lüge wird damit im Sinne der dumpfen Masse selbst als Lüge abgetan. So habe ich es bei den Kindesmissbrauchs-Skandalen erlebt. Man sagte mir: „Das behaupten nur die Abtrünnigen!“

Damit wollte man sagen: „Das ist eine Lüge!“. Mit dieser Behauptung aus dem Mund der WTG wehrt ein durchschnittlicher Zeuge jede unangenehme Wahrheit ab. Und hier wird er zum Mittäter und macht sich schuldig. Hier zeigt er deutlich seinen Mangel an innerer Wahrhaftigkeit.

Und nun denke ich nur noch an eine Begebenheit aus dem Leben Jesu. Es war in der Synagoge von Nazareth. Jesus wurde gebeten, aus der Schrift vorzulesen. Und was er dann las, war beeindruckend:

„Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Das ist mein Auftrag: Den Armen soll ich die gute Nachricht bringen. Den Gefangenen soll ich ankündigen, dass sie frei werden, und den Blinden, dass sie sehen werden. Den Unterdrückten soll ich Freiheit bringen. Ich soll verkünden: Jetzt beginnt das Jahr, in dem der Herr Gnade schenkt.“ (Luk. 4:8, 19) 

Da ist dann kein Platz für Mauer, Zäune und Stacheldraht. Das hat im Christentum keinen Raum. Denn wo Jesu regiert, da herrscht Freiheit! „Der Herr [Jesus Christus] wirkt nämlich durch seinen Geist. Und wo der Geist des Herrn ist, da herrscht Freiheit. (2. Kor. 3:17)*

Deshalb konnten Paulus und die anderen Apostel innerlich wahrhaftig sein. Sie hatten keine Tricks nötig, um Gott zu dienen:

„Wir haben uns von allen beschämenden Heimlichkeiten losgesagt. Wir arbeiten weder mit Tricks noch verfälschen wir das Wort Gottes, sondern lehren die Wahrheit ganz offen. Dadurch empfehlen wir uns vor den Augen Gottes dem Gewissensurteil aller Menschen.“ (2. Kor. 4:2)

Wie mag es wohl in den Männern aussehen, die diese Worte auch kennen und trotzdem weiter lügen, Mauern und Zäune errichten und so gegen die Interessen Gottes und der Menschen wirken? 

Fußnote:

(*) Hier fügt der Übersetzer der NWÜ den Namen Gottes willkürlich ein! In über 5000 alten Manuskripten der Griechisch-Christlichen Schriften ist an keiner Stelle der Gottesname zu finden! Der Gottesname wurde viel später (14. Jahrhundert), teilweise noch in unserer Zeit von zumeist jüdischen Übersetzern eingefügt.

[Gesamt:32    Durchschnitt: 5/5]

Ähnliche Artikel

54
Hinterlasse einen Kommentar

23 Kommentar Themen
31 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
26 Kommentatoren

  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
turtle

Der Warwickturm hat starke Ähnlichkeit mit dem Turm des Dachauer KZ.

freel

Und als Außenstehender, der die Mauer sieht geht daran zu Grunde da er sie nicht einreißen kann um den Gefangenen zu retten da er denkt er wäre frei und alle anderen gefangen

Horst

Sehr gut.  Wozu wird ein “Wacht-Turm” benötigt ? Die DDR benötigte “Wachttürme”, um die Bürger am Verlassen ihres Staates zu hindern ….

ERWACHET, liebe Zeugen…

Nordlicht

Ihr Lieben, ich habe etwas himmlisches für euch. Himmlisch Vom Himmel droben komm ich her,bringe frohe Botschaft u.noch viel mehr. Kein Weg ist mir zu weit um euch zu erreichen. Der Böse wird für immer weichen. Vom Himmel droben komm ich her ,von droben sehe ich viel mehr als IHR. Das Volk für meinen Namen dessen Same wird die LIEBE sein, der Glanz in ihren Augen, das lächelnde Gesicht, das gütige Wesen ihr alle spiegelt MICH. Die LIEBE wird siegen ihr werdet es sehen, lasst ab von denen die nicht mit uns gehen. Sie sprechen sich selber ein Gericht, das… Weiterlesen »

Birgit

Mauer,Zäune,Stacheldraht Die Reihenfolge ist wirklich gelungen. Eines Tages wird man wach und merkt, das man in einem Gefängnis sitzt.3 Hürden sind zu meistern.Man läuft oftmals vor die Mauer (durch Regeln,Verbote und Gesetze von der Truppe).Mit genug Mut erklimmt man sie und ist rüber.Noch wird vom Wachpersonal nicht viel bemerkt(Versammlungen,Dienst ect.).Am Zaun wird es schon schwieriger,denn jeder hat durch sein Verhalten,Wissen und Hilfe von Außen ,verschiedene Ausgangspositionen.Mit genug Kraft und Glauben kann er den Zaun meistern.Durchatmen und Kraft sammeln,denn jetzt wurde es bemerkt im Tower(weniger Versammlungsbesuche,kaum noch Dienst). Durch Megaphone kommt die Durchsage;wenn du weitergehst wirst du in Harmagedon sterben und… Weiterlesen »

Taube

Wieder ein interessanter Artikel, diesmal wird die Aufmerksamkeit auf das “eingesperrt sein hinter geistigen Mauern” gelenkt.  Kann mich erinnern an einen Vergleich mit einem Vogel im Käfig – wir = der Vogel / der Käfig = die Org. / und draußen lauert die Katze = die Welt, Satan. Und wie froh war man (selber!), sicher im Käfig zu sitzen! Mir ist folgendes aufgefallen:  “Diese Mauer verhindert den direkten Zugang zu Jesus Christus, ja sie verhindert auch den Zugang zu Gott, denn Gott kann nur erkannt werden, wenn Jesus es will und bewirkt. Sie verhindert auch das Gefühl sich als Sohn… Weiterlesen »

M.N.

Ihr Lieben,

hier eine interessante Entwicklung aus den U.S. of A. – sog. “Meeting Crashers”, also “Abtrünnige”, die zu dritt oder viert in eine ZJ-“Zusammenkunft” einfallen und dort so richtig Mische machen:

https://www.youtube.com/watch?v=6GvdYg-tG8Y

https://www.youtube.com/watch?v=aCd5vMmkfgw

https://www.youtube.com/watch?v=3weMonz4XmI

U. a.

Da kommt so richtig Freude auf; die dortigen JW.Org-Helferlein wissen nicht, wie ihnen geschieht und wo ihnen der Kopf steht, sie haben alle Hände voll zu tun und kriegen die Lage dennoch nicht in den Griff. Partystimmung – YEAH!

RoKo

Ihr Lieben, an und für sich schmunzel auch ich, wenn so Dinge passieren wie in den Videos. Es ist letztlich auch für den einen oder anderen im Herzen wie ein Jubelruf und Erquickung, hat doch diese Organisation ebenso viel rotes Blut an den Händen wie die Org in Wachturm immer den anderen Religionen vorwerfen und viele Brüder und Schwestern viel Leid erlitten. Jetzt kommt mein aber. Sollen wir aktiv werden diese Ordnung ins Wanken zu bringen? Im Danielbuch und dessen Vision wurde der Stein „ins Rollen gebracht“ der unaufhaltsam auf die Füße und Zehen des Standbilds dahinrollt und es zum… Weiterlesen »

Max

Hallo RoKo24,

ob diese Aktionen der Aktivisten, die die Versammlungen aufmischen, sinnvoll sind kann man

sicherlich hinterfragen. Habe so meine Zweifel, den die Brüder sehen das als Verfolgung und scharen sich noch enger an die Org.

Doch den Aktivisten Hass zu unterstellen, dem kann ich nicht zustimmen. Der Beweggrund ist nach meinem dafürhalten nicht Hass, sonder ehrliches Bemühen die schlafenden Brüder aufzuwecken.

Aber wie gesagt, ob dies der richtige Weg ist, ich bezweifle es.

Was mir so nebenbei auffällt ist, wie schlecht die Versammlungen auch in Amerika besucht werden.

Mehr leere Plätze als besetzte.

LG

Max

 

 

Anna

Lieber Tilo, liebe Schwestern und Brüder, vielen Dank, dass du uns an deinen Gedanken über die Mauern und Stacheldrähte hast teilhaben lassen. Unsere auf die Organisation vertrauenden Brüder sehen das ja eher als Schutz vor der bösen Welt. Ich gehe so weit zu sagen, dass sie sich ihre Mauern und Stacheldrähte selber bauen. Und sollte nur die kleinste Lücke vorhanden sein wird diese schnellstmöglich repariert. Solidarität untereinander gibt es nicht. Weil diejenigen, die unsinnige Dogmen herausgeben, zum Predigtdienst anfeuern, das Geld aus der Tasche ziehen und vieles mehr wären machtlos, würden nicht alle mitmachen. Wie du zurecht sagst lieber @Tilo… Weiterlesen »

Jehu

Das Problem der WTG org ist unter anderem, dass das Verhältnismäßigkeitsprinzip nicht eingehalten wird. Wenn ein deutscher Staatsbürger von seinem Recht auf Gewissensfreiheit gebrauch macht, ist es nicht verhältnismäßig, ihn mit sozialer Ächtung bis hin zum Zerstören seiner Familie zu bestrafen.

Ⓖ-Ⓔ-Ⓡ-Ⓓ

“Vermisst!” Eine RTL-Sendung nennt sich so. Auch kommenden Sonntag Abend erfüllt die sympathische Sandra Eckardt die Sehnsucht mancher Menschen. Sie hilft Angehörigen von Suchern, die ihre Verwandten vermissen, zu finden, manchmal geht es bis nach Südamerika. Meine Frau meint immer: “Oh, die Tränendrüsensendung” hängt trotzdem am Fernseher, ich auch. Wird der oder die gesuchte Person gefunden, entlockt das auch mir ein Tränchen. Aber da ist mir bestimmt Staub ins Auge gekommen, denn wer die WTG-Schule durchgemacht hat, ist doch nicht mehr rührselig, sondern durch HzH-Dienst gestählt… Kürzlich suchte eine Frau über 40 ihren Vater. Es wird verzweifelt gesucht, in Ämtern… Weiterlesen »

Ulla

Hallo an alle, ich habe mir heut die Videos der Aktivisten angesehen und dabei ein ganz flaues Gefühl im Magen. Ich stellte mir vor, ich reiste Jahre zurück, säße in der Versammlung und dann kämen solche Auftritte… Es hätte mir Angst gemacht! Ich hätte auch Angst gehabt, dass meine Kinder dadurch einen Riesenschreck bekommen hätten, hätten sie eine Aktivistin laut rufen hören: “Ich wurde von meinem Vater vergewaltigt usw usf….!” Solche Aktionen machen die Vers.besucher nur noch paranoider, als sie es eh schon sind! (“Die Welt ist soo böse mit uns…und jetzt kommen sie auch noch reingeschneit und machen Unruhe… Weiterlesen »

Annodazumal

wollt ihr mich nicht einschalten
+++++++
????????

Annodazumal

habe einen langen kimmentar geschrieben wúrde mich wundern was da so gaksch ist
+++++
??????_

Nordlicht@Omma

Liebe Omma u. Oppa ich habe Euch nicht vergessen.30 Jahre WTG-Schitt möchte ich Euch nicht zumuten,da ihr selbst soviel Leid ertragen müsst. 30 Jahre habe ich diesen  Psychoterror selber zugelassen ich trage dafür die Verantwortung.Mit zunehmenden Alter wurde ich dünnhäutiger u. ertrug die  Macken der psychisch Kranken nicht länger.Der Kampf um mein logisches Denken begann mit einem Satz gleich nach meiner Scheidung.30 Jahre dieser Höllenritt hat mir einen Burnout, Tinitus u. meine Söhne ,die ich lebendig auf dem Altar der WTG-Org. geopfert habe, gekostet.Alles was ich hatte.Doch habe ich erhobenen Hauptes inbrünstig überzeugt diese Satanssekte aus Sicherheitsgründen um meine geistige… Weiterlesen »

Petrus111

Liebe Freunde, danke für den Artikel. Ich meine, es ist normal, dass eine Religionsgemeinschaft ihre Glaubenslehren vertritt und nur solche Mitglieder haben möchte, die sich einigermaßen im Konsens mit diesen Glaubensauffassungen bewegen. Das ist bei JZ nicht das Problem. Wer die Glaubensansichten nicht (mehr) teilt, soll austreten – mit den hinlänglich bekannten Folgen – das wäre auch nicht das Problem. Problematisch ist, dass JZ ihre Mitglieder in einer Art Parallelgesellschaft gedanklich gefangen halten – sie tun sehr viel dafür, dass ihre Mitglieder sich nur in der Gedankenwelt der Religionsgemeinschaft bewegen, sich nur in dem Sozialraum der Religionsgemeinschaft bewegen und letztlich… Weiterlesen »

Birgit

So ist, und so bleibt es auch ,ohne Zäune Maria Magdalena war eine mutige Nachfolgerin von Jesus. Sie ging mit ihm im Frühling 30 nach Jerusalem, war bei seiner Hinrichtung und Grablegung dabei und gehörte zwei Tage später zu den Frauen, die am frühen Morgen zum Grab gingen (Markus 15,40.47; 16,1). Das Grab war leer und Jesus, der Auferstandene erschien Maria Magdalena als erster. Aufgewühlt wollte sie ihn festhalten, doch Jesus hinderte sie daran, wies sie sie auf seine neue Existenzweise hin und trug ihr auf, dies den Jüngern kundzutun: „Ich kehre zurück zu meinem Vater und eurem Vater, zu… Weiterlesen »

Ulla

Hallo an alle, ich habe mir heut die Videos der Aktivisten angesehen und dabei ein ganz flaues Gefühl im Magen. Ich stellte mir vor, ich reiste Jahre zurück, säße in der Versammlung und dann kämen solche Auftritte… Es hätte mir Angst gemacht! Ich hätte auch Angst gehabt, dass meine Kinder dadurch einen Riesenschreck bekommen hätten, hätten sie eine Aktivistin laut rufen hören: “Ich wurde von meinem Vater vergewaltigt usw usf….!” Solche Aktionen machen die Vers.besucher nur noch paranoider, als sie es eh schon sind! (“Die Welt ist soo böse mit uns…und jetzt kommen sie auch noch reingeschneit und machen Unruhe… Weiterlesen »

Omma

Liebes Nordlicht, als ich dem Oppa deinen Kommentar vorlas, besonders deinen letzten Satz (LEBEN ich komme!), sagte er spontan: “Genau, wie wir!” Der Oppa hat seine persönlichen “95-Thesen” auch aufgeschrieben, aber nicht an die Tür des KS genagelt, sondern, wie du abgeheftet.  Auch ich habe das eine oder andere aus dem Leben von Omma und Oppa aufgeschrieben und weggeheftet. Du schreibst: “Ich wurde versöhnlicher mit mir selbst ich verzeih mir meine 30 Jahre WTG nichts war vergebens für mich, ….” Ich sehe heute auch manche Dinge anders, als noch vor Jahren. Ein Beispiel dafür ist für mich das Leben des Paulus. Galater… Weiterlesen »

Sylvia Geiser

In Apostelgeschichte 15 steht geschrieben: Denn der heilige Geist und wir, (Jehova, Jesus) selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: Euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, so wie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gut gehen. Bleibt gesund. Das Moral Gesetz, die 10 Gebote mit den 2 steinernen Tafeln mit dem Finger Gottes geschrieben, die, die Sünde definiert, wurde in der Bundeslade im Allerheiligsten aufbewahrt. Seine Gültigkeit ist ewig.   Jesus sagt: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz  oder die Propheten zu vernichten. Nicht um zu vernichten bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen. Weicht von mir ihr Gesetzlosen,… Weiterlesen »

Ulla

Hallo BI,

wie kommt es, dass mein Kommentar ein zweites Mal hier eingestellt wird? Hihi, danke….aber von MIR kommt die Wiederholung nicht…naja, egal…war nur grad erstaunt, Dejavu…..   ; )

Ulla

Bruder

Hallo an Alle,
das Bayerische Fernsehen hat für die Sendung “Stationen” einige Beiträge zum Thema “Gefangen sein” vorgesehen.

Am Mittwoch den 21.3. werden diese Beiträge gesendet.

In dem letzten Beitrag geht es um die Gefangenschaft innerhalb der Religion.

Mein Sohn und ich konnten dazu einige Gedanken beitragen.

https://www.br.de/themen/religion/wege-aus-dem-inneren-gefaegnis-100.html

Ich bin selbst sehr gespannt darauf, was Frau Mumelter aus den Informationen extrahiert hat um diesem Thema gerecht zu werden.

Ganz herzliche Grüße
Barbara Kohout